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Delano Smith - My Life / Direct Drive

Der Detroiter Delano Smith kann sich - wie manch einer seiner Produzentenkollegen - über ein starkes Jahr 2010 freuen. Dies insbesondere im Hinblick auf seine Remix-Leistungen, man schaue sich nur die Aufzählung bei discogs.com an. Sein mit jede Menge Coolness aufgeladenes Neu-Arrangement von Patrick Speckes "Antman" lief mir wirklich gut rein.

Zum Jahresende verabschiedet sich die Detroit Beatdown-Legende mit einem Paukenschlag auf seinem eigenen Imprint Mixmode Recordings. Zu hören gab's einen Track davon bereits im Sommer, als Delano Smith über seine Soundcloud ein Mixtape bereitstellte, das im Grossen und Ganzen sein Schaffenswerk 2010 sowie einiges noch unveröffentlichtes Material beinhaltete. Darunter auch "My Life", das mit einem weiteren Stück, "Direct Drive", erscheinen wird. Keiner der beiden Tracks ist übersophistiziert, weder verbreiten sie eine Atmosphäre übertriebener Künstlichkeit noch triefen sie vor Detroit-Volkstümlichkeit. Wieso auch - mehr Motor City als Delano Smith sie mit der Muttermilch aufgesogen hat, geht nun wirklich nicht mehr.

"Direct Drive" und "My Life" beinhalten beide die Eigenschaften, welche seit Jahren meine Faszination für House auslösen. Der treibende Beat einer beständig pulsierenden, warmen Bassdrum, gefühlvolle, sanfte, Streicherflächen, der krispe Klang der Hi-Hats, ein Keyboard-Klang hier, ein Keyboard-Klang da - tausend Mal durchdekliniert, berührt das Empfindungsvermögen immer noch ganz tief. Das muss Liebe sein. Oder so!

Wer den Sommer-Mix damals verpasst hat, sollte einmal hier oder bei Clone Records zwecks Soundsamples vorbeischauen.


English (short) version: Delano Smith finishing the year off strong with two tracks on his own imprint Mixmode Recordings. Words can't describe how much I love this good warm bassdrum sound!


Mehr im Web:

Delano Smith @ MySpace
Mixmode Recordings
Mixmode Podomatic
Mixmode @ Soundcloud

Delano Smith Deep House Mix October 2010 by mixmodedetroit

Mixed up monday (36)

http://iareangeline.tumblr.com/post/921326253/via-ache
Zwei Worte, die das vergangene Wochenende zusammenfassend wiedergeben: licht- und Federweisser-trunken. Der Herbst präsentierte ein Oeuvre, das geradezu überqoll an Farben, sinnlich warmen Düften und opulenten Aromen. Unendlich lebenshungrig galt es, diese Schönheit in sich aufzunehmen, und dabei dennoch der Vergänglichkeit dieser Momente stets bewusst. In gewisser Weise zeichnet die heutige Mix-Rundschau ein Abbild dieser Stimmung. Auf der einen Seite opulente, orchestrale Disco- und Pop-Sounds sowie in deren Fortführung House in klassischer Interpretation. Auf der anderen Seite Detroit House und Techno, zeitgenössisch klassische Musik und Jazz, durchzogen von wehmutsvoll melancholischen Motiven, Düsternis und Dunkelheit.


Eröffnen darf deswegen auch ein (etwas älterer) Mix, der auf Headphone Commute bereitliegt und den schlichten Titel "Modern Classical" trägt. Er führt zusammen Stücke von Hauschka, Max Richter und Jacaszek, um nur die bekanntesten Musiker zu nennen. Letztgenannten, Jacaszek, könnte der aufmerksame Leser der Seite Resident Advisor noch vom Februar diesen Jahres her kennen, als der polnische Musiker eine Podcast-Ausgabe einspielen durfte. Modern Classical - Mix @ Headphone Commute.


Im folgenden Mix, ausgegraben im Percussion Lab, dreht sich ebenfalls alles um Moderne Klassik. Mit einem Unterschied: im Fokus dieses Mixtapes steht das Pianoforte, das Klavier. Wiederum mit einem Stück von Max Richter, daneben John Cage, Christian Fennesz & Ryuichi Sakamoto u.v.m. Low Light Mixes - PNO 2010 @ Percussion Lab.


Das Klavier ist es auch, was zum nächsten Mix überleitet, denn es geniesst, als Solo- wie auch als Begleitinstrument, eine besondere Bedeutung im Jazz. Play Jazz Loud wartet auf mit einer scheuklappenfreien Mischung aus klassischem Jazz und Soul sowie einer zwischen den Genregrenzen sich leichtfüssig bewegender Musik. So gehen Daft Punk Hand in Hand mit Oliver Nelson, Arcade Fire gesellen sich zu Miles Davis, und Massive Attack begleiten Jackie Mittoo. Play Jazz Loud - Sessions Vol. 57 sowie Play Jazz Loud - Sessions Vol. 57 - Direct Download.


Von Jazz zu Pop. Plaid Music bietet dieses Genre an in einem Mix von Dr. Rob (wohl derselbe, der auf Testpressing regelmässig Eklektisches zu Tapes verarbeitet) - eine Hörerfahrung_ Dr. Rob - Sorting Out My Sevens For Elliot @ Plaid Music.


Nach Moderner Klassik, Jazz und Pop fehlt nur noch Rock. In dieser Musikschublade kenne ich mich zugegebenermassen überhaupt nicht aus - Zugangs- und Zuordnungsschwierigkeiten hoch zwei. Eine überaus hörenswerte Einführung in Sachen (Balearic) Rock bekommt man derzeit via AOR Disco, die zu zwei Mixen von Mindless Boogie verweisen. Meines Wissens habe ich bereits einmal einen kurzen Link dazu gesetzt. Da auch im Hinblick auf Musik der Grundsatz "Repetitio est..." gilt, hier noch einmal:

Balearic Rock Vol 1 by Mindless Boogie

Balearic Rock vol 2 by Mindless Boogie


Und endlich geht's in (für mich) bekanntere Gewässer. Auf Testpressing lädt seit vergangenem Mittwoch der Mann, der den Klubb Kebabb erfand, zum kurzen und gepflegten Tanzbeinschwingen ein. Super Sache! Rune Lindbaek - Flytog Mix @ Testpressing.


Zwischen Schwulst und Opulenz bewegen sich die Mixtapes auf Space Boogie / Italo Deviance. Marcello Giordani, Betreiber des Blogs, verlinkte am vergangenen Freitag etwas mehr als ein halbes Dutzend Mixe von u.a. Bottin, Ajello und sich selbst. Unmöglich, diese alle hier aufzuführen, daher stellvertretend nur das seine - alle übrigen gibt's auf dem Blog.

(DJ_Set) Marcello Giordani - Selezione da Discoteca by Marcello★Giordani


Fehlen darf in diesem Zusammenhang auch nicht der Mix, den Thomas Hammann für It's OK To Hate Your Job von Oliver Hafenbauer und Manuel Raven eingespielt hat. Viel mehr einleitende Worte braucht's da nicht!


Nur eine Erziehungsfunktion erfüllende Mixe bisher? Bei aller Kultur muss auch gefeiert werden? Qualitätseinbussen in Sachen Musik darf es dennoch keine geben?


Da kommt für die Nur-House und Nur-Techno Heads gerade Recht, dass die Booking-Agentur von (u.a.) Keith Worthy einen Mitschnitt seines Sets, gespielt auf einer Pre-Party zum Festival "Stop Making Sense" vor einigen Tagen veröffentlicht hat. Grande!

Keith Worthy - Live recorded at SMS Special 2010 by The Secret Agency


Ebenfalls des Lobes voll sein kann und darf man über den folgenden Mix. Zusammengestellt und eingespielt hat ihn der Österreicher Felix Leiter alias Bionic Kid alias Bnckd. Musikverliebte und aufgeschlossene Stuttgarter (und Umgebung) konnten ihn vor einiger Zeit im Rahmen des Spaceways Festival erleben. Wer ihn verpasst hat oder sich gerne einmal ein akustisches Bild seiner Musikauswahl machen möchte, sei an dieser Stelle auf seine "Detroitjazzin Mixes" verwiesen oder auch auf seine (gemeinsam mit Thomas De Martin und Kid Soon gehostete Show "313" auf Superfly.fm). Besonders angetan hat's mir die Show vom 20. September 2010. Anhören!

313 RADiO - #101 / 20.09.2010 by BNCKD & Kido Soon by BNCKD


Scott von Trackwerk hat über's Wochenende wieder einmal einen Mix zusammengeschraubt. Einige der darin enthaltenen Sounds von u.a. Nebraska, Steven Tang oder Keith Worthy wurden ja entweder hier oder auf Monday Edition vorgestellt. Man kennt sie, und dennoch ist es schön, sie in einem einzigen Mix einmal vorgespielt zu bekommen:

Scotts fathoms mix (part one) by trackwerk


Dass Hakim Murphy auf Little White Earbuds, dass die Beatdown Posse, also Norm Talley, Delano Smith und Mike "Agent X" Clark auf Resident Advisor und dass Kassem Mosse für Fact einen Podcast beigesteuert haben, ist nur noch Sahnehäubchen und Kirsche zugleich auf der dieswöchigen Torte.


Und wer Theo Parrish bei Benji B im Programm der BBC verpasst hat, kann sich das Set hier herunterladen.



English (short) version: Our today's selection appears like a colourful bouquet of flowers boasting of an amazing variety and diversity. Or, if you prefer a more seasonal approach, we celebrate autumn's bountiful harvest. Taking off with partly mournful, partly morbid, partly melancholic contemporary classic music, this journey allows you to sit back and discover the richness of pop, jazz, disco, house and techno by many well known disc jocks and still-to-discover artists. Enjoy!

Mixed up monday (29)

Neue Woche, neue Mixe. Dieses Mal wieder etwas stärker auf House und Nebenformen dieses Genres konzentriert. Eröffnen darf die heutige Ausgabe von Mixed up monday kein geringerer als Delano Smith. Vor zehn Tagen hat er sich daran gesetzt, seine eigenen Tracks in die Form eines Mixes zu giessen. "Toying with my tracks", wie er es selbst in der Kommentarleiste zu seinem Mix auf Soundcloud beschreibt. Neben "Ancestors", "Explanation" oder "Constellation" gibt es auch einiges unveröffentlichtes Material zu hören. Da geht noch was, bei Delano Smith! Here you go:

Delano Smith Exclusive Net Mix by mixmodedetroit


Die Buchstabenkombination SMS assoziiere ich sehr oft auch mit dem Grossrave "Sonne Mond und Sterne", welches am gestrigen Sonntag zu Ende gegangen ist. Nicht mein Fall. Schon viel eher dagegen ein weiteres Festival, dessen Name sich ebenfalls auf die Buchstaben S, M und nochmals S zusammenfassen lässt. Stop Making Sense heisst es, und wird vom Freitag, den 03. September bis einschliesslich Sonntag, den 05. September 2010 in Petrcane / Kroatien stattfinden. Wieder ein Festival, das ohne meine Anwesenheit auskommen muss. Am Samstag heiratet jemand, für dessen Projekt ich hin und wieder einen Arbeitsbeitrag geleistet habe, und am Montag steht bei mir ein nicht ganz unwichtiges Ereignis an. Scheisse. Immerhin kann ich die Podcasts hören, welche regelmässig auf dem Stop Making Sense Blog veröffentlicht werden. Und weil ich den Promo Mix von Tama Sumo ganz besonders mag, wird dieser auch hier verlinkt:

Tama Sumo // Stop Making Sense Festival Mix by wefearsilence


Ein anderes Festival, das ohne meine Feierbeteiligung über die Bühne ging, war das Nachtdigital. Was dort so ging (oder auch nicht), kann man beispielsweise hier oder hier nachlesen. Viel besser jedoch: die Sets mancher DJs (und Live Acts) gibt es zum anhören und herunterladen im Netz. Ja ja, ich weiss, vor Ort und zu diesem ganz besonderen Zeitpunkt wirkt(e) die Musik noch viel intensiver. Ich freu mich trotzdem, ganz besonders über die beiden Mitschnitte der Uncanny Valley-Members Albrecht Wassersleben und Break SL:

BREAK SL 11am@Uncanny Valley Stage NACHTDIGITAL by Break SL


N1D3-01-08-10 by A.W.


Aus dem Hause Santiago Salazar gibt es auch wieder einmal einen neuen Mix. Keith Worthy, Skudge, Brother's Vibe, Silent Servant und noch viele mehr treffen darin aufeinander. Nicht gerade "tropical", "balearic" oder "chill". Dafür aber gut. Mehr will man nicht!

Santiago Salazar - For The People Mix by Santiago Salazar


Auch die Jungs von Session Victim waren nicht untätig und lieferten vor etwas mehr als einer Woche einen Mix für die Podcast-Reihe der Londoner Veranstaltung "You Are We" ab. Check'em out:

Session victim - DJ MIX- You Are We by YouAreWe Podcast


Die neueste Ausgabe der Compost Black Label Radio Show hat die Snuff Crew bereit gestellt. Schade, dass es dieses Set voll roher magischer Energie nicht zum Herunterladen gibt:

CBLS 059 - guestmix by SNUFF CREW by compost


Das Beste zuletzt? Kann man in Anbetracht der oben erwähnten, überaus genialen Mixe und Mitschnitte nun wirklich nicht sagen. Dennoch liegen mir die kommenden drei Podcasts ganz besonders am Herzen. Da wäre zum einen Jjulian alias MidnightOpera, der seine derzeit liebsten Sommertracks mit uns teilt. Stilsicher in der Auswahl und im Arrangement. Dope!

jjulian plays his favourite tunes of summer 2010 by midnightopera


Prosumer hat für mnml ssgs einen Mix eingespielt, den man entweder hier oder auf Soundcloud findet. Dort allerdings nur noch zum anhören:

Prosumer - ssg special mx by mnml ssgs


Selten genug schwirren Mixe oder Live-Mitschnitte von Keith Worthy, dem Detroiter DJ und Produzenten im Netz herum. Daher als Sahnehäubchen und krönenden Abschluss: Hybrid Life Podcast 007 - Keith Worthy. Oder direkt herunterladen. Worthy is deep. So true!


English (short) version: this week's mix review is concentrating on the housier side of life. We got some Delano Smith, Tama Sumo, Prosumer, a very, very rare appearance of one of Detroits finest, Keith Worthy, among many other quality mixes. Have fun!


P.S. Anstatt der immergleichen langweiligen Plattenteller dieses Mal ein Bild von Theo Parrish, aufgenommen am vergangenen Freitagabend beim Stadtmusik Festival in Basel.

Delano Smith - I Fly

Delano Smith. Dieser Mann interessiert, bewegt und fasziniert. Geboren und aufgewachsen - ja! - in Detroit, Schützling und gewissermassen Schüler des legendären DJs Ken Collier, auf den sich zahlreiche namhafte Söhne und Sprösslinge der Motor City, wie beispielsweise Mike Huckaby, Eddie "Flashin'" Fowlkes, Norm Talley oder Terrence Parker berufen. Mit Norm Talley und Mike "Agent X" Clark bildet er das Beatdown Brothers-Trio, das schon für den einen oder anderen Remixbeitrag gesorgt hat. Er ist (Mit-)Gründer und (Mit-)Betreiber des Labels Mixmode Recordings. Als Produzent zeichnet sich durch einmal einen sehr, sehr bouncy Stil, einen "funky laidback sweet house" Groove aus ("A Message For The DJ") sowie einem feinen Gespür für geerdete, traumtänzerische, fast spirituelle Tracks ("Midnite EP - The Explanation") oder basstiefen Feuerwalzen ("Constellation") aus.

Letztes Jahr steuerte er einen Beitrag gemeinsam mit seinem Produktionspartner Derwin Hall für das Kolour Recordings-Sublabel ´Undertones bei, "The Smith Hall Project", mit welchem er schon früher als D² einige Studiosessions zu einem erfolgreichen Abschluss brachte. Für Undertones hat er vor kurzem eine weitere 12" fertig gestellt, einen Viertracker namens "I Fly". Diese EP ist meiner Meinung nach eine hervorragende Profilkarte des Detroitr DJs und Produzenten, auf der er mit inhaltlicher Vielschichtigkeit und Wandelbarkeit im künstlerischen Ansatz zu beeindrucken vermag. Er steht hierauf in der Tradition des Detroit Beatdown genauso wie er das reichhaltige Erbe seiner musikalischen Vorfahren, den "Ancestors", zeitgemäss abzubilden und in Track-Form zu giessen vermag. "Ancestors", ob im Main oder Deep Mix, und "One Twenty Three" charakterisiert ein wohltemperierter House-Groove, mit welchem Delano Smith jeden Entspanntheits-Wettbewerb gewinnen könnte. Wie man so ein Level erreichen kann, wie man eine derartige Ruhe und Lässigkeit in seine Produktionen einfliessen lassen kann und ihnen dabei dennoch ein derart grosses Spannungspotential verleihen kann, dass sie trotz ihrer Relaxtheit elektrisierend wirken, kann nur das Beatdown-Gen bewirken, welches auch und gerade bei Delano Smith die schöpferischen Kräfte entfaltet. I Fly. I Love!


English (short) version: Delano Smith, part of the Beatdown Brothers, is back with another EP on Kolour Recordings sublabel Undertones. On this EP, he is delivering four evocative tracks with rich laidback downbeat house grooves that still build tension. This must be the beatdown gene. Great musical artwork!


Mehr im Web:

Delano Smith @ MySpace
Mixmode Recordings
Mixmode Detroit Podomatic
Kolour Recordings @ MySpace
Kolour Recordings @ Soundcloud

UT-08 Delano Smith - I Fly EP by KolourRecordings

Mixed up monday (20)

Über 25 Grad Celsius in meiner Wohnung - der Juni nimmt massiv kurs auf Sommer. Bequem die Beine hochlegen, zwischen zwei Bäumen in einer Hängematte schaukeln und vor sich hinträumen ist leider nicht, einige Arbeiten stehen an und wollen abgeliefert sein. Ein bisschen Entspannung muss jedoch sein, und so werde ich mich auf Sonnenuntergang aus der Netzwelt verabschieden und mich mit ein paar Freunden auf ein Feierabendbier trefffen. Davor jedoch die (fast) wöchentliche Rundumschau über einige Mixe.


Beginnen möchte ich mit einem Tribute Mix, über den ich auf Soundcloud gestolpert bin. Ein mir unbekannter Musikliebhaber und DJ namens Sid a.k.a. Twintub hat sich daran gemacht, aus Sex Mania, Sex Trax, Power Music, und so weiter, eine fast sechzig Minuten dauerndes Klanggemälde durch truly old school sounds zu erstellen, und das mit Erfolg. Power music! Worth to check!

return of the techfunk by twintub


Recloose, Frank Booker und Magic Sam betreiben gemeinsam das Blog und die gleichnamige Radiosendung Hit It And Quit It. Lange Zeit habe ich dort nicht vorbeigeschaut, letzte Woche jedoch erhielt ich einen Hinweis, dass sich hierauf ein Guest Mix der Detroiter The Oliverwho Factory befindet. Diese haben vor kurzem einen Remix für die neue 12" auf Ostgut Ton von Tama Sumo und Prosumer abgeliefert - wird hier auch noch bequatscht werden. In ihrem Mix verarbeiten sie eigene, auf ihrem Label Madd Chaise veröffentlichte Tracks, mit Material von Delano Smith, Larry Heard oder Carl Craig. Check it out: The Oliverwho Factory @ Hit It And Quit It.


Der Philpot-Artist Tim Toh hat sich mit seiner Join The Resistance-Trilogie auch in die Herzen der Jungs von Made Like A Tree gespielt, denn deren letztes Interview- und Guest Mix-Feature ist ganz dem jungen DJ und Produzenten gewidmet. Dieser liefert eine Mischung aus klassisch Detroit-beeinflusstem House im Stile eines Moodymann, Disco eines Arthur Russel sowie Electronica von Mayer Hawthorne, Dabrye oder Aardvarck ab. Not your every day mix. Highly recommended! Tim Toh @ Made Like A Tree.


Immer wieder Detroit. Und ein - da wird mir niemand wiedersprechen - nicht ganz unbekannter Sohn dieser Stadt ist Delano Smith. Dieser hat sich die Zeit genommen, für die in Leeds und London beheimatete Louche-Partyreihe einen Podcast einzuspielen. Delano Smith @ Louche - Podcast #18. Wer diesen Podcast nicht über iTunes abonniert hat und die Anschaffung eines solchen Abonnements auch nicht vorhat, kann ihn sich beispielsweise hier beschaffen.


Whatpeopleplay konnte für ihre Podcast-Reihe den A & R des Label STORY gewinnen, einschliesslich eines kurzen Interviews. Tracks vom eigenen Label, STL, The Mole, Marcellus Pitmann, und so weiter. Macht Spass! Here you go:

#27 | That's ??? DJ MIX whatpeopleplay Podcast by whatpeopleplay


Ein wenig discoider wird es nun, und mitverantwortlich dafür ist ein Mann, der in den vergangenen Wochen regelmässig Mixe an irgendwelche Stellen abgeliefert hat: Eddie C. Sein neuester ging an die Warm Agency, einschliesslich eines Interviews. Nachzulesen unter Eddie C @ Warm HQ, anzuhören unter:

Eddie C - Warmer than Canada Mix by warmhq


Leider nur zum anhören, denn zu gerne hätte ich diesen Mix als ständigen Begleiter bei mir, Colin de la Plante unter seinem The Mole-Alias in: "Mole Of Soul's Underdog Champion Mix", für die Podcast-Reihe der Amsterdamer Veranstaltung Drukpers, die jeden letzten Freitag des Monats im Amsterdamer Club Trouw stattfindet. Für die nächste Ausgabe, am 25. Juni 2010, sind Prins Thomas und Gerd Janson gebucht. Aber zurück zum Mix, denn dieser ist top notch!

Drukpers Podcast 07 | The Mole | Mole of Soul's Underdog Champion Mix by Drukpers


Zum Schluss noch der Hinweis auf einen - ebenfalls schon länger im Netz erhältlichen - Mix des Hamburger DJ- und Veranstaltungskollektivs RSS Disco. Punktgenau zum einsetzenden Sommerwetter kommt denn auch ihr Mix, der bei Kontaktaufnahme mit dem Kollektiv auch als CD erhältlich ist. Listen to this love story:

RSS DISCO #002 / summer 2010 by RSS


Das war's mal wieder für diese Woche. Wenn ihr irgendwo einen schönen Mix ausgegraben habt, den ich und andere unbedingt noch hören sollten, dann bitte in die Kommentare damit.


English (short) version: another week, another monday, and, finally, summer has arrived. While leaving home in a few minutes to chill after a hard days work, i'll leave you with a handful of mixes, freshly compiled by The Mole, The Oliverwho Factory, Delano Smith and many others. Have fun!

Termine im Januar

Nach einer rund vierzehntägigen Internetabstinenz melde ich mich hiermit zurück. Bevor es wie gehabt mit einer kleinen Terminübersicht losgeht, möchte ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs nachträglich noch alles Gute und Liebe sowie ein gesundes, glückliches und nicht zuletzt kreatives neues Jahr wünschen, das hoffentlich zahlreiche musikalische Höhepunkte für uns bereithält.

Gewöhnlich ist der Jahreswechsel ja die Zeit, um kurz-, mittel- oder langfristige Prognosen zu treffen, in welche Richtung sich House, Techno und was weiss ich nicht alles entwickeln wird, welcher (aufstrebende) Produzent und DJ seinen Weg finden, seinen Weg machen wird. Da ich es zwischen den Jahren jedoch versäumt habe, mir durch Auspizien und Opferschauen hinreichend fundierte Kenntnisse zu erwerben, um eine gesicherte Trendentwicklung skizzieren zu können, starte ich in das neue Jahr, gar in das neue Jahrzehnt, ohne dem Gang der Ereignisse - Veröffentlichungen, Podcasts, etc. - vorzugreifen.


Wie letztes Jahr beginne ich auch in diesem Januar zunächst mit ein paar Dates aus meiner (immer noch) Wahlheimat Freiburg im Breisgau, die seit heute Mittag den Verlust einer Spielstätte für elektronische (Club-)Musik zu verzeichnen hat. Das "18 Months", laut Aussagen der Betreiber ein "Projekt auf Zeit", hat endgültig seine Türen geschlossen. Für einen nachtaffinen Musikliebhaber wie mich ist seine Schliessung kein Verlust, fehlte doch diesem Club vor allem eines: Soul. Aus marktwirtschaftlicher Sicht betrachtet, ist das Closing jedoch die Gelegenheit schlechthin, den nahezu unüberschaubar grossen Freiburger Nachfragemarkt für Hartnacken-Techno gewinnbringend für sich auszuschlachten. Das Schärfen der Messerklingen, um sich dort ein kleines Stückchen herauslösen zu können, überlasse ich jedoch gerne anderen.

Wir schreiben also Mittwoch, den 06. Januar 2010, Dreikönigstag und somit im schwarzkatholischen Baden-Württemberg unangreifbar gemachter Feiertag. Die graue Wolkendecke, aus der sich vereinzelt ein paar wenige Schneeflocken lösen, ein mässig wehender, feucht-kalter Wind sowie mit grauweissem Matsch bedeckte Strassen und Gehwege locken nicht nach draussen, beste Voraussetzungen also, um den Terminkalender zur Hand zu nehmen und ein paar Dates einzutragen.


Zum einen wird am Donnerstag, den 14. Januar 2010, Kowski zu seiner eigenen Veranstaltungsreihe "We Play" im Drifter's einladen. Studenten haben freien Eintritt, all night long (warum sich jedoch in einer Stadt mit einem so grossen, studentisch geprägten Menschenpool dennoch immer nur ein paar wenige Leute einfinden, begreife ich auch nach Jahren immer noch nicht). Mit ihm an den Plattentellern wird Agent Schwiech stehen. Somit steht einem musikalisch gelungenen Abend nichts mehr im Weg.

Mehr im Web:

Zwei Tage später, am Samstag, den 16. Januar 2010, begrüsst letztgenannter DJ Agent Schwiech am selben Ort, im Drifter's also, Frankfurts / Offenbachs Oliver Hafenbauer, seines Zeichens Resident-DJ im Robert Johnson. "Somebody Scream" heisst die neue Veranstaltung und geplant ist, diese in den kommenden Monaten fortzusetzen. Toi, toi, toi an dieser Stelle!

Mehr im Web:


Und zuletzt noch ein Blick in die Freestyle-Ecke. Dort gibt es Ende des Monats nämlich einen
Geburtstag zu feiern. Die "Root Down", die Veranstaltungsreihe von Rainer Trüby wird vierzehn. Grund und Anlass genug, das Jubiläum mit einem treuen Gast und langjährigen Begleiter zu begehen. Am Samstag, den 30. Januar 2010, werden dementsprechend Jazzanova's Alex Barck und Rainer Trüby (wieder einmal) unter Beweis stellen, dass sie trotz etlicher Jahre DJ-Daseins weder Leidenschaft noch Spielfreude verloren haben.

Mehr im Web:


Ein kleiner Ausblick auf den Februar an dieser Stelle, denn am Freitag, den 05. Februar 2010, heisst's wieder Deep Station @ White Rabbit, wie auch in den Jahren zuvor mit Kowski und Ricordo. Bleibt nur noch die Frage offen, wann und wo DJ Shaddy wieder einmal aus dem reichhaltigen Fundus ungezählter Platten schöpfen und sie zum besten geben wird. Hoffentlich bald!


Ein kurzer Blick rheinabwärts, nach Karlsruhe. Da habe ich bis dato nur zwei Termine vorgemerkt, beide am Samstag, den 09. Januar 2010. Zum einen Compost-Act Sharokh (Sound of K) im Café Nancy, und weil Closing-Party, gibt es einen Live Act von Marbert Rocel obendrein. Im Gotec Café werden in derselben Nacht Ben Klock und eine Handvoll regionaler DJs zum Tanz aufspielen. Da ich diese Regio-DJs jedoch nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, was der Abend bringen wird. Und seien wir mal ehrlich: miserabel gespielte Warm Ups sind unerträglich!

Mehr im Web:



Ein paar Kilometer weiter ostwärts, im malerischen Neckarstädtchen Tübingen, wird am Freitag, den 15. Januar 2010, eine Veranstaltung stattfinden, die ihre Organisatoren unter das Motto "A Basement, A Red Light & A Feeling" gestellt hat. Veranstaltungsort ist das Mancuso, das auch Host der "Boogie Bude" war. DJ Mirano und Don Jorge werden für euch an den Decks stehen. Worth to check.

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Die Landeshauptstadt Stuttgart empfängt diesen Samstag, den 09. Januar 2010, Lee Jones und Nick Höppner unter ihrem Gemeinschaftsnamen MyMy, und zwar im Romy S. Einen Tag davor, am Freitag, den 08. Januar 2010, treffen im Rocker33 Cassy und Nekes aufeinander. Und bereits morgen, am Donnerstag, den 07. Januar 2010, findet ebenfalls im Rocker33 bereits die neunte Ausgabe von Thursdaysdontsuitverywell statt. Für alle Liebhaber gehaltvoller, geschichstträchtiger Clubmusik, die auf Grundpfeilern wie Funk, Soul und Disco aufbaut, auf jeden Fall ein Pflichttermin.



Zm Schluss noch ein Blick über die Landesgrenze. Zunächst ein paar wenige ausgesuchte Termine in Basel. Unbedingt vormerken sollten sich alle Dreiländereck-Grenzgänger den kommenden Freitag, den 08. Januar 2010. Joe Goddard, ein Teil von Hot Chip, wird gemeinsam mit Basels finest, DJ Neevo, in der Kaserne ein DJ-Set zum besten geben. Hot shit! Am selben Ort, drei Wochen später, Samstag, der 30. Januar 2010, gibt es eine weitere Ausgabe der Love Tempo, mit dabei Pharao Black Magic, Akay und Neevo.

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Zu guter Letzt bleibt Zürich. Da begnüge ich mich zu schreiben: schaut euch das Programm der Zukunft an unter http://www.zukunft.cl/. Redshape (Freitag, 08. Januar 2010), Delano Smith (Samstag, 09. Januar 2010), Scott Grooves (Samstag, 16. Januar 2010), Ata, Oliver Hafenbauer, Arto Mwambe, Julietta, Ben Klock, Marcel Dettmann, und selbstverständlich die Züricher Locals warten auf den Musikliebhaber. Einen Termin lege ich mir und euch allen jedoch besonders ans Herz: Donnerstag, 21. Januar 2009, DOSCI Spezial mit Kon & Amir aus New York. Shake your boogie butt, baby!

Im Cabaret geht's ein wenig technoider und minimaler zur Sache, Ben Mono, Mike Shannon, Daniel Dreier & Co. werden für euch vor Ort sein. Besonderen Hinweis verdient die Veranstaltung "Dub Ex Machina" am Freitag, den 22. Januar 2009. Mit dabei, Londons up and coming Roska. Worth to check! Mehr Infos unter http://www.cabaret.im/wp/. Und auch hier eine kleine Vorschau auf Samstag, den 13. Februar 2010, für den Mr. Hyperdub, Kode9, eingeladen ist.


Wie immer gilt: sollte ich etwas vergessen haben, habt ihr irgendein interessantes Datum im Hinterkopf, bitte in die Kommentare packen.