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Mixed up... (58)

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Was für ein Wochenende. Reich an Ereignissen und Gefühlen, wie kaum eines in diesem Jahr. Die Tage und Nächte brachten Dinge zum Vorschein, die wohl schon lange Zeit tief in meinem Unterbewusstsein geschlummert haben und die nur zu einer ganz besonderen Tages- beziehungsweise Nachtzeit, nur in einer ganz bestimmten Personenkonstellation und unter dem Einfluss von Musik und dem dunklen Geheimnis der Nacht geweckt werden. Nach Zeit und Möglichkeit folgt dieser Tage noch ein kleiner Nachtrag. Zunächst jedoch wieder ein paar Podcasts, die ich euch wärmstens ans Herz legen möchte.



Den Anfang macht heute James Shaw alias Sigha. Der Brite eroberte letztes Jahr mein Herz mit "Rawww". Dieser Track, diese EP, überzeugte sowohl aus dem Blickwinkel des Bassmusik-Enthusiasten als auch von einer (Dub)Techno-Perspektive aus betrachtet. Für den Fabric Blog hat er vor etwas mehr als einem Jahr einen Roots & Influences-Podcast eingespielt. Diesen habe ich jedoch erst jetzt gehört. Die nachwochenendliche Stimmung verlangte nach Sounds von The Velvet Underground, Aphex Twin und LFO. Tipp!

Sigha - Influences Mix for Fabriclive @ official.fm

[Einen elektronisch-technoiden Weg schlägt Sigha dagegen in seinem SSG Special Mix ein. Check!]


Eric Cloutier, Resident der New Yorker Techno-Institution The Bunker, knüpft mit seinem Dub Techno-Mix an die Insichgekehrtheit, Melancholie und bleierne Düsternis von Sighas Influences-Podcast nahtlos an. Lange, weiche Dubwellen, subsonische Bassenergie. Gross!

Eric Cloutier - Dub Explorations by eric cloutier


Den Tonabnehmer in die Hand geben könnte Eric Cloutier auch 19.454.18.5.25.5.18. Aufmerksame und musikbegeisterte Internetnutzer werden ihn, der bereits für Frozen Border / Horizontal Ground ein paar Techno-Tracks produziert hat, noch von seinem Resident Advisor Podcast her kennen. Hat ja dort für einige über die Musik hinausreichende Kommentare gesorgt. Auf Slash Dot Slash im Vergleich dazu sehr beschaulich ab. Der Techno des DJs/Produzenten ist jedoch auch für diesen Podcast direkt und roh-industriell.

Slash Dot Dash Podcast 003: 19.454.18.5.25.5.18 by Slash Dot Dash


Zum musikalischen Konzept einer Bunker-Clubnacht würde meines Erachtens auch sehr gut die Züricherin Eli Verveine passen. Vor ein paar Tagen erschien ein Beitrag von ihr für die russische Online Radio Show Kapterka. Anzuhören entweder dort, auf der Soundcloud der Kapterka Show, oder bei Eli Verveine:

Kapterka Radio Show by eli verveine


Cassy, Panoramabar-Resident, hatte im Februar diesesn Jahres einen Gig in Italien, und zwar in dem berühmt-berüchtigten Florentiner Club Tenax. Aus Promo-Gründen gab es auf Soundwall, einem italienischsprachigen Online-Musikmagazin einen Podcast. Dieser treibt sich seit wenigen Tagen zusätzlich zu iTunes auch auf irgendeiner Soundcloud herum. Da Cassy im April vergangenen Jahres das Basler Presswerk besucht hat [und ich mit der Aggressivität manch eines Nachtschwärmers nicht zurecht kam], heisst es bei diesem Podcast für mich: Augen schliessen und in Gedanken diesen Abend ohne Techno-Prolls Revue passieren lassen.

Cassy - soundwallpod39 by nightclubber.ro



Mit den folgenden Mixtapes geht es wieder etwas gemächlicher zur Sache. Das verlangsamte Tempo sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Basskraft, Rhythmus, Melodien und Harmonien der Tracks eine schon fast libidinöse Energie freisetzen. Auftakt dazu macht der Leipziger Ron Deacon. Seine Beiträge zu Platten auf Workshop Records oder Farside Records sind euch ja bekannt. Anhören. Mix und Platten:

Ron Deacon in da 116 Bpm Disko mix by Ron Deacon


Auch von Farside Records her bekannt sein dürfte Paskal, der für dieses Label gemeinsam mit Urban Absolutes die "Need Love EP" produziert hat. Sein Deeply Sunday Mix lässt sich auch an anderen Tagen hören. Check:

Paskal-Deeply Sunday Mix 14 by Paskal !


Rob Heenan war letztens auch wieder einmal aktiv. Bestechende Auswahl, feinfühlig arrangiert, top Mix:

Deep n' Raw by robheenan


Tolle Auswahl auch bei Jochen Otto aus Berlin in seinem 354mix. Bin letzte Woche aus reinem Zufall darauf gestossen. Seitdem total angetan von diesem Mixtape. Highyl recommended!

354mix by jochen otto


Mark E wird mit Stone Breaker bald sein erstes Album auf Spectral Sound veröffentlichen. Sein Stone Breaking Mix, veröffentlicht in der vergangenen Woche, darf hier auf keinen Fall fehlen:

Mark E Stonebreakin' Mix by warmhq


Das frühlingshaft warme Wetter dieser Tage lädt ein zu sportlicher Betätigung im Freien. Wer auch dabei nicht ohne Musik kann, für den haben die Jungs von Sleazy Beats einen Mix mit "Music For Serious Jogging" aufgenommen. Viel Spass, beim Hören wie beim Joggen:

Sleazy Beats - Music for Serious Jogging Volume 3 by SleazyBeats



English (short) versions: today we feature mixes with dark, industrial, raw and dubby techno and house from an anonymous Horizontal Ground / Frozen Border artist, Eric Cloutier, Eli Verveine and Cassy. Then, we go on with (deep) house and sleazy slow-motion disco flavours arranged and mixed by Ron Deacon, Paskal, Mark E and a few other music enthusiasts to discover. Enjoy!

Mixed up monday (33)

http://grafischeheilanstalt.tumblr.com/post/1055424722/thetaoofdana-the-power-of-boring-words-in-art
Die dreiunddreissigste Ausgabe fällt entgegen der Feierwürdigkeit dieser Zahl recht dürftig aus. Zum einen hatte ich in den zurückliegenden sieben Tagen kaum Zeit, auf Blogs oder in Foren Mixe auszubuddeln, zum anderen lag bei mir auch das eine oder andere neu erschienene Künstleralbum zum aufmerksamen durchhören herum.

Gross gefeiert wird dieser Tage "Kilimanjaro, der zweite Longplayer des zum Kompakt-Stammkern zählenden Aksel Schauflers alias Superpitcher. Die das Album bereits rezensierenden Print- und Online-Medien sind des Lobes voll. So schreibt beispielsweise Arno Raffeiner in der Intro "So, wie die Stücke zwischen innerer Schlichtheit und äußerlicher Perfektion gefangen sind, so stellen sie sich auch mitten in die Schnittmenge von Song und Track. Eigentlich ist „Kilimanjaro“ voll von verschmitzten Popideen, die konsequent auf Acht-Minuten-Epik für die Tanzfläche gestreckt werden." (Arno Raffeiner @ Intro) und setzt in der aktuellen Ausgabe der Groove auf seinem begonnenen Lobgebäude noch ein Stockwerk drauf wenn er schreibt: "Gefühle sind auf Kilimanjaro so vollendet in schlichte musikalische und textliche Form gebracht, dass die Schwere der Inhalte zunächst nicht auffällt..." Passend dazu Superpitchers Podcast auf Resident Advisor.


Neues auch aus dem Hause Deep Vibes Recordings und Sascha Dive, der mit "Restless Nights" sechs Jahre nach seinen ersten Veröffentlichungen, damals noch auf Dive Records, sein erstes Künstleralbum angefertigt hat. Ging es ihm auf seinen EPs um nie mehr und nie weniger als die Suche nach dem perfekten Groove, nach einem rhythmisch-metrischen Grundmodell, welches einen die ganze Nacht in Unruhe versetzen und in Bewegung halten kann, zahlen sich die Erfahrungen seiner Suchanstrengungen der vergangenen Jahre nach meinem persönlichen Dafürhalten in jedem einzelnen Track aus. Kein in tiefer Melancholie versunkener Longplayer, dafür Garant rastloser, ruheloser Nächte. Restless Nights eben.


In der Rückschau über das diesjährige Nachtdigital Festival habe ich bei Uncanny Valley noch das Set von Hombres Discos (das sind: Tiny und Spunky) gefunden. Essential! Here you go: Hombres Discos @ Nachtdigital 2010.


Das vergangene Wochenende leitete ein neuer Podcast auf Melbourne Deepcast ein. Nach Gastauftritten von Lee Curtiss und Paskal drehte sich diese Ausgabe ganz um das Label Sleazy Beats Recordings. Interview und Mix mit Monsieur Monod, einem der Labelmitgründer. Mitverarbeitet ein Track der kommenden 12" von Daniel Solar. Naiice!

Melbourne Deepcast 022: Sleazy Beats by Melbourne Deepcast


Auch auf It's OK to hate your job hat sich wieder etwas getan. Der Ongaku-Playhouse-Klang-Elektroniker Roman Flügel hat für den Monat September einen Mix eingespielt. Unwiderstehlich. Irresistible. The Sunny Side Up - Roman Flügel @ It's OK to hate your job - September 2010.


Über Facebook erreichte mich in der vergangenen Woche ein Mix, mit dem ich die heutige Rundschau abschliessen möchte. Wer hinter "Knartz IV" oder DJ Mad Diaz steht - keine Ahnung, aber mit Tracks von Omar-S ("Psychotic Photosynthesis"), Precious System ("Voice From Planet Love") oder Jori Hulkkonen im Hercules & Love Affair Remix ("I Am Dead"), ist er ausgesprochen angenehm zu hören! Check:

DJ Mad Diaz - Discopower 3000 by Knartz IV


English (short) version: last week was another busy one for me and it was impossible to browse all hundreds of music blogs in order to write down an overview with well selected mixes. Therefore only a few but they're definitely worth to listen to. We have Hombres Discos live at Nachtdigital 2010, a Sleazy Beats mix down at Melbourne Deepcast, a disco-tinged mix by an unknown music lover who calls himself "DJ Mad Diaz" and you mustn't miss Roman Flügel mixing it up for "It's OK to hate your job".

Mixed up monday (27)

Ein Wochenende liegt hinter mir, hinter sehr vielen, wenn nicht sogar hinter (uns) allen, das ein Ereignis mit sich brahcte, welches einen angesichts seines tragischen Ausmasses und des persönlichen Unvermögens, es auf einer Verstandesebene nachvollziehen zu können, mit einem gedanklichen Fragezeichen zurücklässt, vor dem lediglich ein Wort steht: Warum?

Zu Recht werden / sind schon eingeleitet mehrere staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren, um auf einer sachlichen Tatsachenebene festzuhalten und einer gerichtlichen Beurteilung zuzuführen, was (und wie es) sich (genau) ereignet hat. Die von oberster, bundespräsidialer, Stelle angeordnete rückhaltlose Aufklärung. Es werden psychologische Betreuung und seelsorgerliche Begleitung den (un-)mittelbar Betroffenen, Angehörigen, Hinterbliebenen und Freunden gleichermassen, angeboten. Doch selbst wenn es gelänge, lückenlos und in minutiöser Kleinstarbeit den genauen Hergang, vom auslösenden Flügelschlag über den Höhepunkt der Katastrophe bis hin zu ihren Nachwehen, nachzuzeichnen und zu rekonstruieren, am Ende blieben immer noch - um mit Gottfried Benn zu sprechen - zwei Dinge:

Die Leere und das gezeichnete Ich.


Abschliessend möchte ich an dieser Stelle noch eines festgehalten wissen: was sich am vergangenen Wochenende Unfassbares zugetragen hat, kann und darf zu keiner Zeit als Strafgericht irgendeines Gottes erklärt und dargestellt werden, wie Sie, liebe Frau Eva Herman es zu Wort gebracht haben. Solch ein Rückschluss ist naiv einfach, realitätsfern, kleingeistig und ohne jegliche, auch theologische, Substanz. Ihnen kann noch nicht einmal zu Gute gehalten werden, dass Sie - möglicherweise - aufgrund einer inneren Ohnmacht heraus geschrieben haben angesichts der dramatischen Stunden am gestrigen Sonntag, den 25. Juli 2010. Ihnen geht jegliche Ehrfurcht vor einem menschlichen Leben, jeglicher Respekt vor den Angehörigen und Hinterbliebenen ab. Ihnen mangelt es gänzlich an menschlichem Einfühlungsvermögen und der Fähigkeit, mit ihren Mitmenschen mitzufühlen, gar mitzuleiden. Was ihre schriftliche Stellungnahme obendrein so unerträglich macht, ist: als - zumindest in den Medien - bekennende Christin überschreiten Sie in rücksichtsloser Selbstherrlichkeit die Ihnen von Ihrem Gott gesetzten Grenzen und verletzen die Ihnen aufgrund der christlichen Verantwortungs- und Situationsethik obliegende Pflicht, ein Wort des Beileids, des Mitgefühls, an die von diesem tragischen Ereignis betroffenen Menschen zu richten. Mögen Ihnen stets, in jeder Lebenslage, Menschen zur Seite stehen, welche eine wahrhaft christliche Nächstenliebe verinnerlicht haben.


Ich bitte um Nachsicht, zum einen, dass ich mich doch davon hinreissen liess, in Richtung Eva Herman zu treten, und zum anderen, dass ich nun wieder zum Blogalltag übergehen werde. Denn ich darf, was vielen mir unbekannten Menschen nicht vergönnt ist, tief dankbar darf ich aufatmen, dass kein von mir geschätzter und geliebter Bekannter am vergangenen Wochenende in Mitleidenschaft gezogen wurde und Schaden an Leib und Leben genommen hat. Da ich im vergangenen Sommer jedoch mehrere Stunden in der Angst lebte, einen von mir sehr geliebten Menschen zu verlieren, fühle ich umso stärker mit, mit der Ohnmacht der Angehörigen, den Hinterbliebenen, Freunden und Bekannten. Leere und ein gezeichnetes Ich - vielmehr ist da (vorerst) nicht.


In der vergangenen Woche hatte ich einen Eintrag verfasst über Theo Parrishs Set Live At Watergate. Inzwischen ist dies auch als Download erhältlich. Bei Soundclouds R_co. Wo sonst?!

Theo Parrish Live @ Watergate, Berlin - 08-07-2009 by R_co


Bei den Jungs von Sleazy Beats gibt es seit vergangenem Mittwoch ein neues Mixtape. Für sie eingespielt hat es der Ukrainer Yura alias SE62, der auch schon auf dem Sleazy Beats-Label mit einem Track vertreten war. Slowdisco. Slowhouse. Mark E. Tornado Wallace. Er selbst. Fein.

SE62 - Sleazy Beats Mix by SleazyBeats


Andrés "Specter" Ordonez hat sich vor einigen Tagen mit Victor Aguinaga alias Chicagodeep im Rahmen der "Tetrode Session Live Beatdown" ein kleines Battle geliefert um herauszufinden, wer deeper und deeper und deeper gehen könne. Solo und Back-To-Back. Wer the deepest cat ist, dürft ihr für euch selbst ausmachen:

Tetrode Session Live Beatdown 7-10-10 (Specter Mix) by chicagodeep


Tetrode Session Live Beatdown 7-10-10 (Chicagodeep Mix) by chicagodeep


Tetrode Session Live Beatdown 7-10-10 (Specter vs.Chicagodeep) (Part One) by chicagodeep


Tetrode Session Live Beatdown 7-10-10 (Specter vs.Chicagodeep) (Part Two) by chicagodeep


Jérémy alias Underground Paris, Deep House- und Vinyl-Nerd aus Paris, war über die letzten Tage hinweg wieder einmal sehr fleissig, was das Erstellen kurzer Mixtapes betrifft. "Lately" und "What The Heck ??!" sind seit kurzem Online. Beide kann ich nur empfehlen:

Underground Paris - Lately by Underground Paris


Underground Paris - What The Heck??! by Underground Paris


Sehr lange Zeit habe ich nichts mehr von Vincent Williams alias DJ Spinna gehört. Über Soulkombinat wurde ich auf einen - Vinyl Only! - Mix des stilistisch versatilen DJs und Produzenten aus Brooklyn geführt, für diesen er seine neuesten Errungenschaften in einem der wenigen noch verbliebenen Plattenläden des Big Apple verarbeitet hat. Kerri Chandler, Mirko Loko im Carl Craig Remix, Losoul im Mike Huckaby Remix, und so weiter. Danke ans Soulkombinat für die Verlinkung und Danke an DJ Spinna für den Mix:

DJ Spinna - Journey Sunday Sessions - All Vinyl Episode One


Ebenfalls aus New York stammt der folgende Mitschnitt. Verantwortlich dafür Fred Peterkin alias Fred P alias Black Jazz Consortium. Er spielte vor kurzem im Rahmen der Veranstaltung Sunday Best. Einfach nur KILLER. Fred P @ Sunday Best.


Bleibt noch Dicky Trisco, der Kopf hinter Disco Deviance. Disco, Electrofunk, Edits und vieles mehr erwarten den Hörer in seinem "Top Deck Disco Mix":

Dicky Trisco Top Deck Disco Mix by Dicky Trisco


Hieran schliesst sich eine - schon fast - Rarität an: DJ Kent von Force Of Nature, der japanische Plattensammler und Disco-Nerd schlechthin, in einem Podcast / Mix für eine Party / Veranstaltungsreihe / ein Label namens "erection". Leider zu spät entdeckt, leider nicht mehr als Download erhältlich, weil die 100er-Marke überschritten. Aber zum anhören auch mehr als genial! Here you go:

Erection mixed by DJ KENT ( '09 12/20 at SALOON ) by _erection_


Das war's dann auch schon. Mehr Mixmische gibt es nächste Woche wieder. Tracks & Co. ab morgen.


English (short) version: I feel faint after this very weekend on behalf of the tragedy that happened in Duisburg. I feel speechless and all I can write is, that I feel deeply sad about this. Nevertheless, you'll find a handful of mixes, disco and house, by artists like Fred P, Specter, SE62, Dicky Trisco and so on. Hopefully, see you tomorrow!

Mixed up monday (7)

Auch über die vergangene Woche und das zurückliegende Wochenende habe ich wieder eine Unmenge an Mixen heruntergeladen und durchgehört. Im Folgenden eine kleine Auswahl, die sich meines Erachtens wirklich (wenigstens einmal) anzuhören lohnt.


Zunächst der März Mix 2010 aus dem Hause Chubby Dubz, deren vor kurzem erst veröffentlichte EP "31 Flavors" (auf Ornate Music) auf einem nicht minder tiefen House-Fundament beruht, wie ihr vorliegender Mix:

Chubby Dubz March 2010 Mix by Chubby Dubz


Vor sieben Tagen veröffentlicht, über viertausend Mal bereits heruntergeladen, daher wohl kaum mehr eines Features bedürftig, dennoch überaus hörenswert: der February Chart Mix 2010 der Italo-Disco-Synth-Pop-Balearen Aeroplane:

Aeroplane "Chart Mix" February 2010 by Aeroplane (Official)


Ebenfalls auf Soundcloud vertreten ist das kanadische Duo Azari & III, mit einem (Guest) Mix für den Veranstalter / die Booking Agentur Warm Music, deren Blog ebenfalls eine von mir sehr beliebte Anlaufstelle für Mixe ist:

AZARI & III - DJ MIX by warmhq

(Und wer erst später hierher gefunden bzw. wer's bereits wieder vergessen hat: Azari & III haben im November auch für diesen Blog einen Guest Mix abgeliefert.)


Fast am Ende angelangt. Schnell der Blick daher zum ausgezeichenten Sleazy Beats-Blog, die mir den vergangenen Samstag mit einem neuen Gast Mix-Feature zu versüssen wussten. Dieses Mal ein "double sided mixtape" von George Quest, hier geht's lang. Top notch Slow Motion-, Deep und Soulful House, aufgelockert mit einer Prise Clara Hill, Atjazz, Peven Everett, Micatone und Tensnake.


Und zum Schluss noch der Hinweis auf einen (weiteren) Podcast der Baslerin Timnah Sommerfeldt für die Website thebasement.dj, zu dem es hier lang geht.


Das war's für diese Woche von meiner Seite. Für Tipps und Anregungen bin ich jedem jederzeit sehr dankbar, und deswegen gilt auch hier: ab in die Kommentare mit Links zu guten Mixen!


English (short) version: the music speeks for itself. So check out the links I posted above. You'll have a deeper than deep set from Chubby Dubz, Timnah Sommerfeldt on a soulful tip, the eclecticism of Azari & III, Aeroplane, and a double sided mixtape by George Quest for the outstanding Sleazy Beats Blog.

Eddie C - Rocket Science EP

Schneestürme und klirrende Kälte haben am vergangenen Wochenende, nahezu pünktlich zum Winterstart, eine erste Duftmarke gesetzt. Was unsere Medien veranlasst, von einer Ausnahmesituation zu schreiben (und zu sprechen), ist für Durchschnittskanadier selbstverständlich. "Some snow showers" schrieb mir ein derzeit in Toronto lebender Bekannter. Nichts Aussergewöhnliches also. Vielmehr gewöhnlicher Alltag. In Banff, am Fusse der Rocky Mountains, wird dies mit Sicherheit nicht anders sein. Erfahrungsgemäss hat der Winter diese Region schon längst fest im Griff, denn sie zählt (derzeit noch) zu den wenigen wirklich schneereichen und schneesicheren Gebieten der nördlichen Hemisphäre.

Für den Produzenten der vorliegenden 12" ist dies kein Grund, sich ins behagliche Heim zurückzuziehen, es sei denn, um seinen Ideen freien Lauf zu lassen und an Beats und Sounds zu basteln. Denn Banffs finest, Eddie C, hat sich in dem mit ihm geführten Kurzinterview mehrmals selbst als leidenschaftlicher Skifahrer bezeichnet (http://keep-it-deep.blogspot.com/2009/10/eddie-c-keep-it-deep-guest-mix.html). So kann ich mir gut vorstellen, dass es ihn vielmehr hinaus in die Natur als in einen feuchtkalten (Produktions-)Keller zieht, um seine Spuren in das Weiss unberührter Tiefschneehänge, umgeben von einer atemberaubenden Bergkulisse, zu zaubern, kaum dass die letzte Schneeflocke gefallen ist. Doch das süsse Nichtstun in dieser zart glänzenden Winterwunderwelt sei Eddie C von Herzen gegönnt, wenn er daraus Kraft für seine Musik schöpft, mit der er in regelmässigen Abständen (nicht nur mich) zu erfreuen weiss.

Sein neuestes Meisterwerk trägt den Titel "Rocket Science EP". Es ist zugleich die erste 12" auf dem Label Sleazy Beats Recordings, das die Sleazy Beats-Blogger um den in Boston wohnhaften Frantic jüngst aus der Taufe gehoben haben (vgl. http://keep-it-deep.blogspot.com/2009/12/frantic-keep-it-deep-guest-mix.html).
"Space Cadet", der erste Track, wird eröffnet von leicht synkopierten Drum-Figuren. Geschickt inszenierte, filigrane Synthesizerflächen untermalen diese Rhythmuskomposition teils an-, teils abschwellend. Spätestens mit der wenige Takte danach einsetzenden, zauberhaft verträumten Piano-Melodie gleitet man in den Fluss des langsamen Grooves hinein, und schwebt wie ein Skifahrer - getragen von warmen Streicherbögen - auf unberührtem Pulverschnee einen kaum enden wollenden Hang hinab.
Auf "One With The Starts" schreitet Eddie C mit funkgeladenem Midtempo voran. Energiegeladen, übersprudelnd und im Vergleich zu "Space Cadet" fast schon wild präsentiert er sich hier mit vollem Basseinsatz und eingängiger Hookline, die sofort ins Ohr geht.
Für manche mag der dritte und letzte Track, "Get down", mit Sicherheit zu langsam sein, um jemals auf dem Floor zum Einsatz zu kommen. Doch "Get down" ist mein persönlicher stand-out track auf der "Rocket Science EP". Von einem ganz tief im Funk verwurzelten Bass getragen, besticht dieser Track insbesondere mit seiner (sample-basierten?) Instrumental-Sequenz. Prägnante, schlagende Klavierakkorde sowie kurze, bissige Bläserphrasen verschmelzen mit zupackenden Gesangspassagen und den kraftvoll voluminösen Klängen im sonoren Bassbereich zum melodischen Thema. Grande, Eddie C!


Mehr im Web:

Frantic - Keep It Deep Guest Mix

Die Jungs von Sleazy Beats, Monsieur Monod, Harry O' Boogie, Kris Percy und Frantic sind Musikliebhaber par excellence. Auf ihrem Blog, zu finden unter http://sleazybeats.blogspot.com/, featuren sie eine Vielzahl sogenannter Mid Tempo Electronica-Musik zwischen (Deep) House, Disco, Soul und Funk. Und genau diese Zutaten verarbeitet Frantic in seinem Guest Mix für keep-it-deep. I highly recommend! Doch zunächst darf sich Frantic ein wenig vorstellen:


1. Dear Fran, would you like to introduce yourself?

I am 31 and live just south of Boston, Massachusetts in the United States. I'm married with two children and work a full-time 9 to 5 job. Oh, and I love music... especially when it is pressed to vinyl.


2. When did your initial music spark ignite?


I fell in love with music during long car rides and house cleaning sessions with my mother. It was the 80s, and she would listen to bands like INXS, Prince, Talking Heads, Fleetwood Mac, 10,000 Maniacs, and The Police, so that is what I listened to. I think "King of Pain" was my favorite song from age 4 until about 12, when I discovered heavy metal. That took me to grunge in 1994... then my first rave in '98... The last ten years or so have been an electronic wonderland. Musically, it's been an amazing and fulfulling journey.


3. Who and what is your most important influence?


My most important influence are the people around me... My wife and my close friends. Their opinion means everything to me, and it tends to guide a lot of what I don't play. I am of course guided by my musical past, but also influenced by DJ sets I find on the internet. I spend countless hours both at work and at home in front of a computer, so I end up downloading and listening to a crazy amount of music. Between blogs and message boards, I have more music to listen to than there is time in the day. That's bound to influence a person.


4. How would you describe your own style?


It has always been electronic music with a tinge of the disco and funk... but it wasn't until recently that I discovered the real thing. I love my house music. I'm not really into playing much dirty, gritty, or dark music. I try to keep things entertaining, and what I like to play tends to be fairly accessible. I guess you'd call it happy-disco-house-funk with a few surprises.


5. Do you produce your own tracks?


I've messed around with producing music since 2004. It's all been on the computer with programs like Reason and Ableton. I've come up with some stuff I've enjoyed, but nothing I would buy, if you know what I mean. Honestly I'm a DJ at heart and haven't devoted the time it would take to learn to produce a proper song. I like to play other people's music! There is just so much good stuff out there, and so many people are not hearing it. I feel that I can connect those dots.


6. What are you currently working on?


Two close friends (DJ's Monsieur Monod and Kris Percy) and I run the Sleazy Beats blog, which has recently morphed into Sleazy Beats Recordings. Our first 12" with Eddie C has just hit record stores, and we've got some amazing stuff planned ahead. We're really excited about a lot of the low tempo, disco, edit, electronic-funk sounds that are being released right now. We're trying to push that with our blog, our DJ mixes and our record label.


7. What are your future plans?


I think mix CDs and downloadable DJ sets are really where my focus is for the immediate future. I want to keep putting together mix compilations of music that I enjoy, and getting it recorded and passed out to anyone that cares to listen. Watching or reading about someone discovering something simply because I put it in front of their nose always brings me unbelievable joy.



Hier geht's zum Mix: http://www.megaupload.com/?d=2Z0POWDI





Tracklist:



Moody - Rectify [KDJ]
Cro-Magnon - Love Bite [Jazzy Sport]
Phantom Slasher - Bethlehem [Noid]
Drawbar - Leave That Ol' Devil Alone [Counterpoint]
Diplomats of Solid Sound - Plenty Nasty [Record Kicks]
The New Mastersounds - Drop It Down (B rmx) [Record Kicks]
James Brown - Get On The Good Foot [Polydor]
33 1/3 Queen - Disco Four (Ray Mang's mangled mix) [Tu Rong]
Heatwave - Goin' Crazy (Fat Camp edit) [Disco Deviance]
Conor - Living Dead (assisted by Stranger) [Rong]
Eric Legnini Trio - Rock The Days (Blackjoy rmx) [Discograph]
Tensnake - TheThenUnknown [Running Back]
Trus'me - Trus'us [Prime Numbers]
Rainer Truby - To Know You [White/RT]
Kenny Dixon Jr. - January [White]
Tim Shumaker - On and Off [So Much Style]
Jesse Rose - Black Coffee [Dubsided]
Swag - Peasouper [Version]





Mehr im Web:



http://www.sleazybeatsrecordings.com/
http://www.myspace.com/frantichouse
http://www.myspace.com/sleazybeatsrecordings
http://twitter.com/DJ_Frantic
http://twitter.com/sleazybeatsrecs