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Stars, New York, 24.09.10


Konzert: Stars (& Wild Nothing)
Ort: Terminal 5, New York
Datum: 24.09.2010
Zuschauer: 1.200 vielleicht (voll)
Dauer: Stars knapp 100 min, Wild Nothing 30 min


Wow, was für ein Erlebnis! Mein sechstes Stars-Konzert war das bisher beste. Nicht weil die kanadische Band eine ähnliche Hitdichte erzeugt hätte wie in Köln vor zwei Wochen, sie spielte nämlich vor allem Stücke des neuen Albums und unbekanntere Perlen, heute passte einfach alles zusammen. Der Sound im stylischen Terminal 5 war perfekt, der Laden wundervoll ausgeleuchtet (wen wundert das, gegenüber ist die Technik von CBS, drei Blocks weiter der Broadway), die Band hervorragend aufgelegt. Selbst das anstrengende und junge Publikum ("komm wir fotografieren uns mal") konnte den hervorragenden Eindruck nicht versauen. Wenn gut 1.000 Leute Your ex-lover is dead singen, gibt es wenig, was daran ranreicht. "We are Stars and so are you."

Das Terminal 5 liegt in der Nähe des Hudson River auf der New Yorker Westside, etwa auf Höhe des Central Parks. Wir hatten etwas sehr Hippes befürchtet, der Club erwies sich aber als weit weniger unangenehm cool als erwartet.

Nachdem Wild Nothing ein kurzes Set gespielt hatten, das wahrscheinlich dem in Köln ein paar Wochen vorher entsprach, mich aber trotz der viel besseren Umstände etwas weniger begeisterte, begann um 22.15 die eigentliche Show.

Wenn man das nervende Publikum ausblendet, war das Konzert perfekt! Amy und Torquil schienen gut aufgelegt zu sein, vor allem passten ihre Stimmen. Das eine schlimme Stars-Konzert, das ich einmal in Köln gesehen habe, bei dem die Einsätze furchtbar waren, wäre in der brillanten Akustik des Terminal 5 grausam gewesen. Aber heute war es so, wie man es sich wünscht, jedes der wundervollen Duette entfaltete seine Wirkung vollständig: es war ein Abend, der keinen Platz zum Nörgeln ließ.

Setlist Stars, Terminal 5, New York:

01: He dreams he's awake
02: Elevator love letter
03: The passenger
04: Fixed
05: Wasted daylight
06: Time can never kill the true heart
07: Bitches in Tokyo
08: Undertow
09: The comeback
10: Ageless beauty
11: The woods
12: Dead hearts
13: Take me to the riot
14: We don't want your body
15: Se yourself on fire
16: How much more
17: Your ex-lover is dead
18: One more night

19: Celebrations guns (Z)
20: I died so I could haunt you (Z)
21: Reunion (Z)
22: Midnight coward (Z)
23: Changes (Z)

Links:

- Stars, Köln (Luxor), 09.09.10
- Stars, Köln (Gloria), 11.02.08
- Stars, Köln (Gebäude 9), 27.09.07
- Stars, Berlin (PopKomm), 20.09.07



Stars, New York, 24.09.10


Konzert: Stars (& Wild Nothing)
Ort: Terminal 5, New York
Datum: 24.09.2010
Zuschauer: 1.200 vielleicht (voll)
Dauer: Stars knapp 100 min, Wild Nothing 30 min


Wow, was für ein Erlebnis! Mein sechstes Stars-Konzert war das bisher beste. Nicht weil die kanadische Band eine ähnliche Hitdichte erzeugt hätte wie in Köln vor zwei Wochen, sie spielte nämlich vor allem Stücke des neuen Albums und unbekanntere Perlen, heute passte einfach alles zusammen. Der Sound im stylischen Terminal 5 war perfekt, der Laden wundervoll ausgeleuchtet (wen wundert das, gegenüber ist die Technik von CBS, drei Blocks weiter der Broadway), die Band hervorragend aufgelegt. Selbst das anstrengende und junge Publikum ("komm wir fotografieren uns mal") konnte den hervorragenden Eindruck nicht versauen. Wenn gut 1.000 Leute Your ex-lover is dead singen, gibt es wenig, was daran ranreicht. "We are Stars and so are you."

Das Terminal 5 liegt in der Nähe des Hudson River auf der New Yorker Westside, etwa auf Höhe des Central Parks. Wir hatten etwas sehr Hippes befürchtet, der Club erwies sich aber als weit weniger unangenehm cool als erwartet.

Nachdem Wild Nothing ein kurzes Set gespielt hatten, das wahrscheinlich dem in Köln ein paar Wochen vorher entsprach, mich aber trotz der viel besseren Umstände etwas weniger begeisterte, begann um 22.15 die eigentliche Show.

Wenn man das nervende Publikum ausblendet, war das Konzert perfekt! Amy und Torquil schienen gut aufgelegt zu sein, vor allem passten ihre Stimmen. Das eine schlimme Stars-Konzert, das ich einmal in Köln gesehen habe, bei dem die Einsätze furchtbar waren, wäre in der brillanten Akustik des Terminal 5 grausam gewesen. Aber heute war es so, wie man es sich wünscht, jedes der wundervollen Duette entfaltete seine Wirkung vollständig: es war ein Abend, der keinen Platz zum Nörgeln ließ.

Setlist Stars, Terminal 5, New York:

01: He dreams he's awake
02: Elevator love letter
03: The passenger
04: Fixed
05: Wasted daylight
06: Time can never kill the true heart
07: Bitches in Tokyo
08: Undertow
09: The comeback
10: Ageless beauty
11: The woods
12: Dead hearts
13: Take me to the riot
14: We don't want your body
15: Se yourself on fire
16: How much more
17: Your ex-lover is dead
18: One more night

19: Celebrations guns (Z)
20: I died so I could haunt you (Z)
21: Reunion (Z)
22: Midnight coward (Z)
23: Changes (Z)

Links:

- Stars, Köln (Luxor), 09.09.10
- Stars, Köln (Gloria), 11.02.08
- Stars, Köln (Gebäude 9), 27.09.07
- Stars, Berlin (PopKomm), 20.09.07



Wild Nothing, Köln, 07.08.10


Konzert: Wild Nothing
Ort: King Georg, Köln
Datum: 07.08.2010
Zuschauer: ca 120
Dauer: 40 min


Hören statt Sehen war heute mein Motto im King Georg...

Die kleine Kölner Indiebar, früher ein Animierbetrieb, war vollkommen überfüllt, als
wir ankamen. Entweder hatte sich herumgesprochen, daß Wild Nothing aus Virginia mit ihrer im Mai erschienenen Platte Gemini genau den Ton treffen, der gerade durch Bands wie die Pains Of Being Pure At Heart in ist, oder die vielen Zuschauer hatten in der konzertarmen Zeit genommen, was kam. Egal, was nun der Grund war, der Laden war vollgestopft bis in die letzte Ecke, und enttäuscht wurde sicher niemand von der US Band und ihrem Indie-Pop.

Das King Georg sieht von oben aus wie ein Streichholz. Der Stiel ist der Hauptraum, der allerdings fast komplett nur aus beidseitig erreichbarer Bar besteht. Konzerten kann man da nur vom Gang aus zugucken. Auf dem Streichholzkopf ist die Tanzfläche, heute die Bühne, um die herum es ein paar kleine Sitzecken gibt. Als wir kamen, waren die natürlich voll. Es gab noch ein paar Gangplätze ohne Sicht - zumindest auf nichts anderes als Hinterköpfe.

In diesem Gedränge wurde zu allem Überfluß dann noch geraucht. Daß man das darf, ist eine Sache. Daß das aber dann in solchen beengten Verhältnissen auch noch gemacht wird, eine andere.

Kurz nach neun begannen die vier Musiker. Wild Nothing sind als Projekt des Sängers Jack Tatum entstanden, der live 3 Mitstreiter braucht. Wobei ich das
nicht mit Gewißheit sagen kann, da ich nur zwei von denen ab und zu gesehen habe. Aber Oliver sagte mir, daß die Gruppen zu viert da war.

Die Melodien der US-Band gehen sofort ins Ohr. Das haben sie mit ihrer naheliegenden Referenz The Pains Of Being Pure At Heart gemeinsam, auch wenn das letzte Bißchen Brillanz im Vergleich fehlt. Aber diese Gitarren- und Bassläufe sind fabelhaft und bilden tolle Lieder. Natürlich erinnert vieles an The Cure oder an New Order, aber es gibt ja wahrlich schlechtere Vorbilder.

Leider teilten sich Wild Nothing auch meinen Hauptkritikpunkt mit den Pains Of Being...
Beim Latitude Festival hatten die beiden Pains Sänger große Probleme, die Töne zu treffen, das galt auch heute für Wild Nothing Frontmann Jack. Manchmal klang der Gesang schon falsch, nicht richtig schief, eher konsequent eine viertel Tonhöhe daneben. Andere Sachen gefielen mir live dafür besser als auf Platte: die Melodica (oder das Keyboard?) bei Chinatown zum Beispiel oder eben auch die besonders live so tollen Gitarren.

Neben Lieder ihrer Debütplatte spielten Wild Nothing einige mir unbekannte Stücke. Drei von denen stammen von der neulich veröffentlichten Evertide EP, darunter das fabelhafte Golden haze.

Der Abend hatte Potential, richtig schlimm zu werden (Qualm, Enge, schiefe Töne). Es war aber ziemlich gut - das sagt doch eigentlich alles über die Band...

Und als alles vorbei war, bewies der DJ Sinn für Humor und spielte Cure!

Setlist Wild Nothing, Kong Georg, Köln:

01: Golden haze
02: Live in dreams
03: Take me in
04: Confirmation
05: Your rabbit feet
06: The witching hour
07: Asleep
08: Summer holiday
09: Chinatown

10: Bored games

Links:

- Leser könnten auch mögen:
- The Pains Of Being Pure At Heart live in Suffolk, Paris & Köln




Wild Nothing, Köln, 07.08.10


Konzert: Wild Nothing
Ort: King Georg, Köln
Datum: 07.08.2010
Zuschauer: ca 120
Dauer: 40 min


Hören statt Sehen war heute mein Motto im King Georg...

Die kleine Kölner Indiebar, früher ein Animierbetrieb, war vollkommen überfüllt, als
wir ankamen. Entweder hatte sich herumgesprochen, daß Wild Nothing aus Virginia mit ihrer im Mai erschienenen Platte Gemini genau den Ton treffen, der gerade durch Bands wie die Pains Of Being Pure At Heart in ist, oder die vielen Zuschauer hatten in der konzertarmen Zeit genommen, was kam. Egal, was nun der Grund war, der Laden war vollgestopft bis in die letzte Ecke, und enttäuscht wurde sicher niemand von der US Band und ihrem Indie-Pop.

Das King Georg sieht von oben aus wie ein Streichholz. Der Stiel ist der Hauptraum, der allerdings fast komplett nur aus beidseitig erreichbarer Bar besteht. Konzerten kann man da nur vom Gang aus zugucken. Auf dem Streichholzkopf ist die Tanzfläche, heute die Bühne, um die herum es ein paar kleine Sitzecken gibt. Als wir kamen, waren die natürlich voll. Es gab noch ein paar Gangplätze ohne Sicht - zumindest auf nichts anderes als Hinterköpfe.

In diesem Gedränge wurde zu allem Überfluß dann noch geraucht. Daß man das darf, ist eine Sache. Daß das aber dann in solchen beengten Verhältnissen auch noch gemacht wird, eine andere.

Kurz nach neun begannen die vier Musiker. Wild Nothing sind als Projekt des Sängers Jack Tatum entstanden, der live 3 Mitstreiter braucht. Wobei ich das
nicht mit Gewißheit sagen kann, da ich nur zwei von denen ab und zu gesehen habe. Aber Oliver sagte mir, daß die Gruppen zu viert da war.

Die Melodien der US-Band gehen sofort ins Ohr. Das haben sie mit ihrer naheliegenden Referenz The Pains Of Being Pure At Heart gemeinsam, auch wenn das letzte Bißchen Brillanz im Vergleich fehlt. Aber diese Gitarren- und Bassläufe sind fabelhaft und bilden tolle Lieder. Natürlich erinnert vieles an The Cure oder an New Order, aber es gibt ja wahrlich schlechtere Vorbilder.

Leider teilten sich Wild Nothing auch meinen Hauptkritikpunkt mit den Pains Of Being...
Beim Latitude Festival hatten die beiden Pains Sänger große Probleme, die Töne zu treffen, das galt auch heute für Wild Nothing Frontmann Jack. Manchmal klang der Gesang schon falsch, nicht richtig schief, eher konsequent eine viertel Tonhöhe daneben. Andere Sachen gefielen mir live dafür besser als auf Platte: die Melodica (oder das Keyboard?) bei Chinatown zum Beispiel oder eben auch die besonders live so tollen Gitarren.

Neben Lieder ihrer Debütplatte spielten Wild Nothing einige mir unbekannte Stücke. Drei von denen stammen von der neulich veröffentlichten Evertide EP, darunter das fabelhafte Golden haze.

Der Abend hatte Potential, richtig schlimm zu werden (Qualm, Enge, schiefe Töne). Es war aber ziemlich gut - das sagt doch eigentlich alles über die Band...

Und als alles vorbei war, bewies der DJ Sinn für Humor und spielte Cure!

Setlist Wild Nothing, Kong Georg, Köln:

01: Golden haze
02: Live in dreams
03: Take me in
04: Confirmation
05: Your rabbit feet
06: The witching hour
07: Asleep
08: Summer holiday
09: Chinatown

10: Bored games

Links:

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