Es war der Sommer 2008. Meine Frustrationshaltung gegenüber House, der zwar stark im Clubkontext verwurzelt aber dennoch nicht allzu sehr abgeschliffen und glatt poliert ist, nahm wieder einmal überhand. In dieser Stimmungslage schlug ein Album mit dem Titel "City Look" auf. Erschienen war es auf dem Schweizer Label Sthlmaudio Recordings, als Urheber und Produzenten wurde ein einzelner Name erwähnt. Azuni. Es enthielt (und enthält auch heute noch) zehn Tracks. Schon der erste, "Miss Brown", löste eine mächtige Begeisterung in mir aus, die in einer quasireligiösen Erneuerung in Sachen House und Club gipfelte. Wieviele solche Erneuerungen ich bis zu jenem Tag, und seit diesem Tag bis heute durchgemacht habe, vermag ich nicht zu benennen. Fest steht jedoch, dass "City Look" in seiner durchschlagenden Kraft über die letzten zwei, drei Jahre hinweg, nichts eingebüsst hat.
Wozu diese Einleitung? Nun, der Guest Mix des heutigen Tages stammt aus dem Hause Azuni, und zwar von Gianni Siravo, einem Teil dieses Produzenten-Duos (w/ Sven Lacoste). Er war schon davor unter dem Alias Sequel auf Label wie Straight Ahead und Sonar Kollektiv unterwegs (gemeinsam mit Roberto Ceschi). Mehr über Gianni Siravo und das Projekt Azuni hier:#
1. Hallo Gianni, Du bist DJ, Produzent, spielst gemeinsam mit Sven Lacoste unter dem Künstler-Alias Azuni. Wie kannst Du Dich künstlerisch am besten ausdrücken? Im Studio, an den Decks,…?
Definitiv im Studio beim musizieren. Im Studio kann ich all meine Emotionen und Stimmungen ausleben und in die Tracks reinfliessen lassen.
2. Lass uns zunächst auf das Projekt Azuni zu sprechen kommen. Gemeinsam mit Sven Lacoste hast Du 2008 euer Debütalbum „City Look“ auf Sthlmaudio veröffentlicht. Wie habt ihr zueinander gefunden?
Wir hatten uns bereits als Teenagers mal flüchtig kennengelernt, das war ca. 1991. Dann haben wir uns viele Jahre aus den Augen verloren bis sich unsere Wege im Jahr 2001 wieder kreuzten. Sven war auch als DJ unterwegs und wir hatten die gleichen Interessen und den ähnlichen Musikgeschmack.
Im 2008 kam Sven dann mit 2 angefangenen House-Tracks auf mich zu und fragte mich ob ich diese Tracks für ihn fertig produzieren könnte. Wir sassen dann 2-3 Monate ins Studio, hatten gerade viel Freude an Housemusik und produzierten noch mehr Tracks zusammen. So ist eigentlich dann das Projekt „Azuni“ entstanden.
3. Euer Album, eure Musik insgesamt, wird gerne in die Schublade „Deep House“ gepackt. Wie würdest Du den Sound von Azuni einem gehörlosen Menschen beschreiben?
Hhmm.. schwierig.. Es ist heutzutage schon schwierig einem normalhörendem Menschen seine eigene Musik zu beschreiben... :) Spontan würde ich der Person vielleicht eine Sonne (für Wärme) ein grosses rotes Herz (für Musik von Herzen) sowie ein paar tanzende Menschen (für Tanzmusik) aufzeichnen.
4. Wer beziehunsweise was sind eure gemeinsamen Vorbilder für Azuni? Sofern es welche gibt: habt ihr zu Beginn eures Projektes versucht, ähnlich (wie die Vorbilder) zu spielen?
Unser gemeinsames Vorbild denke ich ist der Klang einer Housemusik so wie wir ihn kennen, mögen und damit aufgewachsen sind: tiefgründig, roh und ehrlich.
