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Belle & Sebastian, Bowlie 2, 11.12.10


Konzert: Belle & Sebastian
Ort: Butlins Minehead, Bowlie 2
Datum: 11.12.2010
Dauer: ca. 105 min


Als ich am Morgen mit irgendeinem Kaffee-Milch-Zeugs auf der Terrasse der Bar Rosso saß und versuchte, online zu gehen, begann im Hintergrund der Soundcheck von Belle & Sebastian. Drei- oder viermal hörte ich so am späten Vormittag schon Judy and the dream of horses, sicher nicht die schlechteste Art, einen Festivaltag zu beginnen.

Butlins Minehead ist eine Ferienanlage in der Grafschaft Somerset im Süden Englands. Der Komplex liegt direkt am Meer, mit Blick auf Wales. Der Ort selbst machte einen sehr netten Eindruck, Zeit, mehr als den großen Supermarkt und die Hauptstraße anzusehen, blieb aber wegen des hervorragenden Programms des Festivals nicht. Der Ferienkomplex besteht aus vielerlei verschiedenen Unterkünften, Holzhütten, zweistöckigen Häusern und einer Menge langer, flacher Häuser, die von Arbeitersiedlungen in Nordengland von vor 100 Jahren inspiriert zu sein schienen. Diese Häuser hatten Straßennamen, die ihnen einen Hauch zusätzlicher Exotik verschafften wie Flamingo Drive etc.

Zwischen den Unterkünften liegen die Attraktionen; ein Wasserpark, Kletterkrams, Minigolf, Fußballplätze, ein Bob der Baumeister Bereich... Für uns war allerdings nur der zentral gelegene Pavilion interessant, dessen Zeltdachkonstruktion man schon von weitem sah. Dieser Pavillon ist ein kreuzförmiges Gebäude, das an eine dieser kleinen innerstädtischen Einkaufspassagen erinnert. An den Seiten liegen einige Restaurants, Kneipen und Läden, vor allem aber Spielhöllen, Billard- und Kegelanlagen. An einem Ende des Kreuzes geht es im ersten Stock zur Center Stage, der mittelgroßen Raum, die wirkliche Hauptbühne befindet sich aber im Foyer des Pavilion.

Natürlich war jeder zu diesem Konzert gekommen (bis auf die Los Campesinos! Mitglieder, die regelmäßig twitterten, was sie gerade im Fernsehen anguckten). Trotzdem war das Foyer so groß, daß es nicht eklig überlaufen war.

Es war mein drittes Belle & Sebastian Konzert 2010, es fehlte also ein wenig der Reiz des Neuen, es war mehr, als esse man ein Lieblingsessen anstatt etwas Unbekanntes und Köstliches zu entdecken.

In der Setlist steckten nicht viele Überraschungen, eine davon hatte ich schon beim Soundcheck gehört, A century of fakers. Später folgten mit
Dirty dream # 2 und Lazy Jane zwei weitere, über die ich mich extrem freute. Ansonsten war es die gewohnte Mischung aus den Hits der neuen Platte und einem Querschnitt aus den früheren Platten. Am Mittag hatte Stuart Murdoch aus seinem ersten Buch gelesen und dabei in der anschließenden Fragerunde auf eine Frage danach, was dahinter steckte, daß bei einem der letzten Konzerte I fought in a war das erste und Me and the major das letzte Lied war, geantwortet, daß wir uns eines merken sollten: Bands machten nie irgendetwas bewußt. Alles, was irgendwie nach versteckten Botschaften aussehe, sei Zufall. So komplex denke keine Band. Auf die Nachfrage, wie denn die Setlisten entsänden, antwortete der Sänger, er entscheide das spontan ausschließlich nach Lust und Laune. Bei manchen Stücken wisse die Band zwar, daß sie besonders gut klappten, daher seien sie immer dabei, den Rest entscheide er aber spontan. Die Fragestunde nach seiner Lesung war übrigens einer der vielen großen Höhepunkte des Wochenendes. Geleitet wurde sie von Dougie Anderson, der schon die Belle & Sebastian TV Show moderiert hatte. Hier hatte der Filmer zwar eigentlich nichts außer "nächste Frage bitte" zu sagen, machte daraus aber eine große und urkomische Show. "Die erste Frage stammt von dem Gentleman in der ersten Reihe. Für die, die ihn nicht sehen können: er trägt eine dunkle, elegante Hose und einen... was ist das? Ein Cardigan oder ein V-Ausschnitt-Pullover? Ah, ok, ein Pullover. Sehr schön! Ihre Frage bitte?!"

Aber zurück zum Konzert: das war natürlich großartig, wie soll es auch anders gewesen sein?! Mir fehlten zwar ausnahmslos alle Lieblingslieder, ich bekam keine Medaille fürs Tanzen auf der Bühne (was ich selbstverständlich auch gelassen habe!), aber ich war genauso glücklich wie alle anderen. Das waren schließlich Belle & Sebastian!

