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Fred P - The Incredible Adventures Of Captain P

Da ist es wieder. Das Gefühl, das ich schon bei "It Is What It Is", erschienen auf Semesters II und den vielen anderen Tracks von Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium hatte. Von einer Minute auf die andere könnte ich anfangen zu weinen. Es ist ein befreiendes, die Seele reinigendes Weinen, vielleicht auch ein sehnsüchtiges Weinen, das Träume und unausgesprochen Unerfülltes zu dieser einen Reaktion verdichtet.

Es ist schon erstaunlich, vielleicht ein wenig erschreckend sogar, welch direkten Zugang der Mann aus Brooklyn zu meinem Gefühlszentrum besitzt - beziehungsweise wie leicht sich seine Musik Zugang dazu verschaffen kann. Blitzschnell, wie Usain Bolt, der jamaikanische Supersprinter, geht mir seine Musik zu Herzen. Zwar kommt in letzter Zeit doch ein wenig Angst bei mir auf, dass er sich durch zahlreiche Reshape-Aufträge ein wenig abschleift, dass die Frische seiner Musik einem schnelleren Verderb unterliegt und auslaugt. Doch dann bringt er mit "The Incredible Adventures Of Captain P" eine 12" mit drei Tracks - ein Teaser zu seinem gleichnamigen Album -, auf denen er wieder einmal meisterhaft die Ästhetik des Einfachen beschwört. Die Kicks pumpen schwer, metronomisch präzise und trocken. Der Bass murmelt tief und sorgt für eine mystische Stimmung. Die Instrumentierung ist sparsam, erzeugt jedoch ein elegisches, melancholisches Flair. House. Deep House.

The Incredible Adventures Of Captain P e.p. by Fred P.


English (short) version: somber, melancholic and elegic tones - this is Fred P. a.k.a. Black Jazz Consortium.


Mehr im Web:

Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ Facebook
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ Soundcloud
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium - Podcast Louche Music

Mixed up monday (59)

Mingus, Monk, Parker - http://onedownoneup.tumblr.com/photo/1280/428877594/1/tumblr_kytw2tyq4Q1qaq8fl

Zusätzlich zu den verschieden bunten Events noch eine gute Handvoll Mixtapes, die man sich im Verlauf dieser Woche einmal anhören kann.


Auftakt macht ein Tribute Mix, gefunden auf dem Blog der Merseburger Baude. Musikliebhaber- und Musiknerd-Kollektiv. Dan Bust nummt sich darin dem Schaffenswerk von Chain Reaction an. Klassiker! Tipp! Dan Bust - Chain Reaction Tribute Mix.


In ein Wechselbad aus tiefer Schwermut und höchster Euphorie geschickt hat mich Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium. Der Mitschnitt / Podcast ist schon ein wenig älter, bin aber erst vergangenen Freitag darüber gestolpert. Zu finden auf der Website des Halcyon-Stores, eine Ausgabe des Bandwagon Podcasts: The Bandwagon Podcast 023 - Fred P extended mix.


Weiter geht's mit Albrecht Wassersleben. Der Dresdner aus dem Uncanny Valley stand vor kurzer Zeit Rede und Antwort sowohl in einem Interview als auch hinter den Plattenspielern für Doubled Town. Muss man gelesen und gehört haben:

18 ddt podcast 018 - Albrecht Wassersleben by A.W.


Ebenfalls hörenswert ein neuer Mix aus der casa Ernie. Der Minuendo-Labelgründer hat eine Ausgabe seiner Personal Deeper Mix-Reihe veröffentlicht. Tiefenentspannt.

Ernie - PersonalDeeper Mix Spring 2011 by Ernie Minuendo Recordings


Vor einigen Tagen habe ich über die Fried Tofu Edits berichtet. Nun ist auch das Blog des Stir Fry-Meisters online. Zur Begrüssung keine Wan Tan-Suppe, dafür ausgewählte Soundbites. Ein vor Funk nur so brennender, mit süssem Soul abgelöschter Mix. Don't miss!


Letztens habe ich ein (weiteres) interessantes Blog gefunden: Emotional Pop. Darauf befinden sich jede Menge Podcasts der Blogbetreiber selbst, veröffentlicht unter dem Übernamen Makin Music Radio Mixes, sowie eine Vielzahl Gastbeiträge von DJs / Produzenten wie Marcello Giordani, Max Essa, oder Bicep (Feel My Bicep). Check!


Pauly P von Balearic Skirmish hat nach einer sehr langen Auszeit sein Blog wieder einmal befüllt. Dieses Mal mit ein paar House Tapes alter Schule, späte Achtziger, frühe Neunziger, Bobby Konders, Fingers Inc, Adonis, Ron Trent und so. Kann ich nie genug hören: House Classics 1 - 3 @ Balearic Skirmish Blog


Nicht fehlen darf in dieser Aufzählung auch der neueste Mix auf Plaid Music, der sich irgendwo zwischen Balearic / Cosmic Disco und Soul einpendelt. Bestgeeignet für einen Nachmittag wie diesen, an dem durch die aufgerissene Wolkendecke eine frühlingswarme Sonne scheint und dem nächsten Regenschauer den Boden bereitet:

Obscure Paths by Antony kein


Auf wenn ich in letzter Zeit des öfteren einen grossen Bogen um die big four / big five der Online-Musikmagazine gemacht habe - jedenfalls im Hinblick auf die Verlinkung ihrer Podcasts, da diese sowieso jeder abonniert hat -, kann ich nicht umhin, auf eine der letzten Ausgaben des Podcasts auf Fact hinzuweisen. Für diesen konnte das englischsprachige Fanzine Pangaea gewinnen. Der Hessle Audio-Gründer glänzt darauf mit einer Zusammenstellung von Dubstep und Techno - und hat mich in der vergangenen Woche über einen völlig verschissenen Dienstagabend hinweg gerettet.

[Was ich persönlich nicht verstehen kann, ist nämlich Folgendes: da gibt es in Freiburg soundsoviele Sound Systems, die sich seit zwei, drei Jahren zusätzlich zu Reggae / Dancehall auch noch Dubstep auf die Fahne schreiben. Das einzige, was dann aber auf dieser Veranstaltung lief, waren homophobe, an Bigotterie grenzende Texte voller Gottesanrufungen - "jah jah jah" - und die jamaikanisch-karibische Leichtigkeit beschwörende "easy easy easy"-Rufe völlig bekiffter MCs. Angekündigt war - wortwörtlich - die "eher elektronische" Seite von Dubstep. Es lief aber derselbe Reggae/Dub/Dancehall-Kram, wie man ihn noch von den Sommerferienlagern in Italien oder Kroatien in als vierzehnjähriger Bub in Erinnerung hat. Das Publikum war auch nur wenig älter, in der Abitur- oder Nachabiturphase. Nun ja...]


FACT mix by pangaea



English (short) versions: to round up our today's blog entries, enjoy our handpicked mixes and podcasts covering balearic / cosmic disco, raw funk and sweet soul, dub techno and the best of deep raw and honest house music.

Mixed up... (56)

http://narr27.tumblr.com/post/3859720492
Das erste Quartal des Jahres 2011 liegt noch nicht berichtsreif abgeschlossen hinter uns. Dennoch hat es Ereignisse von solcher Tragweite für Politik, Geselllschaft, Wirtschaft, Natur und Umwelt mit sich gebracht, dass man ob der entfesselt hereinbrechenden Urgewalten am liebsten schon jetzt einen Schlussstrich unter 2011 ziehen und ein neues Jahr beginnen lassen möchte. Eines, an dessen Ende man zurückblickt und sich fragt, was sich überhaupt in den vergangenen zwölf Monaten ereignet hat. Eines, das es aufgrund seiner Bedeutungslosigkeit nicht Wert ist, in die Geschichtsbücher aufgenommen zu werden. Was sich in Australien (Überschwemmungen), Neuseeland (Erdbeben), Japan (Erdbeben) zugetragen hat, was derzeit den Nahen Osten erschüttert und die Welt in Atem hält, vermag man mit seinem begrenzten Sprachvermögen kaum zu beschreiben.

Obendrein erschüttert mich, dass zahlreiche Gruppierungen, radikale evangelikale Apokalyptiker oder Witzemacher mit Mario Barth'scher Niveaufreiheit, dieser Tage wieder vermehrt von sich hören lassen. Sie hängen sich an diese Ereignisse ran und instrumentalisieren und missbrauchen sie für ihre niederen Zwecke. Das finde ich schlichtweg zum kotzen genauso wie die Streuwirkung auf Facebook & Co. Auswüchse einer vernetzten Welt, die man hinzunehmen hat - genauso wie diese unsäglich makaberen, empathiefernen Beiträge neoliberaler Blogger. Zu deren Aussagen Stellung zu nehmen, empfiehlt sich allerdings nur bedingt. Man duelliert sich mit intellektuell Unbewaffneten.



Zurück zu den Mixtapes. Vor zwei, drei Tagen hat Dan Snaith alias Caribou auf seiner Soundcloud jede Menge Podcasts geteilt, die er in den letzten Monaten für diverse Blogs und Websites eingespielt hat. Sein Resident Advisor Podcast ist dabei, ebenso sein Mix für Allez-Allez. Stets eine schöne Zusammenstellung von eigenen Tracks gemischt mit House von Theo Parrish, Moodymann oder Mr. Fingers sowie Leckerbissen aus einer gut gefüllten Schachtel bunter Soundpralinen jeglicher Genre.

DJ Sets by Caribouband


Das kleine feine Label Terpsiton, das zuletzt mit "The XChange", einer 12" von Smallville's Dionne auf sich aufmerksam gemacht hat, verteilt seit einigen Wochen über seine gelb-orange Klangwolke Mixtapes der labelnahen Künstler. Zwei davon habe ich bis jetzt angehört. Mehrmals. Bin schwer beeindruckt.Ich hoffe, euch wird es genauso gehen.

Der erste Mix stammt von Kai von Glasow. Er hat die Veröffentlichungsreihe des Labels Terpsiton mit "Where Do We Go Wrong" (und weiteren Tracks) begonnen:

Terpsiton MIX TAPE "Higo Bloiko" (by Kai von Glasow) by TERPSITON

Für den zweiten Mix verantwortlich zeichnet Niklas Grosse Hündfeld a.k.a. Niki:

Terpsiton MIX TAPE "Jolifanto Bambla" (by NIKI) by TERPSITON


Fahrt in Richtung Chicago nimmt im folgenden Mix der Vinylgroover Johannes Albert auf. Rough Acid House Love!

Johannes Albert - Rough Acid Love House by johannes albert


Mit seinen Mixtapes fängt Späk nicht nur regelmässig Mäuse, sondern zieht enthusiastische House-/Techno-Fans in seinen Bann - mich eingeschlossen - und vergrössert die Schar der Stammhörer von Mix zu Mix. Im Anschluss an Johannes Alberts rohe Acid-Liebe kann es ja nur rough & dirty weitergehen:

basement - rough and dirty...mix by späk by späk


Rohkost aus House und Techno serviert auch Louche aus Leeds / London. Die Veranstalter haben für ihre bevorstehende Party Fred Peterkin alias Fred P / Black Jazz Consortium gebucht. Dieser wiederum hat als Amuse-Gueule einen Podcast vorausgeschickt:

Fred P - Podcast @ Louche


Sein Underground Quality-Homie DJ Jus-Ed war bei Melbourne Deepcast am Start und hat die Podcast-Reihe bereichert und zudem noch ein paar Fragen beantwortet. Check:

Jus-Ed - Interview & Podcast @ Melbourne Deepcast



Ray Jones aus Basel, DJ, Produzent, Soulful-House und Garage-Nostalgiker, hat sich durch das frühlingshaft anregende Wetter inspiriert gefühlt, einen neuen Mix auf seine Soundcloud zu packen. Azuni, Prommer & Barck, Steffi, und so weiter. Jus' dance, baby!

RayJones-DeepCarnival March Mix 2011 by Ray Jones


Den Abschluss macht heute Steffen Bennemann aus Leipig. Als Koi hat er mit "Deaf Torero" eine EP auf Styrax Leaves veröffentlicht, deren Dub Techno-Tracks mich auch heute noch die materielle Erde verlassen und zu astralen Ebenen schweben lassen. Genauso wirkt auf mich auch der Mitschnitt seines Sets aus der Panoramabar vom vergangenen November. Highly recommended!

steffen bennemann - panoramabar 25.11.2010 by steffenbennemann



English(short) version: this may sound shallow and superficial, but I honestly feel with the people in Japan that are suffering from the effects of last friday's severe earthquake and tsunami. A natural, environmental and human catastrophe like this leaves me speechless.

Besides of this, one thing really makes me angry: articles, blog posts and comments published by radicals evangelical movements, right-wing charismatic christians and so-called comedians who either welcome the earthquake or make fun of the victims. Fuck you, stupid morons!

To calm down, I highly recommend you the mixes by Dan Snaith a.k.a. Caribou. Perfect blend of own material with music from Moodymann, Theo Parrish, Mr. Fingers and all kind of obscure, soul-ish, jazzy music. Then you'll find a nice selection of house-not-house mixes by Johannes Albert, Späk, Fred P, Jus-Ed, and Terpsiton Muzik artists. Enjoy!

Daso - Why Try

Mit Daso begrüsst Keep-it-Deep einen neuen Namen auf dem Blog. Es ist kein unbekannter, dafür ein unerwarteter Name. Daso, Daso Franke, ein in Köln (oder inzwischen doch in Berlin) beheimateter Produzent, der, wie jeder de:bug-Leser weiss, in Indien geboren und in Hannover aufgewachsen ist (Quelle). Veröffentlichungen verzeichnet er auf Label wie My Best Friend, Spectral Sound, Connaisseur Recordings sowie verschiedensten Ablegern dieses Imprints. Für mich wird er immer synonymisch stehen zu Absinth, denn seine zweite 12" auf Connaisseur Recordings trägt diesen Titel. Es ist, das gebe ich offen zu, auch die einzige seiner Platten, die ich bewusst wahrgenommen habe und die mir vom Klangbild und der Rhythmik her im Gedächtnis geblieben ist.

Zu dieser könnte nun eine weitere hinzukommen, und zwar "Why Try", die dieser Tage auf einem neuen Label, nsyde music, erscheint. Es ist die kürzlich ins Leben gerufene Veröffentlichungsplattform des in Berlin lebenden Richard Zepezauer. Dort bewegt er sich vornehmlich als DJ, und wer aus zeitlichen oder logistischen Gründen dort nicht allzu oft im Nachtleben unterwegs sein kann, hatte in diesem Sommer die Möglichkeit, auf Monday Edition Einblick zu nehmen in den musikalischen Kosmos des Berliners. Denn für dieses Blog spielte er einen Podcast ein. Wer sich erinnert (oder nachschauen mag), kann feststellen, dass sein Mix den Titel Nsyde The Lovebox trägt - vielleicht zu dieser Zeit schon ein kleiner Hinweis? Da sich im Nachhinein diese Konnexität sehr leicht herstellen lässt, soll es damit auch schon sein Bewenden haben.

Ohne grosses Aufhebens hat Richard Zepezauer nun sein Label gestartet. Einfach, deutlich und verständlich die Selbstbeschreibung und Programmansage, die man unter anderem auf Soundcloud lesen kann: "Nsyde Music is a Berlin based label releasing Techno & House and beyond. Nsyde music is simply about what can be found inside of music. Without any musical bounderies nsyde music wants to reunite different electronic genres with one similarity: its deeper soul!". Keine Berührungsängste, keine Genregrenzen, keine Scheuklappen - das zeigt bereits die Zusammenstellung ausübender Künstler auf der ersten 12". Daso sowie Reade Truth und Fred P (a.k.a... ihr wisst schon) als Remixer. Dieser, Fred P, war es denn auch, der mich hat aufhorchen und meine Scheuklappen ausziehen lassen. Zu Recht.

Mit "Why Try" zeigt sich Daso von einer sehr zartfühlenden Seite. Hier haben schwere Kickdrums und tiefe Basslines ihre dominante Grundhaltung zu Gunsten eines Flächen-, Sphären und Harmoniespiels abgegeben. Zurückhaltend ist ihr Auftritt, um die Klangwolken, gläsern wie Schmetterlingsflüge, nicht zu verletzen. Schön.

DASO - Why try (Orginal) nsyde001 - snippets by · n s y d e ·


Der New Yorker Fred P verbindet in seinem Reshape (ich muss dabei stets an Redshape denken) setzt dem ephemeren, also flüchtigen, vergänglichen Erscheinungsbild des Originals eine geradezu vor Vitalität rauschhaft trunkene Beat- und Bass-Ausarbeitung entgegen. Er lässt mich mit offenem Mund dastehen, denn ein ums andere Mal staune ich, wie stark er seine Tracks einkochen und auf ein paar wenige Elemente reduzieren kann, ohne dabei Schönheit und Seelenkraft einzubüssen.

Daso - Why Try (Fred P Reshape) nsyde001 - snippet by · n s y d e ·


Bleibt schliesslich noch Reade Truth, ebenfalls ein New Yorker, und dort vor allem im Genrebereich des Techno unterwegs gewesen. Offbeat, schwebende Synkopen, von langen Melodiebögen durchwandert - seinen Remix muss man sich für ganz besondere Stunden aufheben. Killer. Killer EP insgesamt!

Daso - Why Try (Reade Truth Rmx) nsyde001 - snippets by · n s y d e ·


English (short) version: nsyde is a new label founded by Berlin based DJ Richard Zepezauer and meant to cross borders and deliver sounds from the deeper side of electronic club music. Well, nowadays everyone will write this on his label profile. But content matters. And "Why Try" is - in a word: KILLER! Smooth original by Daso and two stunning remixes by Fred P and Reade Truth. WOW!


Mehr im Web:

Daso @ MySpace
Daso @ Facebook
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ MySpace
Reade Truth
Reade Truth @ MySpace
Reade Truth - Podcast & Interview @ Made Like A Tree
Rewind - Finn Johannsen im Interview mit Richard Zepezauer
MarcFM & Richard Zepezauer @ Funk Is Dirty (via soulkombinat)
nsyde @ Soundcloud
nsyde music

Basic Soul Unit - Night Heat

Von den tropischen Nachttemperaturen einmal abgesehen, die uns der Juli vor allem in der oberrheinischen Tiefebene beschert hat, habe ich eines schon sehr lange nicht mehr erlebt: eine stimmungsmässig dergestalt aufgeheizte Tanzfläche, welche zum einen die Musik körperlich erfahrbar machen liess, zum anderen aber auch ein verstärkt physisches Interesse an seinem Gegenüber weckte. Dieser zauberhafte Augenblick, in welchem die Körper sich gegenseitig anzuziehen beginnen und sich scheinbar im Gleichtakt und Einklang bewegen. Am kommenden Monatg, wenn der Freiburger DJ Kowski bei Tageins ein paar Platten drehen wird, könnte es zu solchen Momenten kommen.

Bis es so weit ist, baue ich die vorfreudige Spannung auf und setze einzelne, gezielte musikalische Impulse. Ein Impulsgeber ist der in Toronto / Canada lebende und arbeitende Stuart Li alias Basic Soul Unit, die kanadische Reinkarnation - oder Ausprägungs- und Erscheinungsform - des sagenumwobenen mythischen Jack. Dieser, wir alle haben seine heilsgeschichtliche Lehre verinnerlicht, hatte bekanntermassen den Groove, liess House werden und teilte das Erbe gleichermassen auf seine zahlreichen Anhänger und Nachfolger auf. Bekannt als Produzent, der in seinen Tracks kraftvoll voranschreitet, oftmals Snare-/Clap-Feuerwerke abbrennt und Acid-Flammen ungezügelt auflodern lässt, legt Stuart Li a.k.a. Basic Soul Unit mit "Night Heat", seiner zweiten EP auf Mule Electronic, zwar wieder temperamentvoll nach, wirkt jedoch etwas weniger ungezähmt und ungestüm, als auf seinen vorangegangenen Veröffentlichungen. "Night Heat" ist vielmehr eine sich langsam hochbrennende Flamme. Auf der B-Seite erscheint Fred P als Remixer. Er strippt den Track nahezu bis auf sein knochentrockenes Drum-Gerüst herunter und induziert damit eine hypnotische Trance, welche einen tief, tief fallen lässt. Wie zuvor Fred P und Patrice Scott auf Esperanza sich als fulminantes Gespann beweisen, tun es der Mann aus New York, Fred P, sowie Stuart Li auch auf Mule.


English (short) version: Basic Soul Unit on Mule Electronic with an example of slower-burning raw and unpolished house music topped with a stripped down remix by Fred P bringing the magic of hypnotic drums to full effect. Dope!


Mehr im Web:

Basic Soul Unit @ MySpace
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ MySpace
Mule Electronic @ MySpace
Mule Musiq

Basic Soul Unit - Podcast @ Made Like A Tree
Basic Soul Unit - Podcast @ beyondjazz.net
Fred P - Podcast @ Little White Earbuds
Fred P - In The Mix - Soul People Music @ Uzuri

Mixed up monday (27)

Ein Wochenende liegt hinter mir, hinter sehr vielen, wenn nicht sogar hinter (uns) allen, das ein Ereignis mit sich brahcte, welches einen angesichts seines tragischen Ausmasses und des persönlichen Unvermögens, es auf einer Verstandesebene nachvollziehen zu können, mit einem gedanklichen Fragezeichen zurücklässt, vor dem lediglich ein Wort steht: Warum?

Zu Recht werden / sind schon eingeleitet mehrere staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren, um auf einer sachlichen Tatsachenebene festzuhalten und einer gerichtlichen Beurteilung zuzuführen, was (und wie es) sich (genau) ereignet hat. Die von oberster, bundespräsidialer, Stelle angeordnete rückhaltlose Aufklärung. Es werden psychologische Betreuung und seelsorgerliche Begleitung den (un-)mittelbar Betroffenen, Angehörigen, Hinterbliebenen und Freunden gleichermassen, angeboten. Doch selbst wenn es gelänge, lückenlos und in minutiöser Kleinstarbeit den genauen Hergang, vom auslösenden Flügelschlag über den Höhepunkt der Katastrophe bis hin zu ihren Nachwehen, nachzuzeichnen und zu rekonstruieren, am Ende blieben immer noch - um mit Gottfried Benn zu sprechen - zwei Dinge:

Die Leere und das gezeichnete Ich.


Abschliessend möchte ich an dieser Stelle noch eines festgehalten wissen: was sich am vergangenen Wochenende Unfassbares zugetragen hat, kann und darf zu keiner Zeit als Strafgericht irgendeines Gottes erklärt und dargestellt werden, wie Sie, liebe Frau Eva Herman es zu Wort gebracht haben. Solch ein Rückschluss ist naiv einfach, realitätsfern, kleingeistig und ohne jegliche, auch theologische, Substanz. Ihnen kann noch nicht einmal zu Gute gehalten werden, dass Sie - möglicherweise - aufgrund einer inneren Ohnmacht heraus geschrieben haben angesichts der dramatischen Stunden am gestrigen Sonntag, den 25. Juli 2010. Ihnen geht jegliche Ehrfurcht vor einem menschlichen Leben, jeglicher Respekt vor den Angehörigen und Hinterbliebenen ab. Ihnen mangelt es gänzlich an menschlichem Einfühlungsvermögen und der Fähigkeit, mit ihren Mitmenschen mitzufühlen, gar mitzuleiden. Was ihre schriftliche Stellungnahme obendrein so unerträglich macht, ist: als - zumindest in den Medien - bekennende Christin überschreiten Sie in rücksichtsloser Selbstherrlichkeit die Ihnen von Ihrem Gott gesetzten Grenzen und verletzen die Ihnen aufgrund der christlichen Verantwortungs- und Situationsethik obliegende Pflicht, ein Wort des Beileids, des Mitgefühls, an die von diesem tragischen Ereignis betroffenen Menschen zu richten. Mögen Ihnen stets, in jeder Lebenslage, Menschen zur Seite stehen, welche eine wahrhaft christliche Nächstenliebe verinnerlicht haben.


Ich bitte um Nachsicht, zum einen, dass ich mich doch davon hinreissen liess, in Richtung Eva Herman zu treten, und zum anderen, dass ich nun wieder zum Blogalltag übergehen werde. Denn ich darf, was vielen mir unbekannten Menschen nicht vergönnt ist, tief dankbar darf ich aufatmen, dass kein von mir geschätzter und geliebter Bekannter am vergangenen Wochenende in Mitleidenschaft gezogen wurde und Schaden an Leib und Leben genommen hat. Da ich im vergangenen Sommer jedoch mehrere Stunden in der Angst lebte, einen von mir sehr geliebten Menschen zu verlieren, fühle ich umso stärker mit, mit der Ohnmacht der Angehörigen, den Hinterbliebenen, Freunden und Bekannten. Leere und ein gezeichnetes Ich - vielmehr ist da (vorerst) nicht.


In der vergangenen Woche hatte ich einen Eintrag verfasst über Theo Parrishs Set Live At Watergate. Inzwischen ist dies auch als Download erhältlich. Bei Soundclouds R_co. Wo sonst?!

Theo Parrish Live @ Watergate, Berlin - 08-07-2009 by R_co


Bei den Jungs von Sleazy Beats gibt es seit vergangenem Mittwoch ein neues Mixtape. Für sie eingespielt hat es der Ukrainer Yura alias SE62, der auch schon auf dem Sleazy Beats-Label mit einem Track vertreten war. Slowdisco. Slowhouse. Mark E. Tornado Wallace. Er selbst. Fein.

SE62 - Sleazy Beats Mix by SleazyBeats


Andrés "Specter" Ordonez hat sich vor einigen Tagen mit Victor Aguinaga alias Chicagodeep im Rahmen der "Tetrode Session Live Beatdown" ein kleines Battle geliefert um herauszufinden, wer deeper und deeper und deeper gehen könne. Solo und Back-To-Back. Wer the deepest cat ist, dürft ihr für euch selbst ausmachen:

Tetrode Session Live Beatdown 7-10-10 (Specter Mix) by chicagodeep


Tetrode Session Live Beatdown 7-10-10 (Chicagodeep Mix) by chicagodeep


Tetrode Session Live Beatdown 7-10-10 (Specter vs.Chicagodeep) (Part One) by chicagodeep


Tetrode Session Live Beatdown 7-10-10 (Specter vs.Chicagodeep) (Part Two) by chicagodeep


Jérémy alias Underground Paris, Deep House- und Vinyl-Nerd aus Paris, war über die letzten Tage hinweg wieder einmal sehr fleissig, was das Erstellen kurzer Mixtapes betrifft. "Lately" und "What The Heck ??!" sind seit kurzem Online. Beide kann ich nur empfehlen:

Underground Paris - Lately by Underground Paris


Underground Paris - What The Heck??! by Underground Paris


Sehr lange Zeit habe ich nichts mehr von Vincent Williams alias DJ Spinna gehört. Über Soulkombinat wurde ich auf einen - Vinyl Only! - Mix des stilistisch versatilen DJs und Produzenten aus Brooklyn geführt, für diesen er seine neuesten Errungenschaften in einem der wenigen noch verbliebenen Plattenläden des Big Apple verarbeitet hat. Kerri Chandler, Mirko Loko im Carl Craig Remix, Losoul im Mike Huckaby Remix, und so weiter. Danke ans Soulkombinat für die Verlinkung und Danke an DJ Spinna für den Mix:

DJ Spinna - Journey Sunday Sessions - All Vinyl Episode One


Ebenfalls aus New York stammt der folgende Mitschnitt. Verantwortlich dafür Fred Peterkin alias Fred P alias Black Jazz Consortium. Er spielte vor kurzem im Rahmen der Veranstaltung Sunday Best. Einfach nur KILLER. Fred P @ Sunday Best.


Bleibt noch Dicky Trisco, der Kopf hinter Disco Deviance. Disco, Electrofunk, Edits und vieles mehr erwarten den Hörer in seinem "Top Deck Disco Mix":

Dicky Trisco Top Deck Disco Mix by Dicky Trisco


Hieran schliesst sich eine - schon fast - Rarität an: DJ Kent von Force Of Nature, der japanische Plattensammler und Disco-Nerd schlechthin, in einem Podcast / Mix für eine Party / Veranstaltungsreihe / ein Label namens "erection". Leider zu spät entdeckt, leider nicht mehr als Download erhältlich, weil die 100er-Marke überschritten. Aber zum anhören auch mehr als genial! Here you go:

Erection mixed by DJ KENT ( '09 12/20 at SALOON ) by _erection_


Das war's dann auch schon. Mehr Mixmische gibt es nächste Woche wieder. Tracks & Co. ab morgen.


English (short) version: I feel faint after this very weekend on behalf of the tragedy that happened in Duisburg. I feel speechless and all I can write is, that I feel deeply sad about this. Nevertheless, you'll find a handful of mixes, disco and house, by artists like Fred P, Specter, SE62, Dicky Trisco and so on. Hopefully, see you tomorrow!

Fred P / Stax / Motorcitysoul - Finale Sessions 01

Ich gebe es offen zu, dass ich leichte Vorurteile und anfängliche Berührungsängste bei dieser 12" aus dem soeben aus der Taufe gehobenen Plattenlabel Finale Sessions hatte. Zwar war mit Fred P (a.k.a. Black Jazz Consortium) mit einem eigenen Beitrag mit von der Partie, und das ebenfalls vertretene Frankfurter Produzentenduo Motorcitysoul hat sich über die Jahre hinweg zum Inbegriff für Qualitätsmusik entwickelt. Doch bei dem guten alten Miguel Davis alias DJ Stax, besser bekannt als Abicah Soul (Project), hatte und habe ich durchaus Annäherungsschwierigkeiten - zumindest was seine von afrikanischen Tribalelementen durchzogenen oder Popsong-getränkten Stücke betrifft, die auf mich irgendwie flachbrüstig und profillos wirken. So, genug hergezogen über einen DJ und Produzenten, dessen Discogs-Profil an die hundert Einträge, eigene Tracks und Remixes, aufweist, und der in Sachen deep / soulful House so etwas wie Gottgleichheit geniesst.

So stellt das Label Finale Sessions drei gänzlich unterschiedliche Künstler auf seiner ersten EP vor, vereint verschiedene Herkünfte, Herangehens- und Interpretationsweisen zeitgemässer Musik, und überrascht damit äusserst positiv. Fred P hat sowieso noch nie enttäuscht, und deswegen ist "Emotive Vibrations" nur ein weiterer musikalisch äusserst feingezeichneter Mosaikstein im Gesamtwerk des New Yorkers. Im Vergleich zu früheren Produktionen verlässt er das Feld düster schwebender, sanft verhallender Synthesizer-Atmosphären und minimalistisch gespielter Drum-Sets, klingt wärmer, kräftiger, voller. Hauptwärmequelle: der Bass und die Synthies. Motorcitysoul erweisen sich mit "Love Has Saved The Day" erneut als akribische Groove-Arbeiter. Und Abicah Soul, der hier als Stax auftritt? Eine derartige Performance hätte ich von ihm nun wirklich nicht erwartet. Die Bauchtritt-Bassdrums sind top notch, erinnern an Kerri Chandler, Jovonn & friends zu Zeiten ihrer Bestform, und werden nicht durch süsslich-sentimentale Melodieläufe oder Vocals verwässert, gar zugrunde gerichtet. Mehr davon!


English (short) version: Fred P, one of my most favourite producers at the time, Motorcitysoul, my all time German (deep) house dons and Abicah Soul a.k.a. Stax alltogether on a 12" - be sure to get some heavy'n'severe hitting house music!


Mehr im Web:

Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ MySpace
Abicah Soul Project @ MySpace
Motorcitysoul @ MySpace
Motorcitysoul
C-Rock

you fm clubnight c-rock 05/2010 by C-Rock

Mixed up...whatever you want (24)

In der vergangenen Woche habe ich nicht allzu viel Musik gehört. Zeitknappheit und ein allmählich aufkommendes Gefühl der Übersättigung in Sachen elektronischer (Club-)Musik dürfte als Begründung genügen.

Was in so einer Situation jedoch immer geht, ist Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium. Dieser DJ und Produzent feierte im April einen Gig in Belgrad, und seit einiger Zeit schwirrt ein Mitschnitt dieses Auftritts im Netz herum. Ja, ich weiss, Mitschnitt, Situationsgebundenheit, funktioniert(e) nur in dieser einen Nacht, kann den Geist des Augenblicks nicht vermitteln. Und so weiter. Drauf geschissen. Wie schon geschrieben: Fred P geht immer!

Fred P aka Black Jazz Consortium @ the wash, belgrade 23.04.2010 by demorgan


Ebenfalls höchst erfreut hat mich ein weiterer Podcast auf Another Night On Earth. Mark E stand für eine weitere Ausgabe von deren Mix-Reihe "Press Play" an den Decks, und das Ergebnis ist deep as deep can get. Press Play # 38 - Mark E.


Zu denselben englischsprachigen Hilfskonstruktionen, um seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen, verleitet auch die neue Ausgabe auf djbroadcast.nl. Wolf & Lamb als Dachgesellschaft, Gadi Mizrahi als Ausführender, zeichnen hierfür verantwortlich. DJBroadcast Podcast # 111 - Wolf & Lamb.


Der folgende Mix liegt mit Tracks von Herb Alpert, Gaz Nevada, Ashra Tempel und Vangelis auf der absoluten Höhe der Zeit, siehe die beiden neuesten Ausgaben von de:bug und Groove. Der in Manchester beheimatete Daniel Donnachie, verquirlt diese mit einer ganzen Reihe anderer Cosmic-Disco-Balearic-whatever in einem Mix, der seine Mix-Reihe "Cosmic Dancing" eröffnet. Sage und schreibe 78 Mixtapes sind online erhältlich, auf seinem Blog Cosmic Dancing. Sollte ich in den folgenden Tagen und Wochen nur sporadisch veröffentlichen, wisst ihr, womit ich beschäftigt bin :).

Zeit - Cosmic Dancing Vol 1 by danieldonnachie


Discoid, mit einem Hauch von Cheese und Kitsch, geht es im nächsten Podcast weiter. Ja sogar Boney M. ist dabei. Ein geschmacklicher Fehlgriff, der zu einer Abwertung führt? Streitet darüber, mir gefällt der Mix, zusammengestellt und eingespielt von Slash Fiction aus Los Angeles. Full Frontal Disco heisst das Mixle, und für manch einen mag sich eine Musik, wie sie hier vermittelt wird, sich anfühlen wie ein Frontalzusammenstoss mit einer Wand aus rosa Zuckerwatte.

Full Frontal Disco - Volume One by Slash Fiction


Wir bleiben über'm Teich, fahren von Los Angeles nordwärts, überqueren die US-amerikanisch-kanadische Landesgrenze, und treffen ein in Vancouver, der Heimat von Mike Boland alias Karl Spackler. Im vergangenen Jahr hatte dieser ein Mixtape für diesen Blog erstellt, manch einer erinnert sich vielleicht daran. Vor kurzer Zeit hat Mike alias Karl, der in Vancouver mit seinen Partner Nick "Lost Soul" Redway die Veranstaltunsgreihe Good Fridays betreibt, einen neuen Mix eingespielt mit Material von Deep Space Orchestra, Rezkar, Leonid und weiteren. "The Art Of Listening" (und sein Solstice-Mixtape ist auch hörenswert: Karl Spackler - Solstice Mixtape.

Karl Spackler-The Art of Listening-Mixtape by Karl Spackler


Zum Schluss noch ein Blick auf "die Regio", den Freiburger Grossraum also. Gerne oft und dann auch ausführlich grantle und nörgle ich, dass in dieser meiner (Wahl-)Heimat ja so überhaupt nichts passiert, sich nichts regt, nicht öffentlich, und schon gar nicht im Untergrund. Dass dies so nicht stimmt, zeigen die regelmässigen Termineinträge, belegen die Veranstaltungen von DJs wie Kowski, Agent Schwiech, Shaddy oder Ricordo. Zudem hat der Freiburger Sarrass bereits auf Compost Black und Third Ear Releases rausgehauen.

Und im Untergrund? Da bewegt sich seit kurzer Zeit La Rokoko, die sich mit ihrem Stil irgendwo zwischen House und Techno bewegen. Klar. Was sonst. Hörenswert ist das kleine Promo-Tape mit Tracks von Kris Wadsworth, Levon Vincent und Skudge allemal:

LA Rokoko - short promo mix by la rokoko


Neben La Rokoko ist es Vincent Simonis, der meine Aufmerksamkeit geweckt hat mit einer eigenständigen Produktion. Vincent Simonis ist dem Beats'N'Tronic-Umfeld zuzuordnen, einem Kollektiv, das früher vor allem mit irgendwelchem Hip Hop/Dubstep/Grime/Drum'n'Bass-Kram auf sich aufmerksam gemacht hat. Irgendwann muss auch die Liebe zu House & Co. entbrannt sein, und da zu dem gemeinhin als "deeperem Stuff" beschriebenen Kruscht. Finde ich gut. Bin gespannt, was da noch zu erwarten ist. Jetzt erst einmal Vincent Simonis und "real...09":

real...09 by simonis


English (short) version: I was, and still am, kinda tired of listening to all sort of electronic (club-)music, being completely over-saturated. Nevertheless, there are at least two DJs and producers, that I could listen to every night and day, Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium and slo-mo don Mark E. Therefore, I put two links to a set and a podcast, compiled and recorded by those guys. Great music, that refreshes and renews house music love for house music lovers. After that, I serve you a couple of cosmic-boogie-balearic-disco mixes, two tapes by my good friend, Vancouver / Canada based Mike Boland a.k.a. Karl Spackler, and in the end, I point at La Rokoko and Vincent Simonis. Those guys float on a gentle journey through my hometown's underground, but we will see and, especially, hear them more often in the future.


P.S. Das Bild habe ich mir rechtswidrig angeeignet und verwende es auch, ohne seinen Urheber davon in Kenntnis zu setzen. Da es jedoch aus dem Waldsee stammt, nehme ich mir die Freiheit, es ohne Hinweis auf die Urheberschaft zu veröffentlichen. So viele credits hat der gute Photograph dann doch nicht verdient. Dennoch: peace!

Mixed up monday (23)

Oh wie ist das schön. So schön. In meiner Wohnung zeigt das Thermometer knapp 30° C an, und endlich einmal kommt mein Hochleistungsventilator zum Einsatz, in den ich vor ein paar Jahren eine ganze Menge Geld investiert habe. In der Zwischenzeit ist er weder vom Design noch von der Technik state-of-the-art, doch er erfüllt seinen Zweck, in dem er die Luft massiv umwirbelt und sich dadurch ein kühlender Effekt einstellt.

Auf den Wind Chill-Faktor setze ich auch heute Abend, wenn ich mich auf den Weg ins Waldsee mache. Ja, Montag, tageins, das übliche Ritual wird vollzogen. Heute jedoch mit einer besonders grossen Vorfreude, denn die Bernerin Sassy J steht dort nach langer, langer Zeit einmal wieder an den Plattentellern.

Zur Einstimmung auf eine allein schon aufgrund der heutigen Wettergegebenheit schweisstreibende Nacht, höre ich seit einigen Minuten in ein Mixtape rein, welches Sassy J auf ihrer Soundcloud-Page vor rund drei Tagen veröffentlicht hat. Es nennt sich "Dancefloor Meditations Vol. 1", beinhaltet Tracks von Herbie Hancock, I:Cube, Rich Medina oder Nwachukwu. Worth to check - genauso wie ihre "Dancefloor Meditations Vol. 2 & 3", ebenfalls zu finden auf der Bernerin Soundcloud-Account:

01 Dancefloor Meditations Vol.1 (2003) by Sassy J


Wie viele Wochen und Monate ist es her, dass ich auf einen ResidentAdvisor-Podcast ausdrücklich, und nicht nur in einer den Eintrag abschliessenden Klausel hingewiesen habe? Gefühlte drei Monate - aufmerksame Leser werden mich als Lügner bezichtigen - doch ich weiss es wirklich nicht mehr. Heute jedoch MUSS dieser Eintrag sein, denn Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium hat ihn für das weltumspannende Online-Fanzine eingespielt. Dope shit. Mehr gibt's dazu nicht zu schreiben. Ach ja, der Link: Fred P - Podcast @ ResidentAdvisor.


In der letzten Woche habe ich einen Eintrag über "Moving" verfasst, eine 12" von Timm Sure und Ampo unter ihrem Produzentenalias Coyote. Samstagabend, kurz bevor mich ein Anruf aus den Web-Welten zurückholte, schaute ich ganz ungeplant auf Another Night On Earth vorbei, und siehe da: ein Podcast von den beiden Balearic-Wölfen wartete, angehört zu werden. Press Play #37 - Coyote.


Die Helden der Disco-Szene geniessen Legendenstatus. Binsenweisheit. David Mancuso ist einer dieser Helden. Über ihn liesse sich ein Absatz nach dem anderen verfassen, doch dazu sind andere viel besser befähigt. Ich für meinen Teil lasse seine Musik sprechen, die mir in der vergangenen Woche das Blog Move Your Feet To The Beat vermittelt hat. Dieses Blog verweist auf zwei Mitschnitte der sogenannten "Japan Mixes", die der Disco-Don für das japanische Radio Shibuya FM eingespielt hat. Here you go: David Mancuso - It's Music (Japan Mixes).


Über Holy Water, und um ganz ehrlich zu sein: über Hunee's Blog Hunchmusic wurde ich aufmerksam auf einen Mix des Soul In The Hole-Mitglieds Sadar Bahar, der am vergangenen Samstag einen Gig gemeinsam mit Hunee und den Mitgliedern der JAW Innercity-Crew hatte. An einem geheim gehaltenen Ort - Secret Location - fand das Event statt, und alle, die entweder nicht in Berlin vor Ort oder doch vor Ort und nicht zum Kreis der Eingeweihten gehörten, gibt's als Trostpflaster einen netten Mix, den Sadar Bahar zu Promo-Zwecken vor rund drei Wochen eingespielt hat. If soul is, what you're looking for...

Sadar Bahar * No Pretty Noises by Holy Water * dance or fly


Wer über Disco & Co. mit Leichtigkeit ein paar Rotwein-getränkte Abende füllen könnte, ist der Engländer Bill Brewster, seines Zeichens Initiator der Digger-Seite djhistory.com, Buchautor, DJ, und so weiter, und so fort. Seit kurzem veröffentlicht er via Soundcloud eine Mixtape-Reihe, die sich "Bill Brewster's 80s Pause Button Tapes" nennt. Sechse an der Zahl sind es inzwischen. Hörenswert. Unbedingt!

Bill Brewster's 80s Pause Button Tapes Vol. 6 by Bill Brewster

Vol. 5
Vol. 4
Vol. 3
Vol. 2
Vol. 1


Auch schon eine Weile her ist, dass die Soundcloud-Dépendance des schwedischen Plattenladens Snickars Records einen Mix aus rarem shit bereitgehalten hat, den die Jungs von Snickars in einer freien Minute eingespielt habe. KILLER, vor allem der Song, den Mitte der 80er Jahre die Gruppe Freiwillige Selbstkontrolle komponiert hat. Ihr werdet's schon selbst herausfinden, welchen ich meine:

Snickars Balearic Mix by Snickars Records


Und zum Schluss noch etwas ohne Pomp und Süsslichkeit. Das Besti Blog versorgt uns mit einem Mix von David Kennedy, den man eigentlich nur (noch) als Ramadanman kennt. Er spielt sich durch Tracks von Martyn, Peverelist und jede Menge eigenen Materials, und nach dieser ganzen Disco-Flut, tut das sehr, sehr gut. Ramadanman - Bestimix # 23.


Das war's denn auch schon für diese Woche. Weiter geht's in der kommenden, vielleicht wieder mit mehr House, oder einmal einer ganzen Detroit Techno-Runde. Oder klassische Musik. Lasst euch überraschen.


English (short) version: What's the easiest way to beat the summer heat? Any suggestions? I will go out this night, to Freiburg's Waldsee, a small venue located deep in the dark Black Forest, where Sassy J, a djane from Berne / Switzerland, will grace the decks. In preparation for that night, I put a link to one of her outstanding eclectic mixes, and we got another dozen of mixes by Fred P, Coyote, Bill Brewster, Ramadanman, and so on. See ya next week.

Fred P - On This Vibe

Bitterlich weinen und heisse Tränen vergiessen könnte ich sowie denjenigen verfluchen, der es zugelassen hat, dass mich in der vergangenen Woche ein grippaler Infekt ausser Gefecht gesetzt hat. Vor genau einer Woche beschlich mich allmählich das Fieber, schwollen meine Lymphknoten in der Halsregion an, und ein gutes Dutzend weiterer Symptome konnte ich zu Papier bringen. Herunterfahren, drei Tage Bett hüten, und erst allmählich wieder den Motor zum laufen bringen. So sah und sieht es derzeit aus. Dieser unschöne Zwischenfall verunmöglichte es mir, am vergangenen Samstag, den 29. Mai 2010, nach Offenbach ins Robert Johnson aufzubrechen, um die Smallpeople, Julius Steinhoff und Dionne, alongside Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium an den Decks des wohnzimmergrossen Clubs zu erleben. Am kommenden Freitag, den 04. Juni 2010, spielt der Mann aus New York, Fred Peterkin, an der Seite von WHITE’s Oskar Offermann und Edward sowie Dial’s Pawel im Berliner Horst Krzbrg – zu weit weg. Fragen nach dem Warum stellen sich in solchen Fällen regelmässig nicht, aber ein wenig verwundert mich, dass kein Clubbetreiber oder Veranstalter aus Basel oder Zürich Mr. Soul People Music für ein Event gebucht hat. Bevor mir jemand ein „mach doch selber mal“ an den Kopf wirft: das finanzielle Ausfallrisiko ist in Freiburg derzeit einfach (noch) zu hoch.

Genug lamentiert. Fred P wird mit grosser Sicherheit wieder gebucht werden, vielleicht sogar noch in diesem Jahr, und dann werde auch ich wieder die Möglichkeit haben, ein Set des New Yorkers zu geniessen. Bis dahin greife ich zurück auf seine unwahrscheinlich guten Mixtapes und EPs. Jüngstes Werk: „On This Vibe“, veröffentlicht vor nicht allzu langer Zeit auf dem Spanischen Label Esperanza, mit einem Remix von Patrice Scott. Um es vorab schon einmal geschrieben zu haben: die beiden bilden ein hochqualitatives Team, das noch länger so zusammenarbeiten sollte.

In der Originalfassung inszeniert Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium eine wahrhaft wundersame, epische Reise durch eine sich scheinbar grenzenlos auftuende Klangwelt. Hervorgerufen wird dieser (persönliche) Eindruck durch im Tonvolumen an- und abschwellende Synthesizerklangwogen und federleicht flirrenden Hi Hat-Sounds, die auf einem Kraftpaket von Subbass und majestätisch erhabenen, Ehrfurcht einflössenden Kickdrums ruhen. Eine einfache Synthesizer-Tonfolge als immer wiederkehrendes, hypnotisches Melodiemotiv erzeugt eine traumwandlerische Stimmung. Grossartig. Detroits Patrice Scott unterzieht „On This Vibe einer formalen Umgestaltung durch den Austausch von Formgliedern. Ruhiger erscheint dadurch die melodische Bewegung, und er scheint, ins metronomisch schlagende Herz der Drummaschinen und Synthesizer vorgedrungen zu sein, um deren Charakter zu befördern und zu unterstützen.


English (short) version: Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium makes a rare appearance in Europe with only three gigs at Robert Johnson / Offenbach, Horst Krzbrg / Berlin and at Süd Electronic / London. If you happen to be around Berlin or London this weekend: don't miss! I couldn't, and still can't, attend a gig with one of NY's finest. Therefore I'll derive comfort from his outstanding mixes and releases, and his latest musical artwork is, again, pleasure, ecstasy and pure bliss. "On This Vibe", an incredibly full and almost epic tale of deep house, and on the flip, Sistrum's own, Patrice Scott on remixing duties. They should team up more often!


Mehr im Web:

Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ MySpace
Fred P @ MySpace
Soul People Music @ MySpace
Patrice Scott @ MySpace
Esperanza

Fred P In the mix Soul People Music1 by uzuri

Mixed up monday (17)

Es gibt schlechte Montage und es gibt gute Montage. Heute ist ein guter. Zum einen habe ich eine ganze Reihe auserlesener Mixe, die ich im Rahmen dieses Eintrags vorstellen und verlinken möchte, zum anderen blicke ich am heutigen Abend einem Deep Station-Showcase bei Tageins entgegen. There's hardly anything better!



Beginnen möchte ich meine Mix-Rundschau mit einem Podcast eines DJs und Produzenten, den ich spätestens seit seinem Mix für Little White Earbuds und seinem Set im Berliner Club Tape im September 2009 auch als DJ in mein Herz geschlossen habe. Wer diesen Blog mit auch nur verhaltener Aufmerksamkeit verfolgt, konnte und kann es erahnen, dass es sich dabei um Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium handelt. Badass DJ. Für den Modifyer-Blog hat er sich in der vergangenen Woche einmal an die Turntables gemacht und einen (jedenfalls mich) sehr bewegenden Mix aus bekannten und noch unveröffentlichten Tunes eingespielt. Dope shit! Here you go:



fred p (aka black jazz consortium) - process part 205 (from the q to you)bymodyfier





Ein Künstler-Duo, das ich mindestens genauso schätze und verehre, wie Fred P, ist bzw. sind Juju & Jordash. Ihre Off Minor Radio Show, übertragen via Deep Frequency ist sowieso Pflicht, und in der letzten Woche veröffentlichte das Duo über seine Seite einen Guest Mix des Briten Martin Red, der sich musikalisch sehr schön einfügt in das eklektische Programm, das Juju & Jordash in ihrer Radio Show stets bereit halten. Recommended:



Martin Red - Golden Syrup Part 1 @ Juju & Jordash

Martin Red - Golden Syrup Part 2 @ Juju & Jordash





Wir bleiben bei einem weiteren Duo. Inn den vergangenen vierundzwanzig Monaten hat es sowohl mit seinen Releases als auch mit seinen DJ-Sets für leuchtende Augen, Strahlen, Entspanntheit und verschwitzte T-Shirts gesorgt. Die Rede ist von Daniel Müller-Sachs und Andreas Kriester alias Taron Trekka. Am ersten Mai hatten die beiden einen Gig (irgendwo bei) Jena, das Set haben sie mitgeschnitten und zum Download freigegeben. Check'em out (und Danke an Sascha von Duffbeers für den Hinweis:



taron-trekka @ cafe wagner 01.05.2010 by taron-trekka





Von nun an haben wir's nur noch mit Einzelkünstlern zu tun. Den ersten Vorzustellen bedarf es nicht, handelt es sich dabei um Greg Wilson, der für den Bestival-Blog einen exklusiven Mix eingespielt hat. "An exclusive mix with exclusive tracks - what more could you lot want?", schreiben die Jungs dieses Blogs, und deswegen halte ich auch schon meine Klappe. Besti Mix 16: Greg Wilson. Magic!





Sonnenwarme, lichtdurchflutete Atmosphäre verbreitet auch der folgende Mix. Marc Schaller vom "daily magazine for excess culture", also D*ruffalo, stand hierfür an den Decks: "More Talkin' - More Spring" heisst der Mix, und da wir auf letzteren schon über eine Woche warten, kamen diese siebzig Minuten well-assorted sun-drunk choonz gerade zur rechten Zeit. Worth to check!



More Talkin´- More Spring by b_schaller





Am Samstag Mittag habe ich mit noch sehr müden, leicht dunkel umrandeten Augen auf Matthew Hamiltons Blog Aor Disco eine - wie nicht anders gewohnte - Zusammenstellung editierter und gerubbter Songs von unter anderem Depeche Mode, Talking Heads und Human League gefunden. Mal 'was anderes, als dieser ganze deeper-than-deep Kram:



AOR DISCO EXCLUSIVE #14: Ain't Got No Trouble by Hometown Hi-Fi by AOR DISCO





Diesen kann man sich bei den Jungs und Mädels von Melbourne Deepcast abholen, die für ihre siebzehnte Ausgabe den Remoteman, Eddie C gewinnen konnten. Good shit. Eddie C @ Melbourne Deepcast.





Lars Berenroth und seine Deeper Shades Of House-Radio Show bedarf auch keiner eingehenden Einführung mehr. Mehr als 300 Sendungen kann er nunmehr verzeichnen, in denen er an der US-amerikanischen Westküste (und, weil online und damit ubiquitär erhältlich: weltweit) die Fahne für deep & soulful House hoch hält. Als Gastmixer der jüngsten Ausgabe konnte er Mr. Prime Numbers, David Wolstencroft alias Trus'Me, gewinnen. Check: Deeper Shades Of House # 329 - Guest mix by Trus'Me.





Damit wäre ich auch schon am Ende meiner montäglichen Rundschau angelangt. Wenn ihr einen Mix aus den Bereichen (Deep) House, (Detroit) Techno oder Disco wisst, nur her damit! Von morgen an geht's hier weiter mit Rick Wilhite, Alton Miller, Quenum, Donnacha Costello, Burnski, einer Leseempfehlung, und so weiter.





English (short) version: today's a fine monday because there are so many quality mixes that I want to present you. You'll find Juju & Jordash, Fred P, Trus'Me, Taron-Trekka, Greg Wilson and German crate digger Marc Schaller on mixing duties. There's barely anything better. And my greatest pleasure is to attend a Deep Station showcase at Tageins tonight at Waldsee / Freiburg. Magic! I'll be back from tomorrow presenting releases by Rick Wilhite, Alton Miller, Quenum, Donnacha Costello, Burnski, some reading recommendations, and so on...

Mixed up monday (6)

Was war denn heute mit der Blogger-Software los? Während einer guten Stunde konnte ich mich nicht zu meinem Blog-Account anmelden, und Facebook, meine liebste Zeitvernichtungsmatrix, zickte rum. Kaum eingeloggt, wurde mein Rechner immer langsamer, der Seitenaufbau vollzog sich über Minuten hinweg, der Chat setzte phasenweise aus, und das Versenden von Nachrichten war reine Glücks- und somit auch Nervensache. Meist sind es diese Augenblicke, in denen ich den festen Entschluss fasse, mich endgültig aus sozialen Netzwerkplattformen dieser Art zurückzuziehen und mich wieder auf Festnetz, Mobilfunk, E- und Snail Mail als Kommunikationsmittel zu beschränken. Und das, obwohl ich erst vor kurzen eine eigene Fan-Seite dort eingerichtet habe.

Nach diesem schamlosen Selbstfeature noch ein kleiner Rückblick auf das vergangene Wochenende. Auf dem Programm stand ja die hier gesondert angekündigte Resident Night der Somebody Scream-Veranstaltungsreihe im Drifter's, an den Decks die Freiburger Shaddy, Agent Schwiech und Kowski. Da ich ein grosser Liebhaber der die Nacht musikalisch einleitenden Stunden bin, war ich auch schon sehr früh vor Ort, kaum dass der Club seine Tür geöffnet hatte. Hat sich definitiv gelohnt, "Blame" von John Roberts, den Willie Hutch-Klassiker "Brothers Gonna Work It Out" im Remix von The Revenge, und eine weitere Vielzahl 12" zwischen (Deep) House und Disco (Edits) kamen auf die Plattenteller, pure bliss!

Ebenfalls einen Abstecher Wert war Stunden zuvor "The Soul Of Nora" im Jos Fritz Café. Neugierde und der unstillbare Durst nach guter Musik führten mich dorthin, denn u.a. war die Hamburgerin Marga Glanz vom dortigen Plattenladen Groove City für ein Showcase vorgesehen. Ob sie auch schon zu der frühen Stunde, zu der ich dort aufkreuzte, an den Decks stand, entzieht sich leider meiner Kenntnis - ich wusste und weiss auch jetzt noch nicht, wie Marga Glanz aussieht - doch musikalisch haben mich die gut eineinhalb Stunden in diesem schlauchartig langgestreckten Lokal sehr bewegt. Gespielt wurde eine feine Auswahl Soul und Funk der Sechziger und Siebziger Jahre, aufgelockert durch Yacht-, Surf- oder Folk Rockplatten aus derselben Zeit.


Deswegen führt auch mein erster Mix nicht in housige Gefilde, sondern zur Aufzeichnung des Sets von Kon im Rahmen der Basler - nun ja - Veranstaltung livingroom.fm. Als die Crate Digger Kon & Amir dort ihren Auftritt hatten, war ich ebenfalls anwesend. Doch nachdem die beiden New Yorker auch nach dreieinhalb Stunden noch immer keine Platte abgespielt hatten, machte ich mich enttäuscht vom Acker. Da Donnerstag und doch hin und wieder in gesellschaftlichen, beruflichen und universitären Verpflichtungen stehend, konnte ich es mir nicht erlauben, länger zu bleiben.

Langer Rede kurzer Sinn: Kon hat sein Set aufgezeichnet und auf (seinem) Blog Playin 4 Keeps zum Download zur Verfügung gestellt. Eine aufmerksame Geste, da die livingroom.fm-Macher seit Wochen ihren Soundcloud-Account nicht aktualisiert haben und dieses einzigartige Set aus Soul, Funk und Disco Boogie nicht zum Download, auch nicht zum anhören und nachvollziehen zur Verfügung gestellt haben. Das Set gibt's hier. Viel Spass!


Auch der zweite Mix, den ich jedem ans Herz legen möchte, ist kein auf House oder Techno basierender. Er wurde eingespielt und aufgezeichnet von Mr. Ferrispark, Scott Ferguson für Infinitestatemachine.com und beinhaltet ausgewählte Stücke von Mos Def, Talib Kweli, Common & Co. Here you go.


Jetzt wird's elektronisch, doch nicht minder mit viel rauhem Soul. Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium hat für den englischsprachigen "Wunderkind"-Blog einen exklusiven Podcast eingespielt sowie ein paar Fragen zu seiner Person und zu seiner Musik beantwortet. Viel eigenes Material und das von den befreundeten DJ Jus-Ed und DJ Qu, fein. Check it out.


Soundcloud-Musikenzyklopädist und User mit den vermutlich meisten Jüngern Followern Rico Passerini (who's dat guy?!) hat in der vergangenen Woche wieder Unmengen an Sets zur Verfügung gestellt, von denen ich drei als Must Listen To erachte.

Zum einen Tama Sumo @ Pacotek (Tel Aviv / Jerusalem):

Tama Sumo Live @ Pacotek, Tel-Aviv, Jerusalem - 15-05-2009 by R_co

Zum anderen Manuel Tur @ Very Nice (Podgorica):

Manuel Tur Live @ Very Nice Podgorica, Montenegro - 05-02-2010 by R_co

Und schliesslich Akufen live @ Fuse In Detroit (Underground Stage):

Akufen Live @ Fuse-in Detroit, Underground Stage - 28-05-2005 by R_co


Zum Schluss noch ein Hinweis auf einen Mix des Tübinger DJs Mirano, der in seinem Mix Tracks von Smallpeople, Black Jazz Consortium, John Daly und vielen anderen mehr verarbeitet:

Mirano - "Lose myself" (Music for your soul) by Mirano


Das war's dann auch für diese Woche. Über hinweise auf andere Mixe bin ich jedem einzelnen sehr dankbar. Morgen geht's an dieser Stelle - definitiv - weiter mit der neuen Smallville, Mild Pitch, Mirau und Mule. Gute Nacht!


English (short) version: A new week, many new mixes to give a listen to. Starting off with no-house-no-techno mixes by Kon, live at livingroom.fm in Basel / Switzerland (which was - due to the host - one of the most boring and wretched nights in the last three or four years, and therefore I'm thankful and grateful that Kon recorded his set) and Scott Ferguson who did an excellent Rap / Hip Hop mix for infinitestatemachine.com. The rest is just house, some techno and disco - as usual, coming from jocks like Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium, Manuel Tur, Tama Sumo and a guy hailing from Tübingen, a cosy university town close to Germanys motor city Stuttgart. Good nite!