Auf der einen Seite haben wir gewollt und versucht, dieses Vorbild/Aesthetik von Housemusik zu spielen. Auf der anderen Seite ist dieses Vorbild auch Teil von uns und kommt beim kreativen Prozess eines Housetracks automatisch zum zuge.
5. Dem Künstleralbum folgten Veröffentlichungen auf Label wie Drumpoet Community oder Morris Audio nach. Wie wird es weitergehen? Wird es ein weiteres Album von euch geben?
Musik zu planen ist in meinen Augen schwierig, zumindest für uns, die das nicht mehr so ganz ambitioniert angehen wie auch schon. Wir sind einfache Menschen, haben Freude an Housemusik und wenn wiedermal ein paar gute Tracks entstehen, die jemand releasen möchte, dann machen wir das auch gerne. Eigentlich sind wir selber gespannt wie’s weitergehen wird. Ich persönlich würde Azuni als „Wundertüten-Projekt“ bezeichen :).
Es kann gut sein dass wir nochmals ein Album oder 1-2 Maxis machen aber es kann auch sein dass gar nichts mehr von Azuni kommt. Vielleicht kommt etwas unter einem anderen Namen raus, vielleicht auch nicht. Das einzige was ich Dir sagen kann ist das von Azuni noch eine Maxi auf Quintessentials geplant ist die im Frühjahr 2011 erscheinen sollte.
6. Nun zu Dir, Gianni. Du bist schon sehr lange als Produzent unterwegs. So erschienen Stücke, die Du zusammen mit Roberto Ceschi produziert hast, als „Sequel“ auf Sonar Kollektiv und Straight Ahead. Wie bist Du zur Musik gekommen? Was war Deine musikalische Initialzündung?
Ja richtig, Sequel zusammen mit Rob waren meine ersten Produktionen, die auch den Weg zu 12“ Releases und einem Album Release fanden. Mit dem Sequel Projekt bin ich zum erstenmal vom damals „ewigen“ House und Techno weggekommen um einmal in ganz andere Gefilde zu wechseln. Neue Musiklandschaften, Rhythmiken und Stile ausprobieren, das war ne tolle Zeit! Mit Azuni bin ich wieder zurück bei meinen Wurzeln angekommen und kann auch mit ein bisschen Nostalgik diese so geliebte Housemusik ausleben.
Meine Initialzündung war 1988 als ich in der Lokaldisco im DJ-Raum täglich einem älteren DJ zusehen durfte wie er Acid-House auflegte. Das hatte mich fasziniert, ich wollte genau dies auch tun. Bald durfte ich auch sein Vinyl benutzen und üben. Ich meine schon nur das Mischpult damals ein brandneues LEM DM82 (das war heilig), niemand konnte sich damals so ein Mischpult leisten, das gabs nur dort. :) Nur schon an diesen Reglern drehen zu dürfen, das Vinyl dazu, hatten mich, als technikbegeisterten Teenager, mächtig beeindruckt. Und dann noch diese Hammer Musik, flash! Das war für mich dass grösste. Seither konnte ich nicht aufhören.. 3 Jahre später konnte ich mir auch ein Atari mit Cubase, Drummachine und Synthesizer leisten und loslegen. Bin sozusagen ein klassischer Elektronik-Musik-Junge und bin auf diesem Wege zur Musik gekommen.
7. Wer waren beziehungsweise sind Deine persönlichen wichtigsten Vorbilder?
Das Wort Vorbild gefällt mir einfach nicht. Ich bin z.B. riesen Fan von vielen Produzenten und Musikern. Die Liste wäre ewig... In allen Bereichen der Musik! Musik sind Emotionen, Musik sind Inspirationen und ich höre jegliche Musikstile. Das kann einem nur bereichern. Es gibt DJs, die spielen nur einen Stil, das wäre mir viel zu langweilig und eintönig. Ich denke Musik, die mir gefällt und die ich auch sehr gerne privat höre, inspiriert mich automatisch und verankert sich automatisch in meinem Unterbewusstsein.
Bei den eigenen Produktionen kommt dies dann wieder hervor. Ich sehe in all den Musikmenschen von derer Musik ich ein Fan bin nicht wirklich ein Vorbild. Vielmehr schätze, geniesse und respektiere ich Ihre Arbeit lass mich davon inspirieren und versuche immer meinen eigenen Touch in meine Produktionen reinzubringen.
8. Als DJ geht es nicht zuletzt auch um die Auswahl der „richtigen“ Stücke für ein Clubset. Wie unterscheidest Du für Dich eine gute von einer schlechten Platte? Wie bereitest Du Dich auf einen Clubgig vor?
Jede Platte die ich habe finde ich selber gut. Die Frage ist finden die Menschen die Platten in diesem speziellen Club wo ich auflegen werde auch gut? Schwierige Frage.. Grundsätzlich muss für mich eine gute Scheibe/Track Clubfunkionalität aufweisen, sprich das Arrangement muss einfach gehalten sein, nicht zuviele Breaks und nicht zuviel gespielte Instrumente, nicht zu kompliziert und auch nicht zu kopflastig. Das ganze muss dann von einem „fetten“ Beat & Bass gehalten werden. Eigentlich sind die einfachsten, auf den Punkt gebrachten Tracks, die trotz ihrer Einfachheit und Minimalistik eine spezielle Stimmung erzeugen für mich die „guten“ Platten.
Meine Clubsets sind meistens Improvisationen. Also ich bereite mich z.B. technisch nie auf ein DJ Set vor und verlasse mich auf meine 20-jährige Erfahrung. Die einzige Vorbereitung/Anpassung, die ich treffe, ist, dass ich vor dem Gig eine Stil-Selektion der Platten mache, die ich mitnehmen möchte (je nach Club / Event) und packe diese in den Case. Diese Auswahl teile ich mir dann in 3 Sektionen ein (soft/mittel/hard). Somit muss ich nicht zwischen verschiedenen Stilen wechseln und kann im eigenen Stil einfach die Stimmung ändern, wenn ich merke die Leute mögen das nicht so.
Alles andere kann ich gar nicht planen und lasse mich von der momentanen Situation im Club überraschen. Das Set hört sich dann auch nicht so berechnend an und es kommt öfters vor dass es ein „Auf und Ab“ Set wird, manchmal auch ohne grosse Linie, ich mag „Freestyle-Sets“ aber auch „treue-Linie-Sets“.
9. Gibt es Platten, die Du zwar regelmässig mit in den Club nimmst, aber dennoch nicht spielst? Wenn ja: welche sind das?
Ja, meine eigenen Releases. Finde sie im Club immerwieder ungenügend und spiele sie nie.
10. Pläne für Deine (persönliche) musikalische Zukunft?
Keine wirklichen Pläne, schön wäre es noch ein paar Solo-Projekt 12“ und weitere Alben zu releasen. Neben House und Dance Musik auch mal etwas völlig anderes, ruhigeres produzieren. Ansonsten plane ich meine musikalische Zukunft nicht gross. Musik mache ich sowieso. Wenn etwas daraus entsteht gut wenn nicht auch gut. :)
Hier nun der Mix:
Gianni Siravo (Azuni) - Keep It Deep Guest Mix by keep-it-deep
English (short) version: today's guest mix was compiled and recorded by Zurich / Switzerland DJ and producer Gianni Siravo. You may know him under his moniker Azuni, an electronic music project he started a couple of years ago with Roberto Ceschi. Their pursuit of musical excellence resulted in an artist album on Sthlmaudio Recordings ("City Look") and several EPs on Drumpoet Community and Morris Audio.
Mehr im Web:
Azuni @ MySpace
Azuni - DJ Page @ Resident Advisor
Interview w/ Gianni Siravo & Sven Lacoste @ Tea And Techno Blog
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Termine im Januar
Ein paar Termine für den Monat Januar 2011. Vielleicht laufen wir uns irgendwann irgendwo einmal über den Weg. Who knows?! Wie gewohnt fängt die Übersicht mit meiner - immer noch - Wahlheimat Freiburg im Breisgau an. Die Stadt war und ist ja spätestens seit Hans Nieswandts Büchlein "Plus Minus Acht" als fruchtbringender Boden für Brazil-Dub-Downbeat mit Abstechern zu Trip Hop und Drum'n'Bass, so Mittneunziger-Zeugs halt, bekannt. Bernd Kunz unter dem Künstler-Alias A Forest Mighty Black, Rainer Trüby (Trüby Trio),...
Rainer Trüby lebt und wirkt noch immer in Freiburg, und daher beginnt der Überblick auch mit den Terminen, zu welchen der Compost-Mann an den Plattentellern stehen wird. Das wird zum einen sein am Freitag, den 14. Januar 2011 im Waldsee zu einer Ausgabe von Beats & Öxle. Präsentiert werden ein Weingut aus der Regio sowie Jazz, Soul und Artverwandtes von eben jenem Rainer Trüby sowie Till Maragnoli, Kopf des Projekts Intuit.
Vierzehn Tage später, am Samstag, den 29. Januar 2011, lädt Rainer Trüby wiederum ins Waldsee ein. Zu feiern gibt's das fünfzehnjährige Bestehen seiner Veranstaltunsgreihe Root Down. Aus diesem Anlass hat er den Schweden Mad Mats eingeladen, Aushängeschild des Raw Fusion Clubs in Stockholm. Wer einen Vorgeschmack bekommen möchte auf die Musik, die der Skandinavier - unter anderem - auflegt, sollte einmal das Blog des Schweden aufsuchen und die Mixtapes saugen.
House, Techno und Disco für Non-Hipster wird es am kommenden Montag, den 10. Januar 2011 von Kowski bei tageins geben. Dieser, Kowski, wird voraussichtlich auch am darauffolgenden Freitag, den 14. Januar 2011, gemeinsam mit Shaddy und Agent Schwiech eine weitere Ausgabe der "Somebody Scream" im Drifter's bestreiten.
Auf der Website des White Rabbit ist für Samstag, den 22. Januar 2011, eine Ausgabe der Deep Station vorgesehen. Wurde mal wieder Zeit!
Von Freiburg in die Landeshauptstadt Baden-Württembergs. Da findet am Donnerstag, den 06. Januar 2011 nicht nur das traditionelle Dreikönigstreffen der []-Partei statt, sondern auch eine Sonderausgabe von Thursdays Don't Suit Very Well. Nur acht Tage später finden sich die Jungs der stilvollen Donnerstagsmusik gemeinsam mit der Mild Pitch-Posse, also Dplay, Langenberg und Manuel Tur, aus Anlass einer "Belle Etage" in der H7 Kulturdirektion / Foyer 1. Stock (Rocker 33 Gebäude) ein. Don't miss!
Die übrigen Club-Termine der Landeshauptstadt entnehmt bitte den Internetauftritten der jeweiligen Clubs oder schaut einfach auf kessel.tv vorbei.
Wer in Feier-Reichweite der schwäbischen Stadt Ulm lebt, darf sich schon jetzt auf Samstag, den 15. Januar 2011 freuen. Die Bleepgeeks-Crew lädt zum gepflegten Tanzbeinschwingen mit Thomas Hammannein.
Ab in die Schweiz. Nach Basel. Dass mit der Schliessung des Presswerks auf Ende 2010 zukünftig eine Lücke im Nachtleben der Rheinstadt klaffen wird, versteht sich von selbst. Dieser Institution nachgetrauert werden darf, doch sollte darüber nicht vergessen werden, dass am Freitag, den 14. Januar 2011, Timnah Sommerfeldt, Garçon, Morard und Dominic David Sumner alias Function (Sandwell District) für ein Showcase auf das Schiff eingeladen haben. Dort, auf dem Schiff, werden im Verlauf des Januars neben vielen anderen auch Matthias Tanzmann und Einmusik auftreten.
Den Basler Neevo kann man im Januar nebst Gastauftritt in Zürich (am Samstag, den 08. Januar 2011 im Club Cabaret) im Rahmen einer Love Tempo auf dem NT-Areal, am Freitag, den 21. Januar 2011, hören.
Zudem wird man im Januar 2011 zu Auftritten von Nôze (live) und Joe Goddard (Hot Chip, DJ-Set) im Hinterhof und in der Kaserne abzappeln können.
Zürich (und Umgebung) darf sich im Januar auf Iron Curtis und Baaz freuen. Erstgenannter spielt am Freitag, den 28. Januar 2011 im Cabaret. Der zweite, Baaz, wurde in den Club Supermarket geladen, um dort an der Seite von Azuni die Besucher zum Tanzen zu bringen. Wann? Am Freitag, den 14. Januar 2011. Am selben Abend steht auch Kode9 im Cabaret auf dem Programm. Die Zukunft hat ebenfalls jede Menge interessanter Künstler eingeladen, u.a. Dr. Dunks von Rub'n'Tug sowie John Daly für ein Live Set. Mehr Infos unter Zukunft, Cabaret, Supermarket.
English (short) version: heat up your winter wherever you are in January. Be it in Freiburg, where our region's finest, Kowski, Agent Schwiech and Shaddy will grace the decks on several dates, be it in Stuttgart at a Mild Pitch label night or be it in Switzerland, Zurich or Basel, where you may dance to the music of Iron Curtis, Azuni, Baaz, Kode9, Dr. Dunks (Rub'n'Tug), Function (Sandwell District), etc.
Rainer Trüby lebt und wirkt noch immer in Freiburg, und daher beginnt der Überblick auch mit den Terminen, zu welchen der Compost-Mann an den Plattentellern stehen wird. Das wird zum einen sein am Freitag, den 14. Januar 2011 im Waldsee zu einer Ausgabe von Beats & Öxle. Präsentiert werden ein Weingut aus der Regio sowie Jazz, Soul und Artverwandtes von eben jenem Rainer Trüby sowie Till Maragnoli, Kopf des Projekts Intuit.
Vierzehn Tage später, am Samstag, den 29. Januar 2011, lädt Rainer Trüby wiederum ins Waldsee ein. Zu feiern gibt's das fünfzehnjährige Bestehen seiner Veranstaltunsgreihe Root Down. Aus diesem Anlass hat er den Schweden Mad Mats eingeladen, Aushängeschild des Raw Fusion Clubs in Stockholm. Wer einen Vorgeschmack bekommen möchte auf die Musik, die der Skandinavier - unter anderem - auflegt, sollte einmal das Blog des Schweden aufsuchen und die Mixtapes saugen.
House, Techno und Disco für Non-Hipster wird es am kommenden Montag, den 10. Januar 2011 von Kowski bei tageins geben. Dieser, Kowski, wird voraussichtlich auch am darauffolgenden Freitag, den 14. Januar 2011, gemeinsam mit Shaddy und Agent Schwiech eine weitere Ausgabe der "Somebody Scream" im Drifter's bestreiten.
Auf der Website des White Rabbit ist für Samstag, den 22. Januar 2011, eine Ausgabe der Deep Station vorgesehen. Wurde mal wieder Zeit!
Von Freiburg in die Landeshauptstadt Baden-Württembergs. Da findet am Donnerstag, den 06. Januar 2011 nicht nur das traditionelle Dreikönigstreffen der []-Partei statt, sondern auch eine Sonderausgabe von Thursdays Don't Suit Very Well. Nur acht Tage später finden sich die Jungs der stilvollen Donnerstagsmusik gemeinsam mit der Mild Pitch-Posse, also Dplay, Langenberg und Manuel Tur, aus Anlass einer "Belle Etage" in der H7 Kulturdirektion / Foyer 1. Stock (Rocker 33 Gebäude) ein. Don't miss!
Die übrigen Club-Termine der Landeshauptstadt entnehmt bitte den Internetauftritten der jeweiligen Clubs oder schaut einfach auf kessel.tv vorbei.
Wer in Feier-Reichweite der schwäbischen Stadt Ulm lebt, darf sich schon jetzt auf Samstag, den 15. Januar 2011 freuen. Die Bleepgeeks-Crew lädt zum gepflegten Tanzbeinschwingen mit Thomas Hammannein.
Ab in die Schweiz. Nach Basel. Dass mit der Schliessung des Presswerks auf Ende 2010 zukünftig eine Lücke im Nachtleben der Rheinstadt klaffen wird, versteht sich von selbst. Dieser Institution nachgetrauert werden darf, doch sollte darüber nicht vergessen werden, dass am Freitag, den 14. Januar 2011, Timnah Sommerfeldt, Garçon, Morard und Dominic David Sumner alias Function (Sandwell District) für ein Showcase auf das Schiff eingeladen haben. Dort, auf dem Schiff, werden im Verlauf des Januars neben vielen anderen auch Matthias Tanzmann und Einmusik auftreten.
Den Basler Neevo kann man im Januar nebst Gastauftritt in Zürich (am Samstag, den 08. Januar 2011 im Club Cabaret) im Rahmen einer Love Tempo auf dem NT-Areal, am Freitag, den 21. Januar 2011, hören.
Zudem wird man im Januar 2011 zu Auftritten von Nôze (live) und Joe Goddard (Hot Chip, DJ-Set) im Hinterhof und in der Kaserne abzappeln können.
Zürich (und Umgebung) darf sich im Januar auf Iron Curtis und Baaz freuen. Erstgenannter spielt am Freitag, den 28. Januar 2011 im Cabaret. Der zweite, Baaz, wurde in den Club Supermarket geladen, um dort an der Seite von Azuni die Besucher zum Tanzen zu bringen. Wann? Am Freitag, den 14. Januar 2011. Am selben Abend steht auch Kode9 im Cabaret auf dem Programm. Die Zukunft hat ebenfalls jede Menge interessanter Künstler eingeladen, u.a. Dr. Dunks von Rub'n'Tug sowie John Daly für ein Live Set. Mehr Infos unter Zukunft, Cabaret, Supermarket.
English (short) version: heat up your winter wherever you are in January. Be it in Freiburg, where our region's finest, Kowski, Agent Schwiech and Shaddy will grace the decks on several dates, be it in Stuttgart at a Mild Pitch label night or be it in Switzerland, Zurich or Basel, where you may dance to the music of Iron Curtis, Azuni, Baaz, Kode9, Dr. Dunks (Rub'n'Tug), Function (Sandwell District), etc.
Various Artists - BOE X (Ladzinski, Azuni,...)
Zunächst ging es mir nur um einen Track, "(Baby Don't You) Make Me High" aus dem Hause Azuni. Wer das Blog ein wenig mitverfolgt hat über die Zeit seines Bestehens hinweg, weiss, dass ich ein grosser Fan des Projektes von Gianni Siravo und Sven Lacoste bin. Zwar kommen beide nicht aus dem Nichts, Gianni Siravo hat schon zuvor mitgemischt auf Label wie Straight Ahead, Pulver oder Sonar Kollektiv (unter dem Künstleralias Sequel), und dennoch legten beide mit "City Look" auf Sthlmaudio Recordings ganz unerwartet ein ruhiges und dennoch kraftvolles House-Album auf. Man kann und darf den Sound von Azuni durchaus mit dem schweizer Radrennfahrer Fabian Cancellara vergleichen, der seine Siege mit ebengleicher Ruhe und Kraft herausfährt. Vielleicht erscheint, um einmal im Radsport zu bleiben, ein Klassiker-Sieg des Belgiers Tom Boonen bei der Flandern-Rundfahrt oder Paris Roubaix ein wenig spektakulärer. Fabian Cancellara jedoch wohnt, genauso wie Azuni, eine stille Grösse inne.
Wieder zurück zur Musik. Für das Label von Ben Parkinson, Boe Recordings, haben Gianni Siravo und Sven Lacoste kürzlich einen Track gebastelt, der mich in meiner (nun nicht mehr ganz so) heimlichen Vermutung bestätigt, dass Garage-angehauchte Sounds derzeit ein wenig Auftrieb erfahren. Der Wind weht dabei aus unterschiedlichen Produzentenrichtungen. Ganz stark beispielsweise aus der Region Paris / Île de France, wo sich um das Label My Love Is Underground jede Menge Garage-Nostalgiker zusammenfinden. Man könnte sogar den Slogan "Vocals are back" einbringen, auch wenn diese ganz weg ja noch nie waren. Nur sind und werden sie womöglich noch vielmehr salonfähiger, clubtauglicher. We'll see. Azunis Track "(Baby Don't You) Make Me High" jedenfalls ist der Jersey-Touch deutlich anzuhören. Das fängt bei den Kickdrums an und hört bei den Stimmfetzen auf. Diese sowie die Keys erscheinen allerdings noch recht zaghaft, man dürfte diese - ginge es nur und ausschliesslich um meine Geschmackspräferenzen - gerne noch etwas kräftiger ausbauen, vielleicht sogar bis hin zum Schema Vokal-Auftakt - Vers - Refrain - Vers - Refrain. Oder so. Wobei dann wiederum die Gefahr besteht, in Richtung Vega Records und der Suche nach dem Pop-Moment abzudriften. Dann doch lieber nur kurz anreissen.
B2 Azuni - (Baby Don't You) Make Me High by boerecordings
Auf der 12" mit dem Titel "BOE X" befinden sich obendrein noch ein paar durchaus hörens- und spielenswerte Tracks bisher noch etwas unbekannterer Produzenten, sei es Ladzinski, Nils Anthes oder Marc Vacher. Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Die Produzenten genauso wie das Label Boe Recordings.
B1 Marc Vacher - I Know by boerecordings
English (short) version: a swiss premium house affair with a touch of garage and three worth-to-check cuts by up and coming and still to discover producers Ladzinski, Nils Anthes and Marc Vacher. But not only the producers did a great job, it is also Ben Parkinson, founder of Boe Recordings, that shows up with an award-winning a&r label work. Hopefully to be continued!
Mehr im Web:
Azuni @ MySpace
Azuni - Podcast @ Darkaudio
Ladzinski @ MySpace
Nils Anthes
Boe Recordings @ MySpace
Boe Recordings @ Soundcloud
Ladzinski Promo July 2010 by Ladzinski
Wieder zurück zur Musik. Für das Label von Ben Parkinson, Boe Recordings, haben Gianni Siravo und Sven Lacoste kürzlich einen Track gebastelt, der mich in meiner (nun nicht mehr ganz so) heimlichen Vermutung bestätigt, dass Garage-angehauchte Sounds derzeit ein wenig Auftrieb erfahren. Der Wind weht dabei aus unterschiedlichen Produzentenrichtungen. Ganz stark beispielsweise aus der Region Paris / Île de France, wo sich um das Label My Love Is Underground jede Menge Garage-Nostalgiker zusammenfinden. Man könnte sogar den Slogan "Vocals are back" einbringen, auch wenn diese ganz weg ja noch nie waren. Nur sind und werden sie womöglich noch vielmehr salonfähiger, clubtauglicher. We'll see. Azunis Track "(Baby Don't You) Make Me High" jedenfalls ist der Jersey-Touch deutlich anzuhören. Das fängt bei den Kickdrums an und hört bei den Stimmfetzen auf. Diese sowie die Keys erscheinen allerdings noch recht zaghaft, man dürfte diese - ginge es nur und ausschliesslich um meine Geschmackspräferenzen - gerne noch etwas kräftiger ausbauen, vielleicht sogar bis hin zum Schema Vokal-Auftakt - Vers - Refrain - Vers - Refrain. Oder so. Wobei dann wiederum die Gefahr besteht, in Richtung Vega Records und der Suche nach dem Pop-Moment abzudriften. Dann doch lieber nur kurz anreissen.
B2 Azuni - (Baby Don't You) Make Me High by boerecordings
Auf der 12" mit dem Titel "BOE X" befinden sich obendrein noch ein paar durchaus hörens- und spielenswerte Tracks bisher noch etwas unbekannterer Produzenten, sei es Ladzinski, Nils Anthes oder Marc Vacher. Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Die Produzenten genauso wie das Label Boe Recordings.
B1 Marc Vacher - I Know by boerecordings
English (short) version: a swiss premium house affair with a touch of garage and three worth-to-check cuts by up and coming and still to discover producers Ladzinski, Nils Anthes and Marc Vacher. But not only the producers did a great job, it is also Ben Parkinson, founder of Boe Recordings, that shows up with an award-winning a&r label work. Hopefully to be continued!
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Ladzinski Promo July 2010 by Ladzinski
Azuni - Here You Come
Seit langer Zeit wieder einmal ein Release der Züricher Drumpoet Community, für die mein Herz nach wie vor ununterbrochen schlägt. Dieses Mal stammt die EP aus den Händen von Sven Lacoste und Gianni Siravo, die dem liebhaber (klassischer) Housemusik vielmehr unter ihrem Pseudonym Azuni bekannt sein mögen, denn unter ihren bürgerlichen Namen. Auch wenn "Here You Come" ihre Debüt-Single auf Drumpoet ist, sind die beiden ganz bestimmt keine Newcomer, kein kleines Pflänzchen, das einer sorgfältigen Behandlung und Pflege bedarf. 2008 bewiesen sie mit ihrem Album "City Look", erschienen auf Agnès Imprint Sthlmaudio Recordings, dass sie ihr Handwerk, druckvollen House (Schweizer / Züricher Schule) zu produzieren, bestens verstehen. Und auch davor waren die beiden nicht untätig, allerdings als Einzelgänger bzw. mit anderen im Team; Gianni Siravo beispielsweise als Sequel (gemeinsam mit Roberto Ceschi) auf dem legendären Züricher Label Straight Ahead und auf Sonarkollektiv (mit dem Album Motorized Instinct, das allerdings - zugegebenermassen - bei seinem Erscheinen von mir nicht wirklich beachtet wurde).Auf "Here You Come" setzen sie nahtlos an dem Sound an, mit dem sie sich in der jüngsten Vergangenheit ins Zentrum einer (begrenzten) Aufmerksamkeit spielen konnten. Druckvolle (Sub-)Bässe, sauber ausproduzierte Drumsets, abgefedert mit warmen Synthesizer-Pads und kurzen, eingängigen, einprägsamen Melodiefragmenten sowie eine durchgehend dynamische Struktur kennzeichnen sowohl den Titeltrack "Here You Come" auf der A-Seite als auch "Believe" auf der B-Seite. Der Melodiebogen auf "Here You Come" lässt - korrigiert mich bitte, wenn ihr das anders seht - von Ferne Anklänge an die Töne der Harmoniestruktur auf "Outta Ere" von Wah-Chu-Ku (Drumpoet Community #026), Osunlades "Soikin Sikartep" sowie "Azure" von Slam durchscheinen - dieses Motiv der aufgelöst gespielten Akkorde ist wirklich sehr beliebt. "Believe" mit seiner tief kickenden Bassdrum werde ich mit sicherheit noch auf der einen oder anderen Tanzfläche zu hören bekommen. Gleichbleibend gute Qualität, die mich Azunis Weiterentwicklung mit Aufmerksamkeit und Spannung verfolgen lässt.
English (short) version: punchy house, packed with all essentials you need to develop a jackin' groove - this is what you will get on the latest release on Zurich / Switzerland based label Drumpoet Community. On production duties is Azuni that most of you may now from their album "City Looks", which came out on Sthlmaudio Recordings almost two years ago.
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