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Termine im Februar

Anstrengender Tag heute. Eine ganze Flut an Informationen prasselte heute auf mich ein, die es erst noch zu bündeln und zu verarbeiten gilt. Bis dahin die etwas unkreative Arbeit, ein paar Termine für den Monat Februar vorzustellen. Ist wieder einmal so weit. Unglaublich, wie schnell doch das neue Jahr Fahrt aufgenommen hat.


Los geht's mit meiner (Wahl-)Heimat Freiburg. Zunächst tageins. Im Rahmen der Montagsclubnacht im Waldsee werden am Montag, den 07. Februar 2011 Shaddy und der Züricher Kejeblos das Haus rocken. Eine Woche später, am Montag, den 14. Februar 2011 ist DJ Bertram wieder einmal dort zu Gast. Hat eigentlich immer ganz interessante Platten zwischen House und Techno dabei. Vierzehn Tage später, am Montag, den 28. Februar 2011, feiert das aufgehende Dreigestirn La Rokoko sein Debüt an den Plattentellern des Waldsee. Don't miss!


Somebody Scream wird am Freitag, den 11. Februar ausgetragen, und zwar im Drifter's. Dieses allerdings weist die Veranstaltung auf seinem Flyer für Freitag, den 25. Februar 2011 aus. Was nun?


Einen Tag später, am Samstag den 26. Februar 2011, wird wieder Root Down mit Rainer Trüby ausgetragen. Im Waldsee. Als Gast dabei? Kiko Navarro - Yoruba Records, Nite Grooves, und so weiter.


In der Jackson Pollock Bar wird Rainer Trüby auch am Start sein, zu Hans Dampf. So heisst seine dortige Veranstaltungsreihe, die er mit DJ-Urgestein Ralph Thieme bestreitet. Wer's etwas straighter mag, ist in der JPB im Februar ganz gut aufgehoben...


Irgendeinen Freiburger Termin vergessen?


In Stuttgart geht es morgen, Donnerstag, 03. Februar 2011, mit Thursday's Don't Suit Very Well los. Ansonsten bin ich dieses Mal denkbar schlecht unterrichtet bezüglich interessanter Ausgehtermine. Vielleicht weiss der eine oder andere geneigte Leser aus dem Kessel etwas mehr und schreibt es in die Kommentare.


Tübingens Aushängeschild für gute Musik war Bag of Goodies - eine Veranstaltungsreihe, die von 1995 bis 2005 im Jazzkeller stattfand. Emanuela De Luca und Bobby Mhark treten nun am Samstag, den 19. Februar 2011 gemeinsam im Mancuso auf, um diese Zeiten musikalisch wieder aufleben zu lassen. Mehr Informationen hier oder hier. Daneben geht noch was bei HeartBeat oder Gimme Shelter - man muss in Tübingen nicht nur auf Studi-WG-Parties zu Youtube-Videos feiern gehen.


Karlsruhe wartet im Februar mit Swayzak (am Samstag, den 12. Februar 2011) auf. Sicher ganz interessant, das Rahmenprogramm ist mir jedoch zu minimal, und den Club mag ich auch nicht. Dreizehn Tage später gibt's dann Hendrik Vogel (Nugath), der mit seinem Produzentenpartner den Italiener Marco Effe in die Fächerstadt holt (Freitag, 25. Februar 2011).


Jetzt in die Schweiz. Basel. Das Schiff. Radio Slave am kommenden Freitag, den 4. Februar 2011. Unterstützung kommt u.a. von DJ Le Roi.

Vierzehn Tage später, Freitag, den 18. Februar 2011, steht im Hinterhof Deetron auf dem Programm. Würde sich lohnen, den Laden bei dieser Gelegenheit einmal genauer anzuschauen. Oder bis in den März warten, da verspricht das Clubprogramm zwei interessante Live Acts.

Im Nordstern treffen Seth Troxler und Jeff Mills ein. Und wo wir schon bei Techno sind: das Presswerk im Februar versorgt die Basler einmal mit Thomas Fehlmann (Samstag, 19. Februar 2011) und ein weiteres Mal (Samstag, 26. Februar 2011) mit Ricardo Villalobos. Ricardo im Presswerk - sicher ein Erlebnis, aber die Tür müsste noch viel selektiver sein, als letztes Jahr bei Cassy. Da waren mir zu viele unentspannte Techno-Stresser unterwegs.


Zürich. Zukunft. Lovefingers und Lexx (Donnerstag, 03. Februar 2011), Alton Miller (Samstag, 05. Februar 2011), Lucy (Freitag, 11. Februar 2011), Yosa (Samstag, 19. Februar 2011) und The Revenge (Samstag, 26. Februar 2011). Dazu immer Support und Solo-Nächte der Residents Alex Dallas, Ron Shiller, Kejeblos & Co.

Ein Grund nach Zürich zu fahren wäre sicher auch die Smallville Nacht am Samstag, den 12. Februar 2011 im Cabaret. Julius Steinhoff und Dionne alias The Smallpeople sowie Christopher Rau (live).

Der wild surrende und tanzende Bienenstock, das Hive, feiert auch schon seinen fünften Geburtstag. Mit unter anderem Radio Slave, Trickski, Chopstick und Fritz Kalkbrenner. Tja...



English (short) version: only a handful of dates to enrich your nightlife with amusement...

Smallpeople & Rau - Meadows

Dieses Jahr ist ein guter House-Herbst. John Roberts hat mit seinem Debüt-Album "Glass Eights", dieser Tage auf Dial Records erschienen, gezeigt, dass er ein würdiger Träger aller für ihn bisher gewundenen Lorbeerkränze ist (heute Abend übrigens zu hören im Tanzhaus West in Frankfurt am Main, los geht's ab 23 Uhr). Nicht mehr lange wird es dauern, bis Christopher Rau seine "Asper Clouds" von Smallville Records aus aufsteigen lässt.

Dieser, Christopher Rau, der 2009 mit "Ne Travaillez Jamais" auf Dérive Schallplatten erhebliche Aufmerksamkeit auf sich lenken konnte, findet sich auf der vorliegenden 12" mit den Smallpeople, also Dionne und Julius Steinhoff, für eine Teamarbeit zusammen. Noch vor Veröffentlichung seines Albums, während dessen Entstehungsprozesses, Zeit zu finden, um mit dem Kernteam des Smallville-Imperiums an einer Platte zu arbeiten, ganz ohne grosses Aufheben, das nenne ich Leidenschaft.

Diese enthusiastische Begeisterung und Hingabe ist denn auch aus den beiden Tracks dieser 12", "Meadows" und "Life Aquatic" sehr deutlich herauszuhören. Mit dem ersten, "Meadows", verfolgen die Smallpeople in Begleitung von Christopher Rau einen Weg der Reduktion. Mit Behutsamkeit wagen sie sich daran, aus Drum- und Bassstrukturen einen auf Rasiermesserschärfe polierten Groove herauszuschälen, der nur sparsam, dafür umso sorgfältiger eingebettet wird in pumpende, pulsierende Synth-Sequenzen. "Life Aquatic" beginnt mit einem Zusammentreffen kühler, traumhafter Sequenzen und vorantreibenden, die Klangszenerie und Rhythmik des Tracks beschleunigenden Beats. Trotz aller Geeignetheit für die Tanzfläche begibt man sich mit "Life Aquatic" auf eine langsam Fahrt aufnehmende Reise. Als ob man mit einem kleinen Boot im Morgengrauen ablegt, sich allmählich warmrudert und sanft durch zarte, auf dem Gewässer emporsteigende Nebelschleier - die Synth-Flächen im Hintergrund - hindurchgleitet. Mit der Zeit verdichten sich diese, hüllen einen vollständig ein, und kaum merklich nimmt man Kurs auf eine verwunschene Insel - wahrlich eine melancholisch-atlantische Stimmung. Dieser Herbst ist wirklich ein guter House-Herbst. Big up!


English (short) version: The Smallpeople, Dionne and Julius Steinhoff, join forces to work together with Christopher Rau. On this 12", they deliver two tracks. "Meadows", the first, is a razorknife sharp and heavy-groove oriented funky-ass thang whereas "Life Aquatic" takes you on a hazy seaside szene. Beyond this hazy ocean waves, Atlantis is waiting for you and your dreams will come true. Big up!


Mehr im Web:

Christopher Rau @ MySpace
Julius Steinhoff @ MySpace
Dionne @ MySpace
Smallville Records
Christopher Rau - Podcast @ Little White Earbuds
Christopher Rau - Common Cause Podcast

Smallpeople - The People EP

Wie lange ist es nur her, dass ich einer 12" auf Underground Quality einen Beitrag gewidmet habe? Tatsächlich schon ein Jahr? Und was liegt dazwischen?

Da wäre zum einen Anton Zaps "Take It As It Comes EP. Auf dieser hält der Moskauer DJ und Produzent vier Tracks bereit, auf denen er mit traumwandlerischer Leichtigkeit durch das (Deep) House-Genre gleitet. Da wäre die "Underworld EP von Aybee, und nicht zu vergessen die grossartige 12" "Real House Music.... Auf dieser laufen der Labelgründer Eward "Jus-Ed" McKeithen sowie DJ Qu mit jeweils zwei Tracks zu Höchstform auf. Must have shit für Labelfans und Liebhaber kraftvoller, auf den Punkt produzierter Bass-/Drum-Kompositionen mit mehr als nur einem Schleierhauch Deepness.

Derzeit wird - unter anderem auf Resident Advisor Jus-Eds "No More Pain" durchdiskutiert. Es ist eine 10", auf der er sich in einem - für meinen Geschmack - sehr poppigen Fahrwasser bewegt. Technisch versiert, durchaus, doch steht es dem DJ und Produzenten aus Bridgeport / Connecticut nach meinem Dafürhalten besser, wenn er eine etwas rohere Gangart einschlägt. Dafür umso mehr begeistert wieder einmal Anton Zap auf der Rückseite mit seinem "Love & Distance Mix", mit welchem er das Original in eine Wolke aus "ethereal sounds" einbettet.


Doch um diese Releases geht es hier eigentlich gar nicht. Deswegen schnell zu "The Smallpeople Reping Hamburg", nach "Before Leaving To Paris die zweite EP der Smallpeople, also Julius Steinhoff und Dionne. Schon sehr lange repräsentieren die beiden ihre Stadt, Hamburg, in Sachen (Deep) House mit dem Betrieb des Plattenladens Smallville sowie des gleichnamigen Labels und vertreten ihre Interessen mit der Ausrichtung von Smallville-Clubnächten. Auch in fremdes Territorium tragen sie ihren Sound. So beispielsweise am morgigen Freitag, den 23. Juli 2010, nach Stuttgart, wenn es heisst "Straight meets Smallville. Anyway. Smallville, der Plattenladen, die Parties und das Label gleichermassen, bilden den Ausgangspunkt, um sich der vorliegenden 12" anzunähern. Unter anderem entstand über ihre Veranstaltungen in der Hansestadt der Kontakt und intensive Austausch zum Underground Quality-Labelhead DJ Jus-Ed. Nachvollziehbar, dass es über diesen Erstkontkat auch zu ersten Track-Transaktionen kam mit dem hier vorliegenden Ergebnis.

Auf "The People EP" grooven sich Julius Steinhoff und Dionne ein mit einem entspannten Rhythmus und dezentem Perkussionsgeflecht. Es tritt nicht auffällig hervor, sondern hält sich unaufdringlich im Hintergrund und ist unterlegt mit warmen Synth-Pads. Diese betten auch die kleine Vibraphon-/Xylophon-Melodie einbetten, welche im Breakdown zum Solomoment erstarkt. Sie sorgt für eine - keinesfalls süsslich triefende - Melodiösität, die dem rauhen Soul der Underground Quality-Platten eigen ist. Die Rede ist von "Pandi Moon", dem ersten Track der EP. "Kind Of Green", der zweite Track, beinhaltet ein männliches Vocal-Loop. Es zieht sich mit den Worten "You Want Power, You Want Freedom" durch das Stück hindurch, eine Satzphrase, die an den Text von Iggy Pops Song "Power & Freedom" erinnern. Ob hierfür der musikalische Hintergrund Julius Steinhoffs - noch in Freiburg lebend, war er Mitglied einer Punkrock-Band - mitausschlaggebend war? Wer weiss... "The People", der Titeltrack, vermittelt mit seinem erregend-treibenden Groove ein "uplifting" Gefühl und erinnert von fern an die bezwingende Schönheit der Klangskizzen, wie sie in den Mitt- und Spätneunzigern (und auch heute noch) auf Label wie Track Mode, Fragmented, Music Is, und, und, und zu finden ist. "Chasing The Sun" fügt sich da sehr gut ein. Thumbs Up!


English (short) version: The Smallpeople are Julius Steinhoff and Dionne. "The People" is their second release that recently came out on DJ Jus-Ed's imprint Underground Quality. The two Smallville record shop and label owner deliver four tracks that all are deeply rooted in a classic house heritage. Thumbs up for this!


Mehr im Web:

Julius Steinhoff @ MySpace
Dionne @ MySpace
Underground Quality @ MySpace
Underground Quality
Talking Shopcast with Underground Quality

Bon & Rau - Cloverleaf Days

Das Kleeblatt gilt als das Glückssymbol schlechthin, und das nicht erst seit ein paar Jahrzehnten. Mal wird ihm ein - mehr oder weniger - biblisch aufgeladener Hintergrund zugesprochen - angeblich habe Eva bei der Vertreibung aus dem Paradies ein Vierblatt mitgehen lassen; mal basiert basiert seine Popularität auf einer germanischen Legende, in der es mit einer Frühlingsgöttin in Verbindung gebracht wird; und dass es als Liebeszaubermittel bei Fruchtbarkeitsritualen verwendet wurde, leuchtet sowieso von vornherein ein.

Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte: unter glücklichen Vorzeichen müssen auch die Tage gestanden sein, welche die Zusammenarbeit von Jacques Bon und Christopher Rau geprägt haben. Denn das Ergebnis, die 12" Cloverleaf Days lässt den Schluss auf einen fruchtbaren und ertragsreichen Austausch zu. Erstgenannter, Jacques Bon, vertritt das Hamburger Label Smallville mit einer Dependance in Paris. Der zweite, Christopher Rau, feierte zwar schon vor zwei Jahren mit "Gribuntal", einer 12" auf Gedankensport seinen Einstand als Produzent. Doch Eingang in meinen persönlichen Atlas der elektronischen Clubmusik fand er erst im vergangenen Jahr mit "Ne Travaillez Jamais", veröffentlicht auf Dérive.Soviel zum kurzen Hintergrundabriss.

Der titelgebende Track, "Cloverleaf Days", dürfte dem einen oder anderen bestimmt noch etwas sagen, wenigstens von ganz fern, denn seine Erstveröffentlichung erfuhr er im vergangenen Herbst 2009 auf der labeleigenen Werkschau "And Suddenly It's Morning". Schon damals vermochte mich dieses Stück mit seinen gebrochen gespielten, harfenähnlich klingenden Synthesizer-Akkorden zu begeistern, die meiner Meinung nach künstlerisch einwandfrei mit den rumpelnden Beats und kollernden, leicht nachhallenden Bassfrequenzen harmonieren.

Dieses "Cloverleaf Days" gibt's also seit kurzem auf einer Vinyl-Single, und obendrein noch "Brothers & Sisters". Dies ist ein Track, den ich auch jedem empfehlen kann, der sich abseits von Clubarchitektur und Tanzfläche gerne einmal von einer sacht perlenden (Hintergrund-)Melodie davontragen lassen möchte. Hebt sie sich mehrere Takte lang mit Leichtigkeit über die Beat- und Bass-Struktur empor, senkt sie sich in den darauffolgenden Takten wieder darnieder - wie von der Schwere der nahe am Subbass gründenden Bassline angezogen. Wunderbar melancholisch und berührend.

Das Thema von "Brothers & Sisters" erscheint neben dem Original noch in einer anderen Version, dem "Poodle Dub". Hiermit erweisen Christopher Rau und Jacques Bon der Hamburger Club-Institution Golden Pudel Club ihre Aufwartung. Im Beatdown-Style wurde die Bassline in tiefer liegende Frequenzen transferiert, die schwere Kickdrum steppt gemächlich nach vorne und repetitive Piano-Akkorde hämmern sich in die Gehörgänge. Fein! Auf weitere Ergebnisse dieser fruchtbaren Zusammenarbeit!


English (short) version: Hamburg / Germany based label Smallville Records is facing its eighteenth release. It is a joint venture between Paris-based Jacques Bon and up and coming Hamburg-based Christopher Rau. "Cloverleaf Days" already saw the light of day in autumn 2009 on the highly acclaimed label showcase "And Suddenly It's Morning", where it caught my attention with its deep punchy kick drums contrasted with harp-like sounding soft synth-keys. On the flip side you'll have "Brothers & Sisters", appearing in two versions, both with heavyweight basslines and soft melodic parts that will wind your waist and soothe your soul. Great!


Mehr im Web:

Smallville Records
Smallville Records @ MySpace
Christopher Rau @ MySpace

Christopher Rau - IA-Mix:

IA-mix christopher rau by christopher rau

Smallpeople - Before Leaving To Paris

Die co-kreative Dial-Laid-Smallville-Connection ist für die elektronische (Club-)Musikkultur ein wahrer Segen. Verbindungen wie diese müssen geknüpft, gepflegt und aufrecht erhalten werden, sind sie doch Ausdruck von Aktivität, Lebendigkeit und, ja, Schöpfergeist. Denn aus einer dynamischen Allianz wie dieser entstehen spannende und berührende Werke.

Mittlerweile steht auf Laid Records die fünfte EP bereit, um die Clubs musikalisch zu bereichern, wie es zuvor bereits die 12" von Rick Wade (Intelligence und First Darkness) oder John Roberts (Blame) gemacht haben. Bewegt sich der Kurs des Mutterschiffs Dial Records sehr grosszügig innerhalb der groben Orientierungsmarken House und Techno, ist dabei auch offen für eine Aufnahme experimenteller Einflüsse, hat Laid seinen Kurs ausschliesslich auf eines ausgerichtet: House.

Diesen halten die Smallpeople, dahinter verbergen sich Julius Steinhoff, Hammouda, Dionne (und Jacques Bon), mit geradezu mechanischer Präzision ein. Auf ihrer EP "Before Leaving To Paris" liefern die Smallpeople denn auch drei feinfühlige Interpretationen deeper Housesounds ab, die einen in die Nacht aufbrechen lassen.

"Before Leaving To Paris" markiert für mich den Augenblick des Aufbruchs mit den behutsam, beinahe beiläufig einfliessenden golden-warmen Streicher-Synthesizern, die den Moment des Sich-Erhebens und Aufbrechens metrisch-stilistisch untermauern. Zum Aufbruch treibt die Sehnsucht, die Sehnsucht nach Ferne, Weite (und möglicherweise nach einem erfüllten, glücklichen Leben), und dieses Gefühl beschreiben die Smallpeople mit den watteweichen, sphärischen Synthesizerflächen im Hintergrund des Tracks sowie den subtil eingebauten Clap- und Hi Hat-Elementen meiner Meinung nach sehr trefflich.

Ein stärkeres Voranschreiten erwartet einen dagegen auf "A Place Called Dream", dessen unheilvoll grummelnde Bassline mit den bestechend sanften Streichertupfern und (Piano-)Synth-Akkorden kontrastiert. Im Zusammenspiel damit entwickeln die Claps hier eine inhaltliche, geradezu hypnotische Leitfunktion. Sie nehmen einen bei der Hand und führen einen an eien traumverlorenen, nachtschwärmerischen Ort.

Bleibt noch "Rites De Passages", das im Breakdown mit seinem Preacher-Vocal-Sample einen kurzen Moment des Innehaltens und Nachdenkens bereithält. Insgesamt drei top notch house tunes!


English (short) version: The Dial-Laid-Smallville connection definitely is a pool of creativity and innovation that fosters collaboration and creativity. In 2010, we're already facing the fifth release on Laid, which is the Dial-sublabel, vinyl only and focusing strictly on house music. On "Before Leaving To Paris", you'll find three tunes arranged and produced by the Smallpeople that are Julius Steinhoff, Dionne, Hammouda (and Jacques Bon). And, as you may have noticed, they all ooze house - deep, raw and hypnotic due to subtle beat programming, thick basslines and ethereal synthesizer soundscapes in the background of each tune. Great!


Mehr im Web:

Julius Steinhoff @ MySpace
Dionne @ MySpace
Hammouda @ MySpace
Laid Records @ MySpace