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Those Dancing Days, Köln, 01.03.11


Konzert: Those Dancing Days
Ort: Luxor, Köln
Datum: 01.03.2011
Zuschauer: recht gut besucht
Dauer: Those Dancing Days knapp 55 min, Blackberries 40 min


Kommende Woche erscheint Daydreams And Nightmares, die zweite Platte der schwedischen Frauenband Those Dancing Days. 2008 hatte ich die fünf Stockholmerinnen im MTC gesehen und war von Konzert und von ihrer ersten EP sehr begeistert. Danach verlor ich die zwischenzeitlich bei Wichita untergekommenen Those Dancing Days ein wenig aus den Augen. Vor gut einem Jahr begegnete Sängerin Linnea mir dann als Gastsängerin auf einer der God Help The Girl Singles von Belle & Sebastian Sänger Stuart Murdoch wieder (sie ist auch das Covergirl der Single).

Und dann kam das für mich in so vielen Belangen herausragende Bowlie Festival im Dezember in Südengland. Dazu hatten Belle & Sebastian ihre liebsten Bands eingeladen, und dazu gehörten Those Dancing Days. Deren nächtliches Konzert in Minehead war herausragend, obwohl ich hundskaputt war und irgendwann aufgeben musste. Am nächsten Abend erlebte ich Linnea aber noch einmal, weil sie als Gastsängerin bei Belle & Sebastian auftrat und Lazy Lane Painter Jane sang - magic!

Seitdem sind die Schwedinnen wieder fest in meinem Buch der guten Bands untergekommen; es gab also keine Chance, das heutige Konzert zu verpassen, es war gesetzt.


Vorher hatte ich am Nachmittag Sängerin Linnea und Gitarristin Rebecka interviewen können. Als wir über unterschiedliche Konzerterlebnisse in verschiedenen Teilen der Welt sprachen, behauptete ich, das Publikum in England sei euphorischer und erzeuge mehr Stimmung als das deutsche. Rebecka und Linnea widersprachen heftig. Das deutsche Publikum sei viel aktiver und tanze und feiere, Engländer stünden meist gelangweilt und überkritisch rum. Ich war zu höflich, das für ausgemachten Unsinn zu erklären. Keine schlechte Entscheidung, denn als TDD ihre Show begannen, fing das Luxor an zu toben und hielt das bis zum letzten Ton durch. Dancing days eben.

Die Stimmung war nicht grundlos so gut, denn die Mischung aus alten und neuen Stücken - allesamt großartig - , vor allem aber der Bühnenauftritt der jungen Frauen war hervorragend! Keine Frage, warum Wichita diese Band, die musikalisch vielleicht nicht richtig ins Programm passt, unter Vertrag genommen hat. Oder warum zumindest für einen der Musiker von Belle & Sebastian TDD zu den fünf Bands zählten, die er fürs Bowlie einladen wollte.

Während Linnea und Keyboarderin Lisa vor allem wild tanzten und Bassistin Mimmi und Gitarristin Rebecka wie Heavy-Musikerinnen agierten, ist Schlagzeugerin Cissi der heimliche Star eines Liveauftritts der Band. Sie schlägt in einem solch irren Tempo auf ihre Trommeln, wie ich es selten erlebt habe; 50 Minuten Dauerfeuer. Hinter dem Merchtisch wirken die fünf so nett und schüchtern, auf der Bühne losgelassen, entwickeln sie eine sagenhafte Energie.

Mir war das neue Album noch nicht furchtbar gut vertraut, weil ich es erst zweimal vor dem Konzert gehört hatte.
Daydreams And Nightmares unterscheidet sich aber nach den ersten Eindrücken vom Vorgänger vor allem durch eine immer wieder vorkommende düstere Note. Durch Linneas tiefe Stimme (live auch heute perfekt, jeder Ton saß) hat der eigentlich fröhliche 60's Pop der Band ohnehin schon einen dunklen Einschlag, der ihm den entscheidenden Pfiff verleiht. Die neuen Stücke, Forest of love zum Beispiel, wirken aber auch jenseits des Gesangs schon mysteriöser, was mir ganz ausgezeichnet gefällt.

Andere Knüller unter den Neuheiten waren I'll be yours (wohl am ehesten klassischer schwedischer Pop), die Single Fuckarias und Can't find entrance.

Nach dem Bowlie Wochenende, bei dem ein sagenhaftes Konzert das nächste jagte, hatte ich Angst, daß vieles an meiner Begeisterung für die Auftritte mit der dreitägigen Dauereuphorie zu erklären ist und die nächsten Konzerte der gleichen Bands später in den üblichen Clubs hier enttäuschen würden. Zwangsläufig. So wie
Getränke, die man im Urlaub liebt und mit nach Hause nimmt, wo sie nichts mehr taugen. Those Dancing Days funktionieren auch noch nach dem Urlaub. Im Gegenteil glaube ich, daß die Band immer besser wird. 2008 habe ich sie als sehr gut in Erinnerung behalten, so gut wie zur Zeit aber ganz sicher nicht. Wenn man dann noch berücksichtigt, wie jung die Musikerinnen sind, daß sie 2008 vermutlich noch zur Schule gingen, wird von Those Dancing Days noch sehr viel zu erwarten sein.

Zwei Kleinigkeiten hätten besser sein können: der Sound war schrecklich breiig, das Mikro klang, als habe es viel Hall, der da nicht hingehörte. Und zweitens fehlte Maccabees Sänger Orlando Weeks für sein Duett mit Linnea!

Während des Interviews haben wir gewitzelt, wen die Band einladen würde, wenn sie
ein All Tomorrow's Parties Wochenende gestalten dürfte (so wie Battles, Les Savy Fav und Caribou im kommenden Dezember). Nach dem Konzert gab mir Rebecka die Liste mit den 40 Bands, die sie einladen würden**, überschrieben mit Those Dancing Days' ATP. Mal gucken, ob sie irgendwann gefragt werden, wundern würde es mich nicht.

Wie die Karriere der Vorgruppe The Blackberries verlaufen wird, kann ich nicht einschätzen. Ich kann mir vorstellen, daß die vier Männer, die einheitliche Uniformjacken und unterschiedlich farbene Jeans trugen (weiß, rot, gelb und mint), gerne in Konzertberichten als Libertines aus Solingen bezeichnet würden. Dafür fehlt mir allerdings ausreichend Begeisterung. Ansätze, vor allem Melodien, waren ok, der Gesang (egal von wem; drei der Musiker sangen) war mir
aber nicht gut genug, die Instrumentensoli zu gewollt. Der Fairness halber muß ich aber sagen, daß meine Aufmerksamkeit schon von dem Moment an weg war, als ich vor Konzertbeginn die Leuchtreklame mit Bandlogo sah. Ab ausverkaufter 5.000er Halle nehme ich so etwas hin, vorher ist das albern und ein Zeichen fehlender Demut vor der eigenen Rolle.

Setlist Those Dancing Days, Luxor, Köln:


01: Reaching forward
02: Run run
03: Keep me in your pocket
04: Home sweet home
05: Forest of love
06: Can't find entrance
07: Hitten
08: When we fade away
09: I'll be yours
10: Help me close my eye
11: I know where you live
12: I know where you live pt. 2
13: One day forever

14: Fuckarias (Z)
15: Those dancing days (Z)

Links:

- mehr Fotos
- Those Dancing Days, Köln, 17.08.08


** dazu mehr in Kürze, wenn das Interview online gestellt wird!




Those Dancing Days, Köln, 01.03.11


Konzert: Those Dancing Days
Ort: Luxor, Köln
Datum: 01.03.2011
Zuschauer: recht gut besucht
Dauer: Those Dancing Days knapp 55 min, Blackberries 40 min


Kommende Woche erscheint Daydreams And Nightmares, die zweite Platte der schwedischen Frauenband Those Dancing Days. 2008 hatte ich die fünf Stockholmerinnen im MTC gesehen und war von Konzert und von ihrer ersten EP sehr begeistert. Danach verlor ich die zwischenzeitlich bei Wichita untergekommenen Those Dancing Days ein wenig aus den Augen. Vor gut einem Jahr begegnete Sängerin Linnea mir dann als Gastsängerin auf einer der God Help The Girl Singles von Belle & Sebastian Sänger Stuart Murdoch wieder (sie ist auch das Covergirl der Single).

Und dann kam das für mich in so vielen Belangen herausragende Bowlie Festival im Dezember in Südengland. Dazu hatten Belle & Sebastian ihre liebsten Bands eingeladen, und dazu gehörten Those Dancing Days. Deren nächtliches Konzert in Minehead war herausragend, obwohl ich hundskaputt war und irgendwann aufgeben musste. Am nächsten Abend erlebte ich Linnea aber noch einmal, weil sie als Gastsängerin bei Belle & Sebastian auftrat und Lazy Lane Painter Jane sang - magic!

Seitdem sind die Schwedinnen wieder fest in meinem Buch der guten Bands untergekommen; es gab also keine Chance, das heutige Konzert zu verpassen, es war gesetzt.


Vorher hatte ich am Nachmittag Sängerin Linnea und Gitarristin Rebecka interviewen können. Als wir über unterschiedliche Konzerterlebnisse in verschiedenen Teilen der Welt sprachen, behauptete ich, das Publikum in England sei euphorischer und erzeuge mehr Stimmung als das deutsche. Rebecka und Linnea widersprachen heftig. Das deutsche Publikum sei viel aktiver und tanze und feiere, Engländer stünden meist gelangweilt und überkritisch rum. Ich war zu höflich, das für ausgemachten Unsinn zu erklären. Keine schlechte Entscheidung, denn als TDD ihre Show begannen, fing das Luxor an zu toben und hielt das bis zum letzten Ton durch. Dancing days eben.

Die Stimmung war nicht grundlos so gut, denn die Mischung aus alten und neuen Stücken - allesamt großartig - , vor allem aber der Bühnenauftritt der jungen Frauen war hervorragend! Keine Frage, warum Wichita diese Band, die musikalisch vielleicht nicht richtig ins Programm passt, unter Vertrag genommen hat. Oder warum zumindest für einen der Musiker von Belle & Sebastian TDD zu den fünf Bands zählten, die er fürs Bowlie einladen wollte.

Während Linnea und Keyboarderin Lisa vor allem wild tanzten und Bassistin Mimmi und Gitarristin Rebecka wie Heavy-Musikerinnen agierten, ist Schlagzeugerin Cissi der heimliche Star eines Liveauftritts der Band. Sie schlägt in einem solch irren Tempo auf ihre Trommeln, wie ich es selten erlebt habe; 50 Minuten Dauerfeuer. Hinter dem Merchtisch wirken die fünf so nett und schüchtern, auf der Bühne losgelassen, entwickeln sie eine sagenhafte Energie.

Mir war das neue Album noch nicht furchtbar gut vertraut, weil ich es erst zweimal vor dem Konzert gehört hatte.
Daydreams And Nightmares unterscheidet sich aber nach den ersten Eindrücken vom Vorgänger vor allem durch eine immer wieder vorkommende düstere Note. Durch Linneas tiefe Stimme (live auch heute perfekt, jeder Ton saß) hat der eigentlich fröhliche 60's Pop der Band ohnehin schon einen dunklen Einschlag, der ihm den entscheidenden Pfiff verleiht. Die neuen Stücke, Forest of love zum Beispiel, wirken aber auch jenseits des Gesangs schon mysteriöser, was mir ganz ausgezeichnet gefällt.

Andere Knüller unter den Neuheiten waren I'll be yours (wohl am ehesten klassischer schwedischer Pop), die Single Fuckarias und Can't find entrance.

Nach dem Bowlie Wochenende, bei dem ein sagenhaftes Konzert das nächste jagte, hatte ich Angst, daß vieles an meiner Begeisterung für die Auftritte mit der dreitägigen Dauereuphorie zu erklären ist und die nächsten Konzerte der gleichen Bands später in den üblichen Clubs hier enttäuschen würden. Zwangsläufig. So wie
Getränke, die man im Urlaub liebt und mit nach Hause nimmt, wo sie nichts mehr taugen. Those Dancing Days funktionieren auch noch nach dem Urlaub. Im Gegenteil glaube ich, daß die Band immer besser wird. 2008 habe ich sie als sehr gut in Erinnerung behalten, so gut wie zur Zeit aber ganz sicher nicht. Wenn man dann noch berücksichtigt, wie jung die Musikerinnen sind, daß sie 2008 vermutlich noch zur Schule gingen, wird von Those Dancing Days noch sehr viel zu erwarten sein.

Zwei Kleinigkeiten hätten besser sein können: der Sound war schrecklich breiig, das Mikro klang, als habe es viel Hall, der da nicht hingehörte. Und zweitens fehlte Maccabees Sänger Orlando Weeks für sein Duett mit Linnea!

Während des Interviews haben wir gewitzelt, wen die Band einladen würde, wenn sie
ein All Tomorrow's Parties Wochenende gestalten dürfte (so wie Battles, Les Savy Fav und Caribou im kommenden Dezember). Nach dem Konzert gab mir Rebecka die Liste mit den 40 Bands, die sie einladen würden**, überschrieben mit Those Dancing Days' ATP. Mal gucken, ob sie irgendwann gefragt werden, wundern würde es mich nicht.

Wie die Karriere der Vorgruppe The Blackberries verlaufen wird, kann ich nicht einschätzen. Ich kann mir vorstellen, daß die vier Männer, die einheitliche Uniformjacken und unterschiedlich farbene Jeans trugen (weiß, rot, gelb und mint), gerne in Konzertberichten als Libertines aus Solingen bezeichnet würden. Dafür fehlt mir allerdings ausreichend Begeisterung. Ansätze, vor allem Melodien, waren ok, der Gesang (egal von wem; drei der Musiker sangen) war mir
aber nicht gut genug, die Instrumentensoli zu gewollt. Der Fairness halber muß ich aber sagen, daß meine Aufmerksamkeit schon von dem Moment an weg war, als ich vor Konzertbeginn die Leuchtreklame mit Bandlogo sah. Ab ausverkaufter 5.000er Halle nehme ich so etwas hin, vorher ist das albern und ein Zeichen fehlender Demut vor der eigenen Rolle.

Setlist Those Dancing Days, Luxor, Köln:


01: Reaching forward
02: Run run
03: Keep me in your pocket
04: Home sweet home
05: Forest of love
06: Can't find entrance
07: Hitten
08: When we fade away
09: I'll be yours
10: Help me close my eye
11: I know where you live
12: I know where you live pt. 2
13: One day forever

14: Fuckarias (Z)
15: Those dancing days (Z)

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- Those Dancing Days, Köln, 17.08.08


** dazu mehr in Kürze, wenn das Interview online gestellt wird!




Slut & The Strange Death Of Liberal England, Köln, 10.11.10


Konzert: Slut (& The Strange Death Of Liberal England)
Ort: Luxor, Köln
Datum: 10.11.2010
Zuschauer: leider nicht ausverkauft aber recht voll
Dauer: Slut 90 min, TSDOLE knapp 40 min


Es ist spät geworden, Slut beendeten erst um Mitternacht ihr Programm im Luxor. Als wir um halb neun am Luxor ankamen, war das abzusehen, die Türen waren nämlich noch geschlossen. "Slut lassen sich immer Zeit mit dem Soundcheck," lernte ich aus gut informiertem Munde, ich selbst hatte die Ingolstädter bisher nicht live gesehen. Langer Soundcheck klingt aber auch nach gutem Klang, und besonders im Luxor nehme ich dafür gerne ein paar Extraminuten vor der Tür in Kauf.

Als Vorgruppe trat endlich wieder einmal eine Band auf, wegen der ich auch bei einer miesen Hauptgruppe gekommen wäre: The Strange Death Of Liberal England aus Portsmouth, die ich 2007 schon einmal nebenan im Blue Shell gesehen hatte. Obwohl mich Konzert und EP damals mächtig beeindruckt hatten, habe ich The Strange Death Of Liberal England leider
zwischenzeitlich aus den Augen verloren. Vollkommen zu unrecht, wie ich merkte, als ich gestern die EP wieder einmal gehört habe.

TSDOLE* betraten um 21.15 Uhr zu fünft die Bühne. Während der neue Schlagzeuger David Lindsay sehr weit hinten saß, hatten sich die vier anderen vorne in einer Reihe aufgebaut: Gitarrist William Charlton ganz links, daneben Sänger Adam Woolway, Bassistin Kelly Jones und Keyboarder Andrew Wright. Dessen elektrischen Gerätschaften standen auf einem Tisch oder Podest, der mit einer britischen Fahne bedeckt war.

Vermutlich ist auch bei Konzerten der Eindruck der ersten Sekunden wichtig für das spätere Gesamturteil. Ich glaube zwar nicht, daß es TSDOLE darauf angelegt hatten, sie begannen aber so furios, wie ich selten einen Konzertstart erlebt habe.
Like a curtain falling stammt wie fast alles an diesem Abend vom ersten, vor ein paar Wochen veröffentlichten Longplay-Album Drown your heart again. Like a curtain falling war nicht nur ergreifend schön, es wurde uns auch richtig um die Ohren geschmettert. Der triumphale Gesang, den man Adams Stimme am Anfang der Lieder nicht zutraut, die zackigen Rhythmen, dazu eine Energie auf der Bühne, die sich darin zeigte, daß William ganz hibbelig wirkte und Adam mehrfach schubste, das war extrem hörens- und sehenswert. Damit war der Abend schon nach vier Minuten im positivsten Sinne gelaufen.

Das erste Stück ging in Flagships über, bei dem alle vier, die vorne standen gemeinsam sangen, nein schrien. Auch dieses Lied muß sich hinter niemandem verstecken, das könnten selbst Arcade Fire nicht besser schreiben und vortragen.

Arcade Fire fallen einem natürlich ein, wenn man TSDOLE hört. Aber auch Bands, die einen hibbeligen Sound erzeugen, Los Campesinos! zum Beispiel, kamen mir da in den Sinn, wegen der komplexen aber trotzdem eingängigen Melodien auch andere Lieblingen wie I Like Trains oder alle Spencer Krug Bands.

Auch wenn es nach dem Schwung der ersten beiden Lieder zunächst ein wenig ruhiger wurde, verflachte das Konzert kein bißchen. Die acht mir neuen Lieder waren ausnahmslos fabelhaft, die Platte, wie ich hinterher merkte, ist es auch. Ich weiß nicht mehr, wann mich zuletzt eine Band so tief beeindruckt hat!

Neben den Rempeleinlagen von William fand ich ein paar andere Szenen besonders toll. The Strange Death Of Liberal England spielten nämlich immer wieder Instrumente weit von den Mikros entfernt. Mal waren es die Glockenspiel-Klöppel, die Andrew im Hintergrund aufeinander schlug, mal sang Adam zwei Meter hinter dem Mikro, großartig!
Hoffentlich dauert es nicht wieder drei Jahre, bis ich sie sehe, diemal werde ich ihrer Musik aber auch in der Zwischenzeit viel mehr Aufmerksamkeit widmen.

Setlist The Strange Death Of Liberal England, Luxor, Köln:

01: Like a curtain falling
02: Flagships
03: Come on you young philosophers!
04: A day another day
05: Lighthouse
06: Rising sea
07: Autumn
08: Shadows
09: Flickering light

In der Umbaupause war ich mir sicher, daß der Rest nicht gegen die Vorgruppe anstinken könnte, wie auch?! Der Rest war eben Slut, mit dem Schwerpunkt Lieder der ersten beiden Alben For exercise and amusement und Interference, die gerade wiederaufgelegt werden.

Auch bei Slut hatte ich vorher vergessen, wie sehr ich deren Musik eigentlich mag. Und als dann fast abwechselnd Stücke der ersten beiden Platten gespielt wurden, fiel mir auch wieder ein, wie viele Hits die Bayern im Repertoire haben.

Auch Slut waren zu fünft auf der Bühne, auch wenn man den spärlich beleuchteten Schlagzeuger Matthias Neuburger kaum sah. Während Sänger Christian Neuburger an seinem Platz blieb, wechselten die anderen, Gitarrist Rainer Schaller, Bassist Gerd Rosenacker und Keyboarder René Arbeithuber ein paarmal die Plätze.

Sehr schnell wurde mir bewußt, daß die alten Stücke der Band, die sie nacheinander abfeuerten, nichts an ihrem Reiz verloren haben und frisch wie vor zig Jahren
sind. Und, daß sich das Warten in der Költe gelohnt hatte, der Sound war nämlich hervorragend abgemischt, trotz der Lautstärke.

Der Hauptteil des Konzerts wurde mit den versprochenen alten Sachen bestritten. Lediglich Homesick und Stagged and torn gehörten nicht in diese Reihe, passten aber natürlich gut zu ihren älteren Geschwistern. Meine Lieblinge waren live Medea und vor allem Soda. Aber es nahm sich alles wirklich nicht viel...

Im folgenden Zugabenblock spielten Slut drei Stücke neueren Datums, leider also nicht Virus, auf das ich bis dahin vergeblich gewartet hatte. Die Bayern kamen aber noch einmal zurück und spielten mit Next big thing etwas Neues, bevor eines der Stücke der Dreigroschenoper EP, natürlich Mackie Messer kam. Und dann, happy end an einem Abend der wahrlich keines mehr benötigte, auch noch Virus.

Setlist Slut, Luxor, Köln:

01: Ground
02: Interference
03: I know
04: Soda
05: Homesick
06: Medea
07: Wait
08: Bussova
09: Stagged and torn
10: Wishes
11: Evergreen
12: Rocket
13: Cloudy day

14: If I had a heart (Z)
15: Blow up (Z)
16: Easy to love (Z)

17: Next big thing (Z)
18: Die Moritat von Mackie Messer (Kurt Weill Cover) (Z)
19: Virus (Z)

Links:

- TSDOLE, Köln
- TSDOLE, Paris

Fotos folgen!


Slut & The Strange Death Of Liberal England, Köln, 10.11.10


Konzert: Slut (& The Strange Death Of Liberal England)
Ort: Luxor, Köln
Datum: 10.11.2010
Zuschauer: leider nicht ausverkauft aber recht voll
Dauer: Slut 90 min, TSDOLE knapp 40 min


Es ist spät geworden, Slut beendeten erst um Mitternacht ihr Programm im Luxor. Als wir um halb neun am Luxor ankamen, war das abzusehen, die Türen waren nämlich noch geschlossen. "Slut lassen sich immer Zeit mit dem Soundcheck," lernte ich aus gut informiertem Munde, ich selbst hatte die Ingolstädter bisher nicht live gesehen. Langer Soundcheck klingt aber auch nach gutem Klang, und besonders im Luxor nehme ich dafür gerne ein paar Extraminuten vor der Tür in Kauf.

Als Vorgruppe trat endlich wieder einmal eine Band auf, wegen der ich auch bei einer miesen Hauptgruppe gekommen wäre: The Strange Death Of Liberal England aus Portsmouth, die ich 2007 schon einmal nebenan im Blue Shell gesehen hatte. Obwohl mich Konzert und EP damals mächtig beeindruckt hatten, habe ich The Strange Death Of Liberal England leider
zwischenzeitlich aus den Augen verloren. Vollkommen zu unrecht, wie ich merkte, als ich gestern die EP wieder einmal gehört habe.

TSDOLE* betraten um 21.15 Uhr zu fünft die Bühne. Während der neue Schlagzeuger David Lindsay sehr weit hinten saß, hatten sich die vier anderen vorne in einer Reihe aufgebaut: Gitarrist William Charlton ganz links, daneben Sänger Adam Woolway, Bassistin Kelly Jones und Keyboarder Andrew Wright. Dessen elektrischen Gerätschaften standen auf einem Tisch oder Podest, der mit einer britischen Fahne bedeckt war.

Vermutlich ist auch bei Konzerten der Eindruck der ersten Sekunden wichtig für das spätere Gesamturteil. Ich glaube zwar nicht, daß es TSDOLE darauf angelegt hatten, sie begannen aber so furios, wie ich selten einen Konzertstart erlebt habe.
Like a curtain falling stammt wie fast alles an diesem Abend vom ersten, vor ein paar Wochen veröffentlichten Longplay-Album Drown your heart again. Like a curtain falling war nicht nur ergreifend schön, es wurde uns auch richtig um die Ohren geschmettert. Der triumphale Gesang, den man Adams Stimme am Anfang der Lieder nicht zutraut, die zackigen Rhythmen, dazu eine Energie auf der Bühne, die sich darin zeigte, daß William ganz hibbelig wirkte und Adam mehrfach schubste, das war extrem hörens- und sehenswert. Damit war der Abend schon nach vier Minuten im positivsten Sinne gelaufen.

Das erste Stück ging in Flagships über, bei dem alle vier, die vorne standen gemeinsam sangen, nein schrien. Auch dieses Lied muß sich hinter niemandem verstecken, das könnten selbst Arcade Fire nicht besser schreiben und vortragen.

Arcade Fire fallen einem natürlich ein, wenn man TSDOLE hört. Aber auch Bands, die einen hibbeligen Sound erzeugen, Los Campesinos! zum Beispiel, kamen mir da in den Sinn, wegen der komplexen aber trotzdem eingängigen Melodien auch andere Lieblingen wie I Like Trains oder alle Spencer Krug Bands.

Auch wenn es nach dem Schwung der ersten beiden Lieder zunächst ein wenig ruhiger wurde, verflachte das Konzert kein bißchen. Die acht mir neuen Lieder waren ausnahmslos fabelhaft, die Platte, wie ich hinterher merkte, ist es auch. Ich weiß nicht mehr, wann mich zuletzt eine Band so tief beeindruckt hat!

Neben den Rempeleinlagen von William fand ich ein paar andere Szenen besonders toll. The Strange Death Of Liberal England spielten nämlich immer wieder Instrumente weit von den Mikros entfernt. Mal waren es die Glockenspiel-Klöppel, die Andrew im Hintergrund aufeinander schlug, mal sang Adam zwei Meter hinter dem Mikro, großartig!
Hoffentlich dauert es nicht wieder drei Jahre, bis ich sie sehe, diemal werde ich ihrer Musik aber auch in der Zwischenzeit viel mehr Aufmerksamkeit widmen.

Setlist The Strange Death Of Liberal England, Luxor, Köln:

01: Like a curtain falling
02: Flagships
03: Come on you young philosophers!
04: A day another day
05: Lighthouse
06: Rising sea
07: Autumn
08: Shadows
09: Flickering light

In der Umbaupause war ich mir sicher, daß der Rest nicht gegen die Vorgruppe anstinken könnte, wie auch?! Der Rest war eben Slut, mit dem Schwerpunkt Lieder der ersten beiden Alben For exercise and amusement und Interference, die gerade wiederaufgelegt werden.

Auch bei Slut hatte ich vorher vergessen, wie sehr ich deren Musik eigentlich mag. Und als dann fast abwechselnd Stücke der ersten beiden Platten gespielt wurden, fiel mir auch wieder ein, wie viele Hits die Bayern im Repertoire haben.

Auch Slut waren zu fünft auf der Bühne, auch wenn man den spärlich beleuchteten Schlagzeuger Matthias Neuburger kaum sah. Während Sänger Christian Neuburger an seinem Platz blieb, wechselten die anderen, Gitarrist Rainer Schaller, Bassist Gerd Rosenacker und Keyboarder René Arbeithuber ein paarmal die Plätze.

Sehr schnell wurde mir bewußt, daß die alten Stücke der Band, die sie nacheinander abfeuerten, nichts an ihrem Reiz verloren haben und frisch wie vor zig Jahren
sind. Und, daß sich das Warten in der Költe gelohnt hatte, der Sound war nämlich hervorragend abgemischt, trotz der Lautstärke.

Der Hauptteil des Konzerts wurde mit den versprochenen alten Sachen bestritten. Lediglich Homesick und Stagged and torn gehörten nicht in diese Reihe, passten aber natürlich gut zu ihren älteren Geschwistern. Meine Lieblinge waren live Medea und vor allem Soda. Aber es nahm sich alles wirklich nicht viel...

Im folgenden Zugabenblock spielten Slut drei Stücke neueren Datums, leider also nicht Virus, auf das ich bis dahin vergeblich gewartet hatte. Die Bayern kamen aber noch einmal zurück und spielten mit Next big thing etwas Neues, bevor eines der Stücke der Dreigroschenoper EP, natürlich Mackie Messer kam. Und dann, happy end an einem Abend der wahrlich keines mehr benötigte, auch noch Virus.

Setlist Slut, Luxor, Köln:

01: Ground
02: Interference
03: I know
04: Soda
05: Homesick
06: Medea
07: Wait
08: Bussova
09: Stagged and torn
10: Wishes
11: Evergreen
12: Rocket
13: Cloudy day

14: If I had a heart (Z)
15: Blow up (Z)
16: Easy to love (Z)

17: Next big thing (Z)
18: Die Moritat von Mackie Messer (Kurt Weill Cover) (Z)
19: Virus (Z)

Links:

- TSDOLE, Köln
- TSDOLE, Paris

Fotos folgen!


Stars, Köln, 09.09.10



Konzert: Stars
Ort: Luxor, Köln
Datum: 09.09.2010
Zuschauer: restlos ausverkauft
Dauer: Stars knapp 90 min, Ikaria 26 min


Der Herbst ist die beste Jahreszeit für Konzerte. Man könnte jeden Abend in irgendeinem Club verbringen und Bands zuhören, und weil das natürlich nicht geht,
fallen viele Künstler raus aus dem Programm, weil da eben viel zu viel Konkurrenz auf irgendeiner anderen Bühne rumspielt. Die Stars habe da einen Startvorteil, sie sind bei mir absolut gesetzt, weil ihre Platten zu meinen absoluten Lieblingen zählen. Im Juni erschien mit The five ghosts das fünfte Album der Kanadier, mit dem sie jetzt auch endlich wieder in Deutschland unterwegs waren.

Köln ist glücklicherweise immer Station ihrer Deutschland-Touren, da waren sie heute zum
mindestens fünften Mal. Nach dem Gebäude 9 in den ersten Jahren und dem Gloria 2008 traten sie heute im Luxor auf. Da vor der Tür Leute Karten suchten, war klar, daß es ausverkauft sein würde. Es gibt zwar Schöneres als ein überfülltes Luxor, aber gut.

Vor den Stars trat eine Berliner Band namens Ikaria auf, der ich am Anfang gerne und aufmerksam zugehört habe. Irgendwann ließ mein Interesse an den schönen
Postrock-Songs aber nach, weil ich (wieder einmal) den Gesang nicht mochte. Da Ikaria aber nur eine knappe halbe Stunde spielten, und ich bei Minute 15 bis 20 ausgestiegen bin, werde ich wohl kein Fan. Dabei waren die Melodien der Berliner toll und die Band sehr sympathisch; bescheiden, dankbar, vor den Stars auftreten zu dürfen - und eben schnell fertig.

Die letzte Phase des Umbaus zu den Stars war das Dekorieren der Bühne mit Rosen. Vielleicht hatten die Kanadier Angst vor der Off-Stimme vom Perfekten Dinner, der die Dekoration so wichtig ist.

Mit wenig Verspätung und einem großen Becher Getränk in der Hand, das nur von weitem wie naturtrüber Apfelsaft aussah, betrat Sänger Torquil Campbell mit seiner Kollegin Amy Millan die düstere Bühne. Seine dunkle Sonnenbrille ließ Schlimmes ahnen, denn bei aller Liebe: ich hatte die Band auch schon einmal in einem fürchterlichen Zustand gesehen und wenig Spaß daran. Die Brille und die damit verdeckten, sehr kleinen Augen machten mir angst. Allerdings nur kurz, denn als Amy und Torquil zu singen begannen, war alles perfekt, da hätte der Sänger auch noch Pappnase und lustiges Hütchen tragen können.

Was bei den Stars auch live grandios ist, sind die wundervollen Stimmen der beiden
Sänger, die so perfekt harmonieren. Besonders, wenn es lauter wird, beeindrucken die beiden mich immer wieder.

Die leisen Stücke der neuen Platte sind mir zum Teil zu ruhig. Daß das Konzert trotz der vielen Lieder von The five ghosts keine Sekunde langweilig war, liegt zum einen an der tollen Livepräsenz der Sänger, zum anderen aber an der Hitdichte des Konzerts. Die letzten sieben Lieder
alleine (drei am Ende plus die vier Zugaben) waren so unglaublich gut! Oder das alte Going, going, going, Time can never kill the true heart oder Take me to the riot, bei dem Torquil auf der Box zwischen den Zuschauern stand und bei der Zeile "Come closer" noch einen Schritt nach vorne machte. Grandios!

Von den neuen Stücken gefiel mir auch
I died so I could haunt you ganz besonders gut. Sie scheinen es nicht zu verlernen, großartige Popsongs zu schreiben, egal ob einzeln oder von beiden gesungen.

Mein Liebling des Abends war aber ein Stück das ich gar nicht kannte, weil ich die Comeback EP von 2001 bisher nicht habe.
The Aspidistra flies klingt wie ein traditionelles irisches Lied und ist toll! Der leise Walzer war der krönende Abschluß eines hervorragenden Konzerts. Trotz kleiner Augen, trotz überfülltem Luxor, trotz all der fehlenden Riesenhits1, die noch mal ein eigenes Konzert füllen könnten!

Setlist Stars, Luxor, Köln:

01: He dreams he's awake
02: Set yourself on fire
03: The passenger
04: One more night
05: How much more
06: Time can never kill the true heart
07: Undertow
08: We don't want your body
09: Fixed
10: Going, going, going
11: Take me to the riot
12: I died so I could haunt you
13: Wasted daylight
14: Reunion
15: Elevator love letter
16: Your ex-lover is dead

17: Dead hearts (Z)
18: Ageless beauty (Z)
19: Calendar girl (Z)
20: The Aspidistra flies (Z)

Links:

- mehr Fotos
- Stars, Köln (Gloria), 11.02.08
- Stars, Köln (Gebäude 9), 27.09.07
- Stars, Berlin (PopKomm), 20.09.07
- fremde Tastaturen: Stars im Luxor bei Pretty-Paracetamol


1 The night starts here
, Bitches in Tokyo, What I'm trying to say, Life effect, Soft revolution, My favourite book, Midnight coward

Stars, Köln, 09.09.10



Konzert: Stars
Ort: Luxor, Köln
Datum: 09.09.2010
Zuschauer: restlos ausverkauft
Dauer: Stars knapp 90 min, Ikaria 26 min


Der Herbst ist die beste Jahreszeit für Konzerte. Man könnte jeden Abend in irgendeinem Club verbringen und Bands zuhören, und weil das natürlich nicht geht,
fallen viele Künstler raus aus dem Programm, weil da eben viel zu viel Konkurrenz auf irgendeiner anderen Bühne rumspielt. Die Stars habe da einen Startvorteil, sie sind bei mir absolut gesetzt, weil ihre Platten zu meinen absoluten Lieblingen zählen. Im Juni erschien mit The five ghosts das fünfte Album der Kanadier, mit dem sie jetzt auch endlich wieder in Deutschland unterwegs waren.

Köln ist glücklicherweise immer Station ihrer Deutschland-Touren, da waren sie heute zum
mindestens fünften Mal. Nach dem Gebäude 9 in den ersten Jahren und dem Gloria 2008 traten sie heute im Luxor auf. Da vor der Tür Leute Karten suchten, war klar, daß es ausverkauft sein würde. Es gibt zwar Schöneres als ein überfülltes Luxor, aber gut.

Vor den Stars trat eine Berliner Band namens Ikaria auf, der ich am Anfang gerne und aufmerksam zugehört habe. Irgendwann ließ mein Interesse an den schönen
Postrock-Songs aber nach, weil ich (wieder einmal) den Gesang nicht mochte. Da Ikaria aber nur eine knappe halbe Stunde spielten, und ich bei Minute 15 bis 20 ausgestiegen bin, werde ich wohl kein Fan. Dabei waren die Melodien der Berliner toll und die Band sehr sympathisch; bescheiden, dankbar, vor den Stars auftreten zu dürfen - und eben schnell fertig.

Die letzte Phase des Umbaus zu den Stars war das Dekorieren der Bühne mit Rosen. Vielleicht hatten die Kanadier Angst vor der Off-Stimme vom Perfekten Dinner, der die Dekoration so wichtig ist.

Mit wenig Verspätung und einem großen Becher Getränk in der Hand, das nur von weitem wie naturtrüber Apfelsaft aussah, betrat Sänger Torquil Campbell mit seiner Kollegin Amy Millan die düstere Bühne. Seine dunkle Sonnenbrille ließ Schlimmes ahnen, denn bei aller Liebe: ich hatte die Band auch schon einmal in einem fürchterlichen Zustand gesehen und wenig Spaß daran. Die Brille und die damit verdeckten, sehr kleinen Augen machten mir angst. Allerdings nur kurz, denn als Amy und Torquil zu singen begannen, war alles perfekt, da hätte der Sänger auch noch Pappnase und lustiges Hütchen tragen können.

Was bei den Stars auch live grandios ist, sind die wundervollen Stimmen der beiden
Sänger, die so perfekt harmonieren. Besonders, wenn es lauter wird, beeindrucken die beiden mich immer wieder.

Die leisen Stücke der neuen Platte sind mir zum Teil zu ruhig. Daß das Konzert trotz der vielen Lieder von The five ghosts keine Sekunde langweilig war, liegt zum einen an der tollen Livepräsenz der Sänger, zum anderen aber an der Hitdichte des Konzerts. Die letzten sieben Lieder
alleine (drei am Ende plus die vier Zugaben) waren so unglaublich gut! Oder das alte Going, going, going, Time can never kill the true heart oder Take me to the riot, bei dem Torquil auf der Box zwischen den Zuschauern stand und bei der Zeile "Come closer" noch einen Schritt nach vorne machte. Grandios!

Von den neuen Stücken gefiel mir auch
I died so I could haunt you ganz besonders gut. Sie scheinen es nicht zu verlernen, großartige Popsongs zu schreiben, egal ob einzeln oder von beiden gesungen.

Mein Liebling des Abends war aber ein Stück das ich gar nicht kannte, weil ich die Comeback EP von 2001 bisher nicht habe.
The Aspidistra flies klingt wie ein traditionelles irisches Lied und ist toll! Der leise Walzer war der krönende Abschluß eines hervorragenden Konzerts. Trotz kleiner Augen, trotz überfülltem Luxor, trotz all der fehlenden Riesenhits1, die noch mal ein eigenes Konzert füllen könnten!

Setlist Stars, Luxor, Köln:

01: He dreams he's awake
02: Set yourself on fire
03: The passenger
04: One more night
05: How much more
06: Time can never kill the true heart
07: Undertow
08: We don't want your body
09: Fixed
10: Going, going, going
11: Take me to the riot
12: I died so I could haunt you
13: Wasted daylight
14: Reunion
15: Elevator love letter
16: Your ex-lover is dead

17: Dead hearts (Z)
18: Ageless beauty (Z)
19: Calendar girl (Z)
20: The Aspidistra flies (Z)

Links:

- mehr Fotos
- Stars, Köln (Gloria), 11.02.08
- Stars, Köln (Gebäude 9), 27.09.07
- Stars, Berlin (PopKomm), 20.09.07
- fremde Tastaturen: Stars im Luxor bei Pretty-Paracetamol


1 The night starts here
, Bitches in Tokyo, What I'm trying to say, Life effect, Soft revolution, My favourite book, Midnight coward