Wir schreiben schon wieder einen neuen Monat. April. Im Vergleich zu März oder Mai ist er bekanntlich negativ konnotiert. Er beziehungsweise vielmehr sein Wetter wird mit Adjektiven wie launisch, unberechenbar, unzuverlässig zwischen Winter und Frühling schwankend bezeichnet. Darüber gerät gerne in Vergessenheit, dass der April der erste Monat des Jahres ist, dessen Tage vollständig im Frühling liegen, der Jahreszeit, nach der wir uns nach den langen, dunklen Winterwochen sehnen.
Warum ich das schreibe? Weil es in der Regel leichter fällt, das Negative zu sehen; weil es einfacher ist, nur die schlechte Seite einer Sache zu beleuchten, nur die Nachteile einer Sache zu sehen. Ich persönlich jedoch denke, dass es einen sehr viel weiter bringt, persönlich, im Zusammenleben mit den Mitmenschen, vielleicht auch beruflich, wenn man sich auf das Schöne, Gute und Wertvolle konzentriert, und mag es zunächst auch noch so klein erscheinen.
Ein Grund zur Freude beispielsweise ist, dass in Freiburg auf dem Gebiet der elektronischen Clubmusik über das letzte halbe Jahr einiges in Bewegung geraten ist. Es gäbe dabei sicher auch genug Kritisches anzumerken, doch trauen sich diese paar Veranstalter mit Bookings Stephan Bodzin & Marc Romboy (Luna Live Tour @ Altes Stinnes Areal Freiburg), Gaiser und Barem, Stimming und Solomun oder auch Roman Flügel im Kamikaze an Künstler heran, die in Sachen House, Techno oder Elektro einige Steine in Bewegung gesetzt, die Musik vorangetrieben haben. Positiver Kollateraleffekt könnte sein, dass dadurch auch die Sensitivität des Publikums für (Deep) House / (Detroit) Techno gesteigert wird und andere Veranstalter / DJs Auftrieb erfahren. Doch jetzt zu den paar ausgesuchten Terminen für den April 2011.
Lasst uns mit Freiburg anfangen. tageins - übrigens von der Tübinger Diskothek Club 27 in seinen Urheber-/Markenrechten verletzt - wird im April Hendrik Vogel (04. April 2011), Simonis & Hubatsch (11. April 2011) sowie Thomas Brand (Camou) aus Kalrsruhe (18. April 2011) die Wochenenden von Montag auf Dienstag verlängern.
Nächste Somebody Scream findet ebenfalls schon am 08. April 2011 im Drifter's statt. An den Decks DJ Tool (of Shaddy's fame) und Kowski (Deep Station).
Eine Woche später, am Freitag den 15. April 2011, gibt es eine weitere Ausgabe der Eardrum. Meine Lieblingsveranstaltung in Sachen Hip Hop. "Down To Earth" und "Golden Era". An den Decks DJ Kefian und Funkmessiah.
Tags darauf, am Samstag, den 16. April 2011, steht das White Rabbit im Zeichen der Deep Station. Kowski und Ricordo.
Wieder eine Woche begrüsst die Jackson Pollock Bar Johanna Mercker im Rahmen der Veranstaltungsreihe Soundjuwelen. Sie kommt aus Amsterdam, ist dem Studio80-Umfeld zuzuschreiben, und einen Promo-Mix der Niederländerin zu dieser Veranstaltung gibt's obendrein.
Für Stuttgart habe ich dieses Mal nur die Thursday's Don't Suit Very Well auf dem Schirm. Sie findet statt am Donnerstag, den 07. April 2011, beginnt um 21 Uhr mit der Vorführung des Films "NY77 – The coolest year in hell" und begrüsst anschliessend als Gast an den Plattentellern Christian Beetz von Frequency Without Control. Don't miss!
Stimmt nicht ganz. Denn am Freitag, den 24. April 2011 stehen im / in den Climax Institutes der Stuttgarter Schoengeist und Knarf Skipson an den Reglern. Könnte, sollte, müsste man hingehen.
Ende Monat wird's in Tübingens Mancuso auch wieder eine Ausgabe der Gimme Shelter geben (24. April 2011), Heart Beat wird es gleich zwei Mal geben, einmal am Samstag, den 09. April 2011, ein weiteres Mal am Sonntag, den 24. April 2011.
Basel. Die Hinterhof Bar feiert die erste Ausgabe von Traxx Up, einer neuen Clubnacht. Die Macher, u.a. sind auch die Basel-Youngsters Morard und Garcon mit dabei, begrüssen dazu am Freitag, den 08. April 2011 Steffi. Place to be, an jenem Wochenende - sag ich jetzt mal so. Tags darauf, am Samstag, den 09. April 2011, wartet das Nordstern mit Guillaume & The Coutu Dumonts sowie The Mole auf. Dick!
Dann heisst es wieder bis Ende April warten, genauer bis zum Freitag, den 29. April 2011, wenn es heisst: Wrong Attitude presents: Norman Nodge. Nach Function (Sandwell Disctrict) der zweite grosse Technokünstler, den die Veranstalter dieser ebenfalls noch jungen Clubnacht an den Rhein holen. Support. Findet statt @ Das Schiff.
Selbstredend gibt's noch zahlreiche weitere Clubnächte in Basel, vor allem, wenn man nicht allzu sehr auf eine gewisse Spielart von House / Techno eingefahren ist. Aus Platz- und Zeitgründen sehe ich auf den Hinweis auf diese anderen Events jedoch einmal ab. Deswegen schon jetzt der Blick nach Zürich.
Zukunft, Cabaret, Exil, Hive, Friedas Büxe oder der Supermarket bieten wieder unheimlich viel an.
Nicht verpassen sollte man meiner Meinung nach jedoch Skudge (live) alongside Chaton und Wandler, Morgan Geist sowie die Idjut Boys, allesamt in der Zukunft. Oder Marcel Dettmann, Steffi und nd_baumecker im Hive. Das könnte sehr spassig werden.
English (short) version: handpicked events, from disco to house to techno. enjoy!
Tampilkan postingan dengan label Marcel Dettmann. Tampilkan semua postingan
Tampilkan postingan dengan label Marcel Dettmann. Tampilkan semua postingan
Lost Tracks (2)
![]() |
| http://instagr.am/p/SLD1/ |
1. Genius Of Time - Same Old Place - Aniara Recordings
In diesem Jahr konnte man es - wie in den Jahren zuvor ebenfalls - ab und zu flüstern hören. "Piano House ist zurück". Doch war dieser Auswuchs eines inzwischen feinverästelten Genres wirklich jemals weg? Genauso wie (Deep) House oder die stärker an der Musik eines Maurice Joshua, Phuture, Marshall Jefferson oder Adonis sich anlehnenden Sounds, also (Acid) House, waren diese wirklich jemals weg? Von einem Acid House Revival konnte man im Jahre 2010 ebenfalls sehr oft lesen. Vielleicht ist es idealisierend, aber House war, ist und wird - hoffentlich - immer bleiben, ob mit Acid, Deep oder eben Piano als Präfix geschrieben. Who cares about hypes?!
Was mir jedoch an diesem "Zurücksein" ausgesprochen gut gefällt, ist die Tatsache, dass - vereinfacht ausgedrückt - gute (Club-)Musik nicht mehr ausschliesslich aus den drei, vier "angesagtesten" Städten oder den Legendenkellern, gelegen im US-amerikanischen House- und Techno-Belt, stammen muss, um beachtet oder gespielt zu werden. (War früher auch schon so, wirklich Gutes hat sich seit jeher durchzusetzen vermocht, aber sei's drum).
Das zeigt beispielsweise Fabian Bruhn, Mitgründer von Aniara Recordings und das Götheborger DJ- und Produzenten-Duo Genius Of Time (an welchem Fabian Bruhn als Koproduzent beteiligt ist). "Same Old Place" ist die erste Veröffentlichung auf Aniara Recordings, und sie beinhaltet mit dem Titeltrack ein wunderbares Stück (Piano-)House. Gross!
2. DJ Koze - Rue Burnout - Pampa Records
DJ Koze nimmt sich auf "Blume der Nacht / Rue Burnout", erschienen im Frühsommer diesen Jahres auf seinem eigenen Label Pampa Records, ebenfalls dem Thema "Klavier in der elektronischen Musik" an. Und das in einer kompromisslos realistischen, mit spitzer Ironie gepaarten Weise, wie ich finde. Denn genauso wenig, wie sich das Rad an sich neu erfinden lässt, lassen sich "Piano House" und weitere Grundthemata nicht als bisher noch nicht dagewesen darstellen. Daher kommt's umso mehr auf die Persönlichkeit des Künstlers, seinen scharfen Blick für Originalität an. Beides hat DJ Koze. Ein hinkendes Synkopenmotiv, sich leicht verstolpernde Akkorde, wirr zerfahrene Soundeffekte - Rue Burnout!
3. Dettmann - Dettmann Remixed - Ostgut Ton
Mehrmals nachschauen und mich ob des Datums vergewissern musste ich mich bei Marcel Dettmanns selbstbetiteltem Debütalbum "Dettmann". Es ist tatsächlich erst in diesem Frühjahr auf Ostgut Ton erschienen. Beängstigend, diese Zeitüberlagerungen. Anyway. In Begleitung mit der Albumveröffentlichung gab's eine 12", Dettmann Remixed, auf der vier Tracks der LP von zwei von Marcel Dettmann ausgewählten Produzenten überarbeitet wurden. Berghain-Resident Norman Nodge und ein mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannter Wincent Kunth gebührte die Ehre, für Marcell Dettman zwei Remixe abzuliefern. Vor allem das Werk des letzteren hat es mir sehr angetan. Dubtechno, Techno, Detroit, wasauchimmer. Irgendwo, auf Resident Advisor oder Little White Earbuds hat ein Rezensent geschrieben, dass diese Tracks "little value outside of the club" besässen. Welches Bewertungskonzept man für diese Aussage zu Grunde legen muss, weiss ich bis heute noch nicht, aber fest steht eines: es bedarf auch Rammbock-Sounds, mit denen man die Wände eines Clubs sprichwörtlich einreissen kann. Steh' ich drauf, wenn sie so ausfallen, wie auf dieser EP.
4. Moody - Ol' Dirty Vinyl - KDJ
Demgegenüber kommen Ewigkeitssucher auf Moodymanns jüngsten Streich, "Ol' Dirty Vinyl" auf ihre vollen Kosten. Mehr Worte zu dieser EP verlieren, bedarf es eigentlich nicht. Vielleicht noch dies: man sollte tunlichst nicht die eigene Vorstellung von House und Soul und Jazz zum Mittelpunkt der House-Musik-Welt machen, denn Kenny Dixon Jr. a.k.a. Moodymann a.k.a. Moody war, ist und bleibt auch hoffentlich unangepasst, unbequem und - auf den ersten Anschein - unnahbar. Meisterwerk verschrobener Schönheit!
5. Various Artists - Secret Weapons Part 4 - Innervisions
Die Fortsetzungsreihe "Secret Weapons" auf Innervisions zählt meiner Meinung nach zum Besten des Labeloutputs. Die Labelbetreiber stellen hierauf ihre erstklassigen Selectorqualitäten unter Beweis. Sie lassen Larry Heards "Deja Vu" in einem neuen Remix auferstehen, erfreuen mit einem weiteren Edit des Labelbetreibers Dixon, einem soulig perkussiven Stück aus den Händen Boddhi Satvas und rühren zu Freudentränen mit einem Remix der Tuff City Kids (Gerd Janson und Philip Lauer). Gross!
English (short) version: the follow up of my year's end Lost Tracks series is pointing at two different approaches to electronic club music based around the piano. It is "Rue Burnout" by DJ Koze and "Same Old Place" by Genius of time, both beautiful in their own way. Then it features some how-to-punch-hard-but-elegant remixes by Norman Nodge and Wincenth Kunth on Ostgut Ton, Moodys solitary point of view about house fusioning with jazz, or if you like, jazz fusioning with house. And to finish off, it features the fourth edition of "Secret Weapons", released this spring on Innervisions.
Labels:
Âme,
deep,
disco,
DJ Koze,
Dorisburg,
dub techno,
Genius Of Time,
Gerd Janson,
house,
Innervisions,
Larry Heard,
Lost Tracks,
Marcel Dettmann,
Moodymann,
Norman Nodge,
Philip Lauer,
Techno
Termine im Dezember
Erster Dezember. Schneefall. Wie sehr liebe ich den schimmernden Kristallglanz und die Stille, die sich über die nächtliche Stadt legen. Am liebsten stünde ich - sofern das heutzutage überhaupt noch möglich ist - auf einem einsamen Berggipfel und betrachtete das sanfte Flockentreiben, das die Umgebung wie mit einem Mantel des Friedens zudeckt. Der Drang, die eigenen vier Wände zu verlassen, ist denn auch einer, der mich am Wochenende weniger in die Clubs denn vielmehr auf tiefverschneite Anhöhen des Schwarzwaldes führt. Neue Schneeschuhe müssen her, und zwar sofort!
Dementsprechend bin ich gar nicht so unglücklich, dass der Ausgehkalender nicht ganz so viele Dates bereithält, die es in den eigenen Terminplaner zu übertragen gilt. Ein bisschen tageins, eine Somebody Scream, und damit hat es sich auch schon.
tageins wird die kommenden Montage von Deejay Hubatsch (früher noch öfters unter dem Pseudonym Uncut unterwegs), Agent Schwiech und Christian Gimbel bestritten. Musikalisch geht's also von (Neo- und Elektro-)Disco / Elektro über klassisch House und Techno bis hin zu Minimal/Tech-House. Immer Montagabend, ab 22 Uhr, im Waldsee.
Die Somebody Scream wird am Samstag, den 18. Dezember 2010 stattfinden. Wer von den Residents an den Decks stehen wird und ob ein auswärtiger DJ einen Gastauftritt haben wird, ist derzeit noch offen. Mehr Informationen entnehmt der Facebook-Seite, die regelmässig auf den aktuellen Stand gebracht wird.
Tags zuvor, am Freitag, den 17. Dezember 2010, wird Till von Sein in der Jackson Pollock Bar auflegen. Wäre 'ne Überlegung wert, wäre die Angewöhnungszeit an die Jackson Pollock Bar nicht ganz so nervaufreibend und brächte sie keine Leberschaden hervorrufende Nebeneffekte mit sich.
Was sonst so geht (DJ Hike, Rainer Trüby und Ralph Thieme werden im Dezember ebenfalls in der Jackson Pollock Bar spielen), bitte den entsprechenden Facebook- oder MySpace-Auftritten entnehmen oder Subculture zu Rate ziehen.
Stuttgart? Klar, Thursday's Don't Suit Very Well erfreut bereits morgen, Donnerstag, den 02. Dezember 2010, wie gewohnt im kleinen Raum des Rocker33. Der Facebook-Seite der Veranstaltung entnehmt bitte die weiteren Termine, an denen ein TDSVW-DJ an den Wheels Of Steel drehen wird. Wer (immer noch) nicht weiss, was für ein Sound ihn dort - unter anderem - erwartet, höre doch einmal in den Guest Mix des TDSVW-Mitglieds Florian Ehing rein.
Tags darauf, am Freitag, den 03. Dezember 2010, kann man ein weiteres Mal ins Rocker33 einmarschieren. DJ Thomilla und Friction geben ein Stelldichein als Bodymovin'. DJ Friction wird im Dezember auch noch an vielen anderen Locations in und um Stuttgart zu hören sein. Hierfür am besten einen Blick auf seine Facebook-Seite werfen. Vierzehn Tage später, am Freitag, den 17. Dezember 2010, begrüsst das Rocker die Berghain-Residents Ben Klock und Marcel Dettman. Ansonsten halt Kaputtraven und so.
Ein paar Kilomenter neckaraufwärts in Tübingen hostet das Mancuso eine weitere Ausgabe der Gimme Shelter, und zwar ebenfalls am Freitag, den 17. Dezember 2010. Tags darauf feiert der Club auch sein vierjähriges Bestehen, und da ich an jenem besagten Wochenende in Tübingen zu einer Abschieds- und Abschiessparty eingeladen bin, werden wir dort vermutlich auch noch aufschlagen.
In Ulm hält die Bleepgeeks-Crew ein weiteres Mal die Fahne hochwertiger Clubmusik hoch. Für ihr Event, das am Samstag, den 18. Dezember 2010 stattfinden wird, haben sie Traxx aus Chicago und Npnk aus Dresden eingeladen. Mehr dazu erfahrt ihr mit Sicherheit auf dem Bleepgeeks Blog.
Basel. Das Schiff fährt ganz nett 'was auf für den stilvollen Rave mit DJ Hell, C-Rock (Motorcitysoul), Bruno Pronsato und Björn Wilke. Das Nordstern begrüsst unter anderem Steve Bug, Adultnapper, Matthew Johnson, und ansonsten bin ich diesmal ein wenig unterinformiert.
Zürich. G-Man, DJ Koze, Maurice Fulton, Matias Aguayo, DJ Kaos, Lexx, Kejeblos und - am Donnerstag, den 30. Dezember 2010, der Freiburger DJ Shaddy. Alle in der Zukunft. Das Cabaret bringt u.a. Wareika und Kalabrese zusammen, während im Exil der Hamburger Erobique am Samstag, den 11. Dezember 2010, auftreten wird.
Das war's denn auch schon für das Jahr 2010. Und wer sich wundert, dass kein einziger Hinweis auf eine Silvesterparty aufgenommen wurde: New Years Eve Still Suck!
English (short) version: December. Calm-down time. I'd recommend you going out for a walk and enjoy the fir trees beautifully ensnowed with - hopefully - huge snow in forests than queuing up for a club entry. That's why I did not highlight that many events. Just the most worthy of club music culture. Tageins and Somebody Scream in Freiburg, Thursday's Don't Suit Very Well in Stuttgart besides Ben Klock and Marcel Dettman, and a handful of excellent musicians in Zurich, DJ Koze, Maurice Fulton, and so on. Enjoy!
Dementsprechend bin ich gar nicht so unglücklich, dass der Ausgehkalender nicht ganz so viele Dates bereithält, die es in den eigenen Terminplaner zu übertragen gilt. Ein bisschen tageins, eine Somebody Scream, und damit hat es sich auch schon.
tageins wird die kommenden Montage von Deejay Hubatsch (früher noch öfters unter dem Pseudonym Uncut unterwegs), Agent Schwiech und Christian Gimbel bestritten. Musikalisch geht's also von (Neo- und Elektro-)Disco / Elektro über klassisch House und Techno bis hin zu Minimal/Tech-House. Immer Montagabend, ab 22 Uhr, im Waldsee.
Die Somebody Scream wird am Samstag, den 18. Dezember 2010 stattfinden. Wer von den Residents an den Decks stehen wird und ob ein auswärtiger DJ einen Gastauftritt haben wird, ist derzeit noch offen. Mehr Informationen entnehmt der Facebook-Seite, die regelmässig auf den aktuellen Stand gebracht wird.
Tags zuvor, am Freitag, den 17. Dezember 2010, wird Till von Sein in der Jackson Pollock Bar auflegen. Wäre 'ne Überlegung wert, wäre die Angewöhnungszeit an die Jackson Pollock Bar nicht ganz so nervaufreibend und brächte sie keine Leberschaden hervorrufende Nebeneffekte mit sich.
Was sonst so geht (DJ Hike, Rainer Trüby und Ralph Thieme werden im Dezember ebenfalls in der Jackson Pollock Bar spielen), bitte den entsprechenden Facebook- oder MySpace-Auftritten entnehmen oder Subculture zu Rate ziehen.
Stuttgart? Klar, Thursday's Don't Suit Very Well erfreut bereits morgen, Donnerstag, den 02. Dezember 2010, wie gewohnt im kleinen Raum des Rocker33. Der Facebook-Seite der Veranstaltung entnehmt bitte die weiteren Termine, an denen ein TDSVW-DJ an den Wheels Of Steel drehen wird. Wer (immer noch) nicht weiss, was für ein Sound ihn dort - unter anderem - erwartet, höre doch einmal in den Guest Mix des TDSVW-Mitglieds Florian Ehing rein.
Tags darauf, am Freitag, den 03. Dezember 2010, kann man ein weiteres Mal ins Rocker33 einmarschieren. DJ Thomilla und Friction geben ein Stelldichein als Bodymovin'. DJ Friction wird im Dezember auch noch an vielen anderen Locations in und um Stuttgart zu hören sein. Hierfür am besten einen Blick auf seine Facebook-Seite werfen. Vierzehn Tage später, am Freitag, den 17. Dezember 2010, begrüsst das Rocker die Berghain-Residents Ben Klock und Marcel Dettman. Ansonsten halt Kaputtraven und so.
Ein paar Kilomenter neckaraufwärts in Tübingen hostet das Mancuso eine weitere Ausgabe der Gimme Shelter, und zwar ebenfalls am Freitag, den 17. Dezember 2010. Tags darauf feiert der Club auch sein vierjähriges Bestehen, und da ich an jenem besagten Wochenende in Tübingen zu einer Abschieds- und Abschiessparty eingeladen bin, werden wir dort vermutlich auch noch aufschlagen.
In Ulm hält die Bleepgeeks-Crew ein weiteres Mal die Fahne hochwertiger Clubmusik hoch. Für ihr Event, das am Samstag, den 18. Dezember 2010 stattfinden wird, haben sie Traxx aus Chicago und Npnk aus Dresden eingeladen. Mehr dazu erfahrt ihr mit Sicherheit auf dem Bleepgeeks Blog.
Basel. Das Schiff fährt ganz nett 'was auf für den stilvollen Rave mit DJ Hell, C-Rock (Motorcitysoul), Bruno Pronsato und Björn Wilke. Das Nordstern begrüsst unter anderem Steve Bug, Adultnapper, Matthew Johnson, und ansonsten bin ich diesmal ein wenig unterinformiert.
Zürich. G-Man, DJ Koze, Maurice Fulton, Matias Aguayo, DJ Kaos, Lexx, Kejeblos und - am Donnerstag, den 30. Dezember 2010, der Freiburger DJ Shaddy. Alle in der Zukunft. Das Cabaret bringt u.a. Wareika und Kalabrese zusammen, während im Exil der Hamburger Erobique am Samstag, den 11. Dezember 2010, auftreten wird.
Das war's denn auch schon für das Jahr 2010. Und wer sich wundert, dass kein einziger Hinweis auf eine Silvesterparty aufgenommen wurde: New Years Eve Still Suck!
English (short) version: December. Calm-down time. I'd recommend you going out for a walk and enjoy the fir trees beautifully ensnowed with - hopefully - huge snow in forests than queuing up for a club entry. That's why I did not highlight that many events. Just the most worthy of club music culture. Tageins and Somebody Scream in Freiburg, Thursday's Don't Suit Very Well in Stuttgart besides Ben Klock and Marcel Dettman, and a handful of excellent musicians in Zurich, DJ Koze, Maurice Fulton, and so on. Enjoy!
Les Nuits Sonores 2010
Dass Lyon als Seidenstadt und Gourmetmetropole beschrieben wird, ihr in der französischen Sprache gerne der Übername "ville de gueule" zugeschrieben wird, weiss jeder, der einmal einen Reisefaltprospekt zum Thema Frankreich beziehungsweise Städtereisen in den Händen hielt. Auch Kulturreisen einleitende Sätze schürfen meist nicht tiefer. Eigentlich egal, denn auch in der elektronischen Musik geht es nicht anders zu und her. Man merke sich Chicago, Detroit, Moodymann und Theo Parrish, und damit fährt man auch über längere Zeit hinweg sehr gut. Deswegen Klappe halten und zum Wesentlichen kommen. Von ungefähr April bis in den Oktober hinein ist - bekanntermassen - Festivalzeit, und auch der Südwesten Deutschlands wartet mit einem dieses Jahr zwei Tage andauernden Rave, der Sea Of Love auf. Auch wenn deren Veranstalter in diesem Jahr - objektiv betrachtet - dick aufgefahren und Booking-technisch sich ins Zeug gelegt haben mit bestätigten Acts wie Paul Kalkbrenner (live), Monika Kruse, 2ManyDJs, Tiga, Ellen Allien & Co., kann ich persönlich diesem Line Up nicht viel abgewinnen, was mich zur Investition in eines der Tickets bewegen könnte. Anyway. Auf mich sind die Veranstalter ja nicht angewiesen, um finanziell über die Runden zu kommen.
Womit ich hingegen in diesem Jahr wieder liebäugle, ist ein (verlängerter) Wochenendtrip in die eingangs erwähnte französische Stadt Lyon, in der in diesem Jahr bereits zum achten Mal das Festival Nuits Sonores stattfinden wird, und zwar vom Mittwoch, den 12. Mai 2010 bis einschliesslich Sonntag, den 16. Mai 2010.
Der Blick auf das Programm liess und lässt mein Herz höher schlagen. Mayer Hawthorne, Matthew Herbert, The Juan Maclean, Prins Thomas, Todd Terje, Lindström & Christabelle, Ben Klock vs. Marcel Dettmann, Hudson Mohawke, Optimo, Pilooski, Dixon, und nicht zuletzt am Samstag, den 15. Mai 2010 wird nach 2008 wieder eine Ausgabe von Body & Soul stattfinden, also Danny Krivit, Francois Kevorkian und Joe Claussell, von 15 bis 23 Uhr. Mal sehen...
English (short) version: just a little piece of advice if you don't know what to do in May 2010. Why not spending some time in the historical region of Burgundy and its capital Lyon when there will be "Les Nuits Sonores", a festival for all kinds of electronic and independent music? Showcases by Prins Thomas, Todd Terje, Lindström, Matthew Herbert, Ben Klock vs. Marcel Dettmann, Dixon, and so on...
Mehr im Web:
Nuits Sonores
Nuits Sonores @ MySpace
Nuits Sonores @ Facebook
Album Previews
Ein kurzer abendlicher Blick auf die Onlineausgabe der Badische Zeitung vermag es hin und wieder, einem den Appetit zu verderben. Meist sind es die unmotiviert und seelenlos verfassten Konzertrezensionen, deren Autoren sich oftmals reichhaltig aus dem Klischeebaukasten für journalistische Konzertbesprechungen bedienen, die mich die Seite wieder zum schnellen Verlassen auffordern. Heute Abend war's ein Artikel über die (aktuelle) Kriminalitätsstatistik, und da ist Freiburg Spitzenreiter. Eine (quantitative) Gewaltsteigerung konnte und durfte auch ich im vergangenen Jahr über am eigenen Leib feststellen. Wurde ich die (vielen) Jahre zuvor noch nie auf meinem (nächtlichen / morgendlichen) Nachhauseweg von (durchaus auch gewaltbereiten) (Ghetto-)Kids angehalten und von der Seite angegangen, hatte ich im vergangenen Jahr zwei Mal das Vergnügen mit der
In Zukunft bleibe ich einfach zuhause und überlasse das Nachtleben endgültig allen, sich alltersmässig zwischen Ü20 und U22 bewegenden Jungs und Mädels, die Gruppe, aus denen sich das Freiburger Nachtleben hauptsächlich konstituiert. Anyway. Denn ein Blick in den Veröffentlichungskalender der kommenden Wochen verheisst ausschliesslich Gutes und entschädigt für die eine oder andere zuhause verbrachte Nacht. Vier Alben stehen nämlich in den Startlöchern, allesamt produziert von Künstlern, deren Output ich über die vergangenen Jahre sehr geschätzt habe.
Da wäre zum einen Phillip Sollmann alias Efdemin. Auf den 24. Mai 2010 ist die Veröffentlichung seines zweiten Künstleralbums angesetzt. Es wird den Titel "Chicago" tragen, und ich bin schon jetzt sehr gespannt, wie Efdemin diese Stadt, (eine der) Geburtstätte(n) der House Musik, als gedanklichen Überbau für seine persönliche, musikalische Interpretation in seine zehn Tracks verarbeiten wird. Für weitere Infos hier lang.
Ebenfalls im Frühjahr diesen Jahres wird der Underground Quality-Chief, DJ Jus-Ed mit "Next Level" ein (weiteres) Künstleralbum vorlegen. Revolutionen und Reformationen in Sachen House sind dabei keinesfalls zu erwarten, sondern vielmehr zehn grundsolide Tracks in bester Underground Quality-Manier. (DJ Jus-Ed und der Output auf seines Labels lassen mich stets an einen Werbeslogan des Schweizer Mineralwasserunternehmens Valser denken, mit dem das Unternehmen auf sein Mineralwasser aufmerksam machte: "Alles wird besser. Valser bleibt gut." Auch Underground Quality und DJ Jus-Ed bleiben gut!)
In etwas mehr als einem Monat wird das Berliner Label Ostgut Ton sich über die Geburt eines weiteren Albums freuen dürfen. Tage und Nächte im Studio verbracht hat dafür Marcel Dettmann. Bin schon sehr gespannt auf seine zwölf Tracks (einschliesslich Intro / Outro), in denen sich der Berghain / Panoramabar-Resident an der Detroit-Berliner Techno-Tradition abgearbeitet hat. Mehr dazu weiss - mal wieder - Resident Advisor, und an dieser Stelle sei noch einmal auf die Gespräche bei Little White Earbuds und in der de:bug verwiesen.
Nicht mehr lange muss man auf das letzte Album warten, auf das ich an dieser Stelle kurz eingehen möchte. Wayne Goodlitt beziehungsweise Roska heisst dessen Urheber und Schöpfer der darauf befindlichen Musik. Diesen Vertreter der UK Funky-Szene (oder wie auch immer man dieses weitere Untergenre bassschwerer Musik aus Londons Süden oder Bristol nennen mag) kannte ich bis vor kurzem noch nicht, doch was der Junge an Musik zwischen zerhäckselten Atari-Sounds und orchestralem Grossaufgebot veröffentlicht, beeindruckt mich ungemein. Daher an dieser Stelle auch eine kleine Linksammlung zu Bild-, Text- und Klangmaterial des jungen Briten:
Roska Online
Roska @ MySpace
Roska @ Youtube
Roska @ Twitter
Fact Mix # 23 - Roska
Hyp! Hyp! Hyp! Mix - Roska
Xlr8r Podcast # 106 - Roska
Roska @ Red Bull Music Academy
English (short) version:
Statistically speaking, my hometown Freiburg is the most criminal in the southwestern part of Germany. Therefore i'd rather stay at home than go out at night. For this reason, i'm definitely looking forward to purchasing a few artist albums that face their release in spring 2010 in order to enjoy music at home. There's one by Dial-Artist Efdemin, another by Underground Quality Head DJ Jus-Ed, Marcel Dettmann will debut with a full length on Ostgut Ton, and finally nu breed Roska will step into album territorries.
P.S. Das Bild stammt - wie das vor ein paar Tagen unter Leseempfehlung (2) veröffentlichte - von Anastasia Stricker aus Schwäbisch Gmünd.
Langganan:
Postingan (Atom)


