Da ist es wieder. Das Gefühl, das ich schon bei "It Is What It Is", erschienen auf Semesters II und den vielen anderen Tracks von Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium hatte. Von einer Minute auf die andere könnte ich anfangen zu weinen. Es ist ein befreiendes, die Seele reinigendes Weinen, vielleicht auch ein sehnsüchtiges Weinen, das Träume und unausgesprochen Unerfülltes zu dieser einen Reaktion verdichtet.
Es ist schon erstaunlich, vielleicht ein wenig erschreckend sogar, welch direkten Zugang der Mann aus Brooklyn zu meinem Gefühlszentrum besitzt - beziehungsweise wie leicht sich seine Musik Zugang dazu verschaffen kann. Blitzschnell, wie Usain Bolt, der jamaikanische Supersprinter, geht mir seine Musik zu Herzen. Zwar kommt in letzter Zeit doch ein wenig Angst bei mir auf, dass er sich durch zahlreiche Reshape-Aufträge ein wenig abschleift, dass die Frische seiner Musik einem schnelleren Verderb unterliegt und auslaugt. Doch dann bringt er mit "The Incredible Adventures Of Captain P" eine 12" mit drei Tracks - ein Teaser zu seinem gleichnamigen Album -, auf denen er wieder einmal meisterhaft die Ästhetik des Einfachen beschwört. Die Kicks pumpen schwer, metronomisch präzise und trocken. Der Bass murmelt tief und sorgt für eine mystische Stimmung. Die Instrumentierung ist sparsam, erzeugt jedoch ein elegisches, melancholisches Flair. House. Deep House.
The Incredible Adventures Of Captain P e.p. by Fred P.
English (short) version: somber, melancholic and elegic tones - this is Fred P. a.k.a. Black Jazz Consortium.
Mehr im Web:
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ Facebook
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ Soundcloud
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium - Podcast Louche Music
Tampilkan postingan dengan label Black Jazz Consortium. Tampilkan semua postingan
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Mixed up... (56)
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| http://narr27.tumblr.com/post/3859720492 |
Obendrein erschüttert mich, dass zahlreiche Gruppierungen, radikale evangelikale Apokalyptiker oder Witzemacher mit Mario Barth'scher Niveaufreiheit, dieser Tage wieder vermehrt von sich hören lassen. Sie hängen sich an diese Ereignisse ran und instrumentalisieren und missbrauchen sie für ihre niederen Zwecke. Das finde ich schlichtweg zum kotzen genauso wie die Streuwirkung auf Facebook & Co. Auswüchse einer vernetzten Welt, die man hinzunehmen hat - genauso wie diese unsäglich makaberen, empathiefernen Beiträge neoliberaler Blogger. Zu deren Aussagen Stellung zu nehmen, empfiehlt sich allerdings nur bedingt. Man duelliert sich mit intellektuell Unbewaffneten.
Zurück zu den Mixtapes. Vor zwei, drei Tagen hat Dan Snaith alias Caribou auf seiner Soundcloud jede Menge Podcasts geteilt, die er in den letzten Monaten für diverse Blogs und Websites eingespielt hat. Sein Resident Advisor Podcast ist dabei, ebenso sein Mix für Allez-Allez. Stets eine schöne Zusammenstellung von eigenen Tracks gemischt mit House von Theo Parrish, Moodymann oder Mr. Fingers sowie Leckerbissen aus einer gut gefüllten Schachtel bunter Soundpralinen jeglicher Genre.
DJ Sets by Caribouband
Das kleine feine Label Terpsiton, das zuletzt mit "The XChange", einer 12" von Smallville's Dionne auf sich aufmerksam gemacht hat, verteilt seit einigen Wochen über seine gelb-orange Klangwolke Mixtapes der labelnahen Künstler. Zwei davon habe ich bis jetzt angehört. Mehrmals. Bin schwer beeindruckt.Ich hoffe, euch wird es genauso gehen.
Der erste Mix stammt von Kai von Glasow. Er hat die Veröffentlichungsreihe des Labels Terpsiton mit "Where Do We Go Wrong" (und weiteren Tracks) begonnen:
Terpsiton MIX TAPE "Higo Bloiko" (by Kai von Glasow) by TERPSITON
Für den zweiten Mix verantwortlich zeichnet Niklas Grosse Hündfeld a.k.a. Niki:
Terpsiton MIX TAPE "Jolifanto Bambla" (by NIKI) by TERPSITON
Fahrt in Richtung Chicago nimmt im folgenden Mix der Vinylgroover Johannes Albert auf. Rough Acid House Love!
Johannes Albert - Rough Acid Love House by johannes albert
Mit seinen Mixtapes fängt Späk nicht nur regelmässig Mäuse, sondern zieht enthusiastische House-/Techno-Fans in seinen Bann - mich eingeschlossen - und vergrössert die Schar der Stammhörer von Mix zu Mix. Im Anschluss an Johannes Alberts rohe Acid-Liebe kann es ja nur rough & dirty weitergehen:
basement - rough and dirty...mix by späk by späk
Rohkost aus House und Techno serviert auch Louche aus Leeds / London. Die Veranstalter haben für ihre bevorstehende Party Fred Peterkin alias Fred P / Black Jazz Consortium gebucht. Dieser wiederum hat als Amuse-Gueule einen Podcast vorausgeschickt:
Fred P - Podcast @ Louche
Sein Underground Quality-Homie DJ Jus-Ed war bei Melbourne Deepcast am Start und hat die Podcast-Reihe bereichert und zudem noch ein paar Fragen beantwortet. Check:
Jus-Ed - Interview & Podcast @ Melbourne Deepcast
Ray Jones aus Basel, DJ, Produzent, Soulful-House und Garage-Nostalgiker, hat sich durch das frühlingshaft anregende Wetter inspiriert gefühlt, einen neuen Mix auf seine Soundcloud zu packen. Azuni, Prommer & Barck, Steffi, und so weiter. Jus' dance, baby!
RayJones-DeepCarnival March Mix 2011 by Ray Jones
Den Abschluss macht heute Steffen Bennemann aus Leipig. Als Koi hat er mit "Deaf Torero" eine EP auf Styrax Leaves veröffentlicht, deren Dub Techno-Tracks mich auch heute noch die materielle Erde verlassen und zu astralen Ebenen schweben lassen. Genauso wirkt auf mich auch der Mitschnitt seines Sets aus der Panoramabar vom vergangenen November. Highly recommended!
steffen bennemann - panoramabar 25.11.2010 by steffenbennemann
English(short) version: this may sound shallow and superficial, but I honestly feel with the people in Japan that are suffering from the effects of last friday's severe earthquake and tsunami. A natural, environmental and human catastrophe like this leaves me speechless.
Besides of this, one thing really makes me angry: articles, blog posts and comments published by radicals evangelical movements, right-wing charismatic christians and so-called comedians who either welcome the earthquake or make fun of the victims. Fuck you, stupid morons!
To calm down, I highly recommend you the mixes by Dan Snaith a.k.a. Caribou. Perfect blend of own material with music from Moodymann, Theo Parrish, Mr. Fingers and all kind of obscure, soul-ish, jazzy music. Then you'll find a nice selection of house-not-house mixes by Johannes Albert, Späk, Fred P, Jus-Ed, and Terpsiton Muzik artists. Enjoy!
Daso - Why Try
Mit Daso begrüsst Keep-it-Deep einen neuen Namen auf dem Blog. Es ist kein unbekannter, dafür ein unerwarteter Name. Daso, Daso Franke, ein in Köln (oder inzwischen doch in Berlin) beheimateter Produzent, der, wie jeder de:bug-Leser weiss, in Indien geboren und in Hannover aufgewachsen ist (Quelle). Veröffentlichungen verzeichnet er auf Label wie My Best Friend, Spectral Sound, Connaisseur Recordings sowie verschiedensten Ablegern dieses Imprints. Für mich wird er immer synonymisch stehen zu Absinth, denn seine zweite 12" auf Connaisseur Recordings trägt diesen Titel. Es ist, das gebe ich offen zu, auch die einzige seiner Platten, die ich bewusst wahrgenommen habe und die mir vom Klangbild und der Rhythmik her im Gedächtnis geblieben ist.
Zu dieser könnte nun eine weitere hinzukommen, und zwar "Why Try", die dieser Tage auf einem neuen Label, nsyde music, erscheint. Es ist die kürzlich ins Leben gerufene Veröffentlichungsplattform des in Berlin lebenden Richard Zepezauer. Dort bewegt er sich vornehmlich als DJ, und wer aus zeitlichen oder logistischen Gründen dort nicht allzu oft im Nachtleben unterwegs sein kann, hatte in diesem Sommer die Möglichkeit, auf Monday Edition Einblick zu nehmen in den musikalischen Kosmos des Berliners. Denn für dieses Blog spielte er einen Podcast ein. Wer sich erinnert (oder nachschauen mag), kann feststellen, dass sein Mix den Titel Nsyde The Lovebox trägt - vielleicht zu dieser Zeit schon ein kleiner Hinweis? Da sich im Nachhinein diese Konnexität sehr leicht herstellen lässt, soll es damit auch schon sein Bewenden haben.
Ohne grosses Aufhebens hat Richard Zepezauer nun sein Label gestartet. Einfach, deutlich und verständlich die Selbstbeschreibung und Programmansage, die man unter anderem auf Soundcloud lesen kann: "Nsyde Music is a Berlin based label releasing Techno & House and beyond. Nsyde music is simply about what can be found inside of music. Without any musical bounderies nsyde music wants to reunite different electronic genres with one similarity: its deeper soul!". Keine Berührungsängste, keine Genregrenzen, keine Scheuklappen - das zeigt bereits die Zusammenstellung ausübender Künstler auf der ersten 12". Daso sowie Reade Truth und Fred P (a.k.a... ihr wisst schon) als Remixer. Dieser, Fred P, war es denn auch, der mich hat aufhorchen und meine Scheuklappen ausziehen lassen. Zu Recht.
Mit "Why Try" zeigt sich Daso von einer sehr zartfühlenden Seite. Hier haben schwere Kickdrums und tiefe Basslines ihre dominante Grundhaltung zu Gunsten eines Flächen-, Sphären und Harmoniespiels abgegeben. Zurückhaltend ist ihr Auftritt, um die Klangwolken, gläsern wie Schmetterlingsflüge, nicht zu verletzen. Schön.
DASO - Why try (Orginal) nsyde001 - snippets by · n s y d e ·
Der New Yorker Fred P verbindet in seinem Reshape (ich muss dabei stets an Redshape denken) setzt dem ephemeren, also flüchtigen, vergänglichen Erscheinungsbild des Originals eine geradezu vor Vitalität rauschhaft trunkene Beat- und Bass-Ausarbeitung entgegen. Er lässt mich mit offenem Mund dastehen, denn ein ums andere Mal staune ich, wie stark er seine Tracks einkochen und auf ein paar wenige Elemente reduzieren kann, ohne dabei Schönheit und Seelenkraft einzubüssen.
Daso - Why Try (Fred P Reshape) nsyde001 - snippet by · n s y d e ·
Bleibt schliesslich noch Reade Truth, ebenfalls ein New Yorker, und dort vor allem im Genrebereich des Techno unterwegs gewesen. Offbeat, schwebende Synkopen, von langen Melodiebögen durchwandert - seinen Remix muss man sich für ganz besondere Stunden aufheben. Killer. Killer EP insgesamt!
Daso - Why Try (Reade Truth Rmx) nsyde001 - snippets by · n s y d e ·
English (short) version: nsyde is a new label founded by Berlin based DJ Richard Zepezauer and meant to cross borders and deliver sounds from the deeper side of electronic club music. Well, nowadays everyone will write this on his label profile. But content matters. And "Why Try" is - in a word: KILLER! Smooth original by Daso and two stunning remixes by Fred P and Reade Truth. WOW!
Mehr im Web:
Daso @ MySpace
Daso @ Facebook
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ MySpace
Reade Truth
Reade Truth @ MySpace
Reade Truth - Podcast & Interview @ Made Like A Tree
Rewind - Finn Johannsen im Interview mit Richard Zepezauer
MarcFM & Richard Zepezauer @ Funk Is Dirty (via soulkombinat)
nsyde @ Soundcloud
nsyde music
Zu dieser könnte nun eine weitere hinzukommen, und zwar "Why Try", die dieser Tage auf einem neuen Label, nsyde music, erscheint. Es ist die kürzlich ins Leben gerufene Veröffentlichungsplattform des in Berlin lebenden Richard Zepezauer. Dort bewegt er sich vornehmlich als DJ, und wer aus zeitlichen oder logistischen Gründen dort nicht allzu oft im Nachtleben unterwegs sein kann, hatte in diesem Sommer die Möglichkeit, auf Monday Edition Einblick zu nehmen in den musikalischen Kosmos des Berliners. Denn für dieses Blog spielte er einen Podcast ein. Wer sich erinnert (oder nachschauen mag), kann feststellen, dass sein Mix den Titel Nsyde The Lovebox trägt - vielleicht zu dieser Zeit schon ein kleiner Hinweis? Da sich im Nachhinein diese Konnexität sehr leicht herstellen lässt, soll es damit auch schon sein Bewenden haben.
Ohne grosses Aufhebens hat Richard Zepezauer nun sein Label gestartet. Einfach, deutlich und verständlich die Selbstbeschreibung und Programmansage, die man unter anderem auf Soundcloud lesen kann: "Nsyde Music is a Berlin based label releasing Techno & House and beyond. Nsyde music is simply about what can be found inside of music. Without any musical bounderies nsyde music wants to reunite different electronic genres with one similarity: its deeper soul!". Keine Berührungsängste, keine Genregrenzen, keine Scheuklappen - das zeigt bereits die Zusammenstellung ausübender Künstler auf der ersten 12". Daso sowie Reade Truth und Fred P (a.k.a... ihr wisst schon) als Remixer. Dieser, Fred P, war es denn auch, der mich hat aufhorchen und meine Scheuklappen ausziehen lassen. Zu Recht.
Mit "Why Try" zeigt sich Daso von einer sehr zartfühlenden Seite. Hier haben schwere Kickdrums und tiefe Basslines ihre dominante Grundhaltung zu Gunsten eines Flächen-, Sphären und Harmoniespiels abgegeben. Zurückhaltend ist ihr Auftritt, um die Klangwolken, gläsern wie Schmetterlingsflüge, nicht zu verletzen. Schön.
DASO - Why try (Orginal) nsyde001 - snippets by · n s y d e ·
Der New Yorker Fred P verbindet in seinem Reshape (ich muss dabei stets an Redshape denken) setzt dem ephemeren, also flüchtigen, vergänglichen Erscheinungsbild des Originals eine geradezu vor Vitalität rauschhaft trunkene Beat- und Bass-Ausarbeitung entgegen. Er lässt mich mit offenem Mund dastehen, denn ein ums andere Mal staune ich, wie stark er seine Tracks einkochen und auf ein paar wenige Elemente reduzieren kann, ohne dabei Schönheit und Seelenkraft einzubüssen.
Daso - Why Try (Fred P Reshape) nsyde001 - snippet by · n s y d e ·
Bleibt schliesslich noch Reade Truth, ebenfalls ein New Yorker, und dort vor allem im Genrebereich des Techno unterwegs gewesen. Offbeat, schwebende Synkopen, von langen Melodiebögen durchwandert - seinen Remix muss man sich für ganz besondere Stunden aufheben. Killer. Killer EP insgesamt!
Daso - Why Try (Reade Truth Rmx) nsyde001 - snippets by · n s y d e ·
English (short) version: nsyde is a new label founded by Berlin based DJ Richard Zepezauer and meant to cross borders and deliver sounds from the deeper side of electronic club music. Well, nowadays everyone will write this on his label profile. But content matters. And "Why Try" is - in a word: KILLER! Smooth original by Daso and two stunning remixes by Fred P and Reade Truth. WOW!
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Basic Soul Unit - Night Heat
Von den tropischen Nachttemperaturen einmal abgesehen, die uns der Juli vor allem in der oberrheinischen Tiefebene beschert hat, habe ich eines schon sehr lange nicht mehr erlebt: eine stimmungsmässig dergestalt aufgeheizte Tanzfläche, welche zum einen die Musik körperlich erfahrbar machen liess, zum anderen aber auch ein verstärkt physisches Interesse an seinem Gegenüber weckte. Dieser zauberhafte Augenblick, in welchem die Körper sich gegenseitig anzuziehen beginnen und sich scheinbar im Gleichtakt und Einklang bewegen. Am kommenden Monatg, wenn der Freiburger DJ Kowski bei Tageins ein paar Platten drehen wird, könnte es zu solchen Momenten kommen.Bis es so weit ist, baue ich die vorfreudige Spannung auf und setze einzelne, gezielte musikalische Impulse. Ein Impulsgeber ist der in Toronto / Canada lebende und arbeitende Stuart Li alias Basic Soul Unit, die kanadische Reinkarnation - oder Ausprägungs- und Erscheinungsform - des sagenumwobenen mythischen Jack. Dieser, wir alle haben seine heilsgeschichtliche Lehre verinnerlicht, hatte bekanntermassen den Groove, liess House werden und teilte das Erbe gleichermassen auf seine zahlreichen Anhänger und Nachfolger auf. Bekannt als Produzent, der in seinen Tracks kraftvoll voranschreitet, oftmals Snare-/Clap-Feuerwerke abbrennt und Acid-Flammen ungezügelt auflodern lässt, legt Stuart Li a.k.a. Basic Soul Unit mit "Night Heat", seiner zweiten EP auf Mule Electronic, zwar wieder temperamentvoll nach, wirkt jedoch etwas weniger ungezähmt und ungestüm, als auf seinen vorangegangenen Veröffentlichungen. "Night Heat" ist vielmehr eine sich langsam hochbrennende Flamme. Auf der B-Seite erscheint Fred P als Remixer. Er strippt den Track nahezu bis auf sein knochentrockenes Drum-Gerüst herunter und induziert damit eine hypnotische Trance, welche einen tief, tief fallen lässt. Wie zuvor Fred P und Patrice Scott auf Esperanza sich als fulminantes Gespann beweisen, tun es der Mann aus New York, Fred P, sowie Stuart Li auch auf Mule.
English (short) version: Basic Soul Unit on Mule Electronic with an example of slower-burning raw and unpolished house music topped with a stripped down remix by Fred P bringing the magic of hypnotic drums to full effect. Dope!
Mehr im Web:
Basic Soul Unit @ MySpace
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ MySpace
Mule Electronic @ MySpace
Mule Musiq
Basic Soul Unit - Podcast @ Made Like A Tree
Basic Soul Unit - Podcast @ beyondjazz.net
Fred P - Podcast @ Little White Earbuds
Fred P - In The Mix - Soul People Music @ Uzuri
Fred P / Stax / Motorcitysoul - Finale Sessions 01
Ich gebe es offen zu, dass ich leichte Vorurteile und anfängliche Berührungsängste bei dieser 12" aus dem soeben aus der Taufe gehobenen Plattenlabel Finale Sessions hatte. Zwar war mit Fred P (a.k.a. Black Jazz Consortium) mit einem eigenen Beitrag mit von der Partie, und das ebenfalls vertretene Frankfurter Produzentenduo Motorcitysoul hat sich über die Jahre hinweg zum Inbegriff für Qualitätsmusik entwickelt. Doch bei dem guten alten Miguel Davis alias DJ Stax, besser bekannt als Abicah Soul (Project), hatte und habe ich durchaus Annäherungsschwierigkeiten - zumindest was seine von afrikanischen Tribalelementen durchzogenen oder Popsong-getränkten Stücke betrifft, die auf mich irgendwie flachbrüstig und profillos wirken. So, genug hergezogen über einen DJ und Produzenten, dessen Discogs-Profil an die hundert Einträge, eigene Tracks und Remixes, aufweist, und der in Sachen deep / soulful House so etwas wie Gottgleichheit geniesst. So stellt das Label Finale Sessions drei gänzlich unterschiedliche Künstler auf seiner ersten EP vor, vereint verschiedene Herkünfte, Herangehens- und Interpretationsweisen zeitgemässer Musik, und überrascht damit äusserst positiv. Fred P hat sowieso noch nie enttäuscht, und deswegen ist "Emotive Vibrations" nur ein weiterer musikalisch äusserst feingezeichneter Mosaikstein im Gesamtwerk des New Yorkers. Im Vergleich zu früheren Produktionen verlässt er das Feld düster schwebender, sanft verhallender Synthesizer-Atmosphären und minimalistisch gespielter Drum-Sets, klingt wärmer, kräftiger, voller. Hauptwärmequelle: der Bass und die Synthies. Motorcitysoul erweisen sich mit "Love Has Saved The Day" erneut als akribische Groove-Arbeiter. Und Abicah Soul, der hier als Stax auftritt? Eine derartige Performance hätte ich von ihm nun wirklich nicht erwartet. Die Bauchtritt-Bassdrums sind top notch, erinnern an Kerri Chandler, Jovonn & friends zu Zeiten ihrer Bestform, und werden nicht durch süsslich-sentimentale Melodieläufe oder Vocals verwässert, gar zugrunde gerichtet. Mehr davon!
English (short) version: Fred P, one of my most favourite producers at the time, Motorcitysoul, my all time German (deep) house dons and Abicah Soul a.k.a. Stax alltogether on a 12" - be sure to get some heavy'n'severe hitting house music!
Mehr im Web:
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ MySpace
Abicah Soul Project @ MySpace
Motorcitysoul @ MySpace
Motorcitysoul
C-Rock
you fm clubnight c-rock 05/2010 by C-Rock
Mixed up monday (23)
Oh wie ist das schön. So schön. In meiner Wohnung zeigt das Thermometer knapp 30° C an, und endlich einmal kommt mein Hochleistungsventilator zum Einsatz, in den ich vor ein paar Jahren eine ganze Menge Geld investiert habe. In der Zwischenzeit ist er weder vom Design noch von der Technik state-of-the-art, doch er erfüllt seinen Zweck, in dem er die Luft massiv umwirbelt und sich dadurch ein kühlender Effekt einstellt. Auf den Wind Chill-Faktor setze ich auch heute Abend, wenn ich mich auf den Weg ins Waldsee mache. Ja, Montag, tageins, das übliche Ritual wird vollzogen. Heute jedoch mit einer besonders grossen Vorfreude, denn die Bernerin Sassy J steht dort nach langer, langer Zeit einmal wieder an den Plattentellern.
Zur Einstimmung auf eine allein schon aufgrund der heutigen Wettergegebenheit schweisstreibende Nacht, höre ich seit einigen Minuten in ein Mixtape rein, welches Sassy J auf ihrer Soundcloud-Page vor rund drei Tagen veröffentlicht hat. Es nennt sich "Dancefloor Meditations Vol. 1", beinhaltet Tracks von Herbie Hancock, I:Cube, Rich Medina oder Nwachukwu. Worth to check - genauso wie ihre "Dancefloor Meditations Vol. 2 & 3", ebenfalls zu finden auf der Bernerin Soundcloud-Account:
01 Dancefloor Meditations Vol.1 (2003) by Sassy J
Wie viele Wochen und Monate ist es her, dass ich auf einen ResidentAdvisor-Podcast ausdrücklich, und nicht nur in einer den Eintrag abschliessenden Klausel hingewiesen habe? Gefühlte drei Monate - aufmerksame Leser werden mich als Lügner bezichtigen - doch ich weiss es wirklich nicht mehr. Heute jedoch MUSS dieser Eintrag sein, denn Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium hat ihn für das weltumspannende Online-Fanzine eingespielt. Dope shit. Mehr gibt's dazu nicht zu schreiben. Ach ja, der Link: Fred P - Podcast @ ResidentAdvisor.
In der letzten Woche habe ich einen Eintrag über "Moving" verfasst, eine 12" von Timm Sure und Ampo unter ihrem Produzentenalias Coyote. Samstagabend, kurz bevor mich ein Anruf aus den Web-Welten zurückholte, schaute ich ganz ungeplant auf Another Night On Earth vorbei, und siehe da: ein Podcast von den beiden Balearic-Wölfen wartete, angehört zu werden. Press Play #37 - Coyote.
Die Helden der Disco-Szene geniessen Legendenstatus. Binsenweisheit. David Mancuso ist einer dieser Helden. Über ihn liesse sich ein Absatz nach dem anderen verfassen, doch dazu sind andere viel besser befähigt. Ich für meinen Teil lasse seine Musik sprechen, die mir in der vergangenen Woche das Blog Move Your Feet To The Beat vermittelt hat. Dieses Blog verweist auf zwei Mitschnitte der sogenannten "Japan Mixes", die der Disco-Don für das japanische Radio Shibuya FM eingespielt hat. Here you go: David Mancuso - It's Music (Japan Mixes).
Über Holy Water, und um ganz ehrlich zu sein: über Hunee's Blog Hunchmusic wurde ich aufmerksam auf einen Mix des Soul In The Hole-Mitglieds Sadar Bahar, der am vergangenen Samstag einen Gig gemeinsam mit Hunee und den Mitgliedern der JAW Innercity-Crew hatte. An einem geheim gehaltenen Ort - Secret Location - fand das Event statt, und alle, die entweder nicht in Berlin vor Ort oder doch vor Ort und nicht zum Kreis der Eingeweihten gehörten, gibt's als Trostpflaster einen netten Mix, den Sadar Bahar zu Promo-Zwecken vor rund drei Wochen eingespielt hat. If soul is, what you're looking for...
Sadar Bahar * No Pretty Noises by Holy Water * dance or fly
Wer über Disco & Co. mit Leichtigkeit ein paar Rotwein-getränkte Abende füllen könnte, ist der Engländer Bill Brewster, seines Zeichens Initiator der Digger-Seite djhistory.com, Buchautor, DJ, und so weiter, und so fort. Seit kurzem veröffentlicht er via Soundcloud eine Mixtape-Reihe, die sich "Bill Brewster's 80s Pause Button Tapes" nennt. Sechse an der Zahl sind es inzwischen. Hörenswert. Unbedingt!
Bill Brewster's 80s Pause Button Tapes Vol. 6 by Bill Brewster
Vol. 5
Vol. 4
Vol. 3
Vol. 2
Vol. 1
Auch schon eine Weile her ist, dass die Soundcloud-Dépendance des schwedischen Plattenladens Snickars Records einen Mix aus rarem shit bereitgehalten hat, den die Jungs von Snickars in einer freien Minute eingespielt habe. KILLER, vor allem der Song, den Mitte der 80er Jahre die Gruppe Freiwillige Selbstkontrolle komponiert hat. Ihr werdet's schon selbst herausfinden, welchen ich meine:
Snickars Balearic Mix by Snickars Records
Und zum Schluss noch etwas ohne Pomp und Süsslichkeit. Das Besti Blog versorgt uns mit einem Mix von David Kennedy, den man eigentlich nur (noch) als Ramadanman kennt. Er spielt sich durch Tracks von Martyn, Peverelist und jede Menge eigenen Materials, und nach dieser ganzen Disco-Flut, tut das sehr, sehr gut. Ramadanman - Bestimix # 23.
Das war's denn auch schon für diese Woche. Weiter geht's in der kommenden, vielleicht wieder mit mehr House, oder einmal einer ganzen Detroit Techno-Runde. Oder klassische Musik. Lasst euch überraschen.
English (short) version: What's the easiest way to beat the summer heat? Any suggestions? I will go out this night, to Freiburg's Waldsee, a small venue located deep in the dark Black Forest, where Sassy J, a djane from Berne / Switzerland, will grace the decks. In preparation for that night, I put a link to one of her outstanding eclectic mixes, and we got another dozen of mixes by Fred P, Coyote, Bill Brewster, Ramadanman, and so on. See ya next week.
Fred P - On This Vibe
Bitterlich weinen und heisse Tränen vergiessen könnte ich sowie denjenigen verfluchen, der es zugelassen hat, dass mich in der vergangenen Woche ein grippaler Infekt ausser Gefecht gesetzt hat. Vor genau einer Woche beschlich mich allmählich das Fieber, schwollen meine Lymphknoten in der Halsregion an, und ein gutes Dutzend weiterer Symptome konnte ich zu Papier bringen. Herunterfahren, drei Tage Bett hüten, und erst allmählich wieder den Motor zum laufen bringen. So sah und sieht es derzeit aus. Dieser unschöne Zwischenfall verunmöglichte es mir, am vergangenen Samstag, den 29. Mai 2010, nach Offenbach ins Robert Johnson aufzubrechen, um die Smallpeople, Julius Steinhoff und Dionne, alongside Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium an den Decks des wohnzimmergrossen Clubs zu erleben. Am kommenden Freitag, den 04. Juni 2010, spielt der Mann aus New York, Fred Peterkin, an der Seite von WHITE’s Oskar Offermann und Edward sowie Dial’s Pawel im Berliner Horst Krzbrg – zu weit weg. Fragen nach dem Warum stellen sich in solchen Fällen regelmässig nicht, aber ein wenig verwundert mich, dass kein Clubbetreiber oder Veranstalter aus Basel oder Zürich Mr. Soul People Music für ein Event gebucht hat. Bevor mir jemand ein „mach doch selber mal“ an den Kopf wirft: das finanzielle Ausfallrisiko ist in Freiburg derzeit einfach (noch) zu hoch.Genug lamentiert. Fred P wird mit grosser Sicherheit wieder gebucht werden, vielleicht sogar noch in diesem Jahr, und dann werde auch ich wieder die Möglichkeit haben, ein Set des New Yorkers zu geniessen. Bis dahin greife ich zurück auf seine unwahrscheinlich guten Mixtapes und EPs. Jüngstes Werk: „On This Vibe“, veröffentlicht vor nicht allzu langer Zeit auf dem Spanischen Label Esperanza, mit einem Remix von Patrice Scott. Um es vorab schon einmal geschrieben zu haben: die beiden bilden ein hochqualitatives Team, das noch länger so zusammenarbeiten sollte.
In der Originalfassung inszeniert Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium eine wahrhaft wundersame, epische Reise durch eine sich scheinbar grenzenlos auftuende Klangwelt. Hervorgerufen wird dieser (persönliche) Eindruck durch im Tonvolumen an- und abschwellende Synthesizerklangwogen und federleicht flirrenden Hi Hat-Sounds, die auf einem Kraftpaket von Subbass und majestätisch erhabenen, Ehrfurcht einflössenden Kickdrums ruhen. Eine einfache Synthesizer-Tonfolge als immer wiederkehrendes, hypnotisches Melodiemotiv erzeugt eine traumwandlerische Stimmung. Grossartig. Detroits Patrice Scott unterzieht „On This Vibe einer formalen Umgestaltung durch den Austausch von Formgliedern. Ruhiger erscheint dadurch die melodische Bewegung, und er scheint, ins metronomisch schlagende Herz der Drummaschinen und Synthesizer vorgedrungen zu sein, um deren Charakter zu befördern und zu unterstützen.
English (short) version: Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium makes a rare appearance in Europe with only three gigs at Robert Johnson / Offenbach, Horst Krzbrg / Berlin and at Süd Electronic / London. If you happen to be around Berlin or London this weekend: don't miss! I couldn't, and still can't, attend a gig with one of NY's finest. Therefore I'll derive comfort from his outstanding mixes and releases, and his latest musical artwork is, again, pleasure, ecstasy and pure bliss. "On This Vibe", an incredibly full and almost epic tale of deep house, and on the flip, Sistrum's own, Patrice Scott on remixing duties. They should team up more often!
Mehr im Web:
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium @ MySpace
Fred P @ MySpace
Soul People Music @ MySpace
Patrice Scott @ MySpace
Esperanza
Fred P In the mix Soul People Music1 by uzuri
Mixed up monday (17)
Es gibt schlechte Montage und es gibt gute Montage. Heute ist ein guter. Zum einen habe ich eine ganze Reihe auserlesener Mixe, die ich im Rahmen dieses Eintrags vorstellen und verlinken möchte, zum anderen blicke ich am heutigen Abend einem Deep Station-Showcase bei Tageins entgegen. There's hardly anything better!Beginnen möchte ich meine Mix-Rundschau mit einem Podcast eines DJs und Produzenten, den ich spätestens seit seinem Mix für Little White Earbuds und seinem Set im Berliner Club Tape im September 2009 auch als DJ in mein Herz geschlossen habe. Wer diesen Blog mit auch nur verhaltener Aufmerksamkeit verfolgt, konnte und kann es erahnen, dass es sich dabei um Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium handelt. Badass DJ. Für den Modifyer-Blog hat er sich in der vergangenen Woche einmal an die Turntables gemacht und einen (jedenfalls mich) sehr bewegenden Mix aus bekannten und noch unveröffentlichten Tunes eingespielt. Dope shit! Here you go:
fred p (aka black jazz consortium) - process part 205 (from the q to you)bymodyfier
Ein Künstler-Duo, das ich mindestens genauso schätze und verehre, wie Fred P, ist bzw. sind Juju & Jordash. Ihre Off Minor Radio Show, übertragen via Deep Frequency ist sowieso Pflicht, und in der letzten Woche veröffentlichte das Duo über seine Seite einen Guest Mix des Briten Martin Red, der sich musikalisch sehr schön einfügt in das eklektische Programm, das Juju & Jordash in ihrer Radio Show stets bereit halten. Recommended:
Martin Red - Golden Syrup Part 1 @ Juju & Jordash
Martin Red - Golden Syrup Part 2 @ Juju & Jordash
Wir bleiben bei einem weiteren Duo. Inn den vergangenen vierundzwanzig Monaten hat es sowohl mit seinen Releases als auch mit seinen DJ-Sets für leuchtende Augen, Strahlen, Entspanntheit und verschwitzte T-Shirts gesorgt. Die Rede ist von Daniel Müller-Sachs und Andreas Kriester alias Taron Trekka. Am ersten Mai hatten die beiden einen Gig (irgendwo bei) Jena, das Set haben sie mitgeschnitten und zum Download freigegeben. Check'em out (und Danke an Sascha von Duffbeers für den Hinweis:
taron-trekka @ cafe wagner 01.05.2010 by taron-trekka
Von nun an haben wir's nur noch mit Einzelkünstlern zu tun. Den ersten Vorzustellen bedarf es nicht, handelt es sich dabei um Greg Wilson, der für den Bestival-Blog einen exklusiven Mix eingespielt hat. "An exclusive mix with exclusive tracks - what more could you lot want?", schreiben die Jungs dieses Blogs, und deswegen halte ich auch schon meine Klappe. Besti Mix 16: Greg Wilson. Magic!
Sonnenwarme, lichtdurchflutete Atmosphäre verbreitet auch der folgende Mix. Marc Schaller vom "daily magazine for excess culture", also D*ruffalo, stand hierfür an den Decks: "More Talkin' - More Spring" heisst der Mix, und da wir auf letzteren schon über eine Woche warten, kamen diese siebzig Minuten well-assorted sun-drunk choonz gerade zur rechten Zeit. Worth to check!
More Talkin´- More Spring by b_schaller
Am Samstag Mittag habe ich mit noch sehr müden, leicht dunkel umrandeten Augen auf Matthew Hamiltons Blog Aor Disco eine - wie nicht anders gewohnte - Zusammenstellung editierter und gerubbter Songs von unter anderem Depeche Mode, Talking Heads und Human League gefunden. Mal 'was anderes, als dieser ganze deeper-than-deep Kram:
AOR DISCO EXCLUSIVE #14: Ain't Got No Trouble by Hometown Hi-Fi by AOR DISCO
Diesen kann man sich bei den Jungs und Mädels von Melbourne Deepcast abholen, die für ihre siebzehnte Ausgabe den Remoteman, Eddie C gewinnen konnten. Good shit. Eddie C @ Melbourne Deepcast.
Lars Berenroth und seine Deeper Shades Of House-Radio Show bedarf auch keiner eingehenden Einführung mehr. Mehr als 300 Sendungen kann er nunmehr verzeichnen, in denen er an der US-amerikanischen Westküste (und, weil online und damit ubiquitär erhältlich: weltweit) die Fahne für deep & soulful House hoch hält. Als Gastmixer der jüngsten Ausgabe konnte er Mr. Prime Numbers, David Wolstencroft alias Trus'Me, gewinnen. Check: Deeper Shades Of House # 329 - Guest mix by Trus'Me.
Damit wäre ich auch schon am Ende meiner montäglichen Rundschau angelangt. Wenn ihr einen Mix aus den Bereichen (Deep) House, (Detroit) Techno oder Disco wisst, nur her damit! Von morgen an geht's hier weiter mit Rick Wilhite, Alton Miller, Quenum, Donnacha Costello, Burnski, einer Leseempfehlung, und so weiter.
English (short) version: today's a fine monday because there are so many quality mixes that I want to present you. You'll find Juju & Jordash, Fred P, Trus'Me, Taron-Trekka, Greg Wilson and German crate digger Marc Schaller on mixing duties. There's barely anything better. And my greatest pleasure is to attend a Deep Station showcase at Tageins tonight at Waldsee / Freiburg. Magic! I'll be back from tomorrow presenting releases by Rick Wilhite, Alton Miller, Quenum, Donnacha Costello, Burnski, some reading recommendations, and so on...
Mixed up monday (5)
"Hey [...], gerade eben aus dem Koma erwacht. Was geht bei dir?" SMS mit diesem und ähnlichen Inhalten habe ich in den vergangenen Tagen einige erhalten. Von Bekannten, welche in der närrischen Zeit auch einmal ihre vier Wände verlassen, sich ins "Feiergetümmel" gestürzt und nach Tagen und Wochen der Ausgeh- oder Alkoholabstinenz "so richtig ordentlich einen drauf gemacht" haben. Leute wie diese, die unterm Jahr den braven Bürger, den mitdenkenden, stressresistenten und zupackenden Angestellten geben und wirklich jede Einladung zu einer Veranstaltung, ob die nun an einem Freitag- oder Samstagabend stattfindet, mit der Begründung "nee, muss Montag früh raus" ausschlagen, strömen derzeit scharenweise in die (Freiburger) Innenstadt, im Handgepäck dabei die obligatorischen Partyfläschchen. Leute wie diese sind der Grund, weshalb ich zwischen dem sogenannten Schmutzigen Donnerstag und Aschermittwoch es tunlichst vermeide, die Innenstadt und andere neuralgischen Orte aufzusuchen. Tradition hin oder her, ich bin ein Faschingsmuffel, und meine diesbezügliche Verdriesslichkeit ist nicht zuletzt auch auf solche eingangs erwähnten SMS-Schreiber zurückzuführen. Club-, Feier- und Musikkultur als oberflächlichen Lebensgenuss abtun, sich aber an Fasching krankenhausreif trinken - alles klar! Ganz zu schweigen von der Musik, denn die ist (nahezu unbestritten) scheisse!
Doch auch in dieser Woche sorgen wieder eine Unmenge an DJ-Mixen und Podcasts dafür, dass weder der Faschingsmuffel noch ein Musiknerd sich auf dem Trockenen zurückgelassen fühlen müssen. Unter anderem gibt es auf dth-house.de wieder einen neuen Mix, diesmal vom Züricher Demetrio Giannice, der mit Veröffentlichungen auf Third Ear, Drumpoet Community und seinem eigenen Label enterbt records immer wieder auf sich aufmerksam gemacht hat. Für dth-house.de gibt's eine feine Mischung unter anderem aus Gene Farris, Malik Alston oder Efdemin. Check it out.
Vor ungefähr einer Woche veröffentlichte Lerato Khati, Betreiberin von Uzuri Recordings und (Mit-)Organisatorin der Süd Electronic-Veranstaltungen auf ihrem Soundcloud-Account einen Mix des New Yorkers Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium. Top Mix (auch wenn Fred P die Messlatte im vergangenen Jahr mit seinem hervorragenden Podcast für Littlewhiteearbuds nahezu unüberwindbar hoch gelegt hat für weitere Mixe):
Soul People Music Fred P in the mix 2010 by uzuri
Zu empfehlen ist des weiteren ein Mitschnitt von Mark Es DJ-Set, aufgezeichnet im Rahmen seines Auftritts bei den Soirées Loisirs. Dieses gibt es hier zum Download.
