Tampilkan postingan dengan label Gerd Janson. Tampilkan semua postingan
Tampilkan postingan dengan label Gerd Janson. Tampilkan semua postingan

Move D - Lecture @ RBMA 2008

Gestern Abend hatte ich den guten Vorsatz gefasst, wenigstens drei Blogeinträge auf die Reihe zu bekommen. Dieses Vorhaben scheiterte in seiner Vorbereitungsphase. Denn ich blieb im Video Archive der Red Bull Music Academy hängen und liess den Abend mit der "Move Any Mountain", der Lecture Session mit Move D. Ist bereits das zweite Mal, dass ich diese Aufzeichnung geschaut habe. Gerade die erste halbe Stunde, die Skizzierung seines musikalischen Hintergrundes, der vielfältigen Einflüsse aus Jazz bis hin zum Techno von Mark Archer und Chris Peat unter ihrem Nexus 21-Alias hat mich am gestrigen Abend schwer beeindruckt. Genug geschrieben. Here you go:





English (short) version: instead of writing blog posts I was browsing around the digital video library of Red Bull Music Academy. I decided to watch the lecture with Move D again and followed attentively his detailed remarks to his musical background, the Jazz and Techno influences. If you didn't watch it yet, do it now!

Mixed up monday (48)

http://katflavoredtrash.tumblr.com/post/2649004001
Die Vorfreude auf den heutigen Montagabend könnte kaum grösser sein. Agent Schwiech und Kowski zusammen an den Decks bei tageins - das ist wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag, nur viel schöner!


Musikalisch gestartet in den Abend wird zunächst mit der allerneuesten Ausgabe des Souldiction-Podcasts. Worth to check! Die Tracklist ist übrigens auf dem Blog einsehbar.

Souldiction37 by souldiction


Daran im Anschluss gibt's den neuesten Mix aus den stilsicheren Händen von Alexander Kastner alias Paskal, der mit Tracks von Toby Tobias, Wahoo und Westpark Unit mächtig Atmosphäre aufbaut und einen ganz sachte in den Abend hineinträgt:

Deeply Sunday Mix 12 by Paskal !


Tiefe Seelenruhe und damit ein perfektes Warm-up-Moment für den heutigen Montagabend schenkt auch der Schweizer Gravina. Wer sich erinnert, er war im Juli Guest Mixer für dieses Blog. Man stimme sich entweder bei 122 bpm auf "Sunday Morning" oder mit kaum schnelleren 123 bpm auf The Living Key ein. Worth to check!


Gerne gehört, ob als Produzent oder ob als DJ, ist auch Sven Weisemann. Sein neuester Mix, "The Resurrxion" ist keine Woche alt und absolut empfehlenswert: Sven Weisemann - The Resurrxion - Mix @ Soundcloud. Wie gewohnt, schreitet er sehr laidback voran. Schön!


Neues auch von Timnah Sommerfeldt. Die Baslerin hat ihren zweiten musikalischen Liebesbrief veröffentlicht. Sie begeistert mit einer feinfühlig ausgesuchten Mischung aus alten und neuen Tracks, die sie gefühlvoll in Mixform giesst. Die Stimmung des Liebesbriefs kommt an!

love letters ll by timnah sommerfeldt


Vor einem knappen Jahr war er auf diesem Blog mit einem Guest Mix-Feature zu Gast. Die Rede ist von Marcello Napoletano, der mich seit seiner A Prescription Of Love EP ein ums andere Mal mit seinen zellkraftstarken Muskeltracks zu begeistern wusste. So auch sein Mix:

Marcello napoletano - some vinyls by marcello napoletano


Eric Dulan alias DJ Bone muss man eigentlich auch nicht gross vorstellen. Subject Detroit und so. Auf diesem Label veröffentlichte vor allem er selbst seine TechnoSoul-Skizzen, aber auch Produzenten wie Aaron-Carl oder Niko Marks. Und Juan Atkins hatte auch einen Auftritt auf dieser Plattform. Anyway. Sein Mix ist ganz schön punchy. We love!

DJ Bone: A Mix For Ahnne by subjectdetroit


Musikalisch zwischen House und Techno bewegt sich auch Koljah, der zu Jahresbeginn einen hochspannenden Mix veröffentlicht hat. Der Berliner DJ und Produzent wird ja sehr gerne - und zu Recht - mit dem Label Vidab Records in Verbindung gebracht. Daneben hat er jedoch auch auf Label wie Sushitech oder Innervisions Tracks veröffentlicht. Auf letzterem Label war es ein in Zusammenarbeit mit Stephan Hill entstandener Beitrag für die Secret Weapons-Reihe. Check!

