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Horse Feathers, Paris, 04.04.11


Konzert: Horse Feathers

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 36
Datum: 04.04.2011
Zuschauer: 37 glaube ich
Konzertdauer: satte 70 Minuten!


Als Catherine, die charmante Cellistin von Horse Feathers am Sonntag beim (öffentlichen) Konzert im Café de la Danse verkündete, daß sie am Montag einen freien Tag hätten und diesen zum ausgiebigen Sightseeing nutzen wollten, stockte mir kurz der Atem. Sie hatte doch wohl nicht vergessen, daß sie am 4. April abends etwas vor hatte? Nämlich zusammen mit Sänger und Songwriter Justin, dem Geiger Nathan und dem neuen Drummer Matthew eine Session in unserem Wohnzimmer zu spielen? Würde mein Traum etwa wie eine Seifenblase zerplatzen, weil Horse Feathers lieber auf dem Montmartre flanieren gehen wollen?

Nach der Show im Café de la Danse klärte sich aber alles auf. Nein, Catherine hatte die Oliver Peel Session nicht vergessen. Das Touristenprogramm würden sie tagsüber erledigen und abends dann wie geplant bei uns musizieren. Mir fiel ein Stein vom Herzen, zumal ich vorher keinerlei direkten Kontakt zur Band aufgenommen hatte. Ungewöhnlich, denn in der Regel gehen der Session unzählige E-Mails (im Fall von Eux Autres sagenhafte 58!) mit der auftreten Gruppe voraus. In diesem Falle aber hatte alles eine in Paris lebende Amerikanerin namens Colleen eingefädelt. Sie kannte Nathan, den Geiger von Horse Feathers, und leitete alle Informationen weiter. Ein Riesendank an sie! Und auch ihre Hauptsorge konnte zerstreut werden. Sie hatte ziemlich große Panik davor, daß unser Wohnzimmer bei einer solch tollen Band aus allen Nähten platzen würde und so versendete ich die Einladungsmails erst zwei Tage vorher, was eine gewisse Selektion bewirkte. Letztlich waren wir etwa 35 Leute und das war absolut ok so.

Wie die Session selbst war? Na absolut himmlisch und unbeschreiblich schön! Bloggerfreund Eike hat neulich in einem Konzertbericht den treffenden Ausdruck "beseelt" verwendet und diese Vokabel schien mir hier absolut passend. Es war in der Tat eine beseelte Session, die meine kühnsten Erwartungen noch übertraf. Wow!!

Obwohl es auch wieder ein paar Pannen gab. Schon beim ersten Lied riss ich Trottel die Gardine aus der Verankerung und das Ding hängt jetzt noch auf Halbmast. Und dann blieben auch noch zwei Leute nachts um 1 im Aufzug stecken, so daß wir einen Notdienst rufen mussten, um sie zu befreien.

Die Musiker selbst jammten am Ende noch lange auf dem Fußboden und hätten wahrscheinlich noch die ganze Nacht weitergemacht, wenn nicht meine Frau zu verstehen gegeben hätte, daß sie morgens früh raus und zur Arbeit muß. Ich und die anderen sahen das ein, obwohl es wirklich immer gemütlicher wurde und ich mich mit Justin, dem Sänger von Horse Feathers, ganz blendend unterhielt (er erklärte mir unter anderem, daß deutsches Bier tausend mal besser sei als diese belgische Affenpisse
und er stehe besonders auf Hefeweizen).

Demnächst mehr!

Fotos: Archivbilder, aktuelle Pics in Kürze!

Topaktuelle Videos. Tausend Dank an Uschi-Darling!!





Setlist Horse Feathers, Oliver Peel Session # 36, Paris:

01: Waltz
02: Starving Robins
03: Dust Bowl
04: Belly Of June
05: Mother's Sick
06: Thistled Spring
07: Helen
08: Heathen's Kiss
09: The Drought
10: Cascades
11: Curs In The Weeds

12: Hardwood Pews

Link: Auf dem Klienicum gibt es einen ganz vorzügliche CD-Besprechung von Thistled Spring, klick!

Aus unserem Archiv:

Horse Feathers, Wien 30.09.10
Horse Feathers, Paris, 23.02.09



Horse Feathers, Paris, 04.04.11


Konzert: Horse Feathers

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 36
Datum: 04.04.2011
Zuschauer: 37 glaube ich
Konzertdauer: satte 70 Minuten!


Als Catherine, die charmante Cellistin von Horse Feathers am Sonntag beim (öffentlichen) Konzert im Café de la Danse verkündete, daß sie am Montag einen freien Tag hätten und diesen zum ausgiebigen Sightseeing nutzen wollten, stockte mir kurz der Atem. Sie hatte doch wohl nicht vergessen, daß sie am 4. April abends etwas vor hatte? Nämlich zusammen mit Sänger und Songwriter Justin, dem Geiger Nathan und dem neuen Drummer Matthew eine Session in unserem Wohnzimmer zu spielen? Würde mein Traum etwa wie eine Seifenblase zerplatzen, weil Horse Feathers lieber auf dem Montmartre flanieren gehen wollen?

Nach der Show im Café de la Danse klärte sich aber alles auf. Nein, Catherine hatte die Oliver Peel Session nicht vergessen. Das Touristenprogramm würden sie tagsüber erledigen und abends dann wie geplant bei uns musizieren. Mir fiel ein Stein vom Herzen, zumal ich vorher keinerlei direkten Kontakt zur Band aufgenommen hatte. Ungewöhnlich, denn in der Regel gehen der Session unzählige E-Mails (im Fall von Eux Autres sagenhafte 58!) mit der auftreten Gruppe voraus. In diesem Falle aber hatte alles eine in Paris lebende Amerikanerin namens Colleen eingefädelt. Sie kannte Nathan, den Geiger von Horse Feathers, und leitete alle Informationen weiter. Ein Riesendank an sie! Und auch ihre Hauptsorge konnte zerstreut werden. Sie hatte ziemlich große Panik davor, daß unser Wohnzimmer bei einer solch tollen Band aus allen Nähten platzen würde und so versendete ich die Einladungsmails erst zwei Tage vorher, was eine gewisse Selektion bewirkte. Letztlich waren wir etwa 35 Leute und das war absolut ok so.

Wie die Session selbst war? Na absolut himmlisch und unbeschreiblich schön! Bloggerfreund Eike hat neulich in einem Konzertbericht den treffenden Ausdruck "beseelt" verwendet und diese Vokabel schien mir hier absolut passend. Es war in der Tat eine beseelte Session, die meine kühnsten Erwartungen noch übertraf. Wow!!

Obwohl es auch wieder ein paar Pannen gab. Schon beim ersten Lied riss ich Trottel die Gardine aus der Verankerung und das Ding hängt jetzt noch auf Halbmast. Und dann blieben auch noch zwei Leute nachts um 1 im Aufzug stecken, so daß wir einen Notdienst rufen mussten, um sie zu befreien.

Die Musiker selbst jammten am Ende noch lange auf dem Fußboden und hätten wahrscheinlich noch die ganze Nacht weitergemacht, wenn nicht meine Frau zu verstehen gegeben hätte, daß sie morgens früh raus und zur Arbeit muß. Ich und die anderen sahen das ein, obwohl es wirklich immer gemütlicher wurde und ich mich mit Justin, dem Sänger von Horse Feathers, ganz blendend unterhielt (er erklärte mir unter anderem, daß deutsches Bier tausend mal besser sei als diese belgische Affenpisse
und er stehe besonders auf Hefeweizen).

Demnächst mehr!

Fotos: Archivbilder, aktuelle Pics in Kürze!

Topaktuelle Videos. Tausend Dank an Uschi-Darling!!





Setlist Horse Feathers, Oliver Peel Session # 36, Paris:

01: Waltz
02: Starving Robins
03: Dust Bowl
04: Belly Of June
05: Mother's Sick
06: Thistled Spring
07: Helen
08: Heathen's Kiss
09: The Drought
10: Cascades
11: Curs In The Weeds

12: Hardwood Pews

Link: Auf dem Klienicum gibt es einen ganz vorzügliche CD-Besprechung von Thistled Spring, klick!

Aus unserem Archiv:

Horse Feathers, Wien 30.09.10
Horse Feathers, Paris, 23.02.09



Eux Autres & Rum Tum Tiddles, Paris, 13.03.11


Konzert: Eux Autres & Rum Tum Tiddles

Ort:ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 35
Datum: 13.03.2011
Zuschauer: 50 oder so
Konzertdauer: Rum Tum Tiddles 50, Eux Autres 45 Minuten


An dieser Stelle möchte ich euch auf keinen Fall zu lange davon abhalten, den wunderbaren Konzertbericht (klick) und das interessante Interview von Julius mit Efterklang zu lesen und nur kurz durchgeben, daß diese OP Session wieder spitzenmäßig war. Volle Hütte, prima Bands, gute Stimmung, alles bestens.

Vorab schon mal ein cooles Video von Uschi (danke, Darling!). Ansonsten: das Klienicum lesen, klick!!, denn Eike hat viele nützliche Informationen über die Band aus San Francisco zusammengetragen und in seinem unnachahmlichen Schreibstil geschildert. Er hat mich überhaupt erst auf Eux Autres aufmerksam gemacht. Tausend Dank nach Bayern!




Eux Autres & Rum Tum Tiddles, Paris, 13.03.11


Konzert: Eux Autres & Rum Tum Tiddles

Ort:ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 35
Datum: 13.03.2011
Zuschauer: 50 oder so
Konzertdauer: Rum Tum Tiddles 50, Eux Autres 45 Minuten


An dieser Stelle möchte ich euch auf keinen Fall zu lange davon abhalten, den wunderbaren Konzertbericht (klick) und das interessante Interview von Julius mit Efterklang zu lesen und nur kurz durchgeben, daß diese OP Session wieder spitzenmäßig war. Volle Hütte, prima Bands, gute Stimmung, alles bestens.

Vorab schon mal ein cooles Video von Uschi (danke, Darling!). Ansonsten: das Klienicum lesen, klick!!, denn Eike hat viele nützliche Informationen über die Band aus San Francisco zusammengetragen und in seinem unnachahmlichen Schreibstil geschildert. Er hat mich überhaupt erst auf Eux Autres aufmerksam gemacht. Tausend Dank nach Bayern!




Jae & General Bye Bye, Paris, 30.01.11


Konzert: Jae & General Bye Bye

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 34
Datum: 30.01.11
Zuschauer: 28


Nach der letzte Session, bei der 58 Leute unser Wohnzimmer bevölkerten, hat mich meine Frau (auf dem Foto, die Katze streichelnd) bezüglich der Zuschauerzahl hart an die Leine genommen. "Wenn das nächste Mal wieder so viele kommen, wird es nie wieder ein Konzert bei uns geben!", ließ sie durchblicken und ihrem strengen Gesichtsausdruck entnahm ich, daß sie nicht zu Scherzen aufgelegt war. Ohnehin hat sie bei uns das Sagen, sie ist neben unserem Kater der uneingeschränkte Boss im Hause. Ihr sardisches Temperament hat sie von ihrem Vater in die Wiege gelegt bekommen und wenn die Sarden wütend werden, dann gnade dir Gott! Habe ich Bock, ein Messer in den Rücken gerammt zu bekommen? Nö.

Konsequenz: wir fanden uns an diesem bitterkalten, aber sonnigem Wintertag in Paris in recht kleiner Runde wieder. Meine Frau hatte in der Einladungs E-mail unmissverständlich klargemacht, daß Leute die sich zu spät schriftlich melden, draußen bleiben müssen. So tröpfelten schließlich 25-30 Musikfans ein (darunter die bildhübsche Alice-Anne, Foto) und lümmelten sich auf dem von den Sessions völlig versifften Teppichboden. Rotweinflecke mustern das häßliche, ursprünglich hellbraune Teil und hinterlassen eine Art Kunstwerk im Stile des Art Brut. Vielleicht sollten wir die Teppichteile rausschneiden, von den jeweiligen Übeltätern unterschreiben lassen und bei ebay versteigern? Aber wer würde so was kaufen? Keine Sau. Na, gut, es gibt hirnverbrannte Leute, die den doofen Spickzettel von Jens Lehmann käuflich erworben haben, aber ein Stück Teppich von Oliver Peel? Dann doch lieber Katzenhaare von d'Artagan?!

Aber lassen wir diese absurden Gedankenspiele und kommen zur Musik, denn die war erneut hochklassig. Wie schon am letzten Wochenende wurde wieder holländisch gesprochen, zumindest vor und nach dem Konzert. Unsere gute Stube ist im Moment Anlaufstelle für Talente aus Amsterdam, nach den famosen Bird On The Wire nun die nicht minder talentierte Jessica Sligter alias Jae. Eigentlich dachte ich, daß die Folkeuse in Oslo leben würde, aber das stimmt so nicht mehr. Ihr Aufenthalt in Norwegen ist zu Ende und sie ist zur Zeit wieder in Holland. Dort scheint die Luft besonders inspirierend zu sein, jeder der sie heute abend erleben durfte, wird dies bezeugen können. Aber sie war nicht alleine auf der improvisierten Bühne, sondern spielte zusammen mit einem Gitarristen names Viljam. Ich glaube er ist Finne und er sprach auch gut deutsch. Die beiden schüttelten ein herrliches Set aus dem Ärmel. Ganz relaxt, ohne zu forcieren, ließ Jae ihre liebliche, naturreine Stimme erklingen (man höre Red Around The Eyes bei Myspace!) und erwärmte die Herzen der bedächtig zuhörenden Gäste. Diese waren zwar nicht so zahlreich wie sonst, dafür aber in Applaudierlaune. Selten gab es nach einem Konzert solch donnernden Beifall. Auch die Debüt CD Balles And Kittens, Draught And Strangling Rain fand reißenden Absatz und so kam es, daß ich selbst leer ausging und mir den Tonträger im Geschäft besorgen muss. Er ist übrigens bei dem norwegischen Label Hubro erschienen.

Vor Jae hatten die drei Pariser von General Bye Bye ein äußerst abwechslungsreiches, spannungsgeladenes und ungewöhnliches Konzert abgeliefert. Highlight war der Einsatz einer roten finnischen Harfe, dessen Name mir schon wieder entfallen ist. Ab und zu gab es aber auch pluckernde Diskobeats, melodramatische Songs im Stile von Blonde Redhead und eine Melancholie, die an Serge Gainsbourg und französiche Spielfilme der 1970er Jahre denken ließ.



Anmerkung zu dem Video von General Bye Bye: die Sängerin (eine Deutsche) mit der sensationellen Jane Birkin Stimme, die man im Clip sehen und hören kann, ist nicht mehr in der Band.


Jae & General Bye Bye, Paris, 30.01.11


Konzert: Jae & General Bye Bye

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 34
Datum: 30.01.11
Zuschauer: 28


Nach der letzte Session, bei der 58 Leute unser Wohnzimmer bevölkerten, hat mich meine Frau (auf dem Foto, die Katze streichelnd) bezüglich der Zuschauerzahl hart an die Leine genommen. "Wenn das nächste Mal wieder so viele kommen, wird es nie wieder ein Konzert bei uns geben!", ließ sie durchblicken und ihrem strengen Gesichtsausdruck entnahm ich, daß sie nicht zu Scherzen aufgelegt war. Ohnehin hat sie bei uns das Sagen, sie ist neben unserem Kater der uneingeschränkte Boss im Hause. Ihr sardisches Temperament hat sie von ihrem Vater in die Wiege gelegt bekommen und wenn die Sarden wütend werden, dann gnade dir Gott! Habe ich Bock, ein Messer in den Rücken gerammt zu bekommen? Nö.

Konsequenz: wir fanden uns an diesem bitterkalten, aber sonnigem Wintertag in Paris in recht kleiner Runde wieder. Meine Frau hatte in der Einladungs E-mail unmissverständlich klargemacht, daß Leute die sich zu spät schriftlich melden, draußen bleiben müssen. So tröpfelten schließlich 25-30 Musikfans ein (darunter die bildhübsche Alice-Anne, Foto) und lümmelten sich auf dem von den Sessions völlig versifften Teppichboden. Rotweinflecke mustern das häßliche, ursprünglich hellbraune Teil und hinterlassen eine Art Kunstwerk im Stile des Art Brut. Vielleicht sollten wir die Teppichteile rausschneiden, von den jeweiligen Übeltätern unterschreiben lassen und bei ebay versteigern? Aber wer würde so was kaufen? Keine Sau. Na, gut, es gibt hirnverbrannte Leute, die den doofen Spickzettel von Jens Lehmann käuflich erworben haben, aber ein Stück Teppich von Oliver Peel? Dann doch lieber Katzenhaare von d'Artagan?!

Aber lassen wir diese absurden Gedankenspiele und kommen zur Musik, denn die war erneut hochklassig. Wie schon am letzten Wochenende wurde wieder holländisch gesprochen, zumindest vor und nach dem Konzert. Unsere gute Stube ist im Moment Anlaufstelle für Talente aus Amsterdam, nach den famosen Bird On The Wire nun die nicht minder talentierte Jessica Sligter alias Jae. Eigentlich dachte ich, daß die Folkeuse in Oslo leben würde, aber das stimmt so nicht mehr. Ihr Aufenthalt in Norwegen ist zu Ende und sie ist zur Zeit wieder in Holland. Dort scheint die Luft besonders inspirierend zu sein, jeder der sie heute abend erleben durfte, wird dies bezeugen können. Aber sie war nicht alleine auf der improvisierten Bühne, sondern spielte zusammen mit einem Gitarristen names Viljam. Ich glaube er ist Finne und er sprach auch gut deutsch. Die beiden schüttelten ein herrliches Set aus dem Ärmel. Ganz relaxt, ohne zu forcieren, ließ Jae ihre liebliche, naturreine Stimme erklingen (man höre Red Around The Eyes bei Myspace!) und erwärmte die Herzen der bedächtig zuhörenden Gäste. Diese waren zwar nicht so zahlreich wie sonst, dafür aber in Applaudierlaune. Selten gab es nach einem Konzert solch donnernden Beifall. Auch die Debüt CD Balles And Kittens, Draught And Strangling Rain fand reißenden Absatz und so kam es, daß ich selbst leer ausging und mir den Tonträger im Geschäft besorgen muss. Er ist übrigens bei dem norwegischen Label Hubro erschienen.

Vor Jae hatten die drei Pariser von General Bye Bye ein äußerst abwechslungsreiches, spannungsgeladenes und ungewöhnliches Konzert abgeliefert. Highlight war der Einsatz einer roten finnischen Harfe, dessen Name mir schon wieder entfallen ist. Ab und zu gab es aber auch pluckernde Diskobeats, melodramatische Songs im Stile von Blonde Redhead und eine Melancholie, die an Serge Gainsbourg und französiche Spielfilme der 1970er Jahre denken ließ.



Anmerkung zu dem Video von General Bye Bye: die Sängerin (eine Deutsche) mit der sensationellen Jane Birkin Stimme, die man im Clip sehen und hören kann, ist nicht mehr in der Band.


Bird On The Wire & Sister Fay & Agathe, Paris, 23.01.11


Konzert: Bird On The Wire & Sister Fay & Agathe

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 33
Datum: 23.01.11
Zuschauer: 55 oder so, wahrscheinlich wieder ein neuer Rekord

Konzertdauer: Bird On The Wire etwa 40 Minuten, die beiden anderen Mädels je 4 Lieder



"Encore une session pleine", würde der Franzose sagen - erneut eine mit guter Musik vollgepackte Session.



Bird On The Wire aus Amsterdam waren meine Gäste und begeisterten die Zuschauer mit ihrem sehr charmanten und intimen Folkpop. Eine Band mit einer guten Frauenquote - zwei Mädchen ein Junge- und der liebreizenden Rosa Ronsdorf an der Spitze. Ganz junge Leute noch, diese netten Holländer. Gitarrist Thijs ist gerade einmal 19, Drummerin und Glockenspielerin Nina 22 und Sängerin Rosa 23. Dafür, daß sie erst seit 2010 zusammen spielen, harmonisieren sie bereits erstaunlich gut. Die Demo-Cd mit dem schönen Artwork fand reißenden Absatz.



Ebenfalls sehr jung die Schwedin Frida Andersson aka Sister Fay. die 21jährige hatte ich gebeten, ein paar Lieder zu Einstimmung zu spielen und diese Aufgabe meisterte sie mit Bravour. Mit ihrer jazzigen Kleinmädchenstimme und ihren wundervollen blauen Augen bezirzte die Blondine so manchen unserer Gäste und durfte sich über Applaus und einige CD Verkäufe freuen.



Als special guest für die Aftershow hatte ich zudem die junge Pariserin Agathe gewinnen können.



Ich hatte sie erst kürzlich auf der Homeshow von Valerie kennengelernt und war auf ihre überaus entzückenden Videos auf youtube auferksam geworden. Zusammen mit ihrer Freundin Josephine spielt sie dort exzellente Coverversionen von Beirut, Radiohead, Alela Diane und anderen. Heute brachte sie zwei Eigenkompositionen zum Vortrage, bevor sie mit einem Lied der französischen Chansonsängerin Barbara aufwarten konnte. Die Gäste, die geblieben waren, tobten vor Begeisterung.
Was für eine Stimme!



Demnächst mehr Details, dann auch Videos von dieser Session # 33.

Bei Rockerparis gibt es bereits hübsche Fotos von Bird On The Wire, Sister Fay, Agathe und dem Publikum zu bewundern, klick!


Bird On The Wire & Sister Fay & Agathe, Paris, 23.01.11


Konzert: Bird On The Wire & Sister Fay & Agathe

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 33
Datum: 23.01.11
Zuschauer: 55 oder so, wahrscheinlich wieder ein neuer Rekord

Konzertdauer: Bird On The Wire etwa 40 Minuten, die beiden anderen Mädels je 4 Lieder



"Encore une session pleine", würde der Franzose sagen - erneut eine mit guter Musik vollgepackte Session.



Bird On The Wire aus Amsterdam waren meine Gäste und begeisterten die Zuschauer mit ihrem sehr charmanten und intimen Folkpop. Eine Band mit einer guten Frauenquote - zwei Mädchen ein Junge- und der liebreizenden Rosa Ronsdorf an der Spitze. Ganz junge Leute noch, diese netten Holländer. Gitarrist Thijs ist gerade einmal 19, Drummerin und Glockenspielerin Nina 22 und Sängerin Rosa 23. Dafür, daß sie erst seit 2010 zusammen spielen, harmonisieren sie bereits erstaunlich gut. Die Demo-Cd mit dem schönen Artwork fand reißenden Absatz.



Ebenfalls sehr jung die Schwedin Frida Andersson aka Sister Fay. die 21jährige hatte ich gebeten, ein paar Lieder zu Einstimmung zu spielen und diese Aufgabe meisterte sie mit Bravour. Mit ihrer jazzigen Kleinmädchenstimme und ihren wundervollen blauen Augen bezirzte die Blondine so manchen unserer Gäste und durfte sich über Applaus und einige CD Verkäufe freuen.



Als special guest für die Aftershow hatte ich zudem die junge Pariserin Agathe gewinnen können.



Ich hatte sie erst kürzlich auf der Homeshow von Valerie kennengelernt und war auf ihre überaus entzückenden Videos auf youtube auferksam geworden. Zusammen mit ihrer Freundin Josephine spielt sie dort exzellente Coverversionen von Beirut, Radiohead, Alela Diane und anderen. Heute brachte sie zwei Eigenkompositionen zum Vortrage, bevor sie mit einem Lied der französischen Chansonsängerin Barbara aufwarten konnte. Die Gäste, die geblieben waren, tobten vor Begeisterung.
Was für eine Stimme!



Demnächst mehr Details, dann auch Videos von dieser Session # 33.

Bei Rockerparis gibt es bereits hübsche Fotos von Bird On The Wire, Sister Fay, Agathe und dem Publikum zu bewundern, klick!


SuperBravo & Unbunny, Paris, 20.11.10


Konzert: SuperBravo (Sängerin Holden) & Unbunny

Ort: Ein Wohnzimmer irgendwo in Paris
Datum: 20.11.2010
Zuschauer: um die 40 oder so
Konzertdauer: pro Künstler je 45 Minuten





In einem Buch über Etikette und Benimm habe ich mal gelesen, das man es nicht machen soll, aber ich tue es trotzdem: Ich lobe diesmal an erster Stelle meine Frau. Sie war (genau wie ich im Übrigen) sehr müde und abgekämpft von der Arbeitswoche und nervlich extrem dünnhäutig. Lust, Baguettes für 40 Leuten vorzubereiten, hatte sie deshalb nur sehr bedingt. Dennoch hat sie ingesamt 15 Stangenbrote auf kreative Weise mit schmackhaften Zutaten belegt, eine hausgemachte Mayonnaise hergestellt und die Leute bestens verköstigt. Aber nicht, daß ihr denkt, ich würde mich wie ein Pascha zurücklehnen und diesen Teil der Sessions komplett der Frau im Hause überlassen. Die Einkäufe erledige ich alleine und die Damen in der Boulangerie (Bäckerei) schauten mich schon etwas seltsam an, als ich mit einem riesigen Sack mit 15 Baguettes unter dem Arm den Laden verließ. In der anderen Hand hatte ich zwei Blumensträuße, weil ich immer frische Blumen für die Musiker und die gesamte Atmosphäre haben möchte. Dann fiel mir ein, daß ich auch noch Pfeffer und Salz besorgen musste, was zur Folge hatte, daß ich in einem knackvollen Supermarkt hinter Leuten anstehen musste, die ihre gesamten Wocheneinkäufe an diesem Samstag erledigten. Zu Hause angekommen, stellten wir zehn Minuten später fest, daß uns die Butter ausgegangen war. Die Atmosphäre war angespannt (um es einmal vorsichtig auszudrücken), zumal ich die Künstler für 17 Uhr geladen hatte und es inzwischen bereits 16 Uhr 45 war. In diesem Moment hätten wir wirklich am liebsten alles hingeworfen und uns im Bett die Decke über den Kopf gezogen. Dann funktionierte Céciles iphone nicht mehr, ein Drama für sie, sie ist süchtig nach diesem Ding! Außerdem wollten uns ja auch Gäste anrufen. Zu allem Überfluss fand ich meine Haustürschlüssel nicht mehr, obwohl ich eine viertel Stunde nach ihnen suchte. Mit dem Schlüsseln meiner Frau rannte ich in den kleinen Supermarkt um die Ecke, der gerade dabei war zu schließen. Glücklicherweise konnte ich die zwei Päckchen Butter noch erstehen. Kurz nach 5 stand dann Armelle alias SuperBravo vor unserer Haustür. Die Baguettes waren noch nicht fertig. Nett wie sie ist, packte sie sofort mit an und half bei den Vorbereitungen mit. Als wir aber einen kurzen Soundcheck durchführen wollten, bemerkte sie, daß sie ihr Mikro vergessen hatte und das brauchte sie für ihre gesampelten Passagen unbedingt. Also fuhr sie kurzerhand in ihre Wohnung zurück. Hilfe, es war alles so chaotisch! Die Gäste tröpfelten ein, aber die Künstler waren nicht da! Mist! Normalerweise zitiere ich sie immer extra eine Stunde früher zu uns, um alles in Ruhe vorzubereiten. Superbravo war also wieder weg und Unbunny noch nicht da. Ein kleines Drama, aber vor meinen Gästen tat ich so, als sei ich bestens drauf, obwohl ich innerlich bebte. Achso: hatte ich erwähnt, daß die Glühbirne im Bad kaputtging? Da wo sich die Gäste nach dem Toilettengang die Hände waschen, you know? Und die Konstruktion so scheiße ist, daß man erst eine Vorkehrung abmontieren muss (wozu man eine Leiter braucht), bevor man die neue Birne anbringen kann?! Zeit dafür hatten wir keine. Wie auch? Also stellte ich behelfsweise ein kleines Teelicht ins Bad. Ach irgendwie lief alles schief!



Aber es wurde alles gut...

Wie gut, erzähle ich, wenn ich ausgeschlafen bin. Achso: ich habe meine Haustürschlüssel wiedergefunden. Sie waren in die Sofaritze gerutscht.


SuperBravo & Unbunny, Paris, 20.11.10


Konzert: SuperBravo (Sängerin Holden) & Unbunny

Ort: Ein Wohnzimmer irgendwo in Paris
Datum: 20.11.2010
Zuschauer: um die 40 oder so
Konzertdauer: pro Künstler je 45 Minuten





In einem Buch über Etikette und Benimm habe ich mal gelesen, das man es nicht machen soll, aber ich tue es trotzdem: Ich lobe diesmal an erster Stelle meine Frau. Sie war (genau wie ich im Übrigen) sehr müde und abgekämpft von der Arbeitswoche und nervlich extrem dünnhäutig. Lust, Baguettes für 40 Leuten vorzubereiten, hatte sie deshalb nur sehr bedingt. Dennoch hat sie ingesamt 15 Stangenbrote auf kreative Weise mit schmackhaften Zutaten belegt, eine hausgemachte Mayonnaise hergestellt und die Leute bestens verköstigt. Aber nicht, daß ihr denkt, ich würde mich wie ein Pascha zurücklehnen und diesen Teil der Sessions komplett der Frau im Hause überlassen. Die Einkäufe erledige ich alleine und die Damen in der Boulangerie (Bäckerei) schauten mich schon etwas seltsam an, als ich mit einem riesigen Sack mit 15 Baguettes unter dem Arm den Laden verließ. In der anderen Hand hatte ich zwei Blumensträuße, weil ich immer frische Blumen für die Musiker und die gesamte Atmosphäre haben möchte. Dann fiel mir ein, daß ich auch noch Pfeffer und Salz besorgen musste, was zur Folge hatte, daß ich in einem knackvollen Supermarkt hinter Leuten anstehen musste, die ihre gesamten Wocheneinkäufe an diesem Samstag erledigten. Zu Hause angekommen, stellten wir zehn Minuten später fest, daß uns die Butter ausgegangen war. Die Atmosphäre war angespannt (um es einmal vorsichtig auszudrücken), zumal ich die Künstler für 17 Uhr geladen hatte und es inzwischen bereits 16 Uhr 45 war. In diesem Moment hätten wir wirklich am liebsten alles hingeworfen und uns im Bett die Decke über den Kopf gezogen. Dann funktionierte Céciles iphone nicht mehr, ein Drama für sie, sie ist süchtig nach diesem Ding! Außerdem wollten uns ja auch Gäste anrufen. Zu allem Überfluss fand ich meine Haustürschlüssel nicht mehr, obwohl ich eine viertel Stunde nach ihnen suchte. Mit dem Schlüsseln meiner Frau rannte ich in den kleinen Supermarkt um die Ecke, der gerade dabei war zu schließen. Glücklicherweise konnte ich die zwei Päckchen Butter noch erstehen. Kurz nach 5 stand dann Armelle alias SuperBravo vor unserer Haustür. Die Baguettes waren noch nicht fertig. Nett wie sie ist, packte sie sofort mit an und half bei den Vorbereitungen mit. Als wir aber einen kurzen Soundcheck durchführen wollten, bemerkte sie, daß sie ihr Mikro vergessen hatte und das brauchte sie für ihre gesampelten Passagen unbedingt. Also fuhr sie kurzerhand in ihre Wohnung zurück. Hilfe, es war alles so chaotisch! Die Gäste tröpfelten ein, aber die Künstler waren nicht da! Mist! Normalerweise zitiere ich sie immer extra eine Stunde früher zu uns, um alles in Ruhe vorzubereiten. Superbravo war also wieder weg und Unbunny noch nicht da. Ein kleines Drama, aber vor meinen Gästen tat ich so, als sei ich bestens drauf, obwohl ich innerlich bebte. Achso: hatte ich erwähnt, daß die Glühbirne im Bad kaputtging? Da wo sich die Gäste nach dem Toilettengang die Hände waschen, you know? Und die Konstruktion so scheiße ist, daß man erst eine Vorkehrung abmontieren muss (wozu man eine Leiter braucht), bevor man die neue Birne anbringen kann?! Zeit dafür hatten wir keine. Wie auch? Also stellte ich behelfsweise ein kleines Teelicht ins Bad. Ach irgendwie lief alles schief!



Aber es wurde alles gut...

Wie gut, erzähle ich, wenn ich ausgeschlafen bin. Achso: ich habe meine Haustürschlüssel wiedergefunden. Sie waren in die Sofaritze gerutscht.


Ollie Fury & Sarah Jeanne & Gregory and The Hawk, Paris, 07.11.10


Konzert: Ollie Fury & Sarah Jeanne & Gregory and The Hawk

Ort: ein Wohnzimmer und ein Innenhof, irgendwo in Paris
Datum: 07.11.2010

Zuschauer: etwa 15 Konzertdauer: pro Künstler jeweils ein Lied


Inzwischen ist es mehr oder weniger zu Gewohnheit geworden, daß wir am Ende der Oliver Peel Sessions Nachwuchstalenten die Gelegenheit bieten, ihre Songs vor einer kleinen Runde (den Übriggebliebenen) vorzutragen. Im Publikum befinden sich nämlich regelmäßig Musiker aus Paris, die Bock haben, auch mal im Rampenlicht zu stehen und ihre Künste zu zeigen.

Diesmal schnappten sich Ollie Fury und Sarah Jeanne, jeweils au Paris, die Akustische und schmetterten mit Inbrunst einen Song. Was der schöne Ollie (sieht aus wie ein junger Robert Redford) sang, weiß ich grad net mehr, aber seine Stimme war wie immer kraftvoll, warm und markant wie sein Kinn. Er wird seinen Weg gehen, bekommt immer mehr gute Konzerttermine in Paris angeboten und hat bereits vor ein paar Monaten bei uns im Wohnzimmer geglänzt. Sarah Jeanne performte ihre himmlische Country-Ballade Tranquil Man und hat innerhalb von drei Minuten etwa 10 neue Fans hinzugewonnen. Die natürliche Blondine mit den schönen Cowboy Boots gefällt mir außerordentlich gut, ich werde sie demnächst zu einer "richtigen", sprich längeren Oliver Peel Session einladen.

Der Hammer schlechthin war aber die sehr spezielle Zugabe von Meredith Godreau aka Gregory and The Hawk, die bei dieser Oliver Peel Session als Erste an den Start gegangen war! Dummerweise war da aber meine formidable neue Filmerin Clô ihrem noch nicht anwesend, so daß wir mit Engelszungen auf Meredith einredeten, um sie zur neuerlichen Performance eines Songs an der Harfe zu bewegen. Ich wollte unbedingt ein hochkarätiges Video von Clô, um der Nachwelt zu zeigen, wie sensationell schön Gregory and The Hawk spielt und singt. Unsere Überredungskünste schienen aber nicht zu fruchten, Meredith hatte gegen 23 Uhr bereits ihre 7 Sachen gepackt und war abflugbereit. Wir ließen dennoch nicht locker und siehe da: Meredith ging unser Treppenhaus runter, packte im Innenhof des Gebäudes ihre Harfe noch einmal aus und spielte vor der grünen Tür unserer Nachbarn ihren Seelentröster Landscapes! Ein großer Teil der noch bei uns im Wohnzimmer anwesenden Gäste hatte gar nicht gepeilt, was da unten im Hof abging. Auch für sie also die Chance, sich dieses absolut wundervolle Video anzusehen!



Konzertdaten Ollie Fury:

14.11.2010: International, Paris
02.12.2010: Espace B, Paris
12.12.2010: Les Disquaires, Paris
14.01.2011: Le Cuberdon, Overijse, Belgien
15.01.2011: The Senor Duck, Lüttich
17.01.2010: Bar Du Matin, Brüssel


Konzertdaten Sarah Jeanne:

21.11.2010: 25 ° Est, Paris
11.12.2010: La Bicyclette Café, Paris
29.12.2010: Les Disquaires, Paris
07.04.2011: Le Pop In, Paris

Konzertdaten Gregory and The Hawk:

15.11.2010: Hafen 2, Offenbach
17.11.2010: In Love With, Berlin
18.11.2010: The Windmill Brixton, London
20.11.2010: Prince Albert, Brighton


Ollie Fury & Sarah Jeanne & Gregory and The Hawk, Paris, 07.11.10


Konzert: Ollie Fury & Sarah Jeanne & Gregory and The Hawk

Ort: ein Wohnzimmer und ein Innenhof, irgendwo in Paris
Datum: 07.11.2010

Zuschauer: etwa 15 Konzertdauer: pro Künstler jeweils ein Lied


Inzwischen ist es mehr oder weniger zu Gewohnheit geworden, daß wir am Ende der Oliver Peel Sessions Nachwuchstalenten die Gelegenheit bieten, ihre Songs vor einer kleinen Runde (den Übriggebliebenen) vorzutragen. Im Publikum befinden sich nämlich regelmäßig Musiker aus Paris, die Bock haben, auch mal im Rampenlicht zu stehen und ihre Künste zu zeigen.

Diesmal schnappten sich Ollie Fury und Sarah Jeanne, jeweils au Paris, die Akustische und schmetterten mit Inbrunst einen Song. Was der schöne Ollie (sieht aus wie ein junger Robert Redford) sang, weiß ich grad net mehr, aber seine Stimme war wie immer kraftvoll, warm und markant wie sein Kinn. Er wird seinen Weg gehen, bekommt immer mehr gute Konzerttermine in Paris angeboten und hat bereits vor ein paar Monaten bei uns im Wohnzimmer geglänzt. Sarah Jeanne performte ihre himmlische Country-Ballade Tranquil Man und hat innerhalb von drei Minuten etwa 10 neue Fans hinzugewonnen. Die natürliche Blondine mit den schönen Cowboy Boots gefällt mir außerordentlich gut, ich werde sie demnächst zu einer "richtigen", sprich längeren Oliver Peel Session einladen.

Der Hammer schlechthin war aber die sehr spezielle Zugabe von Meredith Godreau aka Gregory and The Hawk, die bei dieser Oliver Peel Session als Erste an den Start gegangen war! Dummerweise war da aber meine formidable neue Filmerin Clô ihrem noch nicht anwesend, so daß wir mit Engelszungen auf Meredith einredeten, um sie zur neuerlichen Performance eines Songs an der Harfe zu bewegen. Ich wollte unbedingt ein hochkarätiges Video von Clô, um der Nachwelt zu zeigen, wie sensationell schön Gregory and The Hawk spielt und singt. Unsere Überredungskünste schienen aber nicht zu fruchten, Meredith hatte gegen 23 Uhr bereits ihre 7 Sachen gepackt und war abflugbereit. Wir ließen dennoch nicht locker und siehe da: Meredith ging unser Treppenhaus runter, packte im Innenhof des Gebäudes ihre Harfe noch einmal aus und spielte vor der grünen Tür unserer Nachbarn ihren Seelentröster Landscapes! Ein großer Teil der noch bei uns im Wohnzimmer anwesenden Gäste hatte gar nicht gepeilt, was da unten im Hof abging. Auch für sie also die Chance, sich dieses absolut wundervolle Video anzusehen!



Konzertdaten Ollie Fury:

14.11.2010: International, Paris
02.12.2010: Espace B, Paris
12.12.2010: Les Disquaires, Paris
14.01.2011: Le Cuberdon, Overijse, Belgien
15.01.2011: The Senor Duck, Lüttich
17.01.2010: Bar Du Matin, Brüssel


Konzertdaten Sarah Jeanne:

21.11.2010: 25 ° Est, Paris
11.12.2010: La Bicyclette Café, Paris
29.12.2010: Les Disquaires, Paris
07.04.2011: Le Pop In, Paris

Konzertdaten Gregory and The Hawk:

15.11.2010: Hafen 2, Offenbach
17.11.2010: In Love With, Berlin
18.11.2010: The Windmill Brixton, London
20.11.2010: Prince Albert, Brighton


Les Shelleys & Gregory And The Hawk & Snailhouse, Paris, 07.11.10


Konzert: Les Shelleys, Gregory & The Hawk, Snailhouse

Ort: ein Wohnzimmer mit einem versifften Teppich irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 30
Datum: 07.11.2010
Zuschauer: keine Anhnung. 40? 50? Ich blick' da nicht mehr durch...
Konzertdauer: pro Künstler etwa 35 Minuten


Ok, Meredith aka Gregory and The Hawk fand es seltsam, daß sie eine CD von Jack Johnson in meiner Schrankwand entdeckte (wann habe ich die denn gekauft?? gehört habe ich sie höchstens ein mal), aber ich glaube, daß sie und die anderen famosen Künstler des heutigen Abends sich trotzdem wohlgefühlt haben. Meredith mag jetzt glauben, daß ich einen beschissenen Musikgeschmack habe, aber sie sorgte selbst dafür, daß mehr gute CDs hinzukommen, denn ich habe ihr hinterher glatt ihr Gesamtwerk abgenommen. Mit ihrer süßen Kleinmädchenstimme bezirzte sie mich von der ersten bis zur letzten Minute ihres sublimen Sets. Ich schmolz dahin, als sie von der Gitarre zur kleinen Harfe wechselte und auf dem Boden kauernd eine ihrer herzerweichenden Balladen spielte. Ich hätte ihr stundenlang zuhören können!





Kurios: Ohne es zu wissen hatte ich Meredith vor ein paar Tagen auf einer großen Bühne gesehen. Sie sang beim Konzert von Mice Parade im Café de la danse mit und Adam Pierce, der Sänger von Mice Parade stand heute zu meiner größten Verblüffung ebenfalls in meiner Küche. Er war aber "nur" Zuschauer, spielte selbst nicht, sondern trank lieber Bier (oder war es Wein?).



Zweiter Act des schönen Abends war das Duo Tom Brosseau & Angela Correa aka Les Shelleys, die originelle Coverversionen zum Besten gaben. Der Evergreen Somethin' Stupid von Nancy und Frank Sinatra wurde in ganz neuem Gewande, aber relativ nah am Original präsentiert und am Ende spielten sie Green Door, einen Klassiker von Bob Davie/Marvin Moore (Lyrics) den ich in der Version von Elvis-Klon Shakin Stevens kannte. Amüsant: bei Green Door von Shaky handelt es sich um meine allererste selbstgekaufte Platte. 1981 war das. Da waren einige unserer heutigen Zuschauer noch gar nicht geboren...

Ein stimmunsvolles, charmantes Konzert!






Als Letzte hetzte ich die Kanadier Snailhouse auf meine Gäste. Ein Dreier, in dem zwei Mikes und ein Kyle (am Bass) spielten. Mike Feuerstack, der Chef der netten Truppe, hatte vorher genau wie Meredith meine CD Sammlung inspiziert, dort aber aus seiner Sicht Erfreulicheres als Jack Johnson gefunden. Silberlinge von Arcade Fire nämlich, mit dessen Drummer Jeremy Gara Mike zusammengearbeitet hat (Jeremy fungierte als Producer). Der Auftritt von Snailhouse war der am stärksten instrumentierte des heutigen abends, denn Feuerstack sang laut und eindringlich und Basser Kyle hatte sein Instrument an den Verstärker angeschlossen. Zudem spielte der andere Mike mit einem Schneebesen Schlagzeug. Mein Freund Sebastian, der schon auf vielen vorigen Sessions zugegen war, sprach hinterher vom besten Konzert, daß er je in unserer Wohnstube gehört hatte.

Insgesamt: wundervoll! Danke an alle die gekommen sind, so aufmerksam und vorbildlich leise zugehört, Geld in den Hut geworfen und CDs gekauft haben. Auch Musiker müssen von irgend etwas leben, um ihre schöne Kunst weitertreiben zu können. Und ich bin sicher, daß niemand die CD Käufe bereuen wird.

Merci tout le monde. Vous étiez magnifique! À la prochaine!

Fotos und mehr Videos (danke schon einmal an Uschi für die obigen Mittschnitte!) in Kürze!

Gregory and The Hawk & Les Shelleys auf Tour in Deutschland:

15.11.2010: Hafen 2, Offenbach
16.11.2010: Mondial Halle @ Cafe Keese, Hamburg
17.11.2010: In Love With, Berlin, 19 Uhr
17.11.2010: Bang Bang Club, Berlin, 23 Uhr

außerdem:

25.11.2010: Claques 2 Festival, Lausanne, Schweiz
26.11.2010: Helsinki, Zürich

Die letzten Tourdaten von Snailhouse:

08.11.2010: Dwaze Zaken, Amsterdam
09.11.2010: Brause, Düsseldorf
10.11.2010: Kult 41, Bonn

-Sehr lesenswert: Top Blogger Eike vom Klienicum zu Gregory and The Hawk, klick!
und zu Les Shelleys, klick!
- Tres belle chronique en français de ce concert par Mickael sur PopNews, ici


Les Shelleys & Gregory And The Hawk & Snailhouse, Paris, 07.11.10


Konzert: Les Shelleys, Gregory & The Hawk, Snailhouse

Ort: ein Wohnzimmer mit einem versifften Teppich irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 30
Datum: 07.11.2010
Zuschauer: keine Anhnung. 40? 50? Ich blick' da nicht mehr durch...
Konzertdauer: pro Künstler etwa 35 Minuten


Ok, Meredith aka Gregory and The Hawk fand es seltsam, daß sie eine CD von Jack Johnson in meiner Schrankwand entdeckte (wann habe ich die denn gekauft?? gehört habe ich sie höchstens ein mal), aber ich glaube, daß sie und die anderen famosen Künstler des heutigen Abends sich trotzdem wohlgefühlt haben. Meredith mag jetzt glauben, daß ich einen beschissenen Musikgeschmack habe, aber sie sorgte selbst dafür, daß mehr gute CDs hinzukommen, denn ich habe ihr hinterher glatt ihr Gesamtwerk abgenommen. Mit ihrer süßen Kleinmädchenstimme bezirzte sie mich von der ersten bis zur letzten Minute ihres sublimen Sets. Ich schmolz dahin, als sie von der Gitarre zur kleinen Harfe wechselte und auf dem Boden kauernd eine ihrer herzerweichenden Balladen spielte. Ich hätte ihr stundenlang zuhören können!





Kurios: Ohne es zu wissen hatte ich Meredith vor ein paar Tagen auf einer großen Bühne gesehen. Sie sang beim Konzert von Mice Parade im Café de la danse mit und Adam Pierce, der Sänger von Mice Parade stand heute zu meiner größten Verblüffung ebenfalls in meiner Küche. Er war aber "nur" Zuschauer, spielte selbst nicht, sondern trank lieber Bier (oder war es Wein?).



Zweiter Act des schönen Abends war das Duo Tom Brosseau & Angela Correa aka Les Shelleys, die originelle Coverversionen zum Besten gaben. Der Evergreen Somethin' Stupid von Nancy und Frank Sinatra wurde in ganz neuem Gewande, aber relativ nah am Original präsentiert und am Ende spielten sie Green Door, einen Klassiker von Bob Davie/Marvin Moore (Lyrics) den ich in der Version von Elvis-Klon Shakin Stevens kannte. Amüsant: bei Green Door von Shaky handelt es sich um meine allererste selbstgekaufte Platte. 1981 war das. Da waren einige unserer heutigen Zuschauer noch gar nicht geboren...

Ein stimmunsvolles, charmantes Konzert!






Als Letzte hetzte ich die Kanadier Snailhouse auf meine Gäste. Ein Dreier, in dem zwei Mikes und ein Kyle (am Bass) spielten. Mike Feuerstack, der Chef der netten Truppe, hatte vorher genau wie Meredith meine CD Sammlung inspiziert, dort aber aus seiner Sicht Erfreulicheres als Jack Johnson gefunden. Silberlinge von Arcade Fire nämlich, mit dessen Drummer Jeremy Gara Mike zusammengearbeitet hat (Jeremy fungierte als Producer). Der Auftritt von Snailhouse war der am stärksten instrumentierte des heutigen abends, denn Feuerstack sang laut und eindringlich und Basser Kyle hatte sein Instrument an den Verstärker angeschlossen. Zudem spielte der andere Mike mit einem Schneebesen Schlagzeug. Mein Freund Sebastian, der schon auf vielen vorigen Sessions zugegen war, sprach hinterher vom besten Konzert, daß er je in unserer Wohnstube gehört hatte.

Insgesamt: wundervoll! Danke an alle die gekommen sind, so aufmerksam und vorbildlich leise zugehört, Geld in den Hut geworfen und CDs gekauft haben. Auch Musiker müssen von irgend etwas leben, um ihre schöne Kunst weitertreiben zu können. Und ich bin sicher, daß niemand die CD Käufe bereuen wird.

Merci tout le monde. Vous étiez magnifique! À la prochaine!

Fotos und mehr Videos (danke schon einmal an Uschi für die obigen Mittschnitte!) in Kürze!

Gregory and The Hawk & Les Shelleys auf Tour in Deutschland:

15.11.2010: Hafen 2, Offenbach
16.11.2010: Mondial Halle @ Cafe Keese, Hamburg
17.11.2010: In Love With, Berlin, 19 Uhr
17.11.2010: Bang Bang Club, Berlin, 23 Uhr

außerdem:

25.11.2010: Claques 2 Festival, Lausanne, Schweiz
26.11.2010: Helsinki, Zürich

Die letzten Tourdaten von Snailhouse:

08.11.2010: Dwaze Zaken, Amsterdam
09.11.2010: Brause, Düsseldorf
10.11.2010: Kult 41, Bonn

-Sehr lesenswert: Top Blogger Eike vom Klienicum zu Gregory and The Hawk, klick!
und zu Les Shelleys, klick!
- Tres belle chronique en français de ce concert par Mickael sur PopNews, ici


Jozef van Wissem & Lidwine, Paris, 24.10.10


Konzert: Jozef van Wissem & Lidwine

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 30
Datum: 24.10.10
Zuschauer: zwischen 35 und 40
Konzertdauer: Lidwine und Jozef beide jeweils etwa 50Minuten


Natürlich werde ich immer hier behaupten, daß jede Oliver Peel Session toll gewesen ist. Ich wäre ja auch ein schlechter Vermarkter, würde ich es nicht tun. Wobei Vermarktung nicht so richtig passt, weil wir keine Flyer, Poster oder Ähnliches drucken und ich keinen Cent an der Geschichte verdienen. Bei uns ist die Bude inzwischen immer voll, weil wir es geschafft haben, einen festen Kreis von treuen Stammgästen aufzubauen, zu denen sich erfreulicherweise immer neue Gesichter gesellen. So wird es nie langweilig und prickelnd und die Motivation bleibt erhalten. Um auch unseren Besuchern musikalisch immer mal wieder etwas Neues zu bieten, haben wir dieses Mal eine ganz besondere Session organisiert. Statt Folkmusikern, die traurige Lieder auf der Akustischen kratzen, haben wir eine Pariser Harfespielerin und einen holländichen Laute-Spieler geladen. Natürlich haben auch sie traurige Lieder vorgetragen, aber das hat bei uns Methode. Fröhliche Songs deprimieren mich einfach zutiefst!

Die Pariserin Lidwine eröfnete den Ball mit ihren betörenden, feenhaften Folksongs, die sie abwechselnd auf der Harfe und dem Harmonium vortrug. Ohne männliche Hilfe ging es freilich auch bei ihr nicht, denn ihr Multiinstrumentalist Jérémie half tatkräftig mit. Zwanzig Minuten später packte dann der große und kräftige Holländer Jozef van Wissem seine Laute aus und spielte auf dem barocken Instrument hypnotisierende Instrumentalstücke. Den Zuschauern eröffnete sich ein ganz neues Klang-Universum, weil es weltweit nur noch ganz wenige Musiker gibt, die auf einer Laute spielen und komponieren. Kein Wunder, daß Filmmacher Jim Jarmush Fan des in Amerika lebenden Niederländers ist und mit ihrm zusammen einen Song geschrieben hat.

Ach so: diese Session war wahnsinnig toll, siehe oben!

Mehr Bericht in Kürze!


Jozef van Wissem & Lidwine, Paris, 24.10.10


Konzert: Jozef van Wissem & Lidwine

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 30
Datum: 24.10.10
Zuschauer: zwischen 35 und 40
Konzertdauer: Lidwine und Jozef beide jeweils etwa 50Minuten


Natürlich werde ich immer hier behaupten, daß jede Oliver Peel Session toll gewesen ist. Ich wäre ja auch ein schlechter Vermarkter, würde ich es nicht tun. Wobei Vermarktung nicht so richtig passt, weil wir keine Flyer, Poster oder Ähnliches drucken und ich keinen Cent an der Geschichte verdienen. Bei uns ist die Bude inzwischen immer voll, weil wir es geschafft haben, einen festen Kreis von treuen Stammgästen aufzubauen, zu denen sich erfreulicherweise immer neue Gesichter gesellen. So wird es nie langweilig und prickelnd und die Motivation bleibt erhalten. Um auch unseren Besuchern musikalisch immer mal wieder etwas Neues zu bieten, haben wir dieses Mal eine ganz besondere Session organisiert. Statt Folkmusikern, die traurige Lieder auf der Akustischen kratzen, haben wir eine Pariser Harfespielerin und einen holländichen Laute-Spieler geladen. Natürlich haben auch sie traurige Lieder vorgetragen, aber das hat bei uns Methode. Fröhliche Songs deprimieren mich einfach zutiefst!

Die Pariserin Lidwine eröfnete den Ball mit ihren betörenden, feenhaften Folksongs, die sie abwechselnd auf der Harfe und dem Harmonium vortrug. Ohne männliche Hilfe ging es freilich auch bei ihr nicht, denn ihr Multiinstrumentalist Jérémie half tatkräftig mit. Zwanzig Minuten später packte dann der große und kräftige Holländer Jozef van Wissem seine Laute aus und spielte auf dem barocken Instrument hypnotisierende Instrumentalstücke. Den Zuschauern eröffnete sich ein ganz neues Klang-Universum, weil es weltweit nur noch ganz wenige Musiker gibt, die auf einer Laute spielen und komponieren. Kein Wunder, daß Filmmacher Jim Jarmush Fan des in Amerika lebenden Niederländers ist und mit ihrm zusammen einen Song geschrieben hat.

Ach so: diese Session war wahnsinnig toll, siehe oben!

Mehr Bericht in Kürze!


The Mountains & The Trees, Paris, 01.10.10


Konzert: The Mountains & The Trees

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 29
Datum: 01.10.2010
Zuschauer: 31
Konzertdauer: 70 Minuten


Heute konnte man zum Glück wieder ein wenig in unserem Wohnzimmer zirkulieren, denn im Gegensatz zur letzten Session, wo über 50 Gäste dicht gedrängt aufeinanderhockten, war es an diesem 1. Oktober deutlich überschaubarer. Das lag aber nicht am auftretenden Künster - der war hervorragend -, sondern schlicht und einfach daran, daß ich die Einladungen erst an diesem Dienstag verschickt hatte. Ging auch gar nicht früher, denn ich hatte erst Montag nacht davon erfahren, daß ein talentierter Kanadier namens The Mountains & The Trees eine Auftrittsmöglichkeit in Paris sucht. Sein für das Truskel angesetzte Konzert wurde von den dortigen Veranstaltern kurzerhand annuliert, angeblich weil man lieber eine Fußballübertragung senden wollte. Ich zögerte nicht lange und schlug zu! Diesen (in künstlerischer Hinsicht) dicken Fisch wollte ich mir nicht durch die Finger gleiten lassen!



Spontane Feten sind oft die besten und so war es auch heute. Alle hatten wir Spaß, der junge Kandier, der mit bürgerlichem Namen Jon heißt, unser Kater D'Artagnan und die rund 30 Gäste. Auch die älteste Bewohnerin des Hauses war mit von der Partie, was mich ganz besonders freute. Mademoiselle B. dürfte gut und gerne 90 Jahre alt sein. Aber sie rockt! Mit Orangensaftglas in der Hand und Hörgerät im Ohr, verfolgte sie aufmerksam die Show, die nicht nur musikalisch feinen, handgemachten Folk bot, sondern auch durch die zahlreichen Geschichten von Jon über seine Heimat in Neufundland bereichert wurde.

Für diejenigen, die ausführliche Konzertberichte schätzen:

Eigentlich passte mir eine neuerliche Session gar nicht in den Kram. Noch ausgelaugt von der letzten und auch sonst Saft-und kraftlos, richtete ich mich erst für den 24. Oktober auf Gäste in unserer guten Stube ein. Dann aber erhielt ich Montag nacht eine e-mail von einer jungen, musikbegeisterten Französin. Ob es möglich wäre, Jon Janes aka The Mountains & The Trees Freitag bei uns spielen zu lassen. The Mountains & The Trees? Von dem jungen Kanadier hatte ich bereits auf dem Klienicum gelesen und seitdem war ich ziemlich angefixt von seinem warmen Folk. "Immer hereinspaziert, die guten Künstler bitte hier (auf unsere Eingangstür zeigend) entlang!", frohlockte ich innerlich. Ich hatte die Rechnung aber ohne den Wirt, sprich meine Frau gemacht. Sie ist bei uns uneingeschränkter Boss und entscheidet alles. Ich persönlich habe nix, aber auch gar nix zu melden. Ziemlich kleinlaut fragte ich sie, ob sie am Freitag Bock auf einen Neufundländer und mindestens 30 Gäste hätte. Ich erwartete ein schroffes Nein, bekam aber nach einem gewissen Ringen ein d'accord. Cool!

Am nächsten Tag gingen Einladungs-Mails raus, aber weil die Sache so kurzfristig war, gab es deutlich mehr Absagen als sonst. Egal, eine kleinere Session war im Grunde genommen genau nach meinem Geschmack. Eine Geschmacksfrage war auch die Auswahl des Essens. Meine Frau und ich hatten sowas von keinen Bock mehr auf die blöden Quiches, daß wir beschlossen, französische Baguette-Brote kreativ zu belegen. Ein voller Erfolg bei den Gästen, schon nach gut einer Stunde waren die Teller blank geputzt und kein einziges Sandwich mehr übrig. Auch der Künstler Jon labte sich an den köstlichen Teilen, war aber ansonsten sehr diszipliniert. Für seinen Auftritt erbat er sich lediglich zwei große Glas Wasser und einen weiteren Becher schwarzen Tee (während der Deutschland Tour hatte er einmal einen gewaltigen Kater (" a german hangover from german beer") und außerdem war er krank. Ein Hamburger Arzt, der nach dem Studium als Barkeeper arbeitete, heilte ihn aber auf fast wundersame Weise).

Nur mit Socken an den großen Füßen begann er gegen 21 Uhr sein schönes Set. Seine unfassbar großen, schwarzen Schuhe waren so abgelatscht, daß sich die Sohle vom Schuh ablöste. Breit grinsend zeigte er die fiesen Teile dem belustigten Publikum. Ein liebenswürdiger Bursche, dieser Jon Janes. Sehr natürlich und geerdet und mit seiner Heimat Neufundland fest verwurzelt. In dieser rauen Gegend (bis zu minus 35 Grad ° im Winter! ) braucht man dann wohl auch einen solch dicken, winddichten Pullover wie er. Sein weiß gestrickter Sweater mit dem schwarz-roten Pferdchen Motiv scheint so etwas wie ein Markenzeichen zu sein, denn er trägt ihn auch im Booklet seiner Debüt-CD I Made This For You. Apropos CDs. Weil sämtliche Silberlinge bei der Deutschlandtour mit Dan Mangan ausverkauft wurden, hatte Jon extra am Dienstag Nachschub in London bestellt und das Päckchen an meine Adresse zustellen lassen. Die Tonträger kamen erst an diesem Freitag an, eine veritable Punktlandung! Um so schöner, daß der Sänger alle 10 Exemplare absetzen und damit seine Tourkasse aufbessern konnte. Die Reisen durch Europa müssen schließlich irgendwie finanziert werden und teure Hotels sind da natürlich auch nicht drin. Insofern super, daß die Französin Stéphanie den 27-Jährigen beherbergte. Das war vorher seine Hauptsorge, kein Wunder, wer schläft schon gerne unter einer Brücke?

Von allen Unterkunftssorgen befreit, spielte Jon ganz locker und unverkrampft auf. Nichts wirkt gekünstelt bei ihm, jedes Lied passte zu dem Kerl mit den kurzgeschoren Haaren. Als erstes spielte er Hospital, einen Song, der auf seiner ersten EP drauf ist. Das lediglich mit einer Stückzahl von 1000 Exemplaren aufgelegte Werk ist aber vergriffen, so daß man den Track über die Webseite des Kanadiers ordern muss, wenn man ihn denn haben möchte. Ich denkte die Bestellung lohnt, denn das Songwriting ist fein und erstaunlich reif und das Mundharmonikaspiel herzerwärmend.

Mit Stück Nummer zwei der Setlist stieg Jon dann in sein Albummaterial ein. Goodbye Little Town erzählt von seiner Heimat Pasadena, Neufundland, ein dreitausend Einwohner Nest im Nordosten Kandas. Sein Herkunft aus dieser dünn besiedelten Gegend wolle er aber nie vergessen, erklärte er einläutend, denn da kämen nun einmal seine Wurzeln her, auch wenn er nun in einer Millionenstadt wie Paris spiele. Am heimatnächsten hätte er sich während seiner Tour in der 35 ooo Seelengemeinde Reutlingen gefühlt, obwohl selbst dieses Provinzstädtchen deutlich größer als Pasadena sei.

Dann erzählte der Smalltown Boy von den Bergen, die er schon in seinem Projektnamen trägt. Bei seiner Tour durch England vor ein paar Monaten, habe er die Briten immer gefragt, ob es Berge im Vereinigten Königreich gäbe. Er wisse zwar, das dem nicht so sei, wollte aber testen, ob die Engländer ihn belügen. Ich wand ein, daß es in Schottland doch den Ben Nevis gäbe, aber er wiegelte ab und meinte, das gehöre ja gar nicht so richtig zu England. Dann wechselte er das Land, aber nicht das Thema und sagte, daß er in Deutschland gelernt habe, daß es dort die Alpen gäbe, genau wie in Frankreich. Er würde hier und heute also nicht die Frage nach der Existenz von Bergen stellen und schickte einen Song hinterher, in dem es auch um "Mountains" ging (Mountains At Night). Erstaunlich wie nonchalant und spielerisch er diese ganzen kleinen Folkperlen aus seinem Ärmel schüttelte. Jedes einzelne Lied trug seine ganz persönliche Handschrift, offenbarte uns, was in einem naturliebenden Neufundländer gedanklich so vor sich geht und wärmte das Folkherz der vorbildlich leisen Zuhörer. So einfach und doch so ergreifend kann Musik sein. Wer braucht da noch bombastische Stadionbands, wenn man mit simplen Mitteln auf das Beste in einem Wohnzimmer berieselt werden kann? Und was braucht der Mensch überhaupt? Auf was kann er verzichten? Laut einem wunderbaren Spruch: auf alles außer Katzen und Literatur! Das war das Stichwort für unseren Ragdollkater d'Artagan. Jetzt waren seine fünf Minuten Ruhm gekommen! Frech wie immer stieg er über die Beine der auf dem Boden kauernden Gäste und bahnte sich den Weg zur improvisierten Bühne. Jon lachte sich darüber kaputt, hielt mit seinem Spiel kurz inne und prustete lauthals grinsend: "man hatte mich vorgewarnt, daß dies passieren würde." - "In diesem Zusammenhang muss ich euch eine Geschichte erzählen: bei einem kürzlichen Konzert kam ein Baby nach vorne gelaufen und wollte meinen Koffer klauen, aber er war ihm zu schwer, er konnte ihn nicht hochheben."...

Ein Highlight in humoriger Hinsicht, was den musikalischen Teil betraf , war dies für mich aber das unglaubliche ohrwurmige Lied More & More & More. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat The Mountains & The Trees die Inspiration für diesen Song von seinem Musiker-und Tourkollegen Dan Mangan bezogen, den er sehr schätzt. Auf jeden Fall hat er ihn nachts um drei Uhr geschrieben! Herrlich wie bei diesem Hit (Text: "Sold my only guitar, put all my money into a broken car"...) die Hände von Jon über die Saiten seiner Gitarre flogen und er fast in Morrissey-Manier wie ein ausgebuffter Routinier croonte. Das Stück gefiel mir so gut, daß ich es mir sogar im Zugabenteil noch einmal wünschte (ich hätte aber auch Up And Down auswählen können, denn auch das war ein Hammer!). Der Nachschlag fiel mit drei Liedern ohnehin üppig aus und bestand auch aus einem Bright Eyes Cover, At The Bottom Of Everything. Augenzwinkernd behauptete ich, Conor Oberst hätte auch schon einmal in unserem Wohnzimmer vom Leder gezogen, als aber Jon ziemlich verdattert: "Really?? At this place??" in die Runde fragte, gab ich zu, daß ich geflunkert hatte. Schlagfertig konterte Jon: "He first has to get bigger, before he can play here." Das Cover gelang dem Kanadier übrigens ziemlich gut, obwohl er sich zweimal leicht verhedderte.

Das abschließende Lied war eine Art "New Foundland Traditional", das er in den letzten drei Jahren nur einmal gespielt hatte, weil sich das Landsleute aus dem nördlichen Teils Ontarios gewünscht hatten. Jon erklärte uns auch noch das Neufundland vom Festland abegtrennt ist und man eine achtstündige Fahrt mit der Fähre unternehmen müsse, um auf den Kontinent zu gelangen, bei schlechtem Wetter sogar eine zweiundvierzigstündige ("not even a joke")! Das Lied war wundervoll wie das gesamte Set und beendete den musikalischen Teil diese tollen Abends. Nun wurde getrunken und geflirtet wie sich das gehört!

Bis demnächst also, wenn es wieder heißt: "Bonsoir tout le monde pour une nouvelle Oliver Peel Session!"

Setlist The Mountains & The Trees, Oliver Peel Session # 29, Paris:
01: Hospital
02: Goodbye Little Town
03: Mountains At Night
04: Carry On
05: ?
06: More & More & More
07: Letter To A Friend

08: At The Bottom Of Everything (We Must Sing) Bright Eyes Cover
09: More & More & More
10: Traditional New Foundland Song