Wer sein Archiv (auf der Festplatte) um ein paar (weitere) Set-Mitschnitte von DJs wie Daniel Wang, Todd Terje, Lindstrom & Prins Thomas bereichern möchte, sei auf das Blog der Dubliner Nachtmacher Downtownsounds bzw. Nightflight verwiesen, die vor ein paar Tagen ein paar Sets dieser Herren aus den vergangenen Jahren zum freien Download zur Verfügung gestellt haben. Zu finden unter Live @ Downtownsounds.
Abschliessen möchte ich mit dem allerneuesten Podcast auf Bodytonicmusic, eingespielt und aufgezeichnet von Juju & Jordash, die damit nahezu alle grossen Blogs / Websites beehrt und bereichert haben. (Nur auf keep-it-deep waren sie bis dato nicht. Kann ja noch kommen :) ). Zum Podcast geht's hier lang.
Wie immer gilt: wer Links zu weiteren Mixen hat, darf diese gerne in die Kommentare packen. Morgen geht's hier weiter mit der neuen 12" von Patrice Scott, Manuel Tur
DJ Qu - Party People Clap They Hands
Erschreckend, welch deutliche Leistungseinbussen ich derzeit bei meinem Kurzzeitgedächtnis zu verzeichnen habe. Anderenfalls könnte ich mich an dieser Stelle noch daran erinnern, wo ich "Party People Clap They Hands" von DJ Qu das erste Mal gehört habe. Es muss in einem Mix gewesen sein, so viel steht fest. Als erstes zöge ich entweder Tama Sumos Panoramabar-Compilation oder Fred P / Black Jazz Consortiums Podcast für Little White Earbuds in Betracht, rein musikalisch würde es auch passen, doch mittlerweile kenne ich die Tracklist von beiden Einspielungen auswendig und weiss: it ain't on the list. So viele können's nicht sein, aber ich komme jetzt einfach nicht drauf. Wer etwas dazu weiss, bitte in die Kommentare schreiben.Mit "Party People Clap They Hands" tritt Ramon Lisandro Quezada, wie DJ Qu mit bürgerlichem Namen heisst, das erste Mal auf Deconstruct Music, dem Label von Levon Vincent und Anthony Parasole, auf. Diese Verbindung entstand zum einen über den New Yorker Plattenladen Halycon Record Store, zum anderen über DJ Jus-Ed, der mit seinem Label Underground Quality einen wahren Start Hub für DJs und Produzenten geschaffen hat. So ist es auch kaum verwunderlich, dass sich auf der dritten Deconstruct 12" mit DJ Jus-Ed, Fred P, Levon Vincent und Anthony Parasole auch genau diese Label Buddies zu einer Remixtätigkeit eingefunden haben.
Wenn vom Titel eindeutig auf den Inhalt geschlossen werden kann, dann bei DJ Qus
Originalversion. "Party People Clap They Hands" ist eine eindeutige Programmansage, denn tonangebend sind die harten Claps und Bassdrums, welche regelrecht zum Tanzen auffordern. Kaum mit Flächen, Melodien oder sphärischen Klangelementen versehen, versetzt einen dieser Track in den Hinterhof eines backsteinernen Gebäudes, in dem sich ein paar Jungs zu hartem analogem Funk ihre rhythmischen Bewegungen auf den schmutzigen Asphalt zaubern. Hier möchte man im Kreis stehen, und sie mit Klatschen zu Höchstleistungen anspornen.
Den ersten Remix liefert Levon Vincent, seines Zeichens Label Co-Owner und (auch) in diesem Jahr konstant herausragende Leistungen abliefernder Produzent. Über die Drums und Bässe legt er disharmonisch-metallische Synthesizer-Klänge, die längst zu (einem seiner) Markenzeichen geworden sind. Die Frage "What's going on" wirft er als Fragment zu Recht im Break auf, denn Levon Vincents Auftritt bereichert eine Platte wieder einmal mit einer ebenso sinnlichen wie verstörenden Klangerfahrung.
Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium und Anthony Parasole, der andere Label-Mitbetreiber, haben "Party People Clap They Hands" einer kompletten Überarbeitung und Neuarrangierung unterzogen und das Original dabei stark entfremdet. Dronig-loopig , harsch und dennoch rhythmisch wirkt ihre Herangehensweise auf mich, so dass ich geneigt bin, die Genrebegriffe Noise, Industrial und EBM miteinzubeziehen. Nachvollziehbar, wenn Noah Gibson in seinem ausgezeichneten Blog schreibt, dass einem dieser Sound einen Blick in die Zukunft öffnet ("This is probably what 2010 will sound like", http://thefuturist.se/2009/12/03/review-dj-qu-party-people-clap/ ).
DJ Jus-Ed schliesslich verpackt im Vergleich zu Levon Vincent, Fred P und Anthony Parasole den Track in ein klassisches House-Gewand. Der minimalistische, treibende und technoide Sound tritt in den Hintergrund und er injiziert eine gute Dosis New York-House der 90er Jahre in "Party People Clap They Hands".
Nichts für vorweihnachtliche Wohnzimmerbehaglichkeit!
Mehr im Web:
http://www.myspace.com/strengthmusic
Interview und Podcast mit DJ Qu unter http://madelikeatree.com/Pages/qu.html sowie bei meinem Namensvetter unter http://keepitdeep.wordpress.com/2009/10/12/k-d-feature-001-dj-qu-strength-in-music/.
http://www.myspace.com/levonvincent
http://www.myspace.com/blackjazzconsortium
http://www.myspace.com/ill_house_you
http://www.myspace.com/djjused
http://www.myspace.com/deconstructmusic
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