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Mixed up monday (46)

http://joyfulpantsofbuttlol.tumblr.com/post/2186998051/jane-fonda-being-a-darling
Ein Hip Hop - Mixtape von Vincent Williams alias DJ Spinna leitet die heutige Rundschau ein. Regeln brechen, ohne dabei einen Schaden zu erleiden, lautet also die Devise. Everybody bounce!

Dj Spinna In B-Boy Mode by Dj Spinna


Disco, mehrheitlich "Edits", packt Richard Dugdale von Local Zeros in seinen "Christmas Cracker 2010"-Mix, der kaum über 95 bpm hinausgeht. Für den frühen Abend, die frühen Morgenstunden, oder einfach nur zwischendurch: Local Zeros - Chillin Xmas Mix 2010.


Wer öfters einmal von Klangwolke zu Klangwolke fliegt, wird bestimmt schon einmal auf Rubsilent gelandet sein. Mit grösster Regelmässigkeit erscheinen von ihm, der sich selbst als "Record collector, DJ, House and Techno enthusiast" beschreibt, Zusammenstellungen seiner Neuerwerbungen und Wiederentdeckungen. Lässt sich wirklich hören, auch sein neuester Mix, "Twisted Funk":

Twisted Funk by rubsilent


Eupen, Belgien, letztes Wochenende im Juni, Musik Marathon. Neben Rock und Pop erhält dort auch die elektronische Musik eine Plattform, um ihre verschiedenen Facetten vorzustellen. So hat in diesem Jahr das Label Meakusma eine längere Spielzeit eingeräumt bekommen und Künstler wie Juju & Jordash, Madteo oder Immer.Chic an die Plattenteller geholt. Unter ihnen auch der Belgier Rafael Severi alias Sensu, dem die Ehre des Warm-Up gebührte. Massiv - doch nichts für Scheuklappenträger!

Sensu@MEAKUSMA_MUSIK MARATHON by sensu


Bleiben wir bei Meakusma. Auf der Soundcloud des Labels findet sich seit kurzer Zeit der Mitschnitt eines Sets des DJ-Duos Beautiful Swimmers aus Washington D.C. im Rahmen einer Clubnacht in Eupen / Belgien. House, Disco, Italo - derartige Kategorisierungen interessieren hier nicht!

Beautiful Swimmers DJ set at Patience & meakusma night - 04.12.10 by meakusma


Modifyer ist umgezogen, schon seit einiger Zeit, und zwar zu Wordpress. Völlig unerheblich eigentlich, auf welcher Blogsoftware das Blog betrieben wird. Hauptsache, die "Process Series" werden fortgeführt. Am 14. Dezember 2010 war RSS Disco aus Hamburg zur Gestaltung einer Ausgabe eingeladen. In dessen Zentrum steht der Sound der Roland TB-303. Warum und weshalb, kann hier hier nachgelesen werden. Doch nun endlich der Mix:

rss disco - process part 245 (acid disco) by modyfier


Damit die 4/4-Heads nun endlich auch auf ihre Kosten kommen, folgendes: Roman Flügel und Pépé Bradock haben in diesem Jahr gemeinsam eine Sendung der "Big Love Show", einer Radio Show der Stanford University gestaltet. Mitschnitt - etwas mehr als vier Stunden - und Tracklist gibt's hier:

Roman Flügel (Alter Ego) & Pépé Bradock - The Big Love Show - 06-09-2010 by R_co


Auch vom Leipziger Label Kann Records gibt es gute Neuigkeiten, und zwar die zweite Ausgabe der hauseigenen Podcast-Reihe. Ihn eingespielt hat Jan Barich alias map.ache. Top!

KANNPOD02 - MAP.ACHE - BOAT OR WRECK by kann


Wieder einmal äusserst fleissig war Späk. Dass ich von seinen Mixtapes ein grosser Fan bin, darf gerne jeder wissen, daher wird - ganz zwonull und social - sein neuestes Werk auch hier geteilt:

hidden footprints in the snow burrow a secret...mix by späk by späk


Noch zwei Mixe, und dann ist Feierabend. Nach soundsoviel Stunden Winter und Verspätung mit der Deutschen Bahn ist dieser auch redlich verdient. Berlins Tama Sumo hat für das Portal Junodownload einen exklusiven Mix eingespielt - K.I.L.L.E.R. Lässt Erinnerungen an die fantastische Clubnacht mit ihr und Essens DPlay im vergangenen Jahr wach werden.