Podcast-01-2011 by Koljah


Schon etwas älter, dennoch gut anzuhören ist ein DJ-Mix von Osunlade. Osunlade - Berlin's Calling - Mix @ Soundcloud.


Die Rundschau schliesst mit einem Mix von Craig Bratley, der bereits mit Tracks auf - unter anderem - Instruments Of Rapture geglänzt hat. SloMoDiscoDeepHouse!

Craig Bratley-Laser Nation Podcast #1 by craig bratley


Und noch zum Schluss: Gerd Janson in the mix for Red Bull Music Academy Radio (Live At Yoga Bala Pt.1):



und Teil 2: Gerd Janson live at RBMA (Live At Yoga Bala Pt.2)


Wünsche dürften heute wohl keine offen bleiben!


English (short) version:

It gonna be an excellent monday evening as two of my most famous local djs, Agent Schwiech and Kowski, will spank my (and other's) bottom raw with their selection of powerful, stimulating and aphrodisiac house tunes at tonight's edition of tageins. In order to be prepared for this, a proper warm-up should be done before. Therefore, you'll find mixes from the ardently loved Gerd Janson, Timnah Sommerfeldt, Sven Weisemann, Paskal, Marcello Napoletano alongside Switzerland's well kept secret Gravina and Craig Bratley from U.K. Enjoy!

Lost Tracks (2)

http://instagr.am/p/SLD1/
Wie in der vergangenen Woche gilt es auch heute, in ein paar kurzen Worten auf Tracks und ganze EPs hinzuweisen, die zwar nicht tatsächlich untergegangen, die ganz bestimmt nicht zu wenig Aufmerksamkeit erfahren haben, die jedoch bisher noch keine Berücksichtigung auf keep-it-deep erfahren haben.


1. Genius Of Time - Same Old Place - Aniara Recordings

In diesem Jahr konnte man es - wie in den Jahren zuvor ebenfalls - ab und zu flüstern hören. "Piano House ist zurück". Doch war dieser Auswuchs eines inzwischen feinverästelten Genres wirklich jemals weg? Genauso wie (Deep) House oder die stärker an der Musik eines Maurice Joshua, Phuture, Marshall Jefferson oder Adonis sich anlehnenden Sounds, also (Acid) House, waren diese wirklich jemals weg? Von einem Acid House Revival konnte man im Jahre 2010 ebenfalls sehr oft lesen. Vielleicht ist es idealisierend, aber House war, ist und wird - hoffentlich - immer bleiben, ob mit Acid, Deep oder eben Piano als Präfix geschrieben. Who cares about hypes?!

Was mir jedoch an diesem "Zurücksein" ausgesprochen gut gefällt, ist die Tatsache, dass - vereinfacht ausgedrückt - gute (Club-)Musik nicht mehr ausschliesslich aus den drei, vier "angesagtesten" Städten oder den Legendenkellern, gelegen im US-amerikanischen House- und Techno-Belt, stammen muss, um beachtet oder gespielt zu werden. (War früher auch schon so, wirklich Gutes hat sich seit jeher durchzusetzen vermocht, aber sei's drum).

Das zeigt beispielsweise Fabian Bruhn, Mitgründer von Aniara Recordings und das Götheborger DJ- und Produzenten-Duo Genius Of Time (an welchem Fabian Bruhn als Koproduzent beteiligt ist). "Same Old Place" ist die erste Veröffentlichung auf Aniara Recordings, und sie beinhaltet mit dem Titeltrack ein wunderbares Stück (Piano-)House. Gross!




2. DJ Koze - Rue Burnout - Pampa Records

DJ Koze nimmt sich auf "Blume der Nacht / Rue Burnout", erschienen im Frühsommer diesen Jahres auf seinem eigenen Label Pampa Records, ebenfalls dem Thema "Klavier in der elektronischen Musik" an. Und das in einer kompromisslos realistischen, mit spitzer Ironie gepaarten Weise, wie ich finde. Denn genauso wenig, wie sich das Rad an sich neu erfinden lässt, lassen sich "Piano House" und weitere Grundthemata nicht als bisher noch nicht dagewesen darstellen. Daher kommt's umso mehr auf die Persönlichkeit des Künstlers, seinen scharfen Blick für Originalität an. Beides hat DJ Koze. Ein hinkendes Synkopenmotiv, sich leicht verstolpernde Akkorde, wirr zerfahrene Soundeffekte - Rue Burnout!




3. Dettmann - Dettmann Remixed - Ostgut Ton

Mehrmals nachschauen und mich ob des Datums vergewissern musste ich mich bei Marcel Dettmanns selbstbetiteltem Debütalbum "Dettmann". Es ist tatsächlich erst in diesem Frühjahr auf Ostgut Ton erschienen. Beängstigend, diese Zeitüberlagerungen. Anyway. In Begleitung mit der Albumveröffentlichung gab's eine 12", Dettmann Remixed, auf der vier Tracks der LP von zwei von Marcel Dettmann ausgewählten Produzenten überarbeitet wurden. Berghain-Resident Norman Nodge und ein mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannter Wincent Kunth gebührte die Ehre, für Marcell Dettman zwei Remixe abzuliefern. Vor allem das Werk des letzteren hat es mir sehr angetan. Dubtechno, Techno, Detroit, wasauchimmer. Irgendwo, auf Resident Advisor oder Little White Earbuds hat ein Rezensent geschrieben, dass diese Tracks "little value outside of the club" besässen. Welches Bewertungskonzept man für diese Aussage zu Grunde legen muss, weiss ich bis heute noch nicht, aber fest steht eines: es bedarf auch Rammbock-Sounds, mit denen man die Wände eines Clubs sprichwörtlich einreissen kann. Steh' ich drauf, wenn sie so ausfallen, wie auf dieser EP.




4. Moody - Ol' Dirty Vinyl - KDJ

Demgegenüber kommen Ewigkeitssucher auf Moodymanns jüngsten Streich, "Ol' Dirty Vinyl" auf ihre vollen Kosten. Mehr Worte zu dieser EP verlieren, bedarf es eigentlich nicht. Vielleicht noch dies: man sollte tunlichst nicht die eigene Vorstellung von House und Soul und Jazz zum Mittelpunkt der House-Musik-Welt machen, denn Kenny Dixon Jr. a.k.a. Moodymann a.k.a. Moody war, ist und bleibt auch hoffentlich unangepasst, unbequem und - auf den ersten Anschein - unnahbar. Meisterwerk verschrobener Schönheit!




5. Various Artists - Secret Weapons Part 4 - Innervisions

Die Fortsetzungsreihe "Secret Weapons" auf Innervisions zählt meiner Meinung nach zum Besten des Labeloutputs. Die Labelbetreiber stellen hierauf ihre erstklassigen Selectorqualitäten unter Beweis. Sie lassen Larry Heards "Deja Vu" in einem neuen Remix auferstehen, erfreuen mit einem weiteren Edit des Labelbetreibers Dixon, einem soulig perkussiven Stück aus den Händen Boddhi Satvas und rühren zu Freudentränen mit einem Remix der Tuff City Kids (Gerd Janson und Philip Lauer). Gross!





English (short) version: the follow up of my year's end Lost Tracks series is pointing at two different approaches to electronic club music based around the piano. It is "Rue Burnout" by DJ Koze and "Same Old Place" by Genius of time, both beautiful in their own way. Then it features some how-to-punch-hard-but-elegant remixes by Norman Nodge and Wincenth Kunth on Ostgut Ton, Moodys solitary point of view about house fusioning with jazz, or if you like, jazz fusioning with house. And to finish off, it features the fourth edition of "Secret Weapons", released this spring on Innervisions.

Roman IV - La Paloma

Bekanntermassen bin ich ja ein sehr grosser Fan der musikalischen Arbeiten eines Roman Flügel unter seinem "Roman IV"-Alias. Altes und Neues Testament und so. Ende des Monats erscheint auf Gerd Jansons Label Running Back eine neue 12", auf welcher der Frankfurter den schöpferischen Keim dieses Pseudonyms ein weiteres Mal zum Blühen bringt. "La Paloma", so der Titel dieser EP, beinhaltet neben dem gleichnamigen Titeltrack mit "Sa Caleta" und "Lucy" zwei weitere Stücke - House, filigran und leicht wie Schneekristalle, in deren Formvielfalt das weisse Licht sich bricht und einen leuchtenden Schimmer über die winterdunkle Musiklandschaft legt. DOPE!


Roman IV - La Paloma:

La Paloma (sample) by Roman Fluegel


Roman IV - Sa Caleta:

Sa Caleta (sample) by Roman Fluegel


Roman IV - Lucy:

Lucy (sample) by Roman Fluegel


English (short) version: Roman Flügel appearing under his Roman IV moniker delivering three house tracks that gonna beam you up to the bright shining sun!


