Visionäre Kunst. Visionärer Künstler. Beides sind Reizworte. Für mich, für viele andere auch, gerade im Zusammenhang mit elektronischer (Club-)Musik. Denn auf der einen Seite verlangt gerade auch der Schreiberling, dass dem musikalischen Erbe gehuldigt wird, dass Traditionen jeglicher Art gewahrt werden. Auf der anderen Seite verlangen dieselben jedoch regelmässig Kunstwerke, entstanden in einem geheimnisvollen Laboratorium aus nichts als einem vorausdenkendem Geist. Ist von visionärer Kunst, von einem visionären Künstler die Rede, erwarte ich selbst keine kühnen Konstrukte von etwas Zukünftigen und völlig Unwägbarem. Meiner Meinung nach erfindet der Visionär keine artifizielle Zukunft, deren Eintrittswahrscheinlichkeit gegen Null strebt. Es geht vielmehr um sein inneres Gesicht, das er - da flüchtig und fragil - in Skizzen und Notizen festzuhalten, zu verkörpern versucht. Das (kulturelle) Erbe der Vergangenheit hat er tief verinnerlicht, doch lebt und arbeitet er nicht rückwärtsgewandt. Scharf beobachtet er das Hier und Jetzt und ist dem Zeitgeist stets einen halben Schritt voraus. Bewusst schreibe ich "halber Schritt". Denn ein Visionär ist für mich kein Phantast.
In gewisser Weise sind diese Gedanken übertragbar auf Lucretio. Tief verinnerlicht hat er die historischen Wurzeln von House und Techno. Daran bestehen keine Zweifel. Zwar könnten seine Tracks gerade so gut "damals" - ihr wisst schon - entstanden sein. Doch der Abstand zum vorbekannten Formenschatz ist gegeben. Sätze, die mit "klingt wie" beginnen, werden hier keine fallen. Das mag - unter anderem - auch auf die Produktionsweise von Lucretio zurückzuführen sein. Er - übrigens auch sein Produktions- und Restoration-Partner Marieu - nimmt seine Stücke in einem Satz auf. Keine Nachbearbeitung. Analog, roh und unbelassen sind bei ihm keine blossen Schlagworte. Und dass er seine Sessions auf Tape Decks aufnimmt und diese als Vorlage für die Vinylpressung nimmt, erscheint da nur konsequent.
Deswegen sind die vier Tracks auf Range Gate auch ganz bestimmt nicht jedermanns Sache. Denn es kann schon sein, dass die Synthies für den Bruchteil einer Sekunde zu heiser klingen; dass die Rimshots oder Claps mit einem halben Takt Verzögerung einsetzen; ganz so, als ob der Musiker / Urheber seinen Einsatz unbewusst versäumt habe; mal ist der Bass "zu leise" oder nimmt erst im Verlauf des Tracks an Intensität zu. Ein an totgemasterte, jeder Lebendigkeit und Natürlichkeit beraubter Produktionen gewohntes Ohr wird sich damit sicher zu Beginn schwer tun. Für mich macht gerade dies jedoch den Reiz dieser Tracks aus. (Geheim-)Tipp!
English (short) version: three tracks meandering between raw, analogue techno with a dark, industrial ("Curfew") and deep ethereal ("A Mountain") atmosphere, and a dubby yet steppy tune ("Albatros") that rounds up this superb EP by Italy born, now Berlin based dj / producer Lucretio.
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Lucretio @ MySpace
Lucretio & Marieu a.k.a. The Analogue Cops @ Facebook
Restoration Records @ MySpace
Restoration Records @ Facebook
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Tampilkan postingan dengan label Techno. Tampilkan semua postingan
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Marc Romboy & Stephan Bodzin - Phobos (Moritz von Oswald Remix)
Vergangenen Freitag machten Marc Romboy und Stephan Bodzin im Rahmen ihrer Luna Live Tour 2011 auch Halt in Freiburg. Muss gut abgegangen sein. Habe bis dato auch nichts Gegenteiliges erfahren. Hätte mir die energiegeladene Show des Techno-/Elektro-Duos auch gerne angeschaut, aus reinem Interesse an der Performance, gewissermassen als aussenstehender Beobachter.
Mit "Luna", dem gemeinsamen Debüt-Album von Marc Romboy und Stephan Bodzin, liegen in diesem Jahr insgesamt 18 Tracks zusammengefasst vor, welche die beiden im Verlauf der letzten Jahre veröffentlicht haben. Diesen musikalischen Kosmos erweitern darauf jede Menge Edits und Remixe [das Vinylpaket für diese umfasst insgesamt sechs 12"]. Für die Neuabmischungen versammelt das dynamische Duo namhafte DJs und Produzenten, die den einzelnen Stücken mit ihrer Handschrift entweder eine neue Richtung geben oder den eingeschlagenen Weg des Originals erfolgreich fortführen.
Chris Liebing und Speedy J gehen zur Freude vieler ordentlich und ohne Umwege zur Sache. Robag Wruhme und das Essener Duo Ribn veredeln ebenfalls zwei Tracks mit ihrem Trademark-Sound. Hört man meines Erachtens bei beiden sofort heraus. Den Auftakt des grossangelegten Remixreigens macht Moritz von Oswald. Seine Überarbeitung von Phobos klingt, als habe sich dieser Urvater des Dubtechno in ein Ozeanlabor am Meeresgrund zurückgezogen. Dort, nur dort, umgeben von Stille und Dunkelheit, kann ein Track wie dieser entstehen. Lupenreiner, dub-infizierter Techno, aufgebaut aus hypnotischen Drumloops, die er mit dunklen Bass-Pattern verknüpft, auf weiche Synthie-Kissen bettet und mit einem feinmaschigen Soundnetz umhüllt.
English (short) version: Stephan Bodzin and Marc Romboy stand for a sound switching between slamming dirty electro and ravey techno. They tour around the world with an energetic live show. They perform their album Luna. Each track has been remixed and remastered by prominent artists like Chris Liebing, Speedy J, Robag Wruhme or Ribn. My favourite re-arrangement is the Moritz von Oswald Remix. Its warm hypnotic repetitive structures draw you into a deep-and-dub ocean of bass rhythms and sounds.
Mehr im Web:
Stephan Bodzin @ Facebook
Marc Romboy @ Facebook
Moritz von Oswald (non official) @ Facebook
Moritz von Oswald - Interview @ Little White Earbuds
Moritz von Oswald - Early Morning Freestyles - Lecture @ RBMA
Mit "Luna", dem gemeinsamen Debüt-Album von Marc Romboy und Stephan Bodzin, liegen in diesem Jahr insgesamt 18 Tracks zusammengefasst vor, welche die beiden im Verlauf der letzten Jahre veröffentlicht haben. Diesen musikalischen Kosmos erweitern darauf jede Menge Edits und Remixe [das Vinylpaket für diese umfasst insgesamt sechs 12"]. Für die Neuabmischungen versammelt das dynamische Duo namhafte DJs und Produzenten, die den einzelnen Stücken mit ihrer Handschrift entweder eine neue Richtung geben oder den eingeschlagenen Weg des Originals erfolgreich fortführen.
Chris Liebing und Speedy J gehen zur Freude vieler ordentlich und ohne Umwege zur Sache. Robag Wruhme und das Essener Duo Ribn veredeln ebenfalls zwei Tracks mit ihrem Trademark-Sound. Hört man meines Erachtens bei beiden sofort heraus. Den Auftakt des grossangelegten Remixreigens macht Moritz von Oswald. Seine Überarbeitung von Phobos klingt, als habe sich dieser Urvater des Dubtechno in ein Ozeanlabor am Meeresgrund zurückgezogen. Dort, nur dort, umgeben von Stille und Dunkelheit, kann ein Track wie dieser entstehen. Lupenreiner, dub-infizierter Techno, aufgebaut aus hypnotischen Drumloops, die er mit dunklen Bass-Pattern verknüpft, auf weiche Synthie-Kissen bettet und mit einem feinmaschigen Soundnetz umhüllt.
English (short) version: Stephan Bodzin and Marc Romboy stand for a sound switching between slamming dirty electro and ravey techno. They tour around the world with an energetic live show. They perform their album Luna. Each track has been remixed and remastered by prominent artists like Chris Liebing, Speedy J, Robag Wruhme or Ribn. My favourite re-arrangement is the Moritz von Oswald Remix. Its warm hypnotic repetitive structures draw you into a deep-and-dub ocean of bass rhythms and sounds.
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Mixed up monday (59)
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| Mingus, Monk, Parker - http://onedownoneup.tumblr.com/photo/1280/428877594/1/tumblr_kytw2tyq4Q1qaq8fl |
Zusätzlich zu den verschieden bunten Events noch eine gute Handvoll Mixtapes, die man sich im Verlauf dieser Woche einmal anhören kann.
Auftakt macht ein Tribute Mix, gefunden auf dem Blog der Merseburger Baude. Musikliebhaber- und Musiknerd-Kollektiv. Dan Bust nummt sich darin dem Schaffenswerk von Chain Reaction an. Klassiker! Tipp! Dan Bust - Chain Reaction Tribute Mix.
In ein Wechselbad aus tiefer Schwermut und höchster Euphorie geschickt hat mich Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium. Der Mitschnitt / Podcast ist schon ein wenig älter, bin aber erst vergangenen Freitag darüber gestolpert. Zu finden auf der Website des Halcyon-Stores, eine Ausgabe des Bandwagon Podcasts: The Bandwagon Podcast 023 - Fred P extended mix.
Weiter geht's mit Albrecht Wassersleben. Der Dresdner aus dem Uncanny Valley stand vor kurzer Zeit Rede und Antwort sowohl in einem Interview als auch hinter den Plattenspielern für Doubled Town. Muss man gelesen und gehört haben:
18 ddt podcast 018 - Albrecht Wassersleben by A.W.
Ebenfalls hörenswert ein neuer Mix aus der casa Ernie. Der Minuendo-Labelgründer hat eine Ausgabe seiner Personal Deeper Mix-Reihe veröffentlicht. Tiefenentspannt.
Ernie - PersonalDeeper Mix Spring 2011 by Ernie Minuendo Recordings
Vor einigen Tagen habe ich über die Fried Tofu Edits berichtet. Nun ist auch das Blog des Stir Fry-Meisters online. Zur Begrüssung keine Wan Tan-Suppe, dafür ausgewählte Soundbites. Ein vor Funk nur so brennender, mit süssem Soul abgelöschter Mix. Don't miss!
Letztens habe ich ein (weiteres) interessantes Blog gefunden: Emotional Pop. Darauf befinden sich jede Menge Podcasts der Blogbetreiber selbst, veröffentlicht unter dem Übernamen Makin Music Radio Mixes, sowie eine Vielzahl Gastbeiträge von DJs / Produzenten wie Marcello Giordani, Max Essa, oder Bicep (Feel My Bicep). Check!
Pauly P von Balearic Skirmish hat nach einer sehr langen Auszeit sein Blog wieder einmal befüllt. Dieses Mal mit ein paar House Tapes alter Schule, späte Achtziger, frühe Neunziger, Bobby Konders, Fingers Inc, Adonis, Ron Trent und so. Kann ich nie genug hören: House Classics 1 - 3 @ Balearic Skirmish Blog
Nicht fehlen darf in dieser Aufzählung auch der neueste Mix auf Plaid Music, der sich irgendwo zwischen Balearic / Cosmic Disco und Soul einpendelt. Bestgeeignet für einen Nachmittag wie diesen, an dem durch die aufgerissene Wolkendecke eine frühlingswarme Sonne scheint und dem nächsten Regenschauer den Boden bereitet:
Obscure Paths by Antony kein
Auf wenn ich in letzter Zeit des öfteren einen grossen Bogen um die big four / big five der Online-Musikmagazine gemacht habe - jedenfalls im Hinblick auf die Verlinkung ihrer Podcasts, da diese sowieso jeder abonniert hat -, kann ich nicht umhin, auf eine der letzten Ausgaben des Podcasts auf Fact hinzuweisen. Für diesen konnte das englischsprachige Fanzine Pangaea gewinnen. Der Hessle Audio-Gründer glänzt darauf mit einer Zusammenstellung von Dubstep und Techno - und hat mich in der vergangenen Woche über einen völlig verschissenen Dienstagabend hinweg gerettet.
[Was ich persönlich nicht verstehen kann, ist nämlich Folgendes: da gibt es in Freiburg soundsoviele Sound Systems, die sich seit zwei, drei Jahren zusätzlich zu Reggae / Dancehall auch noch Dubstep auf die Fahne schreiben. Das einzige, was dann aber auf dieser Veranstaltung lief, waren homophobe, an Bigotterie grenzende Texte voller Gottesanrufungen - "jah jah jah" - und die jamaikanisch-karibische Leichtigkeit beschwörende "easy easy easy"-Rufe völlig bekiffter MCs. Angekündigt war - wortwörtlich - die "eher elektronische" Seite von Dubstep. Es lief aber derselbe Reggae/Dub/Dancehall-Kram, wie man ihn noch von den Sommerferienlagern in Italien oder Kroatien in als vierzehnjähriger Bub in Erinnerung hat. Das Publikum war auch nur wenig älter, in der Abitur- oder Nachabiturphase. Nun ja...]
FACT mix by pangaea
English (short) versions: to round up our today's blog entries, enjoy our handpicked mixes and podcasts covering balearic / cosmic disco, raw funk and sweet soul, dub techno and the best of deep raw and honest house music.
youANDme - Nightvisions
Um es kurz zu machen: youANDme sind Martin Müller und Daniel Ströter aus Berlin. Anfang / Mitte der Neunziger Jahre haben sie ihre ersten Schritte hinter Mischpult und Plattenteller geführt. Rund zehn Jahre später, 2004, fassten sie sich ein Herz, gründeten mit Rotary Cocktail ihr eigenes Label und bieten damit seither ein geeignetes Outlet für eigene Produktionen und diejenigen befreundeter Künstler. Holger Flinsch, Marko Fürstenberg, Mark Broom zählen zum engen Kreis derer, die unter Rotary Cocktail veröffentlichten genauso wie zuletzt Reyf & Eidner mit ihrer Love & Pain Sunshine & Rain EP sowie Mod.Civil mit Somebody To Love, die anfangs diesen Jahres auch auf keep-it-deep für grosse Begeisterung gesorgt hat.
Ideologischer Überbau von youANDme (und der auf ihren Label Rotary Cocktail, Polymorph und Cutz.Me vorgestellter Musik) ist demzufolge die gerade Bassdrum. Doch Martin Müller und Daniel Ströter haben sich dogmatisch nicht festgelegt auf nur eine Spielart. Sie sind somit für verschiedene Strömungen und Einflüsse offen, die sie für ihre Produktionen zu verwenden wissen. Klassischer (Deep-)House-Sound mischt sich mit (Detroit) Techno, Dub Techno nach Vorbild der Berliner Überväter vereinigt sich mit perkussivem Groove. Handwerkliches Geschick und ein feines musikalisches Gehör belegen sie mit jedem unter ihrem Projektnamen erscheinenden Track, vor allem auch mit ihren Edits. Falls nicht bekannt, hört euch einfach einmal "Miles In Aphrika" an, eine Abmischung von Lawrences traumverloren romantischem Stück "Miles" und dem hypnotisch vertrippten Aphrika von Seth Troxler.
Nun erscheinen auf dem spanischen Label Vinyl Did It drei Tracks von youANDme, zusammengefasst als Nightvisions EP. Hierauf verpflichten die beiden DJs und Produzenten ganz der dunklen Seite einer Clubnacht. "Ghosts" hat einen warmen, dunkel schimmernden Klang. Flächige Chords verbinden sich mit sanft getupfter Perkussion. Angetrieben von silbrig kalten Rim Shots und transparent gezeichneten Hi Hat-Shuffles, strebt der Track auf den Höhepunkt ihn, ohne dabei orgasmisch unkontrolliert auszubrechen. (Dub) Techno in der Andeutung.
"Nightvisions" und "Black Jack" sind im Vergleich dazu deutlicher im House anzusiedeln. Die bouncy Kickdrums lassen das Becken aus dem Stand heraus kreisen - insbesondere auf Black Jack. Dieser oberste aller House-Götter, der allem Irdischen entrückt ist, spricht daraus direkt zu uns, seinen Gläubigen. Muss zu uns sprechen. Denn anders ist diese unbekannte Kraft, die einen überkommt, nicht zu erklären. Super Track, super Platte!
English (short) version: youANDme blending together warm, colorful and floaty dub techno-like synth chords and pads with rough house beats that will beat you, hit you, choke you. Great!
Mehr im Web:
youANDme @ Facebook
youANDme @ MySpace
youANDme (Martin) @ Soundcloud
We Are youANDme
youANDme - Sunday Morning Half Past Ten - Mix @ play.fm
Vinyl Did It @ Facebook
Vinyl Did It
Ideologischer Überbau von youANDme (und der auf ihren Label Rotary Cocktail, Polymorph und Cutz.Me vorgestellter Musik) ist demzufolge die gerade Bassdrum. Doch Martin Müller und Daniel Ströter haben sich dogmatisch nicht festgelegt auf nur eine Spielart. Sie sind somit für verschiedene Strömungen und Einflüsse offen, die sie für ihre Produktionen zu verwenden wissen. Klassischer (Deep-)House-Sound mischt sich mit (Detroit) Techno, Dub Techno nach Vorbild der Berliner Überväter vereinigt sich mit perkussivem Groove. Handwerkliches Geschick und ein feines musikalisches Gehör belegen sie mit jedem unter ihrem Projektnamen erscheinenden Track, vor allem auch mit ihren Edits. Falls nicht bekannt, hört euch einfach einmal "Miles In Aphrika" an, eine Abmischung von Lawrences traumverloren romantischem Stück "Miles" und dem hypnotisch vertrippten Aphrika von Seth Troxler.
Nun erscheinen auf dem spanischen Label Vinyl Did It drei Tracks von youANDme, zusammengefasst als Nightvisions EP. Hierauf verpflichten die beiden DJs und Produzenten ganz der dunklen Seite einer Clubnacht. "Ghosts" hat einen warmen, dunkel schimmernden Klang. Flächige Chords verbinden sich mit sanft getupfter Perkussion. Angetrieben von silbrig kalten Rim Shots und transparent gezeichneten Hi Hat-Shuffles, strebt der Track auf den Höhepunkt ihn, ohne dabei orgasmisch unkontrolliert auszubrechen. (Dub) Techno in der Andeutung.
"Nightvisions" und "Black Jack" sind im Vergleich dazu deutlicher im House anzusiedeln. Die bouncy Kickdrums lassen das Becken aus dem Stand heraus kreisen - insbesondere auf Black Jack. Dieser oberste aller House-Götter, der allem Irdischen entrückt ist, spricht daraus direkt zu uns, seinen Gläubigen. Muss zu uns sprechen. Denn anders ist diese unbekannte Kraft, die einen überkommt, nicht zu erklären. Super Track, super Platte!
English (short) version: youANDme blending together warm, colorful and floaty dub techno-like synth chords and pads with rough house beats that will beat you, hit you, choke you. Great!
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Mixed up... (58)
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Den Anfang macht heute James Shaw alias Sigha. Der Brite eroberte letztes Jahr mein Herz mit "Rawww". Dieser Track, diese EP, überzeugte sowohl aus dem Blickwinkel des Bassmusik-Enthusiasten als auch von einer (Dub)Techno-Perspektive aus betrachtet. Für den Fabric Blog hat er vor etwas mehr als einem Jahr einen Roots & Influences-Podcast eingespielt. Diesen habe ich jedoch erst jetzt gehört. Die nachwochenendliche Stimmung verlangte nach Sounds von The Velvet Underground, Aphex Twin und LFO. Tipp!
Sigha - Influences Mix for Fabriclive @ official.fm
[Einen elektronisch-technoiden Weg schlägt Sigha dagegen in seinem SSG Special Mix ein. Check!]
Eric Cloutier, Resident der New Yorker Techno-Institution The Bunker, knüpft mit seinem Dub Techno-Mix an die Insichgekehrtheit, Melancholie und bleierne Düsternis von Sighas Influences-Podcast nahtlos an. Lange, weiche Dubwellen, subsonische Bassenergie. Gross!
Eric Cloutier - Dub Explorations by eric cloutier
Den Tonabnehmer in die Hand geben könnte Eric Cloutier auch 19.454.18.5.25.5.18. Aufmerksame und musikbegeisterte Internetnutzer werden ihn, der bereits für Frozen Border / Horizontal Ground ein paar Techno-Tracks produziert hat, noch von seinem Resident Advisor Podcast her kennen. Hat ja dort für einige über die Musik hinausreichende Kommentare gesorgt. Auf Slash Dot Slash im Vergleich dazu sehr beschaulich ab. Der Techno des DJs/Produzenten ist jedoch auch für diesen Podcast direkt und roh-industriell.
Slash Dot Dash Podcast 003: 19.454.18.5.25.5.18 by Slash Dot Dash
Zum musikalischen Konzept einer Bunker-Clubnacht würde meines Erachtens auch sehr gut die Züricherin Eli Verveine passen. Vor ein paar Tagen erschien ein Beitrag von ihr für die russische Online Radio Show Kapterka. Anzuhören entweder dort, auf der Soundcloud der Kapterka Show, oder bei Eli Verveine:
Kapterka Radio Show by eli verveine
Cassy, Panoramabar-Resident, hatte im Februar diesesn Jahres einen Gig in Italien, und zwar in dem berühmt-berüchtigten Florentiner Club Tenax. Aus Promo-Gründen gab es auf Soundwall, einem italienischsprachigen Online-Musikmagazin einen Podcast. Dieser treibt sich seit wenigen Tagen zusätzlich zu iTunes auch auf irgendeiner Soundcloud herum. Da Cassy im April vergangenen Jahres das Basler Presswerk besucht hat [und ich mit der Aggressivität manch eines Nachtschwärmers nicht zurecht kam], heisst es bei diesem Podcast für mich: Augen schliessen und in Gedanken diesen Abend ohne Techno-Prolls Revue passieren lassen.
Cassy - soundwallpod39 by nightclubber.ro
Mit den folgenden Mixtapes geht es wieder etwas gemächlicher zur Sache. Das verlangsamte Tempo sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Basskraft, Rhythmus, Melodien und Harmonien der Tracks eine schon fast libidinöse Energie freisetzen. Auftakt dazu macht der Leipziger Ron Deacon. Seine Beiträge zu Platten auf Workshop Records oder Farside Records sind euch ja bekannt. Anhören. Mix und Platten:
Ron Deacon in da 116 Bpm Disko mix by Ron Deacon
Auch von Farside Records her bekannt sein dürfte Paskal, der für dieses Label gemeinsam mit Urban Absolutes die "Need Love EP" produziert hat. Sein Deeply Sunday Mix lässt sich auch an anderen Tagen hören. Check:
Paskal-Deeply Sunday Mix 14 by Paskal !
Rob Heenan war letztens auch wieder einmal aktiv. Bestechende Auswahl, feinfühlig arrangiert, top Mix:
Deep n' Raw by robheenan
Tolle Auswahl auch bei Jochen Otto aus Berlin in seinem 354mix. Bin letzte Woche aus reinem Zufall darauf gestossen. Seitdem total angetan von diesem Mixtape. Highyl recommended!
354mix by jochen otto
Mark E wird mit Stone Breaker bald sein erstes Album auf Spectral Sound veröffentlichen. Sein Stone Breaking Mix, veröffentlicht in der vergangenen Woche, darf hier auf keinen Fall fehlen:
Mark E Stonebreakin' Mix by warmhq
Das frühlingshaft warme Wetter dieser Tage lädt ein zu sportlicher Betätigung im Freien. Wer auch dabei nicht ohne Musik kann, für den haben die Jungs von Sleazy Beats einen Mix mit "Music For Serious Jogging" aufgenommen. Viel Spass, beim Hören wie beim Joggen:
Sleazy Beats - Music for Serious Jogging Volume 3 by SleazyBeats
English (short) versions: today we feature mixes with dark, industrial, raw and dubby techno and house from an anonymous Horizontal Ground / Frozen Border artist, Eric Cloutier, Eli Verveine and Cassy. Then, we go on with (deep) house and sleazy slow-motion disco flavours arranged and mixed by Ron Deacon, Paskal, Mark E and a few other music enthusiasts to discover. Enjoy!
Conforce - State Of Mind
So underground ist Conforce ja nicht mehr. Aber genau dort gehört seine Musik hin. In eine verlassene Industriebrache; in von Salz und Feuchtigkeit angegriffene Kellerräume und in Lagerhallen, deren Backsteinwände durch die Witterung porös und brüchig geworden sind; zwischen Förderbänder, die längst ausser Betrieb sind und in ausrangierte Fuhrparks langsam vor sich hinrostender Lagerfahrzeuge. So ist es auch kaum verwunderlich, dass Label wie Rush Hour, Field Recordings, Delsin oder Meanwhile zur Heimat seiner Platten geworden sind.
In diesem Jahr hat sich auch das Clone-Imperium die Dienste des niederländischen Produzenten gesichert und ein paar Tracks für seine Basement-Serie lizensiert. "State Of Mind" heisst die EP, und sie gibt Einblick in die beängstigend nachtdunkle Seite von Boris Bunnik, wie Conforce mit bürgerlichem Namen heisst.
Er wartet Harte, dreckige, unbarmherzige Drumpattern gehen Hand in Hand mit frenetischen Snare Claps, zischenden Hi-Hats und bedrohlich anschwellenden Synthesizer-Pads und tauchen einen in eine energetisch aufgeladene Atmosphäre ein:
Conforce - Spoiled @ Soundcloud
Conforce - Vulcan @ Soundcloud
"Spoiled" erscheint auf dieser 12" mit zwei unterschiedlichen Neuabmischungen. Ihr Urheber ist Kosta Athanassiadis alias XDB. Letztens erst hatte ich doch geschrieben, dass dieser Produzent derzeit einen Lauf hat. Diese Aussage bestätigt er durch seine Remixe auf dieser Platte, die beides muskulöse Kraftpakete sind. Killer!
English (short) version: organic raw techno infusion by dutch producer Conforce and XDB on remix services. Power workout without the sweat is for divas. Are you a diva?!
Mehr im Web:
Conforce @ MySpace
Conforce @ Soundcloud
Clone Recordings @ MySpace
Metrolux / XDB @ MySpace
Clone Basement Series @ Resident Advisor
Clone Recordings
FACT Mix 168 - Conforce (Jul '10) by CurleRec
In diesem Jahr hat sich auch das Clone-Imperium die Dienste des niederländischen Produzenten gesichert und ein paar Tracks für seine Basement-Serie lizensiert. "State Of Mind" heisst die EP, und sie gibt Einblick in die beängstigend nachtdunkle Seite von Boris Bunnik, wie Conforce mit bürgerlichem Namen heisst.
Er wartet Harte, dreckige, unbarmherzige Drumpattern gehen Hand in Hand mit frenetischen Snare Claps, zischenden Hi-Hats und bedrohlich anschwellenden Synthesizer-Pads und tauchen einen in eine energetisch aufgeladene Atmosphäre ein:
Conforce - Spoiled @ Soundcloud
Conforce - Vulcan @ Soundcloud
"Spoiled" erscheint auf dieser 12" mit zwei unterschiedlichen Neuabmischungen. Ihr Urheber ist Kosta Athanassiadis alias XDB. Letztens erst hatte ich doch geschrieben, dass dieser Produzent derzeit einen Lauf hat. Diese Aussage bestätigt er durch seine Remixe auf dieser Platte, die beides muskulöse Kraftpakete sind. Killer!
English (short) version: organic raw techno infusion by dutch producer Conforce and XDB on remix services. Power workout without the sweat is for divas. Are you a diva?!
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Clone Recordings
FACT Mix 168 - Conforce (Jul '10) by CurleRec
June - Cytheria
Nach einem kurzen Abstecher in den House- und Dubstep-/Future Garage-common taste ist es an der Zeit, sich wieder in den Untergrund zurückzuziehen und sich auf Klangware etwas weniger bekannter Künstler zu konzentrieren.
Den Anfang macht mit "Cytheria" eine 12" auf Argys Label "These Days". Ihr Urheber entstammt dem überaus fruchtbaren musikalischen Nährboden im Westen Londons, der seit jeher interessante Musiker, DJs und Produzenten, hervorgebracht hat. Als lokaler Hub sei in diesem Zusammenhang auch das Label Honest Jon's genannt, in dessen Umfeld ja unheimlich viel passiert. Man könnte es auch als Warp Records des 21. Jahrhunderts bezeichnen, wohl wissend, dass man Honest Jon's mit dem Institutionscharakter von Warp Records nicht vergleichen kann. [Man sollte ja eigentlich gar keine Vergleiche ziehen.]
June, der Urheber von "Cytheria", ist ein bisher noch wenig erforschter Produzent, sein Werk daher kaum ausgeleuchtet. Im Mai letzten Jahres tauchte er ein erstes Mal mit einer - klassisch - handgestempelten und limitierten Platte auf und machte wenig später mit einem Beitrag auf Mathematics Recordings ein weiteres Mal auf sich aufmerksam. Jamal Moss' Plattform für elektronische (Club-)Musik ist jedoch nur bedingt ein guter Assoziationspunkt, um sich dem Sound von June auf dieser EP anzunähern. Gemeinsames Merkmal ist, dass die Tracks weder überproduziert noch klinisch rein gefiltert sind. Vielmehr kann und darf man düstere, naturtrübe und melancholische Sounds erwarten, die zwischen Chicago und Acid House, atmosphärischem Synth Pop und New Wave wandeln, ohne dabei einen neonbunten Retro-Pop-Charme für sich zu beanspruchen.
So ist denn auch bei "Cube Runner (Virtual Reality Mix)" der Grundrhythmus geprägt von einem klassischen Vierviertelschlag der House-Musik. Er pulsiert unaufhörlich und zeitfrei. Die Bassdrum brandet gleichförmig wie Meereswellen gegen den Körper und zieht einen überaus gefühlvoll, und nicht mit unwiderstehlicher Wucht, in den sanft sich kräuselnden Synth-Ozean. Man hat das Gefühl, dass umfassender Frieden und tiefe Freude sich augenblicklich einstellen. June beschreibt damit eine Ferne und Weite, in der man sich gerne verlieren möchte.
June - Cube Runner (Virtual Reality Mix)
Cube Runner (Virtual Reality Mix) by June
June - Cytheria
Cytheria by June
Die 12" wartet auch mit zwei Remixen auf. Sie liefert Terre Thaemlitz alias DJ Sprinkles. Raumgreifend ist das zutreffende Wort, um seinen "DJ Sprinkles Lost Dancefloor"-Mix zu beschreiben. Gebrochene Beats, Synthesizer-Flächen, reich an Klangfarben, dynamisch in ihrer Bewegung, bedeutungsschwere Vocal-Samples mit enigmatischem Charme, von einer Frau geschrien, ätherische Piano-Akkorde - wie in Trance erhebt man sich am Ende dieses Stückes.
June - Lost Area (DJ Sprinkles Lost Dancefloor Mix)
Lost Area (Dj Sprinkles' Lost Dancefoor) by June
English (short) version: dreamy and ethereal electronic club music grounded in classic chicago / acid house and new wave / synth pop by London based producer June. DJ Sprinkles on remixing duties serves deep atmospheric textures, warm synth tones and broken beats.
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June @ MySpace
June @ Soundcloud
June - Mnml Ssgs Special Mix
These Days Records @ MySpace
Den Anfang macht mit "Cytheria" eine 12" auf Argys Label "These Days". Ihr Urheber entstammt dem überaus fruchtbaren musikalischen Nährboden im Westen Londons, der seit jeher interessante Musiker, DJs und Produzenten, hervorgebracht hat. Als lokaler Hub sei in diesem Zusammenhang auch das Label Honest Jon's genannt, in dessen Umfeld ja unheimlich viel passiert. Man könnte es auch als Warp Records des 21. Jahrhunderts bezeichnen, wohl wissend, dass man Honest Jon's mit dem Institutionscharakter von Warp Records nicht vergleichen kann. [Man sollte ja eigentlich gar keine Vergleiche ziehen.]
June, der Urheber von "Cytheria", ist ein bisher noch wenig erforschter Produzent, sein Werk daher kaum ausgeleuchtet. Im Mai letzten Jahres tauchte er ein erstes Mal mit einer - klassisch - handgestempelten und limitierten Platte auf und machte wenig später mit einem Beitrag auf Mathematics Recordings ein weiteres Mal auf sich aufmerksam. Jamal Moss' Plattform für elektronische (Club-)Musik ist jedoch nur bedingt ein guter Assoziationspunkt, um sich dem Sound von June auf dieser EP anzunähern. Gemeinsames Merkmal ist, dass die Tracks weder überproduziert noch klinisch rein gefiltert sind. Vielmehr kann und darf man düstere, naturtrübe und melancholische Sounds erwarten, die zwischen Chicago und Acid House, atmosphärischem Synth Pop und New Wave wandeln, ohne dabei einen neonbunten Retro-Pop-Charme für sich zu beanspruchen.
So ist denn auch bei "Cube Runner (Virtual Reality Mix)" der Grundrhythmus geprägt von einem klassischen Vierviertelschlag der House-Musik. Er pulsiert unaufhörlich und zeitfrei. Die Bassdrum brandet gleichförmig wie Meereswellen gegen den Körper und zieht einen überaus gefühlvoll, und nicht mit unwiderstehlicher Wucht, in den sanft sich kräuselnden Synth-Ozean. Man hat das Gefühl, dass umfassender Frieden und tiefe Freude sich augenblicklich einstellen. June beschreibt damit eine Ferne und Weite, in der man sich gerne verlieren möchte.
June - Cube Runner (Virtual Reality Mix)
Cube Runner (Virtual Reality Mix) by June
June - Cytheria
Cytheria by June
Die 12" wartet auch mit zwei Remixen auf. Sie liefert Terre Thaemlitz alias DJ Sprinkles. Raumgreifend ist das zutreffende Wort, um seinen "DJ Sprinkles Lost Dancefloor"-Mix zu beschreiben. Gebrochene Beats, Synthesizer-Flächen, reich an Klangfarben, dynamisch in ihrer Bewegung, bedeutungsschwere Vocal-Samples mit enigmatischem Charme, von einer Frau geschrien, ätherische Piano-Akkorde - wie in Trance erhebt man sich am Ende dieses Stückes.
June - Lost Area (DJ Sprinkles Lost Dancefloor Mix)
Lost Area (Dj Sprinkles' Lost Dancefoor) by June
English (short) version: dreamy and ethereal electronic club music grounded in classic chicago / acid house and new wave / synth pop by London based producer June. DJ Sprinkles on remixing duties serves deep atmospheric textures, warm synth tones and broken beats.
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June @ MySpace
June @ Soundcloud
June - Mnml Ssgs Special Mix
These Days Records @ MySpace
Snuff Crew: Snuff Trax for Japan
Die letzten Tage beschlich mich im Zusammenhang mit Japan, der Natur- und sich anschliessenden Nuklearkatastrophe ein ungutes Gefühl. Bis heute ist es nicht gewichen. Kochten zu Beginn, aufgrund der für jedermann erkennbaren Umstände - Explosionen an den und in den Kraftwerken, Brände, Rauchwolken über den Reaktorgebäuden - und aufgrund der dadurch konkret greifbaren Gefahr eines atomaren Grossunfalls die Emotionen Land auf, Land ab, sehr hoch, wünschten sich auch gemässigte Befürworter der Kernkraft einen geregelten Ausstieg, lässt sich dieser Tage ein Rückfall in einen Zustand relativer Unbetroffenheit ausmachen. Der Super-GAU blieb ja aus, beziehungsweise wurde der Ist-Zustand nicht als ein solcher beschrieben.
Vielleicht sind die Atomkraftwerke in unseren Breitengraden tatsächlich sicherer. Vielleicht ist die Wahrscheinlichkeit einer Verkettung solch tragischer Unglücksfälle in Mitteleuropa um ein Vielfaches geringer. Aber dennoch frage ich mich aufgrund der nicht unbeträchtlichen Gefahrträchtigkeit der Atomkraftwerke folgendes: egal in welcher Branche, ob in der Autoindustrie, der Computer- oder Nahrungsmittelindustrie werden beständig Fertigungsstrassen ausgetauscht, Sicherheitsprotokolle überarbeitet und ausgetauscht, werden Produktion und Qualitätssicherung dem Stand der Technik angepasst. Nur der Energiesektor scheint Jahrzehnte hinterher zu hinken, wenn man sich einmal die Störanfälligkeit der Atommeiler und ihre Hintergründe vor Augen hält. Veraltete Technik, veraltete Sicherheitsvorkehrungen, u.s.w.
Gerade jetzt ist jedoch jeder Einzelne als TEil eines Gemeinwesens gefragt, Japan nicht zu vergessen und in seinem eigenen Land dafür zu sorgen, dass die Nachkommen so wenig wie möglich Altlasten von uns überschrieben bekommen. Es reicht ja schon der Fundus an merkwürdiger Musik und komischer Literatur. Dieser lässt sich einfach auf dem Dachboden verstauen. Mit verstrahlten, für ein Leben in Gesundheit unzumutbar verseuchten Landschaften kann man dies nicht tun. Nun ja...
In der vergangenen Woche hatte die Snuff Crew auf ihrem Blog die Veröffentlichung einer Compilation angekündigt, derein Einnahmen in Gänze an die Japanhilfe des Roten Kreuzes fliessen werden. Namhafte Produzenten haben einen Track zu dieser Compilation beigesteuert. Im Folgenden die Worte der Snuff Crew:
Finally, here it is! We are so proud and happy that the benefit compilation “Snuff Trax for Japan” finally is finished! Take a look at all the great artists who contributed to this compilation and the marvellous tracklist, we are sure, you will love it! And of course, you help the people of Japan, because we will donate 100% of the profit to the Red Cross. So – please! – buy it! Even if you usually prefer to get your mp3s from *cough* inofficial sources… this time it is really important to buy them and support our project. Thank you very very much in advance! Not only will we love you madly for the rest of our lives, but you will also get lots of carma – of course!
The compilation will come out on March, 23rd and will be available in mp3 stores. As soon as there is a player and a possibility to buy them directly, we will add it here of course.
Our loudest shouts go out to all the great artists and mastering engineers involved in this project – keep in mind: everybody worked completely for free on this project, we really have to praise you!
But now: enough words – here´s the tracklist!
Die vollständige Tracklist entnehmt bitte der Website der Snuff Crew.
Mehr im Web:
Snuff Crew
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Snuff Crew @ Soundcloud
Snuff Crew @ Twitter
Snuff Crew: Snuff Trax For Japan @ Zero Inch
Snuff Crew: Snuff Trax For Japan @ Whatpeopleplay
Marco M. Bernd - Palas EP
Abschliessend noch ein kurzer Hinweis auf ein neues Label. Ehrenfels. Ob sich von seinem Namen auch auf die Herkunft schliessen lässt, wird sich in der nächsten Zeit herausstellen. Ehrenfels lautet der Name einer Burg sowohl in der Schweiz (Burg Ehrenfels bei Sils) als auch in Deutschland (Burg Ehrenfels in Hessen), und auch in Österreich gibt es einige Burgen, die diesen Namen tragen. Das - und noch die eine oder andere Kleinigkeit - führen wieder einmal zu der Frage: wer steckt dahinter?
Meinem Investigationstrieb werde ich für heute einmal nicht nachgehen. Mir genügt und bereitet Vergnügen bereits die Label-Existenz an sich. Das erste Release darauf stammt von Marco M. Bernd (war bereits auf einigen Netlabel wie Deep In Dub aktiv), dessen Tracks tief in Dub-Wolken drinhängen. Zwar wirken sie kaum bedrohlich, dafür hängen sie so fest im Tal zwischen den hohen Bassdrum-Bergen, dass sie sich auf der Palas EP nicht auflösen. Das Tiefbass-Chassis zeigt den Einfluss der Designschule Basic Channel, Echochord, Marko Fürstenberg & Co. Für Sounds, die man unter dem Namen "Dub Techno" einsortiert, habe ich leichte Schwäche, aber das wisst ihr ja.
Palas EP @ Soundcloud
English (short) version: Ehrenfels, a new label on the horizon. Dub techno, ambient dub techno, ambient dub. You name it. I like it!
Mehr im Web:
Marco M. Bernd @ MySpace
Marco M. Bernd @ Soundcloud
Ehrenfels @ Facebook
Ehrenfels @ MySpace
Ehrenfels
Meinem Investigationstrieb werde ich für heute einmal nicht nachgehen. Mir genügt und bereitet Vergnügen bereits die Label-Existenz an sich. Das erste Release darauf stammt von Marco M. Bernd (war bereits auf einigen Netlabel wie Deep In Dub aktiv), dessen Tracks tief in Dub-Wolken drinhängen. Zwar wirken sie kaum bedrohlich, dafür hängen sie so fest im Tal zwischen den hohen Bassdrum-Bergen, dass sie sich auf der Palas EP nicht auflösen. Das Tiefbass-Chassis zeigt den Einfluss der Designschule Basic Channel, Echochord, Marko Fürstenberg & Co. Für Sounds, die man unter dem Namen "Dub Techno" einsortiert, habe ich leichte Schwäche, aber das wisst ihr ja.
Palas EP @ Soundcloud
English (short) version: Ehrenfels, a new label on the horizon. Dub techno, ambient dub techno, ambient dub. You name it. I like it!
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Ehrenfels
Oliver Deutschmann - Celebrate Love
Auf Aim, der Label-Plattform von Berlins Tristen tut sich etwas. In absehbarer Zeit wird nämlich Oliver Deutschmann eine 12" darauf veröffentlichen. Ohne allzu grosses Aufhebens, anfangs fast unbemerkt erschien der Name Oliver Deutschmann im Zusammenhang mit Aim, wie ein Schneeglöckchen, das Ende Februar / Anfang März die Wintererde durchbricht.
Keineswegs ist es jedoch so, dass der Vidab-Labelchef hier, auf Aim, mit leichten Sounds aufwartet, die wie die Blütenblätter dieses Frühlingsbotens zart weiss, beinahe durchscheinend schimmern. Wenn wir bei diesem sprachlichen Bild verweilen wollen, sollten wir uns vielmehr den französischen Namen des Schneeglöckchens anschauen. Er lautet "perce-nege", was soviel wie "Schneedurchbrecher", "Schneedurchbohrer" oder "Die den Schnee durchbrechen" bedeutet. Oliver Deutschmanns erster Track, "Gimme Some Love", besitzt durchaus das Potential, selbst durch harte, frostige Winterböden durchzudringen und mit grosser Willens- und Körperkraft die Eis- und Schneelast zu bezwingen. Denn seine schwere Bassdrum erzeugt einen unheimlichen Druck. Sie bekommt Verstärkung von rhythmischen Begleitfiguren eines Synthesizers, deren Intensität über die Laufzeit des Tracks hinweg mehrmals wächst. Chord-Wellen, die ihre Energie über den Spannungsbogen hinweg transportieren.
Kosta Athanassiadis alias XDB steht in der Verantwortung für den Remix. In Sachen Neuabmischungen hat er derzeit einen Wahnsinnslauf, was auch seine Beiträge für die "Slowjac"-12" von Lowjac auf Bliq und "State Of Mind"-EP von Conforce auf Clone eindrücklich belegen. Metallisch kalt, hart und unnachgiebig sind seine Beats, deren nach vorne schiebende Kraft bis zum letzten Takt wirkt. Umklammert werden sie von schüchternen, warmen Synth-Lines und einer - ebenfalls metallisch - hauchigen Melodie, die aus nur wenigen Noten besteht. Animiert zum abgehen.
Bleibt noch "Celebrate Misery". Oliver Deutschmann baut auch hier einen lang anhaltenden Spannungsbogen auf und verleiht diesem Stück eine Eignung für den Dauertanz. Was passt dazu besser, als ein Auszug aus der Osho-Philosophie, der als Sprach-Sample die Rave-Hypnose zusätzlich befördert.
(Quellennachweis)
English (short) version: Oliver Deutschmann is next on Aim, the small label platform from German dj and producer Tristen. He, Oliver Deutschmann, and XDB on remixing duties deliver three tracks that may pierce through the veil of any dark basement club due to the dark rough beats and a psychedelic decor.
Mehr im Web:
Oliver Deutschmann @ Facebook
Oliver Deutschmann @ Soundcloud
XDB / Metrolux @ MySpace
Aim @ Facebook
Aim
One out of Four - From Berghain with love.... by oliverdeutschmann
P.S. Dieser Tage erscheint auch auf Jack Off eine 12" von Oliver Deutschmann unter dem Titel Waterfalls EP. Check!
Keineswegs ist es jedoch so, dass der Vidab-Labelchef hier, auf Aim, mit leichten Sounds aufwartet, die wie die Blütenblätter dieses Frühlingsbotens zart weiss, beinahe durchscheinend schimmern. Wenn wir bei diesem sprachlichen Bild verweilen wollen, sollten wir uns vielmehr den französischen Namen des Schneeglöckchens anschauen. Er lautet "perce-nege", was soviel wie "Schneedurchbrecher", "Schneedurchbohrer" oder "Die den Schnee durchbrechen" bedeutet. Oliver Deutschmanns erster Track, "Gimme Some Love", besitzt durchaus das Potential, selbst durch harte, frostige Winterböden durchzudringen und mit grosser Willens- und Körperkraft die Eis- und Schneelast zu bezwingen. Denn seine schwere Bassdrum erzeugt einen unheimlichen Druck. Sie bekommt Verstärkung von rhythmischen Begleitfiguren eines Synthesizers, deren Intensität über die Laufzeit des Tracks hinweg mehrmals wächst. Chord-Wellen, die ihre Energie über den Spannungsbogen hinweg transportieren.
Kosta Athanassiadis alias XDB steht in der Verantwortung für den Remix. In Sachen Neuabmischungen hat er derzeit einen Wahnsinnslauf, was auch seine Beiträge für die "Slowjac"-12" von Lowjac auf Bliq und "State Of Mind"-EP von Conforce auf Clone eindrücklich belegen. Metallisch kalt, hart und unnachgiebig sind seine Beats, deren nach vorne schiebende Kraft bis zum letzten Takt wirkt. Umklammert werden sie von schüchternen, warmen Synth-Lines und einer - ebenfalls metallisch - hauchigen Melodie, die aus nur wenigen Noten besteht. Animiert zum abgehen.
Bleibt noch "Celebrate Misery". Oliver Deutschmann baut auch hier einen lang anhaltenden Spannungsbogen auf und verleiht diesem Stück eine Eignung für den Dauertanz. Was passt dazu besser, als ein Auszug aus der Osho-Philosophie, der als Sprach-Sample die Rave-Hypnose zusätzlich befördert.
It is possible because celebration is an attitude. Even about misery you can take an attitude of celebration. For example: you are sad - don't get identified with sadness. Become a witness and enjoy the moment of sadness, because sadness has its own beauties. You have never watched. You get so identified that you never penetrate the beauties of a sad moment. If you watch, you will be surprised at what treasures you have been missing.
Look - when you are happy you are never so deep as when you are sad. Sadness has a depth to it; happiness has shallowness about it. Go and watch happy people. The so-called happy people, the playboys and playgirls - in clubs, in hotels you will find them, in theatres - are always smiling and bubbling with happiness. You will always find them shallow, superficial. They don't have any depth. Happiness is like waves juSt on the surface; you live a shallow life. But sadness has a depth to it. When you are sad it is not like waves on the surface, it is like the very depth of the Pacific Ocean: miles and miles to it.
(Quellennachweis)
English (short) version: Oliver Deutschmann is next on Aim, the small label platform from German dj and producer Tristen. He, Oliver Deutschmann, and XDB on remixing duties deliver three tracks that may pierce through the veil of any dark basement club due to the dark rough beats and a psychedelic decor.
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Aim
One out of Four - From Berghain with love.... by oliverdeutschmann
P.S. Dieser Tage erscheint auch auf Jack Off eine 12" von Oliver Deutschmann unter dem Titel Waterfalls EP. Check!
Marko Meth - Keep It Deep Guest Mix
Freitag, das Wochenende steht kurz bevor, und obendrein hat sich der Frühling angekündigt. Gibt nichts besseres, oder?! Darauf einstimmen soll auch der heutige Podcast, für den mit Marko Meth ein junger Wilder verantwortlich zeichnet.
1. Hallo…, stell Dich doch bitte einmal selbst vor.
Hallo, mein Name ist Marko. Ich bin 20 Jahre alt, gehe noch zur Schule und wohne in Nürnberg.
2. Was war Deine musikalische Initialzündung?
Meine musikalische Initialzündung, ich würde sagen David Hasselhoff! Kleiner Scherz am Rande, das war vor etwa 1,5 Jahren als ich das erste mal "Die Rakete" in Nürnberg besuchte. Hier kam ich das erste mal mit elektronischer Musik in Kontakt, kurz darauf kaufte ich mir Plattenspieler und alles nahm seinen lauf. Die Initialzündung zum Deep House gab damals der Podcast von Baaz für Tweak FM, bis heute mein absoluter lieblings Mix.
3. Welches bzw. wer sind Deine grössten musikalischen Einflüsse?
Definitiv Künstler wie Baaz, Mike Huckaby, Rick Wade, Knarf Skipson und MCDE, diese ein ziemlich breites Spektrum an verschiedenen Ideen und Interpretationen von Clubmusik. Da die Deep House Szene in Nürnberg sehr klein ist, waren die größten Einflüsse wohl das anhören von verschiedenen Podcasts, Mixes und Sets.
4. Wie würdest Du Deinen eigenen Stil beschreiben?
Mein Ziel ist es ein breites Spektrum an Sounds abzudecken. Ich liebe es schleichende, düstere und dahinlaufende Tracks zu spielen in denen man sich verliert. Aber auch knackige Sounds mit pregnanten Snares, Hi-Hats und Vocals sind meine Leidenschaft, das alles Versuche ich miteinander zu verbinden. Am besten ist es wohl wenn ihr euch auf meiner Soundcloud Seite ein eigenes Bild macht.
5. Wo kann man Dir beim Auflegen über die Schultern blicken?
Seit ein paar Monaten spiele ich das Warm-Up bei der "Kiss Klub" Eventreihe, diese findet monatlich statt. Ein Event das es nun seit ettlichen Jahren in Nürnberg gibt und auch sehr erfolgreich ist, doch auch bei "Villa Vogelweiher" und einigen anderen Events in "Der Rakete" bin ich ab und an zu hören.
6. Arbeitest Du auch an eigenen Tracks?
Im moment leider noch nicht.
7. Pläne für Deine musikalische Zukunft?
Im laufe diesen Jahres möchte ich mich langsam dem Produzieren widmen. Ich hab richtig Lust endlich was eigenes zu machen und genug Ideen fliegen mir auch schon durch den Kopf.
Hier der Podcast:
Marko Meth - Keep It Deep Guest Mix by keep-it-deep
Tracklist: later...
English (short) version: Marko Meth - nu breed at the decks and controls, highly inspired by a mixtape from Baaz and taking the first steps toward spinning records at a club. Enjoy his selection and arrangement!
Mehr im Web:
Marko Meth @ MySpace
Marko Meth @ Soundcloud
1. Hallo…, stell Dich doch bitte einmal selbst vor.
Hallo, mein Name ist Marko. Ich bin 20 Jahre alt, gehe noch zur Schule und wohne in Nürnberg.
2. Was war Deine musikalische Initialzündung?
Meine musikalische Initialzündung, ich würde sagen David Hasselhoff! Kleiner Scherz am Rande, das war vor etwa 1,5 Jahren als ich das erste mal "Die Rakete" in Nürnberg besuchte. Hier kam ich das erste mal mit elektronischer Musik in Kontakt, kurz darauf kaufte ich mir Plattenspieler und alles nahm seinen lauf. Die Initialzündung zum Deep House gab damals der Podcast von Baaz für Tweak FM, bis heute mein absoluter lieblings Mix.
3. Welches bzw. wer sind Deine grössten musikalischen Einflüsse?
Definitiv Künstler wie Baaz, Mike Huckaby, Rick Wade, Knarf Skipson und MCDE, diese ein ziemlich breites Spektrum an verschiedenen Ideen und Interpretationen von Clubmusik. Da die Deep House Szene in Nürnberg sehr klein ist, waren die größten Einflüsse wohl das anhören von verschiedenen Podcasts, Mixes und Sets.
4. Wie würdest Du Deinen eigenen Stil beschreiben?
Mein Ziel ist es ein breites Spektrum an Sounds abzudecken. Ich liebe es schleichende, düstere und dahinlaufende Tracks zu spielen in denen man sich verliert. Aber auch knackige Sounds mit pregnanten Snares, Hi-Hats und Vocals sind meine Leidenschaft, das alles Versuche ich miteinander zu verbinden. Am besten ist es wohl wenn ihr euch auf meiner Soundcloud Seite ein eigenes Bild macht.
5. Wo kann man Dir beim Auflegen über die Schultern blicken?
Seit ein paar Monaten spiele ich das Warm-Up bei der "Kiss Klub" Eventreihe, diese findet monatlich statt. Ein Event das es nun seit ettlichen Jahren in Nürnberg gibt und auch sehr erfolgreich ist, doch auch bei "Villa Vogelweiher" und einigen anderen Events in "Der Rakete" bin ich ab und an zu hören.
6. Arbeitest Du auch an eigenen Tracks?
Im moment leider noch nicht.
7. Pläne für Deine musikalische Zukunft?
Im laufe diesen Jahres möchte ich mich langsam dem Produzieren widmen. Ich hab richtig Lust endlich was eigenes zu machen und genug Ideen fliegen mir auch schon durch den Kopf.
Hier der Podcast:
Marko Meth - Keep It Deep Guest Mix by keep-it-deep
Tracklist: later...
English (short) version: Marko Meth - nu breed at the decks and controls, highly inspired by a mixtape from Baaz and taking the first steps toward spinning records at a club. Enjoy his selection and arrangement!
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Prostitune - Justfixit
Mit einem kleinen "Money Nugget" hat alles angefangen auf Just Another Beat. Ein rumpeliger Bassdrum-Sound wurde mit analogen Flächensounds und warmen Synth-Pads verbunden. Aus dieser schwermütigen, nachtblauen Atmosphäre tauchten nach einer kurzen Vorlaufzeit kleine wuselige Acid Bleeps und Vocal Samples auf, die dem Track gleichsam seinen elegischen Schleier abnahmen. "Money Nugget" liess Erinnerungen an Schatrax aufkommen, positionierte sich und den Produzenten Prostitune zwischen die analogen Skizzen eines Patrice Scott, Fred P / Black Jazz Consortium und dem düster-tonigen House / Techno auf Workshop Records.
Die letzten Jahre erfreute Jouem mit "Levitation" und dem zart transparent schimmernden "Dyad - Sven Weisemann hatten damals viele als Schöpfer-Vater auf dem Radar, nicht zuletzt aufgrund seines Albums Xine Zero. Offiziell bestätigt wurde dieses Verdachtsmoment jedoch nie.
Nach rund zwei Jahren Wartezeit erscheint auf Just Another Beat nun wieder Prostitune mit zwei Tracks. Er legt bei "Justfixit" wiederum mit einem Bassdrum-Sound los, der hier jedoch etwas weniger stuckert als auf seiner ersten EP. Er umhüllt den Drum-Groove mit feingestrickten, wie Kaschmir flaumweichen Synthie-Flächen, die er mit funkigen Acid-Motiven, Stimmfragmenten und abstrakten Effekten bestickt. Mit "NJ Turnpike" nimmt der Produzent in der Bezeichung seines zweiten Tracks Bezug auf eine der stärkstbefahrenen Strassen der USA. Sie überquert u.a. den Hudson River verbindet somit New York und New Jersey, aber Club Zanzibar-Nostalgiker seien schon jetzt gewarnt: Diven im Soulmantel führt uns Prostitune nicht vor. Egal. This shit is hot!
English (short) version: Good news. Prostitune's back with a follow-up to his outstanding "Money Nugget" EP on Just Another Beat. Expect some heavy pounding bassdrums wrapped in warm analogue synth sounds and cosmically shimmering effects. Great!
Mehr im Web:
Prostitune @ MySpace
Just Another Beat
Die letzten Jahre erfreute Jouem mit "Levitation" und dem zart transparent schimmernden "Dyad - Sven Weisemann hatten damals viele als Schöpfer-Vater auf dem Radar, nicht zuletzt aufgrund seines Albums Xine Zero. Offiziell bestätigt wurde dieses Verdachtsmoment jedoch nie.
Nach rund zwei Jahren Wartezeit erscheint auf Just Another Beat nun wieder Prostitune mit zwei Tracks. Er legt bei "Justfixit" wiederum mit einem Bassdrum-Sound los, der hier jedoch etwas weniger stuckert als auf seiner ersten EP. Er umhüllt den Drum-Groove mit feingestrickten, wie Kaschmir flaumweichen Synthie-Flächen, die er mit funkigen Acid-Motiven, Stimmfragmenten und abstrakten Effekten bestickt. Mit "NJ Turnpike" nimmt der Produzent in der Bezeichung seines zweiten Tracks Bezug auf eine der stärkstbefahrenen Strassen der USA. Sie überquert u.a. den Hudson River verbindet somit New York und New Jersey, aber Club Zanzibar-Nostalgiker seien schon jetzt gewarnt: Diven im Soulmantel führt uns Prostitune nicht vor. Egal. This shit is hot!
English (short) version: Good news. Prostitune's back with a follow-up to his outstanding "Money Nugget" EP on Just Another Beat. Expect some heavy pounding bassdrums wrapped in warm analogue synth sounds and cosmically shimmering effects. Great!
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Prostitune @ MySpace
Just Another Beat
Chaim - Alive (Remixes)
Weg von mythisch überhöhten Orten, den zwei, drei beinahe schon heiligen Städten, ihren Produzentengenerationen und der unantastbaren Soundarchitektur. Es schreibt sich auf viel leichter, druckbefreiter, da es sich nicht um das Werk irgendwelcher Legenden [spätestens mit der dritten Platte sollte dieser Ausnahmestatus erworben sein, ansonsten wird das nichts mehr], sondern von Menschen aus Fleisch und Blut handelt. Albern. Fleischliche, menschliche, irdische Wesen sind auch die Detroiter Produzenten, auch wenn wir der Verehrung unserer Helden oftmals mehr Platz einräumen, als ihnen eigentlich gebührt. Letztendlich kann die Musik auch in der Einsamkeit eines kleinen Ardennendorfes produziert werden. Hauptsache "my feet keep dancings", um es einmal mit Chic zu halten.
Von etwas weiter weg kommt Chaim Avital, der unter Verwendung seines Vornamens - Chaim - seit Jahren schon eine House-/Techno-Platte nach der anderen veröffentlicht. Auf die Frage "Where Is Jack" hat er zwar noch immer keine allgemeingültige Antwort, keine Weltformel gefunden, mit der sich das Phänomen des "Jack" komplett beschreiben liesse. Aber seither ist ihm ein Platz in der Stammelf von BPitch Control sicher.
Chaim Avital zählt mit Guy Gerber, Shlomi Aber, Itamar Sagi, Gel Abril, Guy J, und wie sie alle heissen, zur "Golden Generation" israelischer House-/Techno-Produzenten. Ihr Sound lässt sich weniger leicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Wiederkehrende ähnliche Eigenschaften, Muster und Themen in der Musik dieser Produzenten lassen sich zwar herausarbeiten. Es sind epische, sonnendurchflutete Klangbilder, die immer auch ein wenig Open Air-geeignet sind. Manche Riffs und Harmoniebögen strotzen nur so vor Auftriebspotential, die Hände gehen beinahe ohne eigenes Zutun in die Luft. Dabei aber von einem "Sound Of Israel" zu sprechen, halte ich persönlich für überzogen.
Anyway. Chaim Avital hat zum Jahresanfang sein Debütalbum "Alive" auf BPitch Control veröffentlicht. Es zeichnet sich aus durch eine verblüffende klanggestalterische Form zwischen sinnlichem, melodischem Elektronika-Pop und Tanzflächeneuphorie. Er baut langsam eine Dramaturgie auf, ohne sich in der Suche nach dem grossen Überraschungsmoment zu verzetteln. Dazu laufen die einzelnen Handlungsstränge zu deutlich auf den (nach-)mitternächtlichen Club zu. Hört selbst:
Chaim - Alive (BPC233CD) by BPitch Control
Nun aber endlich zur vorliegenden EP. Auf ihr befindet sich neben dem Original von "Alive" eine Vielzahl Remixe. Chaim beziehungsweise BPitch Control schart darauf eine Anzahl Produzenten um sich, die ich in dieser so nicht erwartet hätte. So trifft man einmal auf den Finnen Joakim Ijäs alias Kiki. Er gehört zum Inner Circle von BPitch Control, bildet mit seiner Vielzahl Releases einen wesentlichen Bestandteil des Rückgrats des Labels, hat auch die erste hauseigene Mix-Compilation "Boogy Bytes Vol. 1" herausgebracht (die ich mir übrigens in einem Anflug von Mittnuller-Nostalgie erst die Tage wieder einmal angehört habe). Er befreit das Original von seiner süssen Pop-Melancholie und unterfüttert es mit einem machtvollen Elektro-Bass. Die Vocals entkleidet Kiki von ihrem wolkenverhangenen Synth-Beiwerk, lässt sie gewissermassen im Lichtkegel des Tracks erstrahlen.
Einen weiteren Beitrag für diese 12" geliefert haben Philip Lauer und Christian Beisswenger, mit ihrem Projekt Arto Mwambe Hüter über klassische Moral und Wertvorstellungen im zeitgenössischen (Deep) House. Da ich ihre Platten auf Brontosaurus, ihre Remixe und ihre Live At Robert Johnson-Compilation liebe - diese starke Gefühlsbekundung ist aufrichtig und ehrlich gemeint -, bin ich vielleicht ein wenig voreingenommen und befangen und deswegen nicht wirklich unparteilich, was ihren Remix betrifft. Aber ihr Track vermittelt einfach eine Stimmung, wie sie an einem kalten, klaren Frühlingsmorgen herrscht, an dem die Sonne über dem Horizont erscheint und den morgendlichen Rauhreif schnell verschwinden lässt. Der pumpend-federnde Arto Mwambe-Bass, die warmen Synth-Chords, orgelähnliche Klänge, und irgendwann steht die Sonne hoch im Mittagszenit.
Bleibt noch Deniz Kurtel. Die türkischstämmige, in New York residierende Produzentin hat sich ja in kürzester Zeit einen hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad erarbeitet. Eine EP, "Whisper", auf Wolf+Lamb, dann war sie da und stand unter aller Beobachtung. "Shootingstar" könnte man schreiben. Nur das Wort "Legende" habe ich bisher noch nicht im Zusammenhang mit ihr gelesen. Kann aber sicher noch kommen. Ihre Überarbeitung hat etwas sehr Behutsames an sich, sie lässt Ruhe einkehren, wie das abendliche Eindunkeln, das eine gravitätische Stille über die Welt legt. Ein Glas schweren, körperreichen Rotweins mit intensiven Aromen dazu, und die Gedanken ziehen lassen.
English (short) version: Israeli producer Chaim recently debuted with a full length album on BPitch Control. It is not his first record ever but his first long player. It is accompanied by a single on which the title track - an overwhelming emotive song in between house music and electronic pop - gets a special treatment by three artists. The first is Kiki, a BPitch Control stalwart. He brings a strong electro form into "Alive". Second is Arto Mwambe, the Frankfurt based keepers of the law of House. Their remix is rising sun, energy throughout and creates a feeling of well-being and euphoria. Third is Deniz Kurtel, rising star, shooting star, with a subtle treatment that works early at night or late in the morning.
Mehr im Web:
Chaim @ MySpace
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Chaim @ BPitch Control
Kiki @ MySpace
Kiki @ Facebook
Kiki - Noice Mixtape @ Pulseradio.net
Arto Mwambe @ MySpace
Arto Mwambe @ Facebook
Deniz Kurtel @ Facebook
Deniz Kurtel
Von etwas weiter weg kommt Chaim Avital, der unter Verwendung seines Vornamens - Chaim - seit Jahren schon eine House-/Techno-Platte nach der anderen veröffentlicht. Auf die Frage "Where Is Jack" hat er zwar noch immer keine allgemeingültige Antwort, keine Weltformel gefunden, mit der sich das Phänomen des "Jack" komplett beschreiben liesse. Aber seither ist ihm ein Platz in der Stammelf von BPitch Control sicher.
Chaim Avital zählt mit Guy Gerber, Shlomi Aber, Itamar Sagi, Gel Abril, Guy J, und wie sie alle heissen, zur "Golden Generation" israelischer House-/Techno-Produzenten. Ihr Sound lässt sich weniger leicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Wiederkehrende ähnliche Eigenschaften, Muster und Themen in der Musik dieser Produzenten lassen sich zwar herausarbeiten. Es sind epische, sonnendurchflutete Klangbilder, die immer auch ein wenig Open Air-geeignet sind. Manche Riffs und Harmoniebögen strotzen nur so vor Auftriebspotential, die Hände gehen beinahe ohne eigenes Zutun in die Luft. Dabei aber von einem "Sound Of Israel" zu sprechen, halte ich persönlich für überzogen.
Anyway. Chaim Avital hat zum Jahresanfang sein Debütalbum "Alive" auf BPitch Control veröffentlicht. Es zeichnet sich aus durch eine verblüffende klanggestalterische Form zwischen sinnlichem, melodischem Elektronika-Pop und Tanzflächeneuphorie. Er baut langsam eine Dramaturgie auf, ohne sich in der Suche nach dem grossen Überraschungsmoment zu verzetteln. Dazu laufen die einzelnen Handlungsstränge zu deutlich auf den (nach-)mitternächtlichen Club zu. Hört selbst:
Chaim - Alive (BPC233CD) by BPitch Control
Nun aber endlich zur vorliegenden EP. Auf ihr befindet sich neben dem Original von "Alive" eine Vielzahl Remixe. Chaim beziehungsweise BPitch Control schart darauf eine Anzahl Produzenten um sich, die ich in dieser so nicht erwartet hätte. So trifft man einmal auf den Finnen Joakim Ijäs alias Kiki. Er gehört zum Inner Circle von BPitch Control, bildet mit seiner Vielzahl Releases einen wesentlichen Bestandteil des Rückgrats des Labels, hat auch die erste hauseigene Mix-Compilation "Boogy Bytes Vol. 1" herausgebracht (die ich mir übrigens in einem Anflug von Mittnuller-Nostalgie erst die Tage wieder einmal angehört habe). Er befreit das Original von seiner süssen Pop-Melancholie und unterfüttert es mit einem machtvollen Elektro-Bass. Die Vocals entkleidet Kiki von ihrem wolkenverhangenen Synth-Beiwerk, lässt sie gewissermassen im Lichtkegel des Tracks erstrahlen.
Einen weiteren Beitrag für diese 12" geliefert haben Philip Lauer und Christian Beisswenger, mit ihrem Projekt Arto Mwambe Hüter über klassische Moral und Wertvorstellungen im zeitgenössischen (Deep) House. Da ich ihre Platten auf Brontosaurus, ihre Remixe und ihre Live At Robert Johnson-Compilation liebe - diese starke Gefühlsbekundung ist aufrichtig und ehrlich gemeint -, bin ich vielleicht ein wenig voreingenommen und befangen und deswegen nicht wirklich unparteilich, was ihren Remix betrifft. Aber ihr Track vermittelt einfach eine Stimmung, wie sie an einem kalten, klaren Frühlingsmorgen herrscht, an dem die Sonne über dem Horizont erscheint und den morgendlichen Rauhreif schnell verschwinden lässt. Der pumpend-federnde Arto Mwambe-Bass, die warmen Synth-Chords, orgelähnliche Klänge, und irgendwann steht die Sonne hoch im Mittagszenit.
Bleibt noch Deniz Kurtel. Die türkischstämmige, in New York residierende Produzentin hat sich ja in kürzester Zeit einen hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad erarbeitet. Eine EP, "Whisper", auf Wolf+Lamb, dann war sie da und stand unter aller Beobachtung. "Shootingstar" könnte man schreiben. Nur das Wort "Legende" habe ich bisher noch nicht im Zusammenhang mit ihr gelesen. Kann aber sicher noch kommen. Ihre Überarbeitung hat etwas sehr Behutsames an sich, sie lässt Ruhe einkehren, wie das abendliche Eindunkeln, das eine gravitätische Stille über die Welt legt. Ein Glas schweren, körperreichen Rotweins mit intensiven Aromen dazu, und die Gedanken ziehen lassen.
English (short) version: Israeli producer Chaim recently debuted with a full length album on BPitch Control. It is not his first record ever but his first long player. It is accompanied by a single on which the title track - an overwhelming emotive song in between house music and electronic pop - gets a special treatment by three artists. The first is Kiki, a BPitch Control stalwart. He brings a strong electro form into "Alive". Second is Arto Mwambe, the Frankfurt based keepers of the law of House. Their remix is rising sun, energy throughout and creates a feeling of well-being and euphoria. Third is Deniz Kurtel, rising star, shooting star, with a subtle treatment that works early at night or late in the morning.
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Chaim @ MySpace
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Chaim @ BPitch Control
Kiki @ MySpace
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Kiki - Noice Mixtape @ Pulseradio.net
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Deniz Kurtel
Move D - Lecture @ RBMA 2008
Gestern Abend hatte ich den guten Vorsatz gefasst, wenigstens drei Blogeinträge auf die Reihe zu bekommen. Dieses Vorhaben scheiterte in seiner Vorbereitungsphase. Denn ich blieb im Video Archive der Red Bull Music Academy hängen und liess den Abend mit der "Move Any Mountain", der Lecture Session mit Move D. Ist bereits das zweite Mal, dass ich diese Aufzeichnung geschaut habe. Gerade die erste halbe Stunde, die Skizzierung seines musikalischen Hintergrundes, der vielfältigen Einflüsse aus Jazz bis hin zum Techno von Mark Archer und Chris Peat unter ihrem Nexus 21-Alias hat mich am gestrigen Abend schwer beeindruckt. Genug geschrieben. Here you go:
English (short) version: instead of writing blog posts I was browsing around the digital video library of Red Bull Music Academy. I decided to watch the lecture with Move D again and followed attentively his detailed remarks to his musical background, the Jazz and Techno influences. If you didn't watch it yet, do it now!
English (short) version: instead of writing blog posts I was browsing around the digital video library of Red Bull Music Academy. I decided to watch the lecture with Move D again and followed attentively his detailed remarks to his musical background, the Jazz and Techno influences. If you didn't watch it yet, do it now!
Hakim Murphy - Keep It Deep Guest Mix
Schon seit einiger Zeit ist Hakim Murphy, Guest Mixer dieser Woche, auf dem Radarschirm von keep-it-deep. Was an seiner Musik fasziniert, habe ich bereits im August 2010 im Rahmen eines Eintrages zu seiner 12" Black Robots Having Sex kund getan: "Es ist diese Rohheit, der Schweiss, das Maschinen-Workout, welche den Releases von Hakim Murphy eine - in meinen Augen unabstreitbare - Attraktivität verleihen. Gewiss, leicht verdaulich sind Hakim Murphys schroff klingenden Snares, kantig und klobige Bass-Sounds sowie etwas ungelenk wirkende, stolperig wie über Kopfsteinpflastergassen laufende Drums und durch verschiedene Bleep-Sphären führende Synthie-Sounds ganz sicher nicht. Aber wenn ein Sound die Beschreibung "Minimal Funk" verdient hat, dann mit Sicherheit die Tracks auf "Black Robots Having Sex"." Zunächst Interview, dann Mix. Wie gehabt. Viel Vergnügen!
1. Dear Hakim, would you like to introduce yourself?
I am a dj/producer who rocks beats from acid to deep house.
2. You've been gracing the decks for over a decade now. Do you remember the first day behind the turntables? What did you feel?
I didn't really understand the concept of pitch control or how to start the beat at the beginning of the phrase but yet I felt excited every time I got to play records. I do remember the first time I ever matched a beat, I was at my friend Gerald Moore's house and it was two Dance Mania records; DJ Funk and DJ Deeon. Then I rode the pitch back and forth, and it stayed on beat. It was like driving a car and at that moment I found matching beats to be easy and then it went from there.
3. How has your personal style evolved over the years?
It has changed dramatically over time, I got into different music styles and started opening up my ears to all that was going on in music. When I first started djing I was playing mostly all Dance Mania and records from some Chicago locals, but slowly I got more interested in Cajual, Relief, and then finally some Deep House. In the late 90's I started to buy a lot of imports from France and Germany. Really like all the Versatile, Sense, I:Cube, and Demon records.
For a while I stopped djing and collecting records even though I had bought an MPC-2000. I wasn't feeling the mood to make music. Then in 2000 I graduated from college and played records everyday for 6 months. That got my dj chops up, and I started listening and trying to figure out my sound again. Later in 2003, I went to music school and studied classical and jazz composition and this is probably the most important time for my musical development, because I started writing better tracks after the training.
I always liked acid tracks, but I never had any machines to make it with, but I had a copy of Reason 1.0 and I totally understood how to use it, and all the different note timings and synths available, and I really dug how Reason was like using analog gear because you plug it together the same way. Now in my style there are the raw elements of Chicago ghetto tracks with the subtle drum pattern changes, the classical music arrangements, and the 7th, 9th, and 11th chord harmonies from Jazz.
4. Who and what were your most important musical influences back then?
I would say one of my main influences when I started making dance music was Paul Johnson. He was lacing up mad tracks that I was feeling. I also loved a lot of Dance Mania artist, being that I use to dance, I wanted to be that dj who rocked the party with some straight energy tracks. I also like Larry Heard, Cajmere, and Robert Armani as well. I was playing all that Chicago shit when I first started.
5. Who and what is it nowadays? What is it that inspires you?
Hmmm, my inspiration these days comes from my love of making music. I use creating tracks as a therapeutic exercise; I get out all my frustrations through materializing tones, sometimes I finish tracks and sometimes I don't, but it is all for love though. This is probably my true inspiration, plus I enjoy the fact that I can contribute to society and human intellect in a way that is enjoyable for me and the end consumers.
6. You live and work in Chicago, a city with a rich musical heritage. Blues, Jazz, Soul and, of course, House music arose out of it. What do you think are some reasons for it?
I really don't know the answer to this but just that Chicago has a musical vibe to it. All the different influences really made the city what it was and is, you had the European immigrants with their music, plus you had all the Blacks who move up from the south, and many Hispanic people moving in; all contributing to Chicago. Though there were many rough patches with race relations, eventually integration set in and all types of people were getting into the different types music.
Chicago, it is kind of in the blood, a mostly liberal midwestern city that was full of artists and lots of wealthy people who like music, so they would contribute to the scene through patronage. Also I think church in the Black community had a lot to do with it to as many of these Blues, Jazz, and Soul artist were learning there craft from being in Church bands and choirs, and it all just continued to grow. Also we must not forget about the huge drug influence in Chicago that was spurring the disco and house moments, those classic parties that everyone was talking about were filled with mad drugs so that also kept the music moving forward.
7. You started making music and producing your own releases in 2005. How would you locate yourself on a "Chicago Sound Map"?
For my releases: my sound is definitely closer to Techno side of things, but I guess that's always been the sound I was into in retrospect, so I am basically making Techno at House tempos for the most part. But every once in a while I'll make some deep house. Otherwise I make all kinds of stuff: Jazz and Downtempo Trip Hop.
8. What three words describe your music?
Raw, deep and subtle.
9. You also run two labels, Synapsis Recordings and Machining Dreams. What was, and still is, your motivation behind?
To put out good music and keep vinyl alive. I think that was always the motivating factor. I always wanted to release some vinyl pieces. I'm not hating on digital but I like to have a vinyl artifact in my hand, I like the way records feel as well.
10. What is the label's musical concept?
Synapsis is a collaboration with Inbum Cho aka Avondale Music Society and we decided to drop a split vinyl piece back in 2008, so in the beginning it was just a vehicle for only Inbum and myself. Then later I heard some heat from Mauser and we decided to put it out. Now Synapsis will release the various styles of Chicago electronic music from Chicago artists.
Machining Dreams is more underground and it will feature artists from everywhere. The releases will most likely always be either Acid, Deep House, and or Techno.
11. What are you currently working on?
I am currently working on making enough tracks to do a mixtape for the summer. It will be all my tracks; 45 minute A and B side for the summer time. One side will be called AM and the other will be PM. So I'm in the process of writing tunes in these moments.
12. Plans for your musical future? Maybe a classical piano solo album? (We read in an interview with you at Hybridize blog, that you are gifted pianist and very into classical music)
Yeah, when I get more settled I want to buy a piano and write some Jazz-Classical fusions pieces. A bunch of short pieces that are fun, I'll be using jazz harmonies and classical arrangements. These pieces will be all in sheet music form and then I'll record it for a cd release and or digital download one day.
Otherwise, I have a few thing upcoming for the labels: Synapsis will see a solo release from Avondale Music Society called Mega Cycles EP(synapsis005), then a release from me called Examplars EP(synapsis006). For Machining Dreams there will be a various release called Vanguard Sound Vol. 1 featuring tracks from myself, G. Marcell, DJ Spider, Amir Alexander and Dakini9(mdreams004) and then a solo piece from Amir Alexander called North & Clybourn EP(mdreams005).
Hier nun der Mix:
Hakim Murphy - Snowstorm (Keep It Deep Guest Mix) by keep-it-deep
Tracklist:
00:00 | NSNT PRJCT [We Invented This] Wild Oats | WO-N5NT
02:58 | Non Stope [House Nation] KStarke Records |KR003
06:38 | Steven Tang [Over Easy] Altered Moods Recordings | AMR25R
09:47 | Hakim Murphy [Pulsate Phosphorus] Machining Dreams | mdreams004 *
14:35 | Macello Napoletano [Fuck This Machines] Unreleased | -------
20:48 | Marcellus pittman [Unirhythm Green vol. 1 (TOM Remix)] Unirhythm |uni1001
22:38 | DJ Spider [Dystopia] Machining Dreams | mdreams004 *
26:19 | Hakim Murphy [Creeper] unreleased | -------
30:06 | The Maniacs [Love Eternal] Nation | NAT008
33:40 | IAMTHATIAM [The Long Road To Redemtion] Fit Sound | Fit002
37:05 | NSNT PRJCT [Tr4mps] Wild Oats | WO-N5NT
40:10 | G. Marcell [Excites Me] Machining Dreams | mdreams004 *
45:25 | Miles Sagnia [Can We Heal Them] Atmospheric Existence | AER03 *
49:30 | Amir Alexander and Dakini9 [Black Ops] Machining Dreams | mdreams004 *
53:27 | Specter [Short Stack] Altered Moods Recordings | AMR25R
57:25 | Amp Dog Knight's [I'm Doing Fine] Mahogani Muisc | Mahogani M1
61:24 | Amir Alexander [The Abyss] Machining Dreams | mdreams005 *
66:00 | Avondale Music Society [You Suck] Synapsis Records | Synapsis005 *
* Denotes upcoming releases.
Mehr im Web:
Hakim Murphy @ Facebook
Hakim Murphy @ MySpacey
Hakim Murphy @ Soundcloud
Hakum Murphy - Machining Dreams Blog
Hakim Murphy - Interview & Guest Mix @ Hybridize
Hakim Murphy - Interview & Guest Mix @ Little White Earbuds
1. Dear Hakim, would you like to introduce yourself?
I am a dj/producer who rocks beats from acid to deep house.
2. You've been gracing the decks for over a decade now. Do you remember the first day behind the turntables? What did you feel?
I didn't really understand the concept of pitch control or how to start the beat at the beginning of the phrase but yet I felt excited every time I got to play records. I do remember the first time I ever matched a beat, I was at my friend Gerald Moore's house and it was two Dance Mania records; DJ Funk and DJ Deeon. Then I rode the pitch back and forth, and it stayed on beat. It was like driving a car and at that moment I found matching beats to be easy and then it went from there.
3. How has your personal style evolved over the years?
It has changed dramatically over time, I got into different music styles and started opening up my ears to all that was going on in music. When I first started djing I was playing mostly all Dance Mania and records from some Chicago locals, but slowly I got more interested in Cajual, Relief, and then finally some Deep House. In the late 90's I started to buy a lot of imports from France and Germany. Really like all the Versatile, Sense, I:Cube, and Demon records.
For a while I stopped djing and collecting records even though I had bought an MPC-2000. I wasn't feeling the mood to make music. Then in 2000 I graduated from college and played records everyday for 6 months. That got my dj chops up, and I started listening and trying to figure out my sound again. Later in 2003, I went to music school and studied classical and jazz composition and this is probably the most important time for my musical development, because I started writing better tracks after the training.
I always liked acid tracks, but I never had any machines to make it with, but I had a copy of Reason 1.0 and I totally understood how to use it, and all the different note timings and synths available, and I really dug how Reason was like using analog gear because you plug it together the same way. Now in my style there are the raw elements of Chicago ghetto tracks with the subtle drum pattern changes, the classical music arrangements, and the 7th, 9th, and 11th chord harmonies from Jazz.
4. Who and what were your most important musical influences back then?
I would say one of my main influences when I started making dance music was Paul Johnson. He was lacing up mad tracks that I was feeling. I also loved a lot of Dance Mania artist, being that I use to dance, I wanted to be that dj who rocked the party with some straight energy tracks. I also like Larry Heard, Cajmere, and Robert Armani as well. I was playing all that Chicago shit when I first started.
5. Who and what is it nowadays? What is it that inspires you?
Hmmm, my inspiration these days comes from my love of making music. I use creating tracks as a therapeutic exercise; I get out all my frustrations through materializing tones, sometimes I finish tracks and sometimes I don't, but it is all for love though. This is probably my true inspiration, plus I enjoy the fact that I can contribute to society and human intellect in a way that is enjoyable for me and the end consumers.
6. You live and work in Chicago, a city with a rich musical heritage. Blues, Jazz, Soul and, of course, House music arose out of it. What do you think are some reasons for it?
I really don't know the answer to this but just that Chicago has a musical vibe to it. All the different influences really made the city what it was and is, you had the European immigrants with their music, plus you had all the Blacks who move up from the south, and many Hispanic people moving in; all contributing to Chicago. Though there were many rough patches with race relations, eventually integration set in and all types of people were getting into the different types music.
Chicago, it is kind of in the blood, a mostly liberal midwestern city that was full of artists and lots of wealthy people who like music, so they would contribute to the scene through patronage. Also I think church in the Black community had a lot to do with it to as many of these Blues, Jazz, and Soul artist were learning there craft from being in Church bands and choirs, and it all just continued to grow. Also we must not forget about the huge drug influence in Chicago that was spurring the disco and house moments, those classic parties that everyone was talking about were filled with mad drugs so that also kept the music moving forward.
7. You started making music and producing your own releases in 2005. How would you locate yourself on a "Chicago Sound Map"?
For my releases: my sound is definitely closer to Techno side of things, but I guess that's always been the sound I was into in retrospect, so I am basically making Techno at House tempos for the most part. But every once in a while I'll make some deep house. Otherwise I make all kinds of stuff: Jazz and Downtempo Trip Hop.
8. What three words describe your music?
Raw, deep and subtle.
9. You also run two labels, Synapsis Recordings and Machining Dreams. What was, and still is, your motivation behind?
To put out good music and keep vinyl alive. I think that was always the motivating factor. I always wanted to release some vinyl pieces. I'm not hating on digital but I like to have a vinyl artifact in my hand, I like the way records feel as well.
10. What is the label's musical concept?
Synapsis is a collaboration with Inbum Cho aka Avondale Music Society and we decided to drop a split vinyl piece back in 2008, so in the beginning it was just a vehicle for only Inbum and myself. Then later I heard some heat from Mauser and we decided to put it out. Now Synapsis will release the various styles of Chicago electronic music from Chicago artists.
Machining Dreams is more underground and it will feature artists from everywhere. The releases will most likely always be either Acid, Deep House, and or Techno.
11. What are you currently working on?
I am currently working on making enough tracks to do a mixtape for the summer. It will be all my tracks; 45 minute A and B side for the summer time. One side will be called AM and the other will be PM. So I'm in the process of writing tunes in these moments.
12. Plans for your musical future? Maybe a classical piano solo album? (We read in an interview with you at Hybridize blog, that you are gifted pianist and very into classical music)
Yeah, when I get more settled I want to buy a piano and write some Jazz-Classical fusions pieces. A bunch of short pieces that are fun, I'll be using jazz harmonies and classical arrangements. These pieces will be all in sheet music form and then I'll record it for a cd release and or digital download one day.
Otherwise, I have a few thing upcoming for the labels: Synapsis will see a solo release from Avondale Music Society called Mega Cycles EP(synapsis005), then a release from me called Examplars EP(synapsis006). For Machining Dreams there will be a various release called Vanguard Sound Vol. 1 featuring tracks from myself, G. Marcell, DJ Spider, Amir Alexander and Dakini9(mdreams004) and then a solo piece from Amir Alexander called North & Clybourn EP(mdreams005).
Hier nun der Mix:
Hakim Murphy - Snowstorm (Keep It Deep Guest Mix) by keep-it-deep
Tracklist:
00:00 | NSNT PRJCT [We Invented This] Wild Oats | WO-N5NT
02:58 | Non Stope [House Nation] KStarke Records |KR003
06:38 | Steven Tang [Over Easy] Altered Moods Recordings | AMR25R
09:47 | Hakim Murphy [Pulsate Phosphorus] Machining Dreams | mdreams004 *
14:35 | Macello Napoletano [Fuck This Machines] Unreleased | -------
20:48 | Marcellus pittman [Unirhythm Green vol. 1 (TOM Remix)] Unirhythm |uni1001
22:38 | DJ Spider [Dystopia] Machining Dreams | mdreams004 *
26:19 | Hakim Murphy [Creeper] unreleased | -------
30:06 | The Maniacs [Love Eternal] Nation | NAT008
33:40 | IAMTHATIAM [The Long Road To Redemtion] Fit Sound | Fit002
37:05 | NSNT PRJCT [Tr4mps] Wild Oats | WO-N5NT
40:10 | G. Marcell [Excites Me] Machining Dreams | mdreams004 *
45:25 | Miles Sagnia [Can We Heal Them] Atmospheric Existence | AER03 *
49:30 | Amir Alexander and Dakini9 [Black Ops] Machining Dreams | mdreams004 *
53:27 | Specter [Short Stack] Altered Moods Recordings | AMR25R
57:25 | Amp Dog Knight's [I'm Doing Fine] Mahogani Muisc | Mahogani M1
61:24 | Amir Alexander [The Abyss] Machining Dreams | mdreams005 *
66:00 | Avondale Music Society [You Suck] Synapsis Records | Synapsis005 *
* Denotes upcoming releases.
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Universal Techno (1996)
![]() |
| http://olddetroit.tumblr.com/post/3504203503/detroit-skyline-from-canada-early-60s |
Universal Techno (Part 1/7)
Universal Techno (Part 2/7)
Universal Techno (Part 3/7)
Universal Techno (Part 4/7)
Universal Techno (Part 5/7)
Universal Techno (Part 6/7)
Universal Techno (Part 7/7)
???
Cosmin TRG - A Universal Crush
Cosmin Nicolae hat unter seinem Künsteralias TRG oder Cosmin TRG für Erdbebenwirkungen gesorgt, deren freigesetzten Energien nur wenige standhalten konnten. Bassdruckwellen, wirbelsturmartige Synth-Passagen, frenetische Claps hatten und haben einen solchen Intensitätsgrad. Ihnen Herr werden mit herkömmlichen Schutzmassnahmen? Ausgeschlossen!
Auf Hessle Audio, Tempa, Soul Motive oder Immerse war er bereits mit Veröffentlichungen am Start. Auch Hotflush, Hemlock und nicht zuletzt Rush Hour Recordings sicherte sich die Dienste des in Bukarest / Rumänien lebenden Produzenten. Dort erwies er sich als äusserst begabter und überaus fleissiger Produzent einer Musik, die mit 2-Step, Dubstep, Future Garage, Post Dubstep oder gleich Poststep bezeichnet werden kann. Spielt auch keine Rolle. Ich mag seinen Sound, mir gefällt, mit welch revolutionärer Geschwindigkeit er sich durch die Genre hindurcharbeitet und dabei wilde Genremutationen und Rhythmushybride hinterlässt.
Man kann diese Unbefangenheit und Leichtfüssigkeit in seiner Herangehensweise sicher auch damit begründen, dass für ihn alles - Techno, House, Drum'n'Bass, Dubstep, Funk, Disco, Synth Pop, et cetera - hier und jetzt stattfindet; dass ihm aufgrund der politischen Vergangenheit seines Landes und den sozio-kulturellen Voraussetzungen der Blick zurück, das Festhalten an Vergangenem, gar nicht in der Form möglich ist, wie man es dem Mitteleuropäer gerne einmal zuschreibt. Andererseits...leben wir im Jahr 2011, und da ist die Genre-Palette, aus der ein Produzent sich bedienen kann, unermesslich gross. Der Schlüssel zum Erfolg liegt wahrscheinlich darin, diesen Schritt zu gehen, sich über das Prinzip der Selbstbegrenzung hinwegzusetzen.
So löst sich denn Cosmin TRG auf "A Universal Crush" von den (halb)gebrochenen Beats. Gewissermassen entfernt er sich einen weiteren Schritt von der "Space Station Love Affair" und lässt ab von der "Liebe[n] Suende", die da heisst Bassmusik. Auf dem Rush Hour-Tochter-/Zweig-/Wasauchimmer-Label zeigt er sich dem 4/4-Rhythmus verpflichtet, verwebt die Step-Vergangenheit mit House und Techno - ohne dabei so gnadenlos und hart aufzutreten, wie bei "Separat / Izolat", zwei Tracks, die nahezu zeitgleich auf Fifty Weapons erschienen sind. Trotzdem: markante Kickdrums, energiegeladene, euphorische Synthesizer und Tiefe im Bassbereich finden sich auf den vier Tracks zuhauf. Thumbs up!
English (short) version: Cosmin TRG is a high potency producer who designs beats, basslines and euphoric synthies to provide high-explosive dancefloor material combining all kind of bass- and poststep-music. On "A Universal Crush", Cosmin TRG reveals a heavy stash of 4/4 ammunition to supplement your proper muscle workout over nightshift.
Mehr im Web:
Cosmin TRG @ MySpace
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Cosmin TRG @ Soundcloud
Introducing: Cosmin TRG @ Fabric Blog
Rush Hour @ Facebook
Rush Hour
zero'' // podcast #023- DJ Mix: Cosmin TRG by zero-inch
Auf Hessle Audio, Tempa, Soul Motive oder Immerse war er bereits mit Veröffentlichungen am Start. Auch Hotflush, Hemlock und nicht zuletzt Rush Hour Recordings sicherte sich die Dienste des in Bukarest / Rumänien lebenden Produzenten. Dort erwies er sich als äusserst begabter und überaus fleissiger Produzent einer Musik, die mit 2-Step, Dubstep, Future Garage, Post Dubstep oder gleich Poststep bezeichnet werden kann. Spielt auch keine Rolle. Ich mag seinen Sound, mir gefällt, mit welch revolutionärer Geschwindigkeit er sich durch die Genre hindurcharbeitet und dabei wilde Genremutationen und Rhythmushybride hinterlässt.
Man kann diese Unbefangenheit und Leichtfüssigkeit in seiner Herangehensweise sicher auch damit begründen, dass für ihn alles - Techno, House, Drum'n'Bass, Dubstep, Funk, Disco, Synth Pop, et cetera - hier und jetzt stattfindet; dass ihm aufgrund der politischen Vergangenheit seines Landes und den sozio-kulturellen Voraussetzungen der Blick zurück, das Festhalten an Vergangenem, gar nicht in der Form möglich ist, wie man es dem Mitteleuropäer gerne einmal zuschreibt. Andererseits...leben wir im Jahr 2011, und da ist die Genre-Palette, aus der ein Produzent sich bedienen kann, unermesslich gross. Der Schlüssel zum Erfolg liegt wahrscheinlich darin, diesen Schritt zu gehen, sich über das Prinzip der Selbstbegrenzung hinwegzusetzen.
So löst sich denn Cosmin TRG auf "A Universal Crush" von den (halb)gebrochenen Beats. Gewissermassen entfernt er sich einen weiteren Schritt von der "Space Station Love Affair" und lässt ab von der "Liebe[n] Suende", die da heisst Bassmusik. Auf dem Rush Hour-Tochter-/Zweig-/Wasauchimmer-Label zeigt er sich dem 4/4-Rhythmus verpflichtet, verwebt die Step-Vergangenheit mit House und Techno - ohne dabei so gnadenlos und hart aufzutreten, wie bei "Separat / Izolat", zwei Tracks, die nahezu zeitgleich auf Fifty Weapons erschienen sind. Trotzdem: markante Kickdrums, energiegeladene, euphorische Synthesizer und Tiefe im Bassbereich finden sich auf den vier Tracks zuhauf. Thumbs up!
English (short) version: Cosmin TRG is a high potency producer who designs beats, basslines and euphoric synthies to provide high-explosive dancefloor material combining all kind of bass- and poststep-music. On "A Universal Crush", Cosmin TRG reveals a heavy stash of 4/4 ammunition to supplement your proper muscle workout over nightshift.
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Introducing: Cosmin TRG @ Fabric Blog
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Rush Hour
zero'' // podcast #023- DJ Mix: Cosmin TRG by zero-inch
Lost Tracks (6)
![]() |
| http://theniftyfifties.tumblr.com/post/3528160188/vintage-1950s-records-vinyl-shopping-teenagers-music-ret |
1. Studnitzky - Hauke (Remixes) - Best Works Recordings.
Jazz is the teacher. Das wussten unter anderem auch Moritz von Oswald, Thomas Fehlmann und Juan Atkins. Ebenso unter seine Fittiche genommen hat dieser geheimnisvolle, kaum greifbare Lehrmeister den in Berlin lebenden Musiker Sebastian Studnitzky. Der Jazz-Trompeter und Jazz-Pianist spielt(e) bereits an der Seite von Nils Landgren oder Rebekka Bakken, begleitete sie auf Touren und Festivals, ist Instrumentalist der Live-Band von Jazzanova, und zudem mit eigenen Kompositionen auf Tour (Studnitzky Trio).
Zum Jahresausklang erschien auf Best Works Recordings eine EP von Studnitzky unter dem Titel "Hauke". Sie beinhaltet neben dem Original - ein Stück Straight-Ahead-Jazz mit geradlinigem Rhythmus, bei dem ein Schlag jedoch leicht hinkt - drei Remixe. Zum einen steuert der Ukrainer Vakula eine Neuabmischung bei. Er orientiert sich dabei am Grundmetrum des Originals, bemüht sich, den freigeistigen Charakter des Ausgangsmaterials weitgehend unverändert mit seinem Verständnis elektronischer (Club-)Musik in Einklang zu bringen. Martin Iveson alias Atjazz und Daniel Ramm a.k.a. Subfossil geht die Sache dagegen etwas direkter an, lassen Jazz und Club eine kongeniale Verbindung eingehen.
BWR009 - Studnitzky "Hauke EP" by bestworks
2. Joel Alter - Silence Is Golden - Bass Culture.
Joel Alter ist ein weiterer Produzent aus Schweden, der sich über die letzten beiden Jahre eine starke Fanbase erarbeitet hat. Unter dem Alias Jor-El noch auf DJ Hells International Deejay Gigolo Records unterwegs, setzte er zum Höhenflug mit der Liaison zum Label Room With A View ein. Mit "Silence Is Golden" hat er einen Gastauftritt bei Bass Culture Records, dem Label des Franzosen D'Julz. Ein musikalischer Crescendo-Lauf!
3. Italo Johnson - Italo Johnson 03.
Roh belassen, schnörkellos, energiegeladen. So präsentiert sich Italo Johnson in seiner dritten 12". Auch hier betont der anonyme Produzent wiederum die technische, funktionale Seite der Clubmusik. Befreit von Pomp und Schwulst, lässt er die Hörer dem analogen Herz der Tracks beim Schlagen zuschauen. So wie's scheint, derzeit jedoch "out of stock". Mehr Infos unter Italo Johnson - Release 03.
4. Skudge - Phantom - Skudge004.
Weitere Platte aus Schweden. Skudge, die Vierte. Das Duo dringt mit seinen glühend heissen Tracks ins Herz und bringt mit seinen Veröffentlichungen die Seele des Techno zum Strahlen. Am Freitag, den 08. April 2011 im Rahmen einer Motoguzzi-Clubnacht in der Zukunft.
5. Klassiker: Mike Grant - Late Night - Modds & Grooves.
Mike Grant. Detroiter House- und Techno-Produzent, stilistisch nicht festlegbar auf eines der Genre. Er kann mit einer gehörigen Portion Soul auftreten, beherrscht die hypnotisch-melancholischen Klangsprachen und kann aber genauso gut auf's Bassdrum-Pedal treten, zum Beispiel in seinem Remix für "Nature Of The Beast" von Black Noise (= Damon Lamar, Therapy, Mike Grant). Mike Grant ist auch Gründer und Betreiber mehrerer Label, darunter Moods & Grooves. Hierauf veröffentlichte er auch "Late Night". Hierauf findet man Synthesizerflächen, deren Wärmestrahlung der Körper sofort aufnimmt. Man begegnet einfachen Drum-Arrangements, die unmittelbar Oberhand gewinnen über das Steuerungszentrum körperlicher Bewegungen. Und da ist dann noch der zarte Glockenklang des Vibraphons, der die sehnsuchtsvolle Stimmung der gesprochenen Vocals, das "Don't make me wait", unterstreicht. Gross!
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