Und zum Abschluss wieder ein wenig Boogie, dieses Mal von Londons Jitterbug:

Jitterbug - Festive Boogie Mix by uzuri


English (short) version: due to a so-called severe winter i spent most of the weekend together with many unknown yet well known Deutsche Bahn customers. Friends of mine were born and raised in chilly Siberia and used to head riverwards for a swim warming up after it with a mixture of hot tea made of rosehip and black currant leaves with vodka - they may tell you stories about true harsh winters. Anyway. As I can't serve you with vodka and hot tea, I'd love to bring some warmth into your home with this weeks mix selection. Hip Hop by DJ Spinna, Disco, Boogie, Italo & the likes compiled and mixed by Beautiful Swimmers, RSS Disco or Jitterbug, House-but-House by Späk, Tama Sumo or Pépé Bradock & Roman Flügel. Enjoy!

Mixed up monday (29)

Neue Woche, neue Mixe. Dieses Mal wieder etwas stärker auf House und Nebenformen dieses Genres konzentriert. Eröffnen darf die heutige Ausgabe von Mixed up monday kein geringerer als Delano Smith. Vor zehn Tagen hat er sich daran gesetzt, seine eigenen Tracks in die Form eines Mixes zu giessen. "Toying with my tracks", wie er es selbst in der Kommentarleiste zu seinem Mix auf Soundcloud beschreibt. Neben "Ancestors", "Explanation" oder "Constellation" gibt es auch einiges unveröffentlichtes Material zu hören. Da geht noch was, bei Delano Smith! Here you go:

Delano Smith Exclusive Net Mix by mixmodedetroit


Die Buchstabenkombination SMS assoziiere ich sehr oft auch mit dem Grossrave "Sonne Mond und Sterne", welches am gestrigen Sonntag zu Ende gegangen ist. Nicht mein Fall. Schon viel eher dagegen ein weiteres Festival, dessen Name sich ebenfalls auf die Buchstaben S, M und nochmals S zusammenfassen lässt. Stop Making Sense heisst es, und wird vom Freitag, den 03. September bis einschliesslich Sonntag, den 05. September 2010 in Petrcane / Kroatien stattfinden. Wieder ein Festival, das ohne meine Anwesenheit auskommen muss. Am Samstag heiratet jemand, für dessen Projekt ich hin und wieder einen Arbeitsbeitrag geleistet habe, und am Montag steht bei mir ein nicht ganz unwichtiges Ereignis an. Scheisse. Immerhin kann ich die Podcasts hören, welche regelmässig auf dem Stop Making Sense Blog veröffentlicht werden. Und weil ich den Promo Mix von Tama Sumo ganz besonders mag, wird dieser auch hier verlinkt:

Tama Sumo // Stop Making Sense Festival Mix by wefearsilence


Ein anderes Festival, das ohne meine Feierbeteiligung über die Bühne ging, war das Nachtdigital. Was dort so ging (oder auch nicht), kann man beispielsweise hier oder hier nachlesen. Viel besser jedoch: die Sets mancher DJs (und Live Acts) gibt es zum anhören und herunterladen im Netz. Ja ja, ich weiss, vor Ort und zu diesem ganz besonderen Zeitpunkt wirkt(e) die Musik noch viel intensiver. Ich freu mich trotzdem, ganz besonders über die beiden Mitschnitte der Uncanny Valley-Members Albrecht Wassersleben und Break SL:

BREAK SL 11am@Uncanny Valley Stage NACHTDIGITAL by Break SL


N1D3-01-08-10 by A.W.


Aus dem Hause Santiago Salazar gibt es auch wieder einmal einen neuen Mix. Keith Worthy, Skudge, Brother's Vibe, Silent Servant und noch viele mehr treffen darin aufeinander. Nicht gerade "tropical", "balearic" oder "chill". Dafür aber gut. Mehr will man nicht!

Santiago Salazar - For The People Mix by Santiago Salazar


Auch die Jungs von Session Victim waren nicht untätig und lieferten vor etwas mehr als einer Woche einen Mix für die Podcast-Reihe der Londoner Veranstaltung "You Are We" ab. Check'em out:

Session victim - DJ MIX- You Are We by YouAreWe Podcast


Die neueste Ausgabe der Compost Black Label Radio Show hat die Snuff Crew bereit gestellt. Schade, dass es dieses Set voll roher magischer Energie nicht zum Herunterladen gibt:

CBLS 059 - guestmix by SNUFF CREW by compost


Das Beste zuletzt? Kann man in Anbetracht der oben erwähnten, überaus genialen Mixe und Mitschnitte nun wirklich nicht sagen. Dennoch liegen mir die kommenden drei Podcasts ganz besonders am Herzen. Da wäre zum einen Jjulian alias MidnightOpera, der seine derzeit liebsten Sommertracks mit uns teilt. Stilsicher in der Auswahl und im Arrangement. Dope!

jjulian plays his favourite tunes of summer 2010 by midnightopera


Prosumer hat für mnml ssgs einen Mix eingespielt, den man entweder hier oder auf Soundcloud findet. Dort allerdings nur noch zum anhören:

Prosumer - ssg special mx by mnml ssgs


Selten genug schwirren Mixe oder Live-Mitschnitte von Keith Worthy, dem Detroiter DJ und Produzenten im Netz herum. Daher als Sahnehäubchen und krönenden Abschluss: Hybrid Life Podcast 007 - Keith Worthy. Oder direkt herunterladen. Worthy is deep. So true!


English (short) version: this week's mix review is concentrating on the housier side of life. We got some Delano Smith, Tama Sumo, Prosumer, a very, very rare appearance of one of Detroits finest, Keith Worthy, among many other quality mixes. Have fun!


P.S. Anstatt der immergleichen langweiligen Plattenteller dieses Mal ein Bild von Theo Parrish, aufgenommen am vergangenen Freitagabend beim Stadtmusik Festival in Basel.

Mount Kimbie - Remixes Part 2

Mit Mount Kimbie auf Hotflush Recordings verlasse ich auf Keep-It-Deep mein wohlbehütetes Nest und betrete neues Territorium, waren bis dato Veröffentlichungen aus bassreichen Gewässern kaum bis gar nicht Thema dieses Blogs, Label wie Tempa, Hemlock Recordings, Hyperdub, Hessle Audio oder eben Hotflush und Künstler wie Benga, Sigha, Joy Orbison, Pangaea oder eben Mount Kimbie hier nicht vertreten. Daran wird sich auch in Zukunft nicht (allzu) viel ändern.

Genau deswegen passt nach meinem Dafürhalten diese 12", die ja lediglich ein Remixpaket darstellt, in den Kontext von Keep-It-Deep, denn die durchweg abwechslungsreich gestalteten, vielschichtig konzipierten Tracks des in London beheimateten Produzenten-Duos Mount Kimbie, seine kleinteiligen, feinsinnigen Klangfiguren, Pulsierungen und Sounds zeugen bei aller Verankerung im Dubstep eine Vorliebe für eine freie und offene Interpretation seiner Genremerkmale sowie eine tiefe Zuneigung zu allem, was sich irgendwie unter Ambient / Electronica / IDM subsumieren lässt. Dieser Freigeist sorgte bei einigen Bloggern und Rezensenten für Verstörung auf den ersten Blick im Sinne von "Kann bzw. darf Hotflush Recordings so eine EP überhaupt veröffentlichen?" / "Gehört diese EP nicht vielmehr auf Warp?" (Quelle: Goon), weckte bei mir jedoch ein noch viel stärkeres Interese an dem Projekt Mount Kimbie und dessen Output.

Vor vierzehn Tagen erschien die erste Remix-12" ("Mount Kimbie - Remixes Part 1"), auf der sich so namhafte Produzenten wie Instra:mental, FaltyDL und James Blake verewigten. Doch auch die Künstlernamen, die hinter dem vorliegenden Remixpaket stehen, können sich sehen lassen. Es ist zum einen der Brite Paul Rose alias Scuba alias SCB, DJ, Produzent und Hotflush-Gründer sowie Tama Sumo und Prosumer.

Für seinen Remix hat sich Paul Rose hinter seinem SCB-Alias versteckt, das er sich für seine Ausflüge in technoide Regionen reserviert hat. Seine Überarbeitung von "Vertical" bezeichnet er zwar als "Edit", doch aus meiner Beobachter- und Konsumentenperspektive wäre "Remix" vielleicht doch ein wenig zutreffender, krempelt er "Vertical" doch vollständig um. Verschwunden ist die ambiente Atmosphäre, aufgelöst haben sich die verspielten Glockenkläng und warmen Orgel-Keys. Klein- und kleinstteilige Electronica-Sounds, die sukzessive Aufschichtung der einzelnen Atmosphären, welche für mich den Reiz des Originals machten, spielen bei Scuba / SCB eine nur untergeordnete Rolle. Schnell und hart schlägt sein Edit zu, und auch wenn er dem Track ausreichend Zeit zur Entwicklung lässt, mag ich so recht nicht mitgehen, und steige spätestens bei den sirenenartigen Ravesignalen aus. Schade eigentlich, denn seine Techno-EP "20_4" gehört für mich bis dato zu den besten Releases in diesem Jahr.

Anders hingegen das Berghain /Panoramabar Tag-Team Tama Sumo & Prosumer. Nicht nur an den Decks sind die beiden ein gut eingespieltes und perfekt aufeinander abgestimmtes Duo. Auch im Studio harmonieren die beiden hervorragend, wie sie u.a. auf "Alien Mutts" eindrücklich unter Beweis gestellt haben. Mit grossem Feingefühl machten die beiden sich an "William" zu schaffen, der seinen raumeinnehmenden, sphärischen Klangcharakter beibehalten darf. Diesen transferieren Tama Sumo und Prosumer auf ein sehr einfaches, rauhes House-Gerüst, um das sie die nahezu meditativen Ambientflächen und die verhalten klickernden Mikrosounds behutsam wickeln. Sehr fein!


English (short) version: with Mount Kimbie, we're leaving the save haven of (deep) house music on Keep-It-Deep as the London-based Duo have been delivering two much-talked about 12" on Hotflush Recordings over the last year on which they were diving deep into an ocean, to a large extent, of experimental electronica and ambient soundscape-laden music by remaining ingrained in what you'd call dubstep. Two of their tracks get remixed by Hotflush head honcho Paul Rose alias Scuba alias SCB himself and by Berghain / Panoramabar tag team Tama Sumo & Prosumer. Scuba /SCB is transferring the track "Vertical" into a banging acidic techno slammer on which the original is losing its ethereal atmosphere and chapel bell sound effects, and I still don't know, what good is that wailing siren for. Tama Sumo & Prosumer, instead, deliver a work of subtlety, a slow burning house ode to the luscious sensual atmosphere and the burbling tones and effervescent clickiness of "Williams". Great.


Mehr im Web:

Mount Kimbie @ MySpace
Scuba alias SCB @ MySpace
Hotflush Recordings
Prosumer @ MySpace
Tama Sumo @ MySpace

Mount Kimbie Remixes Pt. 2 [HFRMX007] by Hotflush

The Oliverwho Factory - Night Lights

Zum ersten Mal begegnet bin ich dem aus Detroit stammenden Musikprojekt The Oliverwho Factory, als ich das erste Mal einen Blick auf die Tracklist der Panoramabar 02 von Tama Sumo. Wenige Monate später kam ich beim Hören dieser hervorragenden Compilation in den Genuss von "Together", welchen die Panoramabar Resident hierfür lizensiert hatte. Die schroffen Beats, knirschenden Bässe, durchsetzt mit traumländerischen Sphären und sanften Vocals, teils gesungen, teils gehaucht, begeisterten mich innert kürzester Zeit. Markant, erdig, bluesgetränkt und souldurchdrungen, fern dieser crispen Cleansounds, so mag ich House und Techno.

Kaum zurückhalten vermag ich daher meine Begeisterung, dass in sehr kurzer Zeit eine neue 12" des Produzenten-Duos aus Detroit erscheinen wird, und zwar auf Carl Craigs Label Planet E. Den Titeltrack gibt's vorab zum anhören. Recommended!

The Oliverwho Factory - Nightlights by planetedetroit


English (short) version: i must confess that i kinda lately discovered the Detroit based music project The Oliverwho Factory. But I fell in love with their music right after having listened to "Together", which was licensed by Tama Sumo for her outstanding Panoramabar 02 mix compilation. Rugged and rough but with an undescribable soulful feel. I like. Therefore I'm honestly looking forward to their oncoming release on Planet E.


Mehr im Web:

The Oliverwho Factory - Interview @ Energy Flash
Madd Chaise

Jazz Not Dead Festival @ Youtube

Zum sechsten Mal bereits fand in diesem Jahr das sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinwegstreckende Festival "Jazz Not Dead" in der norditalienischen Stadt Vicenza statt. Austragungsort hierfür war die Bar Sartea, die von Ende Januar 2010 bis Ende März 2010 jeweils Dienstag abends zum Treffpunkt für House- und Disco-Gourmets wurde. Gemeinsam mit dem italienischen DJ Dario Bedin alias Dax DJ standen namhafte Produzenten und DJs wie Tama Sumo & Prosumer, Scott Ferguson, Levon Vincent oder Daniel Wang an den Plattentellern. Ich war leider nicht dabei, doch die kurzen Interviews mit den auftretenden Künstlern laden zum Schwärmen, Träumen und Teilnehmer zum Nacherleben ein:







Und hier die Links zu den weiteren Videos:

Marcello Napoletano @ Jazz Not Dead 2010
Levon Vincent @ Jazz Not Dead 2010
Quarion @ Jazz Not Dead 2010
Ralf @ Jazz Not Dead 2010
Tama Sumo & Prosumer @ Jazz Not Dead 2010
Dor @ Jazz Not Dead 2010
Scott Ferguson @ Jazz Not Dead
Daniel Wang @ Jazz Not Dead 2010


English (short) version: "Raw House" was this year's theme of Vicenza / Italy based festival Jazz Not Dead, taking place at Bar Sartea in Vicenza. If you hadn't had the chance of attending at least one event, check out the small video snippets above.


Mehr im Web:

Bar Sartea
Bar Sartea @ MySpace
Family House Collective

Mixed up monday (6)

Was war denn heute mit der Blogger-Software los? Während einer guten Stunde konnte ich mich nicht zu meinem Blog-Account anmelden, und Facebook, meine liebste Zeitvernichtungsmatrix, zickte rum. Kaum eingeloggt, wurde mein Rechner immer langsamer, der Seitenaufbau vollzog sich über Minuten hinweg, der Chat setzte phasenweise aus, und das Versenden von Nachrichten war reine Glücks- und somit auch Nervensache. Meist sind es diese Augenblicke, in denen ich den festen Entschluss fasse, mich endgültig aus sozialen Netzwerkplattformen dieser Art zurückzuziehen und mich wieder auf Festnetz, Mobilfunk, E- und Snail Mail als Kommunikationsmittel zu beschränken. Und das, obwohl ich erst vor kurzen eine eigene Fan-Seite dort eingerichtet habe.

Nach diesem schamlosen Selbstfeature noch ein kleiner Rückblick auf das vergangene Wochenende. Auf dem Programm stand ja die hier gesondert angekündigte Resident Night der Somebody Scream-Veranstaltungsreihe im Drifter's, an den Decks die Freiburger Shaddy, Agent Schwiech und Kowski. Da ich ein grosser Liebhaber der die Nacht musikalisch einleitenden Stunden bin, war ich auch schon sehr früh vor Ort, kaum dass der Club seine Tür geöffnet hatte. Hat sich definitiv gelohnt, "Blame" von John Roberts, den Willie Hutch-Klassiker "Brothers Gonna Work It Out" im Remix von The Revenge, und eine weitere Vielzahl 12" zwischen (Deep) House und Disco (Edits) kamen auf die Plattenteller, pure bliss!

Ebenfalls einen Abstecher Wert war Stunden zuvor "The Soul Of Nora" im Jos Fritz Café. Neugierde und der unstillbare Durst nach guter Musik führten mich dorthin, denn u.a. war die Hamburgerin Marga Glanz vom dortigen Plattenladen Groove City für ein Showcase vorgesehen. Ob sie auch schon zu der frühen Stunde, zu der ich dort aufkreuzte, an den Decks stand, entzieht sich leider meiner Kenntnis - ich wusste und weiss auch jetzt noch nicht, wie Marga Glanz aussieht - doch musikalisch haben mich die gut eineinhalb Stunden in diesem schlauchartig langgestreckten Lokal sehr bewegt. Gespielt wurde eine feine Auswahl Soul und Funk der Sechziger und Siebziger Jahre, aufgelockert durch Yacht-, Surf- oder Folk Rockplatten aus derselben Zeit.


Deswegen führt auch mein erster Mix nicht in housige Gefilde, sondern zur Aufzeichnung des Sets von Kon im Rahmen der Basler - nun ja - Veranstaltung livingroom.fm. Als die Crate Digger Kon & Amir dort ihren Auftritt hatten, war ich ebenfalls anwesend. Doch nachdem die beiden New Yorker auch nach dreieinhalb Stunden noch immer keine Platte abgespielt hatten, machte ich mich enttäuscht vom Acker. Da Donnerstag und doch hin und wieder in gesellschaftlichen, beruflichen und universitären Verpflichtungen stehend, konnte ich es mir nicht erlauben, länger zu bleiben.

Langer Rede kurzer Sinn: Kon hat sein Set aufgezeichnet und auf (seinem) Blog Playin 4 Keeps zum Download zur Verfügung gestellt. Eine aufmerksame Geste, da die livingroom.fm-Macher seit Wochen ihren Soundcloud-Account nicht aktualisiert haben und dieses einzigartige Set aus Soul, Funk und Disco Boogie nicht zum Download, auch nicht zum anhören und nachvollziehen zur Verfügung gestellt haben. Das Set gibt's hier. Viel Spass!


Auch der zweite Mix, den ich jedem ans Herz legen möchte, ist kein auf House oder Techno basierender. Er wurde eingespielt und aufgezeichnet von Mr. Ferrispark, Scott Ferguson für Infinitestatemachine.com und beinhaltet ausgewählte Stücke von Mos Def, Talib Kweli, Common & Co. Here you go.


Jetzt wird's elektronisch, doch nicht minder mit viel rauhem Soul. Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium hat für den englischsprachigen "Wunderkind"-Blog einen exklusiven Podcast eingespielt sowie ein paar Fragen zu seiner Person und zu seiner Musik beantwortet. Viel eigenes Material und das von den befreundeten DJ Jus-Ed und DJ Qu, fein. Check it out.


Soundcloud-Musikenzyklopädist und User mit den vermutlich meisten Jüngern Followern Rico Passerini (who's dat guy?!) hat in der vergangenen Woche wieder Unmengen an Sets zur Verfügung gestellt, von denen ich drei als Must Listen To erachte.

Zum einen Tama Sumo @ Pacotek (Tel Aviv / Jerusalem):

Tama Sumo Live @ Pacotek, Tel-Aviv, Jerusalem - 15-05-2009 by R_co

Zum anderen Manuel Tur @ Very Nice (Podgorica):

Manuel Tur Live @ Very Nice Podgorica, Montenegro - 05-02-2010 by R_co

Und schliesslich Akufen live @ Fuse In Detroit (Underground Stage):

Akufen Live @ Fuse-in Detroit, Underground Stage - 28-05-2005 by R_co


Zum Schluss noch ein Hinweis auf einen Mix des Tübinger DJs Mirano, der in seinem Mix Tracks von Smallpeople, Black Jazz Consortium, John Daly und vielen anderen mehr verarbeitet:

Mirano - "Lose myself" (Music for your soul) by Mirano


Das war's dann auch für diese Woche. Über hinweise auf andere Mixe bin ich jedem einzelnen sehr dankbar. Morgen geht's an dieser Stelle - definitiv - weiter mit der neuen Smallville, Mild Pitch, Mirau und Mule. Gute Nacht!


English (short) version: A new week, many new mixes to give a listen to. Starting off with no-house-no-techno mixes by Kon, live at livingroom.fm in Basel / Switzerland (which was - due to the host - one of the most boring and wretched nights in the last three or four years, and therefore I'm thankful and grateful that Kon recorded his set) and Scott Ferguson who did an excellent Rap / Hip Hop mix for infinitestatemachine.com. The rest is just house, some techno and disco - as usual, coming from jocks like Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium, Manuel Tur, Tama Sumo and a guy hailing from Tübingen, a cosy university town close to Germanys motor city Stuttgart. Good nite!

Jahresrückblick II - Compilation / Mix-CD

Das Thema Compilation / Mix-CD ist derzeit ein sehr kontrovers diskutiertes, das nicht zuletzt durch DJ Dixons Sand To The Beach-Doktrin (vertreten im Zuge der Veröffentlichung seiner höchst unterschiedlich kritisierten Temporary Secretary-Compilation) massiv an Brisanz gewonnen hat. Diese vermochte es im Gegensatz zu seiner für das Berliner Label Get Physical eingespielten Mix-CD ("Body Language Vol. 4") vor (aufgerundet) drei Jahren nicht, mich von Anfang an in ihren Bann zu ziehen. Zum einen, weil ich mich musikalisch ein wenig weiter- und in eine etwas andere Richtung entwickelt habe, als beispielsweise Innervisions bzw. die Innervision-Stalwarts. Zum anderen, weil mir auf Temporary Secretary auch nach mehrmaligem durchhören immer noch etwas fehlt, das ich nur schwer einem sprachlichen Ausdruck zuführen kann. Unbestritten ist und bleibt jedoch, dass DJ Dixon gerade in Editierungen wie "Precious System/ Ben Klock - The Voice from Planet Love / In a While" (Hörbeispiel unter: http://www.youtube.com/watch?v=7uyAKEDsQpE) mit musikalischer Brillianz überzeugt.

Im vorliegenden soll es jedoch um ein paar wenige Compilations / Mix-CDs gehen, die ich seit dem Tag ihres Erscheinens unzählige Male gehört habe und die (immer noch) nichts an ihrer klanglichen Attraktivität eingebüsst haben.


1. Cassy - In The Mix - Simply Devotion (Cocoon) (http://www.discogs.com/Cassy-In-The-Mix-Simply-Devotion/release/2058046).

War ich anfangs noch erschrocken, dass ihr Mix unter dem Labelsignet "Cocoon" erscheinen sollte, überzeugte mich die in der Tracklist verzeichneten und für den Mix lizensierten Stücke beim allerersten Überflug. "Good God" von Trus'me, "Silent State" von STL, Tahos "Energy Fields" im Quince Remix, Linkwoods "R.I.P" sind nur einige wenige, der insgesamt 17 verarbeiteten Tracks. Classy mix!

Mehr im Web:



2. Sebo K - Watergate 04 (Watergate Records) (http://www.discogs.com/Sebo-K-Watergate-04/release/2000445)

Nach Onur Özer, Sascha Funke und Konrad Black kam mit Sebo K ein langedienter Recke des Berliner Feiertempels Watergate an die Reihe und lieferte mit seinem Werk den bis dato am stärksten aus housigen Gefilden schöpfenden Mix ab. Klassiker wie "Move Me" von Mood II Swing treffen auf brandneue Releases, beispielhaft sei Nina Kraviz' "Voices" angeführt. Zudem reichert Sebo K seinen Mix mit vier exklusiven Edits an, unter denen "Martyn - Elden St (Sebo K Watergate Edit)" der herausragendste ist. Top notch!

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3. Tama Sumo - Panoramabar 02 (Ostgut Ton) (http://www.discogs.com/Tama-Sumo-Panorama-Bar-02/master/199112)

Für mich definitiv die beste, House, Techno und Electronica verarbeitende Mix-CD des vergangenen Jahres. Unbedingte Kaufempfehlung!

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4. Prins Thomas - Live At Robert Johnson (Live At Robert Johnson) (http://www.discogs.com/Prins-Thomas-Live-At-Robert-Johnson/release/1771409)

Der norwegische Disco-Kauz Prins Thomas ist als Selector und DJ eine Klasse für sich. Genauso auch sein Mix für die aus Anlass den zehnjährigen Clubjubiläums ins Leben gerufene Reihe "Live At Robert Johnson". Map Of Africa, Remixe von Rub'N'Tug oder Still Going, Ricardo Villalobos, Matthew Johnson, Sebastian Tellier - diesen Mix in ein Genre-Korsett zu pressen ist unmöglich.

Mehr im Web: