Tampilkan postingan dengan label Anton Zap. Tampilkan semua postingan
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Various Artists - The Aphotic Segments Part One

Den Abschluss der heutigen Blogtätigkeit bildet ein kurzer Hinweis auf die neueste Veröffentlichung aus dem Hause Sistrum Recordings. Tracks zu dieser 12" beigesteuert haben einmal der Labelgründer Patrice Scott selbst, mit Leonid und XDB zwei Produzenten, die bereits eigene EPs auf diesem Imprint in ihr Portfolio eingetragen haben, und schliesslich Anton Zap, der sein Debüt auf Sistrum Recordings feiert. Der Titel dieser EP kündigt bereits an, was für eine Musik auf ihr zu finden ist. Es ist House aus subaquatischen, lichtlosen (= aphotischen Sphären. Ein Sound, der im Tiefenbereich des House-Ozeans anzusiedeln ist, eine musikalische Zone, in die kein Licht mehr einzudringen vermag. Ganz so dystopisch, in dunklen Klangfarben gehalten, sind die Tracks allerdings nicht. Hört selbst:

Patrice Scott - The Aphotic Segments Part One - Sistrum Recordings 015 by The Secret Agency


English (short) version: new 12" on Sistrum Recordings uniting label owner Patrice Scott, Anton Zap, Leonid and XDB. A journey through subaquatic house.

Anton Zap - Water / Road Trip Song

In Sachen Hypnose und Zen-Entspannung ist auch der Russe Anton Zap ein Grossmeister. Mit dieser neuen 12", zu Beginn des Jahres 2011 auf seinem eigenen Label Ethereal Sound erschienen, lädt er wieder einmal zu einem Erlebnis tiefer Ruhe und Entspannung ein.

Dem Thema (Deep) House nimmt er sich dabei an wie ein Aquarellmaler, der sich am Vorbild William Turner'scher Landschaftsaquarelle abarbeitet. Mit äusserster Vorsicht und Behutsamkeit trägt er auf ein einfaches, geradliniges 4/4-Beatpattern transparente Synthesizerflächen auf. Wären diese Farben, liessen sie auch nach mehrmaligem Auftragen stets das Papier noch durchschimmern, so empfindsam und zartfühlend klingen sie. "Water" und "Road Trip Song" sind zwei wundervolle impressionistische Klanglandschaften, die aufgrund des zarten Lichts und der flirrenden Luft nahezu vollkommen aufgelöst erscheint.


English (short) version: Anton Zap is a zen master of today's (deep) house music who is perfectioning an impressionistic sound. I highly recommend you to enter his realm of truly ethereal soundscapes that draw you into realms of light and harmony.


Mehr im Web:

Anton Zap @ MySpace
Anton Zap @ Soundcloud
Ethereal Sound
Ethereal Sound @ Soundcloud
Ethereal Sound @ Facebook

Mixed up... (47)

http://ghastlydelights.tumblr.com/post/2441032140
Ein wenig zeitverzögert erscheint die Mix-Rundschau dieser Woche. Ein paar Mixtapes musste ich noch durchhören, denn ungehört, ungeprüft, wird hier nichts verlinkt.

Den Auftakt macht mit "Bags Of Grooves" ein Mix mit Musik abseits der (ausgetretenen) House- und Technopfade. Zu finden ist er auf Trust My Beats. Eine mit viel Feingefühl ausgesuchte und zusammengestellte Mischung sanfter Klänge und bluesig warmer Stimmen, beispielsweise von Mary Lou Williams oder Jonathan Jeremiah. Schmoove!


Für den Download: Festive Sounds - Bag Of Grooves @ Trust My Beats.


Weiter geht es, auf das Blog von Disco Outcasts, einer Veranstaltungsreihe in Manchester. Rob Marsh alias Rob Soulfood sich zwischen Feiertagen daran gemacht, ein paar Sounds zwischen Disco und House aneinander zu reihen. Lässt sich hören. Outcast Love #37 - Rob Soulfood @ Disco Outcasts oder:

Night Moves (Outcasts blog demo) Rob Soulfood by ROB SOULFOOD


Wem jedoch nach Hipster-Edits und solcherlei Disco-Reworks ist, sollte einmal bei Mischio Dischi Disco vorbeischauen. Aeroplane treffen im neuesten, an Heiligabend veröffentlichten Mix auf Erol Alkan & Co. Eingespielt hat diesen der Italiener Allo (La Vaglietta. Mischio Dischi Disco Mix # 20 by Allo (La Vaglietta). Mein Favorit auf dieser Website ist jedoch der Guest Mix der muskelstarken DJs des Feel My Bicep-Blogs. Er beginnt mit "Melloghettomental" von Theo Parrish & Billy Love und endet nach Zwischenhalten bei - unter anderem - Moodymann und DJ Sprinkles im KiNK & Neville Watson Remix mit Barbara Norris' "Heavy Hitter". Shit-hot!

MDD MIX 015 . mixed by Bicep . 11.10.2010 by Mischio Dischi Disco


Ebenfalls aus der (vor-)weihnachtlichen Zeit nachzuliefern ist ein Mixtape von 7L, der dem Umfeld von Soul Clap zuzuordnen ist. Die Tracklist spricht für den Mix und den DJ gleichermassen, und es ist durchaus nachvollziehbar, dass die Soul Clapper auf ihrem Blog folgende rhetorische Frage aufwerfen (und umgehend selbst beantworten): "If you’ve ever asked the question: who is Boston’s mixtape king? Then you’d know the answer is 7L." Soul Clap Podcast - Episode #81 - Steps Into The AM by 7L. (Danke an Soul Industries für den Hinweis).


Gut in diese Auflistung fügen sich ein Mixtape ein - ebenfalls aus dem unmittelbar abgelaufenen Vorjahr -, das Timm Sure und Ampo a.k.a. Coyote zusammen gestellt haben. Musik für späte Frühstunden - oder umgekehrt. Anyway. Zu finden auf Talking In Stereo. Coyote - After Hours Mix @ Talking In Stereo.


Aus dichten Dub-Nebeln und tief hängenden, schweren Synth-Wolken taucht der neueste Guest Mix von Anton Zap auf, den der russische DJ und Produzent für den Plattenladen Diskunion errichtet hat. Top!

antonzap mix for diskunion record shop by AntonZap


Ein Feuerwerk nach dem anderen zündet derzeit Späk, der mit "Always Crashing In The Same Car..." etwas technoider zu Werke geht. Anhören ist Pflicht!

always crashing in the same car...mix by späk by späk


Zwei weitere Nachträge aus 2010 schliessen den heutigen Überblick ab. Zu finden sind beide auf It's OK To Hate Your Job. Für den einen zeichnet verantwortlich der Frankfurter und Robert Johnson's very own Oliver Hafenbauer. Dieser war vor nahezu einem Jahr zum Auftakt der Freiburger Veranstaltungsreihe "Somebody Scream" eingeladen (siehe: Oliver Hafenbauer - Interview @ keep-it-deep. Mein Gott, wie schnell die Zeit doch vergeht! Oliver Hafenbauer - The Winter Edition '10 - Mix @ It's OK To Hate Your Job. Der zweite Mix stammt von Mild Pitchs Langenberg. Er war im März 2010 in Freiburg zu Gast, wird am Freitag, den 14. Januar 2011 an der Seite seiner Labelkollegen Dplay und Manuel Tur in Stuttgart auflegen. Daher: tune in! Langenberg - Mild Pitch Mix Dezember '10 @ It's OK To Hate Your Job.


English (short) version: our this week's mix summary reads like a follow-up to last year's december mixes as we feature several compilations that saw the light before or around christmas '10. Enjoy a well-selected no-house-no-techno podcast at the Trust My Beats blog. It contains soft and warm melodies that form a perfect union with the vocals from artists like Mary Lou Williams or Jonathan Jeremiah. Then, you'll find the usual disco, house and techno stuff. But, hey, the artists behind are always in search of excellence, and that's why I recommend you the mixes from Anton Zap, Langenberg, Späk, Coyote, Oliver Hafenbauer,... Have fun!

Common Cause Podcast

Blogs, Podcast-Reihen, Radioshows, Live-Mitschnitte - spätestens seit Soundcloud, Mixcloud & Co. ist das Netz voll von Musik. Diese Sachverhaltstatsache einmal kritisch betrachtend, kann und darf man durchaus von überladen sprechen - wobei ich als unmittelbar daran Mitbeteiligter dazu, zum Kritik erheben, nur bedingt befugt bin.

Grosse, namhafte Podcast-Reihen erfreuen sich eines ungeheueren Zulaufs. Ein Konzentrationseffekt stellt sich ein, der im Wesentlichen darin besteht, dass (viele) andere kaum beziehungsweise gar nicht mehr an namentlich bekanntere Künstler herankommen, weil diese nur noch darauf warten, von X oder Y angefragt zu werden - und noch zu entdeckende DJs und Produzenten - oder lediglich Musikliebhaber - kaum eine Plattform mehr erhalten, da jeder Blog- beziehungsweise Webseitenbetreiber Angst hat, mit ihnen keinen Traffic mehr auf seine Seite zu locken. So läuft das halt, in der Netzwelt. Anyway.

Eine Podcast-Reihe, die mir seit langer Zeit ans Herz gewachsen ist, wird regelmässig aus der Freien und Hansestadt Hamburg gesendet. Sie firmiert unter dem Namen "Common Cause", ins Leben gerufen hat sie Simon Strotmann, der selbst auflegt und auch schon die eine oder andere Clubnacht veranstaltet und bespielt hat. Einst Radioshow auf byte.fm, nun über das Blog selbst sowie Soundcloud anspiel- / anhörbar. Musikalisch ist "Common Cause" breit gefächert, von Disco über House bis hin zu Techno. Entsprechend divers ist das Spektrum der DJs, die hierfür bereits an den Plattentellern standen. Ray Mang, Paulo Olarte, Motor City Drum Ensemble, Christopher Rau, Marcello Napoletano, Anton Zap und zuletzt Eddie C. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!


English (short) version: just a short note to highlight a podcast series that I highly appreciate. "Common Cause", straight outta Hamburg, organized and hosted by Simon Strotmann.


Mehr im Web:

Common Cause @ MySpace
Common Cause @ Facebook
Common Cause @ Soundcloud
Common Cause

Cc #33 (by eddie c) by simon strotmann

Uncle Deep / PJOTR - Social Background Series / Sojush

Ethereal Sound - welch schöner Name für ein Label. Es liegt auf der Hand, damit eine sphärisch entrückte Musik zu verbinden. Ätherische, himmlische aber auch flüchtige, nicht fassbare Töne. Filigrane Beatstrukturen. Und überhaupt. Die Endlichkeit des Klangaugenblicks, die Vergänglichkeit des einzelnen Tones gleichermassen wie die Gesamterfahrung. Bringt man dazu noch House, an erster Stelle "Deep" mit ins Spiel, so ist's geschehen um den Nerd und all jene, die sich nach dieser einen idealen Platte sehnen, welche sie beinhaltet: den reinen Geist, die unverfälschte Seele der House Musik. Umso grösser daher der Anspruch, die Erwartungshaltung der blutlechzenden Community im Hinblick auf einzelne Releases, umso höher auch die Qualitätsanforderungen auf Seiten eines Betreibers, wenn Tracks unter dem Brandnamen "Ethereal Sound" auf den Markt geschmissen werden. Denn im Zuge des Deepness-Sellouts wurde und wird auch dieser Tage noch viel Schindluder mit Inhaltsstoffangaben betrieben. So manch ein kurzer Synthie-Seufzer erhielt da bereits das Prädikat "ethereal".

Mit viel Herzblut, Leidenschaft und Fleiss bemüht um die - ungeschriebenen - Deepness-Bestimmungen von 12" zu 12" zu übertreffen, ist der russische, in Moskau lebende DJ und Produzent Anton Zap. Und Ethereal Sound ist sein eigenes Label. Somit darf man unbesorgt sein: Programm und Zielsetzung des Labels zugleich ist eine elektronische Clubmusik, die von Tiefgang auf der einen und von schwebender Leichtigkeit auf der anderen Seite lebt. Als Produzent wie auch als Labelbetreiber kombiniert Anton Zap eine präzise formulierte, gut tanzbare Sounds mit zum Nachdenken anregender Klangästhetik. Knallharte Beats treffen auf melodiöse Soundscapes und Ergebnisse experimenteller Klangerforschung. Ethereal Sound ist jedoch vielmehr als eine Plattform zur Eigenpositionierung. Anton Zaps Anspruch ist es, Kultur- und Förderarbeit für eine Vielzahl russischer Produzenten zu leisten. Seinem Label wohnt also eine Homebase-/Hub-Funktion inne.

Über die letzten Wochen hinweg erschienen auf Ethereal Sound zwei Platten, in die reinzuhören es sich meiner Meinung nach lohnt. Es ist zum einen die Fortsetzung der Social Background Series, für die Uncle Deep verantwortlich zeichnet. Er, im Alltagsleben auf den Namen Maksim Martyanov hörend, stammt aus Kaluga, einer etwas mehr als 300.000 Einwohner zählenden Stadt südwestlich der russischen Hauptstadt Moskau. In einem Anflug optimistischer Versponnenheit darf man sie durchaus als "Motor City" bezeichnen, denn in dieser Stadt haben sich seit Mitte der Nuller-Jahre KFZ-Konzerne wie die Volkswagen AG, Volvo, Renault sowie die PSA-Gruppe (Peugeot und Citroen) niedergelassen und Produktionsstandorte gegründet. Zugegebenermassen ein etwas gewagter Vergleich, doch zeichnet seine Tracks zumindest was die schlagkräftigen Drum-Sequenzen betrifft, eine Schroffheit und Direktheit aus, wie man sie auch aus vielen Übersee-Produktionen her kennt. Mein Favorit? "Deep Underground".

Uncle Deep - Deep Underground by Ethereal Sound


Zum anderen empfiehlt es sich, wenigstens einmal in "Sojush" hineinzuhören, der meines Wissens ersten 12" des Produzenten PJOTR. Titeltrack, "Sojush", sowie aus "Pine" charakterisieren beinahe frühlingshaft-verspielte Motive, und auch "Track One" entwickelt aus einem scheinbar unrhythmisch stolpernden Housebeat und vertrackten Effektkombinationen eine gefühlvolle Flötenmelodie, die durch den Track mäandert wie ein kleines Bächlein die sibirische Taiga nach der Schneeschmelze durchfliesst. Killer!

PJOTR - Track one by Ethereal Sound


English (short) version: Anton Zap does a great job, be it as a dj, be it as a producer or, now, as label head. His imprint "Ethereal Sound" is thought as a platform and a hub not only for his own material but also for befriended Russian artists. He recently introduced Uncle Deep and PJOTR who both delivered a stunning interpretation of what one may call deep house. Highly recommended!


Mehr im Web:

Uncle Deep @ MySpace
Chevengur Melody (Netlabel founded by Uncle Deep)
Uncle Deep - Mix @ Chevengur Melody
PJOTR @ Soundcloud
Ethereal Sound @ MySpace
Ethereal Sound @ Facebook
Ethereal Sound @ Soundcloud
Anton Zap @ MySpace

Anton Zap - Keep It Deep Guest Mix

Deep Explorer ("Stop The Rain"), Underground Quality (u.a. "Anton Zap EP") und Quintessentials (u.a. "Pepper Exchange EP") sind nur einige wenige Stationen im Produzentenleben des russischen DJs und Produzenten Anton Zap, der sich bereit erklärt hat, für die dieswöchige Ausgabe der Guest Mix-Reihe auf keep-it-deep eine Handvoll Tracks in Form zu giessen.

Mit der Gründung von Ethereal Sound wagte er Anfang diesen Jahres zudem den Schritt in die Labelarbeit und startete eine Plattform, um sowohl eigenes Material als auch die Tracks befreundeter, auch Russischer DJs / Produzenten zu veröffentlichen. Bereits seine erste EP auf Ethereal Sound, "I Get No Kick From Champagne" fand grossen Anklang, wurde beispielsweise auch auf Monday Edition mit lobenden Worten bedacht. Was an ihm trotz zahlreicher Veröffentlichungen - immer noch - beeindruckt, ist die nahezu völlige Zurückhaltung seiner Person. Vielmehr lässt er seine Musik sprechen. Diese Sprache ist eindrücklich, und bleibt auch noch lange nach dem Hören im Raum. Wie gewohnt ein paar wenige Fragen, und dann der Mix.


1. Dear Anton, would you like to introduce yourself?

Hello my name is Anton. I live in Moscow where I was born in 1979.


2. When did your initial music spark ignite?

I started listen to the music in 90's at the school... So, what's happening till this moment, you could imagine


3. Who and what is your most important influence?

The main influence for me is a real life. Not sure that i'm ready for everything yet, but I hardly try.


4. How would you describe your own style?

Actually, I can't clear it for myself yet.


5. What are you currently working on?

On my own record label Ethereal Sound. I'm trying to support other producers who are really into electronic dance music.


6. What are your future plans?

Make a family.


Und nun der Mix:

Anton Zap - Keep It Deep Guest Mix by keep-it-deep

Tracklist:

1. Llorca – The Novel Sound
2. Uncle Deep – Deep And Rhythmic Way
3. Christopher Rau – Capri
4. Le Loup – Give Me Some
5. Norm Talley – Cosmic Waves (XDB Remix)
6. Reyf & Eidner – Untitled 3
7. Joe Drive – Hathor
8. Vakula – BH (2007)
9. Imugem Orihasam – Definition Of Deep


Mehr im Web:

Anton Zap @ MySpace
Anton Zap @ Soundcloud
Ethereal Sound @ MySpace

Niko Marks - Voice Box Detroit EP

Zahlreiche Blogeinträge habe ich mir für diese Woche vorgenommen, gibt es doch einige neue Releases, die förmlich auf ein (kleine) Feature warten.

So erschien vor kurzem auf Underground Quality die "Take It As It Comes EP" von Anton Zap (http://www.discogs.com/Anton-Zap-Take-It-As-It-Comes/release/2032231) - ein Viertracker, auf dem der Moskauer DJ und Produzent mit puristischen und zugleich rauen Housebeats, tieffrequenten Basswellen, ausgedehnten sphärischen Flächensounds ("Bye") sowie düsteren Hallräumen ("I Get Deep Beat") zu begeistern weiss.

Reginald "Reggie" Dokes meldete sich noch einmal zurück mit "The Golden Years EP (Psychostasia 2001 - 2006), einer 12" auf Deep Explorer, der spanischen (Deep) House-Burg der Gebrüder Alvarez (Dubbyman & Above Smoke).

Und der Kanadier The Mole, in diesem Jahr bereits mit seinen beiden Seven Inches ("7 Inches Of Love 1" bzw. "7 Inches Of Love 3") zu Recht gefeiert, packte noch einen oben drauf und veröffentlichte auf Prins Thomas' Label Internasjonal "Family / Rotation" - schroffe, schleppende Basslines treffen auf ein melodisches und ergreifendes Streicherthema ("Family") treffen auf einen perkussiv verschachtelten Beat ("Rotation"). Für mich nicht ganz nachvollziehbar, weshalb diese beiden Tracks auf ResidentAdvisor so schlecht wegkommen (vgl. http://www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=6954).


Doch nun zu der eigentlichen 12". Ihr Titel lautet "Voice Box Detroit EP", erschienen ist sie auf Subject Detroit, und - ich gebe es zu - von ihrem Produzenten und Urheber, Niko Marks, habe ich bis vor kurzem noch nie etwas gehört. Deswegen ist es mir auch nicht möglich, mit irgendwelchen Hintergrundinformationen aufwarten zu können. Ein Blick auf discogs zeigt jedoch: ein absoluter Newcomer ist er nicht (vgl. http://www.discogs.com/artist/Niko+Marks).

Auf "I Can't Stop", dem ersten Track der EP, überzeugte mich vor allem die warme, gefühlsgeladene Stimme, die von sehnsuchtsvollen Momenten der Zuneigung, Liebe und Hingabe singt und im Ohr noch sehr lange nachklingt, auch wenn der temporeiche Housebeat und die Rhodes-Akkorde schon längst verklungen sind. Soulful House ist doch noch nicht ganz tot. Mit "All About Love" legt Niko Marks einen Track auf, der dem Selbstverständnis des Labels Subject Detroit absolut gerecht wird. "True To The Roots of Detroit Techno ... laying the foundation for Advanced Black Music" lautet es. Und Niko Marks führt mit einem kraftstrotzenden Bassriff, Strings und einem Hochtempo-Beat-/Rhythmuspattern gekonnt zurück in die Zeit des Hi Tech Soul / Hi Tech Funk der 90er-Jahre und hält somit der schwarzen Tanzmusik Detroiter Prägung die Treue. "Bring Back The Soul", der erste Track der B-Seite, ist mein persönlicher Favorit, auf dem ein schroffer Midtempo-Housebeat, verschlafen-dubbige Synthesizer-Flächen im Hintergrund, treibende Clap-Elemente sowie nostalgisch aufgeladene Lyrics aufeinander treffen. Bleibt noch "Technology" - mit vom Jazz beeinflusster Bläser-Sektion, einem einfachen Elektro-Beat und Acid Synthlines ein feines Stück Hi Tech Funk.


Mehr im Web: