Tampilkan postingan dengan label Maurice Fulton. Tampilkan semua postingan
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Mixed up monday (54)

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Einen Vorteil hat die Dissertations-Affäre ja: spätestens seit Februar 2011 sollte nun jedes (Schul-)Kind wissen, dass textliche Inhalte aus fremden Quellen - Print oder online - nicht einfach unzensiert übernommen und wiedergegeben werden sollten. Erschreckend ist jedoch gerade in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass gerade auch Vertreter der schreibenden Zunft mit kreativen geistigen Leistungen anderer sehr leichtfertig umgehen.

So geschehen auch in einem auflagenstarken süddeutschen (über-)regionalen Tagesmedium. Ein dort in Lohn und Brot stehender Kulturschreiberling machte sich beispielsweise im vergangenen November eine - Tage zuvor auf einem regionalen Newsportal veröffentlichte - Konzertrezension über einen Auftritt des Portico Quartet zu eigen, um daraus seinen Text zusammenzuschneiden. So liesst sich seine Rezension wie eine kurze Inhaltsangabe des Ausgangstextes. Sich anlehnen an ein Original, dessen Inhalte kopieren und übernehmen - alles kein Problem. Aber die Dreistigkeit und, ja, Respektlosigkeit, mit der Verfahren wird, ist eine wahrlich Himmelschreiende.

Im Übrigen hat der Stuttgarter Rechtsanwalt Krunoslav Kopp auf seinem Blog digitalrecht.net ein schönes Urteil des Baden-Württembergischen Verwaltungsgerichtshofes ausgegraben und verlinkt, in dem sich die Richter dem Thema Plagiat & Co. mit deutlichen Worten angenommen haben. Mehr dazu unter: Krunoslav Kopp: Freiherr sein reicht doch auch schon.



Jetzt aber schnellstmöglich wieder zurück zur Musik. In den Tag gestartet wird mit einen Mix aus Zürich. Eingespielt hat ihn Honey-K, der in das Umfeld des Finger Magazine und der Donnerstags-Clubnacht Dosci in der Zukunft gehört. Ein Mix für Musikliebhaber, für die das Wort Genregrenzen nur in einem Wörterbuch existiert. Scheuklappenträger weitergeskippt!

K-DUST: Cruising California by honey-k


Diese [Scheuklappen] ablegen sollte auch, wer sich auf in einen Club macht, um einem DJ-Set von Maurice Fulton beizuwohnen. Die Jungs von Downtownsounds (Dublin / Irland) werden kommenden Samstag, den 05. März 2011, ihren zehnten Geburtstag feiern und haben sich dazu den für uns so eigenwilligen, zurückgezogen und nur für seine Kunst lebenden DJ und Produzenten Maurice Fulton eingeladen. Im Vorfeld dazu gibt's auf Fatty Fatty eine Podcast-Reihe, die sich dem Schaffenswerk des aussergewöhnlich versatilen Musikers annimmt. A must hear before you die!

Maurice Fulton - Appreciation Mix # 1 @ Fatty Fatty

Maurice Fultion Appreciation Mix # 2 @ Fatty Fatty


Versatil ist auch das Stichwort, das uns zum Urheber des nächsten Podcasts führt. Es ist der Wuppertaler Marcus Worgull. Zuletzt hat er auf Essens Label Mild Pitch einen Remix-Beitrag abgegeben, der schon jetzt hohe Begeisterungswellen schlägt. Dieser ist mit vielen anderen Tracks zu hören auf seinem Mix für die Buzzin' Fly-Radio Show. Tipp!

Marcus Worgull Buzzin' Fly Radio Mix - February 2011 by warmhq


Weiter geht's mit Tornado Wallace. Der Australier hat sich insbesondere durch seine Veröffentlichungen auf Delusions Of Grandeur einen Namen gemacht. Slow Motion House und mehr. Da er seit kurzem auf der Künstlerliste der Warm Agency steht, hat er für diese auch einen Mix angefertigt. Neunzig Minuten Dopeness!

Tornado Wallace - Warm DJ mix by warmhq


Delusions of Grandeur gestaltet seinen Internetauftritt sehr zurückhaltend. Facebook? Fehlanzeige. MySpace? Vorhanden. Aber wer treibt sich heute schon auf MySpace herum? Regelmässig gepflegt wird jedoch die hauseigene Podcast-Reihe. Für die letzte Ausgabe verantwortlich zeichnet Norm de Plume, DJ, Produzent und Gastgeber der Radiosendung. Check!

Norm de Plume - Delusions Of Grandeur - The February 2011 DOGCast


In das erweiterte Delusions Of Grandeur-Umfeld gehören auch Ali Herron und Graeme Clark, die beide zusammen als Ooft unterwegs sind. Ihr jüngster Streich? Ein Guest Mix für die Podcast-Reihe des Blogs Sloth Boogie. Discoid und slow-pitched. Schön!

SlothBoogie Guestmix #12 - OOFT! Swingin' Low Mix by SlothBoogieBlog

[Download unter Ooft - Swingin' Low Mix - Guest Mix @ Sloth Boogie]


Mit dem folgenden Mix zieht das Tempo wieder ein wenig an. Zusammengestellt hat ihn der französische DJ Léandre, dessen Mixtapes hier des öfteren einmal verlinkt werden. Keep-it-Deep ist Fan!

Motor by Leandre Dj


Dieser Tage hat Iron Curtis zusammen mit Edit Piafra unter dem Pseudonym Achterbahn D'Amour eine Platte auf Absurd Recordings veröffentlicht. Lohnt sich, da mal reinzuhören. Er ist es auch, der die Podcast-Reihe des Labels mit einem Beitrag fortführt. Mit Tracks von Broosk Mosher, Tin Man, STL oder Christopher Rau erwarten den Hörer dunkle Harmonien, treibende Basslines und hypnotische Grooves. Tipp!

Iron Curtis - Absurdcast #10


Ebenfalls sehr ernst nimmt Workshop-Mitglied Lowtec die Musik. Wie der geneigte Liebhaber seiner Musik weiss, macht er kaum Aufhebens um seine Person. Doch sein an der Oberfläche still erscheinendes Wasser ist basstief, und der Sogwirkung in die musikalische Unendlichkeit kann sich kaum einer entziehen. Deswegen sei auch vor diesem aus dem Jahr 2009 stammenden Mix gewarnt. Man will ihn wieder und immer wieder hören, und dass man darüber Zeit und Alltagsverpflichtungen vergisst, spielt keine Rolle mehr:

Lowtec low mix 041209 by lowtec


Auch Steffen Laschinski hat unter seinem Künstleralias Rising Sun immer wieder für Momente der Zeitverlorenheit gesorgt, wie sie nur im Zusammenspiel von Nacht und Musik erlebt werden kann. Eindrücklich vor Augen, vielmehr vor Ohren führt er dies auch in dem Mix "Trundholm Sun Chariot", für den ich eine absolute Hörempfehlung aussprechen möchte!

RISING SUN-Trundholm Sun Chariot Mix by Rising-Sun


Damit auch der Techno-Fan auf seine Kosten kommt, gibt's hier noch einen Mix von Peter van Hoesen, ein Mitschnitt seiner Radio Show für XT3 Techno Radio. Fast zwei Stunden - hab's aber immer noch nicht geschafft, ihn zu Ende zu hören, da ich kaum über das Intro hinauskomme :).

Peter Van Hoesen - Erupt! Guest Mix XT3 Techno Radio, Amsterdam - 19-02-2011 by R_co


English (short) version: the first paragraph of today's blog entry contains some considerations why plagiarism sucks. Some few principls of honesty and respect should be maintained. Well, on behalf of music, we serve you with some high quality mixes by Marcus Worgull, Tornado Wallace, Iron Curtis and Peter van Hoesen - among many others. Enjoy and have a splendid work week kick-off.

Lost Tracks (3)

http://fuckyeahvinylrecord.tumblr.com/post/1270331518
1. Prince Of Denmark - Soulfood - Giegling.

Giegling und den Ableger Giegling Staub sollte meiner Meinung nach tunlichst jeder auf dem Radarschirm haben. Mit Acts wie Kettenkarussell, Matthias Reiling oder Die Wiese Im Garten a.k.a. Dwig steht es für einen farbenfrohen, nuancenreichen und vielschichtigen Sound, der in diesem Jahr eine Erweiterung auch in Richtung Jazz-beeinflusster (elektronischer) (Club-)Musik durch das WHITE-Mitglied Edward ("A Piece Of Us") erfahren hat.

Mit der Reihe Staub rückt das Label hingegen das Düstere in den Mittelpunkt. Christopher Raus 12" "The Blessing" leistete einen wesentlichen Beitrag dazu genauso wie ein Prinz aus Dänemark mit seiner EP. Diese hatte ich erst sehr spät entdeckt, mich jedoch sogleich unsterblich in ihre Tracks verliebt. Mittels metallischer Klänge, dem Einsatz von Hall, Echo und Rauschen und behutsam eingestreuten schrägen Sounds, beschwört der Produzent eine nordisch anmutende Dunkelheit. Nordisch, da die Sehnsucht nach dem Licht zwar von Takt zu Takt grösser wird, man dennoch im Wolkenhimmel des Sounds sich verlieren und eins mit ihrer anmutigen, dunklen Schönheit werden möchte. Tipp!




2. Mark Du Mosch - Bareknuckle - SD Records.

Mark Du Mosch, der niederländische, in Rotterdam beheimatete Produzent, will ebenfalls Entdeckt werden. Er zählt mit Tom Trago, San Proper, und vielen anderen mehr zu der soundsovielten, sich parallel entwickelnden Produzentengeneration des Oranje-Staats. In seinen Releases auf Moustache, Lunar Disko und Syncom Data Records treffen Einflüsse aus Acid (House / Techno), Disco und Elektro aufeinander; sie vermitteln ein schön ausgearbeitetes, aber dennoch rauhes, analoges Flair. Akustischer Orgasmus.




3. Midnight Hours - Midnight Hours 002.

Ein Geheimrezept, das schon sehr lange nicht mehr geheim ist: man packe zwei, drei Tracks auf eine 12"-Vinyl; man verknappe das Angebot auf 200, höchstens 250 Pressungen (um anschliessend mehrmals davon ein Repress anzutäuschen); man halte sich als Produzent anonym im Hintergrund und, wichtig: man vergesse den Stempel nicht. Diese Rahmenvoraussetzungen lassen sich auch bei Midnight Hours wiederfinden - aber dem Vernehmen nach stammt der Urheber dieser Tracks wirklich aus Übersee, irgendwo zwischen Windy und Motor, und darf dementsprechend auch so verfahren. Egal. Die Tracks auf dieser EP sind teils sonnendurchflutet, hell und warm, teils verhelfen sie zu einer musiktherapeutischen Tiefenentspannung. Gross!




4. Sepalcure - Love Pressure - Hotflush.

Bereits gestern hatte ich kurz zum Ausdruck gebracht, dass mir die Assemblage von House/Techno und Dubstep/(Future)Garage in den verschiedensten Mischungsverhältnissen sehr gut schmeckt. Zwar ist Hotflush Recordings nun wirklich nicht der unbekannteste, namenlose Vertreiber dieser Soundmischungen, aber "Love Pressure" von Travis Stewart und Praveen Sharma alias Sepalcure ist derart samtig, weich, geschmeidig und zugleich kräftig - der Track löst Liebesgluten aus, die nur darauf warten, in lodernde Flammen auszubrechen.




5. Mim Suleiman - Nyuli - Running Back.

Gesang und Instrumentierung treten auf "Nyuli" als gleichberechtigte Dialogpartner auf. Gefühlvoll aber ohne Sentimentalismen. Mim Suleiman auf Running Back - Tanzflächen-Idealismus als Wegbereiter einer wahren Club-Romantik!




English (short) version: the third edition of our Lost Tracks - Series features a wide range of sounds. Starting off dark and dusty with Prince of Denmark on Giegling Staub, with flourishing melodies and lively rhythms that, still, are kickass.

Termine im Dezember

Erster Dezember. Schneefall. Wie sehr liebe ich den schimmernden Kristallglanz und die Stille, die sich über die nächtliche Stadt legen. Am liebsten stünde ich - sofern das heutzutage überhaupt noch möglich ist - auf einem einsamen Berggipfel und betrachtete das sanfte Flockentreiben, das die Umgebung wie mit einem Mantel des Friedens zudeckt. Der Drang, die eigenen vier Wände zu verlassen, ist denn auch einer, der mich am Wochenende weniger in die Clubs denn vielmehr auf tiefverschneite Anhöhen des Schwarzwaldes führt. Neue Schneeschuhe müssen her, und zwar sofort!

Dementsprechend bin ich gar nicht so unglücklich, dass der Ausgehkalender nicht ganz so viele Dates bereithält, die es in den eigenen Terminplaner zu übertragen gilt. Ein bisschen tageins, eine Somebody Scream, und damit hat es sich auch schon.

tageins wird die kommenden Montage von Deejay Hubatsch (früher noch öfters unter dem Pseudonym Uncut unterwegs), Agent Schwiech und Christian Gimbel bestritten. Musikalisch geht's also von (Neo- und Elektro-)Disco / Elektro über klassisch House und Techno bis hin zu Minimal/Tech-House. Immer Montagabend, ab 22 Uhr, im Waldsee.

Die Somebody Scream wird am Samstag, den 18. Dezember 2010 stattfinden. Wer von den Residents an den Decks stehen wird und ob ein auswärtiger DJ einen Gastauftritt haben wird, ist derzeit noch offen. Mehr Informationen entnehmt der Facebook-Seite, die regelmässig auf den aktuellen Stand gebracht wird.

Tags zuvor, am Freitag, den 17. Dezember 2010, wird Till von Sein in der Jackson Pollock Bar auflegen. Wäre 'ne Überlegung wert, wäre die Angewöhnungszeit an die Jackson Pollock Bar nicht ganz so nervaufreibend und brächte sie keine Leberschaden hervorrufende Nebeneffekte mit sich.

Was sonst so geht (DJ Hike, Rainer Trüby und Ralph Thieme werden im Dezember ebenfalls in der Jackson Pollock Bar spielen), bitte den entsprechenden Facebook- oder MySpace-Auftritten entnehmen oder Subculture zu Rate ziehen.


Stuttgart? Klar, Thursday's Don't Suit Very Well erfreut bereits morgen, Donnerstag, den 02. Dezember 2010, wie gewohnt im kleinen Raum des Rocker33. Der Facebook-Seite der Veranstaltung entnehmt bitte die weiteren Termine, an denen ein TDSVW-DJ an den Wheels Of Steel drehen wird. Wer (immer noch) nicht weiss, was für ein Sound ihn dort - unter anderem - erwartet, höre doch einmal in den Guest Mix des TDSVW-Mitglieds Florian Ehing rein.


Tags darauf, am Freitag, den 03. Dezember 2010, kann man ein weiteres Mal ins Rocker33 einmarschieren. DJ Thomilla und Friction geben ein Stelldichein als Bodymovin'. DJ Friction wird im Dezember auch noch an vielen anderen Locations in und um Stuttgart zu hören sein. Hierfür am besten einen Blick auf seine Facebook-Seite werfen. Vierzehn Tage später, am Freitag, den 17. Dezember 2010, begrüsst das Rocker die Berghain-Residents Ben Klock und Marcel Dettman. Ansonsten halt Kaputtraven und so.


Ein paar Kilomenter neckaraufwärts in Tübingen hostet das Mancuso eine weitere Ausgabe der Gimme Shelter, und zwar ebenfalls am Freitag, den 17. Dezember 2010. Tags darauf feiert der Club auch sein vierjähriges Bestehen, und da ich an jenem besagten Wochenende in Tübingen zu einer Abschieds- und Abschiessparty eingeladen bin, werden wir dort vermutlich auch noch aufschlagen.


In Ulm hält die Bleepgeeks-Crew ein weiteres Mal die Fahne hochwertiger Clubmusik hoch. Für ihr Event, das am Samstag, den 18. Dezember 2010 stattfinden wird, haben sie Traxx aus Chicago und Npnk aus Dresden eingeladen. Mehr dazu erfahrt ihr mit Sicherheit auf dem Bleepgeeks Blog.


Basel. Das Schiff fährt ganz nett 'was auf für den stilvollen Rave mit DJ Hell, C-Rock (Motorcitysoul), Bruno Pronsato und Björn Wilke. Das Nordstern begrüsst unter anderem Steve Bug, Adultnapper, Matthew Johnson, und ansonsten bin ich diesmal ein wenig unterinformiert.


Zürich. G-Man, DJ Koze, Maurice Fulton, Matias Aguayo, DJ Kaos, Lexx, Kejeblos und - am Donnerstag, den 30. Dezember 2010, der Freiburger DJ Shaddy. Alle in der Zukunft. Das Cabaret bringt u.a. Wareika und Kalabrese zusammen, während im Exil der Hamburger Erobique am Samstag, den 11. Dezember 2010, auftreten wird.


Das war's denn auch schon für das Jahr 2010. Und wer sich wundert, dass kein einziger Hinweis auf eine Silvesterparty aufgenommen wurde: New Years Eve Still Suck!


English (short) version: December. Calm-down time. I'd recommend you going out for a walk and enjoy the fir trees beautifully ensnowed with - hopefully - huge snow in forests than queuing up for a club entry. That's why I did not highlight that many events. Just the most worthy of club music culture. Tageins and Somebody Scream in Freiburg, Thursday's Don't Suit Very Well in Stuttgart besides Ben Klock and Marcel Dettman, and a handful of excellent musicians in Zurich, DJ Koze, Maurice Fulton, and so on. Enjoy!