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Mixed up monday (35)

Über die Sommermonate hinweg nahm das Tempo beständig zu in diesem Hamsterrad, in welchem ich mich derzeit befinde. Nicht mehr ich war es, der die Drehgeschwindigkeit bestimmte, sondern das Laufrad selbt gab die immer schwerer zu handhabenden Umdrehungseinheiten vor. Höchste Zeit, es zu verlassen. Wenigstens für ein paar Tage. Dieser Entschluss war sehr schnell gefasst und noch viel schneller umgesetzt. Zehn Tage ohne Fremdbestimmtheit. Zehn Tage ohne ein Bedrängtsein durch jederzeitige Erreichbarkeit über Mobiltelefon und Internet. Zehn Tage ganz ohne Musik, und nur die - in diesem Fall äusserst wohltuenden - Umgebungsgeräusche auf sich wirken lassen. Kraft, Ruhe und vor allem Licht tanken. Ein Licht, das - auch - eine Vielzahl namhafter Künstler wie Picasso, Dalì, Mirò, Gaudì oder Tapies belebte und beseelte.

Spätestens mit diesem Montagabend gilt es, die Träumereien und den Zauber der vergangenen Tage nachwirken zu lassen - in der Hoffnung auf einen goldenen Oktober, in Erwartung der südlicheren (Herbst-)Tage, wie sie Rainer Maria Rilke in seinem Gedicht "Herbsttag" besingt.


Die Wärme und Helligkeit des Sommers zu finden ist auch in dem Mix, der die heutige Rundschau einleitet. Eingespielt hat ihn Ewan Kelly, der vielmehr bekannt ist unter seinem Alias Al Kent. Er steht hinter dem Projekt Million Dollar Orchestra, betreibt die Site Million Dollar Disco sowie das seit kurzer Zeit bestehende gleichnamige Label. Dass er auch ein nerdy Plattenjäger und -sammler ist, versteht sich dabei (fast) von selbst. Für Testpressing stand er an den Decks, und sein "Sweet Mix" ist meiner Meinung nach genau das Richtige, um ein südliches Leuchten in jeden Raum zu zaubern, in welchem die darauf befindliche Musik erklingt. Here you go: Al Kent - Al Kents Sweet Mix @ Testpressing.


Dass der Londoner Phonica-Krake auch eine Podcast-Reihe anbietet, mag möglicherweise noch nicht allen bekannt sein. Die (Wahl-)Amsterdamer Juju & Jordash lieferten hierfür einen Gastbeitrag ab. Anhören!

Last Hour - Juju & Jordash guest mix for Phonica Records by jujujordash


An diesen Guest Mix fügt sich meiner Meinung nach sehr gut an die neueste Ausgabe der Ruff Jamz-Podcast-Reihe, initiiert von Ooft & Co. Die aktuelle Ausgabe eingespielt hat der Italiener Fabio Della Torre, Mastermind des Labels Bosconi. In seinem Mix finden sich The Mole neben Urban Tribe, begegnen sich The Oliverwho Factory und Ramadanman, treffen Moodymann auf Rondenion. Fein! Fabio Della Torre - Ruff Jamz Audio #23.


Immer nur süsslich sowie Deep House ist auf Dauer auch langweilig. Es darf auch einmal Techno sein. Frisch angeboten wird dieser bei Fact. Worth to check: Fact Mix # 188 - Ancient Methods.


Frei von jeglichen Scheuklappen ging und geht der Compiler und Mixer des folgenden Podcasts an seine Mixtapes und Produktionen heran. Es ist kein geringerer als Superpitcher, der jüngst sein zweites Künstleralbum veröffentlicht und zu der Podcastreihe auf Resident Advisor beigetragen hat. Nun ist er Arto Mwambes Nachfolger bei roof.fm. Hot shit!

Nr. 34: Superpitcher (Kompakt) by ROOF.FM


Produzentenqualitäten mehrmals unter Beweis gestellt hat auch der US-Amerikaner und Wahlberliner John Roberts. Dial oder Laid? Egal. Hauptsache John Roberts, ist man geneigt zu schreiben, und in Anbetracht der bevorstehenden Veröffentlichung seines ersten Künstleralbums bekomme ich schon jetzt eine Gänsehaut. Genaus wie beim Hören seines Mixes, den er für Little White Earbuds zusammengestellt hat. Er erschien zwar schon in der Vorwoche, da ich ihn jedoch erst gestern Abend heruntergeladen und angehört habe, kommt er dennoch in die heutige Linksammlung rein: John Roberts - Podcast @ Little White Earbuds.


Ebenfalls (noch) nicht jedem bekannt sein dürfte Laura Azura, die jedoch immer und immer wieder mit ausnahmslos guten Mixtapes auf sich aufmerksam macht und erfreut. Gewissermassen noch backofenwarm ist ihr in Richtung Slow Motion House abzielender Mix "Feels Like Disco", den sie gestern auf ihrem Soundcloud-Account bereitgestellt hat. Ein paar Tage älter - was nicht gleichzusetzen ist mit Aktualitäts-, gar Qualitätsverlust - ist ihr Set "Home Is Where?!". Beide sind es wert, in (mehrmals) angehört zu werden!

Azura>>Feels like disco< by Azura


Azura>>Home is where?!-Mix<< by Azura


Abschliessen möchte ich mit zwei Mixtapes. Einmal aus dem Hause Moxie:

70 minutes of Moxie by lasermagnetic


Zudem mit einem Podcast auf der in spanischer Sprache gehaltenen Seite Del Jardín Latino. Für ihn verantwortlich zeichnet der Schweizer Kalabrese, der hier wieder einmal eindrücklich aufzeigt, wie weitreichend sein musikalischer Horizont ist. Kniefall und Verbeugung! DJL Podcast #079 - Kalabrese.


English (short) version: I urgently needed a short break from everyday life as I felt running a rat race in which I wasn't the pacemaker. Back from a nearly ten day stay in a light-drenched european region where literally the sea blends in with the sky, it's time to continue the blog where I stopped. Quality music galore in today's look around. Disco Funk / Disco Boogie by Al Kent, House as we love it by Juju & Jordash, Techno like Techno should be, mixed by Silent Servant and two dope mixes by German DJane Azura among a handful of other worth-to-listen mixes.

Mixed up monday (32)

http://sotona.tumblr.com/post/991381795/clutchy-hopkins
Während ich den heutigen Eintrag verfasse, höre ich den neuesten Beitrag für die Bugged Out Presents: Suck My Deck-Reihe. Ihn erbringt die britische Formation Friendly Fires. Nun machte und mache ich keinen Hehl daraus, dass sich mir die kompositorischen Verschmelzungen von Indie-Pop, Rock, (Post-)Punk, Disco und Elektro, die bunt schillernden Genre-Amalgamisierungen der Neunziger- und Nullerjahre nur schwer erschliessen. Da ich jedoch gerne meine Scheuklappen ausziehe und Neues entdecken möchte, habe ich mich einmal an diese im September erscheinende Compilation herangewagt. Den Ausstieg aus straighten House-Sets, welche allerhöchstens mit ein wenig Disco (Edits) angereichert sein dürfen, und den Einstieg in die jüngste Ausgabe dieser Compilation-Serie, für die bereits DJs wie Ivan Smagge, Damian Lazarus oder Simian Mobile Disco eine Vielzahl Tracks zusammenwarfen, erleichterte der Blick auf die Tracklist, der mit Redshape, Boo Williams, Round Two, Tom Trago, Azari & III, auch ganze Reihe Material von Produzenten enthält, die ich in höchstem Masse schätze. Und der Remix des Gomma-Labelchefs Munk für "You'll Disappear ist richtig dick. Ich weiss, ich weiss, der ist schon 'ne ganze Weile veröffentlicht, aber da ich mich der Releases auf Gomma & Co. nur höchst selten annehme, ist dieser Track eine wahre Entdeckung für mich.


Länger möchte ich mich jedoch nicht bei dieser Mix-Compilation aufhalten. Da ich der Ansicht bin, dass hin und wieder auch ein wenig Education sein muss, beginne ich die heutige Umschau mit einem Mix, den Juju & Jordash für Nitzan Hermons Fine Art Recordings aufgenommen haben. Jazz is the teacher, das wissen wir alle. Vielen Dank für diese Lehrstunde!

Juju and jordash Jazz mixtape by nitzanfineart


Die Fortsetzung des oben angerissenen Bonmots kennen wir alle nur zu gut. Funk is the preacher, lautet sie. Im nächsten Mix dreht sich alles um den Funk, von dem manch ein Werk dreier Bands der - vornehmlich - Siebziger Jahre eine ganze Menge beinhaltet. T-Connection, Pockets und Pleasure - eine Werkschau dieser drei Formationen halten die Betreiber von Rhythms In Black Satin bereit, deren Claim nicht besser gewählt sein könnte: "The Taste Of Music, To Satisfy Your Soul". Here you go: RIBS TPTD: T-Connection, Pockets & Pleasure.


Funk, Soul, Disco, die Ausdifferenzierungen und Weiterentwicklungen dieser Genre stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, welche in regelmässigen Abständen vom Kölner DJ Chesney ausgerichtet wird: Yaki Soba Disco Soul. Im Herbst letzten Jahres war die Bernerin Princess P dort zu Gast, im April diesen Jahres der Züricher Kejeblos. Die Sets der beiden, zumindest einen Ausschnitt davon, gibt's auf play.fm zum anhören. Worth to check:

Ehrenfeld-Hopping @ Café Franck w / Princess P & Chesney
Ehrenfeld-Hopping @ Café Franck w / Kejeblos & Chesney


Wieder zurück zu Nitzan Hermons Podcast-Reihe für sein Label Fine Art Recordings. Vor gar nicht allzu langer Zeit stand hierfür der junge morriSoul an den Decks, der auch schon für Keep-It-Deep einen Mix gebastelt hat. Check him out:

Morrisoul Guest Mix by nitzanfineart


Mark E, einer der Slow Motion House- und Disco Edit-Granden unserer Zeit wird am Freitag, den 08. Oktober 2010 in Basel zu Auflegezwecken eintreffen. In der vergangenen Woche hat er einen kleinen Beitrag für Tim Sweeneys Beats In Space-Radio Show abgeliefert. Zur Einstimmung auf Oktober, und überhaupt: Mark E @ Beats In Space # 535.


Rozzo und Serafin, die Mountain People, haben in der vergangenen Woche, am Mittwoch, den 25. August 2010, ein Set für die Sommer Session des Züricher Stadtradios Rundfunk.fm gespielt. Toller Mix. Wird genauso mein ständiger Begleiter, wie ihr Mix aus dem Jahr 2007.

MountainPeopleAtRundfunk.fm 2010-08-25 by mountainpeople


Der französische DJ Léandre hat über's Wochenende ebenfalls einen neuen Mix veröffentlicht. Wie jedes Mal eine Entdeckungsreise. Anhören!

L DJ by Leandre Dj


Zum Abschluss gibt es noch ein paar Audio-Kostbarkeiten, die auf den Unmengen an Blogs zu finden waren. Beginnen wir mit Another Night On Earth. Der Angeleno Jonathan Lastra alias JDisco, Mann hinter Top Shelf Records hat die neueste Ausgabe der Press Play-Serie eingespielt. Kann ich nur empfehlen: Press Play # 39 w / JDisco.


Auf Cosmic Boogie findet sich ein ganzer Mixreigen unter der Überschrift "Liverpool Disco Mixes". Gavin Kendrick, Ste Edge und Adam Heliwell haben über den Monat August je einen Mix abgeliefert. Disco oder nicht, spielt keine Rolle.


Und um den heutigen Eintrag wieder mit einer kleinen Erziehungseinheit abzuschliessen: die Betreiber von Choice Cuts haben eine Mix-Reihe unter dem Titel "Each One Teach One" ins Leben gerufen, die sich Klassikern des Hip Hop widmet. Drei Tapes sind bisher erschienen, und ich bin der Ansicht, dass man diese gehört haben muss. This is essential shit!

Choice Cuts - Each One Teach One Part 1 - Black Sheep

Choice Cuts - Each One Teach One Part 2 - Main Source

Choice Cuts - Each One Teach One Part 3 - Digable Planets.


English (short) version: my today's mix selection will serve you with a handful "educational mixtapes". A jazz tape that was compiled and recorded by Juju & Jordash, three hip hop tribute mixes that showcase classic cuts by Black Sheep, Main Source and Digable Planets and another podcast which is featuring funk and soul bands Pockets, Pleasure and T-Connection. Jazz is the teacher, funk is the preacher - who could forget this maxim?! Besides those doper than dope mixes you'll find some disco and house, carefully selected and arranged by still underground artists like morriSoul or well known jocks like slo-mo house don Mark E or Rozzo and Serafin under their Mountain People moniker. Have fun with those tapes!

Juju & Jordash - Tattoo's Island

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, auf die vielzitierte ferne Insel reisen zu wollen, um Tage und Wochen losgelöst von jeglicher Jetztbezogenheit des Lebens verbringen zu können? Trotz chronischen Fernwehs, trotz tiefer Liebe und Verbundenheit zur Natur, habe ich es bisher noch nie geschafft, der oftmaligen Undurchschaubarkeit und Unbeherrschbarkeit des Alltags zu entsagen, mich von jeglicher Verpflichtungen zu entsagen und abzuschalten. Irgendwann einmal werde ich mir jedoch diese Auszeit nehmen, auch wenn ich mir für die Zeit dieses Sabbatical ganz bestimmt keine von feinweissem Sandstrand umsäumte und von tiefblauem Meer umgebene Insel aussuchen werde. Vielleicht ein Jahr Mitarbeit auf einem Weingut - kan auch in der (badischen) Weinregion Markgräfler Land / Kaiserstuhl sein - oder auf einem Bergbauernbetrieb in den Alpen. Who knows.

Bis es so weit ist, nutze ich die wiederkehrende und durchaus kraftschonendere Möglichkeit, für einen kurzen Tagesabschnitt, manchmal nur sieben, manchmal auch siebzig Minuten, abzutauchen in eine tonale Traumwelt. In Sachen elektronischer (Club-)MUsik eignen sich zu diesem Zweck - in verwunschene Phantasiewelten zu reisen - besonders gut die EPs sowie das Album des (Wahl-)Amsterdamer Duos Juju & Jordash. Ihnen gelang - und gelingt noch immer - Live- und Clubmusik (schliesst sich ja nicht aus) sowie zahlreiche Fremdeinflüsse von Jazz in einem weitgefassten Sinn bis hin zu dem kaum greifbaren Bereich der World-/Ethno-Musik zu vereinen. In ihrer Musik gibt es auch nach mehrmaligem Hören noch so viel zu entdecken, dass sie eine kurzfristige Alltagsflucht ermöglicht.

Nach ihrem gleichnamigen Album auf Dekmantel, mehreren EPs und Remixbeiträgen im letzten Jahr sind Gal Aner und Jordan Czamanski mit einer neuen 12" am Start, "Tattoo's Island", auf dem Stuttgarter Label Philpot Records.

Den Auftakt zu "Tattoo's Island" bildet ein eingängiges Synthesizermotiv, welches mich mit dem einsetzenden, hochfrequent scheppernden Snare-Teppich sehr stark an die Chicago-Ära der späten 80er, meinetwegen auch frühen 90er Jahre erinnert. Es wird eingehüllt von einem feintropfigen dichten Nebel aus Synthesizer-Elementen, durch den Melodiefragmente und Trillerpfeifeneffekte hindurchscheinen wie die ersten Strahlen der Morgensonne durch das Dunkel subtropischer Nebelwälder. Auf dem Dub Mix spielen Juju & Jordash mit der gezielten Reduktion des Tracks auf einzelne Motive - Synthesizer-Hookline, Snare-Gewitter, Synth-Stabs -, wohingegen der Amsterdamer Tom Trago mit seiner House-Interpretation "Lost In The Jungle Remix" den Track heraus aus dem nebeldichten Morgen hin zum Zenit der Sonne führt. Must have, oder?!

Juju & Jordash - Tattoo's Island EP (incl. Tom Trago remix) - Philpot 047 by jujujordash


English (short) version: if I ever planned to escape the every day life, i'd choose Juju & Jordash to play my escape's soundtrack. I really fell in love with their musical versatility they showcase in every track they release. "Tattoo's Island" is their most recent artwork, given birth by Philpot records. The now Amsterdam based duo delivers a noble musical remembrance to sounds that remind me the late eighties and early nineties Chicago era. Raw and sexy with a solid kick/snare/clap rhythm pattern. Tom Trago on remixing duties. Not to be missed!


Mehr im Web:

Juju & Jordash @ MySpace
Juju & Jordash
Juju & Jordash @ Soundcloud
Tom Trago @ MySpace
Juju & Jordash - Podcast @ LWE
Juju & Jordash - Podcast @ MLAT
Tom Trago - Podcast @ MLAT
Tom Trago (& Cool Chris) - Podcast @ HVW8

Mixed up monday (17)

Es gibt schlechte Montage und es gibt gute Montage. Heute ist ein guter. Zum einen habe ich eine ganze Reihe auserlesener Mixe, die ich im Rahmen dieses Eintrags vorstellen und verlinken möchte, zum anderen blicke ich am heutigen Abend einem Deep Station-Showcase bei Tageins entgegen. There's hardly anything better!



Beginnen möchte ich meine Mix-Rundschau mit einem Podcast eines DJs und Produzenten, den ich spätestens seit seinem Mix für Little White Earbuds und seinem Set im Berliner Club Tape im September 2009 auch als DJ in mein Herz geschlossen habe. Wer diesen Blog mit auch nur verhaltener Aufmerksamkeit verfolgt, konnte und kann es erahnen, dass es sich dabei um Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium handelt. Badass DJ. Für den Modifyer-Blog hat er sich in der vergangenen Woche einmal an die Turntables gemacht und einen (jedenfalls mich) sehr bewegenden Mix aus bekannten und noch unveröffentlichten Tunes eingespielt. Dope shit! Here you go:



fred p (aka black jazz consortium) - process part 205 (from the q to you)bymodyfier





Ein Künstler-Duo, das ich mindestens genauso schätze und verehre, wie Fred P, ist bzw. sind Juju & Jordash. Ihre Off Minor Radio Show, übertragen via Deep Frequency ist sowieso Pflicht, und in der letzten Woche veröffentlichte das Duo über seine Seite einen Guest Mix des Briten Martin Red, der sich musikalisch sehr schön einfügt in das eklektische Programm, das Juju & Jordash in ihrer Radio Show stets bereit halten. Recommended:



Martin Red - Golden Syrup Part 1 @ Juju & Jordash

Martin Red - Golden Syrup Part 2 @ Juju & Jordash





Wir bleiben bei einem weiteren Duo. Inn den vergangenen vierundzwanzig Monaten hat es sowohl mit seinen Releases als auch mit seinen DJ-Sets für leuchtende Augen, Strahlen, Entspanntheit und verschwitzte T-Shirts gesorgt. Die Rede ist von Daniel Müller-Sachs und Andreas Kriester alias Taron Trekka. Am ersten Mai hatten die beiden einen Gig (irgendwo bei) Jena, das Set haben sie mitgeschnitten und zum Download freigegeben. Check'em out (und Danke an Sascha von Duffbeers für den Hinweis:



taron-trekka @ cafe wagner 01.05.2010 by taron-trekka





Von nun an haben wir's nur noch mit Einzelkünstlern zu tun. Den ersten Vorzustellen bedarf es nicht, handelt es sich dabei um Greg Wilson, der für den Bestival-Blog einen exklusiven Mix eingespielt hat. "An exclusive mix with exclusive tracks - what more could you lot want?", schreiben die Jungs dieses Blogs, und deswegen halte ich auch schon meine Klappe. Besti Mix 16: Greg Wilson. Magic!





Sonnenwarme, lichtdurchflutete Atmosphäre verbreitet auch der folgende Mix. Marc Schaller vom "daily magazine for excess culture", also D*ruffalo, stand hierfür an den Decks: "More Talkin' - More Spring" heisst der Mix, und da wir auf letzteren schon über eine Woche warten, kamen diese siebzig Minuten well-assorted sun-drunk choonz gerade zur rechten Zeit. Worth to check!



More Talkin´- More Spring by b_schaller





Am Samstag Mittag habe ich mit noch sehr müden, leicht dunkel umrandeten Augen auf Matthew Hamiltons Blog Aor Disco eine - wie nicht anders gewohnte - Zusammenstellung editierter und gerubbter Songs von unter anderem Depeche Mode, Talking Heads und Human League gefunden. Mal 'was anderes, als dieser ganze deeper-than-deep Kram:



AOR DISCO EXCLUSIVE #14: Ain't Got No Trouble by Hometown Hi-Fi by AOR DISCO





Diesen kann man sich bei den Jungs und Mädels von Melbourne Deepcast abholen, die für ihre siebzehnte Ausgabe den Remoteman, Eddie C gewinnen konnten. Good shit. Eddie C @ Melbourne Deepcast.





Lars Berenroth und seine Deeper Shades Of House-Radio Show bedarf auch keiner eingehenden Einführung mehr. Mehr als 300 Sendungen kann er nunmehr verzeichnen, in denen er an der US-amerikanischen Westküste (und, weil online und damit ubiquitär erhältlich: weltweit) die Fahne für deep & soulful House hoch hält. Als Gastmixer der jüngsten Ausgabe konnte er Mr. Prime Numbers, David Wolstencroft alias Trus'Me, gewinnen. Check: Deeper Shades Of House # 329 - Guest mix by Trus'Me.





Damit wäre ich auch schon am Ende meiner montäglichen Rundschau angelangt. Wenn ihr einen Mix aus den Bereichen (Deep) House, (Detroit) Techno oder Disco wisst, nur her damit! Von morgen an geht's hier weiter mit Rick Wilhite, Alton Miller, Quenum, Donnacha Costello, Burnski, einer Leseempfehlung, und so weiter.





English (short) version: today's a fine monday because there are so many quality mixes that I want to present you. You'll find Juju & Jordash, Fred P, Trus'Me, Taron-Trekka, Greg Wilson and German crate digger Marc Schaller on mixing duties. There's barely anything better. And my greatest pleasure is to attend a Deep Station showcase at Tageins tonight at Waldsee / Freiburg. Magic! I'll be back from tomorrow presenting releases by Rick Wilhite, Alton Miller, Quenum, Donnacha Costello, Burnski, some reading recommendations, and so on...

Juju & Jordash @ Made Like A Tree

Die beiden in Amsterdam lebenden Israeli Gal Aner und Jordan Czamanski alias Juju & Jordash sind ein wahrer Segen für die sich (hin und wieder) zu aufreibender (und ganz bestimmt nicht kunstvoller) Eintönigkeit und dumpfer Gleichheit hinbewegenden (Club-)Musikszene. Sie stehen für einen analoge und (grösstenteils) live eingespielten Sound, und ihre Live-Auftritte zeugen vielmehr von einer ungezwungenen Jam- / Studio-Session mit Improvisatonscharakter denn von einem minutiös und bis ins allerkleinste Detail ausgearbeiteten und vorbereiteten (nicht-mehr-ganz-live-)Set, wie auch untenstehender Ausschnitt ihrer Performance im Amsterdamer Club Studio 80 sehr schön zeigt.

Juju & Jordash LIVE @ Studio 80, Amsterdam from Gno Pants on Vimeo.



Gestern haben die Jungs (und Mädels) von Made Like A Tree ein ausgesprochen tiefschürfendes Feature , bestehend aus einem Interview mit den beiden Musikern sowie einem Podcast, veröffentlicht, das ich wirklich jedem aufrichtig ans Herz lege, der sich (ein paar Minuten) Zeit nehmen möchte, um einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt und das Schaffen von Juju & Jordash zu erhalten. Here you go.


English (short) version: What shall I write as you already know everything about the Amsterdam based duo Juju & Jordash?! Catch them at Made Like A Tree, where they have an exclusive five star guest appearance with an interview, that I recommend you to read carefully, and a podcast, that showcase their ability to draw subtle pieces of music, of textural, ambient soundscapes, punchy driving beats, jazzy keys and lush melodies.


Mehr im Web:

Juju & Jordash
Juju & Jordash @ MySpace
Juju & Jordash @ Facebook
Juju & Jordash @ Soundcloud
Made Like A Tree
Made Like A Tree Blog

P.S. Ich weiss nicht, ob und inwieweit dieser Blog von den (Mit-)Veranstaltern und (Mit-)Verantwortlichen des Freiburger Zelt Musik Festivals (im Überflug) gelesen wird, und ob meiner Meinung auch nur irgendein Wert beigemessen wird. Aber: wären Juju & Jordash nicht ein anspruchsvoller Act, um einen Nachmittag (und Abend) des Festivals der niveauvollen, zeitgemässen ars musica zu widmen?!

Jahresrückblick I - Künstleralbum

Ach, ja, wenn man seine Rückschau zu spät schreibt, sieht es für aussenstehende Dritte immer ein wenig aus wie abgekupfert. Schliesslich haben ein gutes Dutzend Blogs und Webseiten bereits Tage und Wochen zuvor sich des Themas "Jahresrückblick" angenommen und das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Im Folgenden daher lediglich eine kleine Zusammenstellung meiner liebsten Künstleralben, die im vergangenen Jahr 2009 erschienen sind, die mich mal länger, mal kürzer begleitet haben, die ich jedoch auch über das abgelaufene Jahr nicht missen möchte. Die Frage nach einer objektiven Wesentlichkeit für die Genre House bzw. Techno lasse ich dabei bewusst offen, da jeder Hörer diesbezüglich eine andere Vorstellung hat und die Erörterung des Für und Wider doch ein wenig den Rahmen dieses Eintrags sprengen würde.


1. Ben Klock - One (Ostgut Ton) (http://www.discogs.com/Ben-Klock-One/release/1589108)
Mehr im Web:

http://thefuturist.se/2009/01/14/review-ben-klock-one/
http://www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=5910
http://pitchfork.com/reviews/albums/12803-one/
http://www.littlewhiteearbuds.com/ben-klock-one/
http://www.auftouren.de/2009/02/28/review-ben-klock-one/


2. Redshape - The Dance Paradox (Delsin) (http://www.discogs.com/Redshape-The-Dance-Paradox/release/1963516)

Mehr im Web:

http://thefuturist.se/2009/10/22/review-redshape-the-dance-paradox/
http://www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=6751
http://pitchfork.com/reviews/albums/13802-the-dance-paradox/
http://de-bug.de/reviews/38187.html


3. Lawrence - Until Then, Goodbye (Mule Electroniq) (http://www.discogs.com/Lawrence-Until-Then-Goodbye/release/1916299)

Mehr im Web:

http://www.xlr8r.com/reviews/lawrence/until-then-goodbye
http://www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=6619
http://www.dustedmagazine.com/reviews/5428

4. Sven Weisemann - Xine (Wandering) (http://www.discogs.com/Sven-Weisemann-Xine/release/1983102)

Mehr im Web:

http://www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=6885
http://www.beingboring.de/blog/sven-weisemann-xine-1stvoyage/2010/01/03/


5. John Daly - Sea & Sky (Wave Music) (http://www.discogs.com/John-Daly-Sea-Sky/release/1743096)

Mehr im Web:

http://sweetoblivionloves.com/2009/07/24/new-john-daly-interview/
http://soundscape.me/soundboard/tech-news/sea-sky-and-the-sound-of-john-daly/
http://www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=6238


6. Juju & Jordash - Juju & Jordash (Dekmantel) (http://www.discogs.com/Juju-Jordash-Juju-Jordash/release/1951138)

Mehr im Web:

http://www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=6772
http://www.monday-edition.de/2009/10/juju-jordash-juju-jordash-dekmantel-dkmntl-002/
http://www.littlewhiteearbuds.com/juju-jordash-juju-jordash-lp/
http://kurikondrak.wordpress.com/2009/09/16/juju-jordash-interview/


7. Snuff Crew - Snuff Crew (International Deejay Gigolos) (http://www.discogs.com/Snuff-Crew-Snuff-Crew/release/1980842)

Mehr im Web:

http://www.electronicbeats.net/Music/Reviews/Snuff-Crew-Snuff-Crew


8. DJ Sprinkles - Midtown 120 Blues (Mule Musiq) (http://www.discogs.com/DJ-Sprinkles-Midtown-120-Blues/release/1635238)

Mehr im Web:

http://www.xlr8r.com/features/2009/05/dj-sprinkles-house-mirrors
http://www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=5789
http://www.littlewhiteearbuds.com/dj-sprinkles-midtown-120-blues/
http://www.electronicbeats.de/2009/01/dj-sprinkles-midtown-120-blues/

Juju & Jordash - Podcast für djbroadcast.nl

Juju & Jordash - bedarf es von meiner Seite überhaupt noch einer ausführenden, erklärenden Umschreibung des israelisch-stämmigen, seit einigen Jahren in Amsterdam beheimateten Künstler- und Produzentenduos? Auch wenn sich erst im abgelaufenen Jahr die Öffentlichkeitswirksamkeit der beiden Musiker bedeutend vergrösserte, sind Gal Adner und Jordan Czamanski, wie die beiden mit bürgerlichem Namen heissen, keineswegs absolute Newcomer. Wer schon länger (oder erst seit kurzem, dafür umso intensiver) in Detroiter Gefilden stöbert, mag Juju & Jordash bereits auf Imprints wie Reggie Dokes' Psychostasia Recordings ("The Hush EP", http://www.discogs.com/Juju-Jordash-The-Hush-EP/master/9030) oder Keith Worthys Aesthetic Audio ("Subterranean Episodes", http://www.discogs.com/Juju-Jordash-Keith-Worthy-Subterranean-Episodes/release/1315536) begegnet sein. Letztere 12" liess mich die beiden entdecken, hielt mich bei den beiden fest, und seit dieser Zeit trage ich den warmen Grundton ihrer Musik in meinem Herzen.

In einer Zeit, in der sehr viele Produzenten ganz und ausschliesslich auf pc-gestütztes Produzieren setzen, nehmen Juju & Jordash eine Ausnahmestellung ein. Sie setzen auf Live-Instrumentierung im herkömmlichen Sinne, wie sie auch im Interview mit der de:bug zu Protokoll geben: "Wir versuchen vollkommen analog zu arbeiten und jeden Sound im Raum wie ein eigenes Instrument zu behandeln. Auch wenn das manchmal mehr Arbeit ist. Es fühlt sich einfach richtig an." (http://de-bug.de/mag/6987.html). Dass die beiden auch als Selectors und DJs ein sehr feines Gespür entwickelt haben, Musik auszuwählen, die sich "einfach richtig anfühlt", stellen sie in ihrer Radio Show "Off Minor" auf DeepFrequencies.Com unter Beweis.


Für das niederländische Magazin DJBroadcast haben Juju & Jordash einen Mix eingespielt, der seit seiner gestrigen Veröffentlichung bei mir fast ununterbrochen läuft. Check it out under http://www.djbroadcast.nl/podcast/id=598/episode.html.


Tracklist:

1. Mark Grusane & Mike Cole - Time and Space (Instrumental)
2. Snuff Crew - Feel Inside
3. Leron Carson - Mechanism
4. Marcus Mixx - Better Spread On Red
5. JTC - King Of The Box
6. Rick Wilhite - Drum Patterns and Memories (Moodymann mix)
7. *forgot the name at the moment*
8. Dam Funk - Galactic Fun
9. Unknown - Tanki Tanki
10. Natcho Patrol - Color Sound
11. Lerosa - Plesso
12. Specter - Body Fusion
13. The Congos - (Carl Craig Edit)
14. Juju & Jordash - Hired Guns
15. Jeff Mills - Untitled
16. Gemini - Counting Sheep


Mehr im Web: