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Mixed up monday (52)

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Zweiundfünfzigster Mixed up monday-Eintrag. Unspektakulär. Neunhundertfünfzigster Blog-Eintrag. Schon etwas erwähnenswerter. Nicht von der Statistik erfasst: die vielen Stunden des Musikhörens und der immer grösser werdende Stapel noch nicht gelesener Bücher, die nicht (mehr) geführten Gespräche, die nicht mehr gepflegten sozialen Kontakte, und so weiter. Grumpy old man!

Weil das Wetter derzeit stark auf Frühling macht, könnte ich eigentlich auch einmal wieder "Frühlings Erwachen" von Frank Wedekind hervorkramen und zu einem Glas Spätburgunder lesen. Ein Werk, das überhaupt nichts gemein hat mit der leichtmusigen Beschaulichkeitsliteratur, mit der die Schaufenster der Buchhandlungen in den Tagen vor und um den Valentinstag vollgestellt sind. Es ist vielmehr ein existenzialistisches Werk. Frank Wedekind thematisiert das Erwachen der Sexualität, beschreibt die damit einhergehenden Probleme und Sorgen der Heranwachsenden sowie das Generationenmissverständnis zwischen Eltern und Kindern und umgekehrt. Und das in einer Zeit noch weit vor den 68er-Jahren. So ist es nicht verwunderlich, dass "Frühlings Erwachen" unmittelbar nach seiner Veröffentlichung und Uraufführung als pornografisches Werk bezeichnet wurde - und manch eine Szene bis weit in das zwanzigste Jahrhundert hinein nicht mit der Direktheit inszeniert wurden, mit der Sie Frank Wedekind beschrieben hat.



Vorliegend soll es jedoch nicht um Literatur, sondern um Musik gehen. Dazu jetzt. Die kurze Übersicht leitet ein Mix des französischen Produzenten- und DJ-Duos Discodeine (Pilooski und Pentile) ein. Die beiden veröffentlichen am kommenden Montag, den 14. Februar 2011, ihr erstes (selbstbetiteltes) Künstleralbum. Ihr Mix soll die Vermarktung des Albums begleitend unterstützen. Erstveröffentlicht auf Brain Magazine, aufgestöbert jedoch bei Alainfinkielkrautrock.


Nicht minder eklektisch ist der zweite Mix. Verlinkt auf AOR Disco, eingespielt von einem mir bisher unbekannt gewesenen Gigamesh. Ich kann nicht anders, als dabei an das aus babylonischen Zeiten stammende Gilgamesch-Epos denken. Mit Tracks von Four Tet, Dabrye, Caribou oder Soundstream überzeugt sein Urheber jedoch mit stilistischer Vielfalt und poetischer Stimmigkeit genauso wie der / die Verfasser des weltberühmten Grossepos der Weltliteratur. Recommended! (Download @ White Light Mixes)

White Light Mix Series #36 [see info section] by GIGAMESH


Manchester. Disco Outcasts. Stefano. Seine Mixe gehören zu meinen ständigen Begleitern, ob zuhause oder unterwegs. Vor vier Wochen veröffentlichte er mit "Hell Raisers" einen Podcast, auf der Seite des französischen Webzine Hell's Kitchen". Hab' ihn erst jetzt gehört. Kann ich weiterempfehlen. Check:

Disco Outcasts - Hell Raisers by discooutcasts


Ebenso zeigte sich der Plaid Music-Blogger in der vergangenen Woche wieder einmal aktiv als Eklektiker und präsentiert in seinem Cherry Lips Magic Mix jede Menge merkwürdige Musik. Wundervoll!

Cherry lips magic mix by vags/plaidmusic


Vor dem unmittelbar zurückliegenden Wochenende hat DJ Clap, Resident der Hamburger Clubnacht Dear, ebenfalls einen neuen Mix auf seine Soundcloud gepackt. Es ist ein Podcast für das Hamburger Label Pingipung. Stücke von u.a. James Blake, Jimmy Edgar, Mtume, Dâm-Funk. Tasty!

Pingipung Lovers Podcast by DJ Clap


Im Anschluss daran gibt es wieder Neues aus den Händen der Baslerin Timnah Sommerfeldt. Ihr gebührte die Ehre, für Darkaudio einen Podcast einzuspielen. Mit Tracks von Instra:Mental, Joy Orbison, A Made Up Sound & Co verlässt sie die Pfade des straighten 4/4-Taktes, bleibt sich in Sachen Selection und Arrangement treu. Nur heavy hitter und sure shots. Ausführliche Tracklist auf Soundcloud.

darkaudio podcast 074 by timnah sommerfeldt


Mit Tracks von Scuba, Vakula, Midland & Ramadanman sowie vielen weiteren interessanten Stücken zwischen House, Techno, basslastigerem Material und Freistil-Elektronik wartet auch der zwischen Freiburg, Karlsruhe und dem Rest der Welt pendelnde Hendrik Vogel in seinem neuesten Tape auf. Man wird ihn Ende Februar auch in der Freiburger Jackson Pollock Bar live erleben können. Check:

youssential I by hendrik vogel (nugath)


Lange Zeit ist es her, da war der Schotte Lel Palfrey mit einem Podcast auf keep-it-deep zu Gast. Anfang Februar konnte man einen Mix von ihm hören in der Radio Show des Detroiters Mike Huckaby (auf Cjam Detroit 99.1FM). Leider besteht keine Möglichkeit zum Download mehr. Aber anhörenswert ist der Mix allemal. Here you go:

Mike Huckaby show - Cjam Detroit 99.1FM Feb 2011 by Lel


Als nächstes der Niederländer Tom Trago. Unmittelbar vor Veröffentlichung seines neuen Albums erscheint von ihm ein Podcast auf Data Transmission. Dope shit!

TomTrago - Datatransmission Podcast by tomtrago


Der folgende Mix stammt aus Stuttgart. Florian Ehing, einer der Jungs von Thursday's Don't Suit Very Well, hat sich mit einer Handvoll Platten sowie der einen oder anderen CD daran gemacht, ein neues Tape aufzunehmen. Er selbst sagt dazu: "Just putted the recording button and see what happens. No pre-selection and editing after it was done". Enjoy!

FE is satisfied by florian0711


Auch die Jungs vom Blog Mehercules haben in der (vor-)letzten Woche wieder einmal zu begeistern gewusst. Im Vierzehn-Tage-Rhythmus sind sie mit ihrer Radioshow "Greenbeats" auf My House Your House on air und versorgen ihre Fans sowie Gelegenheits- und Zufallshörer gleichermassen mit guter Musik zwischen House, Techno, Disco und Elektronika im weitesten Sinne. Mitschnitt der letzten Sendung gibt's auch online. Check:

GREENBEATSbroadcast Christoph 02022011 by christoph_n




Bleibt zum Abschluss noch der Berliner Rødhåd. Für die Podcast-Reihe des französischen Online-Fanzines Input Selector hat er einen unglaublich bassstarken Mix aus Dub Techno / Techno-tunes abgeliefert. Gänsehaut!

IS 081 - Rødhåd [Dystopian Music] by Input Selector


English (short) version: it's our ninehundredfiftieth blog entry. Hours and hours of listening to music, podcasts, bedroom mixes, new releases, unreleased stuff. Hours and hours of books we did NOT read, socializing activities we did NOT have, friend's visits and events we did NOT attend, and so on and so forth. We became grumpy old men. But having an intimate relationship means to give up some time for your love. And we love music and want to share our love with you. Therefore enjoy our today's selection covering a wide range of music, disco, house, dub techno, techno, dupstep,...

Alfabet - A / B

Noch einmal Tom Trago. Denn sein kreativer Kopf steckt hinter dem Projekt Alfabet. Er arbeitet jedoch nicht alleine daran. Ihm gleichberechtigt zur Seite steht Steven van Hulle alias Awanto 3, der auch bei Rednose Distrikt aktiv mitmischt. Zwei hochtalentierte Musiker / Produzenten mit unermüdlichem Arbeitseifer also. Diesen werden sie in den folgenden Wochen und Monaten insbesondere unter ihrem Künstleralias Alfabet ausleben. Denn innerhalb der kommenden 13 Monate sollen insgesamt 13 Zweitracker, als 12" EP und in digitaler Version, erscheinen, auf denen sich die beiden Niederländer durch das ganze (lateinische) Alphabet spielen werden.

Auf "Roundabout" und "Lap The Music" stehen harmonische Synthie-Spielereien sowie satte Bässe mit voluminösem Klangcharakter im Vordergrund. Drums und Percussion sind fein abgestuft. Grosser Auftakt!


English (short) version: Alfabet is a project set up by Tom Trago and Awanto 3. The two dutch producers aim at releasing one 12" a month covering the whole alfabet and sharing their approach to a harmonic and melodic electronic music. Eager to know, what's next!


Mehr im Web:

Tom Trago - Shutters

Kürzlich erst bin ich wieder auf das kleine Video-Portrait über den niederländischen DJ und Produzenten Tom Trago auf Youtube gestossen. Darin erhält man in kurzer Zeit einen Einblick in die Schaffenswelt des Musikers. Was er, Tom Trago, denn gerade mache, woran er derzeit arbeite, fragte cih mich damals. Nur wenige Tage später flatterte von -ichweissnichtmehrwoher- eine Notiz zu mir herein, dass Tom Trago an einem weiteren Album arbeite. Good news, dachte ich mir. Denn die Musik auf seinem Album-Debüt "Voyage Direct" hat sich in meinem musikalischen Herzen einen festen Stammplatz erobert. Und "Passion" mit dem Standout-Remix eines MCDE gehört gar zu meinen all time fav's. Sein neues Album mit dem Titel "Iris" ist für Frühjahr 2011 angedacht. Erscheinen wird es unter den Fittichen von Rush Hour. "Shutters", eine Single-Auskoppelung, dient nur als Teaser.

Der Track soll zeigen, was man von Tom Trago und seinem neuen Album erwarten kann. Falscher Satz. Erwarten kann und soll man meiner Meinung nach tunlichst nichts. Denn nichts ist schlimmer als eine (zu unrecht und unbegründet) aufgebaute Erwartungshaltung an einen Musiker und Produzenten. An dieser nämlich wird jeder scheitern. Man selbst, weil der Musiker dem eigenen Erwartungshorizont so gar nicht entsprochen hat; der Produzent, weil er diese vornehmlich gar nicht zu befriedigen hat. Ein Album soll doch die persönlichen Erfahrungen, Gefühle, Stimmungen und (inneren) Auseinandersetzungen des Künstlers versprachlichen, und keine, von jeglichem Empfinden befreite Gebrauchskunst darstellen. Für letzteres gibt es ja die mit "Tool" überschriebenen Einkaufsregale. Anyway.

Der Track soll die Vorfreude auf das kommende Album steigern. Richtiger Satz. Und "Shutters" löst in mir fürwahr eine Vorfreudehaltung aus. Der treibende Off-Beat wirkt stimulierend genauso wie die Instrumentierung. Sie ist frühlingshaft hell und freundlich und durchzieht den Track wie das Blaue Band des Mörike'schen Frühlings. Spätestens nach dem Breakdown möchte man das Faltdach seines Cabrios - sofern man sich Eigentümer eines solchen nennen darf - wegklappen und seinen Kopf vom Fahrtenwind umspielen lassen.




English (short) version: Tom Trago will drop his second album this spring. "Shutters" is thought as a teaser track to whet your appetite and get you in the mood for the long player. "Shutters" is a simmering, soul-drenched and summerish funk tune.


Mehr im Web:

Juju & Jordash - Tattoo's Island

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, auf die vielzitierte ferne Insel reisen zu wollen, um Tage und Wochen losgelöst von jeglicher Jetztbezogenheit des Lebens verbringen zu können? Trotz chronischen Fernwehs, trotz tiefer Liebe und Verbundenheit zur Natur, habe ich es bisher noch nie geschafft, der oftmaligen Undurchschaubarkeit und Unbeherrschbarkeit des Alltags zu entsagen, mich von jeglicher Verpflichtungen zu entsagen und abzuschalten. Irgendwann einmal werde ich mir jedoch diese Auszeit nehmen, auch wenn ich mir für die Zeit dieses Sabbatical ganz bestimmt keine von feinweissem Sandstrand umsäumte und von tiefblauem Meer umgebene Insel aussuchen werde. Vielleicht ein Jahr Mitarbeit auf einem Weingut - kan auch in der (badischen) Weinregion Markgräfler Land / Kaiserstuhl sein - oder auf einem Bergbauernbetrieb in den Alpen. Who knows.

Bis es so weit ist, nutze ich die wiederkehrende und durchaus kraftschonendere Möglichkeit, für einen kurzen Tagesabschnitt, manchmal nur sieben, manchmal auch siebzig Minuten, abzutauchen in eine tonale Traumwelt. In Sachen elektronischer (Club-)MUsik eignen sich zu diesem Zweck - in verwunschene Phantasiewelten zu reisen - besonders gut die EPs sowie das Album des (Wahl-)Amsterdamer Duos Juju & Jordash. Ihnen gelang - und gelingt noch immer - Live- und Clubmusik (schliesst sich ja nicht aus) sowie zahlreiche Fremdeinflüsse von Jazz in einem weitgefassten Sinn bis hin zu dem kaum greifbaren Bereich der World-/Ethno-Musik zu vereinen. In ihrer Musik gibt es auch nach mehrmaligem Hören noch so viel zu entdecken, dass sie eine kurzfristige Alltagsflucht ermöglicht.

Nach ihrem gleichnamigen Album auf Dekmantel, mehreren EPs und Remixbeiträgen im letzten Jahr sind Gal Aner und Jordan Czamanski mit einer neuen 12" am Start, "Tattoo's Island", auf dem Stuttgarter Label Philpot Records.

Den Auftakt zu "Tattoo's Island" bildet ein eingängiges Synthesizermotiv, welches mich mit dem einsetzenden, hochfrequent scheppernden Snare-Teppich sehr stark an die Chicago-Ära der späten 80er, meinetwegen auch frühen 90er Jahre erinnert. Es wird eingehüllt von einem feintropfigen dichten Nebel aus Synthesizer-Elementen, durch den Melodiefragmente und Trillerpfeifeneffekte hindurchscheinen wie die ersten Strahlen der Morgensonne durch das Dunkel subtropischer Nebelwälder. Auf dem Dub Mix spielen Juju & Jordash mit der gezielten Reduktion des Tracks auf einzelne Motive - Synthesizer-Hookline, Snare-Gewitter, Synth-Stabs -, wohingegen der Amsterdamer Tom Trago mit seiner House-Interpretation "Lost In The Jungle Remix" den Track heraus aus dem nebeldichten Morgen hin zum Zenit der Sonne führt. Must have, oder?!

Juju & Jordash - Tattoo's Island EP (incl. Tom Trago remix) - Philpot 047 by jujujordash


English (short) version: if I ever planned to escape the every day life, i'd choose Juju & Jordash to play my escape's soundtrack. I really fell in love with their musical versatility they showcase in every track they release. "Tattoo's Island" is their most recent artwork, given birth by Philpot records. The now Amsterdam based duo delivers a noble musical remembrance to sounds that remind me the late eighties and early nineties Chicago era. Raw and sexy with a solid kick/snare/clap rhythm pattern. Tom Trago on remixing duties. Not to be missed!


Mehr im Web:

Juju & Jordash @ MySpace
Juju & Jordash
Juju & Jordash @ Soundcloud
Tom Trago @ MySpace
Juju & Jordash - Podcast @ LWE
Juju & Jordash - Podcast @ MLAT
Tom Trago - Podcast @ MLAT
Tom Trago (& Cool Chris) - Podcast @ HVW8

Termine im Juni

Juni. Der erste Halbjahreszeitraum wird in (nicht mehr ganz) dreissig Tagen abgeschlossen sein. Für die zweite Jahreshälfte habe ich einige Neuerungen, den Blog betreffend, angedacht. Bevor ich jedoch konkretere Ausführungen anstrenge, heisst es, meine Gedanken und Wünsche in Bezug auf ihre Realisierbarkeit abzuwägen.



Für den Mittsommermonat gibt es wieder ein paar wenige Termine zum mitschreiben. Unmittelbare Gründe für die diesmalige spärliche Auswahl, insbesondere im Hinblick auf Veranstaltungen in Freiburg, liegen mir derzeit keine vor. Möglicherweise Urlaub, Prioritätsverlagerung auf die Fussball-Weltmeisterschaft oder eine gewisse Organisationsmüdigkeit, was weiss ich. Letztere, ich bin so frei, unterstelle ich an dieser Stelle einmal den Veranstaltern der Reihe „Emerged Plate“. Zu ihrem Ersttermin Ende April hatten sie zwar den Berliner René Pawlowitz als Shed eingeladen, doch vermochten sie es nicht, durch entsprechende Bewerbung und Inanspruchnahme auch sozialer Netzwerke, mehr als nur eine Handvoll Getreuer aufzubieten. Shed spielte gar nicht erst, habe ich mir sagen lassen, und meiner Meinung nach kann man es ihm auch gar nicht verdenken.





Anyway. Tageins begrüsst in den nächsten Wochen, wie gehabt Montags, Thorsten Leucht (07. 06.), Ryan Pilcher (14. 06.), der hier auch schon einmal als Gastmixer am Start war, sowie Camou (21.06.). Wer am 28. Juni 2010 auflegen wird, ist mir noch unbekannt.



Am Samstag, den 19. 06. heisst es wieder Somebody Scream mit den Residents Kowski und Shaddy. Gleichzeitig spielt auch Hendrik Vogel in der Jackson Pollock Bar.



Dieser, Hendrik Vogel, hat für kommenden Freitag, den 04. Juni 2010, Innervisions Frank von Âme eingeladen. Beide werden in der Jackson Pollock Bar auflegen. Siehe auch das Thumbnail grosse Bildchen.





Für Karlsruhe Folgendes: Mood Goes Picnic und regelmässig Inka checken.





In Stuttgart begrüsst an diesem Donnerstag, den 03. Juni 2010, Florian Ehing von Thursday’s Don’t Suit Very Well die beiden Freiburger DJs Agent Schwiech und Kowski im Rocker33. Badner Invasion in den Kessel!





Romy S oder Climax Institutes - bitte Websites aufsuchen, ich mag nicht alle Termine durchkruschteln, zumal so viele Events dann doch nicht in Frage kommen werden. Radio Slave und Tiefschwarz live, also mit Santé im Handgepäck, sowie Joris Voorn werden in nächster Zeit vor Ort sein. Das jedenfalls habe ich im Überflug aufgeschnappt.





Auf ein Event in Stuttgart sei dennoch besonders hingewiesen: Belle Etage, am Freitag, den 25. Juni 2010, eine Gemeinschaftsveranstaltung von Self Service Open Art Space und der oben schon erwähnten Thursdays don't suit very well. Vormerken!





Tübingen, das kleine verträumte Neckarstädtchen, empfängt in diesem Juni die (Wahl-)Berliner Sasse (Samstag, 12. Juni 2010) und Marcel Fengler (Samstag, 19. Juni 2010) – zumindest laut Angabe auf der Website des Veranstaltungsortes Blauer Turm. Mirano und Don Jorge werden wieder am Samstag, den 19. Juni 2010, im Mancuso ihre Gimme Shelter präsentieren. Und, letztens im Stern, einer Art Café-Kneipe-Speiselokal gesehen, dass dort an zwei Abenden im Juni „Deep House“, „Nu Disco“ und „Jazz“ aufgelegt wird. Weiss da jemand mehr?







Auf geht’s, in die Schweiz. Zunächst Basel. Kaum Infos drangen dieses Mal vom Rhein nach Freiburg. Abgesehen davon habe ich mich auch – ganz ehrlich – nicht darum bemüht. Interessant wäre sicher einmal, den Hinterhof auszukundschaften. War ich bisher noch nie. Am Samstag, den 26. Juni 2010 wird dort u.a. auch Elie Eidelmann a.k.a. DJ Humus auflegen. Vormerken kann man sich zudem schon jetzt den 02. Juli 2010, wenn im Club The Satisfactory Rick Wade und Demetrio Giannice das Wax zum schmelzen bringen werden. Ansonsten wisst ihr ja, wo man hingehen kann, wenn’s schönes Wetter ist: NT Areal.



Ein Event in Basel verdient an dieser Stelle einen besonderen Hinweis: letztes Jahr Paradise At Church, in diesem Jahr "Paradies At Atrio Vulcanelli". Wann? Freitag, 18. Juni 2010. Und an den Decks stehen werden Charly Waste, Marcel Vogel und Mr. Prime Numbers, Trus'me.





In Zürich beeindruckt die Zukunft erneut mit einem ausgefeilten Programm. Kalabrese, Ata, Benjamin Fröhlich / Permanent Vacation, Ata, Perlon Nacht mit Zip, Sammy Dee, Luke Solomon, Alex Barck, Tom Trago, Lexx, und obendrein noch ‚ne Drumpoet Nacht. Cabaret hält mir für’n Juni nichts Empfehlenswertes bereit, ist aber reine Geschmacksfrage. Der Supermarket hat für Samstag, den 19. Juni 2010, Ion Ludwig (live), Margaret Dygas, Giles Smith und Guido Schneider eingeladen (mehr Infos hier). Margaret Dygas und Giles Smith finde ich beide sehr gut, die Kombination mit Guido Schneider und Ion Ludwig (live) ist für meinen Geschmack dann doch etwas exotisch.





Das war’s an dieser Stelle auch schon. Wenn ihr irgendetwas wisst, das man sich antun sollte, bitte in die Kommentare damit.

Mixed up monday (17)

Es gibt schlechte Montage und es gibt gute Montage. Heute ist ein guter. Zum einen habe ich eine ganze Reihe auserlesener Mixe, die ich im Rahmen dieses Eintrags vorstellen und verlinken möchte, zum anderen blicke ich am heutigen Abend einem Deep Station-Showcase bei Tageins entgegen. There's hardly anything better!



Beginnen möchte ich meine Mix-Rundschau mit einem Podcast eines DJs und Produzenten, den ich spätestens seit seinem Mix für Little White Earbuds und seinem Set im Berliner Club Tape im September 2009 auch als DJ in mein Herz geschlossen habe. Wer diesen Blog mit auch nur verhaltener Aufmerksamkeit verfolgt, konnte und kann es erahnen, dass es sich dabei um Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium handelt. Badass DJ. Für den Modifyer-Blog hat er sich in der vergangenen Woche einmal an die Turntables gemacht und einen (jedenfalls mich) sehr bewegenden Mix aus bekannten und noch unveröffentlichten Tunes eingespielt. Dope shit! Here you go:



fred p (aka black jazz consortium) - process part 205 (from the q to you)bymodyfier





Ein Künstler-Duo, das ich mindestens genauso schätze und verehre, wie Fred P, ist bzw. sind Juju & Jordash. Ihre Off Minor Radio Show, übertragen via Deep Frequency ist sowieso Pflicht, und in der letzten Woche veröffentlichte das Duo über seine Seite einen Guest Mix des Briten Martin Red, der sich musikalisch sehr schön einfügt in das eklektische Programm, das Juju & Jordash in ihrer Radio Show stets bereit halten. Recommended:



Martin Red - Golden Syrup Part 1 @ Juju & Jordash

Martin Red - Golden Syrup Part 2 @ Juju & Jordash





Wir bleiben bei einem weiteren Duo. Inn den vergangenen vierundzwanzig Monaten hat es sowohl mit seinen Releases als auch mit seinen DJ-Sets für leuchtende Augen, Strahlen, Entspanntheit und verschwitzte T-Shirts gesorgt. Die Rede ist von Daniel Müller-Sachs und Andreas Kriester alias Taron Trekka. Am ersten Mai hatten die beiden einen Gig (irgendwo bei) Jena, das Set haben sie mitgeschnitten und zum Download freigegeben. Check'em out (und Danke an Sascha von Duffbeers für den Hinweis:



taron-trekka @ cafe wagner 01.05.2010 by taron-trekka





Von nun an haben wir's nur noch mit Einzelkünstlern zu tun. Den ersten Vorzustellen bedarf es nicht, handelt es sich dabei um Greg Wilson, der für den Bestival-Blog einen exklusiven Mix eingespielt hat. "An exclusive mix with exclusive tracks - what more could you lot want?", schreiben die Jungs dieses Blogs, und deswegen halte ich auch schon meine Klappe. Besti Mix 16: Greg Wilson. Magic!





Sonnenwarme, lichtdurchflutete Atmosphäre verbreitet auch der folgende Mix. Marc Schaller vom "daily magazine for excess culture", also D*ruffalo, stand hierfür an den Decks: "More Talkin' - More Spring" heisst der Mix, und da wir auf letzteren schon über eine Woche warten, kamen diese siebzig Minuten well-assorted sun-drunk choonz gerade zur rechten Zeit. Worth to check!



More Talkin´- More Spring by b_schaller





Am Samstag Mittag habe ich mit noch sehr müden, leicht dunkel umrandeten Augen auf Matthew Hamiltons Blog Aor Disco eine - wie nicht anders gewohnte - Zusammenstellung editierter und gerubbter Songs von unter anderem Depeche Mode, Talking Heads und Human League gefunden. Mal 'was anderes, als dieser ganze deeper-than-deep Kram:



AOR DISCO EXCLUSIVE #14: Ain't Got No Trouble by Hometown Hi-Fi by AOR DISCO





Diesen kann man sich bei den Jungs und Mädels von Melbourne Deepcast abholen, die für ihre siebzehnte Ausgabe den Remoteman, Eddie C gewinnen konnten. Good shit. Eddie C @ Melbourne Deepcast.





Lars Berenroth und seine Deeper Shades Of House-Radio Show bedarf auch keiner eingehenden Einführung mehr. Mehr als 300 Sendungen kann er nunmehr verzeichnen, in denen er an der US-amerikanischen Westküste (und, weil online und damit ubiquitär erhältlich: weltweit) die Fahne für deep & soulful House hoch hält. Als Gastmixer der jüngsten Ausgabe konnte er Mr. Prime Numbers, David Wolstencroft alias Trus'Me, gewinnen. Check: Deeper Shades Of House # 329 - Guest mix by Trus'Me.





Damit wäre ich auch schon am Ende meiner montäglichen Rundschau angelangt. Wenn ihr einen Mix aus den Bereichen (Deep) House, (Detroit) Techno oder Disco wisst, nur her damit! Von morgen an geht's hier weiter mit Rick Wilhite, Alton Miller, Quenum, Donnacha Costello, Burnski, einer Leseempfehlung, und so weiter.





English (short) version: today's a fine monday because there are so many quality mixes that I want to present you. You'll find Juju & Jordash, Fred P, Trus'Me, Taron-Trekka, Greg Wilson and German crate digger Marc Schaller on mixing duties. There's barely anything better. And my greatest pleasure is to attend a Deep Station showcase at Tageins tonight at Waldsee / Freiburg. Magic! I'll be back from tomorrow presenting releases by Rick Wilhite, Alton Miller, Quenum, Donnacha Costello, Burnski, some reading recommendations, and so on...

Kindred Spirits Ensemble - Shining Liberation (Tom Trago Remixes)

In diesem Frühjahr bin ich sehr in Rückstand mit Besprechungen neuer Veröffentlichungen. Dies ist keineswegs auf einen schwindenden Arbeitsethos zurückzuführen, sondern zum einen meiner grossen Lust am Müssiggang und einer - seit langer Zeit - wieder intensiver betriebenen Auseinandersetzung und Beschäftigung mit Jazz und akustischer Musik im Allgemeinen. So war ich über die letzten Tage auch auf der einen oder anderen (kleineren) Veranstaltung der kleinen, aber dennoch sehr reichhaltigen und vielseitigen Freiburger Jazz-Szene unterwegs.

Beschäftigt man sich auch nur oberflächlich mit Jazz, wird man dabei immer wieder auf den Namen eines Komponisten und auf seine Werke, ob in der Originalversion oder in einer zitierten Fassung, stossen, an dem es wirklich kein vorbeikommen gibt. Die Rede ist von John Coltrane (23. 09. '26 - 17. 07. '67), einem der bisher herausragendsten und berühmtesten Alt- bzw. Tenorsaxophonisten. Diesem stilprägenden und wegweisenden Musiker machte ein sich im Jahre 2006 aus Anlass seines Geburtstages - John Coltrane wäre in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden - in den Niederlanden konstituiertes Ensemble daran, mit einer Konzertreihe diesem grossen Komponisten der Jazzmusik zu huldigen. Höhepunkt war mit Sicherheit die Darbietung im Amsterdamer Konzert- und Veranstaltungssaal Anfang 2009 Paradiso (nachzusehen unter Kindred Spirits Ensemble @ Youtube).

Aus dieser Aufführung sowie nachfolgenden Jam-Sessions entsprang im Jahre 2009 die Veröffentlichung eines Künstleralbums, das denselben Titel wie die Konzertreihe trägt, "Love Is Supreme". Bereits der Titel gibt die Marschrichtung vor. Legendär und zu Standards gewordene Stücke John Coltranes wurde neu eingespielt, unter anderem "Naima, die einfühlsame Ballade John Coltranes für seine Ehefrau. Auf diesem Album ist auch "Shining Liberation" enthalten, ein Song, der in Zusammenarbeit mit dem Sänger und MC Pete Philly von Pete Philly & Perquisite entstanden ist.

Dieser Song, "Shining Liberation", hat nun für die vorliegende 12" eine Überarbeitung von Tom Trago erfahren. Dieser dürfte wohl jedem hinreichend bekannt sein, hat er doch im vergangenen Jahr auf dem niederländischen Label Rush Hour mit "Voyage Direct" ein Album vorgelegt, das ganz im Zeichen von Disco (u.a. "Live With The BBQ" oder "On The Side") beziehungsweise von House und Techno beeinflussten Klangskizzen stand (u.a. "Passion").

Für den Song "Shining Liberation" liefert der Niederländer zwei feinfühlige, einfühlsame und wundvoll zarte Arrangements ab. Mit einer sensiblen Wahrnehmung belässt er die typische Klangstruktur des Ausgangsmaterial, überführt sie dennoch mit rhythmischer Finesse in ein House-Gewand, so dass tatsächlich ein Remix und kein sich lediglich nahe am Original bewegender Edit vorliegt. In der ersten Version bleibt dadurch der spirituelle Charakter des Jazz- und Soul-getränkten Songs erhalten. Mit diesem Track betritt man musikalisch-kosmische Dimensionen, wie beispielsweise auch ein Joe Claussell in seinem (Früh-)Werk zu erzeugen im Stande war. Stärker an einem House-Sound der neunziger Jahre richtet Tom Trago die zweite Version von "Shining Liberation" aus. Und dennoch halten sich straight stampfende Kickdrums sowie ein pumpender Bass unaufdringlich im Hintergrund und verderben das Hauptthema nicht. House mit einer ganzen Menge Soul!

English (short) version: Kindred Spirits Ensemble is a jazz ensemble hailing from the Netherlands paying tribute to John Coltrane. After touring around their country and a couple of studio jam sessions, they recorded a tribute album with their (most) favourite songs, amongst them "Naima", the wonderfully composed ballad John Coltrane wrote for his wife. On this 12", you'll have a remix package offered by nu disco and house breed Tom Trago who convinced me with his debut album "Voyage Direct" (2009, Rush Hour). He's transferring the original song into two differend versions, one is a more cosmic and spiritual affair, the other comes fresh with a nineties garage touch. Lovely!


Mehr im Web:

Kindred Spirits
Kindred Spirits Records @ MySpace
Tom Trago
Tom Trago @ MySpace