Tampilkan postingan dengan label DJ Deep. Tampilkan semua postingan
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Mixed up monday (60)

http://lovelifeandlollipops.tumblr.com/post/2758366222
Die Blogger-Auszeit hat nun doch etwas länger gedauert, als ursprünglich gedacht. War rückblickend betrachtet aber notwendig, unbedingt erforderlich. Die Tage der Internet-Abwesenheit bescherten mir teils unberührt Natur, teils pulsierendes Stadtleben. Ich habe einige Live-Acts im guten alten Dachstock erlebt und genauso genossen wie die Schneeschmelze und das leisen Frühlingserwachen in den Alpen. Die Erinnrung daran wird mich durch die kommenden Wochen der Zurückgezogenheit hindurch tragen. Aufgrund der kleinen Pause ist die Auswahl der vorgestellten Mixtapes auch nicht ganz so gross, aber dennoch spannt sie den Bogen von Disco / Boogie über (Deep) House hin zu Dubstep.


Wer es sich leisten kann, heute Nachmittag die Arbeit ruhen, alle Viere gerade sein zu lassen und sich in die Frühlingssonne zu setzen, sollte davor noch auf AOR Disco vorbeischauen. Graeme Fisher, der die Podcast-Reihe The Extended Mix betreibt, hat eine gute Handvoll Folk / Folk Rock Platten zusammengeschmissen, abgemischt und in eine Mixform gegossen. Crosby Stills Nash, Led Zeppelin, Bob Dylan, und so weiter. Check: New and Old Folk, Americana, Folk Rock and Some Other Stuff mixed by Graeme Fisher

New & Old Folk/Americana/Folk Rock & Some Other Stuff Mix by The Extended Mix



In diesem Zusammenhang ist Pflicht, bei Testpressing vorbeizuschauen. Die Jungs hosten einen Mix von Psychemagik, der sich aus Balearic / Folk / Electronica zusammensetzt: Psychemagik - Celestial Love - Mix @ Testpressing.



Stärker disco-ish eingefärbt sind die beiden folgenden "Tapes". An den Reglern dafür stand ein schweizer Musik- und Vinylliebhaber aus St. Gallen, der unter dem Namen / Pseudonym (?) Alain auflegt und u.a. auch schon in der Züricher Zukunft an den Plattentellern zu Gast war. Er spielt unter dem Label Analog Sunday, dementsprechend verwendet er für die gleichnamige Mix-Reihe auf seiner Soundcloud auch strictly vinyl. (Geheim-)Tipp:

anAloG sUnday #1.0 raw vinyl mix by Lee Alain


anAloG sUnday #2.0 raw vinyl mix by Lee Alain



Da ich eingangs von Frühlingserwachen, Alpenlandschaft und Schneeschmelze geschrieben habe, kann und darf der folgende Mix im heutigen Überblick nicht fehlen. Erstellt hat ihn Ian Kennedy, der aus dem Umfeld von Balearic Mystique, einem Liebhaber- und Sammlerkollektiv für balearisch angehauchte Sounds, stammt. Tracklist gibt es da genauso wenig wie bei Testpressing. Schade.

Ian Kennedy - Alpine Sun Mix (320 mp3) by Balearic Mystique



Cos/Mes ist ein japanisches Sammler-, DJ- und Produzenten-Duo, die vornehmlich über das Label ESP Institute ihre Interpretation von sphärisch verträumtem, aus Downtempo-Welten aufsteigendem House veröffentlichen, dabei vor Acid-, Techno- und kruden Elektronika-Anleihen jedoch nicht zurückschrecken. Gozmez Land / Chaosexotica sowie die in diesem Jahr erschienene 12" Naruto" kann ich bedingungslos empfehlen. Selbst ein Blindkauf würde nicht enttäuschen. Anyway. Über ihre Soundcloud haben Cos/Mes vor einigen Tagen einen Mix zur Verfügung gestellt, der zwar schon im letzten Jahr für die australische Site Noise In My Head aufgenommen und dort veröffentlicht wurde. Hat sich jedoch kein bisschen abgenutzt, wird es auch in zwanzig Jahren nicht. Gut bleibt eben gut:

Mix For Noise In My Head (Aug-2010) by COS/MES



Nun ein kurzer Abstecher nach Frankreich, zu Get The Curse. Gast der Podcast-Reihe ist DJ Deep. Mit seinem Label Deeply Rooted House hat er sich in den Gründerjahren ganz einem klassischen, US-geprägten House-Sound verschrieben, setzt je länger je mehr jedoch auf einen sehr rohen, unbelassenen, wie zwischen Industrie-Ruinen aufgenommenen Sound. Kantig und geradeaus, zwischen House und Techno sich bewegend. Sehr zu empfehlen, die neuesten Veröffentlichungen auf Deeply Rooted House, genauso wie sein Podcast für Get The Curse: DJ Deep - Podcast @ Get The Curse.



Eine lange Zeit war es sehr ruhig um Juergen Junker und sein Label Neurhythmics. Letztes Jahr erschien ein erster neuer Track von ihm auf Naif, in diesem Jahr erfolgt(e) mit Unhampered By Regulations Vol. 1 die Neubelebung seines Imprints. Seine Arrangements klingen rhythmisch sehr kompakt. Grosser Wiederspielwert. So auch sein Mix "Next Stop Is The Garage":

Next Stop Is The Garage by Juergen Junker



Zum Abschluss noch ein wenig Dubstep. Appleblim aus Bristol gab Anfang März sein Debüt im Room 1 des Londoner Clubs Fabric. Grund und Anlass genug, dass sich der Club auf dem hauseigenen Blog ein wenig eingehender mit dem DJ und Produzenten auseinander setzt und ihn um einen Promo-Mix gebeten hat. Dieser enthält einiges noch unveröffentlichtes Material, das im Verlauf diesen Jahres noch auf seinem eigenen Label Apple Pips erscheinen wird. Shit-hot! Fabric: Catching up with Appleblim // Appleblim - Fabric "Main Room" Mix.



In Appleblims Podcast war mit "We Bilateral" auch ein Stück des Briten George Fitzgerald zu hören. Damals noch unveröffentlicht, jüngst auf der Hotflush-Compilation "Back And Forth" erschienen. Riesentrack. Könnte ich den ganzen Tag hören, ebenso auch die wenigen zuvor erschienenen Stücke von George Fitzgerald. Seinen Sonic Router-Podcast eröffnet er ebenfalls mit "We Bilateral", um sich anschliessend durch Material von Skudge, Mrsk und ein paar exklusive Stücke zu spielen. Den Abschluss macht wieder eine eigene Produktion. "Silhouette". Sie wird auf Aus Music erscheinen. Man darf sich freuen! George Fitzgerald - Podcast @ Sonic Router.


English (short) version: i took some time out of my busy schedule and tried to calm down. I made long walks in swiss alpine forests and had the chance to attend some amazing concerts and club nights at night. Energy got refilled and now I'm back on track. The week starts off with a few mixes, selected with great care. I assure, they're more than good and seduce you to leave work for the day right now and enjoy the spring in the air filled with love. Very folky, very balearic, and some energetic house, techno and dubstep by DJ Deep, Juergen Junker, Appleblim and George Fitzgerald. Enjoy!

Rootstrax - Rootstrax

Ich glaube, es war irgendwann im Herbst des letzten Jahres, als Papst Benedikt der XVI. sich eines Appells seines Vorgängers bediente. "Europa, du darfst deine christlichen Wurzeln nicht vergessen, du darfst Gott nicht vergessen." Aufrufe und Ermahnungen wie diese hört man auch immer wieder im Bereich der House Musik. Bei aller Offenheit für Veränderungen und Entwicklungen möge man bitte nicht die Wurzeln, die "Roots", ausser acht lassen. Das können dann Phrasen sein wie "Let's go back to the raw" und Schlagworte wie "Keep it real" oder auch "Keep it...". Na ja, ihr wisst schon. Die Produzenten und Sprecher der Preacherman-Vocals bemühen sich dabei, eine gemeinsame Identitätsbasis herzustellen, die Crowd und zahlreiche weitere Produzenten gleichsam auf die reine House-Lehre einzuschwören. Dabei kann es durchaus einmal zu langen Textstellen kommen, wie beispielsweise bei "Black Music" (Frankie Boissy feat. Roland Clark) oder "House Music" (Eddie Amador).

Zurückzukehren zu dem einen wahren Gott und ursprünglichen Sound, anknüpfen an ein ursprüngliches Ideal, soll jedoch nicht gleichzusetzen sein mit einer selbstauferlegten Beschränkung in der Formsprache. Es geht vielmehr um einen spirituellen Hintergrund. Wie immer...

Dieser Geist ist auch aus jedem einzelnen Taktschlag der neuesten Platte auf Deeply Rooted House, dem hochgeschätzten Label von Cyril Étienne alias DJ Deep herauszuhören. Dieser kümmert sich seit eh und je um einen am klassischen US-House orientierten Sound. Jede Menge Kerri Chandler, aber auch Jovonn, Manoo oder K-Alexi finden sich hierauf ein. Das schöne an DJ Deep und Deeply Rooted House: er hält nicht krampfhaft an der Vergangenheit fest. Sein Blick, sowohl als DJ als auch als Labelbetreiber, ist nach vorne gerichtet. Er hat jungen Produzenten wie beispielsweise Fabrizio Ortella eine Plattform geboten, aber auch vertreter eines sehr rohen und doch seelenvollen Techno- und House-Hybriden an sich gebunden, wie ihn Ben Klock oder Mike Dehnert produzieren. Die Entwicklungslinie weist ins Dunkle, in technoide Gefilde- Und von dort heraus führt "Rootstrax", eine neue Reihe, die den Informationen des Labels zufolge wieder etwas stärker auf klassischen House ausgerichtet sein wird.

So geht "Harlequin" nicht in grenzenlosen Tiefen verloren. Vielmehr kommt man mit diesem Track auf dem House(unter)grund an. Forcierter Rhythmus, knappe, scharfkantige Hi-Hats, honigmilden Synth Pads und eine schüchtern intonierte Tonfolge eines Blechblasinstruments. Könnte auch von Music Station, Freeze, Vibe Music, Happy Soul, Nice n Ripe, Deep Vision, und wie die ganzen Jersey-House-Label alle heissen, stammen, nur ohne Vocals, die dirtydubrubversion also.

Der "Harlequin 808 Dub" ist eine hocherotische Angelegenheit. Der Bass hält sich an der Grenze zum Infrabereich auf, die oben als "schüchtern intoniert" charakterisierte Tonfolge ist kein bisschen frecher geworden - sie erklingt sogar noch zurückhaltender. Dies mag jedoch nur mein ganz persönlicher Eindruck sein. Er rührt von den in tiefen Hallräumen verschwindenden Rim-Shots, dem Echo- bzw. Verzögerungseffekt. Mit diesem Track liesse sich derzeit auch auf bassnäheren Label hausieren gehen.

Bleibt noch "Deep N Raw" - der glasklare Sound bei den Akkorden, atemberaubend, oder? Seidenweiche Streicherflächen, bumpy beats und whompy basslines. Beinahe hätte ich einen Namen ausgeschrieben, dem ich die Arbeit an diesem Klanggewand durchaus zutrauen könnte. Aber das lasse ich für dieses Mal sein. Vielleicht steckt hinter dieser 12" doch ein ganz neuer, bisher noch nie in Erscheinung getretener Produzent.


English (short) version: DJ Deep and his label Deeply Rooted House did and still do a great job releasing all sort of underground club music that varies from 12" to 12". In the label's very beginning, its focal point was a classy US-oriented sound produced by artists like Jovonn, Kerri Chandler, Manoo or DJ Gregory. Then, step by step, the label moved onwards into the darker side of electronic club music with releases from Ben Klock, Mike Dehnert or Francois X. Now, the basslines and beat patterns remain dark, but there's a little garagey flair added to the music. Bumpy beats, whompy basslines augmented with warm and envelopping synthesizer sounds. Great!


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