Eine nicht weniger epische, euphorische Nummer hat der Brite George Fitzgerald im abgelaufenen Jahr auf Hotflush Recordings veröffentlicht, "The Let Down / Weakness". Zwei Tracks, die bei mir grosse Gefühle auslösen - entweder ein tiefes Traurigsein, aus dem ich in der Folge nur schwer herausfinde, oder ich bin aufgekratzt, überdreht, und könnte jeden Menschen in die Arme schliessen.
So geht es mir auch bei "Don't You", der Folge-EP. Auch hier nimmt sich George Fitzgerald, der mancherorts im Web auch als Protege von Joy Orbison beschrieben wird, der Liaison aus UK Garage, 2-Step und Dubstep an. Im Aufbau ist "Don't You" ruhig und unaufgeregt. Der Track besticht mit tiefen Bässen, die sich körperlich jedoch nur auf einer guten Club-PA erfahren lassen. Die Synthie-Flächen sind im Vergleich zu den Stücken auf seiner ersten EP feinmaschiger gestrickt und legen sich um einen wie ein traumhaft weicher und kuschelig warmer Pelz. Für Liebhaber von Joy Orbison, Mount Kimbie, Instra:Mental, Sepalcure und Sigha ein must have!
Der Neuabmischung angenommen hat sich Paul Rose, der hierfür in seinem SCB-Kostüm auftritt. Die gebrochenen, steppy Beats streckt er auf eine sanfte Art und Weise, ohne dabei das Grundgerüst überzustrapazieren. Fein verhallende Sounds verleihen dem Remix eine Weite, beschreiben eine sphärisch-atmosphärische Klanglandschaft. Im Zusammenspiel mit den unbarmherzig hart stampfenden Bassdrums wirken sie jedoch etwas kühl und distanziert. Nichtsdestoweniger setzt der SCB-Remix an den Andockstelle von House, Techno und Dubtechno passgenau an.
English (short) version: George Fitzgerald is known for warm, cozy and euphoric dreamy tracks that float through UK Garage, 2-Step, Dubstep and all kind of post-genre derivates. "Don't You", again, evokes dreamy euphoric feelings whereas Hotflush label head Paul Rose transfers the track into a dark, house and dubtechno hybrid.
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George Fitzgerald - Mix @ Take Flight Club
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Enrico Mantini - Got Your Love
Treue Facebook-Follower kennen "Got Your Love" von Enrico Mantini bereits. Hatte ich letzte Woche irgendwann einmal ganz kurz verlinkt. Was der italienische DJ und Produzent Anfang / Mitte der Neunziger Jahre auf Label wie Underground Music Movement oder Groove Sense Records veröffentlicht hat, ist aber auch einfach zu gut. House, unterstrichen mit der weichen und dennoch würzigen Noten von Garage / New Jersey. Morgen wird's hier dann auch wieder einmal mit gehaltvolleren Texten weitergehen.
Can't get enough of Enrico Mantini on labels like UMM or Groove Sense Records. Juicy morsels of tangy house music with a strong Garage / New Jersey flavour. I Like! Enjoy and hopefully we can get back to normal from tomorrow on...
Can't get enough of Enrico Mantini on labels like UMM or Groove Sense Records. Juicy morsels of tangy house music with a strong Garage / New Jersey flavour. I Like! Enjoy and hopefully we can get back to normal from tomorrow on...
Jovonn - Revival
Late Nite Audio ist Clubnacht und Label zugleich. Labelgründer und Resident DJs sind Danny Clark und Toby Tobias. Muss man sich bei ersterem wahrscheinlich noch ein paar Informationen ergooglen und sich dazu durch Verweise auf den gleichnamigen australischen Bahnradsportler oder US-amerikanischen Football-Spieler hindurchwühlen, weiss man zweiteren ein wenig schneller einzuordnen. "Space Shuffle", Debüt-Album, 2008 auf Rekids veröffentlicht, in der Folge EPs auf Nang, Tiny Sticks oder Under The Shade; mit "Macasu" im letzten Jahr die erste Platte auf dem eigenen Label, die mit dem allseits bekannten Remix von Motor City Drum Ensemble, sure shot, heavy hitter und soul missile in einem verzeichnen konnte.
Die programmliche Ausrichtung des Labels möchte einen Bogen spannen von Disko beziehungsweise discoid eingefärbten Sounds hin zu House, dessen musikalischen Ursprünge bekanntermassen - sofern man wenigstens den Wikipedia-Eintrag verinnerlicht hat - in der Disko-Musik der späten Siebziger und Achtziger Jahre liegt. Wenn in der Wikipedia in der Folge die Rede ist vom Einfluss dieser Musik vor allem auf die Harmonik und Melodieführung von House, und legte man dies als Massstab an alle heute veröffentlichten Tracks, müssten die grossen Downloadportale meiner Meinung nach ein paar Genreänderungen vornehmen. Denn nicht alles, was das Label "House" oder gar "Deep House" bekommt, verdient es auch.
Zu Recht den House-TÜV-Stempel aufgedrückt erhalten hat jedoch der neueste Output des New Yorkers Jovonn. Seit über zwanzig Jahren nun veröffentlicht der DJ und Produzent aus dem Stadtteil Brooklyn einen Sound, der sich sehr leicht unter die - gar nicht so schlecht formulierte - Wikipedia-Definition von House subsumieren lässt. 1990 mit "Turn and Run Away 'Runnin'" einen Hit auf Warner Bros. Records gelandet, seither vorwiegend auf den eigenen Label Goldtone Records, Next Moov Records und Next Moov Traxx anzutreffen. Sein Markenzeichen - sofern man davon überhaupt sprechen kann - ist ein stark Garage-orientierter House. Einfach gehaltene Rhythmus-Pattern mit einem Akzent auf grummelnden Bässen und dunkel abgedämpften Kickdrums, sehr eingängigen, dezent eingesetzten Melodieläufen, gerne auch das seufzende Singen einer (Quer-)Flöte, sowie warme Synth-Pads, die in ihrem harmonischen Aufbau sehr einfach gehalten sind. Wenn Vocals, überschreitet ihr Einsatz nie die Grenze zur Cheesyness, wie man es bei manch anderen Garage- / Jersey- House Tunes feststellen kann.
Jovonns kompositorisches Konzept findet sich auch in den beiden Tracks "A Definition Of A Track" und dem B-Seiten-Stück "Space Atmosphere" deutlich erkennbar wieder. Als Remixer begegnen wir Giles Smith und Martin Dawson sowie von Mankind, einem Projekt aus dem Umfeld des Labels Late Night Audio. Der Secretsundaze-Kopf und sein Produktionspartner setzen die Ruheenergie des Originals frei, was sich unmittelbar auf die Grundgeschwindigkeit auswirkt. Kurze Pad-Sounds, anschlagdynamische Rim-Shots, mit für meinen Geschmack ein wenig zu grosszügig mit Flanger-Effekten unterlegte Synthie-Flächen, Claps sowie die eine oder andere angeschlagene Pianotaste. Das Mankind-Projekt hält im Vergleich dazu das Tempo niedrig, zielt mit seinen verwaschenen, sich im Hall verlierenden Synthesizertönen, den zerbrechlich anmutenden (Kuh-)Glockensounds und röhrenden Acid-Bass-Spuren jedoch in Richtung (Space) Disco. Kann man durchaus Revival nennen, diese Platte, auch wenn wir ein solches nahezu täglich feiern.
JoVonn - Revival EP Preview by Late Night Audio
English (short) version: Jovonn on Late Night Audio with two tracks referring to house music's heritage and underlining its nexus to late seventies and eighties disco music. Giles Smith and Martin Dawson team up under their Two Armadillos moniker for a straight-ahead house affair whereas Mankind steps into a more disco-tinged sound area.
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Die programmliche Ausrichtung des Labels möchte einen Bogen spannen von Disko beziehungsweise discoid eingefärbten Sounds hin zu House, dessen musikalischen Ursprünge bekanntermassen - sofern man wenigstens den Wikipedia-Eintrag verinnerlicht hat - in der Disko-Musik der späten Siebziger und Achtziger Jahre liegt. Wenn in der Wikipedia in der Folge die Rede ist vom Einfluss dieser Musik vor allem auf die Harmonik und Melodieführung von House, und legte man dies als Massstab an alle heute veröffentlichten Tracks, müssten die grossen Downloadportale meiner Meinung nach ein paar Genreänderungen vornehmen. Denn nicht alles, was das Label "House" oder gar "Deep House" bekommt, verdient es auch.
Zu Recht den House-TÜV-Stempel aufgedrückt erhalten hat jedoch der neueste Output des New Yorkers Jovonn. Seit über zwanzig Jahren nun veröffentlicht der DJ und Produzent aus dem Stadtteil Brooklyn einen Sound, der sich sehr leicht unter die - gar nicht so schlecht formulierte - Wikipedia-Definition von House subsumieren lässt. 1990 mit "Turn and Run Away 'Runnin'" einen Hit auf Warner Bros. Records gelandet, seither vorwiegend auf den eigenen Label Goldtone Records, Next Moov Records und Next Moov Traxx anzutreffen. Sein Markenzeichen - sofern man davon überhaupt sprechen kann - ist ein stark Garage-orientierter House. Einfach gehaltene Rhythmus-Pattern mit einem Akzent auf grummelnden Bässen und dunkel abgedämpften Kickdrums, sehr eingängigen, dezent eingesetzten Melodieläufen, gerne auch das seufzende Singen einer (Quer-)Flöte, sowie warme Synth-Pads, die in ihrem harmonischen Aufbau sehr einfach gehalten sind. Wenn Vocals, überschreitet ihr Einsatz nie die Grenze zur Cheesyness, wie man es bei manch anderen Garage- / Jersey- House Tunes feststellen kann.
Jovonns kompositorisches Konzept findet sich auch in den beiden Tracks "A Definition Of A Track" und dem B-Seiten-Stück "Space Atmosphere" deutlich erkennbar wieder. Als Remixer begegnen wir Giles Smith und Martin Dawson sowie von Mankind, einem Projekt aus dem Umfeld des Labels Late Night Audio. Der Secretsundaze-Kopf und sein Produktionspartner setzen die Ruheenergie des Originals frei, was sich unmittelbar auf die Grundgeschwindigkeit auswirkt. Kurze Pad-Sounds, anschlagdynamische Rim-Shots, mit für meinen Geschmack ein wenig zu grosszügig mit Flanger-Effekten unterlegte Synthie-Flächen, Claps sowie die eine oder andere angeschlagene Pianotaste. Das Mankind-Projekt hält im Vergleich dazu das Tempo niedrig, zielt mit seinen verwaschenen, sich im Hall verlierenden Synthesizertönen, den zerbrechlich anmutenden (Kuh-)Glockensounds und röhrenden Acid-Bass-Spuren jedoch in Richtung (Space) Disco. Kann man durchaus Revival nennen, diese Platte, auch wenn wir ein solches nahezu täglich feiern.
JoVonn - Revival EP Preview by Late Night Audio
English (short) version: Jovonn on Late Night Audio with two tracks referring to house music's heritage and underlining its nexus to late seventies and eighties disco music. Giles Smith and Martin Dawson team up under their Two Armadillos moniker for a straight-ahead house affair whereas Mankind steps into a more disco-tinged sound area.
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Rootstrax - Rootstrax
Ich glaube, es war irgendwann im Herbst des letzten Jahres, als Papst Benedikt der XVI. sich eines Appells seines Vorgängers bediente. "Europa, du darfst deine christlichen Wurzeln nicht vergessen, du darfst Gott nicht vergessen." Aufrufe und Ermahnungen wie diese hört man auch immer wieder im Bereich der House Musik. Bei aller Offenheit für Veränderungen und Entwicklungen möge man bitte nicht die Wurzeln, die "Roots", ausser acht lassen. Das können dann Phrasen sein wie "Let's go back to the raw" und Schlagworte wie "Keep it real" oder auch "Keep it...". Na ja, ihr wisst schon. Die Produzenten und Sprecher der Preacherman-Vocals bemühen sich dabei, eine gemeinsame Identitätsbasis herzustellen, die Crowd und zahlreiche weitere Produzenten gleichsam auf die reine House-Lehre einzuschwören. Dabei kann es durchaus einmal zu langen Textstellen kommen, wie beispielsweise bei "Black Music" (Frankie Boissy feat. Roland Clark) oder "House Music" (Eddie Amador).
Zurückzukehren zu dem einen wahrenGott und ursprünglichen Sound, anknüpfen an ein ursprüngliches Ideal, soll jedoch nicht gleichzusetzen sein mit einer selbstauferlegten Beschränkung in der Formsprache. Es geht vielmehr um einen spirituellen Hintergrund. Wie immer...
Dieser Geist ist auch aus jedem einzelnen Taktschlag der neuesten Platte auf Deeply Rooted House, dem hochgeschätzten Label von Cyril Étienne alias DJ Deep herauszuhören. Dieser kümmert sich seit eh und je um einen am klassischen US-House orientierten Sound. Jede Menge Kerri Chandler, aber auch Jovonn, Manoo oder K-Alexi finden sich hierauf ein. Das schöne an DJ Deep und Deeply Rooted House: er hält nicht krampfhaft an der Vergangenheit fest. Sein Blick, sowohl als DJ als auch als Labelbetreiber, ist nach vorne gerichtet. Er hat jungen Produzenten wie beispielsweise Fabrizio Ortella eine Plattform geboten, aber auch vertreter eines sehr rohen und doch seelenvollen Techno- und House-Hybriden an sich gebunden, wie ihn Ben Klock oder Mike Dehnert produzieren. Die Entwicklungslinie weist ins Dunkle, in technoide Gefilde- Und von dort heraus führt "Rootstrax", eine neue Reihe, die den Informationen des Labels zufolge wieder etwas stärker auf klassischen House ausgerichtet sein wird.
So geht "Harlequin" nicht in grenzenlosen Tiefen verloren. Vielmehr kommt man mit diesem Track auf dem House(unter)grund an. Forcierter Rhythmus, knappe, scharfkantige Hi-Hats, honigmilden Synth Pads und eine schüchtern intonierte Tonfolge eines Blechblasinstruments. Könnte auch von Music Station, Freeze, Vibe Music, Happy Soul, Nice n Ripe, Deep Vision, und wie die ganzen Jersey-House-Label alle heissen, stammen, nur ohne Vocals, die dirtydubrubversion also.
Der "Harlequin 808 Dub" ist eine hocherotische Angelegenheit. Der Bass hält sich an der Grenze zum Infrabereich auf, die oben als "schüchtern intoniert" charakterisierte Tonfolge ist kein bisschen frecher geworden - sie erklingt sogar noch zurückhaltender. Dies mag jedoch nur mein ganz persönlicher Eindruck sein. Er rührt von den in tiefen Hallräumen verschwindenden Rim-Shots, dem Echo- bzw. Verzögerungseffekt. Mit diesem Track liesse sich derzeit auch auf bassnäheren Label hausieren gehen.
Bleibt noch "Deep N Raw" - der glasklare Sound bei den Akkorden, atemberaubend, oder? Seidenweiche Streicherflächen, bumpy beats und whompy basslines. Beinahe hätte ich einen Namen ausgeschrieben, dem ich die Arbeit an diesem Klanggewand durchaus zutrauen könnte. Aber das lasse ich für dieses Mal sein. Vielleicht steckt hinter dieser 12" doch ein ganz neuer, bisher noch nie in Erscheinung getretener Produzent.
English (short) version: DJ Deep and his label Deeply Rooted House did and still do a great job releasing all sort of underground club music that varies from 12" to 12". In the label's very beginning, its focal point was a classy US-oriented sound produced by artists like Jovonn, Kerri Chandler, Manoo or DJ Gregory. Then, step by step, the label moved onwards into the darker side of electronic club music with releases from Ben Klock, Mike Dehnert or Francois X. Now, the basslines and beat patterns remain dark, but there's a little garagey flair added to the music. Bumpy beats, whompy basslines augmented with warm and envelopping synthesizer sounds. Great!
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Deeply Rooted House
Zurückzukehren zu dem einen wahren
Dieser Geist ist auch aus jedem einzelnen Taktschlag der neuesten Platte auf Deeply Rooted House, dem hochgeschätzten Label von Cyril Étienne alias DJ Deep herauszuhören. Dieser kümmert sich seit eh und je um einen am klassischen US-House orientierten Sound. Jede Menge Kerri Chandler, aber auch Jovonn, Manoo oder K-Alexi finden sich hierauf ein. Das schöne an DJ Deep und Deeply Rooted House: er hält nicht krampfhaft an der Vergangenheit fest. Sein Blick, sowohl als DJ als auch als Labelbetreiber, ist nach vorne gerichtet. Er hat jungen Produzenten wie beispielsweise Fabrizio Ortella eine Plattform geboten, aber auch vertreter eines sehr rohen und doch seelenvollen Techno- und House-Hybriden an sich gebunden, wie ihn Ben Klock oder Mike Dehnert produzieren. Die Entwicklungslinie weist ins Dunkle, in technoide Gefilde- Und von dort heraus führt "Rootstrax", eine neue Reihe, die den Informationen des Labels zufolge wieder etwas stärker auf klassischen House ausgerichtet sein wird.
So geht "Harlequin" nicht in grenzenlosen Tiefen verloren. Vielmehr kommt man mit diesem Track auf dem House(unter)grund an. Forcierter Rhythmus, knappe, scharfkantige Hi-Hats, honigmilden Synth Pads und eine schüchtern intonierte Tonfolge eines Blechblasinstruments. Könnte auch von Music Station, Freeze, Vibe Music, Happy Soul, Nice n Ripe, Deep Vision, und wie die ganzen Jersey-House-Label alle heissen, stammen, nur ohne Vocals, die dirtydubrubversion also.
Der "Harlequin 808 Dub" ist eine hocherotische Angelegenheit. Der Bass hält sich an der Grenze zum Infrabereich auf, die oben als "schüchtern intoniert" charakterisierte Tonfolge ist kein bisschen frecher geworden - sie erklingt sogar noch zurückhaltender. Dies mag jedoch nur mein ganz persönlicher Eindruck sein. Er rührt von den in tiefen Hallräumen verschwindenden Rim-Shots, dem Echo- bzw. Verzögerungseffekt. Mit diesem Track liesse sich derzeit auch auf bassnäheren Label hausieren gehen.
Bleibt noch "Deep N Raw" - der glasklare Sound bei den Akkorden, atemberaubend, oder? Seidenweiche Streicherflächen, bumpy beats und whompy basslines. Beinahe hätte ich einen Namen ausgeschrieben, dem ich die Arbeit an diesem Klanggewand durchaus zutrauen könnte. Aber das lasse ich für dieses Mal sein. Vielleicht steckt hinter dieser 12" doch ein ganz neuer, bisher noch nie in Erscheinung getretener Produzent.
English (short) version: DJ Deep and his label Deeply Rooted House did and still do a great job releasing all sort of underground club music that varies from 12" to 12". In the label's very beginning, its focal point was a classy US-oriented sound produced by artists like Jovonn, Kerri Chandler, Manoo or DJ Gregory. Then, step by step, the label moved onwards into the darker side of electronic club music with releases from Ben Klock, Mike Dehnert or Francois X. Now, the basslines and beat patterns remain dark, but there's a little garagey flair added to the music. Bumpy beats, whompy basslines augmented with warm and envelopping synthesizer sounds. Great!
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Deeply Rooted House
Mixed up monday (50)
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| http://latinamericana.tumblr.com/photo/1280/906735339/1/tumblr_l6hwma4dtF1qashdm |
Den Auftakt macht ein Mixtape, das auf The Jazz Pit gehostet wird. Zwar wurde es schon Ende letzten Jahres veröffentlicht, doch durchdringt die einzelnen Stücke ein derart überräumlicher, überzeitlicher und spiritueller Geist, dass man es guten Gewissens mit "timeless classic" beschreiben darf. Songs von Sun Ra, Pharaoh Sanders, Hugh Masekela, um einmal nur die bekanntesten zu erwähnen. Eine vollständige Tracklist gibt es unter St. Stephens Day Special - Deep and Spiritual Jazz @ The Jazz Pit. Anhören!
Auf den zweiten Mix hat mich die Seite Soulkombinat geführt. Regelmässig verweisen die Soul Digger aus Berlin auf selbst erstellte oder fremde Mixtapes hin. Kürzlich verlinkten sie auf einen Radio-Podcast des Betreibers eines mit grosser Sorgfalt und Liebe zur Musik geführten Blogs, This Is Tomorrow. Solomon Burke, Marvin Gaye, und so weiter. Dope!
Mit den folgenden Mixen entfernen wir uns ein wenig von den Soul und Fun seven inches und tauchen ein in den unendlichen, grenzenlosen Ozean von Disco, psychidelischen Balearika-Sounds und kosmischer Downtempo-Elektronika. Das entspannende und vitalisierende Rebalancing beginnen wir auf dem Blog AOR Disco. Vorgestern, Samstag, der 22. Januar, erschien dort ein Mix mit Tracks von DJ Spun, Sir Woolfy und einigen interessanten Edits von Joakim, Rune Lindbaek, und so weiter. Check:
B A L E A R I C A - The Residents: Steve Lee (The Project Club / Above Machine) by The Project Club
Am selben Tag veröffentlicht und mir am Sonntagnachmittag zu einem unvergleichlichen Gefühl der Schwerelosigkeit verholfen hat der neueste Mix von Lexx auf Testpressing. Lexx - Pressure - Mix @ Testpressing.
Auch bei Plaid Music hat sich zum Jahresbeginn wieder etwas getan. Chris Kontos, der Begründer und Betreiber dieses Musikblogs, hat einen Mix aufgenommen. "Rainy Season", so dessen Titel, beginnt sehr floaty elektronisch und lässt einen durch den ganzen Tag hindurch schweben.
Rainy season by chris kontos
Auch Roland, der Betreiber des Blogs Rotwand Entertainment [wir erinnern uns: er hat einen der ersten Podcasts für die Guest Mix-Reihe aufgenommen] war vor kurzem wieder aktiv, hat sein Blog und seine Soundcloud mit einem weiteren Mix bereichert. Sehr laid-back, trippy, langsame, leicht gebrochene Rhythmik. Gefällt mir!
MINUTES 95 - 2011.01 by Rotwand Entertainment
Etwas mehr die Tanzfläche im Blick hat Professor LaCroix. Professoer LaCroix scheint ein mit einem gehörigen Nerdfaktor ausgestatteter Sammler und DJ zu sein. Es ist ein Mitschnitt seines Silvester-VIP Area-Podcasts, der sehr viel merkwürdige Musik beinhaltet. Remixe von Still Going, The Revenge & Co. Die vollständige Tracklist gibt's auf seiner Soundcloud; darauf gestossen über Cosmic Boogie.
VIP AREA Podcast | New Years 2011 [320k] by Professor LaCroix
Alle Italo-Fans und Liebhaber sollten sich den folgenden Mix unbedingt anhören (wenn sie es nicht schon längst getan haben). Der Däne Flemming Dalum hat ein wirklich episches Klanggemälde dieses Genres erschaffen. Glitzerwestchen rausholen, anziehen, Stirnband ins Gesicht geschoben, und die Moustache spazieren führen:
FLEMMING DALUM - Avventura All'Italiana by Flemming Dalum
Die Fortsetzung davon bietet das Drop Out Orchestra in seiner "Winter Session" an. Süssliche Streicherklänge, druckvolle Claps, Kuhglocken, und so weiter. Für The Ambitious hat das Orchester am vergangenen Wochenende ein Tape abgeliefert, das ebenfalls sehr hörenswert ist. Drop Out Orchestra - Mix @ The Ambitious.
Drop Out Orchestra - Winter Mix Session 2010 by Drop Out Orchestra
Ben Pistor und Damon Martin bilden das Duo Disco Bloodbath, das seit ein paar Jahren mit stark in den Achtziger Jahren gründenden Clubsounds zwischen Disco, Acid und House für Furore sorgt. Am vergangenen Wochenende standen sie an den Decks in Londons Club Fabric. Um diesen Gig ein wenig zu pushen, gab es denn auch einen Promo Mix auf dem Blog der Londoner Clubinstitution. Check!
Das Label Claremont 56 muss ich ja nicht mehr gross vorstellen. Für alle, die damit noch nicht in Berührung kamen, hier die Selbstbeschreibung des Labels: "The labels aim is to release music that doesn’t have a short shelf life and that doesn’t go for the next big trend, it is to simply release music that has been lovingly crafted and genuinely felt." Wer sich ein akustisches Bild des Labelsounds verschaffen möchte, sollte einmal auf der Soundcloud des "Village Idiot" vorbeischauen. Dort gibt's ein Claremont 56 Family Showcase:
Claremont 56 by Village Idiot
George Fitzgerald gehört zu den ungezählt vielen britischen Produzenten, die sich der Amalgamisierung von Dubstep, 2Step, Garage, und noch vielen anderen Genres mehr verschrieben haben. "Weakness", vor einem guten Jahr oder so erschienen, löst bei mir auch heute noch Gänsehaut aus und sorgt für erhebliche Euphorieschübe. Im Oktober des letzten Jahres hatte das Urb_-Magazin ein Interview- und Guest Mix-Feature mit ihm. Gestern, Sonntagvormittag, hatte ich den Mix auf dem Weg zum Bäcker wieder einmal gehört. Muss hier verlinkt - und von jedem von euch - angehört werden: George Fitzgerald - Interview & Mix @ Urb.
Und da es ganz ohne 4/4 doch nicht geht, zum Abschluss noch drei Mixtapes aus der House-/Techno-/Electronica-Ecke:
Den Auftakt hierzu darf Chloé aus Paris machen. Für die Plattform Get The Curse stand sie unlängst an den Reglern und hat ein wirklich nettes Tape erstellt. Worth to check: Chloé - Kill The DJ - Podcast @ Get The Curse.
Weiter geht es mit Scott von Trackwerk. Er hat mir mit seinem "The Nippers Asleep"-Mix in der vergangenen Woche wirklich sehr viel Freude bereitet. Und "AM Depth von Duplex, veröffentlicht auf der Field Rec. 004, ist wirklich ein KILLER Track!
Scott's the nippers asleep mix by trackwerk
Den Abschluss macht Rob Heenan. Der Ire stand bereits in Diensten dieses Blogs. Sein Mix ist für mich MIND = BLOW.
Ripping Drums by robheenan
English (short) version: in order to celebrate a little our 50th edition of "Mixed up monday", we collected two handfuls of fresh'n'fragrant mixes that - hopefully - will draw you to the delights of house-not-house music. We get things startet with warm and embracing Jazz and Soul. We highly appreciate this genre's musical moments that are full of sublime calm and spiritual presence. You'll find the tranquility of this atmosphere also in our last mix which was compiled and recorded by Irish man Rob Heenan. We had him as a guest mixer a couple of weeks ago and his most recent mix exudes such a warm atmosphere that we share it in order to close our series. Enjoy!
Mixed up monday (49)
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| http://sugarsweetbaby.tumblr.com/post/2795979585/can-we-pretend-that-airplanes-in-the-night-sky |
Musikalisch sind es Tage für Melodieläufe, mal ergreifend, dann wieder schwebend, eingängig und mit Pop-Appeal, mit warmherziger rhythmischer Grundierung. Es sind Tage für Soul, Balearic, Disco. Und so weiter. Deswegen nimmt die heutige Umschau auch Fahrt auf mit einem erst heute veröffentlichten Mitschnitt des Zürichers Lexx. Aufgezeichnet wurde das Set im Sommer des vergangenen Jahres, Anlass war die Folk Ibiza-Party. Eine passendere Musik für solche golddurchwirkten Tage, wie wir sie derzeit (zumindest im deutschen Südwesten) erleben, gibt es wohl kaum. Highly recommended! Lexx @ Boutique Hostal Salinas Ibiza
Ebenfalls bestens geeignet für Tage wie den heutigen ist das Mixtape, das Marcel Vogel für das Blog Another Night On Earth erstellt hat. Wohl bekomm's, sein "Soul Chop Suey": press play #43 - Marcel Vogel @ Another Night On Earth.
Etwas üppiger, mit opulenten Groove-Konstruktionen und süssliche, siruptriefenden Synthesizer-Melodien versorgen uns am heutigen Abend und für diese Woche die Robot Scientists. Das Mixtape ist dem dreijährigen Bestehen des Blogs Overfitting Disco gewidmet, und bis auf zwei Tracks kannte ich keinen einzigen. Ich hoffe, ihr habt über das Wochenende fleissig gediggt und erkennt die Stücke schon anhand des allerersten Bassdrum-Loops.
The Robot Scientists - 3rd B-day of Overfitting Disco by TheRobotScientists
Etwas einfacher fiel mir da die Erarbeitung einer - immer noch lückenhaften - Tracklist des jüngsten Mixes von Alex Agore. House nach klassischem Rezept, überzogen mit einer dicken New Jersey-/Garage-Glasur. Tasty! War deswegen auch das von mir meistgehörte Tape der letzten drei, vier Tage.
Alex Agore - Garage Stomp Vol.1 (mix) by Alex_Agore
Zwischen allen House-Ausdifferenzierungen manövriert sich Wolf Music-Mann geschickt hindurch. In seinem Promo-Tape für die Veranstaltung Fill Yer Boots kommen Kerri Chandler, Move D, Kyle Hall oder San Soda gleichermassen zum Einsatz. Stand out track meiner Meinung nach ist "Daidalus" von Aera. Ich hab' den Mix 'ne ganze Weile an dessen Beginn zurückgeskippt.
KRL - Fill Yer Boots Guest Mix Five by Fill Yer Boots
Mit einer ordentlichen Ladung sleaze'n'dirt in seinem Mix trumpft der mysteriöse Edit Piafra auf in seinen Mixtape für Absurd Recordings. Italo Johnson ist dabei, auch Marcello Napoletano und KiNK fehlen nicht, genauso wenig wie ein Steve Poindexter. Aciiiiiid,ne?!
Absurdcast #09 by Edit Piafra
Auch Scott von Trackwerk war im neuen Jahr bereits sehr fleissig. Am Samstag, den 15. Januar 2011, fütterte er sein Blog mit einem weiteren Mix in gewohnt guter Qualität, der in dieser Aufzählung nicht fehlen darf. Check!
Scott's Brief Respite Mix by trackwerk
Zum Thema House / Techno aus Italien sollte man auch einmal bei Andrea Di Maggio alias passEnger vorbeischauen. Er stand an den Decks für Just Music Makers. Die Tracklist ist daher auch dort zu finden. Go slow, get down!
passEnger - Go slow get down Mix by passEnger
Dark Audio lässt sich derzeit leider nicht aufrufen. Doch keine Sorge, die neueste Ausgabe dieser Podcast-Reihe lässt sich dennoch geniessen. Denn Oliver Deutschmann, der für sie verantwortlich zeichnet, hat ihn auch auf seiner Soundcloud bereitgestellt. Einschliesslich Tracklist. Die Techno-Sounds sind deep, dubby, raw, wie man es von Oliver Deutschmanns Podcasts bereits kennt. Recommended!
DarkAudio Podcast January 2011 by oliverdeutschmann
Zum Abschluss noch ein kurzer Besuch bei Louche. Dort nämlich werden alle Detroit-Sehnsüchte gestillt. Patrice Scott hat für die Podcast-Reihe dieser Veranstaltung einen Beitrag abgeliefert. Anhören. Patrice Scott - Podcast @ Louche.
English (short) version: As we enjoy a sudden spring time in january, there's nothing better to take off into that monday night with a sun-drenched sugarsweet mix by Lexx. It was recorded at Folk Ibiza last year. Then, things get deeper with a classic garage house mix by Alex Agore. Oliver Deutschmann and Patrice Scott take it to the raw. Mixes by Marcel Vogel and The Robot Scientists will nourish the crate-diggers. Enjoy!
Gianni Siravo (Azuni) - Keep It Deep Guest Mix
Es war der Sommer 2008. Meine Frustrationshaltung gegenüber House, der zwar stark im Clubkontext verwurzelt aber dennoch nicht allzu sehr abgeschliffen und glatt poliert ist, nahm wieder einmal überhand. In dieser Stimmungslage schlug ein Album mit dem Titel "City Look" auf. Erschienen war es auf dem Schweizer Label Sthlmaudio Recordings, als Urheber und Produzenten wurde ein einzelner Name erwähnt. Azuni. Es enthielt (und enthält auch heute noch) zehn Tracks. Schon der erste, "Miss Brown", löste eine mächtige Begeisterung in mir aus, die in einer quasireligiösen Erneuerung in Sachen House und Club gipfelte. Wieviele solche Erneuerungen ich bis zu jenem Tag, und seit diesem Tag bis heute durchgemacht habe, vermag ich nicht zu benennen. Fest steht jedoch, dass "City Look" in seiner durchschlagenden Kraft über die letzten zwei, drei Jahre hinweg, nichts eingebüsst hat.
Wozu diese Einleitung? Nun, der Guest Mix des heutigen Tages stammt aus dem Hause Azuni, und zwar von Gianni Siravo, einem Teil dieses Produzenten-Duos (w/ Sven Lacoste). Er war schon davor unter dem Alias Sequel auf Label wie Straight Ahead und Sonar Kollektiv unterwegs (gemeinsam mit Roberto Ceschi). Mehr über Gianni Siravo und das Projekt Azuni hier:#
1. Hallo Gianni, Du bist DJ, Produzent, spielst gemeinsam mit Sven Lacoste unter dem Künstler-Alias Azuni. Wie kannst Du Dich künstlerisch am besten ausdrücken? Im Studio, an den Decks,…?
Definitiv im Studio beim musizieren. Im Studio kann ich all meine Emotionen und Stimmungen ausleben und in die Tracks reinfliessen lassen.
2. Lass uns zunächst auf das Projekt Azuni zu sprechen kommen. Gemeinsam mit Sven Lacoste hast Du 2008 euer Debütalbum „City Look“ auf Sthlmaudio veröffentlicht. Wie habt ihr zueinander gefunden?
Wir hatten uns bereits als Teenagers mal flüchtig kennengelernt, das war ca. 1991. Dann haben wir uns viele Jahre aus den Augen verloren bis sich unsere Wege im Jahr 2001 wieder kreuzten. Sven war auch als DJ unterwegs und wir hatten die gleichen Interessen und den ähnlichen Musikgeschmack.
Im 2008 kam Sven dann mit 2 angefangenen House-Tracks auf mich zu und fragte mich ob ich diese Tracks für ihn fertig produzieren könnte. Wir sassen dann 2-3 Monate ins Studio, hatten gerade viel Freude an Housemusik und produzierten noch mehr Tracks zusammen. So ist eigentlich dann das Projekt „Azuni“ entstanden.
3. Euer Album, eure Musik insgesamt, wird gerne in die Schublade „Deep House“ gepackt. Wie würdest Du den Sound von Azuni einem gehörlosen Menschen beschreiben?
Hhmm.. schwierig.. Es ist heutzutage schon schwierig einem normalhörendem Menschen seine eigene Musik zu beschreiben... :) Spontan würde ich der Person vielleicht eine Sonne (für Wärme) ein grosses rotes Herz (für Musik von Herzen) sowie ein paar tanzende Menschen (für Tanzmusik) aufzeichnen.
4. Wer beziehunsweise was sind eure gemeinsamen Vorbilder für Azuni? Sofern es welche gibt: habt ihr zu Beginn eures Projektes versucht, ähnlich (wie die Vorbilder) zu spielen?
Unser gemeinsames Vorbild denke ich ist der Klang einer Housemusik so wie wir ihn kennen, mögen und damit aufgewachsen sind: tiefgründig, roh und ehrlich.
Auf der einen Seite haben wir gewollt und versucht, dieses Vorbild/Aesthetik von Housemusik zu spielen. Auf der anderen Seite ist dieses Vorbild auch Teil von uns und kommt beim kreativen Prozess eines Housetracks automatisch zum zuge.
5. Dem Künstleralbum folgten Veröffentlichungen auf Label wie Drumpoet Community oder Morris Audio nach. Wie wird es weitergehen? Wird es ein weiteres Album von euch geben?
Musik zu planen ist in meinen Augen schwierig, zumindest für uns, die das nicht mehr so ganz ambitioniert angehen wie auch schon. Wir sind einfache Menschen, haben Freude an Housemusik und wenn wiedermal ein paar gute Tracks entstehen, die jemand releasen möchte, dann machen wir das auch gerne. Eigentlich sind wir selber gespannt wie’s weitergehen wird. Ich persönlich würde Azuni als „Wundertüten-Projekt“ bezeichen :).
Es kann gut sein dass wir nochmals ein Album oder 1-2 Maxis machen aber es kann auch sein dass gar nichts mehr von Azuni kommt. Vielleicht kommt etwas unter einem anderen Namen raus, vielleicht auch nicht. Das einzige was ich Dir sagen kann ist das von Azuni noch eine Maxi auf Quintessentials geplant ist die im Frühjahr 2011 erscheinen sollte.
6. Nun zu Dir, Gianni. Du bist schon sehr lange als Produzent unterwegs. So erschienen Stücke, die Du zusammen mit Roberto Ceschi produziert hast, als „Sequel“ auf Sonar Kollektiv und Straight Ahead. Wie bist Du zur Musik gekommen? Was war Deine musikalische Initialzündung?
Ja richtig, Sequel zusammen mit Rob waren meine ersten Produktionen, die auch den Weg zu 12“ Releases und einem Album Release fanden. Mit dem Sequel Projekt bin ich zum erstenmal vom damals „ewigen“ House und Techno weggekommen um einmal in ganz andere Gefilde zu wechseln. Neue Musiklandschaften, Rhythmiken und Stile ausprobieren, das war ne tolle Zeit! Mit Azuni bin ich wieder zurück bei meinen Wurzeln angekommen und kann auch mit ein bisschen Nostalgik diese so geliebte Housemusik ausleben.
Meine Initialzündung war 1988 als ich in der Lokaldisco im DJ-Raum täglich einem älteren DJ zusehen durfte wie er Acid-House auflegte. Das hatte mich fasziniert, ich wollte genau dies auch tun. Bald durfte ich auch sein Vinyl benutzen und üben. Ich meine schon nur das Mischpult damals ein brandneues LEM DM82 (das war heilig), niemand konnte sich damals so ein Mischpult leisten, das gabs nur dort. :) Nur schon an diesen Reglern drehen zu dürfen, das Vinyl dazu, hatten mich, als technikbegeisterten Teenager, mächtig beeindruckt. Und dann noch diese Hammer Musik, flash! Das war für mich dass grösste. Seither konnte ich nicht aufhören.. 3 Jahre später konnte ich mir auch ein Atari mit Cubase, Drummachine und Synthesizer leisten und loslegen. Bin sozusagen ein klassischer Elektronik-Musik-Junge und bin auf diesem Wege zur Musik gekommen.
7. Wer waren beziehungsweise sind Deine persönlichen wichtigsten Vorbilder?
Das Wort Vorbild gefällt mir einfach nicht. Ich bin z.B. riesen Fan von vielen Produzenten und Musikern. Die Liste wäre ewig... In allen Bereichen der Musik! Musik sind Emotionen, Musik sind Inspirationen und ich höre jegliche Musikstile. Das kann einem nur bereichern. Es gibt DJs, die spielen nur einen Stil, das wäre mir viel zu langweilig und eintönig. Ich denke Musik, die mir gefällt und die ich auch sehr gerne privat höre, inspiriert mich automatisch und verankert sich automatisch in meinem Unterbewusstsein.
Bei den eigenen Produktionen kommt dies dann wieder hervor. Ich sehe in all den Musikmenschen von derer Musik ich ein Fan bin nicht wirklich ein Vorbild. Vielmehr schätze, geniesse und respektiere ich Ihre Arbeit lass mich davon inspirieren und versuche immer meinen eigenen Touch in meine Produktionen reinzubringen.
8. Als DJ geht es nicht zuletzt auch um die Auswahl der „richtigen“ Stücke für ein Clubset. Wie unterscheidest Du für Dich eine gute von einer schlechten Platte? Wie bereitest Du Dich auf einen Clubgig vor?
Jede Platte die ich habe finde ich selber gut. Die Frage ist finden die Menschen die Platten in diesem speziellen Club wo ich auflegen werde auch gut? Schwierige Frage.. Grundsätzlich muss für mich eine gute Scheibe/Track Clubfunkionalität aufweisen, sprich das Arrangement muss einfach gehalten sein, nicht zuviele Breaks und nicht zuviel gespielte Instrumente, nicht zu kompliziert und auch nicht zu kopflastig. Das ganze muss dann von einem „fetten“ Beat & Bass gehalten werden. Eigentlich sind die einfachsten, auf den Punkt gebrachten Tracks, die trotz ihrer Einfachheit und Minimalistik eine spezielle Stimmung erzeugen für mich die „guten“ Platten.
Meine Clubsets sind meistens Improvisationen. Also ich bereite mich z.B. technisch nie auf ein DJ Set vor und verlasse mich auf meine 20-jährige Erfahrung. Die einzige Vorbereitung/Anpassung, die ich treffe, ist, dass ich vor dem Gig eine Stil-Selektion der Platten mache, die ich mitnehmen möchte (je nach Club / Event) und packe diese in den Case. Diese Auswahl teile ich mir dann in 3 Sektionen ein (soft/mittel/hard). Somit muss ich nicht zwischen verschiedenen Stilen wechseln und kann im eigenen Stil einfach die Stimmung ändern, wenn ich merke die Leute mögen das nicht so.
Alles andere kann ich gar nicht planen und lasse mich von der momentanen Situation im Club überraschen. Das Set hört sich dann auch nicht so berechnend an und es kommt öfters vor dass es ein „Auf und Ab“ Set wird, manchmal auch ohne grosse Linie, ich mag „Freestyle-Sets“ aber auch „treue-Linie-Sets“.
9. Gibt es Platten, die Du zwar regelmässig mit in den Club nimmst, aber dennoch nicht spielst? Wenn ja: welche sind das?
Ja, meine eigenen Releases. Finde sie im Club immerwieder ungenügend und spiele sie nie.
10. Pläne für Deine (persönliche) musikalische Zukunft?
Keine wirklichen Pläne, schön wäre es noch ein paar Solo-Projekt 12“ und weitere Alben zu releasen. Neben House und Dance Musik auch mal etwas völlig anderes, ruhigeres produzieren. Ansonsten plane ich meine musikalische Zukunft nicht gross. Musik mache ich sowieso. Wenn etwas daraus entsteht gut wenn nicht auch gut. :)
Hier nun der Mix:
Gianni Siravo (Azuni) - Keep It Deep Guest Mix by keep-it-deep
English (short) version: today's guest mix was compiled and recorded by Zurich / Switzerland DJ and producer Gianni Siravo. You may know him under his moniker Azuni, an electronic music project he started a couple of years ago with Roberto Ceschi. Their pursuit of musical excellence resulted in an artist album on Sthlmaudio Recordings ("City Look") and several EPs on Drumpoet Community and Morris Audio.
Mehr im Web:
Azuni @ MySpace
Azuni - DJ Page @ Resident Advisor
Interview w/ Gianni Siravo & Sven Lacoste @ Tea And Techno Blog
Wozu diese Einleitung? Nun, der Guest Mix des heutigen Tages stammt aus dem Hause Azuni, und zwar von Gianni Siravo, einem Teil dieses Produzenten-Duos (w/ Sven Lacoste). Er war schon davor unter dem Alias Sequel auf Label wie Straight Ahead und Sonar Kollektiv unterwegs (gemeinsam mit Roberto Ceschi). Mehr über Gianni Siravo und das Projekt Azuni hier:#
1. Hallo Gianni, Du bist DJ, Produzent, spielst gemeinsam mit Sven Lacoste unter dem Künstler-Alias Azuni. Wie kannst Du Dich künstlerisch am besten ausdrücken? Im Studio, an den Decks,…?
Definitiv im Studio beim musizieren. Im Studio kann ich all meine Emotionen und Stimmungen ausleben und in die Tracks reinfliessen lassen.
2. Lass uns zunächst auf das Projekt Azuni zu sprechen kommen. Gemeinsam mit Sven Lacoste hast Du 2008 euer Debütalbum „City Look“ auf Sthlmaudio veröffentlicht. Wie habt ihr zueinander gefunden?
Wir hatten uns bereits als Teenagers mal flüchtig kennengelernt, das war ca. 1991. Dann haben wir uns viele Jahre aus den Augen verloren bis sich unsere Wege im Jahr 2001 wieder kreuzten. Sven war auch als DJ unterwegs und wir hatten die gleichen Interessen und den ähnlichen Musikgeschmack.
Im 2008 kam Sven dann mit 2 angefangenen House-Tracks auf mich zu und fragte mich ob ich diese Tracks für ihn fertig produzieren könnte. Wir sassen dann 2-3 Monate ins Studio, hatten gerade viel Freude an Housemusik und produzierten noch mehr Tracks zusammen. So ist eigentlich dann das Projekt „Azuni“ entstanden.
3. Euer Album, eure Musik insgesamt, wird gerne in die Schublade „Deep House“ gepackt. Wie würdest Du den Sound von Azuni einem gehörlosen Menschen beschreiben?
Hhmm.. schwierig.. Es ist heutzutage schon schwierig einem normalhörendem Menschen seine eigene Musik zu beschreiben... :) Spontan würde ich der Person vielleicht eine Sonne (für Wärme) ein grosses rotes Herz (für Musik von Herzen) sowie ein paar tanzende Menschen (für Tanzmusik) aufzeichnen.
4. Wer beziehunsweise was sind eure gemeinsamen Vorbilder für Azuni? Sofern es welche gibt: habt ihr zu Beginn eures Projektes versucht, ähnlich (wie die Vorbilder) zu spielen?
Unser gemeinsames Vorbild denke ich ist der Klang einer Housemusik so wie wir ihn kennen, mögen und damit aufgewachsen sind: tiefgründig, roh und ehrlich.
Auf der einen Seite haben wir gewollt und versucht, dieses Vorbild/Aesthetik von Housemusik zu spielen. Auf der anderen Seite ist dieses Vorbild auch Teil von uns und kommt beim kreativen Prozess eines Housetracks automatisch zum zuge.
5. Dem Künstleralbum folgten Veröffentlichungen auf Label wie Drumpoet Community oder Morris Audio nach. Wie wird es weitergehen? Wird es ein weiteres Album von euch geben?
Musik zu planen ist in meinen Augen schwierig, zumindest für uns, die das nicht mehr so ganz ambitioniert angehen wie auch schon. Wir sind einfache Menschen, haben Freude an Housemusik und wenn wiedermal ein paar gute Tracks entstehen, die jemand releasen möchte, dann machen wir das auch gerne. Eigentlich sind wir selber gespannt wie’s weitergehen wird. Ich persönlich würde Azuni als „Wundertüten-Projekt“ bezeichen :).
Es kann gut sein dass wir nochmals ein Album oder 1-2 Maxis machen aber es kann auch sein dass gar nichts mehr von Azuni kommt. Vielleicht kommt etwas unter einem anderen Namen raus, vielleicht auch nicht. Das einzige was ich Dir sagen kann ist das von Azuni noch eine Maxi auf Quintessentials geplant ist die im Frühjahr 2011 erscheinen sollte.
6. Nun zu Dir, Gianni. Du bist schon sehr lange als Produzent unterwegs. So erschienen Stücke, die Du zusammen mit Roberto Ceschi produziert hast, als „Sequel“ auf Sonar Kollektiv und Straight Ahead. Wie bist Du zur Musik gekommen? Was war Deine musikalische Initialzündung?
Ja richtig, Sequel zusammen mit Rob waren meine ersten Produktionen, die auch den Weg zu 12“ Releases und einem Album Release fanden. Mit dem Sequel Projekt bin ich zum erstenmal vom damals „ewigen“ House und Techno weggekommen um einmal in ganz andere Gefilde zu wechseln. Neue Musiklandschaften, Rhythmiken und Stile ausprobieren, das war ne tolle Zeit! Mit Azuni bin ich wieder zurück bei meinen Wurzeln angekommen und kann auch mit ein bisschen Nostalgik diese so geliebte Housemusik ausleben.
Meine Initialzündung war 1988 als ich in der Lokaldisco im DJ-Raum täglich einem älteren DJ zusehen durfte wie er Acid-House auflegte. Das hatte mich fasziniert, ich wollte genau dies auch tun. Bald durfte ich auch sein Vinyl benutzen und üben. Ich meine schon nur das Mischpult damals ein brandneues LEM DM82 (das war heilig), niemand konnte sich damals so ein Mischpult leisten, das gabs nur dort. :) Nur schon an diesen Reglern drehen zu dürfen, das Vinyl dazu, hatten mich, als technikbegeisterten Teenager, mächtig beeindruckt. Und dann noch diese Hammer Musik, flash! Das war für mich dass grösste. Seither konnte ich nicht aufhören.. 3 Jahre später konnte ich mir auch ein Atari mit Cubase, Drummachine und Synthesizer leisten und loslegen. Bin sozusagen ein klassischer Elektronik-Musik-Junge und bin auf diesem Wege zur Musik gekommen.
7. Wer waren beziehungsweise sind Deine persönlichen wichtigsten Vorbilder?
Das Wort Vorbild gefällt mir einfach nicht. Ich bin z.B. riesen Fan von vielen Produzenten und Musikern. Die Liste wäre ewig... In allen Bereichen der Musik! Musik sind Emotionen, Musik sind Inspirationen und ich höre jegliche Musikstile. Das kann einem nur bereichern. Es gibt DJs, die spielen nur einen Stil, das wäre mir viel zu langweilig und eintönig. Ich denke Musik, die mir gefällt und die ich auch sehr gerne privat höre, inspiriert mich automatisch und verankert sich automatisch in meinem Unterbewusstsein.
Bei den eigenen Produktionen kommt dies dann wieder hervor. Ich sehe in all den Musikmenschen von derer Musik ich ein Fan bin nicht wirklich ein Vorbild. Vielmehr schätze, geniesse und respektiere ich Ihre Arbeit lass mich davon inspirieren und versuche immer meinen eigenen Touch in meine Produktionen reinzubringen.
8. Als DJ geht es nicht zuletzt auch um die Auswahl der „richtigen“ Stücke für ein Clubset. Wie unterscheidest Du für Dich eine gute von einer schlechten Platte? Wie bereitest Du Dich auf einen Clubgig vor?
Jede Platte die ich habe finde ich selber gut. Die Frage ist finden die Menschen die Platten in diesem speziellen Club wo ich auflegen werde auch gut? Schwierige Frage.. Grundsätzlich muss für mich eine gute Scheibe/Track Clubfunkionalität aufweisen, sprich das Arrangement muss einfach gehalten sein, nicht zuviele Breaks und nicht zuviel gespielte Instrumente, nicht zu kompliziert und auch nicht zu kopflastig. Das ganze muss dann von einem „fetten“ Beat & Bass gehalten werden. Eigentlich sind die einfachsten, auf den Punkt gebrachten Tracks, die trotz ihrer Einfachheit und Minimalistik eine spezielle Stimmung erzeugen für mich die „guten“ Platten.
Meine Clubsets sind meistens Improvisationen. Also ich bereite mich z.B. technisch nie auf ein DJ Set vor und verlasse mich auf meine 20-jährige Erfahrung. Die einzige Vorbereitung/Anpassung, die ich treffe, ist, dass ich vor dem Gig eine Stil-Selektion der Platten mache, die ich mitnehmen möchte (je nach Club / Event) und packe diese in den Case. Diese Auswahl teile ich mir dann in 3 Sektionen ein (soft/mittel/hard). Somit muss ich nicht zwischen verschiedenen Stilen wechseln und kann im eigenen Stil einfach die Stimmung ändern, wenn ich merke die Leute mögen das nicht so.
Alles andere kann ich gar nicht planen und lasse mich von der momentanen Situation im Club überraschen. Das Set hört sich dann auch nicht so berechnend an und es kommt öfters vor dass es ein „Auf und Ab“ Set wird, manchmal auch ohne grosse Linie, ich mag „Freestyle-Sets“ aber auch „treue-Linie-Sets“.
9. Gibt es Platten, die Du zwar regelmässig mit in den Club nimmst, aber dennoch nicht spielst? Wenn ja: welche sind das?
Ja, meine eigenen Releases. Finde sie im Club immerwieder ungenügend und spiele sie nie.
10. Pläne für Deine (persönliche) musikalische Zukunft?
Keine wirklichen Pläne, schön wäre es noch ein paar Solo-Projekt 12“ und weitere Alben zu releasen. Neben House und Dance Musik auch mal etwas völlig anderes, ruhigeres produzieren. Ansonsten plane ich meine musikalische Zukunft nicht gross. Musik mache ich sowieso. Wenn etwas daraus entsteht gut wenn nicht auch gut. :)
Hier nun der Mix:
Gianni Siravo (Azuni) - Keep It Deep Guest Mix by keep-it-deep
English (short) version: today's guest mix was compiled and recorded by Zurich / Switzerland DJ and producer Gianni Siravo. You may know him under his moniker Azuni, an electronic music project he started a couple of years ago with Roberto Ceschi. Their pursuit of musical excellence resulted in an artist album on Sthlmaudio Recordings ("City Look") and several EPs on Drumpoet Community and Morris Audio.
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Azuni - DJ Page @ Resident Advisor
Interview w/ Gianni Siravo & Sven Lacoste @ Tea And Techno Blog
Krystal Klear - Tried For Your Love
All City Records aus Dublin mischt schon seit etwas mehr als vier Jahren an vorderster Front mit, wenn von vertwisteten, in verknoteten Synthesizer-Klangcollagen auf Grundlage gesampleter und verfremdeter Hip Hop- oder Elektro-Funk-Beats die Rede ist. Mike Slott, Onra, Hudson Mohawke - alles keine unbekannten Namen. Würde ich gerne auch einmal live performen hören. Aber wie das halt so ist in einer Stadt, in die man fährt, um eine Auszeit zu nehmen, um sich einen kurzen Erholrlaub zu gönnen...
[Immerhin gibt es ab und an ein paar Konzerte mit Gitarrenmusik und ausladend selbstreferentiellen, jugenddepressiven und liebesenttäuschten Texten für die Cheap Monday-Jungs und -Mädels.]
Mit Krystal Klear nimmt das Label einen neuen Produzenten unter Vertrag. Er selbst stammt aus dem Nordwesten Englands, aus Manchester und steht - ebenfalls - beispielhaft für diese (neue / weitere) Produzentengeneration, die mit schwindelerregender Leichtigkeit - wie man sie bisher kaum erlebt hat - sich über Stil- und Genregrenzen hinweghebt, leichtfüssige Arrangements zwischen Disco, Funk, House, Techno und den (Half-, Two- oder Dub-)Steps zusammenzimmert. "Tried For Your Love" stellt die erste Solo-EP des Mancunian Boy dar, auf der er mit drei eigenen Tracks aufwartet. Sie beruhen auf keiner Samplegrundlage. Alles eigene Beatfragmente, Soundschnipsel und Melodieskizzen, aus denen er flammende, höchst wunderbar sternglänzende Harmonien und Rythmen schöpft und in den Raum hineinträgt. Ein Boogievibe als Nährboden für sich in Hallräumen verlaufende Bässe, akzentuierende Snares und Claps, wachsweiche Synth Pads, hier und da der Einsatz eines Filters. So einfach - eigentlich - und dennoch (oder gerade deswegen) so euphorisierend.
Die Klangkrone setzt dieser EP allerdings Hudson Mohawke mit seinem Remix von "Tried For Your Love" auf. In seiner Überarbeitung wird deutlich, dass (Tanz-)Musik stets auch eine stark geschlechtliche, sexuelle Konnotation besitzt. Anleihen an 90er-Jahre Piano House, Garage, Elektro-Boogie lassen sich heraushören, das lustvolle Drängen der Beats, die vor reiner Vitalität strotzende tonale Charakteristik des Saxophon-Solos. K.I.L.L.E.R.
English (short) version: Dope package of tracks by Manchester based producer Krystal Klear full of twisted synth stabs, melodic spins and a groove that glorifies visions of (electric) boogie and funk. The Hudson Mohawke remix is a tantalizing assemblage of synth works, layers of euphoric string instrumentals, ready-to-jack off piano keys and a rhythm that has the sort of sex appeal the dancefloors are in the need for.
Mehr im Web:
Krystal Klear @ MySpace
Krystal Klear @ Facebook
Krystal Klear @ Soundcloud
Hudson Mohawke @ MySpace
Hudson Mohawke @ Facebook
All City Records @ MySpace
All City Records @ Facebook
All City Records
Krystal Klear - Ampsoul Radio Mix by KrystalKlear
[Immerhin gibt es ab und an ein paar Konzerte mit Gitarrenmusik und ausladend selbstreferentiellen, jugenddepressiven und liebesenttäuschten Texten für die Cheap Monday-Jungs und -Mädels.]
Mit Krystal Klear nimmt das Label einen neuen Produzenten unter Vertrag. Er selbst stammt aus dem Nordwesten Englands, aus Manchester und steht - ebenfalls - beispielhaft für diese (neue / weitere) Produzentengeneration, die mit schwindelerregender Leichtigkeit - wie man sie bisher kaum erlebt hat - sich über Stil- und Genregrenzen hinweghebt, leichtfüssige Arrangements zwischen Disco, Funk, House, Techno und den (Half-, Two- oder Dub-)Steps zusammenzimmert. "Tried For Your Love" stellt die erste Solo-EP des Mancunian Boy dar, auf der er mit drei eigenen Tracks aufwartet. Sie beruhen auf keiner Samplegrundlage. Alles eigene Beatfragmente, Soundschnipsel und Melodieskizzen, aus denen er flammende, höchst wunderbar sternglänzende Harmonien und Rythmen schöpft und in den Raum hineinträgt. Ein Boogievibe als Nährboden für sich in Hallräumen verlaufende Bässe, akzentuierende Snares und Claps, wachsweiche Synth Pads, hier und da der Einsatz eines Filters. So einfach - eigentlich - und dennoch (oder gerade deswegen) so euphorisierend.
Die Klangkrone setzt dieser EP allerdings Hudson Mohawke mit seinem Remix von "Tried For Your Love" auf. In seiner Überarbeitung wird deutlich, dass (Tanz-)Musik stets auch eine stark geschlechtliche, sexuelle Konnotation besitzt. Anleihen an 90er-Jahre Piano House, Garage, Elektro-Boogie lassen sich heraushören, das lustvolle Drängen der Beats, die vor reiner Vitalität strotzende tonale Charakteristik des Saxophon-Solos. K.I.L.L.E.R.
English (short) version: Dope package of tracks by Manchester based producer Krystal Klear full of twisted synth stabs, melodic spins and a groove that glorifies visions of (electric) boogie and funk. The Hudson Mohawke remix is a tantalizing assemblage of synth works, layers of euphoric string instrumentals, ready-to-jack off piano keys and a rhythm that has the sort of sex appeal the dancefloors are in the need for.
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Krystal Klear - Ampsoul Radio Mix by KrystalKlear
Lost Tracks (3)
![]() |
| http://fuckyeahvinylrecord.tumblr.com/post/1270331518 |
Giegling und den Ableger Giegling Staub sollte meiner Meinung nach tunlichst jeder auf dem Radarschirm haben. Mit Acts wie Kettenkarussell, Matthias Reiling oder Die Wiese Im Garten a.k.a. Dwig steht es für einen farbenfrohen, nuancenreichen und vielschichtigen Sound, der in diesem Jahr eine Erweiterung auch in Richtung Jazz-beeinflusster (elektronischer) (Club-)Musik durch das WHITE-Mitglied Edward ("A Piece Of Us") erfahren hat.
Mit der Reihe Staub rückt das Label hingegen das Düstere in den Mittelpunkt. Christopher Raus 12" "The Blessing" leistete einen wesentlichen Beitrag dazu genauso wie ein Prinz aus Dänemark mit seiner EP. Diese hatte ich erst sehr spät entdeckt, mich jedoch sogleich unsterblich in ihre Tracks verliebt. Mittels metallischer Klänge, dem Einsatz von Hall, Echo und Rauschen und behutsam eingestreuten schrägen Sounds, beschwört der Produzent eine nordisch anmutende Dunkelheit. Nordisch, da die Sehnsucht nach dem Licht zwar von Takt zu Takt grösser wird, man dennoch im Wolkenhimmel des Sounds sich verlieren und eins mit ihrer anmutigen, dunklen Schönheit werden möchte. Tipp!
2. Mark Du Mosch - Bareknuckle - SD Records.
Mark Du Mosch, der niederländische, in Rotterdam beheimatete Produzent, will ebenfalls Entdeckt werden. Er zählt mit Tom Trago, San Proper, und vielen anderen mehr zu der soundsovielten, sich parallel entwickelnden Produzentengeneration des Oranje-Staats. In seinen Releases auf Moustache, Lunar Disko und Syncom Data Records treffen Einflüsse aus Acid (House / Techno), Disco und Elektro aufeinander; sie vermitteln ein schön ausgearbeitetes, aber dennoch rauhes, analoges Flair. Akustischer Orgasmus.
3. Midnight Hours - Midnight Hours 002.
Ein Geheimrezept, das schon sehr lange nicht mehr geheim ist: man packe zwei, drei Tracks auf eine 12"-Vinyl; man verknappe das Angebot auf 200, höchstens 250 Pressungen (um anschliessend mehrmals davon ein Repress anzutäuschen); man halte sich als Produzent anonym im Hintergrund und, wichtig: man vergesse den Stempel nicht. Diese Rahmenvoraussetzungen lassen sich auch bei Midnight Hours wiederfinden - aber dem Vernehmen nach stammt der Urheber dieser Tracks wirklich aus Übersee, irgendwo zwischen Windy und Motor, und darf dementsprechend auch so verfahren. Egal. Die Tracks auf dieser EP sind teils sonnendurchflutet, hell und warm, teils verhelfen sie zu einer musiktherapeutischen Tiefenentspannung. Gross!
4. Sepalcure - Love Pressure - Hotflush.
Bereits gestern hatte ich kurz zum Ausdruck gebracht, dass mir die Assemblage von House/Techno und Dubstep/(Future)Garage in den verschiedensten Mischungsverhältnissen sehr gut schmeckt. Zwar ist Hotflush Recordings nun wirklich nicht der unbekannteste, namenlose Vertreiber dieser Soundmischungen, aber "Love Pressure" von Travis Stewart und Praveen Sharma alias Sepalcure ist derart samtig, weich, geschmeidig und zugleich kräftig - der Track löst Liebesgluten aus, die nur darauf warten, in lodernde Flammen auszubrechen.
5. Mim Suleiman - Nyuli - Running Back.
Gesang und Instrumentierung treten auf "Nyuli" als gleichberechtigte Dialogpartner auf. Gefühlvoll aber ohne Sentimentalismen. Mim Suleiman auf Running Back - Tanzflächen-Idealismus als Wegbereiter einer wahren Club-Romantik!
English (short) version: the third edition of our Lost Tracks - Series features a wide range of sounds. Starting off dark and dusty with Prince of Denmark on Giegling Staub, with flourishing melodies and lively rhythms that, still, are kickass.
Various Artists - BOE X (Ladzinski, Azuni,...)
Zunächst ging es mir nur um einen Track, "(Baby Don't You) Make Me High" aus dem Hause Azuni. Wer das Blog ein wenig mitverfolgt hat über die Zeit seines Bestehens hinweg, weiss, dass ich ein grosser Fan des Projektes von Gianni Siravo und Sven Lacoste bin. Zwar kommen beide nicht aus dem Nichts, Gianni Siravo hat schon zuvor mitgemischt auf Label wie Straight Ahead, Pulver oder Sonar Kollektiv (unter dem Künstleralias Sequel), und dennoch legten beide mit "City Look" auf Sthlmaudio Recordings ganz unerwartet ein ruhiges und dennoch kraftvolles House-Album auf. Man kann und darf den Sound von Azuni durchaus mit dem schweizer Radrennfahrer Fabian Cancellara vergleichen, der seine Siege mit ebengleicher Ruhe und Kraft herausfährt. Vielleicht erscheint, um einmal im Radsport zu bleiben, ein Klassiker-Sieg des Belgiers Tom Boonen bei der Flandern-Rundfahrt oder Paris Roubaix ein wenig spektakulärer. Fabian Cancellara jedoch wohnt, genauso wie Azuni, eine stille Grösse inne.
Wieder zurück zur Musik. Für das Label von Ben Parkinson, Boe Recordings, haben Gianni Siravo und Sven Lacoste kürzlich einen Track gebastelt, der mich in meiner (nun nicht mehr ganz so) heimlichen Vermutung bestätigt, dass Garage-angehauchte Sounds derzeit ein wenig Auftrieb erfahren. Der Wind weht dabei aus unterschiedlichen Produzentenrichtungen. Ganz stark beispielsweise aus der Region Paris / Île de France, wo sich um das Label My Love Is Underground jede Menge Garage-Nostalgiker zusammenfinden. Man könnte sogar den Slogan "Vocals are back" einbringen, auch wenn diese ganz weg ja noch nie waren. Nur sind und werden sie womöglich noch vielmehr salonfähiger, clubtauglicher. We'll see. Azunis Track "(Baby Don't You) Make Me High" jedenfalls ist der Jersey-Touch deutlich anzuhören. Das fängt bei den Kickdrums an und hört bei den Stimmfetzen auf. Diese sowie die Keys erscheinen allerdings noch recht zaghaft, man dürfte diese - ginge es nur und ausschliesslich um meine Geschmackspräferenzen - gerne noch etwas kräftiger ausbauen, vielleicht sogar bis hin zum Schema Vokal-Auftakt - Vers - Refrain - Vers - Refrain. Oder so. Wobei dann wiederum die Gefahr besteht, in Richtung Vega Records und der Suche nach dem Pop-Moment abzudriften. Dann doch lieber nur kurz anreissen.
B2 Azuni - (Baby Don't You) Make Me High by boerecordings
Auf der 12" mit dem Titel "BOE X" befinden sich obendrein noch ein paar durchaus hörens- und spielenswerte Tracks bisher noch etwas unbekannterer Produzenten, sei es Ladzinski, Nils Anthes oder Marc Vacher. Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Die Produzenten genauso wie das Label Boe Recordings.
B1 Marc Vacher - I Know by boerecordings
English (short) version: a swiss premium house affair with a touch of garage and three worth-to-check cuts by up and coming and still to discover producers Ladzinski, Nils Anthes and Marc Vacher. But not only the producers did a great job, it is also Ben Parkinson, founder of Boe Recordings, that shows up with an award-winning a&r label work. Hopefully to be continued!
Mehr im Web:
Azuni @ MySpace
Azuni - Podcast @ Darkaudio
Ladzinski @ MySpace
Nils Anthes
Boe Recordings @ MySpace
Boe Recordings @ Soundcloud
Ladzinski Promo July 2010 by Ladzinski
Wieder zurück zur Musik. Für das Label von Ben Parkinson, Boe Recordings, haben Gianni Siravo und Sven Lacoste kürzlich einen Track gebastelt, der mich in meiner (nun nicht mehr ganz so) heimlichen Vermutung bestätigt, dass Garage-angehauchte Sounds derzeit ein wenig Auftrieb erfahren. Der Wind weht dabei aus unterschiedlichen Produzentenrichtungen. Ganz stark beispielsweise aus der Region Paris / Île de France, wo sich um das Label My Love Is Underground jede Menge Garage-Nostalgiker zusammenfinden. Man könnte sogar den Slogan "Vocals are back" einbringen, auch wenn diese ganz weg ja noch nie waren. Nur sind und werden sie womöglich noch vielmehr salonfähiger, clubtauglicher. We'll see. Azunis Track "(Baby Don't You) Make Me High" jedenfalls ist der Jersey-Touch deutlich anzuhören. Das fängt bei den Kickdrums an und hört bei den Stimmfetzen auf. Diese sowie die Keys erscheinen allerdings noch recht zaghaft, man dürfte diese - ginge es nur und ausschliesslich um meine Geschmackspräferenzen - gerne noch etwas kräftiger ausbauen, vielleicht sogar bis hin zum Schema Vokal-Auftakt - Vers - Refrain - Vers - Refrain. Oder so. Wobei dann wiederum die Gefahr besteht, in Richtung Vega Records und der Suche nach dem Pop-Moment abzudriften. Dann doch lieber nur kurz anreissen.
B2 Azuni - (Baby Don't You) Make Me High by boerecordings
Auf der 12" mit dem Titel "BOE X" befinden sich obendrein noch ein paar durchaus hörens- und spielenswerte Tracks bisher noch etwas unbekannterer Produzenten, sei es Ladzinski, Nils Anthes oder Marc Vacher. Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Die Produzenten genauso wie das Label Boe Recordings.
B1 Marc Vacher - I Know by boerecordings
English (short) version: a swiss premium house affair with a touch of garage and three worth-to-check cuts by up and coming and still to discover producers Ladzinski, Nils Anthes and Marc Vacher. But not only the producers did a great job, it is also Ben Parkinson, founder of Boe Recordings, that shows up with an award-winning a&r label work. Hopefully to be continued!
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Ladzinski Promo July 2010 by Ladzinski
Mixed up monday (38)
Die heutige Ausgabe der Mix-Rundschau erfolgt ein wenig früher als zur gewohnten spätabendlichen Zeit, und das hat seinen guten Grund: Johannes Albert a.k.a. Vinylgroover wird heute Abend bei Tageins antreten. Als Vorschau und Einstimmung hierauf beginne ich den Wochenüberblick auch mit ein paar Mixtapes des mittlerweile Wahlberliners.
Wäre zum einen der Guest Mix, den Johannes Albert fast vor Jahr und Tag für dieses Blog angefertigt hat. House in allen erdenklichen Klangschattierungen. Check:
Johannes Albert for 'keep-it-deep' by johannes-albert
Wer diesen Mix gerne auch "für unterwegs" haben möchte, kann hier vorbeischauen. Für kurze Zeit ist er wieder zum Download erhältlich.
Im Mai diesen Jahres bestritt die WHITE-Familie eine Nacht und einen Morgen in der Berliner Bar25. Da Johannes Albert mit "Wooden Pearls" einen Beitrag für den Veröffentlichungskatalog des Labels geleistet hat, war er ebenfalls mit einer handvoll Platten am Start und legte das Fundament für diese Clubnacht:
Johannes Albert @ Bar 25, 08.05.2010 by vinylgroover
Kritische Zungen können ihm alles vorwerfen. Nur eines nicht: kleinhorizontige Engstirnigkeit. Johannes Alberts Blick schweift über die (jeweiligen) Genregrenzen hinaus, seine Sets mäandrieren sich durch Soul, Jazz, Disco, durch alte Klassiker oder neue Hits hindurch - a journey into sound:
johannes albert is "being frank" by vinylgroover
Immer noch nicht überzeugt? Dann ist die Liebe zu Neonelektrorave-Sounds und Drei-Akkord-Gitarren-Liedern wirklich gross.
In der Mix-Welt hat sich in den vergangenen acht Tagen einiges Erfreuliches getan. Auf Alainfinkielkrautrock habe ich einen Mix des Blog-Mitglieds, Filmemachers, Plattensammlers, Nerds und überhaupt, Marco Dos Santos, entdeckt, der - zumindest für mich - jede Menge obskures Material zum Entdecken und Nachspüren beinhaltet. Dieser Marco Dos Santos ist es auch, der das offizielle Video zu Superpitchers "Rabbits In A Hurry" zu verantworten hat. Erst der Mix, dann das Video, beides gut! Marco Dos Santos - Happy Mix #3 @ Alainfinkielkrautrock.
SUPERPITCHER "RABBITS IN A HURRY" OFFICIAL VIDEO from Marco Dos Santos on Vimeo.
Auf Facebook bereits dutzendfach verlinkt, wurde im Verlauf der letzten zwei, drei Tage der neueste Mix auf Another Night On Earth. Sein Urheber ist der Greymatter und Wolf Music Honcho Graham "Greymatter" Luckhurt. Wer sich diesem Produzenten und DJ in Wort und Schrift nähern möchte, kann dies auf Datatransmission.co.uk gerne tun. Alle anderen, die Leseratten nicht ausgenommen, bitte hier lang. Recommended!
Zwei Lehrstunden in Sachen Musik (verzeiht dieses einfache, einfallslose Substantiv, aber ich weiss wirklich nicht, welche Genrebezeichnungen ich bemühen soll) lassen sich seit Wochenende auf Testpressing nehmen. Zum einen hat Paul Williams unter seinem Künstlernamen Balearik Soul einen wirklich launesteigernd wirkenden Mix für das kaleidoskopisch auf (Club-)Musik blickende Blog zusammengestellt: Balearik Soul - L. I. F. T. - Mix @ Testpressing. Zum anderen bastelten die Schweden von Eden Rock etwas Herbstliches-nicht-Herbstliches zusammen: Eden Rock - An Autumn Mix @ Testpressing.
Anlaufstelle für alle Digger, Nerds, Bewahrer, Vorantreiber, Avantgardisten, Stylisten und Trendsetter sowie faule Konsumenten war und ist Aor Disco. Martin Brew aus Manchester, der mit dem Label Fat City Recordings in Verbindung zu bringen ist, hat sich die Mühe gemacht, einen kleinen Mix unter dem Titel "Nooks & Crannies" einzuspielen. Anhören und / oder herunterladen hier oder hier:
Nooks & Crannies by Martin Brew
Jede Menge komprimierte Dateien zum herunterladen gibt es auch bei den - ebenfalls in Manchester beheimateten - Jungs von Cosmic Disco. Unter anderem eine Social Disco Club Radioshow sowie ein Mix vom Luke "Unabomber" Cowdrey. Einfach mal unter der Rubrik Musik stöbern.
Mit jede Menge balearic bliss wartet das Blog von plaidmusic: Modern Balearic Bliss @ Plaidmusic.
Irgendwann einmal muss man ihn abnehmen, den Disco-Bart, auch wenn der Trennung Wehen schmerzen. Darüber hinweg tröstet vielleicht der folgende Mix. Eingespielt hat ihn Kai von Glasow aus Essen. Er beinhaltet jede Menge Dubtechno / Techno, Basic Channel, Skudge, Redshape, und so weiter. Grossartig!
Poor People Must Work by kaivonglasow
Um den Orientierungsbegriff Techno dreht sich auch ein Mix vom Vidab-Mitgründer Oliver Deutschmann. Jede Menge Delsin, Music Man und R&S. Shit-Hot! Leider nur noch zum anhören, aber vll. gibt's ihn noch einmal zum Herunterladen in den kommenden Tagen:
Oliver Deutschmann's Dutch People are good AutumnSet 2010 by oliverdeutschmann
Bei Deepsounds, einer französischen Blog-Bastion rund um das Thema tiefgehender (elektronischer) (Club-)Musik, ist der jüngst erschienene Oktober Mix wärmstens zu empfehlen. Zahlreiche Klassiker aus dem House- und Techno-Becken, von Kings Of Tomorrow über Larry Heard zu Virgo sowie neue Klangware, die auf den jüngst gegründeten Label wie Praterei oder Tabernacle das Licht der Welt erblickt hat. Dope!
Und zum Schluss noch dies: DJ Qu mit einem Podcast auf Little White Earbuds - Tracks aus dem bekannten Umfeld, dafür einiges an unveröffentlichtem Material. Ein Durchhören wert.
English (short) version: Johannes Albert, an up and coming German producer and long time dj and music lover will show up at Tageins, the weekly hang out on Monday night. Therefore you'll find some of his recent mixes and his guest mix for this blog in our this weeks selection. After this, you are served with fresh mixes that will please the nerdiest balearic disco boogie nerd and noob at the same time, whereas DJ Qu, Oliver Deutschmann and Kai von Glasow, a German DJ from Essen, will satisfy all the deep and tech heads with their nourishing tune selection. Have fun!
Wäre zum einen der Guest Mix, den Johannes Albert fast vor Jahr und Tag für dieses Blog angefertigt hat. House in allen erdenklichen Klangschattierungen. Check:
Johannes Albert for 'keep-it-deep' by johannes-albert
Wer diesen Mix gerne auch "für unterwegs" haben möchte, kann hier vorbeischauen. Für kurze Zeit ist er wieder zum Download erhältlich.
Im Mai diesen Jahres bestritt die WHITE-Familie eine Nacht und einen Morgen in der Berliner Bar25. Da Johannes Albert mit "Wooden Pearls" einen Beitrag für den Veröffentlichungskatalog des Labels geleistet hat, war er ebenfalls mit einer handvoll Platten am Start und legte das Fundament für diese Clubnacht:
Johannes Albert @ Bar 25, 08.05.2010 by vinylgroover
Kritische Zungen können ihm alles vorwerfen. Nur eines nicht: kleinhorizontige Engstirnigkeit. Johannes Alberts Blick schweift über die (jeweiligen) Genregrenzen hinaus, seine Sets mäandrieren sich durch Soul, Jazz, Disco, durch alte Klassiker oder neue Hits hindurch - a journey into sound:
johannes albert is "being frank" by vinylgroover
Immer noch nicht überzeugt? Dann ist die Liebe zu Neonelektrorave-Sounds und Drei-Akkord-Gitarren-Liedern wirklich gross.
In der Mix-Welt hat sich in den vergangenen acht Tagen einiges Erfreuliches getan. Auf Alainfinkielkrautrock habe ich einen Mix des Blog-Mitglieds, Filmemachers, Plattensammlers, Nerds und überhaupt, Marco Dos Santos, entdeckt, der - zumindest für mich - jede Menge obskures Material zum Entdecken und Nachspüren beinhaltet. Dieser Marco Dos Santos ist es auch, der das offizielle Video zu Superpitchers "Rabbits In A Hurry" zu verantworten hat. Erst der Mix, dann das Video, beides gut! Marco Dos Santos - Happy Mix #3 @ Alainfinkielkrautrock.
SUPERPITCHER "RABBITS IN A HURRY" OFFICIAL VIDEO from Marco Dos Santos on Vimeo.
Auf Facebook bereits dutzendfach verlinkt, wurde im Verlauf der letzten zwei, drei Tage der neueste Mix auf Another Night On Earth. Sein Urheber ist der Greymatter und Wolf Music Honcho Graham "Greymatter" Luckhurt. Wer sich diesem Produzenten und DJ in Wort und Schrift nähern möchte, kann dies auf Datatransmission.co.uk gerne tun. Alle anderen, die Leseratten nicht ausgenommen, bitte hier lang. Recommended!
Zwei Lehrstunden in Sachen Musik (verzeiht dieses einfache, einfallslose Substantiv, aber ich weiss wirklich nicht, welche Genrebezeichnungen ich bemühen soll) lassen sich seit Wochenende auf Testpressing nehmen. Zum einen hat Paul Williams unter seinem Künstlernamen Balearik Soul einen wirklich launesteigernd wirkenden Mix für das kaleidoskopisch auf (Club-)Musik blickende Blog zusammengestellt: Balearik Soul - L. I. F. T. - Mix @ Testpressing. Zum anderen bastelten die Schweden von Eden Rock etwas Herbstliches-nicht-Herbstliches zusammen: Eden Rock - An Autumn Mix @ Testpressing.
Anlaufstelle für alle Digger, Nerds, Bewahrer, Vorantreiber, Avantgardisten, Stylisten und Trendsetter sowie faule Konsumenten war und ist Aor Disco. Martin Brew aus Manchester, der mit dem Label Fat City Recordings in Verbindung zu bringen ist, hat sich die Mühe gemacht, einen kleinen Mix unter dem Titel "Nooks & Crannies" einzuspielen. Anhören und / oder herunterladen hier oder hier:
Nooks & Crannies by Martin Brew
Jede Menge komprimierte Dateien zum herunterladen gibt es auch bei den - ebenfalls in Manchester beheimateten - Jungs von Cosmic Disco. Unter anderem eine Social Disco Club Radioshow sowie ein Mix vom Luke "Unabomber" Cowdrey. Einfach mal unter der Rubrik Musik stöbern.
Mit jede Menge balearic bliss wartet das Blog von plaidmusic: Modern Balearic Bliss @ Plaidmusic.
Irgendwann einmal muss man ihn abnehmen, den Disco-Bart, auch wenn der Trennung Wehen schmerzen. Darüber hinweg tröstet vielleicht der folgende Mix. Eingespielt hat ihn Kai von Glasow aus Essen. Er beinhaltet jede Menge Dubtechno / Techno, Basic Channel, Skudge, Redshape, und so weiter. Grossartig!
Poor People Must Work by kaivonglasow
Um den Orientierungsbegriff Techno dreht sich auch ein Mix vom Vidab-Mitgründer Oliver Deutschmann. Jede Menge Delsin, Music Man und R&S. Shit-Hot! Leider nur noch zum anhören, aber vll. gibt's ihn noch einmal zum Herunterladen in den kommenden Tagen:
Oliver Deutschmann's Dutch People are good AutumnSet 2010 by oliverdeutschmann
Bei Deepsounds, einer französischen Blog-Bastion rund um das Thema tiefgehender (elektronischer) (Club-)Musik, ist der jüngst erschienene Oktober Mix wärmstens zu empfehlen. Zahlreiche Klassiker aus dem House- und Techno-Becken, von Kings Of Tomorrow über Larry Heard zu Virgo sowie neue Klangware, die auf den jüngst gegründeten Label wie Praterei oder Tabernacle das Licht der Welt erblickt hat. Dope!
Und zum Schluss noch dies: DJ Qu mit einem Podcast auf Little White Earbuds - Tracks aus dem bekannten Umfeld, dafür einiges an unveröffentlichtem Material. Ein Durchhören wert.
English (short) version: Johannes Albert, an up and coming German producer and long time dj and music lover will show up at Tageins, the weekly hang out on Monday night. Therefore you'll find some of his recent mixes and his guest mix for this blog in our this weeks selection. After this, you are served with fresh mixes that will please the nerdiest balearic disco boogie nerd and noob at the same time, whereas DJ Qu, Oliver Deutschmann and Kai von Glasow, a German DJ from Essen, will satisfy all the deep and tech heads with their nourishing tune selection. Have fun!
Mixed up monday (37)
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| http://24.media.tumblr.com/tumblr_l9xrd0tySy1qbeyqto1_500.png |
Zurück zum Tagesgeschäft. Ursprünglich war für Samstag Mittag ein Mixtape eingeplant. Dies wird es erst am kommenden Freitag geben. Heute erst einmal ein paar Links und in den Folgetagen ein paar kurze Hinweise auf das eine oder andere Release.
Wie sehr das Projekt Mental Instrum, auch Mentalinstrum, das irgendwann um Anfang Neunzig herum von Michael Cameron, Roderick Goode und Eddie Perez gegründet wurde, heute noch allgemein bekannt ist, weiss ich nicht. In Sachen Jersey-styled House, meinetwegen auch Garage House genannt, zählen ihre Produktionen (auch heute noch) zu den Besten, die je produziert worden sind, und - eigentlich - sollte keiner, der sich mit (Deep) House auseinander setzt, von sich behaupten, noch nie etwas von Mental Instrum gehört zu haben. Abhilfe schafft hier ein "underground HOUSE music educatior" mit seinem Blog Keep It Raw. Zwischen Juni und Oktober 2009 erschienen dort drei Mixtapes, welche der Leistung dieser Producer Possee die Ehre erwiesen. Check'em out:
H - Inspirations Vol. 22 - Mixed by Raw Culture
H - Inspirations Vol. 34 - Mixed by Raw Culture
H - Inspirations Vol. 35 - Mixed by Raw Culture
Noch ein paar Jahre weiter zurück in die Vergangenheit weist das folgende Mixtape. Es beinhaltet jede Menge House Sounds der späten Achtziger / (ganz) frühen Neunziger Jahre, schwerpunktmässig alles, was so um den '89er / '90er - Dreh veröffentlicht wurde. Jine, Roland Clark, Cassio, Ce Ce Rogers, Adeva, und viele andere mehr - Songs, die förmlich auf der Zunge zerschmelzen. Be prepared for the Dusted Tape From 1989 #1 @ Club De Base Blog.
Wer immer noch Appetit hat auf "old school house music", möge sich auf folgende, etwas länger als drei Stunden währende Reise begeben. Velma Wright, Kym Mazelle, Blaze, Ralphi Rosario und die Basement Boys sowie Jamie Principle und Fingers Inc, aber für einmal ohne "Baby Want's To Ride" oder "Can You Feel It". Es könnte durchaus auch für Kenner von Interesse sein (Tracklist ist veröffentlicht):
PITCH BEND - Love and paradise by pitchbend
Alt und neu, ob Disco oder House, zu einer Einheit verbinden, kann wie kaum ein zweiter Gerd Janson. Deswegen seien an dieser Stelle auch keine weiteren Worte mehr vergeudet, sondern direkt der Link zu seinem "Baklava Metal Depression Mix" gesetzt:
Gerd Jansons' Baklava Metal Depression Mix - October 2010 by warmhq
Ohne IHN ist (Deep) House unvorstellbar, Kenny Dixon Jr. a.k.a. Moodymann. In diesem Jahr spielte er - unter anderem - auch in Manchester, zum zweijährigen Geburtstag der Veranstaltung Cutloose. Die Jungs dort haben das Set - so um die vier Stunden - mitgeschnitten und zum Download bereitgestellt. Here you go: Moodymann - Live At Cutloose (17. September 2010). Wer's lieber in einem Stück anhört und herunterlädt, sei hierauf verwiesen:
Moodymann Live @ Cutloose 2nd Birthday Party, Manchester, UK - 18-09-2010 by R_co
Für sehr schöne Podcasts gesorgt haben auch stets die DJs, welche für Technique an den Decks standen, seien es ein Charles Webster, ein Baaz oder ein André Lodemann gewesen. Vor kurzem war es der Kanadier Eddie "The Remote Man" C, der diese tolle Reihe fortführen durfte. Lob der Langsamkeit! Eddie C - Podcast @ Technique.
Für eine weitere Veranstaltungs- und Podcastreihe auf der Insel, Louche, hat Iron Curtis ein feines Set eingespielt, das ich jedem nur empfehlen kann: Iron Curtis - Podcast #026 @ Louche.
Den Briten Dave Lee a.k.a. Joey Negro vorstellen, brauch' ich nun wirklich nicht. Irgendwann, irgendwo ist mit Sicherheit jeder schon einmal über eine seiner Produktionen (oder Mix-Compilations) gestolpert. Wenn nicht, könnte man sich mit seinem vor einer knappen Woche auf Soundcloud veröffentlichten Mix einmal an diesen DJ und Produzenten annähern:
Joey Negro presents Akabu - Sept 2010 DJ Mix by Joey Negro
Zum Schluss noch kurz zu Fact. Dort erschien heute zwar ein Podcast von keinem geringeren als Mike Huckaby. Doch ging und geht es mir vornehmlich um einen viel früher veröffentlichten, und zwar denjenigen des unter dem Pseudonym Midland auftretenden britischen Produzenten. Er zeichnet für eine frühere Ausgabe des Fact-Mixes verantwortlich. Diesen habe ich erst gestern gehört, und wie darin der Bogen gespannt wird von Boards Of Canada über Al Green, Ron Deacon, Mathias Kaden im DJ Koze Remix und Kerry Chandler im Argy Remix hin zu seinem Edit von Caribous "Sun", ist einfach nur atemberaubend. Eile tut not, denn eigentlich lief der Podcast bereits aus: Fact Mix # 185 - Midland.
English (short) version: Due to extraordinary and unforseeable circumstances, I wasn't able to deliver you with the guest mix scheduled for last saturday. Therefore let's get back to every day life with another mixed up monday edition that showcases a handful of mixes that all contain classic (deep and garage) house, something for all ya Jersey heads out there :). And you'll find some true highlights compiled and mixed by Gerd Janson, Iron Curtis, Eddy C, Joey Negro, and Midland, and there's a link to a live set by Moodymann. Enjoy!
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