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Wild Moccasins & Diver, Wien, 14.03.11


Konzert: Wild Moccasins & Diver
Ort: rhiz, Wien
Datum: 14.03.2011
Besucher: hm, 100?
Dauer: Diver ca. 35 Minuten, Wild Moccasins eine knappe Stunde


Die Wild Moccasins sind bis jetzt eine meiner Entdeckungen des Jahres. Wobei das Possesivpronomen da eigentlich nichts verloren hat, diese Entdeckung habe ich Andrei von den dendritic shows zu verdanken, der diesen Tipp vermutlich wieder von jemand anderem gesteckt bekommen haben wird. Whatever - diese Band hat mich die ersten Frühlingstage begleitet und auch schon so manchen kalten Wintertag, der 14.03. fiel in die Kategorie 'Frühling' und hatte auch nach Verschwinden der Sonne ein Highlight zu bieten: Wild Moccasins im rhiz.

Als ich gegen zehn dort eintraf, war das mir mit Abstand liebste der Gürtellokale bereits sehr gut gefüllt. Zuerst dachte ich ja kurz, Deckchair Orange hätten kurzfristig den Support übernommen, weil ich deren gesamte Band unter den Leuten erspähte, aber das war wohl eher so eine Art Betriebsausflug. Oder sind DCO vielleicht sogar abseits der Bühne noch Freunde? In der Post-Oasis-Ära soll ja tatsächlich so einiges möglich sein...

Diver waren mir an diesem Abend eh lieber, von denen an dieser Stelle ja schon einmal berichtet wurde. WUK und rhiz sind dann dimensionell doch ein wenig auseinander, weswegen mir zweiter Auftritt noch besser gefiel. Eröffnet wurde der Auftritt der drei Mann-Band wieder mit Illusions, einem Song, den ich im Februar noch den Kings of Convenience zugeschrieben hatte, so sehr klang der nach denen. Sorry liebe Diver - aber es soll einem nichts Schlimmeres passieren, als mit den Norwegern verglichen zu werden.

Auch die anderen Songs, fast alle auf der kürzlich erschienen EP drauf, wussten zu überzeugen, am Besten gefiel mir Paralyzed mit der Mundharmonika-Begleitung. Wenn sich Diver, die im Sinne der DÖF aus Berlin, München und Wien stammen, mit den hoffentlich folgenden Machenschaften noch ein wenig von den großen Vorbildern (in Interviews werden da Bon Iver, Bob Dylan und eben KoC genannt) emanzipieren, kann man sich durchaus sehr Gutes erwarten. Eine große Zukunft kann man in Zeiten wie diesen sowieso keinem im Musikbusiness prophezeien.

Die EP habe ich hernach auch erworben, die ganzen Bewerbungen bezüglich "selbstgenäht" hatten mich neugierig gemacht. Und im WUK hatte ich keine mehr bekommen. Im Endeffekt hatte man zwei hübsch bedruckte Pappestückchen an den Rändern zusammengenäht. Das nennt man Marketing...

Aber es geht ja weniger um die Verpackung, als um den Inhalt und der ist sehr gut, schwermütig und ruhig. Wild Moccasins machen dagegen sehr lebhafte Musik.
Sogar der U-Bahn-Zeitung, die gewöhnlich eher selten auf Konzerte unseres Zuschnitts hinweist, war die texanische Band eine Ankündigung mit Bild wert. Es geschehen noch Zeichen und Wunder...

Fünfköpfig standen die Wild Moccasins dann auf der Bühne, Energiebündel Zahira Gutierrez sang, hin und wieder unterstützt von ihrem Adjutanten Cody Swann.
Ein Album und eine EP hat man bereits herausgebracht, die im Wesentlichen das gesamte Set trugen. Song vier war bereits mein Liebling, Late Night Television, ein flottes Stück der ganz reizenden Art, eine Einladung zum Tanz per se. Der folgten allerdings noch nicht so viele. Zahira begrüßte dann Wien, bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen, der Bassist zupfte im Hintergrund die Melodie der Kleinen Nachtmusik. Ein Wolfgang Amadeus-Cover sozusagen. Erntete auch zustimmende Lacher.

Am Nachmittag hatten They Shoot Music (das Wiener Pendant zu Vincent Moon's Take-Away Shows) eine Session mit Wild Moccasins am Gelände von Schloss Schönbrunn aufgezeichnet, das dürfte wohl kreativ gefruchtet haben.
Aber an Kreativität mangelt es den fünf lebensfreudigen Südstaatlern sowieso nicht, besonders Skin Collision Past ist ein herzliches, fröhlich-beschwingtes und dabei
ausgenommen vielfältiges Album.

Live geht zwar ein wenig von den Details der Songs verloren, die Wild Moccasins tauschen hier Perfektionismus gegen Spielfreude und das ist wohl eine richtige, auf jeden Fall aber tanzbare Entscheidung.

