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Termine im Dezember

Erster Dezember. Schneefall. Wie sehr liebe ich den schimmernden Kristallglanz und die Stille, die sich über die nächtliche Stadt legen. Am liebsten stünde ich - sofern das heutzutage überhaupt noch möglich ist - auf einem einsamen Berggipfel und betrachtete das sanfte Flockentreiben, das die Umgebung wie mit einem Mantel des Friedens zudeckt. Der Drang, die eigenen vier Wände zu verlassen, ist denn auch einer, der mich am Wochenende weniger in die Clubs denn vielmehr auf tiefverschneite Anhöhen des Schwarzwaldes führt. Neue Schneeschuhe müssen her, und zwar sofort!

Dementsprechend bin ich gar nicht so unglücklich, dass der Ausgehkalender nicht ganz so viele Dates bereithält, die es in den eigenen Terminplaner zu übertragen gilt. Ein bisschen tageins, eine Somebody Scream, und damit hat es sich auch schon.

tageins wird die kommenden Montage von Deejay Hubatsch (früher noch öfters unter dem Pseudonym Uncut unterwegs), Agent Schwiech und Christian Gimbel bestritten. Musikalisch geht's also von (Neo- und Elektro-)Disco / Elektro über klassisch House und Techno bis hin zu Minimal/Tech-House. Immer Montagabend, ab 22 Uhr, im Waldsee.

Die Somebody Scream wird am Samstag, den 18. Dezember 2010 stattfinden. Wer von den Residents an den Decks stehen wird und ob ein auswärtiger DJ einen Gastauftritt haben wird, ist derzeit noch offen. Mehr Informationen entnehmt der Facebook-Seite, die regelmässig auf den aktuellen Stand gebracht wird.

Tags zuvor, am Freitag, den 17. Dezember 2010, wird Till von Sein in der Jackson Pollock Bar auflegen. Wäre 'ne Überlegung wert, wäre die Angewöhnungszeit an die Jackson Pollock Bar nicht ganz so nervaufreibend und brächte sie keine Leberschaden hervorrufende Nebeneffekte mit sich.

Was sonst so geht (DJ Hike, Rainer Trüby und Ralph Thieme werden im Dezember ebenfalls in der Jackson Pollock Bar spielen), bitte den entsprechenden Facebook- oder MySpace-Auftritten entnehmen oder Subculture zu Rate ziehen.


Stuttgart? Klar, Thursday's Don't Suit Very Well erfreut bereits morgen, Donnerstag, den 02. Dezember 2010, wie gewohnt im kleinen Raum des Rocker33. Der Facebook-Seite der Veranstaltung entnehmt bitte die weiteren Termine, an denen ein TDSVW-DJ an den Wheels Of Steel drehen wird. Wer (immer noch) nicht weiss, was für ein Sound ihn dort - unter anderem - erwartet, höre doch einmal in den Guest Mix des TDSVW-Mitglieds Florian Ehing rein.


Tags darauf, am Freitag, den 03. Dezember 2010, kann man ein weiteres Mal ins Rocker33 einmarschieren. DJ Thomilla und Friction geben ein Stelldichein als Bodymovin'. DJ Friction wird im Dezember auch noch an vielen anderen Locations in und um Stuttgart zu hören sein. Hierfür am besten einen Blick auf seine Facebook-Seite werfen. Vierzehn Tage später, am Freitag, den 17. Dezember 2010, begrüsst das Rocker die Berghain-Residents Ben Klock und Marcel Dettman. Ansonsten halt Kaputtraven und so.


Ein paar Kilomenter neckaraufwärts in Tübingen hostet das Mancuso eine weitere Ausgabe der Gimme Shelter, und zwar ebenfalls am Freitag, den 17. Dezember 2010. Tags darauf feiert der Club auch sein vierjähriges Bestehen, und da ich an jenem besagten Wochenende in Tübingen zu einer Abschieds- und Abschiessparty eingeladen bin, werden wir dort vermutlich auch noch aufschlagen.


