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Mixed up... (58)

http://30.media.tumblr.com/tumblr_lh6jmnWL0D1qggg66o1_500.jpg
Was für ein Wochenende. Reich an Ereignissen und Gefühlen, wie kaum eines in diesem Jahr. Die Tage und Nächte brachten Dinge zum Vorschein, die wohl schon lange Zeit tief in meinem Unterbewusstsein geschlummert haben und die nur zu einer ganz besonderen Tages- beziehungsweise Nachtzeit, nur in einer ganz bestimmten Personenkonstellation und unter dem Einfluss von Musik und dem dunklen Geheimnis der Nacht geweckt werden. Nach Zeit und Möglichkeit folgt dieser Tage noch ein kleiner Nachtrag. Zunächst jedoch wieder ein paar Podcasts, die ich euch wärmstens ans Herz legen möchte.



Den Anfang macht heute James Shaw alias Sigha. Der Brite eroberte letztes Jahr mein Herz mit "Rawww". Dieser Track, diese EP, überzeugte sowohl aus dem Blickwinkel des Bassmusik-Enthusiasten als auch von einer (Dub)Techno-Perspektive aus betrachtet. Für den Fabric Blog hat er vor etwas mehr als einem Jahr einen Roots & Influences-Podcast eingespielt. Diesen habe ich jedoch erst jetzt gehört. Die nachwochenendliche Stimmung verlangte nach Sounds von The Velvet Underground, Aphex Twin und LFO. Tipp!

Sigha - Influences Mix for Fabriclive @ official.fm

[Einen elektronisch-technoiden Weg schlägt Sigha dagegen in seinem SSG Special Mix ein. Check!]


Eric Cloutier, Resident der New Yorker Techno-Institution The Bunker, knüpft mit seinem Dub Techno-Mix an die Insichgekehrtheit, Melancholie und bleierne Düsternis von Sighas Influences-Podcast nahtlos an. Lange, weiche Dubwellen, subsonische Bassenergie. Gross!

Eric Cloutier - Dub Explorations by eric cloutier


Den Tonabnehmer in die Hand geben könnte Eric Cloutier auch 19.454.18.5.25.5.18. Aufmerksame und musikbegeisterte Internetnutzer werden ihn, der bereits für Frozen Border / Horizontal Ground ein paar Techno-Tracks produziert hat, noch von seinem Resident Advisor Podcast her kennen. Hat ja dort für einige über die Musik hinausreichende Kommentare gesorgt. Auf Slash Dot Slash im Vergleich dazu sehr beschaulich ab. Der Techno des DJs/Produzenten ist jedoch auch für diesen Podcast direkt und roh-industriell.

Slash Dot Dash Podcast 003: 19.454.18.5.25.5.18 by Slash Dot Dash


Zum musikalischen Konzept einer Bunker-Clubnacht würde meines Erachtens auch sehr gut die Züricherin Eli Verveine passen. Vor ein paar Tagen erschien ein Beitrag von ihr für die russische Online Radio Show Kapterka. Anzuhören entweder dort, auf der Soundcloud der Kapterka Show, oder bei Eli Verveine:

Kapterka Radio Show by eli verveine


Cassy, Panoramabar-Resident, hatte im Februar diesesn Jahres einen Gig in Italien, und zwar in dem berühmt-berüchtigten Florentiner Club Tenax. Aus Promo-Gründen gab es auf Soundwall, einem italienischsprachigen Online-Musikmagazin einen Podcast. Dieser treibt sich seit wenigen Tagen zusätzlich zu iTunes auch auf irgendeiner Soundcloud herum. Da Cassy im April vergangenen Jahres das Basler Presswerk besucht hat [und ich mit der Aggressivität manch eines Nachtschwärmers nicht zurecht kam], heisst es bei diesem Podcast für mich: Augen schliessen und in Gedanken diesen Abend ohne Techno-Prolls Revue passieren lassen.

Cassy - soundwallpod39 by nightclubber.ro



Mit den folgenden Mixtapes geht es wieder etwas gemächlicher zur Sache. Das verlangsamte Tempo sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Basskraft, Rhythmus, Melodien und Harmonien der Tracks eine schon fast libidinöse Energie freisetzen. Auftakt dazu macht der Leipziger Ron Deacon. Seine Beiträge zu Platten auf Workshop Records oder Farside Records sind euch ja bekannt. Anhören. Mix und Platten:

Ron Deacon in da 116 Bpm Disko mix by Ron Deacon


Auch von Farside Records her bekannt sein dürfte Paskal, der für dieses Label gemeinsam mit Urban Absolutes die "Need Love EP" produziert hat. Sein Deeply Sunday Mix lässt sich auch an anderen Tagen hören. Check:

Paskal-Deeply Sunday Mix 14 by Paskal !


Rob Heenan war letztens auch wieder einmal aktiv. Bestechende Auswahl, feinfühlig arrangiert, top Mix:

Deep n' Raw by robheenan


Tolle Auswahl auch bei Jochen Otto aus Berlin in seinem 354mix. Bin letzte Woche aus reinem Zufall darauf gestossen. Seitdem total angetan von diesem Mixtape. Highyl recommended!

354mix by jochen otto


Mark E wird mit Stone Breaker bald sein erstes Album auf Spectral Sound veröffentlichen. Sein Stone Breaking Mix, veröffentlicht in der vergangenen Woche, darf hier auf keinen Fall fehlen:

Mark E Stonebreakin' Mix by warmhq


Das frühlingshaft warme Wetter dieser Tage lädt ein zu sportlicher Betätigung im Freien. Wer auch dabei nicht ohne Musik kann, für den haben die Jungs von Sleazy Beats einen Mix mit "Music For Serious Jogging" aufgenommen. Viel Spass, beim Hören wie beim Joggen:

Sleazy Beats - Music for Serious Jogging Volume 3 by SleazyBeats



English (short) versions: today we feature mixes with dark, industrial, raw and dubby techno and house from an anonymous Horizontal Ground / Frozen Border artist, Eric Cloutier, Eli Verveine and Cassy. Then, we go on with (deep) house and sleazy slow-motion disco flavours arranged and mixed by Ron Deacon, Paskal, Mark E and a few other music enthusiasts to discover. Enjoy!

Mixed up monday (44)

http://www.flickr.com/photos/fugue/31636035/
Zunächst die übliche Wettervorhersage: Regen, Schneeregen, und nachts womöglich überfrierender Regen. Die Schönwettergänger werden zuhause bleiben. Beste Voraussetzungen für ein entspanntes tageins. Davor wie in den Wochen zuvor ein paar handverlesene Mixe beziehungsweise Sets.

Mix der Woche ist unbestritten der "Diamonds and Pearls"-Mix von Oliver Kargl alias Rndm. Download ist leider nicht möglich - oder ich hab's bis heute nicht geblickt, wo und wie man ihn sich auch für tägliche oder nächtliche Spaziergänge sichern kann. Anyway. Anhören ist Pflicht (und vielen Dank an Gunther von Monday Edition für den Hinweis).

RNDM mix for DNP by dnp-music.com


In der vergangenen Woche gab's auf Whatpeopleplay einen Podcast von Roman Flügel, der in diesem Spätherbst mit zwei EPs auf Dial ("How To Spread Lies") und Running Back ("La Paloma") die Herzen zahlreicher DJs und Musikliebhaber wieder einmal für sich gewinnen konnte. Check:
#38 | That's Roman Flügel! Whatpeopleplay Mix Podcast by whatpeopleplay


Roman Flügel ist auch Protagonist des folgenden Sets. Mitte November stand er gemeinsam mit Soulphiction an den Decks des Robert Johnson im Rahmen der Veranstaltung Electric Friday. Dieser Auftritt wurde aufgezeichnet und auch über Red Bull Music Academy Radio zugänglich gemacht. Da dort leider nur als Stream, verlinke ich auf den Soundcloud-Account von Rico Passerini alias r_co:

Roman Flügel Live @ Electric Friday, Robert Johnson - 19-11-2010 by R_co


Soulphiction aka Jackmate Live @ Electric Friday, Robert Johnson - 19-11-2010 by R_co


Deutlich getragener, ruhiger lässt es Patlac in seinem "@ it's deep radio"-Mix. Schön!

@ it's deep radio by patlac_sets


Ali Tillet von Warm Music hat wieder einmal den SloMo-Houser Mark "E" Evetts zu Gast. Sein Mix wird wie gehabt aufmerksam mitverfolgt und analysiert. Verständlich. Die Mischung aus alt, neu, noch unveröffentlicht ist einfach zu gut!

Mark E Mix November 2010 by warmhq


Für das Label Wolf Music Recordings stand vor einiger Zeit der (mutmassliche Neuzugang) Fantastic Man aus Australien an den Turntables. In seinem Pod- oder vielmehr Pawdcast mischt er jede Menge discoid housey stuff ab. Fein!

Fantastic Man Wolf Music Pawdcast. by Fantastic Man


Diesen steht in nichts nach der (Wahl-)Berliner Späk, dessen Mix "There's Nothing To Do Yet" schon seit einiger Zeit ein treuer Begleiter auf meinen Irrwegen durch Freiburg ist. Zum weiterempfehlen geeignet:

theres nothing to do yet...mix by späk by späk


In der vergangenen Woche erreichte mich der folgende Mix auf der blogeigenen Facebook-Seite. Selbstpromotion kann man ja durchaus machen, vor allem, wenn der Mix dann Tracks von unter anderem Soundstream, John Roberts, Kassem Mosse / Gunnar Wendel oder Black Jazz Consortium enthält. Reinhören!

Waitin' For That Deeper Love by j.Ivan


Abschliessen möchte ich mit dem November-Promo-Mix des Niederländers Micha Venderbos. Aus Zufall bin ich im Frühsommer diesen Jahres über einen Mitschnitt von ihm gestolpert, in dem er sich durch alles mögliche zwischen (Deep) House und (Detroit / Dub) Techno gespielt hat. Fand ich damals sehr schick, genauso wie den bereits erwähnten Promomix. Check:

Micha venderbos - promomix november 2010 by michavenderbos


Das war's auch schon für heute. Nächste Woche wieder mehr. Viel Spass damit!


English (short) version: It's raining cats and dogs on this monday evening. I don't feel like going out tonight, but these weather conditions provide a calm and laid-back tageins (a monday night club event in Freiburg) tonight without those fair-weather club goers. To warm up at home or to feed your []pod, check out the following mixes compiled and recorded by artists like Rndm, Roman Flügel, Soulphiction or Mark E.

Francis Inferno Orchestra - Meet Me In Salt Lake City

Under The Shade, das Label von David Griffiths, weiss mit vorzüglichen Releases zu erfreuen. Seit "Ipso Facto" von Sam Williams alias Chamboche erscheint es regelmässig auf meinem Radarmonitor. Ob der Gehäuftheit des Labelausstosses ist es auf diesem Blog allerdings ein wenig untergegangen. Will schreiben: die einzelnen Trackpakete konnten nicht immer zeitnah berücksichtigt werden. Dementsprechend dient die Nr. 19 des Labelkataloges dazu, die Gedanken einmal über die zurückliegenden 12" schweifen zu lassen.


In den vergangenen beiden Jahren hat David Griffiths einer ganzen Reihe Künstlern, die einem breiteren Publikum weitgehend unbekannt waren, eine Plattform geboten, die zwischen dem Noch-Underground und einer ersten deutlichen Marktposition vermittelt und diese auch nachhaltig ausbaut. Im Falle eines Chamboche ist ihm das sehr gut gelungen. Im Hinblick auf Talentsuche und -förderung gebührt ihm, wenigstens die italienische Szene betreffend, ein "Neuland-Award" zugesprochen, verhalf er doch Projekten wie Mushrooms Project oder The Heels Of Love zur Stärkung und Stabilisierung ihres Wirkungsbereiches. Jede 12" für sich genommen war und ist eine gute Produktion, die sich am klassischen Diskokonzept orientiert. Gesang mit Falsett-Anleihen, der - wir wissen es spätestens seit diesem ausgezeichneten Artikel in der Neuen Züricher Zeitung - die Tracks mit dem rauschhaften Charakter dionysischer Orgien versehen möchte; Bass und Melodien mit passgenau eingefügtem Acid-Implantat, ummantelt von einer künstlichen Club-Patina, die auch ein Laie sehr leicht erkennen kann. Was mir bisher jedoch gefehlt hat (die beiden 12" von Mark E einmal aussen vor gelassen): ein Geschmackserlebnis, das sich nicht so schnell verflüchtigt, wie man es auch von Kaugummis mit Pfirsichgeschmack kennt oder den gerne im Vorfeld der Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen aufgetischten exotischen Früchte. Farbreichtung, Formenvielfalt, alles gegeben, doch die daraus abgeleitete Vorstellung deckt sich nicht mit dem tatsächlichen Erleben. Aber vielleicht bin ich da auch ein wenig zu erwartungssensibel. Wobei: der Runaway Remix für Chamboches "Closer" ist nicht zu unterschätzen.

Anyway. Bevor das Label die Zwanzig erreicht, erscheint das Francis Inferno Orchestra aus dem australischen Melbourne mit einer 12", an der es nicht zuletzt auch aufgrund der beiden Remixe von Soul Clap und Eddie C kein Vorbeikommen gibt. Die australische Szene rückt ja seit einiger Zeit stärker in den Fokus unserer Aufmerksamkeit mit Releases von Andy Hart, Mic Newman, Lewie Day alias Tornado Wallace und eben Griffin James unter seinem Francis Inferno Orchestra-Nick. Mit "So Divine" auf DiKSO hatte er mich vor einiger Zeit schwer beeindruckt - ganz gewiss keine einmalige Verpuffung. Auf "Under The Shade" lädt der Australier zu einem Treffen in Salt Lake City ein.

"Meet Me In Salt Lake City" - so lautet das Thema seiner 12". Griffin James alias Francis Inferno Orchestra bedient sich hierfür bei House und Disco. Den knackigen Funk dieser Genre - unterstützt durch britzelnde Claps - vermengt er auf dem Titeltrack seiner EP mit jeder Menge verzwirbelter Effekte, wie Champagner fein perlender Sounds und entspannt federnden Klavierakkorden, die eine Nachmittagsstimmung an Bord eines Kreuzfahrtschiffes vermitteln. Barpiano, ein weisser zerknitterter Leinenanzug und der erste Longdrink des Tages. Ein Song, der möglicherweise auch die sprichwörtliche Mormonenstrenge der Stadt Salt Lake City ausheblen könnte.

Als Remixer erscheinen die Bostoner Soul Clap-Jungs sowie der Kanadier Eddie C. Zu letzterem schreibe ich nur noch wenig, denn Edward "Eddie C" Currelly spielt sowieso in einer anderen Liga. Sein Remix scheint aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Welt zu stammen, und beinahe wage ich zu behaupten, dass er in seiner Kindheit einen magischen Sternenstaub eingeatmet hat, der es ihm ermöglicht, die Grundcharakteristika eines Tracks beizubehalten, und dennoch ein Mehr an sexueller Spannung in seine Remixe einzubauen.

Bleibt noch "Me And You" - unglaublich schiebend, rauschhaft-orgiastisch trotz des eher gemächlichen Tempos. KILLER!!!

Me and You (Original Mix) by Francis Inferno Orchestra


English (short) version: Australian Griffin James a.k.a. Francis Inferno Orchestra with a 12" on Under The Shade records. He goes through House and Disco with ease like butter on hot toast. Comes with a remix by Boston based Soul Clap crew and Eddie C who, again, gives further proof of his extraterrestrial producing skills! HOT!


Mehr im Web:

Francis Inferno Orchestra @ MySpace
Francis Inferno Orchestra @ Soundcloud
Francis Inferno Orchestra - Guest Mix @ Back And Forth
Under The Shade @ Facebook
Under The Shade / Jisco @ MySpace
Under The Shade

DiKSO Podcast 07 - The Francis Inferno Orchestra by DiKSO Edits

Mixed up ... (40)

http://wordpainting.tumblr.com/post/1431211579
Woran liegt es nur, dass ich seit kurzer Zeit so unmotiviert bin, was das Nachtleben anbelangt? Ist es eine Übersättigung, welche Langeweile und Unzufriedenheit entstehen lässt? Das Fehlen von Herausforderungen? Ganz bestimmt nicht, an letzteren mangelt's derzeit fürwahr nicht. Vielleicht ein wenig die Schnauze voll von Club? Mag sein. Auf ein unausgesprochenes "Früher-war-alles-besser"-Lamento darf man dies jedoch nicht zurückführen. Zum einen steh' ich nicht auf solche Sätze, zum anderen war früher gar nichts besser. Nur fällt die Bewertung der Dinge aus der Jetztperspektive ein wenig anders aus. Ein aufkeimender Überdruss an der Musik? Gott bewahre! Dazu liegt derzeit einfach zu viel Gutes - gehört / ungehört - bei mir herum. Das Christopher-Rau-Album, jüngst erschienen auf Smallville, soll dem Vernehmen nach ein eleganter Herbsttraum sein. John Roberts' "Glass Eights" fährt immer noch gut rein, und jenseits der Scheuklappen wartet noch so viel mehr, das danach lechzt, entdeckt zu werden.


Wer mir beim Ablegen der Scheuklappen über die letzten Jahre hinweg treu zur Seite stand, ist der Kerl, der das Blog I Love Okra betreibt. Wahnsinns Mixe, die er da regelmässig veröffentlicht, eine Schnittmenge von Jazz, abstrakter Elektronika-Musik, Soul, Funk, Disco, House und Techno, und stets feinsäuberlich mit Discogs-Link. Der neueste Mix, veröffentlicht am 21. Oktober 2010, ist auch wieder eine Offenbarung. Hier geht's zum Download, und die Tracklist liest sich folgendermassen:

1) Theo Parrish - "Somethin" from Somethin/Invocation 12" (Sound Signature)
2) Black Renaissance - "Black Renaissance" from Body, Mind and Spirit (Luv N' Haight)
3) Jahari Massamba Unit - "Nightime" from Madlib Medicine Show No. 7: High Jazz (Madlib Invazion)
4) Spirits Rejoice - "Joy" from Next Stop...Soweto Vol. 3: Giants, Ministers and Makers: Jazz in South Africa 1963-1978 (Strut)
5) Crue-L Orchestra - "(You are) More Than Paradise (Theo Parrish Translation Long Version 1)" from (You are) More Than Paradise 12" (Crue-L Classics)
6) Actress - "Always Human" from Splazsh (Honest Jon's)
7) Keith Worthy - "Rockit Science (The Deeptroit Deepstrumental)" from Moments in Rhythm Vol. 2 12" (Aesthetic Audio)
8) Black Bottom Collective - "Invocation (Theo Parrish Remix)" from Somethin/Invocation 12" (Sound Signature)


Etwas düsterer, dunkler und härter zur Sache geht's in einen Mix, den ich auf Testindustries ausgegraben habe. Jede Menge Seldom Felt, Sandwell District, Frozen Border, Horizontal Ground & Co - eine Zusammenstellung der (besten) sogenannten anonymen Techno-Platten: Faceless Nation - Anonymous Techno Mix @ Testindustries.


Mit einer wunderbaren, den Titel "The Acid Disco" tragende Mix-Reihe versorgt uns Simon Keat aus Liverpool. Alt und neu, Musik quer durch alle Genre hindurch, trifft und vereint sich. Von Jean Luc Ponty über die Rolling Stones bis hin zu Tom Trago und Kyle Hall. Grossartig. Unbedingt anhören:

The Acid Disco Volume 1 by Simon Keat


The Acid Disco Volume 2 by Simon Keat


Simon Keat - The Acid Disco Volume 3 by Simon Keat


Wann war es? Mitte der vergangenen Woche, da versorgte der Siegener Boris Hotton seine Anhängerschar mit einem Podcast für das Frankfurter Label Homemade Records. Muss man gehört haben!

HMPod02 - BorisHotton by HMPod


Genauso auch, was der Pariser DJ Léandre vor rund drei Wochen zum Anhören und Geniessen zur Verfügung gestellt hat. Zwei Tribute-Mixe, die den Produktionen des Detroitr Keyboarders und Produzenten Niko Marks huldigen. Worth to check:

TBWONM 1 by Leandre Dj


DJ Léandre - Tribute To Niko Marks - Volume 2


Ein weiterer Tribute Mix findet sich auf djmix.fm. Er nimmt sich vornehmlich der Produktionen aus dem Basic Channel-Umfeld an. Hier einmal die Beschreibung:

With the recent resurgence in interest in dub techno, it seems like a fitting time to revisit the works of the godfathers of the genre. Despite legions of imitators, Basic Channel remain the undisputed masters of this subgenre, and certainly one of the most influential techno groups of all time. Nat Alexander offers up this DJ mix featuring several classic Basic Channel-affiliated tracks, including a rare collaboration with Juan Atkins as Model 500. He also throws in several tracks from newer artists that owe a clear debt to the group, such as Pole and Redshape.


Und hier nun der Mix: Nat Alexander - Basic Channel Tribute Mix.


Und zum Schluss noch Victor Aguinaga alias Chicagodeep mit einem äusserst langsam gehaltenen Mix. Dope Shit!

The 110bpm Beatdown Mix by chicagodeep


English (short) version: Enjoy our this weeks belated edition of "Mixed up monday" spanning the width and breadth of dance music by kicking off with a Jazz-Soul-Funk-Disco-Affair by the guy behind "I Love Okra" and finishing of with a slow-pitched deeper-than-deep mix by Victor Aguinaga a.k.a. Chicagodeep.

Termine im Oktober

Und wieder ist ein Monat rum. Wir schreiben nun Oktober. In Freiburg wird es, da Semesterbeginn und mit Universität, Pädagogischer Hochschule, mit sowohl Evangelischer als auch Katholischer Fachhochschule und einer Musikhochschule an weiterführenden Bildungseinrichtungen nicht gerade arm, wieder mehr als ausreichend Semestereröffnungs- und Studiparties geben.

Nun will ich ja niemandem seinen Spass verderben. Doch für mich gehörten und gehören auch heute noch Parties, auf denen ich zur Begrüssung einen Plastikbecher mit einer giftgrün oder girliepink schillernden, pappsüssen und nach künstlichen schmeckenden Flüssigkeit, in der ausserdem noch ein paar Dosenobststückchen herumschwimmen, mit das Unerträglichste, was es an 'gesellschaftlichen Anlässen' so gibt. Gespielt wird, ab Laptop oder ab zum Teil schon verkratzter CD's 'Musik zum mitsingen', Fetenhits, Partypower und Schlagermix, Songs der 80er und 90er, zu denen die anwesenden Mädels das erste Mal einen Jungen geküsst oder mit ihren besten Freundinnen, in der Jugenddiskothek dazu abgetanzt haben (während zuhause die grosse Schwester mit Schrecken feststellt, dass ihre Makeup-Töpfchen geplündert wurden).

Ein wahrer Albtraum! Dieser erfährt jedoch noch eine Steigerung, wenn man auf eine Feier eingeladen ist, und sich zunächst eine schwere eisenbeschlagene Eichentür öffnet, die keinerlei Abnutzungs- und Gebrauchsspuren aufweist, und man einem milchgesichtigen, schüchtern lächelnden Kerl eine Steintreppe entweder hinab in einen Gewölbekeller oder hinauf in einen weiträumigen hohen Holzsaal folgen muss, in welchem sich Seiten- oder Mittelscheitel tragende Fatzke in Couleur aufhalten. Ganz zu schweigen von den Zigarre rauchenden 'Senioren', denen nur dann ein leises Lächeln über ihr Gesicht huscht, wenn man speichelleckerisch ihre 'Leistungen' bewundert. Oder bewundern muss, denn in solchen Korporationen wird ihnen eine nahezu gottgleiche Stellung eingeräumt. Wohl dem, der sich schon anderweitig verplant hat!



In Freiburg zeigt sich der goldene Monat des Herbstes - bis jetzt - weitaus grauer als erwartet. Eine neue Elektrotanzveranstaltung wird es geben - dann also doch lieber auf'ne Studi-WG-Party. Diese kostet wenigstens keinen Eintritt, und man kann auch noch sein Lieblingsbier mitbringen.


Die Veranstaltungsreihe Somebody Scream legt eine Pause ein, da einige Stamm-DJs des Drifter's ihren Geburtstag feiern und eine Clubnacht zugesagt bekommen haben. Auch Rainer Trübys Root Down ist erst wieder für November angedacht, so wie's aussieht, mit Richard Dorfmeister.


Ein Grund zu Feiern ist jedoch am kommenden Freitag, den 08. Oktober 2010, das dreijährige Bestehen der Deep Station. Ricordo, der Mitgründer dieser kleinen feinen Veranstaltungsreihe, ist wieder zurück in Freiburg, sein Partner in Crime, Kowski, ist hochmotiviert, und daher wird das Pflichttermin für alle, die (Deep) House, (Detroit) Techno, Neuveröffentlichungen und Klassiker, zu schätzen wissen.


In der Jackson Pollock Bar spielen am Samstag, den 09. Oktober 2010, Hendrik Vogel, und drei Wochen später, am Samstag, den 30. Oktober 2010, Hike a.k.a. Whatman. Dieser hat übrigens auf Soundcloud einige dufte Mixe am Start. Checkt die doch einmal aus: Hike a.k.a. Whatman @ Soundcloud.


Ansonsten weiss ich selbst nicht allzu viel. Monika Kruse und Matthias Tanzmann, unterstützt von Freiburgs Minimalelektrotech-Franktion, schon am morgigen Samstag in der Alten Güterbahnhofshalle. Die Headliner spielen jeweils von 02 bis 04 Uhr. Das war's dann auch schon.



Zu Karlsruhe habe ich noch immer keinen Draht, da muss ich einmal stärker die sozialen Netzwerkplattformen in Anspruch nehmen, um aus dieser Stadt Events aufschreiben zu können. Ein Hinweis jedoch: am Samstag, 09. Oktober 2010, gibt sich Robag Wruhme die Ehre im Gotec. Wusste gar nicht, dass er jetzt als "Wighnomy Brother a.k.a. Robag Wruhme" unterwegs ist - bisher dachte ich stets, dass er ausschliesslich als Robag Wruhme touren würde...



Stuttgart gibt Gas wie eh und je, kaputt raven ist schwer angesagt, auch ausserhalb der Clubs. Leider!

Die Jungs von Thursdays Don't Suit Very Well werden öfters einmal zum Einsatz kommen, unter anderem am Freitag, den 08. Oktober 2010, wenn sie gemeinsam mit Self Service Open Art Space zur Belle Etage laden.

Ende des Monats wird in der Schwabenmetropole hoher Besuch aus Hamburg eintreffen. Phillip Sollmann alias Efdemin beglückt die Climax Institutes und bekommt tatkräftige Unterstützung durch den Local Moritz von Pein.



Auf der Südseite des Naturpark Schönbuch, in Tübingen also, werden sich ähnliche Szenarien abspielen wie in Freiburg. Denn das kleine Neckarstädtchen ist ebenfalls ein starker Studi-Magnet. Dennoch lädt DJ Mirano ins Mancuso zur Gimme Shelter, am Samstag, den 09. Oktober 2010, und vierzehn Tage später kann mit Don Jorge auf den Spuren von David Mancuso gewandelt werden. Ob die Jungs von Bumm / Tschack etwas veranstalten, ist mir derzeit noch nicht bekannt.



In Basel treffen in diesem Oktober einige interessante und namhafte Acts ein. Gleich morgen, Samstag, den 02. Oktober 2010, Carl Craig auf dem Schiff.

Tage später, am Freitag, den 08. Oktober 2010, Mark E im Schlachthof. Support kommt von Timnah Sommerfeldt. Keine vierundzwanzig Stunden nach dieser Veranstaltung werden im Nordstern schwere Geschütze aufgefahren. Eli Verveine, Move D und Tobias (live), an der Seite einiger Residents. Kann und darf man sich nicht entgehen lassen.

Für alle, die etwas mehr auf "Bäng!" stehen, lässt das Nordstern an den darauffolgenden Wochenenden Loco Dice, Guido Schneider und Martin Landsky auf die Feiermeute los, genauso wie Ende Oktober die Macher des Gelbes Billett mit Onur Özer aufwarten. Und ins Atlantis kommt der New Yorker Willie Graff.

Ach ja, und einen Besuch auf dem Shift Festival sollte man ebenfalls einplanen. Matthew Herbert, das Moritz von Oswald Trio, u.v.m.



Für die Stadt Zürich sollte ich mir ein kleines Kämmerchen zur Untermiete suchen, denn allein in der Zukunft werden sich jede Menge Plattenleger und Live Acts abwechseln, die ich alle sehr gerne ein erstes Mal oder wiederholt mir anhören möchte. K-Alexi, Trus'Me, A-Mochi (live), Harmonic313 (live), Ark (live), Dor, XDB, und...am Freitag, den 29. Oktober 2010: Patrice Scott UND Keith Worthy. Auch das Cabaret bietet jede Menge elektronisches Spektakel.


Das war's dann auch schon. Wenn ihr Termine habt, von Geheimtipps wisst, ab in die Kommentare damit.


English (short) version: I can't stand those student parties where you are served cheap drinks that cause painful hangover headaches in those who are - normally - hangover-free and where you are exposed to chart-breaking music. This is heart breaking and absolutely nauseating. But it can be topped by being guest at a student's frat party. Hail to those who already know where to spend their weekend nights and money on. If not, check out the dates listed above - at least, the artist's won't disappoint, for sure, and it is up to you to rock the floor.

Mark E - Nobody Else

"Just another deep house tune", lediglich ein weiterer Track aus der Deep House-Ecke, hatte in der vergangenen Woche ein aufmerksamer Mitleser meiner Facebook-Seite zum Ausdruck gebracht, als ich auf die neue 12" auf Running Back hingewiesen und meine Freude darüber mit einem "Mark E. 'Nuff said" dargetan hatte.

Ich gebe zu: nimmt man höchst kritisch Stellung zu der Gesamtentwicklung (meinetwegen auch: Nicht-Entwicklung) in Sachen (Deep) House, liegt diese Äusserung nahe. Färbt man seinen Blick auf (Deep) House obendrein mit der Farbe des Kulturpessimismus, weiss man von vornherein: im Jahre 2010 sind alle House-Traditionen verbraucht, sind alle Anleihen und Zitate an die Achtziger, die Neunziger und - meinetwegen - bereits die Nuller Jahre abgenutzt. Ich selbst hingegen habe ein etwas entspannteres Verhältnis zu Neuerscheinungen. Eine Klage über den Niedergang, den Verfall, die Auflösung, den Stillstand in Sachen elektronischer (Club-)Musik fast schon standardisiert. Auch hier liesse sich anmerken, dass lediglich der althergebrachte Repertoire-Schatz erneut zu Tage gefördert würde. Dass es sich dabei allerdings auch um eine - äusserst streitbare - Geschmacksfrage handelt? Zugegeben! Diese stellt eine persönliche Wertung dar, ist rein rational nicht nachvollziehbar, und schon gar nicht justiziabel. Sei's drum.


Nun aber zurück zu "Nobody Else", diesem "another deep house tune". Auch in diesem Jahr ist Gerd Jansons Label Running Back erste Anlaufstelle, wenn es um Quality Music geht. Waren es 2009 die Releases von DPlay, Jacob Korn oder Tensnake - all killer! -, weitete sich in diesem Jahr der Veröffentlichungshorizont ein weiteres Mal. Platten von Rezkar, Databoy78 mit Lexx Remix und Mim Suleimans Album "Tungi", hinter welchem der unübertrefflich grosse Maurice Fulton als Produzent steht. Und nun also wieder, nach 2006 und 2008 Mark Evetts aus Birmingham wieder zu Gast auf Running Back. Seine Fingerfertigkeit und Fähigkeit, hypnotische mid / low tempo House Grooves zu erzeugen sowie sein geschulter Blick auf Disco-taugliche Soundtexturen und Klangschichten sucht meiner Meinung nach ihresgleichen. Vielmehr muss man zu "Nobody Else" auch gar nicht (mehr) schreiben. Anhören. Kaufen. Spielen. Tanzen.

RB025 Mark E Nobody Else Running Back by erd


English (short) version: Mark E with another stellar release on Running Back, an imprint that regularly captivates my attention with its very broad horizon of nowaday's club music. On "Nobody Else", Mark E does what he knows best: creating hypnotic mid-tempo grooves with house and disco elements that unfold subtle layers of energy the longer you play them. Grande!


Mehr im Web:

Mark E @ MySpace
Merc Music
Running Back Records @ MySpace
Mark E @ Beats In Space (August, 2010)

Mark E - Train Wreck Mix @ RBMA

Mixed up monday (32)

http://sotona.tumblr.com/post/991381795/clutchy-hopkins
Während ich den heutigen Eintrag verfasse, höre ich den neuesten Beitrag für die Bugged Out Presents: Suck My Deck-Reihe. Ihn erbringt die britische Formation Friendly Fires. Nun machte und mache ich keinen Hehl daraus, dass sich mir die kompositorischen Verschmelzungen von Indie-Pop, Rock, (Post-)Punk, Disco und Elektro, die bunt schillernden Genre-Amalgamisierungen der Neunziger- und Nullerjahre nur schwer erschliessen. Da ich jedoch gerne meine Scheuklappen ausziehe und Neues entdecken möchte, habe ich mich einmal an diese im September erscheinende Compilation herangewagt. Den Ausstieg aus straighten House-Sets, welche allerhöchstens mit ein wenig Disco (Edits) angereichert sein dürfen, und den Einstieg in die jüngste Ausgabe dieser Compilation-Serie, für die bereits DJs wie Ivan Smagge, Damian Lazarus oder Simian Mobile Disco eine Vielzahl Tracks zusammenwarfen, erleichterte der Blick auf die Tracklist, der mit Redshape, Boo Williams, Round Two, Tom Trago, Azari & III, auch ganze Reihe Material von Produzenten enthält, die ich in höchstem Masse schätze. Und der Remix des Gomma-Labelchefs Munk für "You'll Disappear ist richtig dick. Ich weiss, ich weiss, der ist schon 'ne ganze Weile veröffentlicht, aber da ich mich der Releases auf Gomma & Co. nur höchst selten annehme, ist dieser Track eine wahre Entdeckung für mich.


Länger möchte ich mich jedoch nicht bei dieser Mix-Compilation aufhalten. Da ich der Ansicht bin, dass hin und wieder auch ein wenig Education sein muss, beginne ich die heutige Umschau mit einem Mix, den Juju & Jordash für Nitzan Hermons Fine Art Recordings aufgenommen haben. Jazz is the teacher, das wissen wir alle. Vielen Dank für diese Lehrstunde!

Juju and jordash Jazz mixtape by nitzanfineart


Die Fortsetzung des oben angerissenen Bonmots kennen wir alle nur zu gut. Funk is the preacher, lautet sie. Im nächsten Mix dreht sich alles um den Funk, von dem manch ein Werk dreier Bands der - vornehmlich - Siebziger Jahre eine ganze Menge beinhaltet. T-Connection, Pockets und Pleasure - eine Werkschau dieser drei Formationen halten die Betreiber von Rhythms In Black Satin bereit, deren Claim nicht besser gewählt sein könnte: "The Taste Of Music, To Satisfy Your Soul". Here you go: RIBS TPTD: T-Connection, Pockets & Pleasure.


Funk, Soul, Disco, die Ausdifferenzierungen und Weiterentwicklungen dieser Genre stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, welche in regelmässigen Abständen vom Kölner DJ Chesney ausgerichtet wird: Yaki Soba Disco Soul. Im Herbst letzten Jahres war die Bernerin Princess P dort zu Gast, im April diesen Jahres der Züricher Kejeblos. Die Sets der beiden, zumindest einen Ausschnitt davon, gibt's auf play.fm zum anhören. Worth to check:

Ehrenfeld-Hopping @ Café Franck w / Princess P & Chesney
Ehrenfeld-Hopping @ Café Franck w / Kejeblos & Chesney


Wieder zurück zu Nitzan Hermons Podcast-Reihe für sein Label Fine Art Recordings. Vor gar nicht allzu langer Zeit stand hierfür der junge morriSoul an den Decks, der auch schon für Keep-It-Deep einen Mix gebastelt hat. Check him out:

Morrisoul Guest Mix by nitzanfineart


Mark E, einer der Slow Motion House- und Disco Edit-Granden unserer Zeit wird am Freitag, den 08. Oktober 2010 in Basel zu Auflegezwecken eintreffen. In der vergangenen Woche hat er einen kleinen Beitrag für Tim Sweeneys Beats In Space-Radio Show abgeliefert. Zur Einstimmung auf Oktober, und überhaupt: Mark E @ Beats In Space # 535.


Rozzo und Serafin, die Mountain People, haben in der vergangenen Woche, am Mittwoch, den 25. August 2010, ein Set für die Sommer Session des Züricher Stadtradios Rundfunk.fm gespielt. Toller Mix. Wird genauso mein ständiger Begleiter, wie ihr Mix aus dem Jahr 2007.

MountainPeopleAtRundfunk.fm 2010-08-25 by mountainpeople


Der französische DJ Léandre hat über's Wochenende ebenfalls einen neuen Mix veröffentlicht. Wie jedes Mal eine Entdeckungsreise. Anhören!

L DJ by Leandre Dj


Zum Abschluss gibt es noch ein paar Audio-Kostbarkeiten, die auf den Unmengen an Blogs zu finden waren. Beginnen wir mit Another Night On Earth. Der Angeleno Jonathan Lastra alias JDisco, Mann hinter Top Shelf Records hat die neueste Ausgabe der Press Play-Serie eingespielt. Kann ich nur empfehlen: Press Play # 39 w / JDisco.


Auf Cosmic Boogie findet sich ein ganzer Mixreigen unter der Überschrift "Liverpool Disco Mixes". Gavin Kendrick, Ste Edge und Adam Heliwell haben über den Monat August je einen Mix abgeliefert. Disco oder nicht, spielt keine Rolle.


Und um den heutigen Eintrag wieder mit einer kleinen Erziehungseinheit abzuschliessen: die Betreiber von Choice Cuts haben eine Mix-Reihe unter dem Titel "Each One Teach One" ins Leben gerufen, die sich Klassikern des Hip Hop widmet. Drei Tapes sind bisher erschienen, und ich bin der Ansicht, dass man diese gehört haben muss. This is essential shit!

Choice Cuts - Each One Teach One Part 1 - Black Sheep

Choice Cuts - Each One Teach One Part 2 - Main Source

Choice Cuts - Each One Teach One Part 3 - Digable Planets.


English (short) version: my today's mix selection will serve you with a handful "educational mixtapes". A jazz tape that was compiled and recorded by Juju & Jordash, three hip hop tribute mixes that showcase classic cuts by Black Sheep, Main Source and Digable Planets and another podcast which is featuring funk and soul bands Pockets, Pleasure and T-Connection. Jazz is the teacher, funk is the preacher - who could forget this maxim?! Besides those doper than dope mixes you'll find some disco and house, carefully selected and arranged by still underground artists like morriSoul or well known jocks like slo-mo house don Mark E or Rozzo and Serafin under their Mountain People moniker. Have fun with those tapes!

Mixed up...whatever you want (24)

In der vergangenen Woche habe ich nicht allzu viel Musik gehört. Zeitknappheit und ein allmählich aufkommendes Gefühl der Übersättigung in Sachen elektronischer (Club-)Musik dürfte als Begründung genügen.

Was in so einer Situation jedoch immer geht, ist Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium. Dieser DJ und Produzent feierte im April einen Gig in Belgrad, und seit einiger Zeit schwirrt ein Mitschnitt dieses Auftritts im Netz herum. Ja, ich weiss, Mitschnitt, Situationsgebundenheit, funktioniert(e) nur in dieser einen Nacht, kann den Geist des Augenblicks nicht vermitteln. Und so weiter. Drauf geschissen. Wie schon geschrieben: Fred P geht immer!

Fred P aka Black Jazz Consortium @ the wash, belgrade 23.04.2010 by demorgan


Ebenfalls höchst erfreut hat mich ein weiterer Podcast auf Another Night On Earth. Mark E stand für eine weitere Ausgabe von deren Mix-Reihe "Press Play" an den Decks, und das Ergebnis ist deep as deep can get. Press Play # 38 - Mark E.


Zu denselben englischsprachigen Hilfskonstruktionen, um seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen, verleitet auch die neue Ausgabe auf djbroadcast.nl. Wolf & Lamb als Dachgesellschaft, Gadi Mizrahi als Ausführender, zeichnen hierfür verantwortlich. DJBroadcast Podcast # 111 - Wolf & Lamb.


Der folgende Mix liegt mit Tracks von Herb Alpert, Gaz Nevada, Ashra Tempel und Vangelis auf der absoluten Höhe der Zeit, siehe die beiden neuesten Ausgaben von de:bug und Groove. Der in Manchester beheimatete Daniel Donnachie, verquirlt diese mit einer ganzen Reihe anderer Cosmic-Disco-Balearic-whatever in einem Mix, der seine Mix-Reihe "Cosmic Dancing" eröffnet. Sage und schreibe 78 Mixtapes sind online erhältlich, auf seinem Blog Cosmic Dancing. Sollte ich in den folgenden Tagen und Wochen nur sporadisch veröffentlichen, wisst ihr, womit ich beschäftigt bin :).

Zeit - Cosmic Dancing Vol 1 by danieldonnachie


Discoid, mit einem Hauch von Cheese und Kitsch, geht es im nächsten Podcast weiter. Ja sogar Boney M. ist dabei. Ein geschmacklicher Fehlgriff, der zu einer Abwertung führt? Streitet darüber, mir gefällt der Mix, zusammengestellt und eingespielt von Slash Fiction aus Los Angeles. Full Frontal Disco heisst das Mixle, und für manch einen mag sich eine Musik, wie sie hier vermittelt wird, sich anfühlen wie ein Frontalzusammenstoss mit einer Wand aus rosa Zuckerwatte.

Full Frontal Disco - Volume One by Slash Fiction


Wir bleiben über'm Teich, fahren von Los Angeles nordwärts, überqueren die US-amerikanisch-kanadische Landesgrenze, und treffen ein in Vancouver, der Heimat von Mike Boland alias Karl Spackler. Im vergangenen Jahr hatte dieser ein Mixtape für diesen Blog erstellt, manch einer erinnert sich vielleicht daran. Vor kurzer Zeit hat Mike alias Karl, der in Vancouver mit seinen Partner Nick "Lost Soul" Redway die Veranstaltunsgreihe Good Fridays betreibt, einen neuen Mix eingespielt mit Material von Deep Space Orchestra, Rezkar, Leonid und weiteren. "The Art Of Listening" (und sein Solstice-Mixtape ist auch hörenswert: Karl Spackler - Solstice Mixtape.

Karl Spackler-The Art of Listening-Mixtape by Karl Spackler


Zum Schluss noch ein Blick auf "die Regio", den Freiburger Grossraum also. Gerne oft und dann auch ausführlich grantle und nörgle ich, dass in dieser meiner (Wahl-)Heimat ja so überhaupt nichts passiert, sich nichts regt, nicht öffentlich, und schon gar nicht im Untergrund. Dass dies so nicht stimmt, zeigen die regelmässigen Termineinträge, belegen die Veranstaltungen von DJs wie Kowski, Agent Schwiech, Shaddy oder Ricordo. Zudem hat der Freiburger Sarrass bereits auf Compost Black und Third Ear Releases rausgehauen.

Und im Untergrund? Da bewegt sich seit kurzer Zeit La Rokoko, die sich mit ihrem Stil irgendwo zwischen House und Techno bewegen. Klar. Was sonst. Hörenswert ist das kleine Promo-Tape mit Tracks von Kris Wadsworth, Levon Vincent und Skudge allemal:

LA Rokoko - short promo mix by la rokoko


Neben La Rokoko ist es Vincent Simonis, der meine Aufmerksamkeit geweckt hat mit einer eigenständigen Produktion. Vincent Simonis ist dem Beats'N'Tronic-Umfeld zuzuordnen, einem Kollektiv, das früher vor allem mit irgendwelchem Hip Hop/Dubstep/Grime/Drum'n'Bass-Kram auf sich aufmerksam gemacht hat. Irgendwann muss auch die Liebe zu House & Co. entbrannt sein, und da zu dem gemeinhin als "deeperem Stuff" beschriebenen Kruscht. Finde ich gut. Bin gespannt, was da noch zu erwarten ist. Jetzt erst einmal Vincent Simonis und "real...09":

real...09 by simonis


English (short) version: I was, and still am, kinda tired of listening to all sort of electronic (club-)music, being completely over-saturated. Nevertheless, there are at least two DJs and producers, that I could listen to every night and day, Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium and slo-mo don Mark E. Therefore, I put two links to a set and a podcast, compiled and recorded by those guys. Great music, that refreshes and renews house music love for house music lovers. After that, I serve you a couple of cosmic-boogie-balearic-disco mixes, two tapes by my good friend, Vancouver / Canada based Mike Boland a.k.a. Karl Spackler, and in the end, I point at La Rokoko and Vincent Simonis. Those guys float on a gentle journey through my hometown's underground, but we will see and, especially, hear them more often in the future.


P.S. Das Bild habe ich mir rechtswidrig angeeignet und verwende es auch, ohne seinen Urheber davon in Kenntnis zu setzen. Da es jedoch aus dem Waldsee stammt, nehme ich mir die Freiheit, es ohne Hinweis auf die Urheberschaft zu veröffentlichen. So viele credits hat der gute Photograph dann doch nicht verdient. Dennoch: peace!

Mixed up monday (18)

Eine Woche ohne einen einzigen Blogeintrag. Eine so lange Schreibpause gönnte ich mir zuletzt über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage. Doch nun soll endgültig Schluss sein mit der kontemplativen Phase, die nun – hoffentlich – wieder in eine aktive einmündet. Wie gewohnt, um mich nicht des Vorwurfs eines allzu abrupten Rhythmuswechsels auszusetzen, beginne ich die Woche mit einer Übersicht über ein paar Mixe, die sich über die vergangene Woche hinweg bei mir angesammelt haben. Dieses Mal werden darunter auch einige sein, die schon seit längerer Zeit im Internet kursieren.

Da mich in den vergangenen Tagen jedoch das ungute Gefühl beschlich, ein stinklangweiliger, mit sehr engen Scheuklappen ausgestatteter Mensch zu sein, der seine Informationen gerade in Sachen „Mixed up monday“ lediglich von zwei, drei Blogs und dem immer fetter werdenden Soundcloud-Kraken bezieht, werde ich dieses Mal die „üblichen Verdächtigen“ an den Schluss dieses Eintrags stellen.


Da ich ein sehr grosser Liebhaber der musikalischen Arbeiten des Norwegers Rune Lindbaek bin – sein Album Klubb Kebabb aus dem Jahre 2007 läuft bei mir immer noch hoch und runter – möchte ich den Mix-Reigen eröffnen mit einem Mix des norwegischen Disco Dons, der vor rund vier Wochen auf AOR Disco veröffentlicht wurde. Material von Lindström, Prins Thomas, den Idjut Boys und Lindbaek himself. Norwegian Disco at its best: Undertonar Mix by Rune Lindbaek.


Von AOR Disco geht es zum Blog des Veranstalterkollektivs 24:Hours, die in Stockholm / Schweden über die letzten Jahre hinweg Parties mit u.a. Tensnake, Motor City Drum Ensemble, Aeroplane oder Jacques Renault geschmissen haben. Vor vierzehn Tagen veröffentlichten sie einen exklusiven Mix von Discodromo, die in Berlin regelmässig die Party „Cocktail D’Amore“ (gemeinsam mit Berghain / Panoramabar-Resident Boris) veranstalten und bespielen. „Summersturm“ heisst ihr Mix, genau das Richtige, um die (letzten) Wolken am Himmel zu vertreiben und es – endlich – Frühling / Frühsommer werden zu lassen. Discodromo – Summersturm Mix @ 24:Hours.


Weiter geht es zu den Jungs von Cosmic Boogie. Diese haben vergangenen Mittwoch einen Mix von Chris Barker veröffentlicht, der dem Deep Space Orchestra-Umfeld zuzurechnen ist. Hudson Mohawke, Jimi Tenor, Ron Trent, Super Value und Roy Ayers verarbeitet er neben vielen anderen Tracks zu einem eklektischen, überaus hörenswerten Mix. Check it! Chris Barker – Cosmic Boogie Guest Mix.


Hinter Cosmic Disco stehen Niles & Baggy, und diese beiden haben in der letzten Woche für das Blog Testpressing einen Mix zusammengestellt und aufgezeichnet. Niles & Baggy – Emotional Pop @ Testpressing. Ebendort findet sich auch ein (weiterer) exklusiver Mix von Pete Reilly, der dem DJ-Kollektiv Soul Jazz Soundsystem angehört, das wiederum aus dem Umfeld des Londoner Labels Soul Jazz Records sowie des Plattenladens Sound Of The Universe stammt. Worth to check: Pete Reily – Bogle! @ Testpressing.


Das Veranstalter- und DJ-Kollektiv Frequency Without Control hat auf seinem Blog vor rund vierzehn Tagen ein Mixtape von Massimilano Pagliara veröffentlicht. Disco-getränkter Slow Motion House, wie er gerade auch von mir sehr geschätzt wird. Recommended! Massimiliano Pagliara @ Frequency Without Control.


Sehr gut im Anschluss passt der aller neueste Mix des Engländers Mark E, der für den Blog der Warm Agency ein neunzig Minuten dauerndes Mixtape eingespielt hat, und zudem auch noch in einem Interview Rede und Antwort stand. Not so slow? Überzeugt euch selbst:

Mark E - May Mix - 2010bywarmhq


Ebenfalls auf Herrn Ali Tilletts Blog zu finden ist ein Mix des New Yorker Produzenten- und DJ-Duos Runaway. Check’em out:

Runaway April DJ mixbywarmhq


Kaum besser zu Mark E passen könnte der Kanadier Eddie C, dessen Tracks und Mixe mich schon sehr lange begleiten und erfreuen. Für Sleazy Beats, DJ History, Melbourne Deepcast und meine Wenigkeit stand er bereits an den Decks, in der vergangenen Woche war Edward Curelly für roof.fm tätig. Dieses Mal nicht ganz so slo-mo und disco, vielmehr geht’s eklektisch-elektronisch zu. Sehr, sehr schön!

Nr. 26: Eddie C. by Roof.fm


Ein Label, das seit seiner ersten Veröffentlichung bei mir hoch im Kurs steht, ist Workshop Records. Neben Label(mit)gründer Lowtec sowie Move D zählt zum engen Kern der Workshop-Familie der Produzent Kassem Mosse. Im Hinblick auf dessen Gig (gemeinsam mit Lowtec) im Amsterdamer Club Studio 80, erschien auf Out There A Minute ein kurzes Interview sowie ein Guest Mix. Raw analogue shizzle! Kassem Mosse @ Out There A Minute.


Zum Schluss noch folgende Hinweise: die Detroiter DJs und Produzenten Patrice Scott und Mike Huckaby haben jeweils einen Auftritt bei Techno-Minimal-Podomatic (Patrice Scott) sowie Little White Earbuds (Mike Huckaby), Marcel Dettmann zeichnet für die 150. Ausgabe des FACT-Mixes verantwortlich, Marcel Dettmann @ Fact Magazine, und Resident Advisor wartet auf mit Rub’n’Tug.


Das war’s für diese Woche. Reicht auch, glaube ich!


English (short) version: after a short break, I try to create and publish a little more blog posts than last week. Taking off with not one but two handful of mixes this week, you’ll find mixes by Rune Lindbaek, Discodromo, Cosmic Boogie, Mark E, Patrice Scott, Mike Huckaby, Marcel Dettmann, and so on… Have fun with ’em!

Erdbeerschnitzel - 4 Months

In einer Zeit, in der täglich / wöchentlich / monatlich gefühlte weissichwieviel Produktionen auf den Markt geschwemmt werden, bedarf es entweder eines individuellen Namens oder hoher Qualität, um aus der grossen grauen Masse herausstechen zu können. Letzteres versteht sich von selbst - fluffy weak shit braucht kein Mensch! Ersteres muss nicht sein und kann zu einer grossen Enttäuschung führen, wenn der (erfrischend) originelle und (möglicherweise) vielversprechende Name den aufgebauten Erwartungshorizont nicht einzuhalten vermag.

Im Falle Tim Keilings sind - idealerweise - beide Voraussetzngen erfüllt: ein aus dem Künstlernamen-Wust hervorstechendes Pseudonym und quality music. Über Tim Keiling und seinen Output als Erdbeerschnitzel bin ich zum ersten Mal im Oktober 2009 gestolpert, als ich auf Resident Advisor den Podcast der Brontosauri Arto Mwambé heruntergeladen und anschliessend, Tage später, diesen Namen in einer zum Podcast dazugehörigen Tracklist erblickte. Der Name weckte mein Interesse, und in einem meiner vielen nächtlichen Streifzüge durch das World Wide Web gelangte ich (unter anderem) zu Tim Keilings alias Erdbeerschnitzels eingangs bereits verlinkten Website. Dort, und auf einigen anderen Seiten, konnte ich Einblick nehmen in sein bisheriges Schaffenswerk, allesamt humorvolle Klang- und Rhythmuskollisionen sowie enthusiastische Frickeleien.

Wochenspäter, nachdem das Erdbeerschnitzel längst verdaut und in Vergessenheit geraten war, stiess ich wieder auf diesen sehr eigentümlichen Künstlernamen. David Griffiths, Labelgründer von Jiscomusic und Under The Shade gab die Lancierung von 3rd Strike, einem (weiteren) Label, bekannt, und dessen erstes Release solle von Tim Keiling stammen. So schliesst sich der erste Kreis.

Jetzt liegt die 12" "4 Months" vor, ein Viertracker mit zwei Stücken von Tim Keiling, die zugleich einer Überarbeitung von überaus namhaften (und auch von mir sehr geschätzten) Produzenten unterzogen wurden - Mark E und Arto Mwambé. So schliesst sich der zweite Kreis, denn diesen Remix verwurstelten die Frankfurter in ihrem Resident Advisor-Podcast.

"4 Months" besticht in seinem Original mit einem entspannten, leicht wobbelingen Bass-Groove, der drückt, schiebt und die federnden Drums dennoch nicht überrollt, welche dem Track gemeinsam mit spacigen Soundeffekten sowie frühlingshaft zartem Geklicker eine swingende Leichtigkeit verleihen. Davon ist bei "4 Months" im Mark E Remix leider nicht mehr allzu viel enthalten. Der (Gross-)Meister der entschleunigten House-Grooves transferiert das Original mit seiner Arbeit in den Bereich hpynotisch verschraubter, bis auf die Knochen reduzierter EBM-, analoger Synth Pop- oder Elektro Disco-Orgien.

Klangfarbenfroh ist hingegen wiederum Tim Keilings Arrangement auf "Tonight Is Today Is Tomorrow". Mit (vermutet) überschäumender Spielfreude schichtet der (junge) Produzent hierauf Soundeffekte, Vocal- und Instrumentalsamples übereinander, so dass vor meinem inneren Auge unweigerlich das Bild einer bunt blühenden Frühlingswiese erscheint, in die der Mensch nicht korrigierend eingegriffen hat: auf den ersten Blick scheinbar unstrukturiert, und gerade deswegen von einer natürlich gewachsenen Harmonie gekennzeichnet. Im Arto Mwambe Remix wird "Tonight Is Today Is Tomorrow" zu einem Midtempo-Track mit schwerem Synth-Bass. Diese Besetzung darf zu gegebener Zeit gerne wieder Auflaufen.


English (short) version: What do you expect from a producer with a moniker as nutty as a fruitcake? Don't be deterred by the unusual meal combination including strawberries (= Erdbeer) and scallop / cutlet (= Schnitzel) as i honestly suggest you trying out the output by Tim Keiling a.k.a. Erdbeerschnitzel. This newcomer producer is delivering two fresh sounding tracks full of anything-goes easiness and spring-flowering sound elements, moulded into slow motion house shape. Remixes coming from Mark E and Arto Mwambe. Great package!


Mehr im Web:

Erdbeerschnitzel @ MySpace
Erdbeerschnitzel @ Soundcloud
Under The Shade

"4 Months" @ Soundcloud:
4 Months by erdbeerschnitzel


"Tonight Is Today Is Tomorrow" @ Soundcloud:
Tonight is Today is Tomorrow by erdbeerschnitzel