Mit Kyle Halls Remix für "Dressed In Dresden", einem Song der New Yorker Indie-Post Punk-Synth Disco-Formation The Hundred In The Hands, ist mir doch tatsächlich ein musikalisches Filetstück und technisches wie gleichermassen künstlerisches Meisterwerk des jungen Detroiter Produzenten entgangen, auch wenn ich dazu schon im Frühling diesen Jahres alle Möglichkeit dazu gehabt hätte, es kennen zu lernen. Denn das englischsprachige Blog Little White Earbuds sowie das ebenfalls englischsprachige (Online-)Magazin XLR8R hatten genau diesen Remix zu exklusivem und freiem Download bereitgestellt (The Hundred In The Hands - Dressed In Dresden (Kyle MF Hall Remix) @ Little White Earbuds // The Hundred In The Hands - Dressed In Dresden (Kyle MF Hall Remix) @ XLR8R). Gezogen hatte ich mir diesen Remix, doch wie so viel anderes Klangmaterial auch, blieb er - bis zum gestrigen Abend - ungehört.
Da stiess ich in einem Artikel, der sich dem Debüt-Album der New Yorker Band annahm (ist Ende September auf Warp Records erschienen). Das las sich alles ganz interessant, und auf einmal war er tagesaktuell, der Remix von Kyle Hall. Ein rauhes Stück Avantgarde-Funk mit Wärme, Licht und Seele. Fein haschiert und zerhäckselt der Detroiter die Vocals, schroff poltern seine eigenwillig kantigen Drumloops, welche er mit gefühlvollen Synthesizerwolken unterlegt. Obendrauf gibt es einige abgespacete Synthie-Sounds und Effekte, untenrum mäandriert ein supersatter Subbass. Avantgarde-Funk. Zukunfts-Funk. Maschinensoul oder so. Killer!
English (short) version: it took me a while to discover this, frankly, breathtaking remix that left the sound forge of Detroit youngster Kyle Hall. Avantguarde-future-funk. His bestest musical artwork, in my opinion. How can this guy top himself again and again?!
Mehr im Web:
The Hundred In The Hands
The Hundred In The Hands @ MySpace
The Hundred In The Hands @ Warp Records
Kyle Hall @ MySpace
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Termine im September
Was war das für ein Tag. Die Sonne schien von einem leuchtend blauen Himmel auf Freiburg herab, als ob's die ganzen Regentage der letzten Wochen nie gegeben hätte. Wohl dem, der an diesem Mittwoch mit dem Rennrad von Freiburg aus durch's Markgräfler Land in Richtung Müllheim / Badenweiler durch die Weinberge fahren, der am Augustinerplatz ein gut gekühltes Bier im Freien geniessen konnte, und nicht dazu verdammt war, sein tägliches Arbeitspensum in einem stauberfüllten Innenraum abzuleisten.
Meine derzeitige Verdammnis hat auch ihr Gutes. Ich kam dazu, die neueste Ausgabe der Fabric Mix-Compilation zu hören, die dreiundfünfzigste, für die der britische Technoproduzent und DJ Surgeon verantwortlich zeichnet. Beeindruckt gibt nur ansatzweise mein Empfinden wieder, das sich nach erstmaligem Durchhören einstellte. Passagenweise sägt, rasselt und röhrt und schnaubt der Maschinensound mit einer Urgewalt, die meine schäbigen Kopfhörer an ihre Belastbarkeitsgrenze brachten. Gleich zu Beginn legt Surgeon mit Scubas "Glance" ein tiefes Dubstep-Fundament, auf dessen Grundlage sich die strategische Richtung, welche der britische Techno-Titan mit seinem Fabric Mix einschlägt, nachhaltig und erfolgreich gestalten lässt. Diese, die strategische Richtung, zielt ab auf den Bau zahlreicher Verbindungsbrücken zwischen Dubstep und Techno. Hybridisierung nennt man das wohl - Technno als komplementäre Sequenz von Dubstep, Dubstep als komplementäre Sequenz von Techno. Noch viel mehr könnte ich über diesen Mix schreiben, da der Eintrag jedoch den Terminen für den Monat September gewidmet ist, sei abschliessend nur noch meine liebsten Stelle im Mix verraten: es ist der Übergang zwischen "Hostage" von Mark Broom & James Ruskin über Stephen Browns "Stress Free" hin zu "AM04B1" von Ancient Methods. Könnte ich stundenlang hören, diese Passage.
Wieder mit Freiburg beginnend, muss ich zugeben, dass ich derzeit nicht die geeignete Ansprechperson bin, wenn es um die Beschreibung der Veranstaltungslage im September geht. Das liegt ganz bestimmt nicht am fehlenden Interesse für die örtliche Szene. Freiburg ist eine klassische Studentenstadt, und da ist während der Semesterferien - tendenziell - weniger los.
Gute Nachrichten aus der Ecke Somebody Scream. Diese findet - wie gehabt - im Drifter's statt, und zwar am Samstag, den 18. September 2010. Nach einigen Resident Nights darf - endlich! - wieder einmal ein auswärtiger Gast begrüsst werden, und zwar Tristen (WHITE / Aim) aus Berlin. Yay!
Eine Woche später, am Samstag, den 25. September 2010, steht eine weitere Ausgabe von Rainer Trübys Root Down auf dem Programm. Zu Gast ist André Lodemann, der seit einiger Zeit einen richtigen Lauf im Hinblick auf Releases hat.
Was geht sonst noch? Anscheinend wird Ryan Pilcher am Freitag, den 10. September 2010, im Kamikaze (eigentlich ein furchtbarer Laden, unter anderem der Szene-Treffpunkt der Provinz-Neon-Rave-Kids, mit die schlechteste Soundanlage der Stadt) im Rahmen der Veranstaltung Zimmer840 an den Decks stehen. Und am Samstag, den 18. September 2010, bespielt Hendrik Vogel die Jackson Pollock Bar.
Bei Tageins werden am kommenden Montag, 06. September 2010, der Ex-Freiburger und Schon-Lange-Wahl-Berliner DJ Knigge (Crane AK sowie eine Woche später, am Montag, den 13. September 2010, Kowski an den Plattentellern stehen.
Von Freiburg über Karlsruhe nach Stuttgart. Minimal und Technoid geht es in der Romy S. zu, u.a. mit Marc Houle. Das Rocker 33 serviert u.a. die Kölner Treibstoff-Jungs sowie Kaspar Bjørke und Tomas Barford. Die Webauftritte dieser Clubs sind ja hinreichend bekannt.
Am kommenden Samstag, den 04. September 2010, zeigt sich die ganze Stadt elektronisch aus Anlass des SEMF 2010, des Stuttgart Electronic Music Festivals. Jede Menge Locals und als Headliner Tiefschwarz, Turntablerocker, Chris Liebing, Moonbootica, M.A.N.D.Y.
Wem dies zu straight forward ist, kann sich seine Dosis guter Musik bereits am morgigen Donnerstagabend abholen, und zwar bei Thursday's Don't Suit Very Well. Florian Ehing, Stare und Christian Schiller an den Decks im miniRocker33.
In Tübingen gibt sich - ebenfalls am kommenden Samstag, den 04. September 2010, der Freiburger Ryan Pilcher gemeinsam mit den local heroes Walker und Kandismann im Blauer Turm die Ehre. Aufgestiegen in der Club-Liga, nennt man das wohl :). Dreizehn Tage später, am Freitag, den 17. September 2010, werden Don Jorge und Mirano eine weitere Ausgabe ihrer Veranstaltungsreihe "Gimme Shelter" im Mancuso abfeiern.
Und wer im Osten Baden-Württembergs lebt und beständig Mangel an guter Musik verspürt, findet am Samstag, den 18. September 2010 Abhilfe, denn in Ulm haben die Jungs von Bleepgeeks den Berliner Hunee zu sich eingeladen.
Das war's mit Ba-Wü. Zum Schluss noch ganz kurz in die Schweiz. Für den Monat September habe ich in Basel in Sachen (Deep) House / Disco / (Detroit) Techno noch keine allzu grossen Namen ausfindig machen können. Im Atlantis Kiko Navarro möglicherweise.
Im Nordstern, das am kommenden Wochenende gleich zwei Mal den Saisonbeginn feiert (u.a. mit LTJ Bukem - war in den Mitt- und Spätneunzigern mal mein Drum'n'Bass-Hero), wird am Freitag, den 17. September 2010, der Basler DJ Neevo Support für Titonton Duvanté geben. Einen Tag später wird dieser, Neevo, auch in der Satisfactory im Rahmen der Art You ein Set spielen. Die anderen Locations fahren ein massives Techno- und Elektroprogramm und sind daher nicht weiter von Interesse für dieses Blog.
Zürich wirft wieder einmal die meisten Dates in die Waagschale. War ja klar. In der Zukunft u.a. Thomas Fehlmann live, Kyle Hall, Gilles Peterson, eine Rephlex Night, Redshape und jede Menge Lexx und Kalabrese. Top. Im Cabaret Crowdpleaser, Agnès, Chaton und Dachshund sowie unter anderem auch Sascha Dive. Der Hive Club hat Superpitcher und The Modernist, Matthew Styles und Dinky im Programm stehen, der Supermarket Makam (live), im Exil kann man ebenfalls Lexx und Kalabrese anhören, und es passiert sicher noch sehr viel mehr, was ich hier, zwischen Schwarzwaldtannen sitzend, gar nicht mitbekomme.
Ach, und für den Oktober habe ich schon jetzt so viele Veranstaltungen vorgemerkt, dass es in musikalischer Hinsicht bereits zu dieser Zeit ein goldener ist. Kleiner Wermutstropfen: an einem Wochenende müsste es mich in vier-, wenn nicht fünffacher Ausfertigung geben, um alles mitnehmen zu können. Morgen geht's dann endgültig weiter mit Reviews. Viel zu lange drehen diese schon ihre Warteschleifen.
English (short) version: I can't believe it. August is over, september has only just begun and the time arrived to watch out for new wine ("Neuer Süsser" or, for all my Vienna / Austria associated friends: "Federweisser") and fresh Zwiebelkuchen served warm (onion cake, the literal translation for "Zwiebelkuchen" doesn't sound like it). As it is very easy to get drunk on the new wine, there's nothing better than partying and dance. Therefore a handful of dates in the near future to write down if you happen to be in the south western part of Germany or in Basel / Zurich Switzerland. Don't miss 'em!
Meine derzeitige Verdammnis hat auch ihr Gutes. Ich kam dazu, die neueste Ausgabe der Fabric Mix-Compilation zu hören, die dreiundfünfzigste, für die der britische Technoproduzent und DJ Surgeon verantwortlich zeichnet. Beeindruckt gibt nur ansatzweise mein Empfinden wieder, das sich nach erstmaligem Durchhören einstellte. Passagenweise sägt, rasselt und röhrt und schnaubt der Maschinensound mit einer Urgewalt, die meine schäbigen Kopfhörer an ihre Belastbarkeitsgrenze brachten. Gleich zu Beginn legt Surgeon mit Scubas "Glance" ein tiefes Dubstep-Fundament, auf dessen Grundlage sich die strategische Richtung, welche der britische Techno-Titan mit seinem Fabric Mix einschlägt, nachhaltig und erfolgreich gestalten lässt. Diese, die strategische Richtung, zielt ab auf den Bau zahlreicher Verbindungsbrücken zwischen Dubstep und Techno. Hybridisierung nennt man das wohl - Technno als komplementäre Sequenz von Dubstep, Dubstep als komplementäre Sequenz von Techno. Noch viel mehr könnte ich über diesen Mix schreiben, da der Eintrag jedoch den Terminen für den Monat September gewidmet ist, sei abschliessend nur noch meine liebsten Stelle im Mix verraten: es ist der Übergang zwischen "Hostage" von Mark Broom & James Ruskin über Stephen Browns "Stress Free" hin zu "AM04B1" von Ancient Methods. Könnte ich stundenlang hören, diese Passage.
Wieder mit Freiburg beginnend, muss ich zugeben, dass ich derzeit nicht die geeignete Ansprechperson bin, wenn es um die Beschreibung der Veranstaltungslage im September geht. Das liegt ganz bestimmt nicht am fehlenden Interesse für die örtliche Szene. Freiburg ist eine klassische Studentenstadt, und da ist während der Semesterferien - tendenziell - weniger los.
Gute Nachrichten aus der Ecke Somebody Scream. Diese findet - wie gehabt - im Drifter's statt, und zwar am Samstag, den 18. September 2010. Nach einigen Resident Nights darf - endlich! - wieder einmal ein auswärtiger Gast begrüsst werden, und zwar Tristen (WHITE / Aim) aus Berlin. Yay!
Eine Woche später, am Samstag, den 25. September 2010, steht eine weitere Ausgabe von Rainer Trübys Root Down auf dem Programm. Zu Gast ist André Lodemann, der seit einiger Zeit einen richtigen Lauf im Hinblick auf Releases hat.
Was geht sonst noch? Anscheinend wird Ryan Pilcher am Freitag, den 10. September 2010, im Kamikaze (eigentlich ein furchtbarer Laden, unter anderem der Szene-Treffpunkt der Provinz-Neon-Rave-Kids, mit die schlechteste Soundanlage der Stadt) im Rahmen der Veranstaltung Zimmer840 an den Decks stehen. Und am Samstag, den 18. September 2010, bespielt Hendrik Vogel die Jackson Pollock Bar.
Bei Tageins werden am kommenden Montag, 06. September 2010, der Ex-Freiburger und Schon-Lange-Wahl-Berliner DJ Knigge (Crane AK sowie eine Woche später, am Montag, den 13. September 2010, Kowski an den Plattentellern stehen.
Von Freiburg über Karlsruhe nach Stuttgart. Minimal und Technoid geht es in der Romy S. zu, u.a. mit Marc Houle. Das Rocker 33 serviert u.a. die Kölner Treibstoff-Jungs sowie Kaspar Bjørke und Tomas Barford. Die Webauftritte dieser Clubs sind ja hinreichend bekannt.
Am kommenden Samstag, den 04. September 2010, zeigt sich die ganze Stadt elektronisch aus Anlass des SEMF 2010, des Stuttgart Electronic Music Festivals. Jede Menge Locals und als Headliner Tiefschwarz, Turntablerocker, Chris Liebing, Moonbootica, M.A.N.D.Y.
Wem dies zu straight forward ist, kann sich seine Dosis guter Musik bereits am morgigen Donnerstagabend abholen, und zwar bei Thursday's Don't Suit Very Well. Florian Ehing, Stare und Christian Schiller an den Decks im miniRocker33.
In Tübingen gibt sich - ebenfalls am kommenden Samstag, den 04. September 2010, der Freiburger Ryan Pilcher gemeinsam mit den local heroes Walker und Kandismann im Blauer Turm die Ehre. Aufgestiegen in der Club-Liga, nennt man das wohl :). Dreizehn Tage später, am Freitag, den 17. September 2010, werden Don Jorge und Mirano eine weitere Ausgabe ihrer Veranstaltungsreihe "Gimme Shelter" im Mancuso abfeiern.
Und wer im Osten Baden-Württembergs lebt und beständig Mangel an guter Musik verspürt, findet am Samstag, den 18. September 2010 Abhilfe, denn in Ulm haben die Jungs von Bleepgeeks den Berliner Hunee zu sich eingeladen.
Das war's mit Ba-Wü. Zum Schluss noch ganz kurz in die Schweiz. Für den Monat September habe ich in Basel in Sachen (Deep) House / Disco / (Detroit) Techno noch keine allzu grossen Namen ausfindig machen können. Im Atlantis Kiko Navarro möglicherweise.
Im Nordstern, das am kommenden Wochenende gleich zwei Mal den Saisonbeginn feiert (u.a. mit LTJ Bukem - war in den Mitt- und Spätneunzigern mal mein Drum'n'Bass-Hero), wird am Freitag, den 17. September 2010, der Basler DJ Neevo Support für Titonton Duvanté geben. Einen Tag später wird dieser, Neevo, auch in der Satisfactory im Rahmen der Art You ein Set spielen. Die anderen Locations fahren ein massives Techno- und Elektroprogramm und sind daher nicht weiter von Interesse für dieses Blog.
Zürich wirft wieder einmal die meisten Dates in die Waagschale. War ja klar. In der Zukunft u.a. Thomas Fehlmann live, Kyle Hall, Gilles Peterson, eine Rephlex Night, Redshape und jede Menge Lexx und Kalabrese. Top. Im Cabaret Crowdpleaser, Agnès, Chaton und Dachshund sowie unter anderem auch Sascha Dive. Der Hive Club hat Superpitcher und The Modernist, Matthew Styles und Dinky im Programm stehen, der Supermarket Makam (live), im Exil kann man ebenfalls Lexx und Kalabrese anhören, und es passiert sicher noch sehr viel mehr, was ich hier, zwischen Schwarzwaldtannen sitzend, gar nicht mitbekomme.
Ach, und für den Oktober habe ich schon jetzt so viele Veranstaltungen vorgemerkt, dass es in musikalischer Hinsicht bereits zu dieser Zeit ein goldener ist. Kleiner Wermutstropfen: an einem Wochenende müsste es mich in vier-, wenn nicht fünffacher Ausfertigung geben, um alles mitnehmen zu können. Morgen geht's dann endgültig weiter mit Reviews. Viel zu lange drehen diese schon ihre Warteschleifen.
English (short) version: I can't believe it. August is over, september has only just begun and the time arrived to watch out for new wine ("Neuer Süsser" or, for all my Vienna / Austria associated friends: "Federweisser") and fresh Zwiebelkuchen served warm (onion cake, the literal translation for "Zwiebelkuchen" doesn't sound like it). As it is very easy to get drunk on the new wine, there's nothing better than partying and dance. Therefore a handful of dates in the near future to write down if you happen to be in the south western part of Germany or in Basel / Zurich Switzerland. Don't miss 'em!
KFMH (Kyle Hall) - Sun Goddess
Ihr alle kennt sicher die Erzählung "Der Hase und der Igel. Die Igel haben den Hasen in einem Wettrennen, welches der Hase herausgeforder hatte, abgezogen und über's Ohr gehauen. Diese Geschichte hat insbesondere einen Satz geprägt: "Ich bin schon hier."
In den vergangenen Tagen, als ich mich an das Schreiben einiger Blogeinträge machte, ging es mir genauso. Nicht selten durfte ich feststellen, dass anderenorts bereits ein Feature über exakt dieselben Tracks erschienen war, die ich mir auch für Keep-It-Deep herausgepickt hatte. Stets war jemand anderes bereits da, hatte darüber geschrieben und, so könnte man meinen, das Thema abgehandelt. Wenigstens einen Vorteil hat das "Hinterherhinken" jedoch: wie hochwertiges Rindfleisch sind die Tracks nun bestens abgehangen und zum vollen Aroma gereift. "Sun Goddess" von Kyle Hall beispielsweise ist eine dieser Platten.
Nicht mehr lange dauert es, bis der allerorten als Wunderkind bezeichnete DJ und Produzent aus Detroit in der Züricher Zukunft an den Plattentellern stehen wird. Genauer gesagt wird es am Samstag, den 04. September 2010, so weit sein. Support erhält er dabei von Alex Dallas und dem Italiener Mass.Prod. Ach hätte ich nur Zeit! Denn so sehr Einstimmigkeit besteht, was des jungen Detroiters Kompositionen auf Label wie Hyperdub, FXHE oder seiner eigenen Plattform Wild Oats betrifft, so sehr gehen die Meinungen hinsichtlich seiner DJ-Sets auseinander. Eine persönliche Einschätzung darüber abgeben kann ich - leider - nicht, da ich Kyle Hall noch nie live an den Decks erlebt habe. Über seine Skills in Sachen Selection und Arrangement habe ich lediglich aus dem einen oder anderen Mixtape sowie aus dem Mitschnitt seines Auftritts bei Sunday Best im vergangenen Jahr etwas in Erfahrung bringen können - keine ausreichende Grundlage, um eine entsprechende Wertung abgeben zu können. Die Mixtapes jedenfalls gefallen mir genauso gut wie seine Tracks.
Mit "Sun Goddess" kehrt Kyle Hall nach Gastauftritten bei Third Ear Recordings, Hyperdub und Glasstable Music (wir erinnern uns an seinen Wahnsinns-Remix für Jimmy Edgars Track "Hush") zurück auf seine eigene Plattform, Wild Oats. Ich habe das Gefühl, dass er sich hier am allerwohlsten fühlt, ruhiger und unbeschwerter an seinen musikalischen Kleinoden arbeiten kann, als wenn er "für" ein anderes Label produziert. Ich mag mich aber auch täuschen - beziehungsweise von der verspielten Lebensfreude blenden lassen, welche aus den Lautsprechern dringt, sobald die ersten Takte von "Solar Funk" erklingen. Hier entführt einen Kyle Hall in eine Welt voll Optimismus. Wärmende Sonnenstrahlen scheinen den Körper zu durchdringen, oder ist es doch das Knistern eines offenen Kaminfeuers, welches ein Gefühl von Sinnlichkeit und Wohlbefinden vermittelt? Getrieben vom Funk, begleitet von House und effektverliebter Elektronika, den Blaupausen eines KDJ oder Theo Parrish charmant, respektvoll und dennoch gewitzt zuwinkend. "Sun Goddess" hingegen wirkt wie ein stürmisch aufgewühltes Meer. Eine Basswelle nach der anderen brandet ans Meer, hell blitzt die Gischt aus Snare Claps vor einer undurchdringlichen Wand aus schweren Kickdrums auf, durch die sich eine Acid Synth-Line regelrecht hindurchfräst. Vor dieser Sonnengöttin muss man sich in Acht nehmen.
English (short) version: two stunning tunes by one of Detroit's finest, Kyle Hall, re-appearing on his own imprint Wild Oats. Be carefull when listening to them, you might get lost in a stormey and ravey relationship with the "Sun Goddess" whereas Kyle Halls "Solar Funk" hits you with its intimate no-longer-platonic vibes. Dope!
Mehr im Web:
Kyle Hall @ MySpace
Kyle Hall @ Facebook
Kyle Hall - Podcast @ xlr8r
Kyle Hall - Interview @ Dummymag
Kyle Hall - Interview & Podcast @ Fabric Blog
In den vergangenen Tagen, als ich mich an das Schreiben einiger Blogeinträge machte, ging es mir genauso. Nicht selten durfte ich feststellen, dass anderenorts bereits ein Feature über exakt dieselben Tracks erschienen war, die ich mir auch für Keep-It-Deep herausgepickt hatte. Stets war jemand anderes bereits da, hatte darüber geschrieben und, so könnte man meinen, das Thema abgehandelt. Wenigstens einen Vorteil hat das "Hinterherhinken" jedoch: wie hochwertiges Rindfleisch sind die Tracks nun bestens abgehangen und zum vollen Aroma gereift. "Sun Goddess" von Kyle Hall beispielsweise ist eine dieser Platten.
Nicht mehr lange dauert es, bis der allerorten als Wunderkind bezeichnete DJ und Produzent aus Detroit in der Züricher Zukunft an den Plattentellern stehen wird. Genauer gesagt wird es am Samstag, den 04. September 2010, so weit sein. Support erhält er dabei von Alex Dallas und dem Italiener Mass.Prod. Ach hätte ich nur Zeit! Denn so sehr Einstimmigkeit besteht, was des jungen Detroiters Kompositionen auf Label wie Hyperdub, FXHE oder seiner eigenen Plattform Wild Oats betrifft, so sehr gehen die Meinungen hinsichtlich seiner DJ-Sets auseinander. Eine persönliche Einschätzung darüber abgeben kann ich - leider - nicht, da ich Kyle Hall noch nie live an den Decks erlebt habe. Über seine Skills in Sachen Selection und Arrangement habe ich lediglich aus dem einen oder anderen Mixtape sowie aus dem Mitschnitt seines Auftritts bei Sunday Best im vergangenen Jahr etwas in Erfahrung bringen können - keine ausreichende Grundlage, um eine entsprechende Wertung abgeben zu können. Die Mixtapes jedenfalls gefallen mir genauso gut wie seine Tracks.
Mit "Sun Goddess" kehrt Kyle Hall nach Gastauftritten bei Third Ear Recordings, Hyperdub und Glasstable Music (wir erinnern uns an seinen Wahnsinns-Remix für Jimmy Edgars Track "Hush") zurück auf seine eigene Plattform, Wild Oats. Ich habe das Gefühl, dass er sich hier am allerwohlsten fühlt, ruhiger und unbeschwerter an seinen musikalischen Kleinoden arbeiten kann, als wenn er "für" ein anderes Label produziert. Ich mag mich aber auch täuschen - beziehungsweise von der verspielten Lebensfreude blenden lassen, welche aus den Lautsprechern dringt, sobald die ersten Takte von "Solar Funk" erklingen. Hier entführt einen Kyle Hall in eine Welt voll Optimismus. Wärmende Sonnenstrahlen scheinen den Körper zu durchdringen, oder ist es doch das Knistern eines offenen Kaminfeuers, welches ein Gefühl von Sinnlichkeit und Wohlbefinden vermittelt? Getrieben vom Funk, begleitet von House und effektverliebter Elektronika, den Blaupausen eines KDJ oder Theo Parrish charmant, respektvoll und dennoch gewitzt zuwinkend. "Sun Goddess" hingegen wirkt wie ein stürmisch aufgewühltes Meer. Eine Basswelle nach der anderen brandet ans Meer, hell blitzt die Gischt aus Snare Claps vor einer undurchdringlichen Wand aus schweren Kickdrums auf, durch die sich eine Acid Synth-Line regelrecht hindurchfräst. Vor dieser Sonnengöttin muss man sich in Acht nehmen.
English (short) version: two stunning tunes by one of Detroit's finest, Kyle Hall, re-appearing on his own imprint Wild Oats. Be carefull when listening to them, you might get lost in a stormey and ravey relationship with the "Sun Goddess" whereas Kyle Halls "Solar Funk" hits you with its intimate no-longer-platonic vibes. Dope!
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Jimmy Edgar - Hush
Nein! Das zu dieser EP gehörende Video werde ich nicht verlinken, und schon gar nicht in diesen Blogeintrag einbinden, denn schliesslich möchte ich mit Keep-It-Deep nicht in irgendeinem BKA-Filter landen und abgeschaltet werden. Mir reicht vollauf, wenn die US-amerikanische Urheberrechtsbehörde zur Durchsetzung des Digital Millenium Copyright Acts sich regelmässig durch die Zwischenschaltung von Google an mich wendet mit der Bitte, Links zu entfernen, die auf Inhalte verweisen, an denen die traditionsreichen grossen Musikkonzerne irgendwelche Rechte halten. Gegenstand, Inhalt und Grenzen des Geistigen Eigentums müssen nach meinem Dafürhalten tunlichst neu überdacht werden, stammt der geistige Überbau des Gesetzes über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte noch aus dem neunzehnten Jahrhundert und bedarf allein daher einer grundlegenden Neuausrichtung, und nicht nur oberflächlicher Novellierungen.Weiter möchte ich auf diese, die Gesetzgebungspolitik berührenden Fragen jedoch nicht eingehen. Hier geht es in erster Linie um die Musik als solche und, um an die einleitenden Worte anzuknüpfen: gebt doch einfach den Namen des Produzenten sowie den Titel seiner aktuellen 12" in das Eingabefeld der (noch) weltgrössten Internetsuchmaschine ein, und ihr werdet selbst sehr schnell feststellen können, dass diese Sequenz durchaus Indizierungspotential beinhaltet. Doch, das muss hier ebenfalls Erwähung finden, steht das Video durchaus in einem unmittelbaren, auch inhaltlichen Zusammenhang mit dem neuen Studioalbum von Jimmy Edgar, das Ende Juli 2010 auf dem Berliner Label !K7 erscheinen wird. Dieses nämlich trägt den Titel "XXX", und ein Track darauf heisst "Hot Raw Sex" (welcher in einer Single-Auskoppelung unter anderem von Kris Wadsworth überarbeitet wird).
So viel einmal dazu, denn zu Jimmy Edgar bedarf es kaum noch einer Einleitung. Der Detroiter Produzent, den ich für mich erst sehr spät entdeckt habe, hat bereits für das renommierte Label Warp produziert, u.a. das Album "Color Strip", sowie Technoskizzen für das M_nus-Sublabel Items & Things und Semantica Records. Mit seiner 12" Hush, erschienen auf Glasstable Music (ein Sublabel zu Jamie Russels Label Hypercolour), verfolgt der - immer noch junge - Produzent Jimmy Edgar einen etwas anderen Ansatz, allerdings auf der gleichbleibenden Grundlage: es ist Maschinenfunk, herausgearbeitet aus analogem Equipment.
"Hush", der Titeltrack, beginnt mit einem warmen, lange gehaltenen Synthesizer-Akkord. Die eigentliche musikalische Phrase, bestehend aus einer im Grenzbereich gerader House- und gebrochener Beats anzusiedelnden Rhythmussektion, sich dezent in den Vordergrund schiebenden Synth-Chords sowie metallisch klickenden Lauten, die von fern an Fingerschnippen erinnern, setzt jedoch erst nach der auftaktähnlichen Akzentuierung des verhallenden Stimmsamples ein. Für den Remix hat der Detroiter Kyle Hall gerade zu stehen, und, mit Verlaub, er meistert diesen Auftrag mit Bravour. Mit schwerem Bass beladen führt Kyle Hall das Ausgangsmaterial temporeich seiner persönlichen Interpretation von (Deep) House zu, die auf den musikalischen Prämissen seiner Heimatstadt aufbaut: soulful und funky as hell! Und der Mittelpart mit Snare Clap-Inferno und den Hi Hat-/Becken-Shuffles? Mindblowing! "BThere", auf A2 gesetzt, erobert mein Herz mit langsam groovenden Beats. Gerade der angezerrt schnurrende Bass weiss dabei zu überzeugen!
English (short) version: I hope you will understand that I won't put a link to the brief video snippet that is promoting the latest release of Detroit based producer Jimmy Edgar. It contains some insecure elements that might lead to a shutdown of this blog as German jurisdiction is kinda strict what matters internet involving sex and possible sexual crimes. In spite of that, Jimmy Edgar is delivering a true soulful and deep house bomb that is topped by a mindblowing remix by another Detroit breed, Kyle Hall. Machine funk. Love it!
Mehr im Web:
Jimmy Edgar
Jimmy Edgar @ MySpace
Jamie Russel (Hypercolour / Glasstable Music) - Interview @ KMag
Glasstable Music
Kyle Hall @ MySpace
Kyle Hall Podcast @ Xlr8r
Rick Wilhite pres. Vibes New & Rare Part C
Die dritte EP dieser Serie. Rick "The Godson" Wilhite und der up and coming, nein, längst als Produzent etablierte Kyle Hall. In Bezug auf beider Status herrscht Einstimmigkeit: Rick ist Legende, Kyle ist Wunderkind, und irgendwann einmal wird auch der Zweitgenannte in den Legendenmantel schlüpfen. Da bin ich mir ziemlich sicher. In diesem Jahr war er, Kyle Hall, sehr versatil unterwegs. Basshaltige Skizzen auf Hyperdub ("Kaychunk / You Know What I Feel"), klassischer, vom Detroit-Idealismus geprägter House auf Third Ear ("Must See EP"), und ein paar Remixe. Nun haben beide zusammengefunden und liefern, jeder für sich sowie in gemeinschaftlicher Arbeit, drei Tracks für die Compilation-Reihe ab, die alle drei vor der Maxime "House music is disco, boiled down to its most danceable elements" Stand halten. Mehr muss an dieser Stelle nicht gesagt sein.
English (short) version: -soon-
Mehr im Web:
Kyle Hall @ MySpace
Kyle Hall @ xlr8r - podcast
Rick "The Godson" Wilhite
Sound Check: Kyle Hall
Kyle Hall, der junge Detroiter Produzent, der mit einer scheinbaren Leichtigkeit druckvoll-intensive, stimmungsvoll-atmosphärische Tracks zwischen hartem, rauhem, energiegeladenem House und Techno aus Detroit sowie basslastigerem, UK-beeinflusstem Material nahezu im Monats-, wenn nicht gar (gefühlten) Wochenrhythmus veröffentlicht, im Gespräch mit Angela D auf doDetroit.tv. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Scott Ferguson für den Hinweis.
English (short) version: Kyle Hall, the youngster producer from Detroit, getting interviewed by Angela D / doDetroit.tv. Big thanks to Scott Ferguson for the hint.
Mehr im Web:
Kyle Hall
Kyle Hall - Train Wreck Mix RBMA
Kyle Hall - Fabric Blog Mix:
Kyle Hall - EXCLUSIVE fabric Blog Mix by fabric
Sound Check: Kyle Hall from doDetroit TV on Vimeo.
English (short) version: Kyle Hall, the youngster producer from Detroit, getting interviewed by Angela D / doDetroit.tv. Big thanks to Scott Ferguson for the hint.
Mehr im Web:
Kyle Hall
Kyle Hall - Train Wreck Mix RBMA
Kyle Hall - Fabric Blog Mix:
Kyle Hall - EXCLUSIVE fabric Blog Mix by fabric
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