In Ulm hält die Bleepgeeks-Crew ein weiteres Mal die Fahne hochwertiger Clubmusik hoch. Für ihr Event, das am Samstag, den 18. Dezember 2010 stattfinden wird, haben sie Traxx aus Chicago und Npnk aus Dresden eingeladen. Mehr dazu erfahrt ihr mit Sicherheit auf dem Bleepgeeks Blog.


Basel. Das Schiff fährt ganz nett 'was auf für den stilvollen Rave mit DJ Hell, C-Rock (Motorcitysoul), Bruno Pronsato und Björn Wilke. Das Nordstern begrüsst unter anderem Steve Bug, Adultnapper, Matthew Johnson, und ansonsten bin ich diesmal ein wenig unterinformiert.


Zürich. G-Man, DJ Koze, Maurice Fulton, Matias Aguayo, DJ Kaos, Lexx, Kejeblos und - am Donnerstag, den 30. Dezember 2010, der Freiburger DJ Shaddy. Alle in der Zukunft. Das Cabaret bringt u.a. Wareika und Kalabrese zusammen, während im Exil der Hamburger Erobique am Samstag, den 11. Dezember 2010, auftreten wird.


Das war's denn auch schon für das Jahr 2010. Und wer sich wundert, dass kein einziger Hinweis auf eine Silvesterparty aufgenommen wurde: New Years Eve Still Suck!


English (short) version: December. Calm-down time. I'd recommend you going out for a walk and enjoy the fir trees beautifully ensnowed with - hopefully - huge snow in forests than queuing up for a club entry. That's why I did not highlight that many events. Just the most worthy of club music culture. Tageins and Somebody Scream in Freiburg, Thursday's Don't Suit Very Well in Stuttgart besides Ben Klock and Marcel Dettman, and a handful of excellent musicians in Zurich, DJ Koze, Maurice Fulton, and so on. Enjoy!

Mixed up monday (35)

Über die Sommermonate hinweg nahm das Tempo beständig zu in diesem Hamsterrad, in welchem ich mich derzeit befinde. Nicht mehr ich war es, der die Drehgeschwindigkeit bestimmte, sondern das Laufrad selbt gab die immer schwerer zu handhabenden Umdrehungseinheiten vor. Höchste Zeit, es zu verlassen. Wenigstens für ein paar Tage. Dieser Entschluss war sehr schnell gefasst und noch viel schneller umgesetzt. Zehn Tage ohne Fremdbestimmtheit. Zehn Tage ohne ein Bedrängtsein durch jederzeitige Erreichbarkeit über Mobiltelefon und Internet. Zehn Tage ganz ohne Musik, und nur die - in diesem Fall äusserst wohltuenden - Umgebungsgeräusche auf sich wirken lassen. Kraft, Ruhe und vor allem Licht tanken. Ein Licht, das - auch - eine Vielzahl namhafter Künstler wie Picasso, Dalì, Mirò, Gaudì oder Tapies belebte und beseelte.

Spätestens mit diesem Montagabend gilt es, die Träumereien und den Zauber der vergangenen Tage nachwirken zu lassen - in der Hoffnung auf einen goldenen Oktober, in Erwartung der südlicheren (Herbst-)Tage, wie sie Rainer Maria Rilke in seinem Gedicht "Herbsttag" besingt.


Die Wärme und Helligkeit des Sommers zu finden ist auch in dem Mix, der die heutige Rundschau einleitet. Eingespielt hat ihn Ewan Kelly, der vielmehr bekannt ist unter seinem Alias Al Kent. Er steht hinter dem Projekt Million Dollar Orchestra, betreibt die Site Million Dollar Disco sowie das seit kurzer Zeit bestehende gleichnamige Label. Dass er auch ein nerdy Plattenjäger und -sammler ist, versteht sich dabei (fast) von selbst. Für Testpressing stand er an den Decks, und sein "Sweet Mix" ist meiner Meinung nach genau das Richtige, um ein südliches Leuchten in jeden Raum zu zaubern, in welchem die darauf befindliche Musik erklingt. Here you go: Al Kent - Al Kents Sweet Mix @ Testpressing.


Dass der Londoner Phonica-Krake auch eine Podcast-Reihe anbietet, mag möglicherweise noch nicht allen bekannt sein. Die (Wahl-)Amsterdamer Juju & Jordash lieferten hierfür einen Gastbeitrag ab. Anhören!

Last Hour - Juju & Jordash guest mix for Phonica Records by jujujordash


An diesen Guest Mix fügt sich meiner Meinung nach sehr gut an die neueste Ausgabe der Ruff Jamz-Podcast-Reihe, initiiert von Ooft & Co. Die aktuelle Ausgabe eingespielt hat der Italiener Fabio Della Torre, Mastermind des Labels Bosconi. In seinem Mix finden sich The Mole neben Urban Tribe, begegnen sich The Oliverwho Factory und Ramadanman, treffen Moodymann auf Rondenion. Fein! Fabio Della Torre - Ruff Jamz Audio #23.


Immer nur süsslich sowie Deep House ist auf Dauer auch langweilig. Es darf auch einmal Techno sein. Frisch angeboten wird dieser bei Fact. Worth to check: Fact Mix # 188 - Ancient Methods.


Frei von jeglichen Scheuklappen ging und geht der Compiler und Mixer des folgenden Podcasts an seine Mixtapes und Produktionen heran. Es ist kein geringerer als Superpitcher, der jüngst sein zweites Künstleralbum veröffentlicht und zu der Podcastreihe auf Resident Advisor beigetragen hat. Nun ist er Arto Mwambes Nachfolger bei roof.fm. Hot shit!

Nr. 34: Superpitcher (Kompakt) by ROOF.FM


Produzentenqualitäten mehrmals unter Beweis gestellt hat auch der US-Amerikaner und Wahlberliner John Roberts. Dial oder Laid? Egal. Hauptsache John Roberts, ist man geneigt zu schreiben, und in Anbetracht der bevorstehenden Veröffentlichung seines ersten Künstleralbums bekomme ich schon jetzt eine Gänsehaut. Genaus wie beim Hören seines Mixes, den er für Little White Earbuds zusammengestellt hat. Er erschien zwar schon in der Vorwoche, da ich ihn jedoch erst gestern Abend heruntergeladen und angehört habe, kommt er dennoch in die heutige Linksammlung rein: John Roberts - Podcast @ Little White Earbuds.


Ebenfalls (noch) nicht jedem bekannt sein dürfte Laura Azura, die jedoch immer und immer wieder mit ausnahmslos guten Mixtapes auf sich aufmerksam macht und erfreut. Gewissermassen noch backofenwarm ist ihr in Richtung Slow Motion House abzielender Mix "Feels Like Disco", den sie gestern auf ihrem Soundcloud-Account bereitgestellt hat. Ein paar Tage älter - was nicht gleichzusetzen ist mit Aktualitäts-, gar Qualitätsverlust - ist ihr Set "Home Is Where?!". Beide sind es wert, in (mehrmals) angehört zu werden!

Azura>>Feels like disco< by Azura


Azura>>Home is where?!-Mix<< by Azura


Abschliessen möchte ich mit zwei Mixtapes. Einmal aus dem Hause Moxie:

70 minutes of Moxie by lasermagnetic


Zudem mit einem Podcast auf der in spanischer Sprache gehaltenen Seite Del Jardín Latino. Für ihn verantwortlich zeichnet der Schweizer Kalabrese, der hier wieder einmal eindrücklich aufzeigt, wie weitreichend sein musikalischer Horizont ist. Kniefall und Verbeugung! DJL Podcast #079 - Kalabrese.


English (short) version: I urgently needed a short break from everyday life as I felt running a rat race in which I wasn't the pacemaker. Back from a nearly ten day stay in a light-drenched european region where literally the sea blends in with the sky, it's time to continue the blog where I stopped. Quality music galore in today's look around. Disco Funk / Disco Boogie by Al Kent, House as we love it by Juju & Jordash, Techno like Techno should be, mixed by Silent Servant and two dope mixes by German DJane Azura among a handful of other worth-to-listen mixes.

Termine im September

Was war das für ein Tag. Die Sonne schien von einem leuchtend blauen Himmel auf Freiburg herab, als ob's die ganzen Regentage der letzten Wochen nie gegeben hätte. Wohl dem, der an diesem Mittwoch mit dem Rennrad von Freiburg aus durch's Markgräfler Land in Richtung Müllheim / Badenweiler durch die Weinberge fahren, der am Augustinerplatz ein gut gekühltes Bier im Freien geniessen konnte, und nicht dazu verdammt war, sein tägliches Arbeitspensum in einem stauberfüllten Innenraum abzuleisten.

Meine derzeitige Verdammnis hat auch ihr Gutes. Ich kam dazu, die neueste Ausgabe der Fabric Mix-Compilation zu hören, die dreiundfünfzigste, für die der britische Technoproduzent und DJ Surgeon verantwortlich zeichnet. Beeindruckt gibt nur ansatzweise mein Empfinden wieder, das sich nach erstmaligem Durchhören einstellte. Passagenweise sägt, rasselt und röhrt und schnaubt der Maschinensound mit einer Urgewalt, die meine schäbigen Kopfhörer an ihre Belastbarkeitsgrenze brachten. Gleich zu Beginn legt Surgeon mit Scubas "Glance" ein tiefes Dubstep-Fundament, auf dessen Grundlage sich die strategische Richtung, welche der britische Techno-Titan mit seinem Fabric Mix einschlägt, nachhaltig und erfolgreich gestalten lässt. Diese, die strategische Richtung, zielt ab auf den Bau zahlreicher Verbindungsbrücken zwischen Dubstep und Techno. Hybridisierung nennt man das wohl - Technno als komplementäre Sequenz von Dubstep, Dubstep als komplementäre Sequenz von Techno. Noch viel mehr könnte ich über diesen Mix schreiben, da der Eintrag jedoch den Terminen für den Monat September gewidmet ist, sei abschliessend nur noch meine liebsten Stelle im Mix verraten: es ist der Übergang zwischen "Hostage" von Mark Broom & James Ruskin über Stephen Browns "Stress Free" hin zu "AM04B1" von Ancient Methods. Könnte ich stundenlang hören, diese Passage.



Wieder mit Freiburg beginnend, muss ich zugeben, dass ich derzeit nicht die geeignete Ansprechperson bin, wenn es um die Beschreibung der Veranstaltungslage im September geht. Das liegt ganz bestimmt nicht am fehlenden Interesse für die örtliche Szene. Freiburg ist eine klassische Studentenstadt, und da ist während der Semesterferien - tendenziell - weniger los.

Gute Nachrichten aus der Ecke Somebody Scream. Diese findet - wie gehabt - im Drifter's statt, und zwar am Samstag, den 18. September 2010. Nach einigen Resident Nights darf - endlich! - wieder einmal ein auswärtiger Gast begrüsst werden, und zwar Tristen (WHITE / Aim) aus Berlin. Yay!


Eine Woche später, am Samstag, den 25. September 2010, steht eine weitere Ausgabe von Rainer Trübys Root Down auf dem Programm. Zu Gast ist André Lodemann, der seit einiger Zeit einen richtigen Lauf im Hinblick auf Releases hat.


Was geht sonst noch? Anscheinend wird Ryan Pilcher am Freitag, den 10. September 2010, im Kamikaze (eigentlich ein furchtbarer Laden, unter anderem der Szene-Treffpunkt der Provinz-Neon-Rave-Kids, mit die schlechteste Soundanlage der Stadt) im Rahmen der Veranstaltung Zimmer840 an den Decks stehen. Und am Samstag, den 18. September 2010, bespielt Hendrik Vogel die Jackson Pollock Bar.


Bei Tageins werden am kommenden Montag, 06. September 2010, der Ex-Freiburger und Schon-Lange-Wahl-Berliner DJ Knigge (Crane AK sowie eine Woche später, am Montag, den 13. September 2010, Kowski an den Plattentellern stehen.


Von Freiburg über Karlsruhe nach Stuttgart. Minimal und Technoid geht es in der Romy S. zu, u.a. mit Marc Houle. Das Rocker 33 serviert u.a. die Kölner Treibstoff-Jungs sowie Kaspar Bjørke und Tomas Barford. Die Webauftritte dieser Clubs sind ja hinreichend bekannt.

Am kommenden Samstag, den 04. September 2010, zeigt sich die ganze Stadt elektronisch aus Anlass des SEMF 2010, des Stuttgart Electronic Music Festivals. Jede Menge Locals und als Headliner Tiefschwarz, Turntablerocker, Chris Liebing, Moonbootica, M.A.N.D.Y.

Wem dies zu straight forward ist, kann sich seine Dosis guter Musik bereits am morgigen Donnerstagabend abholen, und zwar bei Thursday's Don't Suit Very Well. Florian Ehing, Stare und Christian Schiller an den Decks im miniRocker33.


In Tübingen gibt sich - ebenfalls am kommenden Samstag, den 04. September 2010, der Freiburger Ryan Pilcher gemeinsam mit den local heroes Walker und Kandismann im Blauer Turm die Ehre. Aufgestiegen in der Club-Liga, nennt man das wohl :). Dreizehn Tage später, am Freitag, den 17. September 2010, werden Don Jorge und Mirano eine weitere Ausgabe ihrer Veranstaltungsreihe "Gimme Shelter" im Mancuso abfeiern.


Und wer im Osten Baden-Württembergs lebt und beständig Mangel an guter Musik verspürt, findet am Samstag, den 18. September 2010 Abhilfe, denn in Ulm haben die Jungs von Bleepgeeks den Berliner Hunee zu sich eingeladen.



Das war's mit Ba-Wü. Zum Schluss noch ganz kurz in die Schweiz. Für den Monat September habe ich in Basel in Sachen (Deep) House / Disco / (Detroit) Techno noch keine allzu grossen Namen ausfindig machen können. Im Atlantis Kiko Navarro möglicherweise.

Im Nordstern, das am kommenden Wochenende gleich zwei Mal den Saisonbeginn feiert (u.a. mit LTJ Bukem - war in den Mitt- und Spätneunzigern mal mein Drum'n'Bass-Hero), wird am Freitag, den 17. September 2010, der Basler DJ Neevo Support für Titonton Duvanté geben. Einen Tag später wird dieser, Neevo, auch in der Satisfactory im Rahmen der Art You ein Set spielen. Die anderen Locations fahren ein massives Techno- und Elektroprogramm und sind daher nicht weiter von Interesse für dieses Blog.


Zürich wirft wieder einmal die meisten Dates in die Waagschale. War ja klar. In der Zukunft u.a. Thomas Fehlmann live, Kyle Hall, Gilles Peterson, eine Rephlex Night, Redshape und jede Menge Lexx und Kalabrese. Top. Im Cabaret Crowdpleaser, Agnès, Chaton und Dachshund sowie unter anderem auch Sascha Dive. Der Hive Club hat Superpitcher und The Modernist, Matthew Styles und Dinky im Programm stehen, der Supermarket Makam (live), im Exil kann man ebenfalls Lexx und Kalabrese anhören, und es passiert sicher noch sehr viel mehr, was ich hier, zwischen Schwarzwaldtannen sitzend, gar nicht mitbekomme.


Ach, und für den Oktober habe ich schon jetzt so viele Veranstaltungen vorgemerkt, dass es in musikalischer Hinsicht bereits zu dieser Zeit ein goldener ist. Kleiner Wermutstropfen: an einem Wochenende müsste es mich in vier-, wenn nicht fünffacher Ausfertigung geben, um alles mitnehmen zu können. Morgen geht's dann endgültig weiter mit Reviews. Viel zu lange drehen diese schon ihre Warteschleifen.


English (short) version: I can't believe it. August is over, september has only just begun and the time arrived to watch out for new wine ("Neuer Süsser" or, for all my Vienna / Austria associated friends: "Federweisser") and fresh Zwiebelkuchen served warm (onion cake, the literal translation for "Zwiebelkuchen" doesn't sound like it). As it is very easy to get drunk on the new wine, there's nothing better than partying and dance. Therefore a handful of dates in the near future to write down if you happen to be in the south western part of Germany or in Basel / Zurich Switzerland. Don't miss 'em!

Dosci Festival Zürich

DOSCI ist die Donnerstagsdisco im Züricher Club Zukunft. Eine Veranstaltung, die sich dadurch auszeichnet, dass ihre Resident- und Gast-DJs sich freier, offener und ungezwungener über Genregrenzen hinwegsetzen können und durch die sehr oft unberücksichtigten Nischen der (Club-)Musik spielen können. Hier wird verschollenen, längst in Vergessenheit geratenen Disco-, Soul- oder Funkperlen genauso gehuldigt, wie obskurem Pop, Psychedelic-, Kraut- oder Yachtrock. Auch House und Techno haben ihre Daseinsberechtigung, sofern Auswahl und Qualität stimmen.

Im Vorfeld und zur diesjährigen Streetparade, die am Samstag, den 15. August 2010 stattfinden wird, setzt die Zukunft von Donnerstag, den 12. August 2010 bis einschliesslich Samstag, den 14. August 2010 mit ihrem DOSCI-Festival einen kleinen Kontrapunkt zum grossen Rave der Limmatstadt. Wobei? Das Wörtchen "rave" bedeutet nicht mehr und nicht weniger als "schwärmen", "rasen", "steil gehen" oder "toben". Und das ganze in substantivierter Form: "Schwärmerei", "Raserei", "Party" und "Rausch". Seien wir ehrlich: wer gerät beim Blick auf das Line Up nicht ins schwärmen? Wer möchte dazu nicht steil gehen? Wer will sich den dargebotenen Klangrausch entgehen lassen? Dieser nämlich wird verursacht durch folgende DJs:


Am Donnerstag, den 12. August 2010, spielen DJ Kaos (DFA, Berlin) sowie Lexx zum Tanze auf.

Tags darauf, am Freitag, den 13. August 2010, begleiten Alex Dallas und Kalabrese die DJ-Legende Harvey durch die Nacht.

Abgerundet wird das DOSCI-Festival am Samstag, den 14. August 2010, mit Prins Thomas und Marcus Worgull, welche tatkräftig unterstützt werden vom Züricher Kejeblos.


In der Bar 3000 werden zudem eine Auswahl Züricher DJs für einen musikalischen Rahmen sorgen.


English (short) version: DOSCI is a clubnight that takes place regularly on thursdays at Zukunft. In its long run (almost five years), its resident- and guest-djs always take an open-minded approach and enjoy themselves and together with their guests a wide range of music that draws from soul, funk, disco to psychedelic, kraut or yacht rock to house and techno. Whereas Zurich will face the Streetparade on Saturday, the 14th August, club Zukunft will host a three day festival to rave in a literal sense. Prepare for an exhausting and exhilarating musical journey with DJ Kaos, DJ Harvey, Prins Thomas and Marcus Worgull, backed by Zukunft head honchos Lexx, Kalabrese, Alex Dallas and Kejeblos.


Mehr im Web:

Dosci Blog
Zukunft
Kejeblos - All World Love Lovers Mix @ Dosci Blog
Lexx - We Love...Folk Ibiza Mix @ Dosci Blog

Kalabrese - Deep Shizzle Mix

"We gonna burn the house tonight" - gibt es eine passendere Programmansage für das bevorstehende Wochenende? Ich glaube nicht. Diese richtungsweisende Songzeile ist irgendwo auf dem neuesten, erst gestern veröffentlichten Mix des Züricher Clubs Zukunft zu finden. Die darin verarbeiteten Tracks wurden so sorgfältig ausgewählt, wie das nur möglich ist, und zwar von einem der Mitgründer und gleichzeitig Resident-DJ, dessen Name in die Ferne, in den Süden, in eine von zwei Meeren umspülte Region weist: Kalabrese. Ich will die Metaphorik des Namens nicht allzu sehr strapazieren, doch Sascha Winkler, wie Kalabrese mit bürgerlichem Namen heisst, schafft in seinen Sets regelmässig eine empfindsame und warme Atmosphäre, die einen aufhebt und den Alltag in eine unbestimmte Ferne entgleiten lässt. Dies gelingt ihm auch mit seinem knapp 80 Minuten langen "Deep Shizzle Mix", den es unter http://soundcloud.com/zukunft/kalabrese-deep-shizzle-mix zum Download gibt und den ich für absolut hörenswert erachte.

Mehr im Web: