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Tu Fawning, Duisburg, 08.03.11


Konzert: Tu Fawning & Boduf Songs
Ort: Café Steinbruch, Duisburg
Datum: 08.03.2011
Zuschauer: 120 vielleicht (sehr voll)
Dauer: Tu Fawning knapp 60 min, Boduf Songs 45 min


Mit Pete Doherty ist es immer das gleiche. Kaum entscheide ich mich, zu einem seiner Konzert zu gehen (diesmal Köln), erscheinen die Vorboten einer Absage am Horizont. Diesmal ist es eine echte Räuberpistole, die mich fürchten läßt, daß Peter, der durch das zusätzliche R ja wohl seriöser wirken wollte, kurzfristig absagen wird. Der Libertine dreht nämlich gerade einen Film in Regensburg. Gemeinsam mit Charlotte Gainsbourg und August Diehl steht der Engländer für eine Verfilmung des Buchs Confessions d'un enfant du siècle des französischen Poeten Alfred de Musset vor der Kamera. Offenbar passierte während dieser Dreharbeiten in Bayern in den letzten Tagen ein kleines Malheur. Es wurde in einen Musikladen eingebrochen, eine Gitarre und anderer Krimskrams gestohlen. Dabei hatte eine wackere Regensburgerin offenbar drei englisch sprechende Männer beobachtet und in einem von ihnen Pete erkannt. Die Regensburger Polizei ermittele gegen einen "Prominenten", hieß es gestern ergänzend im Radio.

Was das nun alles mit meinem Konzertabend zu tun hat?

Nun, sollte im Laufe des Wochenendes irgendwo auf ihrer Strecke ein Musikfachgeschäft überfallen sein worden, waren es diesmal ganz sicher Tu Fawning
aus Portland. Denn woher sonst sollte dieser atemberaubende Fundus aus Instrumenten, Glöckchen, exotischen Tröten, special edition schwarz-roten Melodicas, Klanghölzern, weiteren Glöckchen und bunten Trommeln stammen? Im Flugzeug mitgebracht? Na klar...

Bevor Tu Fawning aber ihre Beute zeigten, spielte erst einmal Boduf Songs aus England. Es war vorher nicht ganz ersichtlich, wer nun Vor- und wer Hauptgruppe sein sollte. Die Reihenfolge auf Ticket und Club-Website deutete auf Boduf Songs als Hauptgruppe hin. Unsere Absprache war folglich, nach Tu Fawning zu fahren (und sehr früh zu Hause zu sein). Als der Kartenkontrolleur mitteilte, Boduf Songs fingen an, ärgerte mich, daß diese Pläne durchkreuzt wurden.

Hinter Boduf Songs verbirgt sich Mat Sweet aus Southampton, der mit Gitarre auf einem Stuhl in Bühnenmitte Platz nahm. Da wir hinten standen und das Licht bis auf eine zarte Rotfärbung aus ging, fiel es schwer, viel mehr zu erkennen. Daß diese düstere Ausleuchtung zum Konzept gehört, wurde schnell klar, zunächst waren nämlich nur sehr leise akustische Gitarren- und Bass-Klänge und ein paar Glöckchen vom dritten Mann (der auch eine Trommel bediente) zu hören. Dazu sang dann irgendwann Mat leise und sehr ruhig, und ab und zu kam die Stimme seiner Kollegin ganz unverstärkt dazu. Ganz selten einmal wurde es etwas lauter, höchstens die Instrumente zogen kurzfristig ein wenig an, die Grundstimmung war leise und dunkel. Meine Genervtheit über eine Vorgruppe war ganz schnell andächtigem Zuhören gewichen. Offenbar nicht nur mir ging es so, Mat stellte irgendwann fest, daß wir sehr leise seien und unser Atem zu hören sei.

Lagerfeuermusik empfinde ich nicht als etwas schrecklich Tolles. Dies hier musste man aber wegen der Beleuchtung zwangsläufig mit Draußen und Flammengeflacker verbinden. Als ich mir dann noch vorstellte, statt des schwarzen Saals wäre da ein schwarzer Wald drumherum, wurde es gruselig.

Boduf Songs waren eindrucksvoll! Vielleicht zwei Lieder zu lang, aber sehr sehr gut. Und immer wenn die zweite (weibliche) Stimme einsetzte und auch ein paar Takte hauchte, wurde es ganz besonders gut!

In der Pause gingen wir nach vorne, jetzt wollten wir etwas sehen. Beim Umbau fiel zunächst einmal eine dicke Trommel mit Bandbemalung in Bühnenmitte auf. Ganz rechts stand nämlich ein ausgewachsenes Schlagzeug. Zusatztrommeln sind ja wahrlich nichts Neues, diese war aber zum einen hübsch dekoriert, um sie herum hingen aber auch noch einige Glocken, u.a. solch eine Windspiel-Röhre. Ganz links standen allerdings die richtig aufregenden Dinge: ein Metallkoffer mit Rasseln und Rasselartigen und zwei sehr exotische Blasinstrumente. Das eine, eine Posaune, wurde erst beim Spiel exotisch, sie ließ sich nämlich unendlich lang ausziehen. Das zweite schien mir eine Fanfare zu sein, auf der ein Schalldämpfer steckte.

Irgendwann nach halb zehn ging es los. Tu Fawning kommen aus Portland und bestehen aus Joe Haege, Corrina Repp, Liza Rietz und Toussaint Perrault. Mastermind der Band ist 31knots Mann Joe Haege, auf der Bühne allerdings bestimmte die blonde Sängerin Corrina Repp das Geschehen. Keyboarderin Liza Rietz (die eigentlich Modedesignerin zu sein scheint - es gibt sicher keine zwei Liza Rietzes in Portland) und Trompeter Toussaint Perrault waren weniger extrovertiert, spielten aber die deutlich spannender anzusehende Parts während der Lieder.

Ich war vorher nicht sicher, ob mir das Konzert nicht zu "arty", sprich anstrengend sein würde. Als das erste Stück aber damit begann, daß alle vier Musiker mit Tambourin in der Hand "oh oh oh" sangen, fühlte ich mich sehr richtig - und das sollte auch so bleiben.

Tu Fawning zuzuhören ist alles andere als anstrengend. Wie alle, die bisher über die Amerikaner geschrieben haben, tue ich mich schwer, die Musik einzuordnen. Beach House fiel mir als Vergleich ein - aber Tu Fawning sind besser. Charakteristisch sind der mehrstimmige Gesang und die vielen kleinen Glöckchen und Effekte. Die Standardinstrumentierung ist Schlagzeug, Gitarre, Keyboard und Trompete. Keyboarderin Liza spielte (soweit ich mich erinnere) nur bei I'm gone Geige und mehrfach Klanghölzer. Klanghölzer! Ein weiteres dieser unzähligen tollen Instrumente, die die Amerikaner einsetzten.

Meinen Pariser Kollegen Oliver hatten die Instrumentenwechsel während des Konzerts genervt, mich störten sie überhaupt nicht. Ob so etwas nötig ist, weiß ich nicht, es schadete dem Fluß aber nicht. Das Schlagzeug bedienten Joe und Corrina, im Stil höchst unterschiedlich, aber beide aus Laiensicht hervorragend, obwohl es nicht ihr Erst-Instrument ist. Toussaint war zuständig für die Blechbläser, bediente aber auch die dekorierte Trommel und viele kleine Effekte. In einer meinen zahllosen Lieblingsszenen spielte er gerade auf dem Dings, das ich für eine Fanfare halte, und schlug deren Spitze (mit Dämpfer) gegen das neben der Trommel hängende Windspiel! Lizas hatte ihre wundervollste musikalische Szene vor Mouths of young, als sie sich Drumsticks griff und auf Toussaints Rücken trommelte! Toussaint hatte während Mouths of young keinen anderen Einsatz und spielte daher kleine Fingerbecken (Zills, wie ich gelernt habe) - der Musikladen muß gut sortiert gewesen sein.

Irgendwie anstrengend war das Konzert also doch, man mußte dauernd nach links und rechts gucken, um nichts zu verpassen. Etwa Toussaints kurzen Ausflug mit Posaune ins Publikum bei Sad story, dem an die Dresden Dolls (Tu Fawning sind besser) erinnernden Stück. Er war allerdings höchstens 30 Sekunden unten und ging dann wieder auf die Bühne.

Einzig Corrinas theatralische Kniefälle mochte ich nicht. Aber wie sie da Joe anspielte, hatte auch irgendwie Stil.


Musikalisch wie visuell ein ganz großartiger Abend! Tu Fawning sind ein echter Knüller und gehören in den Himmel gelobt! Vielleicht spricht sich dann auch bis zum Ticketgestalter rum, daß die Band nicht Fu Fawning heißt. City Slang hat wieder einmal ein extrem gutes Händchen bewiesen, als sie die Oregoner verpflichtet haben.

Die großartigste Szene des Abends hatte aber wieder einmal nichts mit Musik zu tun. Joe merkte an, daß die schwarze Bühne mit ihren schwarzen Stufen im abgedunkelten Saal lebensgefährlich sei und witzelte: "there's a force that wants us dead!" - sehr zum Entsetzen von Liza, die ihn mit geschocktem Gesicht zurechtwies: "please! That's too dark!"

Tu Fawning - bisher das beste Konzert des Jahres!

Setlist Tu Fawning, Café Steinbruch, Duisburg:

01: Multiply a house
02: Diamond in the forest
03: Out like bats
04: Sad story
05: Just too much
06: I'm gone
07: In silence we reached the palissades
08: I know you now
09: Mouths of young
10: The felt sense

11: Hand grenade (Z)

Links:

- Tu Fawning, Paris, 19.02.11



Tu Fawning, Duisburg, 08.03.11


Konzert: Tu Fawning & Boduf Songs
Ort: Café Steinbruch, Duisburg
Datum: 08.03.2011
Zuschauer: 120 vielleicht (sehr voll)
Dauer: Tu Fawning knapp 60 min, Boduf Songs 45 min


Mit Pete Doherty ist es immer das gleiche. Kaum entscheide ich mich, zu einem seiner Konzert zu gehen (diesmal Köln), erscheinen die Vorboten einer Absage am Horizont. Diesmal ist es eine echte Räuberpistole, die mich fürchten läßt, daß Peter, der durch das zusätzliche R ja wohl seriöser wirken wollte, kurzfristig absagen wird. Der Libertine dreht nämlich gerade einen Film in Regensburg. Gemeinsam mit Charlotte Gainsbourg und August Diehl steht der Engländer für eine Verfilmung des Buchs Confessions d'un enfant du siècle des französischen Poeten Alfred de Musset vor der Kamera. Offenbar passierte während dieser Dreharbeiten in Bayern in den letzten Tagen ein kleines Malheur. Es wurde in einen Musikladen eingebrochen, eine Gitarre und anderer Krimskrams gestohlen. Dabei hatte eine wackere Regensburgerin offenbar drei englisch sprechende Männer beobachtet und in einem von ihnen Pete erkannt. Die Regensburger Polizei ermittele gegen einen "Prominenten", hieß es gestern ergänzend im Radio.

Was das nun alles mit meinem Konzertabend zu tun hat?

Nun, sollte im Laufe des Wochenendes irgendwo auf ihrer Strecke ein Musikfachgeschäft überfallen sein worden, waren es diesmal ganz sicher Tu Fawning
aus Portland. Denn woher sonst sollte dieser atemberaubende Fundus aus Instrumenten, Glöckchen, exotischen Tröten, special edition schwarz-roten Melodicas, Klanghölzern, weiteren Glöckchen und bunten Trommeln stammen? Im Flugzeug mitgebracht? Na klar...

Bevor Tu Fawning aber ihre Beute zeigten, spielte erst einmal Boduf Songs aus England. Es war vorher nicht ganz ersichtlich, wer nun Vor- und wer Hauptgruppe sein sollte. Die Reihenfolge auf Ticket und Club-Website deutete auf Boduf Songs als Hauptgruppe hin. Unsere Absprache war folglich, nach Tu Fawning zu fahren (und sehr früh zu Hause zu sein). Als der Kartenkontrolleur mitteilte, Boduf Songs fingen an, ärgerte mich, daß diese Pläne durchkreuzt wurden.

Hinter Boduf Songs verbirgt sich Mat Sweet aus Southampton, der mit Gitarre auf einem Stuhl in Bühnenmitte Platz nahm. Da wir hinten standen und das Licht bis auf eine zarte Rotfärbung aus ging, fiel es schwer, viel mehr zu erkennen. Daß diese düstere Ausleuchtung zum Konzept gehört, wurde schnell klar, zunächst waren nämlich nur sehr leise akustische Gitarren- und Bass-Klänge und ein paar Glöckchen vom dritten Mann (der auch eine Trommel bediente) zu hören. Dazu sang dann irgendwann Mat leise und sehr ruhig, und ab und zu kam die Stimme seiner Kollegin ganz unverstärkt dazu. Ganz selten einmal wurde es etwas lauter, höchstens die Instrumente zogen kurzfristig ein wenig an, die Grundstimmung war leise und dunkel. Meine Genervtheit über eine Vorgruppe war ganz schnell andächtigem Zuhören gewichen. Offenbar nicht nur mir ging es so, Mat stellte irgendwann fest, daß wir sehr leise seien und unser Atem zu hören sei.

Lagerfeuermusik empfinde ich nicht als etwas schrecklich Tolles. Dies hier musste man aber wegen der Beleuchtung zwangsläufig mit Draußen und Flammengeflacker verbinden. Als ich mir dann noch vorstellte, statt des schwarzen Saals wäre da ein schwarzer Wald drumherum, wurde es gruselig.

Boduf Songs waren eindrucksvoll! Vielleicht zwei Lieder zu lang, aber sehr sehr gut. Und immer wenn die zweite (weibliche) Stimme einsetzte und auch ein paar Takte hauchte, wurde es ganz besonders gut!

In der Pause gingen wir nach vorne, jetzt wollten wir etwas sehen. Beim Umbau fiel zunächst einmal eine dicke Trommel mit Bandbemalung in Bühnenmitte auf. Ganz rechts stand nämlich ein ausgewachsenes Schlagzeug. Zusatztrommeln sind ja wahrlich nichts Neues, diese war aber zum einen hübsch dekoriert, um sie herum hingen aber auch noch einige Glocken, u.a. solch eine Windspiel-Röhre. Ganz links standen allerdings die richtig aufregenden Dinge: ein Metallkoffer mit Rasseln und Rasselartigen und zwei sehr exotische Blasinstrumente. Das eine, eine Posaune, wurde erst beim Spiel exotisch, sie ließ sich nämlich unendlich lang ausziehen. Das zweite schien mir eine Fanfare zu sein, auf der ein Schalldämpfer steckte.

Irgendwann nach halb zehn ging es los. Tu Fawning kommen aus Portland und bestehen aus Joe Haege, Corrina Repp, Liza Rietz und Toussaint Perrault. Mastermind der Band ist 31knots Mann Joe Haege, auf der Bühne allerdings bestimmte die blonde Sängerin Corrina Repp das Geschehen. Keyboarderin Liza Rietz (die eigentlich Modedesignerin zu sein scheint - es gibt sicher keine zwei Liza Rietzes in Portland) und Trompeter Toussaint Perrault waren weniger extrovertiert, spielten aber die deutlich spannender anzusehende Parts während der Lieder.

Ich war vorher nicht sicher, ob mir das Konzert nicht zu "arty", sprich anstrengend sein würde. Als das erste Stück aber damit begann, daß alle vier Musiker mit Tambourin in der Hand "oh oh oh" sangen, fühlte ich mich sehr richtig - und das sollte auch so bleiben.

Tu Fawning zuzuhören ist alles andere als anstrengend. Wie alle, die bisher über die Amerikaner geschrieben haben, tue ich mich schwer, die Musik einzuordnen. Beach House fiel mir als Vergleich ein - aber Tu Fawning sind besser. Charakteristisch sind der mehrstimmige Gesang und die vielen kleinen Glöckchen und Effekte. Die Standardinstrumentierung ist Schlagzeug, Gitarre, Keyboard und Trompete. Keyboarderin Liza spielte (soweit ich mich erinnere) nur bei I'm gone Geige und mehrfach Klanghölzer. Klanghölzer! Ein weiteres dieser unzähligen tollen Instrumente, die die Amerikaner einsetzten.

Meinen Pariser Kollegen Oliver hatten die Instrumentenwechsel während des Konzerts genervt, mich störten sie überhaupt nicht. Ob so etwas nötig ist, weiß ich nicht, es schadete dem Fluß aber nicht. Das Schlagzeug bedienten Joe und Corrina, im Stil höchst unterschiedlich, aber beide aus Laiensicht hervorragend, obwohl es nicht ihr Erst-Instrument ist. Toussaint war zuständig für die Blechbläser, bediente aber auch die dekorierte Trommel und viele kleine Effekte. In einer meinen zahllosen Lieblingsszenen spielte er gerade auf dem Dings, das ich für eine Fanfare halte, und schlug deren Spitze (mit Dämpfer) gegen das neben der Trommel hängende Windspiel! Lizas hatte ihre wundervollste musikalische Szene vor Mouths of young, als sie sich Drumsticks griff und auf Toussaints Rücken trommelte! Toussaint hatte während Mouths of young keinen anderen Einsatz und spielte daher kleine Fingerbecken (Zills, wie ich gelernt habe) - der Musikladen muß gut sortiert gewesen sein.

Irgendwie anstrengend war das Konzert also doch, man mußte dauernd nach links und rechts gucken, um nichts zu verpassen. Etwa Toussaints kurzen Ausflug mit Posaune ins Publikum bei Sad story, dem an die Dresden Dolls (Tu Fawning sind besser) erinnernden Stück. Er war allerdings höchstens 30 Sekunden unten und ging dann wieder auf die Bühne.

Einzig Corrinas theatralische Kniefälle mochte ich nicht. Aber wie sie da Joe anspielte, hatte auch irgendwie Stil.


Musikalisch wie visuell ein ganz großartiger Abend! Tu Fawning sind ein echter Knüller und gehören in den Himmel gelobt! Vielleicht spricht sich dann auch bis zum Ticketgestalter rum, daß die Band nicht Fu Fawning heißt. City Slang hat wieder einmal ein extrem gutes Händchen bewiesen, als sie die Oregoner verpflichtet haben.

Die großartigste Szene des Abends hatte aber wieder einmal nichts mit Musik zu tun. Joe merkte an, daß die schwarze Bühne mit ihren schwarzen Stufen im abgedunkelten Saal lebensgefährlich sei und witzelte: "there's a force that wants us dead!" - sehr zum Entsetzen von Liza, die ihn mit geschocktem Gesicht zurechtwies: "please! That's too dark!"

Tu Fawning - bisher das beste Konzert des Jahres!

Setlist Tu Fawning, Café Steinbruch, Duisburg:

01: Multiply a house
02: Diamond in the forest
03: Out like bats
04: Sad story
05: Just too much
06: I'm gone
07: In silence we reached the palissades
08: I know you now
09: Mouths of young
10: The felt sense

11: Hand grenade (Z)

Links:

- Tu Fawning, Paris, 19.02.11



Dean Wareham plays Galaxie 500 & Tu Fawning & Ringo Deathstarr


Konzert: Dean Wareham plays Galaxie 500 & Tu Fawning & Ringo Deathstarr (La Route du Rock Sessions)

Ort: La Flèche d'or, Paris
Datum: 19.02.11
Zuschauer: viele, aber wohl nicht ausverkauft
Konzertdauer: Galaxie 500 gut eine Stunde, die anderen beiden Bands etwas kürzer


Erkenntnisse, Eindrücke, Beobachtungen , Fakten zu den Konzerten:

- Dean Wareham sieht irgendwie aus wie Ex- Tenniscrack Mats Wilander. Der alte Wilander wohlgemerkt. Also immer noch sehr gut.

- Und Britta wie Barbara Schöneberger. Wie Barbara Schöneberger in klug, ohne das Honigkuchenpferd-Grinsen.

- Britta singt wie Hope Sandoval von Mazzy Star. Finde ich zumindest. Toll!

- Galaxie 500 klingen nach Velvet Undergound. Lou Reed könnte ihre Lieder singen.

- Dean Wareham wirkte so müde und undynamisch. Ist der immer so? Verträumt? Auf Valium?

- Etienne Greib, Journalist des hervorragenden Printmusikmagazins Magic verlässt das Konzert von Galaxie 500 enttäuscht nach 20 Minuten. Ich glaube er ist eigentlich Fan. Das riecht nach Verriss.

- Dorothée, die Sängerin von The Rodeo, kennt Galaxie 500 überhaupt nicht und geht schon vorher.

- Aurélia, ihre ehemalige Gesangespartnerin bei Hopper und nun bei Game and Watch aktiv, kennt Galaxie 500 ebenfalls nicht.

- Auch Lucy, Mitglied der französischen Band Arch Woodmann, hat noch nie zuvor von Galaxie 500 gehört.

- Musiker haben keine Ahnung von Musik. Zumindest nicht von der von anderen Bands. Die sollten regelmäßig das Konzerttagebuch lesen, dann wüßten sie Bescheid.

- Ceremony, das Cover nach New Order (bzw. Joy Division) kriegen Dean und Britta super hin. Wow! Ich hörte Cermony heute zum dritten Mal live (vorher: Peter Hook & Section 25, Bad Lieutenant (Barney Sumner).

- Britta hat einen festen, knackigen Po in ihrer engen Jeans. Nur mal so am Rande.

- Wie waren Galaxie 500 also nun? Die einen sagen so, die anderen so. Gemischte Reaktionen. Was sagt Oliver Peel?: Gut, aber nicht überragend. Irgendwie zu routiniert runtergespielt. In Saint Malo bei der richtigen Route du Rock sollen sie kürzlich hervorragend gewesen sein, sagen Insider. Vielleicht haben sie zu viel gefeiert?

Setlist Dean Wareham plays Galaxie 500, La Flèche d'or, Paris:

01: Flowers
02: Pictures
03: Temperature's Rising
04: When Will You Come Home
05: Snowstorm
06: Decomposing Trees
07: Strange
08: Summertime
09: Don't Let Our Youth Go To Waste
10: Blue Thunder
11: Listen, The Snow Is Falling
12: Fourth Of July

13: IKIWM
14: Ceremony (Joy Divison, New Order)

- Tu Fawning gefallen den Zuschauern am Besten. Viele kaufen ihr Album Hearts On Hold auf Vinyl. Auch Florent, der Betreiber des Forums von Chokebore.net und Troy von Balthazar.net. Er äußert sich begeistert.

- Auch Lucie von Arch Woodman hat das Vinyl-Album von Tu Fawning gekauft

- Aurélie, ex-Hopper und nun Game and Watch trägt ebenfalls die Platte der Band nach Hause, sie allerdings die Session Ep.

- Tu Fawning sind vier Musiker, sie kommen aus Portland, Oregan, wie so viele andere. Gilt als liberalste Stadt Amerikas. Also was für Neo-Hippies. Musiker mögen George W. Bush (das ist der, wo sich an einer Brezel verschluckt hatte) nicht, you know? Gut, das weiß jeder. Ist ja auch verständlich. Ringo Deathstarr kommen ihrerseits aus Texas, aber der Texaner George W. Bush war (ist) für sie bestimmt auch ein rotes Tuch.

- An der Spitze von Tu Fawning steht Joe Haege von 31knots.

- Mich interessieren aber eher die Frauen in der Band. Die Keyboarderin hat einen süßen schwarzen Zopf. Sie spielt auch Geige, hält diese aber manchmal sehr seltsam. Wie ein Metaller der Luftgitarre spielt. Ist sie also Luftgeigerin?

Die zweite Frau ist Corrina Repp, eine Blondine mit PJ Havey Stimme.

- Tu Fawning sind stilistisch nicht leicht einzuordnen. Ihr Plattenschrank muss riesig sein, die Einflüsse kommen von überall her. Plattentets.de nennt:

White Magic; 90 Day Men; The Paper Chase; Espers; PJ Harvey; Soap & Skin; Samara Lubelski; Elizabeth Anka Vajagic; Diamanda Galas; The Creatures; Animal Collective; Akron/Family; The Acorn; CocoRosie; Maps & Atlases; Joan Of Arc; Beach House; Shannon Wright; Milenasong; Scarlatti Tilt; Wendy McNeil; Silje Nes; Valleys; 31Knots; Corinna Repp; Tom Waits; Nick Cave & the Bad Seeds; Element Of Crime; Siouxsie And The Banshees; The Cranes; Dead Can Dance; Slowdive; Monster Movie; A Mountain Of One; Arms And Sleepers; Mothlite; Sunset Rubdown; Talk Talk; The Flaming Lips; Destroyer; Arcade Fire; Interpol; Menomena; Islands; Tapes 'N Tapes; Mercury Rev; Lambchop; Elbow; The Beta Band

Reicht das zur Einordnung? Nennen wir es es einfach Dark-Ambient-Shoegaze-Folk. Oder so.

- Tu Fawning haben tausende Ideen, sind manchmal aber ein wenig anstrengend. Sie wollen unbedingt zeigen, wieviel sie künstlerisch drauf haben. Dauernd werden die Instrumente gewechselt, fast jeder darf mal Schlagzeug spielen, auch Corinna Repp. Angeberei. Aber machen ja jetzt alle Bands, um mit ihrer Vielseitigkeit zu prahlen. Musikjournalisten stehen auf so was.

- Tu Fawning klingen durchweg düster, mysteriös und verhuscht. Singt Corinna Hepp nicht auch ein wenig wie Anna Calvi? Nun ja, vielleicht nicht ganz so theatralisch.

- Der Trompeter rast in der Mitte des Sets in die Menge und spielt zwischen den verdutzten Zuschauern weiter.

- Ich brauche das Album von Tu Fawning nicht. Meine Katze mag sowieso lieber Metallica.

- Das Album von Ringo Deathstarr wiederum habe ich gekauft, ohne die Band live auf der Bühne erlebt zu haben. Bin wieder mal zu spät angeschissen gekommen.

- Mein Freund Pascal hat gesagt, ich solle das Album von Ringo Deathstarr kaufen. Sei feinster Shoegaze im Stile von My Bloody Valentine. Pascal hat 10 000 (!) Cds und genauso viele Platten, der weiß wovon er spricht!

- Ringo Deathstarr spielen bald in ihrer Heimat Texas beim SXSW. Sie fragen mich, ob ich auch komme. Schön wär's...

- Die französische Sängerin und Pianistin Cyann (Foto) war auch da. Sie macht solo weiter, nachdem sie Mitglied der sensationellen französischen Dream Pop-Band Cyann & Ben war.

- Ich kriege immer weiche Knie, wenn ich mit Cyann rede, weil ich solch ein riesiger Fan bin.

- Cyann hat herzerweichend gestrahlt, als ich vor allen Leuten sagte, sie sei einer der besten französischen Sängerinnen aller Zeiten. Aber es stimmt! Hört selbst.

Setlist Tu Fawning, La Flèche d'or, Paris:

01: Diamond In The Forest
02: Out Like Bats
03: Sad Story
04: Just Too Much
05: I Know You Know
06: In Silence, We Reached The Palisades
07: The Felt Sense

Ausgewählte Konzerttermine von Tu Fawning:

28.02.2011 München (DE), Feierwerk
01.03.2011 Heidelberg (DE), Karlstorbahnhof
02.03.2011 Nürnberg (DE), MUZ
03.03.2011 Schorndorf (DE), Manufaktur
04.03.2011 Hamburg (DE), Hafenklang
05.03.2011 Berlin (DE), Comet Club
07.03.2011 Amsterdam (NL), Paradiso
08.03.2011 Duisburg (DE), Steinbruch
09.03.2011 Brussels (BE), Maison Des Musiques
10.03.2011 London (UK), Camp Basement
11.03.2011 Offenbach (DE) Hafen 2
12.03.2011 Leipzig (DE), UT Connewitz
Fotos in Kürze!

Aus unserem Archiv:

Dean Wareham plays Galaxie 500, Bowlie 2, 11.12.2010

- Champions League Blogger Klienicum zu Tu Fawning, klick!

Tu Fawning - I Know You Now (Official Video) from City Slang on Vimeo.






Dean Wareham plays Galaxie 500 & Tu Fawning & Ringo Deathstarr


Konzert: Dean Wareham plays Galaxie 500 & Tu Fawning & Ringo Deathstarr (La Route du Rock Sessions)

Ort: La Flèche d'or, Paris
Datum: 19.02.11
Zuschauer: viele, aber wohl nicht ausverkauft
Konzertdauer: Galaxie 500 gut eine Stunde, die anderen beiden Bands etwas kürzer


Erkenntnisse, Eindrücke, Beobachtungen , Fakten zu den Konzerten:

- Dean Wareham sieht irgendwie aus wie Ex- Tenniscrack Mats Wilander. Der alte Wilander wohlgemerkt. Also immer noch sehr gut.

- Und Britta wie Barbara Schöneberger. Wie Barbara Schöneberger in klug, ohne das Honigkuchenpferd-Grinsen.

- Britta singt wie Hope Sandoval von Mazzy Star. Finde ich zumindest. Toll!

- Galaxie 500 klingen nach Velvet Undergound. Lou Reed könnte ihre Lieder singen.

- Dean Wareham wirkte so müde und undynamisch. Ist der immer so? Verträumt? Auf Valium?

- Etienne Greib, Journalist des hervorragenden Printmusikmagazins Magic verlässt das Konzert von Galaxie 500 enttäuscht nach 20 Minuten. Ich glaube er ist eigentlich Fan. Das riecht nach Verriss.

- Dorothée, die Sängerin von The Rodeo, kennt Galaxie 500 überhaupt nicht und geht schon vorher.

- Aurélia, ihre ehemalige Gesangespartnerin bei Hopper und nun bei Game and Watch aktiv, kennt Galaxie 500 ebenfalls nicht.

- Auch Lucy, Mitglied der französischen Band Arch Woodmann, hat noch nie zuvor von Galaxie 500 gehört.

- Musiker haben keine Ahnung von Musik. Zumindest nicht von der von anderen Bands. Die sollten regelmäßig das Konzerttagebuch lesen, dann wüßten sie Bescheid.

- Ceremony, das Cover nach New Order (bzw. Joy Division) kriegen Dean und Britta super hin. Wow! Ich hörte Cermony heute zum dritten Mal live (vorher: Peter Hook & Section 25, Bad Lieutenant (Barney Sumner).

- Britta hat einen festen, knackigen Po in ihrer engen Jeans. Nur mal so am Rande.

- Wie waren Galaxie 500 also nun? Die einen sagen so, die anderen so. Gemischte Reaktionen. Was sagt Oliver Peel?: Gut, aber nicht überragend. Irgendwie zu routiniert runtergespielt. In Saint Malo bei der richtigen Route du Rock sollen sie kürzlich hervorragend gewesen sein, sagen Insider. Vielleicht haben sie zu viel gefeiert?

Setlist Dean Wareham plays Galaxie 500, La Flèche d'or, Paris:

01: Flowers
02: Pictures
03: Temperature's Rising
04: When Will You Come Home
05: Snowstorm
06: Decomposing Trees
07: Strange
08: Summertime
09: Don't Let Our Youth Go To Waste
10: Blue Thunder
11: Listen, The Snow Is Falling
12: Fourth Of July

13: IKIWM
14: Ceremony (Joy Divison, New Order)

- Tu Fawning gefallen den Zuschauern am Besten. Viele kaufen ihr Album Hearts On Hold auf Vinyl. Auch Florent, der Betreiber des Forums von Chokebore.net und Troy von Balthazar.net. Er äußert sich begeistert.

- Auch Lucie von Arch Woodman hat das Vinyl-Album von Tu Fawning gekauft

- Aurélie, ex-Hopper und nun Game and Watch trägt ebenfalls die Platte der Band nach Hause, sie allerdings die Session Ep.

- Tu Fawning sind vier Musiker, sie kommen aus Portland, Oregan, wie so viele andere. Gilt als liberalste Stadt Amerikas. Also was für Neo-Hippies. Musiker mögen George W. Bush (das ist der, wo sich an einer Brezel verschluckt hatte) nicht, you know? Gut, das weiß jeder. Ist ja auch verständlich. Ringo Deathstarr kommen ihrerseits aus Texas, aber der Texaner George W. Bush war (ist) für sie bestimmt auch ein rotes Tuch.

- An der Spitze von Tu Fawning steht Joe Haege von 31knots.

- Mich interessieren aber eher die Frauen in der Band. Die Keyboarderin hat einen süßen schwarzen Zopf. Sie spielt auch Geige, hält diese aber manchmal sehr seltsam. Wie ein Metaller der Luftgitarre spielt. Ist sie also Luftgeigerin?

Die zweite Frau ist Corrina Repp, eine Blondine mit PJ Havey Stimme.

- Tu Fawning sind stilistisch nicht leicht einzuordnen. Ihr Plattenschrank muss riesig sein, die Einflüsse kommen von überall her. Plattentets.de nennt:

White Magic; 90 Day Men; The Paper Chase; Espers; PJ Harvey; Soap & Skin; Samara Lubelski; Elizabeth Anka Vajagic; Diamanda Galas; The Creatures; Animal Collective; Akron/Family; The Acorn; CocoRosie; Maps & Atlases; Joan Of Arc; Beach House; Shannon Wright; Milenasong; Scarlatti Tilt; Wendy McNeil; Silje Nes; Valleys; 31Knots; Corinna Repp; Tom Waits; Nick Cave & the Bad Seeds; Element Of Crime; Siouxsie And The Banshees; The Cranes; Dead Can Dance; Slowdive; Monster Movie; A Mountain Of One; Arms And Sleepers; Mothlite; Sunset Rubdown; Talk Talk; The Flaming Lips; Destroyer; Arcade Fire; Interpol; Menomena; Islands; Tapes 'N Tapes; Mercury Rev; Lambchop; Elbow; The Beta Band

Reicht das zur Einordnung? Nennen wir es es einfach Dark-Ambient-Shoegaze-Folk. Oder so.

- Tu Fawning haben tausende Ideen, sind manchmal aber ein wenig anstrengend. Sie wollen unbedingt zeigen, wieviel sie künstlerisch drauf haben. Dauernd werden die Instrumente gewechselt, fast jeder darf mal Schlagzeug spielen, auch Corinna Repp. Angeberei. Aber machen ja jetzt alle Bands, um mit ihrer Vielseitigkeit zu prahlen. Musikjournalisten stehen auf so was.

- Tu Fawning klingen durchweg düster, mysteriös und verhuscht. Singt Corinna Hepp nicht auch ein wenig wie Anna Calvi? Nun ja, vielleicht nicht ganz so theatralisch.

- Der Trompeter rast in der Mitte des Sets in die Menge und spielt zwischen den verdutzten Zuschauern weiter.

- Ich brauche das Album von Tu Fawning nicht. Meine Katze mag sowieso lieber Metallica.

- Das Album von Ringo Deathstarr wiederum habe ich gekauft, ohne die Band live auf der Bühne erlebt zu haben. Bin wieder mal zu spät angeschissen gekommen.

- Mein Freund Pascal hat gesagt, ich solle das Album von Ringo Deathstarr kaufen. Sei feinster Shoegaze im Stile von My Bloody Valentine. Pascal hat 10 000 (!) Cds und genauso viele Platten, der weiß wovon er spricht!

- Ringo Deathstarr spielen bald in ihrer Heimat Texas beim SXSW. Sie fragen mich, ob ich auch komme. Schön wär's...

- Die französische Sängerin und Pianistin Cyann (Foto) war auch da. Sie macht solo weiter, nachdem sie Mitglied der sensationellen französischen Dream Pop-Band Cyann & Ben war.

- Ich kriege immer weiche Knie, wenn ich mit Cyann rede, weil ich solch ein riesiger Fan bin.

- Cyann hat herzerweichend gestrahlt, als ich vor allen Leuten sagte, sie sei einer der besten französischen Sängerinnen aller Zeiten. Aber es stimmt! Hört selbst.

Setlist Tu Fawning, La Flèche d'or, Paris:

01: Diamond In The Forest
02: Out Like Bats
03: Sad Story
04: Just Too Much
05: I Know You Know
06: In Silence, We Reached The Palisades
07: The Felt Sense

Ausgewählte Konzerttermine von Tu Fawning:

28.02.2011 München (DE), Feierwerk
01.03.2011 Heidelberg (DE), Karlstorbahnhof
02.03.2011 Nürnberg (DE), MUZ
03.03.2011 Schorndorf (DE), Manufaktur
04.03.2011 Hamburg (DE), Hafenklang
05.03.2011 Berlin (DE), Comet Club
07.03.2011 Amsterdam (NL), Paradiso
08.03.2011 Duisburg (DE), Steinbruch
09.03.2011 Brussels (BE), Maison Des Musiques
10.03.2011 London (UK), Camp Basement
11.03.2011 Offenbach (DE) Hafen 2
12.03.2011 Leipzig (DE), UT Connewitz
Fotos in Kürze!

Aus unserem Archiv:

Dean Wareham plays Galaxie 500, Bowlie 2, 11.12.2010

- Champions League Blogger Klienicum zu Tu Fawning, klick!

Tu Fawning - I Know You Now (Official Video) from City Slang on Vimeo.