Mehr im Web:

Roman Flügel @ Facebook
Roman Flügel @ MySpace
Roman Flügel
Running Back @ MySpace

Common Cause Podcast

Blogs, Podcast-Reihen, Radioshows, Live-Mitschnitte - spätestens seit Soundcloud, Mixcloud & Co. ist das Netz voll von Musik. Diese Sachverhaltstatsache einmal kritisch betrachtend, kann und darf man durchaus von überladen sprechen - wobei ich als unmittelbar daran Mitbeteiligter dazu, zum Kritik erheben, nur bedingt befugt bin.

Grosse, namhafte Podcast-Reihen erfreuen sich eines ungeheueren Zulaufs. Ein Konzentrationseffekt stellt sich ein, der im Wesentlichen darin besteht, dass (viele) andere kaum beziehungsweise gar nicht mehr an namentlich bekanntere Künstler herankommen, weil diese nur noch darauf warten, von X oder Y angefragt zu werden - und noch zu entdeckende DJs und Produzenten - oder lediglich Musikliebhaber - kaum eine Plattform mehr erhalten, da jeder Blog- beziehungsweise Webseitenbetreiber Angst hat, mit ihnen keinen Traffic mehr auf seine Seite zu locken. So läuft das halt, in der Netzwelt. Anyway.

Eine Podcast-Reihe, die mir seit langer Zeit ans Herz gewachsen ist, wird regelmässig aus der Freien und Hansestadt Hamburg gesendet. Sie firmiert unter dem Namen "Common Cause", ins Leben gerufen hat sie Simon Strotmann, der selbst auflegt und auch schon die eine oder andere Clubnacht veranstaltet und bespielt hat. Einst Radioshow auf byte.fm, nun über das Blog selbst sowie Soundcloud anspiel- / anhörbar. Musikalisch ist "Common Cause" breit gefächert, von Disco über House bis hin zu Techno. Entsprechend divers ist das Spektrum der DJs, die hierfür bereits an den Plattentellern standen. Ray Mang, Paulo Olarte, Motor City Drum Ensemble, Christopher Rau, Marcello Napoletano, Anton Zap und zuletzt Eddie C. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!


English (short) version: just a short note to highlight a podcast series that I highly appreciate. "Common Cause", straight outta Hamburg, organized and hosted by Simon Strotmann.


Mehr im Web:

Common Cause @ MySpace
Common Cause @ Facebook
Common Cause @ Soundcloud
Common Cause

Cc #33 (by eddie c) by simon strotmann

Termine im November

Noch zwei Monate, und dann ist auch das Jahr 2010 Geschichte. Ich kann es kaum fassen. Wie der Laubwald wird sich auch der Freiburger Feierkalender nicht mehr ganz so artenreich und farbenfroh präsentieren. Dem Vernehmen nach wird die von mir ins Herz geschlossene Veranstaltungsreihe Somebody Scream noch nicht einmal ihr Einjähriges erleben können. Das wäre sehr zu bedauern, denn die drei Freiburger DJs (Agent Schwiech, Kowski, Shaddy), welche diese Clubnacht ins Leben gerufen haben, haben mit Oliver Hafenbauer, Langenberg, Julius Steinhoff und Tristen als Gast-DJs für ein sehr attraktives Programm gesorgt. Das einmal als Grauschleier am Freiburger Ausgehhimmel.


Wer die Jungs der Somebody Scream-Nacht im November an den Decks erleben möchte, merke sich folgende Termine vor:

Samstag, 20. November 2010, Somebody Scream im Drifter's, mit den Residents, Shaddy und Agent Schwiech.


Samstag, 27. November 2010, Bring The Beat Back mit Agent Schwiech und Kowski in der KGB Bar.


Montag, 29. November 2010, tageins mit Shaddy und zu Gast in Freiburg der Züricher Kejeblos.


Welche Termine stehen noch an?

Zum einen wird Ryan Pilcher am Montag, den 22. November 2010 den tageins musikalisch unterlegen.


Im White Rabbit hält am Samstag, der 13. November 2010 der Strange Life Club Einzug, unter anderem mit Simonis an den Plattentellern.


Ende des Monats, am Samstag, den 27. November 2010 steht dort, im White Rabbit, auch eine Ausgabe der Substance D auf dem Programm, gehostet von Alex Mason. Musikalisch wird's in Richtung Detroit Techno gehen und alles, was darum herum noch so passt.


