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Mixed up monday (60)

http://lovelifeandlollipops.tumblr.com/post/2758366222
Die Blogger-Auszeit hat nun doch etwas länger gedauert, als ursprünglich gedacht. War rückblickend betrachtet aber notwendig, unbedingt erforderlich. Die Tage der Internet-Abwesenheit bescherten mir teils unberührt Natur, teils pulsierendes Stadtleben. Ich habe einige Live-Acts im guten alten Dachstock erlebt und genauso genossen wie die Schneeschmelze und das leisen Frühlingserwachen in den Alpen. Die Erinnrung daran wird mich durch die kommenden Wochen der Zurückgezogenheit hindurch tragen. Aufgrund der kleinen Pause ist die Auswahl der vorgestellten Mixtapes auch nicht ganz so gross, aber dennoch spannt sie den Bogen von Disco / Boogie über (Deep) House hin zu Dubstep.


Wer es sich leisten kann, heute Nachmittag die Arbeit ruhen, alle Viere gerade sein zu lassen und sich in die Frühlingssonne zu setzen, sollte davor noch auf AOR Disco vorbeischauen. Graeme Fisher, der die Podcast-Reihe The Extended Mix betreibt, hat eine gute Handvoll Folk / Folk Rock Platten zusammengeschmissen, abgemischt und in eine Mixform gegossen. Crosby Stills Nash, Led Zeppelin, Bob Dylan, und so weiter. Check: New and Old Folk, Americana, Folk Rock and Some Other Stuff mixed by Graeme Fisher

New & Old Folk/Americana/Folk Rock & Some Other Stuff Mix by The Extended Mix



In diesem Zusammenhang ist Pflicht, bei Testpressing vorbeizuschauen. Die Jungs hosten einen Mix von Psychemagik, der sich aus Balearic / Folk / Electronica zusammensetzt: Psychemagik - Celestial Love - Mix @ Testpressing.



Stärker disco-ish eingefärbt sind die beiden folgenden "Tapes". An den Reglern dafür stand ein schweizer Musik- und Vinylliebhaber aus St. Gallen, der unter dem Namen / Pseudonym (?) Alain auflegt und u.a. auch schon in der Züricher Zukunft an den Plattentellern zu Gast war. Er spielt unter dem Label Analog Sunday, dementsprechend verwendet er für die gleichnamige Mix-Reihe auf seiner Soundcloud auch strictly vinyl. (Geheim-)Tipp:

anAloG sUnday #1.0 raw vinyl mix by Lee Alain


anAloG sUnday #2.0 raw vinyl mix by Lee Alain



Da ich eingangs von Frühlingserwachen, Alpenlandschaft und Schneeschmelze geschrieben habe, kann und darf der folgende Mix im heutigen Überblick nicht fehlen. Erstellt hat ihn Ian Kennedy, der aus dem Umfeld von Balearic Mystique, einem Liebhaber- und Sammlerkollektiv für balearisch angehauchte Sounds, stammt. Tracklist gibt es da genauso wenig wie bei Testpressing. Schade.

Ian Kennedy - Alpine Sun Mix (320 mp3) by Balearic Mystique



Cos/Mes ist ein japanisches Sammler-, DJ- und Produzenten-Duo, die vornehmlich über das Label ESP Institute ihre Interpretation von sphärisch verträumtem, aus Downtempo-Welten aufsteigendem House veröffentlichen, dabei vor Acid-, Techno- und kruden Elektronika-Anleihen jedoch nicht zurückschrecken. Gozmez Land / Chaosexotica sowie die in diesem Jahr erschienene 12" Naruto" kann ich bedingungslos empfehlen. Selbst ein Blindkauf würde nicht enttäuschen. Anyway. Über ihre Soundcloud haben Cos/Mes vor einigen Tagen einen Mix zur Verfügung gestellt, der zwar schon im letzten Jahr für die australische Site Noise In My Head aufgenommen und dort veröffentlicht wurde. Hat sich jedoch kein bisschen abgenutzt, wird es auch in zwanzig Jahren nicht. Gut bleibt eben gut:

Mix For Noise In My Head (Aug-2010) by COS/MES



Nun ein kurzer Abstecher nach Frankreich, zu Get The Curse. Gast der Podcast-Reihe ist DJ Deep. Mit seinem Label Deeply Rooted House hat er sich in den Gründerjahren ganz einem klassischen, US-geprägten House-Sound verschrieben, setzt je länger je mehr jedoch auf einen sehr rohen, unbelassenen, wie zwischen Industrie-Ruinen aufgenommenen Sound. Kantig und geradeaus, zwischen House und Techno sich bewegend. Sehr zu empfehlen, die neuesten Veröffentlichungen auf Deeply Rooted House, genauso wie sein Podcast für Get The Curse: DJ Deep - Podcast @ Get The Curse.



Eine lange Zeit war es sehr ruhig um Juergen Junker und sein Label Neurhythmics. Letztes Jahr erschien ein erster neuer Track von ihm auf Naif, in diesem Jahr erfolgt(e) mit Unhampered By Regulations Vol. 1 die Neubelebung seines Imprints. Seine Arrangements klingen rhythmisch sehr kompakt. Grosser Wiederspielwert. So auch sein Mix "Next Stop Is The Garage":

Next Stop Is The Garage by Juergen Junker



Zum Abschluss noch ein wenig Dubstep. Appleblim aus Bristol gab Anfang März sein Debüt im Room 1 des Londoner Clubs Fabric. Grund und Anlass genug, dass sich der Club auf dem hauseigenen Blog ein wenig eingehender mit dem DJ und Produzenten auseinander setzt und ihn um einen Promo-Mix gebeten hat. Dieser enthält einiges noch unveröffentlichtes Material, das im Verlauf diesen Jahres noch auf seinem eigenen Label Apple Pips erscheinen wird. Shit-hot! Fabric: Catching up with Appleblim // Appleblim - Fabric "Main Room" Mix.



In Appleblims Podcast war mit "We Bilateral" auch ein Stück des Briten George Fitzgerald zu hören. Damals noch unveröffentlicht, jüngst auf der Hotflush-Compilation "Back And Forth" erschienen. Riesentrack. Könnte ich den ganzen Tag hören, ebenso auch die wenigen zuvor erschienenen Stücke von George Fitzgerald. Seinen Sonic Router-Podcast eröffnet er ebenfalls mit "We Bilateral", um sich anschliessend durch Material von Skudge, Mrsk und ein paar exklusive Stücke zu spielen. Den Abschluss macht wieder eine eigene Produktion. "Silhouette". Sie wird auf Aus Music erscheinen. Man darf sich freuen! George Fitzgerald - Podcast @ Sonic Router.


English (short) version: i took some time out of my busy schedule and tried to calm down. I made long walks in swiss alpine forests and had the chance to attend some amazing concerts and club nights at night. Energy got refilled and now I'm back on track. The week starts off with a few mixes, selected with great care. I assure, they're more than good and seduce you to leave work for the day right now and enjoy the spring in the air filled with love. Very folky, very balearic, and some energetic house, techno and dubstep by DJ Deep, Juergen Junker, Appleblim and George Fitzgerald. Enjoy!

DJ Yoav B - Wisdom Traxx

Er hat zwar schon auf Delsin Records veröffentlicht - und das schon einige Male -, fliegt aber immer noch kaum merklich unter dem Radar der Öffentlichkeit, der israelische DJ und Produzent Yoav B. Für die niederländische Kuratorplattform, die sich ganz der Pflege, Förderung und Verbreitung eines klassisch bis zeitgemässen Maschinensouls und Roboterfunks verschrieben hat, hat er mehrere EPs produziert hat, zuletzt Love Dubs im vergangenen Jahr.

Nun ist er in das feinmaschige A&R-Netz des belgischen Techno- und Elektronikalabels Meakusma geraten. Dieses wusste letztes Jahr mit einer Veröffentlichung von [sic!], einem Projekt von Jules Etienne, Alessandro Tartari und Massimilano Pagliara, sowie in den Jahren zuvor mit mehreren Split-EPs zu überzeugen. Diese 12", zu denen mehrere Künstler jeweils einen Beitrag geleistet haben, erschienen unter dem Oberbegriff "Rüts". Allerdings ist mir persönlich nur die Rüts 3/3 gegenwärtig, auf der Move D, Benjamin Brünn, Even Tuell, Vakula und Immer.Chic mit einem Track vertreten sind.

Dort, auf Meakusma, ist Yoav B sicher gut aufgehoben. Zum einen kann Belgien nämlich auf eine grosse Techno-Vergangenheit zurück- sowie auf eine nicht zu vernachlässigende Gegenwart blicken. Die Ressurectio von R & S Records sei in diesem Zusammenhang beispielhaft erwähnt. Zum anderen brodelt es im Untergrund-nicht-Untergrund gewaltig. Dafür ist das Label Meakusma wenigstens mitursächlich, dessen Betreiber auch über die reine Labelarbeit aktiv sind und in diesem Jahr wieder einen attraktiven Programmpunkt zum Musikmarathon Eupen beitragen werden (soweit ich weiss mit Shackleton (live), Upperground Orchestra (live), Ra.H, und vielen anderen mehr; mehr Infos unter Meakusma).

So vielseitig das Programm, bunt schillernd und nur wenig greifbar auch die Musik, die auf Meakusma veröffentlichenden Künstler. Man kann den "Labelsound" nur schwer herunterbrechen auf eine einfache, gewissermassen lineare Gleichung mit nur einer Unbekannten. Selbst wenn man sich bemüht, die darauf veröffentlichte Musik analytisch aufzudröseln, wird man mit jeder Äquivalenzumformung auf weitere Unbekannte stossen. Das macht die Musik jedoch sehr spannend, denn sie spielt sich auch nach mehrmaligem Hören nicht leer. So positioniert sich die Wisdom Traxx EP von DJ Yoav B auf der einen Seite deutlich im Detroit Techno. Brachiale, dreckig-treibende Bässe und Beats vermischen sich mit verspielt psychedelischen Synthesizern. Die Kickdrums stampfen ungelenk, robotisch, und aus Synthesizern und Effekten lässt er frühlingshaft bunte Klangblumen erblühen. Kein Sound für Perlenohrring-Trägerinnen und Barbour-Jacken-Träger.


English (short) version: DJ Yoav B with a sophisticated approach to electronic dance music. Detroit classical period meets Israel's spirit and warmth. Music for people with a sound techno basis and a wide horizon.


Mehr im Web:

Meakusma @ MySpace
Meakusma @ Facebook
Meakusma @ Soundcloud
DJ Yoav B @ Soundcloud

Mixed up monday (59)

Mingus, Monk, Parker - http://onedownoneup.tumblr.com/photo/1280/428877594/1/tumblr_kytw2tyq4Q1qaq8fl

Zusätzlich zu den verschieden bunten Events noch eine gute Handvoll Mixtapes, die man sich im Verlauf dieser Woche einmal anhören kann.


Auftakt macht ein Tribute Mix, gefunden auf dem Blog der Merseburger Baude. Musikliebhaber- und Musiknerd-Kollektiv. Dan Bust nummt sich darin dem Schaffenswerk von Chain Reaction an. Klassiker! Tipp! Dan Bust - Chain Reaction Tribute Mix.


In ein Wechselbad aus tiefer Schwermut und höchster Euphorie geschickt hat mich Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium. Der Mitschnitt / Podcast ist schon ein wenig älter, bin aber erst vergangenen Freitag darüber gestolpert. Zu finden auf der Website des Halcyon-Stores, eine Ausgabe des Bandwagon Podcasts: The Bandwagon Podcast 023 - Fred P extended mix.


Weiter geht's mit Albrecht Wassersleben. Der Dresdner aus dem Uncanny Valley stand vor kurzer Zeit Rede und Antwort sowohl in einem Interview als auch hinter den Plattenspielern für Doubled Town. Muss man gelesen und gehört haben:

18 ddt podcast 018 - Albrecht Wassersleben by A.W.


Ebenfalls hörenswert ein neuer Mix aus der casa Ernie. Der Minuendo-Labelgründer hat eine Ausgabe seiner Personal Deeper Mix-Reihe veröffentlicht. Tiefenentspannt.

Ernie - PersonalDeeper Mix Spring 2011 by Ernie Minuendo Recordings


Vor einigen Tagen habe ich über die Fried Tofu Edits berichtet. Nun ist auch das Blog des Stir Fry-Meisters online. Zur Begrüssung keine Wan Tan-Suppe, dafür ausgewählte Soundbites. Ein vor Funk nur so brennender, mit süssem Soul abgelöschter Mix. Don't miss!


Letztens habe ich ein (weiteres) interessantes Blog gefunden: Emotional Pop. Darauf befinden sich jede Menge Podcasts der Blogbetreiber selbst, veröffentlicht unter dem Übernamen Makin Music Radio Mixes, sowie eine Vielzahl Gastbeiträge von DJs / Produzenten wie Marcello Giordani, Max Essa, oder Bicep (Feel My Bicep). Check!


Pauly P von Balearic Skirmish hat nach einer sehr langen Auszeit sein Blog wieder einmal befüllt. Dieses Mal mit ein paar House Tapes alter Schule, späte Achtziger, frühe Neunziger, Bobby Konders, Fingers Inc, Adonis, Ron Trent und so. Kann ich nie genug hören: House Classics 1 - 3 @ Balearic Skirmish Blog


Nicht fehlen darf in dieser Aufzählung auch der neueste Mix auf Plaid Music, der sich irgendwo zwischen Balearic / Cosmic Disco und Soul einpendelt. Bestgeeignet für einen Nachmittag wie diesen, an dem durch die aufgerissene Wolkendecke eine frühlingswarme Sonne scheint und dem nächsten Regenschauer den Boden bereitet:

Obscure Paths by Antony kein


Auf wenn ich in letzter Zeit des öfteren einen grossen Bogen um die big four / big five der Online-Musikmagazine gemacht habe - jedenfalls im Hinblick auf die Verlinkung ihrer Podcasts, da diese sowieso jeder abonniert hat -, kann ich nicht umhin, auf eine der letzten Ausgaben des Podcasts auf Fact hinzuweisen. Für diesen konnte das englischsprachige Fanzine Pangaea gewinnen. Der Hessle Audio-Gründer glänzt darauf mit einer Zusammenstellung von Dubstep und Techno - und hat mich in der vergangenen Woche über einen völlig verschissenen Dienstagabend hinweg gerettet.

[Was ich persönlich nicht verstehen kann, ist nämlich Folgendes: da gibt es in Freiburg soundsoviele Sound Systems, die sich seit zwei, drei Jahren zusätzlich zu Reggae / Dancehall auch noch Dubstep auf die Fahne schreiben. Das einzige, was dann aber auf dieser Veranstaltung lief, waren homophobe, an Bigotterie grenzende Texte voller Gottesanrufungen - "jah jah jah" - und die jamaikanisch-karibische Leichtigkeit beschwörende "easy easy easy"-Rufe völlig bekiffter MCs. Angekündigt war - wortwörtlich - die "eher elektronische" Seite von Dubstep. Es lief aber derselbe Reggae/Dub/Dancehall-Kram, wie man ihn noch von den Sommerferienlagern in Italien oder Kroatien in als vierzehnjähriger Bub in Erinnerung hat. Das Publikum war auch nur wenig älter, in der Abitur- oder Nachabiturphase. Nun ja...]


FACT mix by pangaea



English (short) versions: to round up our today's blog entries, enjoy our handpicked mixes and podcasts covering balearic / cosmic disco, raw funk and sweet soul, dub techno and the best of deep raw and honest house music.

Mixed up monday (57)

The White House Vinyl Room - Nixon started it. Obama inheritied it. http://musicfilter.tumblr.com/post/191469211/nixon-started-it-obama-inheritied-it-the-white
Heute, Montag, der 21. März 2011, ist Frühlingsanfang. Zu diesem Anlass sollte man etwas Besonderes schreiben; etwas, das den Leser berührt und bleibenden Bestand hat. Doch je länger ich darüber nachdenke, was ich mir zum Anliegen und Thema mache, desto bedeutungsleerer erscheinen mir die Worte. Daher lasst uns ganz schnell zur Musik wechseln.


Kick-off in den heutigen Abend macht in New York lebende Brennan Green. Die de:bug bezeichnet ihn als Disco-Eklektiker, die TAZ huldigt ihm in einem Portrait als musikalischem Freigeist und Vertreter des Beardo House. Vor nahezu vierzehn Tagen war er in Zürich und hat bei Dosci zusammen mit Lexx gespielt. Wer - wie ich - nicht dabei sein konnte, wird sich bestimmt über den folgenden Mix freuen: eine Aufzeichnung aus dem Londoner Club Bar A Bar:

Brennan Green - Toyama Set by BABradio


Eingefleischten und neuen Brennan Green-Fans sei an dieser Stelle auch sein Podcast auf XLR8R empfohlen.


Eklektisch - das Wort hat ob seines Vielgebrauchs jeglichen Gehalt verloren, steht aber alternativlos da, um unermesslichen musikalischen Stilreichtum, Vielseitigkeit und eine Offengeistigkeit, die für wenigstens drei Weekender-Festivals ausreichen würde, zusammenzufassen. Sollte man jedoch nicht überstrapazieren, diesen Begriff, da er je nach Ästhetik-/Kunstbegriff deutlich negativ konnotiert ist. Mit Sicherheit sehr ausgewählt und einen aufgeschlossenen Geist verlangend ist der folgende Mix, gefunden auf Plaid Music. Es ist ein Tribute Mix für Japan. Support:


Plaid Music: A Japanese Dream


Ein weiteres Mal hat Aera mich mit einem neuen Podcast verzaubert. Ausgewählte Sounds zwischen House, Techno, Dubtechno, Dubstep und so. Für das kleine Label Doumen Records. Big up!

Doumen Podcast 01 - AERA x DOUMEN by DOUMEN


Etwas kräftiger halten die DJs der folgenden Mixtapes die House- und Techno-Fahne hoch. Zum einen haben wir Dennis Kahnn. Er hat vergangene Woche für die Veranstaltungsreihe Instinct Raw in Paderborn einen Podcast zu Promo-Zwecken aufgenommen, mit dem ich mich 100% identifizieren kann. Recommended!

Kahnn exclusive for Instinct Raw by instinct.raw


Ebenfalls abheben kann ich zu dem neuesten Tape von KRL. Ebenfalls ein Promo-Tape für die Londoner Eventreihe Flux. Keep it slow ist auch hier das Motto:

Flux Guest Mix (March 2011) by KRL (Wolf Music)


Tief entspannt geht auch das Chicagoer Trio Damon Lamar, Specter und Chicagodeep das Auflegen an. Dieses Mal noch Sol Son mit an Bord. Fast acht Stunden insgesamt der Mitschnitt. Ein Oevre. "À la recherche du temps perdu". Mindestens!

Tetrode Sessions Damon Lamar,Specter,Chgodeep,Solson live 3-19-11 1 of 3 by chicagodeep


Tetrode Sessions - Damon Lamar, Specter, Chicagodeep, Sol Son - Part 2
Tetrode Sessions - Damon Lamar, Specter, Chicagodeep, Sol Son - Part 3


Frankfurt / Offenbach ist nicht nur Robert Johnson. Das vergessen Aussenstehende, Nicht-Insider wie ich gerne einmal. Man möge es mir Nachsehen. Umso mehr Aufmerksamkeit verdienen daher die folgenden beiden Mitschnitte. Sie stammen von der Clubnacht S T A Y, auf der regelmässig Max Vaahs, Benjamin Tritschler und Manuel Schatz an den Reglern stehen. Letzterer war ja vor langer, langer Zeit hier einmal als Guest Mixer am Start. Nahezu vor Jahr und Tag. Anyway. Letzten Freitag haben sich die S T A Y-Macher Vera und Jan Krueger eingeladen. Von Deep bis Dub, und stets 'nen trocken funkigen Grundton wahrend. Check:

Max Vaahs & Manuel Schatz:

Max Vaahs & Manuel Schatz @ STAY 18.3.2011 by Max Vaahs


Vera & Jan Krueger:

Jan Krueger + Vera b2b @ STAY, Frankfurt 18.03.11 by veragoesdeep


Top Mix auch wieder einmal von Moodytraxx, den wahrscheinlich jeder Liebhaber guter, ehrlicher House- und Techno-Musik von seinem Youtube-Kanal her kennt.

moodytraxx_d.d._märz_2011 by moodytraxx


Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf Hybrid Life und seine Podcast-Reihe. Nach DJs wie Keith Worthy, Maayan Nidam oder Deetron wurde der Ire John Daly mit der Aufgabe betraut, die nächste Folge abzumischen. Mit dem Download sollte man sich beeilen, hochgeladen ist der Mix auf einem nichtbesternten Soundcloud-Account:

HYBRIDLIFE PODCAST 14 - JOHN DALY by hlpodcast


Abschliessend noch der Hinweis auf den Essential Mix vom vergangenen Wochenende. Für ihn verantwortlich ist Dimitri From Paris. Insbesondere den Disco-Heads wird dabei das Wasser im Munde zusammenlaufen: BBC - Radio 1 - Essential Mix - Dimitri From Paris oder auf Soundcloud, einschliesslich Tracklist:

Dimitri From Paris - BBC Radio 1 Essential Mix - 19.03.2011 by djmixes


In höchstem Masse NERVIG sind jedoch die bescheuerten "Essential Mix"- und alle übrigen Jingles, die den Mix von der ersten bis zur letzten Minute durchziehen. Das trübt den Hörgenuss ungemein. Am Anfang oder Ende eines Podcasts ist diese Urheber-Kennzeichnung ja noch zu verstehen. Als DJ oder auch als Produzent eines Tracks würde ich es mir jedoch verbieten, dass mein Kunstwerk durch die inflationäre Verwendung solcher Jingles verunstaltet würde. Genug geschrieben. Ich mach' mich mal auf und davon ins Waldsee, Agent Schwiech is spinning some records!


English (short) version: today's the beginning of spring in the northern hemisphere. Therefore our mix selection is wonderfully relaxed, blessed with sun-drenched and friendly house, disco and techno chosen by Vera, Jan Krueger, Chicagodeep, Specter, Damon Lamar, Brennan Green, John Daly, and many others. Enjoy!!! [P.S. the "essential mix"-jingles that draw through the mix suck pricks!]

Jagger and The Bat - Keep It Deep Guest Mix

Am heutigen Freitagabend besteht für Freiburger Verhältnisse beinahe ein Überangebot an Ausgehmöglichkeiten - sofern man bereit ist, über seinen doch sehr kleinen Tellerrand hinauszuschauen. DJ T im Jazzhaus, Super Flu auf dem Stinnes Areal, die Somebody Scream im Drifter's, etc. Warm up im Drifter's, Peak Time bei Herrn Koch und Nachbeben mit den Jungs von Monaberry. Hätte ich gemacht, wenn ich gerade den Teenager-Schuhen entwachsen wäre. Da ich aus diesen schon etwas länger draussen und obendrein ein Freund von festen Strukturen bin, wird mich mein Weg am Jazzhaus vorbei ins Drifter's führen. Davor noch ein häusliches Warm Up, und dazu gibt's den neuen Guest Mix. Eingespielt hat ihn ein DJ-Duo aus Manchester, Jagger and The Bat. Wer sich dahinter verbigt, was sie prägt, was sie machen, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen:



1. Jagger and the Bat, would you like to introduce yourself?

We live in Manchester, playing at the Soup Kitchen when ever the opportunity arises and have recently taken up a residency for Arthouse. We’ve been going out and listening to electronic music (bad and good) for over 10 years and been playing together for about 3 of them, although it’s only really in the last 12 months that we’ve been doing that in public on a regular basis.

Jagger and The Bat
Slagbat
Kris Adams


2. When did your initial music spark ignite?

Kris – I guess there was a musical spark between us at first sight, we were just sonically drawn together, you know? I think back to those times when we’d terrorise our neighbours with our all night sessions that would last for hours and I get all emotional. We had really strong and rather turbulent public opposition in those days but we stayed true to our beliefs and I’m happy to say we’re here to tell our story now.

Ben – I remember further back than that when Kris’ love for trance and my love for soulful house would clash like an expensive 70s suit, when we first met 10 years ago on the sweaty dance floor of Coalville’s Emporium. Things have gradually improved since then and, when we eventually took the “big step” and became flat mates and realised that when you play together you can get a fresh drink every other record, it all came together.

Kris – That’s not how I remember it…


3. Who and what is your most important influence?

Kris – ‘who’ could be an endless list whereas ‘what’ is definitely my mood on any given day. There is definitely a good community of people in Manchester that work hard to promote new or respected artists and DJ’s regardless of profits. Nights like meandyou. in Manchester, Acetate in Leeds and events like Freerotation have left the largest mark on me over the last year.

Ben – My time in Leeds has been a big influence on me; nights like Back to Basics and Mad Hatters brought me back into the world of electronic music and showed me a whole new side of house music that I didn’t really know about. Now I find small local nights like meandyou. and Cutloose (plus many others including bigger nights like fabric) that showcase what to me is the best music around.


4. How would you describe your own style?

Kris – It’s house music. There’s no other way to describe what we play. We definitely delve into different genres but that’s the main influence behind any set we do. Some of our friends call it elevator music…

Ben – I’m not sure I can put it any better. Kris tries to be clever and play techno but quite frankly I don’t stand for it.


5. Do you produce your own tracks and what are you currently working on?

Kris – Production just doesn’t come into it for me, at least, not right now. I’m basically just a collector that likes to share that music with others. I guess that’s what many other producers also do as DJ’s but this is what I want to focus on until I think I’ve gone as far as I can with this.

Ben – There’s too much fun to be had playing other people’s music for me at the moment and my motivation for trying to develop as a DJ far out weighs my ambition for producing music (for now).


6. What are your future plans?

Kris – Find more grooves and maybe make that transition from boy to man.

Ben – That and get more chicks. Chicks dig house music. Failing that we’ll just keep doing what we do, enjoying the music we love and playing out when ever we get the chance.



Et voilà le mix:

Jagger and the Bat - Keep it Deep Guest Mix by keep-it-deep




Tracklist: after the weekend



Mehr im Web:


Jagger and The bat @ Soundcloud
Kris (Jagger) @ Soundcloud
Slagbat (The Bat) @ Soundcloud
Arthouse

Fried Tofu - Fried Tofu Edits

Die Zahl der Edits klassischer Disco Songs, obskurer Pop-Perlen der letzten fünf Jahrzehnte, Rock-Balladen und von allerlei Verschüttetem bekannter oder unbekannter Musiker ist Legion. Von Blog zu Blog zu browsen, sich durch Plattenkisten zu graben, von Soundcloud zu Soundcloud zu fliegen, macht zwar unheimlich viel Spass, ist aber in höchstem Masse zeitaufwändig.

Nach Tagen und Nächten des "diggens" - dabei immer schön auch das enzyklopädische Verzeichnis von discogs.com geöffnet haben - muss man sich eingestehen, dass man niemals alle Untiefen der 2.0-Welten ausforschen kann, auch wenn man sämtliche sozialen Kontakte einstellt, auf das Lesen von Büchern, auf Filme und auf die eine oder andere Mahlzeit am Tag verzichtet. Kaffee zum Wachbleiben und Nikotin zur Unterdrückung des Hungergefühls tun's ja schliesslich auch.

Ist der Körper einmal ausgezehrt bis auf die Knochen, fühlt man sich matt und kraftlos aufgrund der Suchexpeditionen. Es muss Powerfood her. Als ein solcher gilt bekanntlich Tofu. Ob geräuchert oder im Kräutermantel, ob gebraten oder paniert und ausgebacken - es gibt viele Arten der Zubereitung, genauso wie es unterschiedlcihe Herangehensweisen für die Herstellung eines Edits gibt. Und damit wären wir wieder beim Thema. Denn eine Kraftnahrung der musikalischen Art bietet das erst kürzlich auf der Erdoberfläche erschienene Edit-Label Fried Tofu. Die Herkunftsangabe St. Lucia sollte man nicht ganz so ernst nehmen. Umso ernster jedoch die Sounds. Mein Favorit darauf: die Überarbeitung von "Look Ahead" von Aquarian Dream:

Original:




Edit:

FT01 Love Is What [promosnippet] by Fried Tofu


English (short) version: new label that will release edits of disco classics, obscure pop music and all kind of lost pearls. Worth to check!


Mehr im Web:

Fried Tofu @ Soundcloud
Fried Tofu

South West Seven - Mels Pockets

Setzen Produzenten ein Klavier - klassisch, Rhodes Piano,... - als Klanggeber für den Instrumentalpart eines Tracks ein, haben sie schnell meine Aufmerksamkeit geweckt. Das ist nicht nur auf die (elektronische) Tanzmusik bezogen. Auch bei Disco Songs, der vielgestaltigen klassischen Musik oder im Jazz kann ich mich der Magie und Anziehungskraft des Pianoforte nur schwer widersetzen. Klavierkonzerte von Brahms oder Schumann, Solowerke von Liszt oder Chopin, die Kompositionen eines Keith Jarrett oder Thelonious Monk - gross! Was an diesem Name-Dropping auffällt: ich bin in Sachen klassischer Musik / Jazz doch etwas konservativ und übertrage diese Haltung gerne auch auf House/Techno.

Wieder zurück zu dieser 12". Von klassischer Musik oder Jazz ist das Piano-Instrumental, welches das nordirische DJ- und Produzenten-Duo South West Seven (das sind Ric McClelland & Sean Grieve)für seinen Track "Mel's Pockets" verwendet, zwar weit entfernt. Dennoch gelingt es ihnen, mich damit zu verführen. Das immer wiederkehrende Akkordmotiv könnte den Auftakt für einen Gospel Song bilden. Es könnte sich dabei jedoch auch um ein gedankenverlorenes, gleichermassen jedoch leidenschaftliches In-die-Tasten-greifen im Rahmen einer nächtlichen Jamsession sein. Den Gospel-Charakter unterstützen die Vocal-Schnipsel einer Soul-Diva - über die Nähe der Stilelemente des Gospel zu Disco brauche ich euch ja nichts mehr zu erzählen. Für die Jam-Session sprechen kurze Einsprengsel eines Saxophons und die tiefe Stimme des warmen Funk-Basses.

Mels Pockets by SouthWestSeven

"Mel's Pockets" - soeben erschienen auf einem kleinen Label namens Carry On - erscheint mit drei Neuabmischungen. Zwei davon haben Graeme Clark und Ali Herron unter ihrem Ooft-Kürzel produziert. Die beiden schneiden für ihren Remix die im Original noch zart im Hintergrund perlenden Blubber-Sounds heraus und verleihen ihnen eine stärkere Bedeutung in der Gesamtkomposition des Tracks. Dieser kommt im Übrigen in einem sehr klassischen House-Gewand daher. Tiefe Grummel-Bassline, warme, organische Synthflächen, und die Kickdrums führen Magengrubentritte aus. Für so Menschen wie mich mit einer wertkonservativen Vorstellung von House kann es kaum etwas besseres geben.

Southwestseven - Mel's Pockets (OOFT! Remix) by aliOOFT


Für einen weiteren Remix zeichnet Pete Herbert verantwortlich. Er ist vor allem bekannt geworden durch sein Projekt "Reverso 68", das er zusammen mit Phil Mison betreibt und im Rahmen dessen er jede Menge Remixe und EPs für Eskimo, DFA, International Feel, und, und, und veröffentlicht hat. In seinen Produktionen nimmt er gerne Bezug auf die Disco-Kultur der Achtziger Jahre mit Electro-/Cosmic Disco. So erklingen in seinem Remix für "Mel's Pockets" auch jede Menge Sequenzer-Arpeggi, blubbernde Synth-Lines, mit einem Hauch von 303 versehen, Glockenklänge, und so weiter.

Nach "Chasing Dream" im vergangenen Jahr von einem mir bis dato noch unbekannten Produzenten namens Chasing Kurt eine weitere tolle EP auf dem noch jungen Frankfurter Label Carry On.


English (short) version: deep house, cosmic and electric disco, soul and funk are the basic ingredients that are blended together by Ric McClelland and Sean Grieve from Belfast / Northern Ireland on this 12" that just hit the stores. On remixing duties you have Pete Herbert and Ooft that shake and stir up the original with their own personal twist.


Mehr im Web:

South West Seven @ Soundcloud
South West Seven Blog
South West Seven Blog Mixes @ Soundcloud
Carry On @ Facebook
Carry On @ Soundcloud

Mixed up monday (55)

The Spectacle of Advertising (http://www.flickr.com/photos/lenbuster/4555339464/in/pool-1556216@N22)
Mein Pulsschlag ist ruhig. Die Rosenmontagsflucht ist geglückt. Keinem einzigen Kostümierten bin ich heute begegnet. So sehr ich jedem einzelnen Menschen das ausgelassene Feiern gönne, so wenig ertrage ich das närrische Treiben. Spricht mich einfach nicht an.

Es ist nicht die Traditionsfastnacht, es sind nicht die schwäbisch-alemannischen Brauchtümer oder der rheinische Karnevalsfrohsinn, die meine abneigende Haltung hervorrufen. Es sind vielmehr die Auswüchse im Umfeld dieser Veranstaltungen, die meine leichte Reizbarkeit befördern: Menschen, deren Primärziel darin besteht, schnellstmöglich auf dem Grund eines Sangria-Eimers anzukommen; Menschen, die von einer gewissen Uhrzeit an und ab einer gewissen Blutalkoholkonzentration die ganzen latent bis offensichtlich frauenfeindlichen und Minderheiten diskriminierenden, gar rassistischen Texte der Proletentechno-Songs mitgrölen; das aufkommende Stammtischgeschwätz, das jede sowieso schon tiefgelegte Niveauhürde unterschreitet; all das ist mir in höchstem Masse zuwider - auch ausserhalb der fünften Jahreszeit.



Zurück zum Tagesgeschäft. Als Einstieg in den heutigen Montagabend zunächst ein Mixtape von Jeremy a.k.a. Underground Paris. Der Plattensammler und Betreiber von My Love Is Underground, einem House-Label zwischen Jersey-Tradition und dem Jetzt, sorgt mit seinen Aufzeichnungen "Beauty" und "Beauty Pt. 2" für ein wahres Hörvergnügen. Zum Dahinschmelzen gefühlvoll! Tipp!

Underground Paris - Beauty Pt. 1 @ Soundcloud


Underground Paris - Beauty Pt.2 by Underground Paris


Eine ähnliche Richtung schlägt Julian Raymond Smith alias October (Caravan Recordings) ein. Jazz, Space Disco und krautiges Material verarbeitet er in seinem Podcast für die Process Series auf Modifyer. Chick Corea, Pointer Sisters, Tangerine Dream, und so weiter.

october - process part 253 by modyfier


Auch die Souldiction-Podcast-Reihe hat über die letzten Wochen Zuwachs bekommen. Heute über Mittag gehört, die Nr. 42, für die sich Blunted Monkz a.k.a. Dany Sugaman an die Plattenteller gestellt hat. Fängt mit Eberhard Weber auf ECM Records an. Hört mit Donald Bird auf Arista auf. Und dazwischen? Anhören!

"Goin´n´comin" Mix by Blunted Monkz for Souldiction42 by souldiction


Daniele Baldelli bedarf keiner Vorstellung mehr. Ohne ihn kein(e) "Cosmic Disco". Oder so. Das folgende Mixtape von ihm kennt daher mit grosser Wahrscheinlichkeit auch jeder, der sich auf dieses Blog verirrt. Wenn nicht, anhören!

Podcast #41: Baldelli Cosmic Mixtape 1981 by Gomma


Ebenfalls aus der Klangwolke des Münchener Elektro-Disco-Labels Gomma herausgefischt wurde der Hitz'n'Shitz-Mix des Labelmitgründers Mathias Modica / Munk. Kann man unter Education im weitesten Sinne einordnen. Gehört haben sollte man des Müncheners auf jeden Fall einmal:

Munk Hits & Remix Tape by Gomma


Education in einem engeren - und vor allem im Zusammehang mit diesem Blog weitaus verständlicheren - Sinn ist folgender Mitschnitt. Zu finden in der Soundcloud des umtriebigen Rico Passerini a.k.a. r_co. Der Urheber? Mighty Theo Parrish. Fast vier Stunden. Einschliesslich Tracklist, die nur noch wenige nicht identifizierte Tracks ausweist. Ein Traum!

Theo Parrish Live @ Taico Club 09 Kawasaki - 2010 by R_co


Zum Träumen schön ist auch dieser Podcast. Die Tracks zusammengestellt und eingespielt hat der Züricher DJ Dejan, der zwischen Zukunft, Cabaret, Hive, Alte Börse & Co. nahezu jeden Club der Limmatstadt mit seinem Sound bereichert hat. Zu finden ist der Mix auf Autobrennt, einer US-amerikanischen Plattform für buntes Nachtleben.

Dejan - Podcast @ Autobrennt


Weiter geht's mit Maayan Nidam. Für einen Gig im Rahmen einer Veranstaltung in Athen, Deep Inside (Athens), hat sie einen Promo-Mix eingespielt, der mich in den letzten Tagen immer wieder einmal begleitet hat. Hörempfehlung. Unbedingt!

Maayan Nidam - deep inside athens promo mix by Deep Inside (Athens)


Northern Purpose ist eine Clubnacht in London, die sich unter die Fahne eines tiefgehenden House-Sounds, also Deep House, gestellt hat. Die Veranstalter bieten auf ihrem Blog neben den allgemeinen Event-Informationen auch eine Podcast-Reihe an. Davon hier die No. 1:

Carl H. - Northern Purpose Podcast No. 1

Download: Carl H. - Northern Purpose Podcast No. 1 @ Mediafire


Andy Bird von Birdsong Music und Love Fever gehört ebenfalls zur Gattung der Vinylsammler und Obskuritäten-Jäger. Sein Disco-Mix für die Feel Up-Podcast-Reihe hat meinen mp3-Player nie verlassen. Genauso wird es auch dem Mitschnitt ergehen, den der Londoner über seinen Soundcloud-Account teilt. "4 am Special / Love filled the air, for a moment in time she was mine...":

4am Special / Love filled the air, for a moment in time she was mine... Andy Bird 26.02.11 by andybird


Aus dem Hause Kompakt direkt ins Haus geliefert wird der nächste Mix. Mit Tracks von Roman Flügel, Robag Wruhme oder Map.Ache erfreut hierauf Kompakts Tobias Schmid. Gefällt ausgesprochen gut!

Tobias Schmid - Sunny Rainday by Kompakt


Den Abschluss machen heute Taron-Trekka mit einer K-I-L-L-E-R Auswahl an Tracks. Die Jungs treten mit einer Topform an, auch in Sachen Produktion (wie auch ihr Beitrag für die FAT-Jubiläums-Compilation zeigt. More to come.)

Taron-Trekka - 02/2011 by Taron-Trekka


English (short) version: glad to have escaped Rose Monday, especially its negative spin-offs, where nothing more than sweaty red-faced rednecks get together in bulk to dive into buckets of sangria. Instead of this kind of chavvy techno you are compelled to listen to when on the way to work, we share a dozen of mixes that hopefully will be your lifesavers during this week. The kick-off is eclectic, Jeremy Underground Paris and October on mixing duties among others; Theo Parrish, Maayan Nidam, Andy Bird. And Taron-Trekka with a irresistible, impressive and captivating glow-in-the-dark-groove track selection. Enjoy!

B. F. H. V. - ET 01 - 06

Retro. Schimpfwort oder Kompliment? Lob oder Tadel? Gut oder Böse? Meines Erachtens stellt sich diese Frage, stellen sich diese Fragen, nicht mehr. Spätestens seit Mercedes Bunz' Blogeintrag "Dieses Jahr wird groß. Nix retro. Let's go." nicht mehr. Sie beginnt ihn mit folgenden Worten: "Heute morgen beschlossen, dass [das neue Jahr] richtig gut wird... Alleine die Musik, die in den ersten [Wochen des neuen Jahres] erschienen ist oder gerade erscheint, könnte einen durch das gesamte Jahr tragen."

Geschrieben hat sie diese Zeilen vor vier Jahren, am 26. Februar 2007. Sie könnten aber geradeso gut vom 26. Februar 2011 stammen und die ersten beiden Monate des Jahres 2011 beschreiben. [Vielleicht stehen diese Zeilen sogar jeder Kurzretrospektive zu Beginn eines neuen Jahres gut. Es herrscht eine gewisse Aufbruchstimmung, der Blick ist noch unbeschwert der Zukunft zugewandt und man wünscht sich, dass reges Leben herrsche.] Ein paar Zeilen später dann der Absatz, den ich mir verinnerlicht habe, der meine regelmässig aufkeimenden Stillstandsbefürchtungen entrkäftet hat und den Rückbezug auf das Vorhandene - oder das Vergangene - weitaus weniger bedrückend erscheinen lässt. Dieser nämlich ist unumgänglich. Man muss an das bereits bestehende Kulturgut anknüpfen - bejahend oder ablehnend - und es mit neu erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Techniken et cetera bearbeiten. Doch erstmal das Zitat:

Die gerne vorgetragene Beobachtung, dass wir in einer Zeit leben, in der alles nur noch Retro wäre, in einer Zeit, in der nichts “eigenes” los ist, weil alle – so sagt man – noch auf das neue Jahrtausend warten und sich solange die Zeit damit vertreiben, das Archiv aufzurufen: Stimmt nicht. Denn dieses Retro ist gar keines. Das Archiv wird nicht nur anders benutzt als früher, die Musik ist auch so auf den Punkt gebracht, besticht durch ihre Präzision und ihre Konsistenz, dass man sich darin ausstreckt und wohl fühlt. Das ist kein billiger Abklatsch, es ist keine einfache Wiederholung – das alles, das ist weit mehr als einfach nur Retro. Was wir hören, ist, wie D. gestern quer über sein zweites Becks hinweg bemerkte, aber eben auch kein Zitat. Und das stimmt. Es ist etwas anderes. (Mercedes Bunz: Dieses Jahr wird groß. Nix retro. Los geht's.)

Unter diesem Blickwinkel ist nach meinem persönlichen Dafürhalten auch die neue 12" auf Live At Robert Johnson zu hören / zu verstehen. Die beiden Tracks, "ET 01" und "ET 06", haben produziert Christian Beisswenger a.k.a. CB Funk und Oliver Hafenbauer. Der Erstere ist beispielsweise verantwortlich für "Subway To Cologne" auf Story Records und zusammen mit Philip Lauer als Arto Mwambe für eine Vielzahl Platten, Remixe und eine Reise durch die wundervolle Welt der Acid Synthlines, Piano Keys, Muskelbeats und Power Basslines auf ihrer Live At Robert Johnson-Compilation. Der Zweite, Oliver Hafenbauer, ist mit dem Goldenen Musikvereinssaal der elektronischen Clubmusik in Offenbach wie nicht gleich ein anderer verbunden. Er kümmert sich um Booking-Angelegenheiten, um Fragen rund um das hauseigene Label, veranstaltet zusammen mit Manuel Raven eigene Clubnächte, und, und, und. Beide also Club- und Musik-erfahren in jeder Hinsicht und nun als B.H.F.V. unterwegs.

Ihren Tracks, "ET 01" und "ET 06", kann man sich auf zwei unterschiedlichen Wegen annähern. Es ist einmal der Weg, den ein Hörer mit einem gleichsam bibliothekarischen Wissen und einem vollgepackten Rucksack an Cluberfahrung beschreiten wird. Dieser wird unschwer ein Fundament ausmachen, das mit einer Mische aus schwarzem Funk und Düsseldorfer Kraftwerk-Elektro ausgegossen ist. Mitreissend, energetisch. Wer immer auch das Schlagwort Electric Boogaloo einbringen mag, der darf dies gerne tun. Zum anderen ist es der Weg, den ein zwar verständiger, in dieser Hinsicht jedoch unbedarfter Hörer beschreiten wird. Für ihn spielt keine Rolle, wie dreckig der Funk, wie rotzig der Elektro damals waren, wie rough sie heute zu sein haben. Unerheblich auch, ob der Magengrubentritt aus einer 808 stammt oder nicht. Für diesen Hörer werden beide Tracks eine Musik sein, "in der man sich ausstrecken und wohlfühlen kann." (Quelle: s.o.)


English (short) version: Christian Beisswenger a.k.a. CB Funk of Arto Mwambe fame and Oliver Hafenbauer, Live At Robert Johnson label manager, Robert Johnson booking manager, dj and music enthusiast, deliver two energetic tracks that combine funk rhythms and electronic music and unleash passion on the dancefloor.


Mehr im Web:

B.H.F.V. @ Facebook
CB Funk @ Facebook
CB Funk @ MySpace
Oliver Hafenbauer @ MySpace
It's OK To Hate Your Job
Live At Robert Johnson @ MySpace
Live At Robert Johnson @ Facebook

Nr. 39: Oliver Hafenbauer (Live at Robert Johnson) by ROOF.FM

Zepp001 - The Warm

Weil wir's mit "Lovin" von Barck & Prommer gerade von Slo Mo hatten, sei noch ganz kurz auf die neue Delusions Of Grandeur-12" eingegangen. Produziert hat sie der immer noch in der Anonymität gebliebene Zepp001. Junodownload spricht zwar schon von einem Duo, aber lassen wir das Rätselraten und Suchen nach verlässlichen, diese Vermutung bekräftigenden Indikatoren. Ausreichend ist völlig, dass er / dass sie als "disco obsessive" beschrieben werden und irgendwo an der US-amerikanischen Westküste beheimatet sind. Orientierungspunkt ist dabei die Stadt Seattle, Zepp001 kann aber geradeso gut auch vom Umland, zwischen Vancouver Island und dem Mount Rainier Nationalpark, stammen.

Mit Seattle verbindet mich eine wunderschöne Sommeraffäre im Jahr 'yx. Die junge Frau nannte eben diese Stadt als den wahrscheinlich nächst grösseren, bekannten Anhaltspunkt für mich, damit ich ahnungsloser Europäer ihre Herkunft auf der Weltkarte verorten konnte. Wahrscheinlicher jedoch war, dass sie mit ihren Eltern und Geschwistern aus einem kleinen Kaff nahe der kanadischen Grenze stammte und in einer Hippie-Künstler-Kommune lebte. Jung, unreif und noch sehr unerfahren, platzte mit einem "Seattle? Oh, cool, birthday of grunge" heraus, als sie mir Näheres über ihre Herkunft erzählen wollte. Nun fand sie selbst jedoch Gitarrenmusik wie diese, dystopisch-nihilistische Texte und den Alkohol- und Drogenexzess nicht wirklich toll. Sie war vielmehr auf der Bob Dylan'schen side of life angesiedelt, jedenfalls was die Musik betraf. Mein Tritt ins Fettnäpfchen war für sie wohl vergleichbar mit der Situation, in der ein aus Süddeutschland stammender USA-Besucher sich wiederfindet. Unweigerlich wird er - Klischee! - mit Oktoberfest, Porsche und Black Forest in Verbindung gebracht. So ist das halt. Beide Seiten haben ja nur ein begrenztes Ausschnittswissen.

Vermutlich weicht auch Zepp001 mit seiner Musik ein wenig von der Norm seines Umfelds ab, denn Disco erweist sich ja trotz einer in den letzten Jahren gestiegenen Beliebtheit nicht als gängigstes Genre. Umso tiefer greift er jedoch auf "The Warm" in den Malkasten satter Synthesizerklänge, in die er dichte Drumgrooves einbettet. Zudem zündet er ein Feuerwerk an Clap-, Snare- und Kuhglocken-Elementen, und flicht in diese Atmosphäre voller Energie in grosszügiger Weise Sprach- und Soundsamples ein. Reminiszenz an die 80er-Jahre, an ein unmittelbar im Zusammenhang mit der Disco-Kultur stehendes körperliches Lustempfinden, an Rausch und Ekstase.

Mit "Dearly Beloved" kann ich mich hingegen gar nicht anfreunden. Vielleicht lasse ich mich ein wenig von meiner Laune hinreissen, aber diese Trillerpfeife nervt. Genauso auch das nervöse "tribalistische" Getrommel, das der Produktion wohl einen Hauch von tropischer Exotik, brasilianischem Samba, und feuriger Lebensfreude verleihen soll. DJ Nature zeichnet für die Neuabmischung verantwortlich. Der ursprünglich aus Bristol stammende, seit langen Jahren jedoch in New York lebende DJ und Produzent erlebt derzeit einen intensiven Kreativfrühling, wie die dicht gestaffelten Releases auf Jazzy Sport, Golf Channel Music sowie die nicht gerade geringen Remix-Beiträge zeigen. Mir soll's recht sein, denn gerade seine rohe Funk-Attitüde, mit der er "Dearly Beloved" ausstattet, steht dem Track gut zu Gesicht. Thumbs up for this!


English (short) version: Seattle based anonymous-non-anonymous artist Zepp001 is back on Delusion Of Grandeur where he debuted on the slow motion house / disco scene long time ago. He loves working with synthesizers and therefore he's showcasing a rich arrangement of fluid synth textures and various sound effects - vocal snippets, cowbells, delay, dubs - on "The Warm". "Dearly Beloved" is definitely not my favourite - i honestly can't stand tracks with police- or samba-whistel sounds. DJ Nature transfers it into an unhurried rough funk atmosphere. Thumbs up for this!


Mehr im Web:

Zepp001 @ MySpace
DJ Milo / DJ Nature
Delusions Of Grandeur @ MySpace

DJ Nature @ Soulsearching Radio Show

Stadtmusik Festival - Artist Special: Theo Parrish

Das Stadtmusik Festival in Basel im vergangenen (Spät-)Sommer, gehosted von den livingroom.fm-Machern, war eine sehr feine Sache. Musiker unterschiedlichster Genre bespielten dabei den Innenhof des Kunstmuseums. Der Abend, die Nacht mit dem höchsten Erinnerungswert war sicher, als Sassy J und Theo Parrish die musikalische Leitung übernehmen durften.

Da ich gerne in Erinnerungen schwelge, an dieser Stelle das kleine feine Video zu Theo Parrish in Basel:




English (short) version: Theo Parrish in Basel (August 2010) - extracts of interview.

Mixed up monday (54)

http://27.media.tumblr.com/tumblr_lhboh5gd3Y1qam9bmo1_500.jpg
Einen Vorteil hat die Dissertations-Affäre ja: spätestens seit Februar 2011 sollte nun jedes (Schul-)Kind wissen, dass textliche Inhalte aus fremden Quellen - Print oder online - nicht einfach unzensiert übernommen und wiedergegeben werden sollten. Erschreckend ist jedoch gerade in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass gerade auch Vertreter der schreibenden Zunft mit kreativen geistigen Leistungen anderer sehr leichtfertig umgehen.

So geschehen auch in einem auflagenstarken süddeutschen (über-)regionalen Tagesmedium. Ein dort in Lohn und Brot stehender Kulturschreiberling machte sich beispielsweise im vergangenen November eine - Tage zuvor auf einem regionalen Newsportal veröffentlichte - Konzertrezension über einen Auftritt des Portico Quartet zu eigen, um daraus seinen Text zusammenzuschneiden. So liesst sich seine Rezension wie eine kurze Inhaltsangabe des Ausgangstextes. Sich anlehnen an ein Original, dessen Inhalte kopieren und übernehmen - alles kein Problem. Aber die Dreistigkeit und, ja, Respektlosigkeit, mit der Verfahren wird, ist eine wahrlich Himmelschreiende.

Im Übrigen hat der Stuttgarter Rechtsanwalt Krunoslav Kopp auf seinem Blog digitalrecht.net ein schönes Urteil des Baden-Württembergischen Verwaltungsgerichtshofes ausgegraben und verlinkt, in dem sich die Richter dem Thema Plagiat & Co. mit deutlichen Worten angenommen haben. Mehr dazu unter: Krunoslav Kopp: Freiherr sein reicht doch auch schon.



Jetzt aber schnellstmöglich wieder zurück zur Musik. In den Tag gestartet wird mit einen Mix aus Zürich. Eingespielt hat ihn Honey-K, der in das Umfeld des Finger Magazine und der Donnerstags-Clubnacht Dosci in der Zukunft gehört. Ein Mix für Musikliebhaber, für die das Wort Genregrenzen nur in einem Wörterbuch existiert. Scheuklappenträger weitergeskippt!

K-DUST: Cruising California by honey-k


Diese [Scheuklappen] ablegen sollte auch, wer sich auf in einen Club macht, um einem DJ-Set von Maurice Fulton beizuwohnen. Die Jungs von Downtownsounds (Dublin / Irland) werden kommenden Samstag, den 05. März 2011, ihren zehnten Geburtstag feiern und haben sich dazu den für uns so eigenwilligen, zurückgezogen und nur für seine Kunst lebenden DJ und Produzenten Maurice Fulton eingeladen. Im Vorfeld dazu gibt's auf Fatty Fatty eine Podcast-Reihe, die sich dem Schaffenswerk des aussergewöhnlich versatilen Musikers annimmt. A must hear before you die!

Maurice Fulton - Appreciation Mix # 1 @ Fatty Fatty

Maurice Fultion Appreciation Mix # 2 @ Fatty Fatty


Versatil ist auch das Stichwort, das uns zum Urheber des nächsten Podcasts führt. Es ist der Wuppertaler Marcus Worgull. Zuletzt hat er auf Essens Label Mild Pitch einen Remix-Beitrag abgegeben, der schon jetzt hohe Begeisterungswellen schlägt. Dieser ist mit vielen anderen Tracks zu hören auf seinem Mix für die Buzzin' Fly-Radio Show. Tipp!

Marcus Worgull Buzzin' Fly Radio Mix - February 2011 by warmhq


Weiter geht's mit Tornado Wallace. Der Australier hat sich insbesondere durch seine Veröffentlichungen auf Delusions Of Grandeur einen Namen gemacht. Slow Motion House und mehr. Da er seit kurzem auf der Künstlerliste der Warm Agency steht, hat er für diese auch einen Mix angefertigt. Neunzig Minuten Dopeness!

Tornado Wallace - Warm DJ mix by warmhq


Delusions of Grandeur gestaltet seinen Internetauftritt sehr zurückhaltend. Facebook? Fehlanzeige. MySpace? Vorhanden. Aber wer treibt sich heute schon auf MySpace herum? Regelmässig gepflegt wird jedoch die hauseigene Podcast-Reihe. Für die letzte Ausgabe verantwortlich zeichnet Norm de Plume, DJ, Produzent und Gastgeber der Radiosendung. Check!

Norm de Plume - Delusions Of Grandeur - The February 2011 DOGCast


In das erweiterte Delusions Of Grandeur-Umfeld gehören auch Ali Herron und Graeme Clark, die beide zusammen als Ooft unterwegs sind. Ihr jüngster Streich? Ein Guest Mix für die Podcast-Reihe des Blogs Sloth Boogie. Discoid und slow-pitched. Schön!

SlothBoogie Guestmix #12 - OOFT! Swingin' Low Mix by SlothBoogieBlog

[Download unter Ooft - Swingin' Low Mix - Guest Mix @ Sloth Boogie]


Mit dem folgenden Mix zieht das Tempo wieder ein wenig an. Zusammengestellt hat ihn der französische DJ Léandre, dessen Mixtapes hier des öfteren einmal verlinkt werden. Keep-it-Deep ist Fan!

Motor by Leandre Dj


Dieser Tage hat Iron Curtis zusammen mit Edit Piafra unter dem Pseudonym Achterbahn D'Amour eine Platte auf Absurd Recordings veröffentlicht. Lohnt sich, da mal reinzuhören. Er ist es auch, der die Podcast-Reihe des Labels mit einem Beitrag fortführt. Mit Tracks von Broosk Mosher, Tin Man, STL oder Christopher Rau erwarten den Hörer dunkle Harmonien, treibende Basslines und hypnotische Grooves. Tipp!

Iron Curtis - Absurdcast #10


Ebenfalls sehr ernst nimmt Workshop-Mitglied Lowtec die Musik. Wie der geneigte Liebhaber seiner Musik weiss, macht er kaum Aufhebens um seine Person. Doch sein an der Oberfläche still erscheinendes Wasser ist basstief, und der Sogwirkung in die musikalische Unendlichkeit kann sich kaum einer entziehen. Deswegen sei auch vor diesem aus dem Jahr 2009 stammenden Mix gewarnt. Man will ihn wieder und immer wieder hören, und dass man darüber Zeit und Alltagsverpflichtungen vergisst, spielt keine Rolle mehr:

Lowtec low mix 041209 by lowtec


Auch Steffen Laschinski hat unter seinem Künstleralias Rising Sun immer wieder für Momente der Zeitverlorenheit gesorgt, wie sie nur im Zusammenspiel von Nacht und Musik erlebt werden kann. Eindrücklich vor Augen, vielmehr vor Ohren führt er dies auch in dem Mix "Trundholm Sun Chariot", für den ich eine absolute Hörempfehlung aussprechen möchte!

RISING SUN-Trundholm Sun Chariot Mix by Rising-Sun


Damit auch der Techno-Fan auf seine Kosten kommt, gibt's hier noch einen Mix von Peter van Hoesen, ein Mitschnitt seiner Radio Show für XT3 Techno Radio. Fast zwei Stunden - hab's aber immer noch nicht geschafft, ihn zu Ende zu hören, da ich kaum über das Intro hinauskomme :).

Peter Van Hoesen - Erupt! Guest Mix XT3 Techno Radio, Amsterdam - 19-02-2011 by R_co


English (short) version: the first paragraph of today's blog entry contains some considerations why plagiarism sucks. Some few principls of honesty and respect should be maintained. Well, on behalf of music, we serve you with some high quality mixes by Marcus Worgull, Tornado Wallace, Iron Curtis and Peter van Hoesen - among many others. Enjoy and have a splendid work week kick-off.