Und so taute das Publikum langsam auf, wippten anfangs nur einzelne Zehen, konnte man bei Skin Collision Past schon ganze Körper in Bewegung sehen.
Schön so - die letzten vier Songs waren diesbezüglich die ausgelassensten. Vor den großen Glasfenstern hatten sich auch einige Schaulustige eingefunden, die zwar eher weniger hörten, dafür optisch mehr geboten bekamen. Nach Fruit Tea verabschiedete sich die Band dann schnell von der Bühne, die nach Beifallsbekundungen aber auch schnell wieder betreten wurde. Shiny Strings von der EP, einer der wenigen Songs, auf denen Cody die Hauptstimme übernimmt, wurde somit der Schlusspunkt eines ausgelassenen Konzerts, das hoffentlich alle U-Bahn-Zeitungsleser (gibt natürlich niemand zu, dass er den Müll liest - ich hab mir ja eigentlich auch nur sagen lassen, dass Wild Moccasins darin erwähnt werden...), den Anhang von Diver und auch Deckchair Orange überzeugt hat. Fotos gibts leider keine - die superhippen Bloggerknipser waren entweder zu hip für das rhiz, beim Friseur oder noch im Post-Wochenendmodus. Deshalb zeigen wir euch lieber, wie es ausschaut, wenn Wild Moccasins in Washington spielen:

Wild Moccasins @ Walter's on Washington from James Ha on Vimeo.



Setlist Wild Moccasins, Wien, 14.03.11:*

01: 80's song
02: It's Health & My Own
03: Calendar
04: Late Night Television
05: Spanish & Jazz
06: Born Blonde
07: Psychic China
08: Funk song
09: Skin Collision Past
10: Zylophone
11: My Favourite Die
12: Fruit Tea

13: Shiny Strings (Z)

* Danke an Alexander für die Hilfe bei der Setlist!

Foto#1 stammt von den Kollegen von They Shoot Music, die vor dem Konzert eine Session mit Wild Moccasins aufgezeichnet haben.
Foto#2 stammt von ink.music.
Foto#3 stammt von den Wild Moccasins, geschossen in Schönbrunn.
Foto #4 is dedicated to Oliver Peel, taken by Wild Moccasins.

Aus unserem Archiv:

- She Keeps Bees & Wild Moccasins, Paris, 05.02.11
- Francis International Airport & Diver, Wien, 02.02.11


Wild Moccasins & Diver, Wien, 14.03.11


Konzert: Wild Moccasins & Diver
Ort: rhiz, Wien
Datum: 14.03.2011
Besucher: hm, 100?
Dauer: Diver ca. 35 Minuten, Wild Moccasins eine knappe Stunde


Die Wild Moccasins sind bis jetzt eine meiner Entdeckungen des Jahres. Wobei das Possesivpronomen da eigentlich nichts verloren hat, diese Entdeckung habe ich Andrei von den dendritic shows zu verdanken, der diesen Tipp vermutlich wieder von jemand anderem gesteckt bekommen haben wird. Whatever - diese Band hat mich die ersten Frühlingstage begleitet und auch schon so manchen kalten Wintertag, der 14.03. fiel in die Kategorie 'Frühling' und hatte auch nach Verschwinden der Sonne ein Highlight zu bieten: Wild Moccasins im rhiz.

Als ich gegen zehn dort eintraf, war das mir mit Abstand liebste der Gürtellokale bereits sehr gut gefüllt. Zuerst dachte ich ja kurz, Deckchair Orange hätten kurzfristig den Support übernommen, weil ich deren gesamte Band unter den Leuten erspähte, aber das war wohl eher so eine Art Betriebsausflug. Oder sind DCO vielleicht sogar abseits der Bühne noch Freunde? In der Post-Oasis-Ära soll ja tatsächlich so einiges möglich sein...

Diver waren mir an diesem Abend eh lieber, von denen an dieser Stelle ja schon einmal berichtet wurde. WUK und rhiz sind dann dimensionell doch ein wenig auseinander, weswegen mir zweiter Auftritt noch besser gefiel. Eröffnet wurde der Auftritt der drei Mann-Band wieder mit Illusions, einem Song, den ich im Februar noch den Kings of Convenience zugeschrieben hatte, so sehr klang der nach denen. Sorry liebe Diver - aber es soll einem nichts Schlimmeres passieren, als mit den Norwegern verglichen zu werden.

Auch die anderen Songs, fast alle auf der kürzlich erschienen EP drauf, wussten zu überzeugen, am Besten gefiel mir Paralyzed mit der Mundharmonika-Begleitung. Wenn sich Diver, die im Sinne der DÖF aus Berlin, München und Wien stammen, mit den hoffentlich folgenden Machenschaften noch ein wenig von den großen Vorbildern (in Interviews werden da Bon Iver, Bob Dylan und eben KoC genannt) emanzipieren, kann man sich durchaus sehr Gutes erwarten. Eine große Zukunft kann man in Zeiten wie diesen sowieso keinem im Musikbusiness prophezeien.

Die EP habe ich hernach auch erworben, die ganzen Bewerbungen bezüglich "selbstgenäht" hatten mich neugierig gemacht. Und im WUK hatte ich keine mehr bekommen. Im Endeffekt hatte man zwei hübsch bedruckte Pappestückchen an den Rändern zusammengenäht. Das nennt man Marketing...

Aber es geht ja weniger um die Verpackung, als um den Inhalt und der ist sehr gut, schwermütig und ruhig. Wild Moccasins machen dagegen sehr lebhafte Musik.
Sogar der U-Bahn-Zeitung, die gewöhnlich eher selten auf Konzerte unseres Zuschnitts hinweist, war die texanische Band eine Ankündigung mit Bild wert. Es geschehen noch Zeichen und Wunder...

Fünfköpfig standen die Wild Moccasins dann auf der Bühne, Energiebündel Zahira Gutierrez sang, hin und wieder unterstützt von ihrem Adjutanten Cody Swann.
Ein Album und eine EP hat man bereits herausgebracht, die im Wesentlichen das gesamte Set trugen. Song vier war bereits mein Liebling, Late Night Television, ein flottes Stück der ganz reizenden Art, eine Einladung zum Tanz per se. Der folgten allerdings noch nicht so viele. Zahira begrüßte dann Wien, bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen, der Bassist zupfte im Hintergrund die Melodie der Kleinen Nachtmusik. Ein Wolfgang Amadeus-Cover sozusagen. Erntete auch zustimmende Lacher.

Am Nachmittag hatten They Shoot Music (das Wiener Pendant zu Vincent Moon's Take-Away Shows) eine Session mit Wild Moccasins am Gelände von Schloss Schönbrunn aufgezeichnet, das dürfte wohl kreativ gefruchtet haben.
Aber an Kreativität mangelt es den fünf lebensfreudigen Südstaatlern sowieso nicht, besonders Skin Collision Past ist ein herzliches, fröhlich-beschwingtes und dabei
ausgenommen vielfältiges Album.

Live geht zwar ein wenig von den Details der Songs verloren, die Wild Moccasins tauschen hier Perfektionismus gegen Spielfreude und das ist wohl eine richtige, auf jeden Fall aber tanzbare Entscheidung.

Und so taute das Publikum langsam auf, wippten anfangs nur einzelne Zehen, konnte man bei Skin Collision Past schon ganze Körper in Bewegung sehen.
Schön so - die letzten vier Songs waren diesbezüglich die ausgelassensten. Vor den großen Glasfenstern hatten sich auch einige Schaulustige eingefunden, die zwar eher weniger hörten, dafür optisch mehr geboten bekamen. Nach Fruit Tea verabschiedete sich die Band dann schnell von der Bühne, die nach Beifallsbekundungen aber auch schnell wieder betreten wurde. Shiny Strings von der EP, einer der wenigen Songs, auf denen Cody die Hauptstimme übernimmt, wurde somit der Schlusspunkt eines ausgelassenen Konzerts, das hoffentlich alle U-Bahn-Zeitungsleser (gibt natürlich niemand zu, dass er den Müll liest - ich hab mir ja eigentlich auch nur sagen lassen, dass Wild Moccasins darin erwähnt werden...), den Anhang von Diver und auch Deckchair Orange überzeugt hat. Fotos gibts leider keine - die superhippen Bloggerknipser waren entweder zu hip für das rhiz, beim Friseur oder noch im Post-Wochenendmodus. Deshalb zeigen wir euch lieber, wie es ausschaut, wenn Wild Moccasins in Washington spielen:

Wild Moccasins @ Walter's on Washington from James Ha on Vimeo.



Setlist Wild Moccasins, Wien, 14.03.11:*

01: 80's song
02: It's Health & My Own
03: Calendar
04: Late Night Television
05: Spanish & Jazz
06: Born Blonde
07: Psychic China
08: Funk song
09: Skin Collision Past
10: Zylophone
11: My Favourite Die
12: Fruit Tea

13: Shiny Strings (Z)

* Danke an Alexander für die Hilfe bei der Setlist!

Foto#1 stammt von den Kollegen von They Shoot Music, die vor dem Konzert eine Session mit Wild Moccasins aufgezeichnet haben.
Foto#2 stammt von ink.music.
Foto#3 stammt von den Wild Moccasins, geschossen in Schönbrunn.
Foto #4 is dedicated to Oliver Peel, taken by Wild Moccasins.

Aus unserem Archiv:

- She Keeps Bees & Wild Moccasins, Paris, 05.02.11
- Francis International Airport & Diver, Wien, 02.02.11


Strange Boys, Wien, 22.11.10


Konzert: The Strange Boys & Beat Beat

Ort: rhiz, Wien

Datum: 22.11.2010

Zuschauer: puh, 100 auf jeden Fall...
Konzertdauer: Beat Beat 30 Minuten, die Strange Boys 80 Minuten


Das war heute vielleicht ein toller Abend. Und das, obwohl ich eigentlich gar nicht geplant hatte, hinzugehen. Ein glücklicher Umstand verfrachtete mich dann doch ins rhiz, wo die Strange Boys aus Texas anzutreffen waren.
Grundsätzlich nicht ganz meine musikalische Heimat, war ich von diesem psychedelisch-rockigen Garage/Lo-Fi/Blues-Quintett höchst angetan.

Weniger spektakulär fand ich da die Vorstellung Beat Beat, die zu dritt (O-Ton Schlagzeuger: "Wir sind kein Trio, deshalb sind wir auch zu dritt") schrammelten, das es eine Freude war (am meisten für die Band selbst), dabei aber nichts wirklich Neues ablieferten. Frei nach Karl Kraus: "Es ist alles schon gespielt worden, aber noch nicht von jedem."

Ein "Who The Fuck Is Mick Jagger"-Shirt und Sonnenbrille trug das gitarrespielende Drittel des Nicht-Trios und ich weiß zwar auch nicht, wer Mick Jagger ist, dafür weiß ich mit Sicherheit, dass sich Beat Beat mit ihrer Eigen-Schubladisierung auf Myspace einen Scherz erlaubt haben: Die Klagenfurter/Wiener mögen ja alles sein, aber bestimmt nicht Emotronic/Salsa/Zouk.

Auch während des Konzerts wurden ein paar Kalauer serviert (vorrangig aus dem Eck, in das der Drummer mit seinem Equipment gepfercht war), im Wesentlichen aber erfüllten Beat Beat ihre Aufgabe ganz gut und die lautete, das Publikum auf die Strange Boys einzustimmen. Ob das jetzt mit humoristischen Einlagen oder schwungvoller Garage-Musik gelang, darf jeder für sich selbst entscheiden.

Da ich die Strange Boys nur unwesentlich besser kenne als ihre Vorband, kann ich heute leider nicht mit Setlist und ähnlichem Fachwissen dienen, meine
Eindrücke dieses texanischen "Katzenmusik-Wunders" (c/FAZ) will ich dennoch ganz kurz schildern.

Zu fünft standen die Strange Boys dann auf der kleinen Bühne (eigentlich stand der Bassist aus Platzgründen sogar im Zuschauerraum) und zeigten dem trotz aller gegenteiligen Erwartungen zahlreich erschienen Publikum, wo in Texas der Hase lang läuft.

Schräge Töne sind bei den Strange Boys nicht ungewöhnlich, sondern sogar programmatisch. In der Tradition großer Psychedelic aus vergangenen Jahrzehnten spielten sie sich die Seele aus dem Leib, es gab großartig tanzbare Passagen sowie ruhigere akkustische Nummern, Saxophon-Solos und Gitarrenlärm, es gab stellenweise Wohlklang und dann wiederum Herausforderungen an das mitteleuropäische Harmonie-Verständnis - gut, die komischen Jungen heißen ja auch nicht umsonst so.

Dem Publikum schien es auch sehr zu gefallen (besonders gut kamen "Be Brave" und "Night Might" an), was Ryan Sambol auch bemerkte und sich bei der "most amzing audience so far" bedankte. Saxophonistin Jenna wollte das ein wenig revidieren, aber Ryan ließ da keine Zweifel zu und verlautbarte auch, gerne wiederkommen zu wollen.

An mir und allen, die im rhiz waren, solls nicht scheitern. Man sieht ja wirklich selten Bands, die einen den eigenen musikalischen Horizont ein wenig erweitern lassen, besonders aus den amerikanischen Südstaaten habe ich bis jetzt in dieser Hinsicht noch wenig vernommen. Das hat sich ein wenig geändert.
Und vielleicht geht ja auch Kollege Oliver, der über die Strange Boys schon mal auf französisch geschrieben hat, nächste Woche zu den Texanern in die Flèche d'Or und gibt dann eine etwas fundiertere Expertise ab als ich es konnte. Die Strange Boys hätten es sich verdient!

Aus unserem Archiv:

The Strange Boys, Paris, 16.07.10


Vielen Dank für das Foto an Mehan Jayasuriya!



Strange Boys, Wien, 22.11.10


Konzert: The Strange Boys & Beat Beat

Ort: rhiz, Wien

Datum: 22.11.2010

Zuschauer: puh, 100 auf jeden Fall...
Konzertdauer: Beat Beat 30 Minuten, die Strange Boys 80 Minuten


Das war heute vielleicht ein toller Abend. Und das, obwohl ich eigentlich gar nicht geplant hatte, hinzugehen. Ein glücklicher Umstand verfrachtete mich dann doch ins rhiz, wo die Strange Boys aus Texas anzutreffen waren.
Grundsätzlich nicht ganz meine musikalische Heimat, war ich von diesem psychedelisch-rockigen Garage/Lo-Fi/Blues-Quintett höchst angetan.

Weniger spektakulär fand ich da die Vorstellung Beat Beat, die zu dritt (O-Ton Schlagzeuger: "Wir sind kein Trio, deshalb sind wir auch zu dritt") schrammelten, das es eine Freude war (am meisten für die Band selbst), dabei aber nichts wirklich Neues ablieferten. Frei nach Karl Kraus: "Es ist alles schon gespielt worden, aber noch nicht von jedem."

Ein "Who The Fuck Is Mick Jagger"-Shirt und Sonnenbrille trug das gitarrespielende Drittel des Nicht-Trios und ich weiß zwar auch nicht, wer Mick Jagger ist, dafür weiß ich mit Sicherheit, dass sich Beat Beat mit ihrer Eigen-Schubladisierung auf Myspace einen Scherz erlaubt haben: Die Klagenfurter/Wiener mögen ja alles sein, aber bestimmt nicht Emotronic/Salsa/Zouk.

Auch während des Konzerts wurden ein paar Kalauer serviert (vorrangig aus dem Eck, in das der Drummer mit seinem Equipment gepfercht war), im Wesentlichen aber erfüllten Beat Beat ihre Aufgabe ganz gut und die lautete, das Publikum auf die Strange Boys einzustimmen. Ob das jetzt mit humoristischen Einlagen oder schwungvoller Garage-Musik gelang, darf jeder für sich selbst entscheiden.

Da ich die Strange Boys nur unwesentlich besser kenne als ihre Vorband, kann ich heute leider nicht mit Setlist und ähnlichem Fachwissen dienen, meine
Eindrücke dieses texanischen "Katzenmusik-Wunders" (c/FAZ) will ich dennoch ganz kurz schildern.

Zu fünft standen die Strange Boys dann auf der kleinen Bühne (eigentlich stand der Bassist aus Platzgründen sogar im Zuschauerraum) und zeigten dem trotz aller gegenteiligen Erwartungen zahlreich erschienen Publikum, wo in Texas der Hase lang läuft.

Schräge Töne sind bei den Strange Boys nicht ungewöhnlich, sondern sogar programmatisch. In der Tradition großer Psychedelic aus vergangenen Jahrzehnten spielten sie sich die Seele aus dem Leib, es gab großartig tanzbare Passagen sowie ruhigere akkustische Nummern, Saxophon-Solos und Gitarrenlärm, es gab stellenweise Wohlklang und dann wiederum Herausforderungen an das mitteleuropäische Harmonie-Verständnis - gut, die komischen Jungen heißen ja auch nicht umsonst so.

Dem Publikum schien es auch sehr zu gefallen (besonders gut kamen "Be Brave" und "Night Might" an), was Ryan Sambol auch bemerkte und sich bei der "most amzing audience so far" bedankte. Saxophonistin Jenna wollte das ein wenig revidieren, aber Ryan ließ da keine Zweifel zu und verlautbarte auch, gerne wiederkommen zu wollen.

An mir und allen, die im rhiz waren, solls nicht scheitern. Man sieht ja wirklich selten Bands, die einen den eigenen musikalischen Horizont ein wenig erweitern lassen, besonders aus den amerikanischen Südstaaten habe ich bis jetzt in dieser Hinsicht noch wenig vernommen. Das hat sich ein wenig geändert.
Und vielleicht geht ja auch Kollege Oliver, der über die Strange Boys schon mal auf französisch geschrieben hat, nächste Woche zu den Texanern in die Flèche d'Or und gibt dann eine etwas fundiertere Expertise ab als ich es konnte. Die Strange Boys hätten es sich verdient!

Aus unserem Archiv:

The Strange Boys, Paris, 16.07.10


Vielen Dank für das Foto an Mehan Jayasuriya!



Horsefeathers & Woodpigeon, Wien, 30.09.10


Konzert: Woodpigeon, Horse Feathers
Datum: 30.09.10
Ort: rhiz, Wien

Zuschauer: 100

Dauer: Woodpigeon 40 Minuten, Horse Feathers 65 Minuten



Von Julius aus Wien:



Sollte dieser Abend auch nur halb so gut werden wie es das Lineup versprach, würde es ein Freudenfest werden. Die Amerikaner Horse Feathers hatten sich fürs rhiz angkündigt, mit im Gepäck Woodpigeon – Kanadier sind doch einfach die besten!

Gewohnt spät begann es auch, gut gefüllt und sehr wohlwollend begrüßte das Publikum Woodpigeon. Einmal hatte ich das kanadische Folk-Indie-Kollektiv bereits zu Buche stehen, ein sehr schöner Auftritt am letztjährigen Haldern hatte schon eine gewisse Erwartungshaltung bei mir aufgebaut... Dass diese gleich mal untergraben werden sollte und zwar von Bandleader Mark Hamilton persönlich, war eine schöne Überraschung. Er kam nämlich völlig alleine auf die Bühne. Das war zwar wohl auf der gesamten Tour mit den Horse Feathers so, aber mir bis dahin nicht bekannt.So stand dann also ein etwas untersetzter Kerl vor etwa 100 Leuten und spielte einfach mal drauf los. Nach dem ersten Song bedankte er sich für das zahlreiche Erscheinen und begann von seiner Mutter zu erzählen, die ja in Wien geboren sei. Er hätte ihr Geburtshaus auch schon besichtigt – Simmeringer Hauptstraße 102 für all die Ahnenforscher unter euch… Es könne auch gut sein, dass er in Wien noch unbekannte Verwandte habe, „so you don’t have to like my music. But remember, that we are still relatives.“ So schnell wird man also in die Familie Woodpigeon aufgenommen…Den folgenden Song „Knock Knock“ widmete er dann auch – ganz klassisch und guterzogen – seiner Mutter.

Da wo seine Ansprache vor dem Song geendet hatte, machte er auch weiter. Es folgte nämlich Familiengeschichte, Part II. Dass es in „Duck Duck Goose“ direkt darauf dann hieß „ some things in life you don't get to choose” passte wie die Faust aufs Auge bzw. wie die Waldtaube ins Baumdickhicht. Denn Mark Hamilton gab die Geschichte seines bürgerlichen Namens zum Besten. Dreimal wurde dieser geändert, um jeweils einen anderen Teil seiner Familie zufrieden zu stellen, wie ihn sein österreichischer Großvater darauf hin enterbte und wie er zu seinem heutigenNamen gelangt ist. „Mark Hamilton – the most usual name I ever had.“Bestens aufgelegt und charmant erzählte und sang sich Hamilton durch sein Set, das hauptsächlich aus Songs des neuen Albums „Die Stadtmuzikanten“ bestand, dankte den Horse Feathers dafür, dass es mit ihnen auf Tour so viel Spaß mache, mit „Don’t Fence Me In“, einem Cover des Klassikers, das Woodpigeon für einen kanadischen Nationalpark eingespielt hatten. Munter ging es weiter mit „Devotions“, als nächstes war Falco an der Reihe. Als Kind der 80er sei seine erste Musikkassette nun mal „Rock Me Amadeus“ gewesen und auch wenn er andere Songs („Jeanny“) furchtbar finde, hätte er seine Liebe zum Falken noch immer nicht verloren. Deshalb wolle er dem Wiener auch „Morningside“ widmen. Gesagt getan. Und wem wollte der gute Herr nun einen seiner Songs verehren?„This is a song about drowning. It’s for Vienna.“ Ok, vielleicht sollte ich meine Zuschreibung “charmant” nochmal überdenken, musikalisch geriet „…And As The Ship Went Down, You’d Never Look Finer“ wunderbar melancholisch und herzerwärmend.

Vor dem letzten Song bat Hamilton dann Mitglieder der Horse Feathers auf die Bühne und so, wieder zu einem Kollektiv gewachsen, fand der Kanadier auch seinen Charme wieder. „Thank you for coming. This song is for you.“ Und mit “True Love Will Find You in The End” endete einerseits die “dedicated to”-Orgie, andererseit sauch Woodpigeons Auftritt. Ein sehr schöner und unterhaltsamer. Sollte Hamilton eines Tages wieder die Simmeringer Hauptstraße sein Heim nennen, hätte Wien da sicher nichts dagegen!

Setlist Woodpigeon, rhiz, Wien:

01: Die Stadtmuzikanten
02: Knock Knock
03: Duck Duck Goose
04: Oberkampf
05: Our Love is as Tall as the Calgary Tower
06: Don’t Fence Me In
07:Morningside
08: …And As The Ship Went Down, You’d Never Look Finer
09: True Love Will Find You In The End


Weniger redselig gaben sich die Horse Feathers, dafür geriet das Konzert selbst umso intensiver. Kurze irritierte Blicke nach oben gab es nur bei der ersten U-Bahn, die über dem rhiz verkehrte, aber sofort hatten sich die vier aus Oregon wieder in ihre Arbeit vertieft, die ihnen wunderbar konzentriert und hingebungsvoll von derHand ging. Drei Alben hat man schon abgeliefert, die man auch alle an diesem Abend berücksichtigte, vor allem aber das aktuelle „Thistled Spring“.

Den Werken der Band rund um Justin Ringle wird ja nachgesagt, die Jahreszeiten, in denen sie entstanden, abzubilden. Sollte das so sein, hat man auf „Thistled Spring“ eine erleichterte, erwachende Stimmung eingefangen, die den Frühling in all seiner Vielfalt einfängt. Nun haben wir aber leider Herbst und so wurde auch reichlich von „House With No Name“ gespielt. Zum Beispiel der – wenn man so sagen will – „Hit“ „Curse In TheWeeds“ gegen Ende. Ein nettes Zwiegespräch zwischen Ringle und einem aus Portland mitgereisten Fan der Band sorgte dann noch für ein wenig Gelächter, grundsätzlich war das Konzert aber mehr etwas zum träumerischen Genießen als eines der Marke Woodpigeon. Zwei Zugaben später hatten die Horse Feathers eine neue Stadt, ja ein neues Land in ihrem Tourarchiv zu ergänzen, das Konzert war nach einer guten Stunde zu Ende. Wir hatten einen Abend mit zwei Bands verlebt, die beide Musik ähnlichen Einschlags machen, live aber jeweils einen anderen Zugang wählen. DaWoodpigeon bzw. Hamilton, der zwischen den Songs die Melancholie ablegt und erheiternde Kommentare abliefert, da Horse Feathers, die ihre Auftritte so in sichgeschlossen wie möglich gestalten wollen, die Kraft ihrer Songs alleine für sich sprechen lassen. Zwei Konzepte, zweimal tolles Konzert. Meinen ersten Satz müsste ich wohl überarbeiten. Es war nicht halb so gut wie erwartet, sondern doppelt so gut. Zu gut,um wahr zu sein!

Setlist Horse Feathers, rhiz, Wien

01: Working Poor
02:Dustbowl
03:Belly of June
04: Mother's Sick
05: Helen
06: Falling Through the Roof
07: Cascades
08: Starving Robins
09: In Our Blood
10: Thistled Spring
11: Orphan Girl
12: Heathen's Kiss
13: Curse in the Weeds

14: Finch on Saturday (Z)
15: Vernonia Blues (Z)


Anmerkung: Bei den Fotos handelt es sich um Archivbilder von Oliver Peel.

Aus unserem Archiv:

Horse Feathers, Paris, 23.02.09
Woodpigeon, Haldern, 14.08.09
Woodpigeon, Paris, 16.02.09




Horsefeathers & Woodpigeon, Wien, 30.09.10


Konzert: Woodpigeon, Horse Feathers
Datum: 30.09.10
Ort: rhiz, Wien

Zuschauer: 100

Dauer: Woodpigeon 40 Minuten, Horse Feathers 65 Minuten



Von Julius aus Wien:



Sollte dieser Abend auch nur halb so gut werden wie es das Lineup versprach, würde es ein Freudenfest werden. Die Amerikaner Horse Feathers hatten sich fürs rhiz angkündigt, mit im Gepäck Woodpigeon – Kanadier sind doch einfach die besten!

Gewohnt spät begann es auch, gut gefüllt und sehr wohlwollend begrüßte das Publikum Woodpigeon. Einmal hatte ich das kanadische Folk-Indie-Kollektiv bereits zu Buche stehen, ein sehr schöner Auftritt am letztjährigen Haldern hatte schon eine gewisse Erwartungshaltung bei mir aufgebaut... Dass diese gleich mal untergraben werden sollte und zwar von Bandleader Mark Hamilton persönlich, war eine schöne Überraschung. Er kam nämlich völlig alleine auf die Bühne. Das war zwar wohl auf der gesamten Tour mit den Horse Feathers so, aber mir bis dahin nicht bekannt.So stand dann also ein etwas untersetzter Kerl vor etwa 100 Leuten und spielte einfach mal drauf los. Nach dem ersten Song bedankte er sich für das zahlreiche Erscheinen und begann von seiner Mutter zu erzählen, die ja in Wien geboren sei. Er hätte ihr Geburtshaus auch schon besichtigt – Simmeringer Hauptstraße 102 für all die Ahnenforscher unter euch… Es könne auch gut sein, dass er in Wien noch unbekannte Verwandte habe, „so you don’t have to like my music. But remember, that we are still relatives.“ So schnell wird man also in die Familie Woodpigeon aufgenommen…Den folgenden Song „Knock Knock“ widmete er dann auch – ganz klassisch und guterzogen – seiner Mutter.

Da wo seine Ansprache vor dem Song geendet hatte, machte er auch weiter. Es folgte nämlich Familiengeschichte, Part II. Dass es in „Duck Duck Goose“ direkt darauf dann hieß „ some things in life you don't get to choose” passte wie die Faust aufs Auge bzw. wie die Waldtaube ins Baumdickhicht. Denn Mark Hamilton gab die Geschichte seines bürgerlichen Namens zum Besten. Dreimal wurde dieser geändert, um jeweils einen anderen Teil seiner Familie zufrieden zu stellen, wie ihn sein österreichischer Großvater darauf hin enterbte und wie er zu seinem heutigenNamen gelangt ist. „Mark Hamilton – the most usual name I ever had.“Bestens aufgelegt und charmant erzählte und sang sich Hamilton durch sein Set, das hauptsächlich aus Songs des neuen Albums „Die Stadtmuzikanten“ bestand, dankte den Horse Feathers dafür, dass es mit ihnen auf Tour so viel Spaß mache, mit „Don’t Fence Me In“, einem Cover des Klassikers, das Woodpigeon für einen kanadischen Nationalpark eingespielt hatten. Munter ging es weiter mit „Devotions“, als nächstes war Falco an der Reihe. Als Kind der 80er sei seine erste Musikkassette nun mal „Rock Me Amadeus“ gewesen und auch wenn er andere Songs („Jeanny“) furchtbar finde, hätte er seine Liebe zum Falken noch immer nicht verloren. Deshalb wolle er dem Wiener auch „Morningside“ widmen. Gesagt getan. Und wem wollte der gute Herr nun einen seiner Songs verehren?„This is a song about drowning. It’s for Vienna.“ Ok, vielleicht sollte ich meine Zuschreibung “charmant” nochmal überdenken, musikalisch geriet „…And As The Ship Went Down, You’d Never Look Finer“ wunderbar melancholisch und herzerwärmend.

Vor dem letzten Song bat Hamilton dann Mitglieder der Horse Feathers auf die Bühne und so, wieder zu einem Kollektiv gewachsen, fand der Kanadier auch seinen Charme wieder. „Thank you for coming. This song is for you.“ Und mit “True Love Will Find You in The End” endete einerseits die “dedicated to”-Orgie, andererseit sauch Woodpigeons Auftritt. Ein sehr schöner und unterhaltsamer. Sollte Hamilton eines Tages wieder die Simmeringer Hauptstraße sein Heim nennen, hätte Wien da sicher nichts dagegen!

Setlist Woodpigeon, rhiz, Wien:

01: Die Stadtmuzikanten
02: Knock Knock
03: Duck Duck Goose
04: Oberkampf
05: Our Love is as Tall as the Calgary Tower
06: Don’t Fence Me In
07:Morningside
08: …And As The Ship Went Down, You’d Never Look Finer
09: True Love Will Find You In The End


Weniger redselig gaben sich die Horse Feathers, dafür geriet das Konzert selbst umso intensiver. Kurze irritierte Blicke nach oben gab es nur bei der ersten U-Bahn, die über dem rhiz verkehrte, aber sofort hatten sich die vier aus Oregon wieder in ihre Arbeit vertieft, die ihnen wunderbar konzentriert und hingebungsvoll von derHand ging. Drei Alben hat man schon abgeliefert, die man auch alle an diesem Abend berücksichtigte, vor allem aber das aktuelle „Thistled Spring“.

Den Werken der Band rund um Justin Ringle wird ja nachgesagt, die Jahreszeiten, in denen sie entstanden, abzubilden. Sollte das so sein, hat man auf „Thistled Spring“ eine erleichterte, erwachende Stimmung eingefangen, die den Frühling in all seiner Vielfalt einfängt. Nun haben wir aber leider Herbst und so wurde auch reichlich von „House With No Name“ gespielt. Zum Beispiel der – wenn man so sagen will – „Hit“ „Curse In TheWeeds“ gegen Ende. Ein nettes Zwiegespräch zwischen Ringle und einem aus Portland mitgereisten Fan der Band sorgte dann noch für ein wenig Gelächter, grundsätzlich war das Konzert aber mehr etwas zum träumerischen Genießen als eines der Marke Woodpigeon. Zwei Zugaben später hatten die Horse Feathers eine neue Stadt, ja ein neues Land in ihrem Tourarchiv zu ergänzen, das Konzert war nach einer guten Stunde zu Ende. Wir hatten einen Abend mit zwei Bands verlebt, die beide Musik ähnlichen Einschlags machen, live aber jeweils einen anderen Zugang wählen. DaWoodpigeon bzw. Hamilton, der zwischen den Songs die Melancholie ablegt und erheiternde Kommentare abliefert, da Horse Feathers, die ihre Auftritte so in sichgeschlossen wie möglich gestalten wollen, die Kraft ihrer Songs alleine für sich sprechen lassen. Zwei Konzepte, zweimal tolles Konzert. Meinen ersten Satz müsste ich wohl überarbeiten. Es war nicht halb so gut wie erwartet, sondern doppelt so gut. Zu gut,um wahr zu sein!

Setlist Horse Feathers, rhiz, Wien

01: Working Poor
02:Dustbowl
03:Belly of June
04: Mother's Sick
05: Helen
06: Falling Through the Roof
07: Cascades
08: Starving Robins
09: In Our Blood
10: Thistled Spring
11: Orphan Girl
12: Heathen's Kiss
13: Curse in the Weeds

14: Finch on Saturday (Z)
15: Vernonia Blues (Z)


Anmerkung: Bei den Fotos handelt es sich um Archivbilder von Oliver Peel.

Aus unserem Archiv:

Horse Feathers, Paris, 23.02.09
Woodpigeon, Haldern, 14.08.09
Woodpigeon, Paris, 16.02.09