Ach ja, Rainer Trüby wird am kommenden Samstag, den 06. November 2010 gemeinsam mit Ralph Thieme in der Jackson Pollock Bar das Haus rocken genauso wie am Samstag, den 27. November 2010 gemeinsam mit Richard Dorfmeister das Waldsee zur Root Down. Ein Klassiker. Soweit ich mich erinnern kann, war dies auch die Besetzung an den Decks bei meiner ersten Root Down.


Für gute Musik in Stuttgart schaut doch bitte auf dem Blog von Thursdays Don't Suit Very Well vorbei. Die Jungs, die hinter dieser Veranstaltung stehen, breiten sich allmählich aus, bespielen neben dem Rocker33 auch die eine oder andere Location. Im November haben sie den Freiburger Shaddy sowie den Basler DJ Neevo eingeladen, letzteres wäre doch wirklich einmal wieder Grund und Anlass genug, in Stuttgart zu feiern. An einem Donnerstag (18. November 2010). Wie dekadent!


Tübingen, Freitag, 19. November 2010, Gimme Shelter im Mancuso, und das war's dann vorerst aus dem südwestdeutschen Raum. Wer mehr weiss, bitte in die Kommentare schreiben.


Basel habe ich derzeit gar nicht auf dem Radar, ist auch nicht wirklich etwas dabei, das mich zu einer Reise in die Stadt am Rhein locken könnte. Vielleicht Dinky und Clara Moto im Nordstern, vielleicht Joey Negro in den Basel City Studios, vielleicht Jazzanova (live) im Atlantis?


Stünde ich vor der Entscheidung, nur noch ein einziges Mal in diesem Jahr ausgehen zu dürfen / können, fiele meine Wahl eindeutig auf Samstag, 20. November 2010. An diesem Abend nämlich warten in der Zukunft Alex Dallas, Lexx UND Gerd Janson - eine DJ-Konstellation, die für Musikliebhaber günstiger kaum ausfallen könnte. Da ich an diesem Wochenende jedoch anderweitig leider unabkömmlich bin,... Mehr schreibe ich dazu nicht, zu dick ist schon der Kloss im Hals.

Nun ja. Für Zürich gilt auch weiterhin: die Internetauftritte von Zukunft und Cabaret regelmässig im Auge behalten, und wer mal wieder Lust auf Supermarket bekommt, sollte dieser meiner Meinung nach am Freitag, den 12. November 2010 nachgehen, denn an jenem Abend spielen Chez Damier und die Züricher Demetrio Giannice und Dejan.


Irgendwie bin ich dieser Tage jedoch sehr unmotiviert, was den Gang in den Club betrifft. Hängt, mich selbstanalytisch hinterfragend, vielleicht mit dem eingangs geschilderten mutmasslichen Ende der Veranstaltung Somebody Scream zusammen. Diese meine Stadt des Geistes hat eine Clubmusikkultur...



English (short) version: is it a little sign of boreout that I do not feel like going out and dancing at all? Well, there's still a handful of dates that keep me hangin' out, especially when there are our local DJs Agent Schwiech, Kowski and Ryan Pilcher behind the decks. Check out the dates as listed above. I guess, travelling to Zurich on saturday, the 20th of november, attending the club night with Alex Dallas, Lexx AND Gerd Janson gracing the wheels of steel, will re-raise my spirits.

Mixed up monday (37)

http://24.media.tumblr.com/tumblr_l9xrd0tySy1qbeyqto1_500.png
Was war das für ein Wochenende. Gute Güte! Ursprünglich hatte ich die Tage straff durchgeplant. Freitagabend Deep Station, Samstag(nach)mittag in die Fondation Beyeler in Basel, die Ausstellung über Klimt, Schiele und Wien um 1900 anschauen, und am Abend dann in Richtung Nordstern, zu Tobias (live), Move D und Eli Verveine. Und dann? Ein Wimpernschlag der Unachtsamkeit, dessen Aus- und Nachwirkungen einem die Hintanstellung sämtlicher Vorhaben nahelegen. Daher an dieser Stelle noch einmal herzlichsten Dank an alle, die an diesem Freitagabend so fürsorglich Beistand geleistet haben!


Zurück zum Tagesgeschäft. Ursprünglich war für Samstag Mittag ein Mixtape eingeplant. Dies wird es erst am kommenden Freitag geben. Heute erst einmal ein paar Links und in den Folgetagen ein paar kurze Hinweise auf das eine oder andere Release.


Wie sehr das Projekt Mental Instrum, auch Mentalinstrum, das irgendwann um Anfang Neunzig herum von Michael Cameron, Roderick Goode und Eddie Perez gegründet wurde, heute noch allgemein bekannt ist, weiss ich nicht. In Sachen Jersey-styled House, meinetwegen auch Garage House genannt, zählen ihre Produktionen (auch heute noch) zu den Besten, die je produziert worden sind, und - eigentlich - sollte keiner, der sich mit (Deep) House auseinander setzt, von sich behaupten, noch nie etwas von Mental Instrum gehört zu haben. Abhilfe schafft hier ein "underground HOUSE music educatior" mit seinem Blog Keep It Raw. Zwischen Juni und Oktober 2009 erschienen dort drei Mixtapes, welche der Leistung dieser Producer Possee die Ehre erwiesen. Check'em out:

H - Inspirations Vol. 22 - Mixed by Raw Culture

H - Inspirations Vol. 34 - Mixed by Raw Culture

H - Inspirations Vol. 35 - Mixed by Raw Culture


Noch ein paar Jahre weiter zurück in die Vergangenheit weist das folgende Mixtape. Es beinhaltet jede Menge House Sounds der späten Achtziger / (ganz) frühen Neunziger Jahre, schwerpunktmässig alles, was so um den '89er / '90er - Dreh veröffentlicht wurde. Jine, Roland Clark, Cassio, Ce Ce Rogers, Adeva, und viele andere mehr - Songs, die förmlich auf der Zunge zerschmelzen. Be prepared for the Dusted Tape From 1989 #1 @ Club De Base Blog.


Wer immer noch Appetit hat auf "old school house music", möge sich auf folgende, etwas länger als drei Stunden währende Reise begeben. Velma Wright, Kym Mazelle, Blaze, Ralphi Rosario und die Basement Boys sowie Jamie Principle und Fingers Inc, aber für einmal ohne "Baby Want's To Ride" oder "Can You Feel It". Es könnte durchaus auch für Kenner von Interesse sein (Tracklist ist veröffentlicht):

PITCH BEND - Love and paradise by pitchbend


Alt und neu, ob Disco oder House, zu einer Einheit verbinden, kann wie kaum ein zweiter Gerd Janson. Deswegen seien an dieser Stelle auch keine weiteren Worte mehr vergeudet, sondern direkt der Link zu seinem "Baklava Metal Depression Mix" gesetzt:

Gerd Jansons' Baklava Metal Depression Mix - October 2010 by warmhq


Ohne IHN ist (Deep) House unvorstellbar, Kenny Dixon Jr. a.k.a. Moodymann. In diesem Jahr spielte er - unter anderem - auch in Manchester, zum zweijährigen Geburtstag der Veranstaltung Cutloose. Die Jungs dort haben das Set - so um die vier Stunden - mitgeschnitten und zum Download bereitgestellt. Here you go: Moodymann - Live At Cutloose (17. September 2010). Wer's lieber in einem Stück anhört und herunterlädt, sei hierauf verwiesen:

Moodymann Live @ Cutloose 2nd Birthday Party, Manchester, UK - 18-09-2010 by R_co


Für sehr schöne Podcasts gesorgt haben auch stets die DJs, welche für Technique an den Decks standen, seien es ein Charles Webster, ein Baaz oder ein André Lodemann gewesen. Vor kurzem war es der Kanadier Eddie "The Remote Man" C, der diese tolle Reihe fortführen durfte. Lob der Langsamkeit! Eddie C - Podcast @ Technique.


Für eine weitere Veranstaltungs- und Podcastreihe auf der Insel, Louche, hat Iron Curtis ein feines Set eingespielt, das ich jedem nur empfehlen kann: Iron Curtis - Podcast #026 @ Louche.


Den Briten Dave Lee a.k.a. Joey Negro vorstellen, brauch' ich nun wirklich nicht. Irgendwann, irgendwo ist mit Sicherheit jeder schon einmal über eine seiner Produktionen (oder Mix-Compilations) gestolpert. Wenn nicht, könnte man sich mit seinem vor einer knappen Woche auf Soundcloud veröffentlichten Mix einmal an diesen DJ und Produzenten annähern:

Joey Negro presents Akabu - Sept 2010 DJ Mix by Joey Negro


Zum Schluss noch kurz zu Fact. Dort erschien heute zwar ein Podcast von keinem geringeren als Mike Huckaby. Doch ging und geht es mir vornehmlich um einen viel früher veröffentlichten, und zwar denjenigen des unter dem Pseudonym Midland auftretenden britischen Produzenten. Er zeichnet für eine frühere Ausgabe des Fact-Mixes verantwortlich. Diesen habe ich erst gestern gehört, und wie darin der Bogen gespannt wird von Boards Of Canada über Al Green, Ron Deacon, Mathias Kaden im DJ Koze Remix und Kerry Chandler im Argy Remix hin zu seinem Edit von Caribous "Sun", ist einfach nur atemberaubend. Eile tut not, denn eigentlich lief der Podcast bereits aus: Fact Mix # 185 - Midland.


English (short) version: Due to extraordinary and unforseeable circumstances, I wasn't able to deliver you with the guest mix scheduled for last saturday. Therefore let's get back to every day life with another mixed up monday edition that showcases a handful of mixes that all contain classic (deep and garage) house, something for all ya Jersey heads out there :). And you'll find some true highlights compiled and mixed by Gerd Janson, Iron Curtis, Eddy C, Joey Negro, and Midland, and there's a link to a live set by Moodymann. Enjoy!

Mark E - Nobody Else

"Just another deep house tune", lediglich ein weiterer Track aus der Deep House-Ecke, hatte in der vergangenen Woche ein aufmerksamer Mitleser meiner Facebook-Seite zum Ausdruck gebracht, als ich auf die neue 12" auf Running Back hingewiesen und meine Freude darüber mit einem "Mark E. 'Nuff said" dargetan hatte.

Ich gebe zu: nimmt man höchst kritisch Stellung zu der Gesamtentwicklung (meinetwegen auch: Nicht-Entwicklung) in Sachen (Deep) House, liegt diese Äusserung nahe. Färbt man seinen Blick auf (Deep) House obendrein mit der Farbe des Kulturpessimismus, weiss man von vornherein: im Jahre 2010 sind alle House-Traditionen verbraucht, sind alle Anleihen und Zitate an die Achtziger, die Neunziger und - meinetwegen - bereits die Nuller Jahre abgenutzt. Ich selbst hingegen habe ein etwas entspannteres Verhältnis zu Neuerscheinungen. Eine Klage über den Niedergang, den Verfall, die Auflösung, den Stillstand in Sachen elektronischer (Club-)Musik fast schon standardisiert. Auch hier liesse sich anmerken, dass lediglich der althergebrachte Repertoire-Schatz erneut zu Tage gefördert würde. Dass es sich dabei allerdings auch um eine - äusserst streitbare - Geschmacksfrage handelt? Zugegeben! Diese stellt eine persönliche Wertung dar, ist rein rational nicht nachvollziehbar, und schon gar nicht justiziabel. Sei's drum.


Nun aber zurück zu "Nobody Else", diesem "another deep house tune". Auch in diesem Jahr ist Gerd Jansons Label Running Back erste Anlaufstelle, wenn es um Quality Music geht. Waren es 2009 die Releases von DPlay, Jacob Korn oder Tensnake - all killer! -, weitete sich in diesem Jahr der Veröffentlichungshorizont ein weiteres Mal. Platten von Rezkar, Databoy78 mit Lexx Remix und Mim Suleimans Album "Tungi", hinter welchem der unübertrefflich grosse Maurice Fulton als Produzent steht. Und nun also wieder, nach 2006 und 2008 Mark Evetts aus Birmingham wieder zu Gast auf Running Back. Seine Fingerfertigkeit und Fähigkeit, hypnotische mid / low tempo House Grooves zu erzeugen sowie sein geschulter Blick auf Disco-taugliche Soundtexturen und Klangschichten sucht meiner Meinung nach ihresgleichen. Vielmehr muss man zu "Nobody Else" auch gar nicht (mehr) schreiben. Anhören. Kaufen. Spielen. Tanzen.

RB025 Mark E Nobody Else Running Back by erd


English (short) version: Mark E with another stellar release on Running Back, an imprint that regularly captivates my attention with its very broad horizon of nowaday's club music. On "Nobody Else", Mark E does what he knows best: creating hypnotic mid-tempo grooves with house and disco elements that unfold subtle layers of energy the longer you play them. Grande!


Mehr im Web:

Mark E @ MySpace
Merc Music
Running Back Records @ MySpace
Mark E @ Beats In Space (August, 2010)

Mark E - Train Wreck Mix @ RBMA

Mixed up monday (9)

Montag ist tageins-Tag. Fest und unauslöschlich ist diese Veranstaltung in meinem Stammkalender eingetragen. Eigentlich. Denn derzeit nehme ich mit Rücksicht auf meine arbeitsmässige Belastung Abstand vom quirligen Treiben am Freiburger Waldsee, das mich auch nach so langer Zeit immer wieder aufs Neue anzieht. Bis ich wieder etwas mehr Freiraum für das Montagabendritual habe, wird die Nachtluft hoffentlich belebend frühlingswarm sein.

Belebend und gemütswärmend ist auch die Kraft, welche den folgenden ausgewählten Mixen, Mitschnitten und Podcasts innewohnt. Viele habt ihr mit Sicherheit schon gehört, dennoch möchte ich nicht darauf verzichten, an dieser Stelle - wie in den Wochen zuvor - darauf hinzuweisen.


Beginnen möchte ich mit wahren Genuss, einem Trip durch "all kinds and types of electronic music". Für diesen zeichnet verantwortlich der aus dem Frankfurter Grossraum und Workshop Records-Umfeld stammende Paul David Rollmann alias Even Tuell, der nach seinem Podcast auf Little White Earbuds erneut alle Genregrenzen ignoriert, Unerwartetes vermischt, verwirbelt und den Hörer, jedenfalls mich, auf eine musikalische Entdeckungsreise nimmt. Scuba neben Steve Reich neben Moby neben Prescription und einer Menge eingenem, (noch) unveröffentlichtem Material. Zu hören seit einigen Tagen bei den Jungs und Mädels von Made Like a Tree: Even Tuell @ Made Like A Tree. Audio dope!


Nicht weniger überzeugend auch der nächste Mix, genauer ein Mitschnitt, den es bei Cutloose zum Download gibt. Sein Urheber: Gerd Janson. Mehr muss ich dazu wohl nicht mehr schreiben. Oder etwa doch?! Gerd Janson live @ Cutloose.


Sein Output auf Third Ear Recordings im vergangenen Jahr hat einstimmig überzeugt durch eine exzellente produktionstechnische Leistung, ohne dabei den rauhen Soul und schroffen Funk schwarzer Tanz- beziehungsweise Clubmusik aus den Augen zu verlieren. Die Rede ist von South London Boy Wbeeza. Dieser junge Produzent hatte letztes Jahr einen Gastauftritt beim Freerotation-Festival, und hiervon, von seinem Auftritt, schwirrt seit einigen Tagen ein Mitschnitt durch's Netz. Here you go: Wbeeza @ Freerotation 2009.


Vergangenen Sonntagnachmittag erfreute mich Berlins Moomin mit einem frisch eingespielten Mix , den ich umgehend auf meine Festplatte ziehen und auf meinen Mp3-Player übertragen musste. Mit einer Vielzahl Tracks von Omar-S, 3 Chairs, Glenn Underground, sowie vielen anderen mehr, ist er musikpolitisch stark an der Chicagoer- und Detroiter Schule orientiert, und lässt dementsprechend keine Wünsche offen. Highly recommended:

moomin - a musical story by moomin


Der nächste Mix stammt aus Frankreich, wurde jedoch für das Londoner The Secret Agency-Kollektiv zusammengestellt. Hinter The Secret Agency stehen (u.a.) auch Giles Smith und James Priestley, kennt man ja bereits von Secretsundaze. Das nur als Hintergrundinformation. Wichtig ist der Mix, und diesen hat der (nicht mehr ganz so) mysteriöse, in der Seine-Stadt Paris beheimatete Brawther erstellt. You gotta feel it!

Brawther - The Secret Agency Exclusive Mix by The Secret Agency


Zum Schluss noch ein wenig Boogie, Disco, Edits und (Slow Motion) House, straight outta tha Chi, von Aaron Dae.

Give it up for Love :: A collection of boogie grooves & disco moves by aarondae


English (short) version: on a monday like this I'd love to go out and have a couple of drinks at my (most) favourite local (monday's) club night, tageins at Waldsee. But considering my workload for the last, the actual and the following week, I feel like stuck in a very deep hole and no chance at climbing out of it. Therefore a couple of mixes that accompany my day and night shifts and - hopefully - will accompany yours too.


P.S. Falls jemand von den Lesern ein besonders schönes "Plattenspieler-bei-Dunkelheit"-Bild auf Lager hat und mir gerne zur Verfügung stellen möchte, kann und darf es mir auf folgende E-Mail Adresse schicken: keepitdeep.freiburg@googlemail.com. Es wird dann die folgenden Mixed up monday-Ausgaben zieren, selbstverständlich unter Angabe des jeweiligen Urhebers.