Noch zwei Monate, und dann ist auch das Jahr 2010 Geschichte. Ich kann es kaum fassen. Wie der Laubwald wird sich auch der Freiburger Feierkalender nicht mehr ganz so artenreich und farbenfroh präsentieren. Dem Vernehmen nach wird die von mir ins Herz geschlossene Veranstaltungsreihe Somebody Scream noch nicht einmal ihr Einjähriges erleben können. Das wäre sehr zu bedauern, denn die drei Freiburger DJs (Agent Schwiech, Kowski, Shaddy), welche diese Clubnacht ins Leben gerufen haben, haben mit Oliver Hafenbauer, Langenberg, Julius Steinhoff und Tristen als Gast-DJs für ein sehr attraktives Programm gesorgt. Das einmal als Grauschleier am Freiburger Ausgehhimmel.
Wer die Jungs der Somebody Scream-Nacht im November an den Decks erleben möchte, merke sich folgende Termine vor:
Samstag, 20. November 2010, Somebody Scream im Drifter's, mit den Residents, Shaddy und Agent Schwiech.
Samstag, 27. November 2010, Bring The Beat Back mit Agent Schwiech und Kowski in der KGB Bar.
Montag, 29. November 2010, tageins mit Shaddy und zu Gast in Freiburg der Züricher Kejeblos.
Welche Termine stehen noch an?
Zum einen wird Ryan Pilcher am Montag, den 22. November 2010 den tageins musikalisch unterlegen.
Im White Rabbit hält am Samstag, der 13. November 2010 der Strange Life Club Einzug, unter anderem mit Simonis an den Plattentellern.
Ende des Monats, am Samstag, den 27. November 2010 steht dort, im White Rabbit, auch eine Ausgabe der Substance D auf dem Programm, gehostet von Alex Mason. Musikalisch wird's in Richtung Detroit Techno gehen und alles, was darum herum noch so passt.
Ach ja, Rainer Trüby wird am kommenden Samstag, den 06. November 2010 gemeinsam mit Ralph Thieme in der Jackson Pollock Bar das Haus rocken genauso wie am Samstag, den 27. November 2010 gemeinsam mit Richard Dorfmeister das Waldsee zur Root Down. Ein Klassiker. Soweit ich mich erinnern kann, war dies auch die Besetzung an den Decks bei meiner ersten Root Down.
Für gute Musik in Stuttgart schaut doch bitte auf dem Blog von Thursdays Don't Suit Very Well vorbei. Die Jungs, die hinter dieser Veranstaltung stehen, breiten sich allmählich aus, bespielen neben dem Rocker33 auch die eine oder andere Location. Im November haben sie den Freiburger Shaddy sowie den Basler DJ Neevo eingeladen, letzteres wäre doch wirklich einmal wieder Grund und Anlass genug, in Stuttgart zu feiern. An einem Donnerstag (18. November 2010). Wie dekadent!
Tübingen, Freitag, 19. November 2010, Gimme Shelter im Mancuso, und das war's dann vorerst aus dem südwestdeutschen Raum. Wer mehr weiss, bitte in die Kommentare schreiben.
Basel habe ich derzeit gar nicht auf dem Radar, ist auch nicht wirklich etwas dabei, das mich zu einer Reise in die Stadt am Rhein locken könnte. Vielleicht Dinky und Clara Moto im Nordstern, vielleicht Joey Negro in den Basel City Studios, vielleicht Jazzanova (live) im Atlantis?
Stünde ich vor der Entscheidung, nur noch ein einziges Mal in diesem Jahr ausgehen zu dürfen / können, fiele meine Wahl eindeutig auf Samstag, 20. November 2010. An diesem Abend nämlich warten in der Zukunft Alex Dallas, Lexx UND Gerd Janson - eine DJ-Konstellation, die für Musikliebhaber günstiger kaum ausfallen könnte. Da ich an diesem Wochenende jedoch anderweitig leider unabkömmlich bin,... Mehr schreibe ich dazu nicht, zu dick ist schon der Kloss im Hals.
Nun ja. Für Zürich gilt auch weiterhin: die Internetauftritte von Zukunft und Cabaret regelmässig im Auge behalten, und wer mal wieder Lust auf Supermarket bekommt, sollte dieser meiner Meinung nach am Freitag, den 12. November 2010 nachgehen, denn an jenem Abend spielen Chez Damier und die Züricher Demetrio Giannice und Dejan.
Irgendwie bin ich dieser Tage jedoch sehr unmotiviert, was den Gang in den Club betrifft. Hängt, mich selbstanalytisch hinterfragend, vielleicht mit dem eingangs geschilderten mutmasslichen Ende der Veranstaltung Somebody Scream zusammen. Diese meine Stadt des Geistes hat eine Clubmusikkultur...
English (short) version: is it a little sign of boreout that I do not feel like going out and dancing at all? Well, there's still a handful of dates that keep me hangin' out, especially when there are our local DJs Agent Schwiech, Kowski and Ryan Pilcher behind the decks. Check out the dates as listed above. I guess, travelling to Zurich on saturday, the 20th of november, attending the club night with Alex Dallas, Lexx AND Gerd Janson gracing the wheels of steel, will re-raise my spirits.
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Mixed up monday (33)
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Gross gefeiert wird dieser Tage "Kilimanjaro, der zweite Longplayer des zum Kompakt-Stammkern zählenden Aksel Schauflers alias Superpitcher. Die das Album bereits rezensierenden Print- und Online-Medien sind des Lobes voll. So schreibt beispielsweise Arno Raffeiner in der Intro "So, wie die Stücke zwischen innerer Schlichtheit und äußerlicher Perfektion gefangen sind, so stellen sie sich auch mitten in die Schnittmenge von Song und Track. Eigentlich ist „Kilimanjaro“ voll von verschmitzten Popideen, die konsequent auf Acht-Minuten-Epik für die Tanzfläche gestreckt werden." (Arno Raffeiner @ Intro) und setzt in der aktuellen Ausgabe der Groove auf seinem begonnenen Lobgebäude noch ein Stockwerk drauf wenn er schreibt: "Gefühle sind auf Kilimanjaro so vollendet in schlichte musikalische und textliche Form gebracht, dass die Schwere der Inhalte zunächst nicht auffällt..." Passend dazu Superpitchers Podcast auf Resident Advisor.
Neues auch aus dem Hause Deep Vibes Recordings und Sascha Dive, der mit "Restless Nights" sechs Jahre nach seinen ersten Veröffentlichungen, damals noch auf Dive Records, sein erstes Künstleralbum angefertigt hat. Ging es ihm auf seinen EPs um nie mehr und nie weniger als die Suche nach dem perfekten Groove, nach einem rhythmisch-metrischen Grundmodell, welches einen die ganze Nacht in Unruhe versetzen und in Bewegung halten kann, zahlen sich die Erfahrungen seiner Suchanstrengungen der vergangenen Jahre nach meinem persönlichen Dafürhalten in jedem einzelnen Track aus. Kein in tiefer Melancholie versunkener Longplayer, dafür Garant rastloser, ruheloser Nächte. Restless Nights eben.
In der Rückschau über das diesjährige Nachtdigital Festival habe ich bei Uncanny Valley noch das Set von Hombres Discos (das sind: Tiny und Spunky) gefunden. Essential! Here you go: Hombres Discos @ Nachtdigital 2010.
Das vergangene Wochenende leitete ein neuer Podcast auf Melbourne Deepcast ein. Nach Gastauftritten von Lee Curtiss und Paskal drehte sich diese Ausgabe ganz um das Label Sleazy Beats Recordings. Interview und Mix mit Monsieur Monod, einem der Labelmitgründer. Mitverarbeitet ein Track der kommenden 12" von Daniel Solar. Naiice!
Melbourne Deepcast 022: Sleazy Beats by Melbourne Deepcast
Auch auf It's OK to hate your job hat sich wieder etwas getan. Der Ongaku-Playhouse-Klang-Elektroniker Roman Flügel hat für den Monat September einen Mix eingespielt. Unwiderstehlich. Irresistible. The Sunny Side Up - Roman Flügel @ It's OK to hate your job - September 2010.
Über Facebook erreichte mich in der vergangenen Woche ein Mix, mit dem ich die heutige Rundschau abschliessen möchte. Wer hinter "Knartz IV" oder DJ Mad Diaz steht - keine Ahnung, aber mit Tracks von Omar-S ("Psychotic Photosynthesis"), Precious System ("Voice From Planet Love") oder Jori Hulkkonen im Hercules & Love Affair Remix ("I Am Dead"), ist er ausgesprochen angenehm zu hören! Check:
DJ Mad Diaz - Discopower 3000 by Knartz IV
English (short) version: last week was another busy one for me and it was impossible to browse all hundreds of music blogs in order to write down an overview with well selected mixes. Therefore only a few but they're definitely worth to listen to. We have Hombres Discos live at Nachtdigital 2010, a Sleazy Beats mix down at Melbourne Deepcast, a disco-tinged mix by an unknown music lover who calls himself "DJ Mad Diaz" and you mustn't miss Roman Flügel mixing it up for "It's OK to hate your job".
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