Tampilkan postingan dengan label Eddie C. Tampilkan semua postingan
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Mixed up... (53)

http://changethevoicesinyourhead.tumblr.com/post/3376551072
Fahrt aufnehmen habe ich vergangenen Mittwoch versprochen, und nun liegen schon wieder vier Tage zwischen den Blogeinträgen - den gestrigen Kurzeintrag einmal nicht mit eingerechnet. Das wird sich hoffentlich bald wieder ändern. Zeitmanagement und so.

Die Mixrundschau beginnen möchte ich mit einer Ausgabe von Tim Sweeneys Radiosendung Beats In Space. Zu Gast in der vergangenen Woche war Matthew Dear. Der US-amerikanische DJ und Produzent, Mitgründer der Label Ghostly International und Spectral Sound, ist ja dafür bekannt, seine Künstlerpersönlichkeit gerne in einzelne Spektralfarben zu zerlegen. So trat und tritt er auch als Audion, False oder Jabberjaw in Erscheinung. Sich selbst und bis auf Jabberjaw jedes ´dieser Pseudonyme hat er mit wenigstens einem Künstleralbum verewigt, zuletzt erschien "Black City im vergangenen Jahr, auf Ghostly International. A must listen!

Beats In Space Radio Show #560 - Matthew Dear - Part 1
Beats In Space Radio Show #560 - Matthew Dear - Part 2


Für Digger und Kuriositätensammler hält das Blog 20 Jazz Funk Greats eine Lehrstunde in Sachen nonkonformer Krautmusik bereit. Eingespielt hat diesen Podcast ein DJ aus dem Umfeld des Labels Dissident, das für seine stilistische Vielseitigkeit und Unangepasstheit bekannt ist. Tip!!

Kruton - Indie Splice Mix - 20 Jazz Funk Greats Podcast


Etwas bekanntere Sounds zum Wiederentdecken gibt es in einen Podcast auf Allez-Allez. Eamon Harkin, Mitorganisator einer namentlich sehr bekannten New Yorker Clubveranstaltung und sein Veranstalter- und DJ-Partner Justin Carter treten seit kurzem unter dem Pseudonym Mister Saturday Night auf. Hört sich für mich zwar ein wenig nach Travolta-artig käsigem Disco an, doch mit Tracks von Gunnar Wendel im Omar-S Remix, Steffi, Tyree Cooper oder Nitzer Ebb sind die beiden New Yorker davon weit entfernt. Thank God.

Mr. Saturday Night - Allez-Allez Mix


Der folgende Mix ist bald schon einen ganzen Monat alt. Hoffentlich verübelt mir niemand diesen verspäteten Hinweis darauf. Zu finden ist er bei den Liverpooler Jungs von Cosmic Boogie. Zusammengestellt hat das Arrangement Chris Barker, seines Zeichens Teilzeit-Dirigent und Vollzeit-Musiker des Deep Space Orchestra, das hier auch schon einmal zu Gast war. The Blackbyrds und Dayton treffen auf Langenberg im Manuel Tur Remix und Dâm-Funk. Top notch!

Liverpool Disco Mixes - Chris Barker @ Cosmic Boogie


Wer das Blog, vor allem die (montäglichen) Einträge bis dato aufmerksam verfolgt, weiss, dass Disco Outcasts Disco Outcasts - Serendipity by discooutcasts


Auch bei Testpressing hat sich in der Zeit meiner Blogger-Abwesenheit einiges getan. So hat beispielsweise Pete Wiggs von Saint Etienne - ja, genau, "Only Love Can Break Your Heart" heisst der Überhit - einen Mix für das Blog beigesteuert. Auch Max Essa geht steil auf Testpressing und teilt darüber einen Mitschnitt eines Sets.

Pete Wiggs - Mix @ Testpressing

Max Essa - Live At Jardin Studios Japan - Mix @ Testpressing


Für den folgenden Podcast verantwortlich zeichnet Levon Vincent. Im Hinblick auf seinen Auftritt im Londoner Club Fabric hat er einen Promo-Mix eingespielt und ein paar Fragen beantwortet (Levon Vincent - Novel Sound Promoganda Mix & Interview @ Fabric Blog). Gefällt!

Levon Vincent - NOVEL SOUND PROMOGANDA! Volume 1 - February 2011 by R_co


Nach Rødhåd zu Beginn des Monats war es in der letzten Woche das DJ- und Produzenten-Duo Goldwill, das zu Gast auf dem französischen Blog Input Selector. Mit im Gepräck ein eleganter Podcast, der in der heutigen Aufzählung nicht fehlen darf!

IS 082 - Goldwill [Liebe*Detail, Dessous Recordings] by Input Selector


Isodisco ist eine Veranstaltungsreihe in der nordirischen Stadt Belfast, die sich musikalisch an Disco und House orientiert. Das gleichnamige und zu der Veranstaltung gehörende Blog wird regelmässig gewartet und aufgefrischt. Letzter Eintrag? Zum einen der Hinweis auf die bevorstehende Clubnacht mit Eddie C - und für uns viel interessanter: das Mixtape des Kanadiers, das seinen Auftritt bewirbt. Worth to check!

isodisco mix #05: Eddie C by isodisco


Auf Coyote Howl gibt's einen Podcast von José Padilla. Für die Balearic-Liebhaber unter uns.

José Padilla - Balearic Mix @ Coyote Howl


Zum Abschluss noch folgender Hinweis: Moodini, einer der allerersten Guest Mixer auf keep-it-deep, legt eine weitere Ausgabe seiner Mix-Reihe "Snoozlroom Selections" auf. Krönender Abschluss der heutigen Rundschau.

Snoozlroom Selection V - Slower Emotion by moodinionthewheelz


English (short) version: we're late with our little overview featuring tons of house and disco flavoured mixes by artists like Goldwill, Levon Vincent, Max Essa or Eddie C. Enjoy!

Francis Inferno Orchestra - Meet Me In Salt Lake City

Under The Shade, das Label von David Griffiths, weiss mit vorzüglichen Releases zu erfreuen. Seit "Ipso Facto" von Sam Williams alias Chamboche erscheint es regelmässig auf meinem Radarmonitor. Ob der Gehäuftheit des Labelausstosses ist es auf diesem Blog allerdings ein wenig untergegangen. Will schreiben: die einzelnen Trackpakete konnten nicht immer zeitnah berücksichtigt werden. Dementsprechend dient die Nr. 19 des Labelkataloges dazu, die Gedanken einmal über die zurückliegenden 12" schweifen zu lassen.


In den vergangenen beiden Jahren hat David Griffiths einer ganzen Reihe Künstlern, die einem breiteren Publikum weitgehend unbekannt waren, eine Plattform geboten, die zwischen dem Noch-Underground und einer ersten deutlichen Marktposition vermittelt und diese auch nachhaltig ausbaut. Im Falle eines Chamboche ist ihm das sehr gut gelungen. Im Hinblick auf Talentsuche und -förderung gebührt ihm, wenigstens die italienische Szene betreffend, ein "Neuland-Award" zugesprochen, verhalf er doch Projekten wie Mushrooms Project oder The Heels Of Love zur Stärkung und Stabilisierung ihres Wirkungsbereiches. Jede 12" für sich genommen war und ist eine gute Produktion, die sich am klassischen Diskokonzept orientiert. Gesang mit Falsett-Anleihen, der - wir wissen es spätestens seit diesem ausgezeichneten Artikel in der Neuen Züricher Zeitung - die Tracks mit dem rauschhaften Charakter dionysischer Orgien versehen möchte; Bass und Melodien mit passgenau eingefügtem Acid-Implantat, ummantelt von einer künstlichen Club-Patina, die auch ein Laie sehr leicht erkennen kann. Was mir bisher jedoch gefehlt hat (die beiden 12" von Mark E einmal aussen vor gelassen): ein Geschmackserlebnis, das sich nicht so schnell verflüchtigt, wie man es auch von Kaugummis mit Pfirsichgeschmack kennt oder den gerne im Vorfeld der Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen aufgetischten exotischen Früchte. Farbreichtung, Formenvielfalt, alles gegeben, doch die daraus abgeleitete Vorstellung deckt sich nicht mit dem tatsächlichen Erleben. Aber vielleicht bin ich da auch ein wenig zu erwartungssensibel. Wobei: der Runaway Remix für Chamboches "Closer" ist nicht zu unterschätzen.

Anyway. Bevor das Label die Zwanzig erreicht, erscheint das Francis Inferno Orchestra aus dem australischen Melbourne mit einer 12", an der es nicht zuletzt auch aufgrund der beiden Remixe von Soul Clap und Eddie C kein Vorbeikommen gibt. Die australische Szene rückt ja seit einiger Zeit stärker in den Fokus unserer Aufmerksamkeit mit Releases von Andy Hart, Mic Newman, Lewie Day alias Tornado Wallace und eben Griffin James unter seinem Francis Inferno Orchestra-Nick. Mit "So Divine" auf DiKSO hatte er mich vor einiger Zeit schwer beeindruckt - ganz gewiss keine einmalige Verpuffung. Auf "Under The Shade" lädt der Australier zu einem Treffen in Salt Lake City ein.

"Meet Me In Salt Lake City" - so lautet das Thema seiner 12". Griffin James alias Francis Inferno Orchestra bedient sich hierfür bei House und Disco. Den knackigen Funk dieser Genre - unterstützt durch britzelnde Claps - vermengt er auf dem Titeltrack seiner EP mit jeder Menge verzwirbelter Effekte, wie Champagner fein perlender Sounds und entspannt federnden Klavierakkorden, die eine Nachmittagsstimmung an Bord eines Kreuzfahrtschiffes vermitteln. Barpiano, ein weisser zerknitterter Leinenanzug und der erste Longdrink des Tages. Ein Song, der möglicherweise auch die sprichwörtliche Mormonenstrenge der Stadt Salt Lake City ausheblen könnte.

Als Remixer erscheinen die Bostoner Soul Clap-Jungs sowie der Kanadier Eddie C. Zu letzterem schreibe ich nur noch wenig, denn Edward "Eddie C" Currelly spielt sowieso in einer anderen Liga. Sein Remix scheint aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Welt zu stammen, und beinahe wage ich zu behaupten, dass er in seiner Kindheit einen magischen Sternenstaub eingeatmet hat, der es ihm ermöglicht, die Grundcharakteristika eines Tracks beizubehalten, und dennoch ein Mehr an sexueller Spannung in seine Remixe einzubauen.

Bleibt noch "Me And You" - unglaublich schiebend, rauschhaft-orgiastisch trotz des eher gemächlichen Tempos. KILLER!!!

Me and You (Original Mix) by Francis Inferno Orchestra


English (short) version: Australian Griffin James a.k.a. Francis Inferno Orchestra with a 12" on Under The Shade records. He goes through House and Disco with ease like butter on hot toast. Comes with a remix by Boston based Soul Clap crew and Eddie C who, again, gives further proof of his extraterrestrial producing skills! HOT!


Mehr im Web:

Francis Inferno Orchestra @ MySpace
Francis Inferno Orchestra @ Soundcloud
Francis Inferno Orchestra - Guest Mix @ Back And Forth
Under The Shade @ Facebook
Under The Shade / Jisco @ MySpace
Under The Shade

DiKSO Podcast 07 - The Francis Inferno Orchestra by DiKSO Edits

Mixed up monday (43)

http://girlsareperfect.tumblr.com/post/1704752681
Nach einer Woche Pause erfolgt heute die Wiederaufnahme der Mixed up monday - Reihe mit elektronischen Mixtapes. tageins, ursprünglich mit dem Freiburger Shaddy und dem Züricher Kejeblos einer Grippe- und Erkältungswelle zum Opfer gefallen. Weder diese beiden noch der erste und zweite Ersatz, die Freiburger Kowski und Chris Veron, können den heutigen Montagabend musikalisch bestreiten. Sollte ich mich dazu aufraffen können, ins Waldsee aufzubrechen, bin ich schon sehr gespannt, wer letztendlich an den Decks stehen wird. Davor ist jedoch noch jede Menge Arbeit zu erledigen.


Der erste Mix des heutigen Abends schlummert auf dem DOSCI Blog, stammt von Lexx, was Qualitätshinweis genug sein sollte. Der Züricher spielt sich dieses Mal durch Black Music von ungefähr Mitte der Achtziger bis ungefähr Mitte der Neunziger Jahre, die "Aurea Aetas", das Goldene Zeitalter also des Hip Hop.


Auf Label wie u.a. Stones Throw wird die Geschichte der Goldenen Hip Hop- (oder Black Music) Zeit fortgeschrieben. Die auf der Labelsite gehostete Podcastreihe kann ich jedem ans Herz legen, der für diese Soundmische aus Soul, Funk, Hip Hop und Electronica zu haben ist. Die neueste Ausgabe stammt von Dimlite. Top! Stones Throw Podcast # 63 - Dimlite.


Liebe zur Musik und Eklektizismus gelebt sowie gefeiert wird auch bei der Bernerin Sassy J. Ihre Mixtapes gehören allein nur der Horizonterweiterung wegen auf jeden mp3-Player. Keine vierundzwanzig Stunden ist es her, dass sie mit "Kaleidoskopes Vol. 1" einen neuen Mix auf Soundcloud zur Verfügung gestellt hat. Gerne mehr davon!

Kaleidoskopes Vol.1 by DJ Sassy J by Sassy J


Bevor die Beats wieder merklich gerader werden, sei noch ein kurzer Blick auf Electronic Explorations empfohlen. Dieses Blog widmet sich vornehmlich Dubstep, IDM, Techno und obskuren / experimentellen Electronica-Sounds. Die Podcast-Reihe listet Künstler wie Neil Landstrumm, Vex'd, Pangaea, Kowton, Untold, October und viele weitere mehr auf. Die jüngste Ausgabe stammt von Skull Disco-Mitgründer Shackleton, der auch die bevorstehende inzwischen 55. Compilation der Fabric-Reihe erstellt. Shackleton - Podcast @ Electronic Explorations.


Aus diesen dunklen Bassuntiefen heraus führt der folgende Link. Die Macher von Heads Down verlinken auf eine Mixreihe des Briten Michael Smith alias Balearic Mike. Vier Kapitel sozusagen, beginnend mit einem "Warm Up", endend mit einem "Fall Down", dazwischen viel Raum und Zeit für "Get Up"- und "Hands Up"-Momente. Exclusive Balearic Mike Mixes @ Heads Down. Must have!


Ruff Jamz Audio begrüsst in der jüngsten Ausgabe seiner Podcast-Reihe den im Wolf Music-Umfeld agierenden KRL: KRL - Ruff Jamz Audio Podcast #28 und Another Night On Earth heisst den Kanadier Eddie C für eine weitere Folge der beliebten Press Play-Reihe willkommen: Eddie C - Press Play # 42 @ Another Night On Earth. Eddie C wird übrigens vom 04. Februar 2011 an ein paar Auftritte in Europa haben. Mehr Infos unter Eddie C @ Facebook.


Immer gerne angesteuert wegen der darauf ruhenden Mixtapes wird das Blog AOR Disco. Titas Sid, ein - zumindst für mich - noch gänzlich unbekannter Musikliebhaber und DJ stand für das neueste Mixtape an den Plattentellern. Remixe, Edits, auch eigenes Material. Anhören! (via)

Tito Sid - AOR DISCO REDUX by Titas Sid


Rune Lindbaek müsste eigentlich jedem ein Begriff sein. Klubb Kebabb und so. Auf der Soundcloud-Page des norwegischen Labels Smalltown Supersound steht ein (Live-Mitschnitt? Mixtape?) aus dem Jahre 1997 bereit. Zu Erziehungszwecken anhören:

Rune Lindbæk DJ mix from Oslo (1997) by smalltownsupersound


Wer dieses Blog nur der hier hochgelobten geraden Bassdrum wegen ansteuert, kann und darf sich vor allem über den dritten Teil der Mixrundschau freuen. Strictly (Deep) House steht auf dem Programm. Na ja. Vielleicht nicht ganz so "strictly", denn Scott von Trackwerk spielt sich in seinem erst am vergangenen Samstag veröffentlichten Tape, "New Arrivals", auch zu den Grenzen anderer Genre hin. (Dies aber nur als Anmerkung für alle diejenigen, die gerne zu Haarspaltereien ansetzen.)

Scotts New Arrival Mix by trackwerk


Der von mir sehr geschätzte Scott Ferguson stand letztens auch wieder einmal an den Decks für einen Guest Mix. Nichts ausser gute Musik von Produzenten aus dem grossen "D". Hört selbst:

Ferguson DJMix From the Alps [Part 2] by ferrispark


Zu einer Entdeckungsreise lädt - wieder einmal - Roof.fm ein. Die Sex Tags Crew aus Schweden zeichnet für den neuesten Podcast verantwortlich. Welchem Sound, welchem Label und damit auch welchen Produzenten sie ehrenvoll gedenken, geht bereits aus ihrem Namen hervor. Entsprechend körperlich aufgeheizt auch ihr Mix: Sex Tags Crew - Mix @ Roof.fm oder:

Nr. 36: Sex Tags Crew (Sex Tags Mania) by ROOF.FM


Mit einem Mixtape des (Wahl-Freiburgers) Ricordo, der mir auf Veranstaltungen wie Deep Station oder Tageins schon zum einen oder anderen musikalischen Gücksmoment verholfen hat, schliesse ich die heutige Rundschau ab:

RICORDO - sunset dancer by r.v.d.


English (short) version: after a one-week-break we serve you with another resume of mixtapes that we fell in love. Zurich based DJ and sixth-sense crate digger kicks off this edition of mixed up monday with a dope selection of golden age hip hop (or black music, if you like). After this you'll find a couple of best value eclectic mixes by Berne / Switzerland based DJane Sassy J, Balearic Mike, Eddie C and, after a figurative jump, you may dive deep into housey soundscapes that are delivered by Scott (Trackwerk), Scott Ferguson and Ricordo, a Freiburg local hero.

Common Cause Podcast

Blogs, Podcast-Reihen, Radioshows, Live-Mitschnitte - spätestens seit Soundcloud, Mixcloud & Co. ist das Netz voll von Musik. Diese Sachverhaltstatsache einmal kritisch betrachtend, kann und darf man durchaus von überladen sprechen - wobei ich als unmittelbar daran Mitbeteiligter dazu, zum Kritik erheben, nur bedingt befugt bin.

Grosse, namhafte Podcast-Reihen erfreuen sich eines ungeheueren Zulaufs. Ein Konzentrationseffekt stellt sich ein, der im Wesentlichen darin besteht, dass (viele) andere kaum beziehungsweise gar nicht mehr an namentlich bekanntere Künstler herankommen, weil diese nur noch darauf warten, von X oder Y angefragt zu werden - und noch zu entdeckende DJs und Produzenten - oder lediglich Musikliebhaber - kaum eine Plattform mehr erhalten, da jeder Blog- beziehungsweise Webseitenbetreiber Angst hat, mit ihnen keinen Traffic mehr auf seine Seite zu locken. So läuft das halt, in der Netzwelt. Anyway.

Eine Podcast-Reihe, die mir seit langer Zeit ans Herz gewachsen ist, wird regelmässig aus der Freien und Hansestadt Hamburg gesendet. Sie firmiert unter dem Namen "Common Cause", ins Leben gerufen hat sie Simon Strotmann, der selbst auflegt und auch schon die eine oder andere Clubnacht veranstaltet und bespielt hat. Einst Radioshow auf byte.fm, nun über das Blog selbst sowie Soundcloud anspiel- / anhörbar. Musikalisch ist "Common Cause" breit gefächert, von Disco über House bis hin zu Techno. Entsprechend divers ist das Spektrum der DJs, die hierfür bereits an den Plattentellern standen. Ray Mang, Paulo Olarte, Motor City Drum Ensemble, Christopher Rau, Marcello Napoletano, Anton Zap und zuletzt Eddie C. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!


English (short) version: just a short note to highlight a podcast series that I highly appreciate. "Common Cause", straight outta Hamburg, organized and hosted by Simon Strotmann.


Mehr im Web:

Common Cause @ MySpace
Common Cause @ Facebook
Common Cause @ Soundcloud
Common Cause

Cc #33 (by eddie c) by simon strotmann

Mixed up monday (41)

http://eddiecolla.wordpress.com/
Vergangenen Donnerstagabend hatte ich die Möglichkeit, ein Konzert des Londoner Portico Quartets im Waldsee zu geniessen. Die Musik der vier Jungs hinterliess einen bleibenden Eindruck bei mir, zumal passagenweise sich Genreöffnungen auftaten, mit denen ich in dieser Form und Ausprägung zuvor nicht gerechnet hatte. Beatpattern, Basslines und (Verfremdungs-)Effekte hoben mehrmals an, sich in Richtung gebrochene Beats, wenn nicht gar zu Dubstep hin aufzumachen. Manches Mal lag auch der Wechsel hin zu clubtauglicheren 4/4-Rhythmen nahe. Grossartig. Wer die Möglichkeit hat, das Portico Quartet live spielen zu hören, sollte diese unbedingt wahrnehmen. Im November werden sie u.a. noch in Erlangen, Darmstadt und Dortmund gastieren - also lieber einmal ein DJ-Set sausen lassen.


Vom Jazz ganz beseelt, erinnerte ich mich am Wochenende an eine Mixreihe, die ich über das Blog Standard & Grooves entdecken durfte. Sie läuft unter dem Titel "Jazz Funked", und viel mehr Worte von meiner Seite bedarf es schon gar nicht mehr. Tune in!

JAZZ FUNKED by Standard & Groove's


Standard & Grooves - Jazz Funked II

Standard & Grooves - Jazz Funked III


Jazz nicht nur im Titel führt auch das Blog 20jazzfunkgreats. Neben immer wieder sorgfältig zusammen getragenen Perlen der Soul-, Funk-, Disco oder Jazz-Musik und deren Weiterverästelungen erwarten einen dort auch Mixtapes, die nicht minder eklektisch sind. Das neueste enthält jede Menge Boogie-Tracks, Klassiker und Rarities. Der Edit- und Slow Motion-Fan wird allein schon aufgrund des mitverarbeiteten "Do It To The Max" von Xavier freudig in die Luft springen: Speculator - Part 2 - Mix @ 20jazzfunkgreats.


Für einen kurzen Augenblick glaubte ich bereits, dass "das nächste grosse Ding" der westafrikanische Funk- und Disco-Sound der hauptsächlich 70er Jahre werden könnte. Auf manchen Blogs nämlich nahm die Verlinkung entsprechender (mp3-)Inhalte beträchtlich zu. Doch der grosse Massenansturm auf diese Musik und damit einhergehend ihre Weiterverarbeitung in Edits & Co. blieb weitgehend aus - oder ich habe ihn schlichtweg verpasst. Macht auch nichts. Der aus Dublin / Irland stammende gmos, seines Zeichens Plattensammler, DJ und Blogger auf Infinite State Machine, machte sich für Fatty Fatty einmal daran, den nigerianischen "afro-disco-boogie-synth-funk-club"-Sound in eine Mixform zu giessen. Das Ergebnis lässt sich durchaus anhören. Auch mehrmals. gmos - Nigeria Go Survive - Mix @ Fatty Fatty.


Weitere Goldgräber-Mixe finden sich unter Darklorddisco. Wie es der Titel bereits vermuten lässt, dreht sich in diesen Mixtapes alles um die Früchte seltener Obstbäume, lies: seltene, vielleicht sogar wertvolle, stets ein wenig obskure Platten. Ausführliche Tracklists gibt's dort.

Il Suono Scuro Part I @ Darklorddisco

Il Suono Scuro Part II @ Darklorddisco

Il Suono Scuro Part III @ Darklorddisco


Zu dieser Serie passt sehr gut eine weitere Ausgabe unter dem Titel "Happy Mix" auf Alainfinkielkrautrock, wieder eingespielt von Marco Dos Santos: Happy Mix #4 @ Alainfinkielkrautrock. Leider (noch) ohne Tracklist, dafür umso geeigneter für ein herbstabendliches Knobelspiel.


Wie neu oder wie alt der folgende Mix ist, kann ich leider nicht beurteilen. Da sein Urheber jedoch Ende November einen Gig in Berlin haben wird, schadet es meiner Meinung nach nicht, ihn an dieser Stelle einmal zu erwähnen. Vielleicht lesen Musikbegeisterte aus Berlin mit und fühlen sich dadurch bestätigt, sein DJ-Set anzuhören. Die Rede ist von Tiago Miranda, einem DJ und Produzenten aus Portugal. Mit eigenen Tracks war er bereits auf Italians Do It Better oder DFA unterwegs, und Cool In The Pool hält ein Interview sowie einen Mix mit ihm bereit: Tiago - Interview & Mix @ Cool In The Pool.


Weitere Anlaufstelle für auserlesene Mixtapes war und ist Plaid Music. So auch am vergangenen Freitag, als dort ein Mix unter dem Titel "I Only Feel Good With You" veröffentlicht wurde. Anhören und herunterladen lässt er sich sowohl auf dem Blog als auch hier:

I only feel good with you mix by vags/plaidmusic


Ein tiefes Wohlempfinden mit seinen Mixtapes erzielt regelmässig auch der Kanadier Edward "Eddie C" Currelly. Zuletzt stand er für die Podcastreihe Common Cause an den Decks. 'Nuff said! Eddie C - Podcast @ Common Cause.


Immer wieder einmal auf IsoDisco vorbeizuschauen, ist nicht verkehrt, denn auf dem Blog des Belfaster Feier- und Veranstalterkollektivs gibt's ab und an ausgesprochen gute Tapes. Der letzte stammt von einem up and coming DJ und Produzenten, Matthew Kyle, der seit einiger Zeit als (Re-)Editierer und Trackbastler auf Soundcloud sein Unwesen treibt. NuSoul- und Downbeat-House. Was es alles gibt. Egal. Der Mix ist super!

isodisco mix #03: M.K. by isodisco


Inzwischen habe ich ein wenig den Überblick verloren, unter welchen Übernamen Trigger08 oder Veloziped oder DJ Veloziped seine Soundcloud-Accounts mit frischen Mixtapes füttert. Daher an dieser Stelle einmal sein "Yummy Mix" mit Material von Moodymann, Jacob Korn, Nathaniel X Project & Co. Vinyl Only. Ruff Mixed. Yummy!

Yummy Mix by Veloziped


Der folgende Mix wurde mir über Facebook zugetragen. Sein Urheber kommt aus der Region, den Angaben auf seinem Soundcloud-Account zufolge sogar aus Lahr (an dieser Stelle: kennen wir uns persönlich?!), und der Mix beinhaltet ein wenig House gewürzt mit Acid und 80er Jahre Synthie Disco. Durchaus anhörenswert:

10.000 Chrysanthemen by Knartz IV


Die heutige Rundschau abschliessen möchte ich mit einem Mix aus Zürich. Eingespielt hat ihn der Dosci-Resident Kejeblos. Dieser wird Ende des Monats bei Tageins an den Plattentellern stehen. Heute der Mix, in drei Wochen live. Wir sehen uns! Kejeblos - Ovi Mix @ Dosci Blog.


English (short) version: if you have any chance to attend a concert with London based Jazz musicians Portico Quartet, purchase and pick up a ticket, you won't be disappointed! The four musicians impressed me so deeply with their performance that I only know that I was close to a state of trance when they finished with a hypnotic encore. Well, inspired by this concert, I remembered a mix series on a Swiss blog, Standard & Grooves, that is entitled with "Jazz Funked" - and this is what you'll get over there. In general, our this weeks round-up is a little more eclectic, but this is why you can listen to all those mixes at home. Have fun!

Mixed up monday (37)

http://24.media.tumblr.com/tumblr_l9xrd0tySy1qbeyqto1_500.png
Was war das für ein Wochenende. Gute Güte! Ursprünglich hatte ich die Tage straff durchgeplant. Freitagabend Deep Station, Samstag(nach)mittag in die Fondation Beyeler in Basel, die Ausstellung über Klimt, Schiele und Wien um 1900 anschauen, und am Abend dann in Richtung Nordstern, zu Tobias (live), Move D und Eli Verveine. Und dann? Ein Wimpernschlag der Unachtsamkeit, dessen Aus- und Nachwirkungen einem die Hintanstellung sämtlicher Vorhaben nahelegen. Daher an dieser Stelle noch einmal herzlichsten Dank an alle, die an diesem Freitagabend so fürsorglich Beistand geleistet haben!


Zurück zum Tagesgeschäft. Ursprünglich war für Samstag Mittag ein Mixtape eingeplant. Dies wird es erst am kommenden Freitag geben. Heute erst einmal ein paar Links und in den Folgetagen ein paar kurze Hinweise auf das eine oder andere Release.


Wie sehr das Projekt Mental Instrum, auch Mentalinstrum, das irgendwann um Anfang Neunzig herum von Michael Cameron, Roderick Goode und Eddie Perez gegründet wurde, heute noch allgemein bekannt ist, weiss ich nicht. In Sachen Jersey-styled House, meinetwegen auch Garage House genannt, zählen ihre Produktionen (auch heute noch) zu den Besten, die je produziert worden sind, und - eigentlich - sollte keiner, der sich mit (Deep) House auseinander setzt, von sich behaupten, noch nie etwas von Mental Instrum gehört zu haben. Abhilfe schafft hier ein "underground HOUSE music educatior" mit seinem Blog Keep It Raw. Zwischen Juni und Oktober 2009 erschienen dort drei Mixtapes, welche der Leistung dieser Producer Possee die Ehre erwiesen. Check'em out:

H - Inspirations Vol. 22 - Mixed by Raw Culture

H - Inspirations Vol. 34 - Mixed by Raw Culture

H - Inspirations Vol. 35 - Mixed by Raw Culture


Noch ein paar Jahre weiter zurück in die Vergangenheit weist das folgende Mixtape. Es beinhaltet jede Menge House Sounds der späten Achtziger / (ganz) frühen Neunziger Jahre, schwerpunktmässig alles, was so um den '89er / '90er - Dreh veröffentlicht wurde. Jine, Roland Clark, Cassio, Ce Ce Rogers, Adeva, und viele andere mehr - Songs, die förmlich auf der Zunge zerschmelzen. Be prepared for the Dusted Tape From 1989 #1 @ Club De Base Blog.


Wer immer noch Appetit hat auf "old school house music", möge sich auf folgende, etwas länger als drei Stunden währende Reise begeben. Velma Wright, Kym Mazelle, Blaze, Ralphi Rosario und die Basement Boys sowie Jamie Principle und Fingers Inc, aber für einmal ohne "Baby Want's To Ride" oder "Can You Feel It". Es könnte durchaus auch für Kenner von Interesse sein (Tracklist ist veröffentlicht):

PITCH BEND - Love and paradise by pitchbend


Alt und neu, ob Disco oder House, zu einer Einheit verbinden, kann wie kaum ein zweiter Gerd Janson. Deswegen seien an dieser Stelle auch keine weiteren Worte mehr vergeudet, sondern direkt der Link zu seinem "Baklava Metal Depression Mix" gesetzt:

Gerd Jansons' Baklava Metal Depression Mix - October 2010 by warmhq


Ohne IHN ist (Deep) House unvorstellbar, Kenny Dixon Jr. a.k.a. Moodymann. In diesem Jahr spielte er - unter anderem - auch in Manchester, zum zweijährigen Geburtstag der Veranstaltung Cutloose. Die Jungs dort haben das Set - so um die vier Stunden - mitgeschnitten und zum Download bereitgestellt. Here you go: Moodymann - Live At Cutloose (17. September 2010). Wer's lieber in einem Stück anhört und herunterlädt, sei hierauf verwiesen:

Moodymann Live @ Cutloose 2nd Birthday Party, Manchester, UK - 18-09-2010 by R_co


Für sehr schöne Podcasts gesorgt haben auch stets die DJs, welche für Technique an den Decks standen, seien es ein Charles Webster, ein Baaz oder ein André Lodemann gewesen. Vor kurzem war es der Kanadier Eddie "The Remote Man" C, der diese tolle Reihe fortführen durfte. Lob der Langsamkeit! Eddie C - Podcast @ Technique.


Für eine weitere Veranstaltungs- und Podcastreihe auf der Insel, Louche, hat Iron Curtis ein feines Set eingespielt, das ich jedem nur empfehlen kann: Iron Curtis - Podcast #026 @ Louche.


Den Briten Dave Lee a.k.a. Joey Negro vorstellen, brauch' ich nun wirklich nicht. Irgendwann, irgendwo ist mit Sicherheit jeder schon einmal über eine seiner Produktionen (oder Mix-Compilations) gestolpert. Wenn nicht, könnte man sich mit seinem vor einer knappen Woche auf Soundcloud veröffentlichten Mix einmal an diesen DJ und Produzenten annähern:

Joey Negro presents Akabu - Sept 2010 DJ Mix by Joey Negro


Zum Schluss noch kurz zu Fact. Dort erschien heute zwar ein Podcast von keinem geringeren als Mike Huckaby. Doch ging und geht es mir vornehmlich um einen viel früher veröffentlichten, und zwar denjenigen des unter dem Pseudonym Midland auftretenden britischen Produzenten. Er zeichnet für eine frühere Ausgabe des Fact-Mixes verantwortlich. Diesen habe ich erst gestern gehört, und wie darin der Bogen gespannt wird von Boards Of Canada über Al Green, Ron Deacon, Mathias Kaden im DJ Koze Remix und Kerry Chandler im Argy Remix hin zu seinem Edit von Caribous "Sun", ist einfach nur atemberaubend. Eile tut not, denn eigentlich lief der Podcast bereits aus: Fact Mix # 185 - Midland.


English (short) version: Due to extraordinary and unforseeable circumstances, I wasn't able to deliver you with the guest mix scheduled for last saturday. Therefore let's get back to every day life with another mixed up monday edition that showcases a handful of mixes that all contain classic (deep and garage) house, something for all ya Jersey heads out there :). And you'll find some true highlights compiled and mixed by Gerd Janson, Iron Curtis, Eddy C, Joey Negro, and Midland, and there's a link to a live set by Moodymann. Enjoy!

Eddie C - Tell Me

Ich kann es noch immer nicht fassen. Mehrmals habe ich das Blog durchforstet. Bis auf das Guest Mix Feature, ein paar Mix-Verlinkungen hie und da sowie die Besprechung seiner Remixarbeit für die zweite 12" auf Home Taping Is Killing Music (SE62 - Wall Ride) habe ich weder eine EP noch einen einzelnen Track des Kanadiers Edward "Eddie C" Currelly mit einem Beitrag gewürdigt. Unvorstellbar! Zumalich mich bei nahezu jeder Gelegenheit als Fan des Kanadiers, als Liebhaber seiner Musik, ausgebe. Seine Beiträge zu der Reihe "7 Inches Of Love, für Jisco Music, Sleazy Beats Recordings oder Karat - alles super slow motion funk licks. Auf der Höhe der Zeit, ohne dabei Gefahr zu laufen, in den Edit-Treibsand zu geraten und darin umzukommen.

"Tell Me" kann in Anbetracht seines bisherigen Gesamtwerkes nur als kleiner Baustein gesehen werden. Für mich jedoch - genauso wie auf eine Vielzahl anderer Liebhaber einer hörbar von Disco beeinflussten Tanzmusik - stellt er ein weiteres Schmuckstück aus dem Kreativschatz Eddie C's dar, das wiederholt Anlass zum Staunen bietet. Das im Titeltrack "Tell Me" verwendete Vocal-Sample wird erneut Grund und Anlass genug für viele Spurenleser im Edit-Labyrinth sein, um dessen Ursprungsort herauszufinden. Entnommen einer alten Seven Inch-Single oder herausgelöst aus dem Stück einer nur einseitig bespielten Schallplatte? Wer weiss... Um dieses Sample herum spinnt Eddie C einen schützenden Kokon aus wärmeisolierenden und gleichermassen wärmespendenden Basslines. In diesen flicht er Streicherklänge ein. Sie sorgen für entspannte (fast schon romantische) Zwischentöne und im Zusammenspiel mit dem Drum-Workout für Herzschlagmomente. Der Australier Tornado Wallace, der mit "Paddlin'"" ein beeindruckendes Debüt auf Delusions Of Grandeur gefeiert hat, holt in seinem Remix "Tell Me" von der Disco-Bühne in das House-Basement. Die Beats schieben und drücken unter der Ägide des Kellerfunks. Von aufpeitschenden Kickdrums und mit der Reitergerte wirkungsvoll antreibenden Snare-Claps ist "Organized" geprägt. Ein Track voll unverblümtem Sex und roher emotionaler Tiefe.


English (short) version: Canada based Eddie C and Australian born and bred Tornado Wallace going hand in hand on an EP - there is no better sound tonic! Heavy weight disco fusing with slowed down hypno house. Dope!


Mehr im Web:

Eddie C @ MySpace
Red Motorbike Blog
Eddie C - Interview & Mix @ WarmHQ
Tornado Wallace @ MySpace
Home Taping Is Killing Music @ Facebook
Home Taping Is Killing Music @ MySpace
Home Taping Is Killing Music @ Soundcloud

Mixed up monday (30)

"Rain Rain Go Away". Der Titel eines Songs von Bob Azzam war mein heutiges Mantra, eine Beschwörungsformel gegen den Regen, der heute unablässig und unbarmherzig auf Freiburg darniederprasselte. Regen an sich würde ja noch gehen, aber diese fauchenden Windböen sind nun wirklich nicht mein Fall. Würde das Kalenderblatt nicht August anzeigen, ich wähnte mich in der grauen Novembermitte. Wie gut, dass es immer wieder neue Mixe, Mitschnitte, Podcasts gibt, um sich vor diesen Wetterwidrigkeiten abzulenken. Die heutige dreissigste Ausgabe der "Mixed up monday"-Reihe widmet sich in einem ersten Teil House und Techno, in einem zweiten guter Musik zwischen Disco, Jazz, Funk, Pop, Electronica, etc.


Die beiden spanischen DJs F-On und Urtzi vom Downbeat-Camp eröffnen den Abend. Mitgeschnitten auf dem Fresh Weekend in La Coruna, auf welchem die Downbeat-Posse neben DJ Hell, Luciano, Âme & Co. im Rahmen eines Label-Showcase präsentierte. Teil drei mit José Rico an den Decks habe ich vor ein paar Tagen bereits verlinkt, nun also die unmittelbar davor gespielten Sets:

Downbeat@FreshWeekend-Part1 F-on by downbeat02


Downbeat@FreshWeekend-Part2 Urtzi by Downbeat04


Nach Break SL und Albrecht Wassersleben in der letzten Woche folgt am heutigen Montagabend ein weiteres Kapitel in Sachen Uncanny Valley @ Nachtdigital, geschrieben beziehungsweise gespielt vom Dresdner Duo The Moroders. Wie die beiden anderen Sets wird auch dieses meinen mp3-Player so schnell nicht verlassen:

The Moroders at Uncanny Valley - Afterhour on Sunday at Nachtdigital 13 from 1 pm by The Moroders


Seine Produktionen waren schon mehrfach Thema dieses Blogs. Sein Podcast für Retreat ist noch immer ein treuer Wegbegleiter, wenn ich das Haus verlasse, und nach den Dresdner Moroders hat ihn sich Esther Duijn gekrallt, damit er einen Mix für ihre Show (Ibiza Global Radio) einspielt. In the mix with - ihr habt es längst erraten - Iron Curtis:

Iron Curtis - Done'a summer mix (IGR Mix for Esther Duijn) by Iron Curtis


Chris von mnml ssgs geht zur Zeit mächtig steil. Nach Prosumers Auftritt in der Vorwoche präsentiert er auf seinem Blog einen Mitschnitt von John Osborn, der an des Erstgenannten Wirkungsstätte einen Auftritt hinter den Decks hatte und sein Set für das Blog als Guest Mix zur Verfügung gestellt hat. Worth to check: ssg special - John Osborn @ Panoramabar.


Ist die Verfügbarkeit der bisher aufgeführten Sets nicht durch Zeitablauf beschränkt, muss man sich für das nächste (ein klein wenig) beeilen. Jamal Moss alias Hieroglyphic Being hat sich für das Onlineportal Gridface daran gemacht, ein kleines Mixchen einzuspielen. Letzte Woche veröffentlicht, nur noch vierzehn Tage online abrufbar. Auf geht's: Hieroglyphic Being - Mix @ Gridface. Ach, und nicht erschrecken, auch ich musste dort meinen Senf in die Kommentarleiste schmieren.


Auch nicht mehr herunterladbar, dafür jedoch noch zum anhören, ist ein neuer Mix des Kanadiers Eddie C. "Everything Is OK", so der Titel des Mixes, ist fürwahr eine kleine Motivationsspritze. Viel Spass damit!

Eddie C - Everything is OK (dj mix) by EddieC


Für cosmicdisco.co.uk haben gleich zwei DJs einen Mix abgeliefert. Zum einen Leri Ahel, der Mann hinter der Radiosendung "Mutant Disco", zum anderen der Disco-Editierer und Remixer Rayko.


Handverlesenen Slow-Mo-House von The Revenge, Franc Spangler, Mark E & Co. gibt's auf dem TouchSoul-Blog. Schon im Juli hat Blog-Betreiber Gary diesen Mix veröffentlicht - er gefällt noch immer:

LIVE SET 24-7-10 by Gary (TouchSoul),


Zum Sonntag erschien auf Plaidmusic ein neuer Mix. "Strange Overtones" heisst das Teil. Kann ich nur empfehlen: Strange Overtones @ Plaidmusic Blog.


Vor nahezu einem Jahr habe ich meiner Liebe zu einem (Musik-)Blog freien Lauf gelassen und ihm einen kleinen Eintrag gewidmet: I Love Okra. Anfang August hat dessen Urheber und Betreiber Matt einen weiteren Mix seiner Perlen-Reihe hinzugefügt, "Better". Prince, Actress, Moody(mann), Flying Lotus, Marvin Gaye. Schön. Better - Mix @ I Love Okra.


Attributiert man etwas, ein Werk der bildenden Kunst, Literatur oder Musik als "schön", läuft man sehr schnell Gefahr, in seichte Gewässer abzudriften. Zu abgegriffen ist dieses Wort aufgrund seiner Vielbenutztheit. Angebracht ist er jedoch bei dieser Mix-Empfehlung. Der Züricher Lexx hat für Testpressing ein weiteres, in höchstem Masse die menschlichen Sinne anregendes Mixtape abgeliefert. Dass danach lange Zeit erst einmal gar nichts kommen kann, war auch den Blogbetreibern bewusst, denn Testpressing hat eine kleine Urlaubspause eingelegt. Lexx - Sunshowers Mix @ Testpressing.


Über Dublin Bus Disco bin ich auf ein Mixtape mit einer Menge Jazz Tunes gestossen. Eingespielt von Gerry Molumby, einem, wie dem Blog zu entnehmen ist, Northern Soul-Enthusiasten. Miles Davis, Burt Bacharach, Blue Note, A&M, und so weiter, und so fort. Nothing but beautiful! Gerry Molumby - Jazz Mix @ Dublin Bus Disco.


Und zum Schluss noch dies: kommenden Samstag, den 21. August 2010, wird ein Vertreter der britischen Future Boogie Crew (Future Boogie) zu Gast auf dem Basler Stadtmusik Festival sein. Eigentlich die ganze Woche über, denn Joe90, Ron Basejam und Crazy P, ebenfalls Future Boogie-Künstler, werden dieser Tage ebenfalls ein Set im Innenhof des Kunstmuseums zum besten geben. Am Samstag jedenfalls ist Dave Harvey an der Reihe, und dieser hat in einem Mix für den Monat Juli ein paar Originals und Edits bekannter Stücke zusammengewürfelt. Check this:

El Harvo - Adriatic Love Affair - July 2010 by El Harvo - Futureboogie


English (short) version: "Rain Rain Go Away" - the title of a Bob Azzam song was the mantra for today's use. But to no effect. It was, and still is, raining cats and dogs. This won't break me, as long as there's good music around. Feel free to dig deep into the housier side of club music with mixes by Spanish Downbeat members F-On and Urtzi, Iron Curtis, John Osborn, The Moroders, and, if you're sick of this four-to-the-floor concentrated sounds, head over to Eddie C, Rayko, the Plaid Music and I Love Okra blogs and Lexx at Testpressing. The last mix was compiled by Future Boogie team member Dave Harvey who will play a showcase this saturday at Stadtmusik Festival in Basel / Switzerland.

Mixed up monday (18)

Eine Woche ohne einen einzigen Blogeintrag. Eine so lange Schreibpause gönnte ich mir zuletzt über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage. Doch nun soll endgültig Schluss sein mit der kontemplativen Phase, die nun – hoffentlich – wieder in eine aktive einmündet. Wie gewohnt, um mich nicht des Vorwurfs eines allzu abrupten Rhythmuswechsels auszusetzen, beginne ich die Woche mit einer Übersicht über ein paar Mixe, die sich über die vergangene Woche hinweg bei mir angesammelt haben. Dieses Mal werden darunter auch einige sein, die schon seit längerer Zeit im Internet kursieren.

Da mich in den vergangenen Tagen jedoch das ungute Gefühl beschlich, ein stinklangweiliger, mit sehr engen Scheuklappen ausgestatteter Mensch zu sein, der seine Informationen gerade in Sachen „Mixed up monday“ lediglich von zwei, drei Blogs und dem immer fetter werdenden Soundcloud-Kraken bezieht, werde ich dieses Mal die „üblichen Verdächtigen“ an den Schluss dieses Eintrags stellen.


Da ich ein sehr grosser Liebhaber der musikalischen Arbeiten des Norwegers Rune Lindbaek bin – sein Album Klubb Kebabb aus dem Jahre 2007 läuft bei mir immer noch hoch und runter – möchte ich den Mix-Reigen eröffnen mit einem Mix des norwegischen Disco Dons, der vor rund vier Wochen auf AOR Disco veröffentlicht wurde. Material von Lindström, Prins Thomas, den Idjut Boys und Lindbaek himself. Norwegian Disco at its best: Undertonar Mix by Rune Lindbaek.


Von AOR Disco geht es zum Blog des Veranstalterkollektivs 24:Hours, die in Stockholm / Schweden über die letzten Jahre hinweg Parties mit u.a. Tensnake, Motor City Drum Ensemble, Aeroplane oder Jacques Renault geschmissen haben. Vor vierzehn Tagen veröffentlichten sie einen exklusiven Mix von Discodromo, die in Berlin regelmässig die Party „Cocktail D’Amore“ (gemeinsam mit Berghain / Panoramabar-Resident Boris) veranstalten und bespielen. „Summersturm“ heisst ihr Mix, genau das Richtige, um die (letzten) Wolken am Himmel zu vertreiben und es – endlich – Frühling / Frühsommer werden zu lassen. Discodromo – Summersturm Mix @ 24:Hours.


Weiter geht es zu den Jungs von Cosmic Boogie. Diese haben vergangenen Mittwoch einen Mix von Chris Barker veröffentlicht, der dem Deep Space Orchestra-Umfeld zuzurechnen ist. Hudson Mohawke, Jimi Tenor, Ron Trent, Super Value und Roy Ayers verarbeitet er neben vielen anderen Tracks zu einem eklektischen, überaus hörenswerten Mix. Check it! Chris Barker – Cosmic Boogie Guest Mix.


Hinter Cosmic Disco stehen Niles & Baggy, und diese beiden haben in der letzten Woche für das Blog Testpressing einen Mix zusammengestellt und aufgezeichnet. Niles & Baggy – Emotional Pop @ Testpressing. Ebendort findet sich auch ein (weiterer) exklusiver Mix von Pete Reilly, der dem DJ-Kollektiv Soul Jazz Soundsystem angehört, das wiederum aus dem Umfeld des Londoner Labels Soul Jazz Records sowie des Plattenladens Sound Of The Universe stammt. Worth to check: Pete Reily – Bogle! @ Testpressing.


Das Veranstalter- und DJ-Kollektiv Frequency Without Control hat auf seinem Blog vor rund vierzehn Tagen ein Mixtape von Massimilano Pagliara veröffentlicht. Disco-getränkter Slow Motion House, wie er gerade auch von mir sehr geschätzt wird. Recommended! Massimiliano Pagliara @ Frequency Without Control.


Sehr gut im Anschluss passt der aller neueste Mix des Engländers Mark E, der für den Blog der Warm Agency ein neunzig Minuten dauerndes Mixtape eingespielt hat, und zudem auch noch in einem Interview Rede und Antwort stand. Not so slow? Überzeugt euch selbst:

Mark E - May Mix - 2010bywarmhq


Ebenfalls auf Herrn Ali Tilletts Blog zu finden ist ein Mix des New Yorker Produzenten- und DJ-Duos Runaway. Check’em out:

Runaway April DJ mixbywarmhq


Kaum besser zu Mark E passen könnte der Kanadier Eddie C, dessen Tracks und Mixe mich schon sehr lange begleiten und erfreuen. Für Sleazy Beats, DJ History, Melbourne Deepcast und meine Wenigkeit stand er bereits an den Decks, in der vergangenen Woche war Edward Curelly für roof.fm tätig. Dieses Mal nicht ganz so slo-mo und disco, vielmehr geht’s eklektisch-elektronisch zu. Sehr, sehr schön!

Nr. 26: Eddie C. by Roof.fm


Ein Label, das seit seiner ersten Veröffentlichung bei mir hoch im Kurs steht, ist Workshop Records. Neben Label(mit)gründer Lowtec sowie Move D zählt zum engen Kern der Workshop-Familie der Produzent Kassem Mosse. Im Hinblick auf dessen Gig (gemeinsam mit Lowtec) im Amsterdamer Club Studio 80, erschien auf Out There A Minute ein kurzes Interview sowie ein Guest Mix. Raw analogue shizzle! Kassem Mosse @ Out There A Minute.


Zum Schluss noch folgende Hinweise: die Detroiter DJs und Produzenten Patrice Scott und Mike Huckaby haben jeweils einen Auftritt bei Techno-Minimal-Podomatic (Patrice Scott) sowie Little White Earbuds (Mike Huckaby), Marcel Dettmann zeichnet für die 150. Ausgabe des FACT-Mixes verantwortlich, Marcel Dettmann @ Fact Magazine, und Resident Advisor wartet auf mit Rub’n’Tug.


Das war’s für diese Woche. Reicht auch, glaube ich!


English (short) version: after a short break, I try to create and publish a little more blog posts than last week. Taking off with not one but two handful of mixes this week, you’ll find mixes by Rune Lindbaek, Discodromo, Cosmic Boogie, Mark E, Patrice Scott, Mike Huckaby, Marcel Dettmann, and so on… Have fun with ’em!

Eddie C - Rocket Science EP

Schneestürme und klirrende Kälte haben am vergangenen Wochenende, nahezu pünktlich zum Winterstart, eine erste Duftmarke gesetzt. Was unsere Medien veranlasst, von einer Ausnahmesituation zu schreiben (und zu sprechen), ist für Durchschnittskanadier selbstverständlich. "Some snow showers" schrieb mir ein derzeit in Toronto lebender Bekannter. Nichts Aussergewöhnliches also. Vielmehr gewöhnlicher Alltag. In Banff, am Fusse der Rocky Mountains, wird dies mit Sicherheit nicht anders sein. Erfahrungsgemäss hat der Winter diese Region schon längst fest im Griff, denn sie zählt (derzeit noch) zu den wenigen wirklich schneereichen und schneesicheren Gebieten der nördlichen Hemisphäre.

Für den Produzenten der vorliegenden 12" ist dies kein Grund, sich ins behagliche Heim zurückzuziehen, es sei denn, um seinen Ideen freien Lauf zu lassen und an Beats und Sounds zu basteln. Denn Banffs finest, Eddie C, hat sich in dem mit ihm geführten Kurzinterview mehrmals selbst als leidenschaftlicher Skifahrer bezeichnet (http://keep-it-deep.blogspot.com/2009/10/eddie-c-keep-it-deep-guest-mix.html). So kann ich mir gut vorstellen, dass es ihn vielmehr hinaus in die Natur als in einen feuchtkalten (Produktions-)Keller zieht, um seine Spuren in das Weiss unberührter Tiefschneehänge, umgeben von einer atemberaubenden Bergkulisse, zu zaubern, kaum dass die letzte Schneeflocke gefallen ist. Doch das süsse Nichtstun in dieser zart glänzenden Winterwunderwelt sei Eddie C von Herzen gegönnt, wenn er daraus Kraft für seine Musik schöpft, mit der er in regelmässigen Abständen (nicht nur mich) zu erfreuen weiss.

Sein neuestes Meisterwerk trägt den Titel "Rocket Science EP". Es ist zugleich die erste 12" auf dem Label Sleazy Beats Recordings, das die Sleazy Beats-Blogger um den in Boston wohnhaften Frantic jüngst aus der Taufe gehoben haben (vgl. http://keep-it-deep.blogspot.com/2009/12/frantic-keep-it-deep-guest-mix.html).
"Space Cadet", der erste Track, wird eröffnet von leicht synkopierten Drum-Figuren. Geschickt inszenierte, filigrane Synthesizerflächen untermalen diese Rhythmuskomposition teils an-, teils abschwellend. Spätestens mit der wenige Takte danach einsetzenden, zauberhaft verträumten Piano-Melodie gleitet man in den Fluss des langsamen Grooves hinein, und schwebt wie ein Skifahrer - getragen von warmen Streicherbögen - auf unberührtem Pulverschnee einen kaum enden wollenden Hang hinab.
Auf "One With The Starts" schreitet Eddie C mit funkgeladenem Midtempo voran. Energiegeladen, übersprudelnd und im Vergleich zu "Space Cadet" fast schon wild präsentiert er sich hier mit vollem Basseinsatz und eingängiger Hookline, die sofort ins Ohr geht.
Für manche mag der dritte und letzte Track, "Get down", mit Sicherheit zu langsam sein, um jemals auf dem Floor zum Einsatz zu kommen. Doch "Get down" ist mein persönlicher stand-out track auf der "Rocket Science EP". Von einem ganz tief im Funk verwurzelten Bass getragen, besticht dieser Track insbesondere mit seiner (sample-basierten?) Instrumental-Sequenz. Prägnante, schlagende Klavierakkorde sowie kurze, bissige Bläserphrasen verschmelzen mit zupackenden Gesangspassagen und den kraftvoll voluminösen Klängen im sonoren Bassbereich zum melodischen Thema. Grande, Eddie C!


Mehr im Web:

SE62 - Wall Ride

Wall Ride - war das nicht dieser adrenalintreibende und knochenbrecherische (Skateboard-)Trick, bei dem man auf irgendein Mäuerchen zufährt und dessen Wand - daher das wall - man mittels Ollie oder einem ähnlichen Standardtrick in Angriff nimmt und abfährt - daher das ride - ? Ich stelle fest, dass ich schon sehr lange aus dieser Sportart, die immer noch eine grosse Anziehungskraft auf mich als Zuschauer ausübt, draussen bin. Der Titel dieser 12" löste daher wehmütig träumerische, teilweise auch sehr schmerzhafte Erinnerungen an aufgeschürfte Knie und Ellenbogen, überdehnte Bänder, und sonstige Verletzungen aus, auch wenn die beiden darauf befindlichen Tracks alles andere als in dieser Stimmungslage produzierte Stücke sind.

Auf der 12" "Wall Ride" begegne ich wieder dem Kürzel SE62, das ich zuerst Anfang Oktober mehr flüchtig denn bewusst in der Tracklist von Red Rack'ems Guest Mix (http://keep-it-deep.blogspot.com/2009/10/red-rackem-beatdown-mix-keep-it-deep.html) wahrgenommen aber nicht weiter verfolgt habe. Dahinter verbirgt sich ein (junger) Produzent aus der Ukraine, von dem man möglicherweise und hoffentlich noch sehr viel in den kommenden Jahren hören wird. Die Chancen dazu stehen gut, denn er zählt zum engen Kern des in diesem Herbst neu gegründeten Labels Home Taping Is Killing Music, einer weiteren mittel-/nordenglischen und schottischen Plattform für Slow-Kultur in House und Disco.

Die A-Seite wartet denn mit dem Kanadier Eddie C als Remixer einer meiner liebsten Produzenten und Mixbastler mit einer Überarbeitung des bis dato noch unveröffentlicht gebliebenen "Wall Ride" auf. Ein sommerlicher Track mit leichtbeschwingtem Melodielauf, sanft schnurrendem Bass, rhythmischen Hand Claps, der jedoch auch das sanfte gleiten über einen zugefrorenen See sehr gut begleiten könnte. Der Ukrainer SE62 brilliert mit "The Tape" und setzt mit seinem Oevre einen Kontrapunkt zur Hochgeschwindigkeitsgesellschaft, deren Sogwirkung oftmals auch vor Clubs nicht zurückschreckt ( so auch der Freiburger DJ Bertram, der aus mir immer noch unerklärlichen Gründen seine Platten in seinem Warm Up für Prosumer so unerträglich hochgepitcht hat).


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