Aber eines war dann doch besonders besonders. Als die Gruppe zu Lazy Line Painter Jane, der ersten Zugabe, zurückkam, begann das Lied ganz normal. Zur zweiten Strophe tanzte aber Linnea Jönsson, die Those Dancing Days Sängerin, auf die Bühne und legte ein herzerweichendes Duett mit Stuart Murdoch hin, ganz und gar wundervoll! Ob Belle & Sebastian meine Lieblingslieder spielen oder nicht, macht keinen Unterschied, ihre Konzerte sind immer großartig!

Setlist Belle & Sebastian:

01: I didn’t see it coming
02: I’m a cuckoo
03: Step into my office baby
04: A century of fakers
05: I’m not living in the real world
06: If you’re feeling sinister
07: I want the world to stop
08: Lord Anthony
09: Sukie in the graveyard
10: Stars of track and field
11: Write about love
12: Dirty dream # 2
13: The boy with the arab strap
14: If you find yourself caught in love
15: Judy and the dream of horses
16: Sleep the clock around

17: Lazy Jane painter (Z)
18: Get me away from here I’m dying (Z)

Links:

- Belle and Sebastian, Williamsburg, 30.09.10
- Belle and Sebastian, Latitude Festival, 17.07.10


Belle & Sebastian, Bowlie 2, 11.12.10


Konzert: Belle & Sebastian
Ort: Butlins Minehead, Bowlie 2
Datum: 11.12.2010
Dauer: ca. 105 min


Als ich am Morgen mit irgendeinem Kaffee-Milch-Zeugs auf der Terrasse der Bar Rosso saß und versuchte, online zu gehen, begann im Hintergrund der Soundcheck von Belle & Sebastian. Drei- oder viermal hörte ich so am späten Vormittag schon Judy and the dream of horses, sicher nicht die schlechteste Art, einen Festivaltag zu beginnen.

Butlins Minehead ist eine Ferienanlage in der Grafschaft Somerset im Süden Englands. Der Komplex liegt direkt am Meer, mit Blick auf Wales. Der Ort selbst machte einen sehr netten Eindruck, Zeit, mehr als den großen Supermarkt und die Hauptstraße anzusehen, blieb aber wegen des hervorragenden Programms des Festivals nicht. Der Ferienkomplex besteht aus vielerlei verschiedenen Unterkünften, Holzhütten, zweistöckigen Häusern und einer Menge langer, flacher Häuser, die von Arbeitersiedlungen in Nordengland von vor 100 Jahren inspiriert zu sein schienen. Diese Häuser hatten Straßennamen, die ihnen einen Hauch zusätzlicher Exotik verschafften wie Flamingo Drive etc.

Zwischen den Unterkünften liegen die Attraktionen; ein Wasserpark, Kletterkrams, Minigolf, Fußballplätze, ein Bob der Baumeister Bereich... Für uns war allerdings nur der zentral gelegene Pavilion interessant, dessen Zeltdachkonstruktion man schon von weitem sah. Dieser Pavillon ist ein kreuzförmiges Gebäude, das an eine dieser kleinen innerstädtischen Einkaufspassagen erinnert. An den Seiten liegen einige Restaurants, Kneipen und Läden, vor allem aber Spielhöllen, Billard- und Kegelanlagen. An einem Ende des Kreuzes geht es im ersten Stock zur Center Stage, der mittelgroßen Raum, die wirkliche Hauptbühne befindet sich aber im Foyer des Pavilion.

Natürlich war jeder zu diesem Konzert gekommen (bis auf die Los Campesinos! Mitglieder, die regelmäßig twitterten, was sie gerade im Fernsehen anguckten). Trotzdem war das Foyer so groß, daß es nicht eklig überlaufen war.

Es war mein drittes Belle & Sebastian Konzert 2010, es fehlte also ein wenig der Reiz des Neuen, es war mehr, als esse man ein Lieblingsessen anstatt etwas Unbekanntes und Köstliches zu entdecken.

In der Setlist steckten nicht viele Überraschungen, eine davon hatte ich schon beim Soundcheck gehört, A century of fakers. Später folgten mit
Dirty dream # 2 und Lazy Jane zwei weitere, über die ich mich extrem freute. Ansonsten war es die gewohnte Mischung aus den Hits der neuen Platte und einem Querschnitt aus den früheren Platten. Am Mittag hatte Stuart Murdoch aus seinem ersten Buch gelesen und dabei in der anschließenden Fragerunde auf eine Frage danach, was dahinter steckte, daß bei einem der letzten Konzerte I fought in a war das erste und Me and the major das letzte Lied war, geantwortet, daß wir uns eines merken sollten: Bands machten nie irgendetwas bewußt. Alles, was irgendwie nach versteckten Botschaften aussehe, sei Zufall. So komplex denke keine Band. Auf die Nachfrage, wie denn die Setlisten entsänden, antwortete der Sänger, er entscheide das spontan ausschließlich nach Lust und Laune. Bei manchen Stücken wisse die Band zwar, daß sie besonders gut klappten, daher seien sie immer dabei, den Rest entscheide er aber spontan. Die Fragestunde nach seiner Lesung war übrigens einer der vielen großen Höhepunkte des Wochenendes. Geleitet wurde sie von Dougie Anderson, der schon die Belle & Sebastian TV Show moderiert hatte. Hier hatte der Filmer zwar eigentlich nichts außer "nächste Frage bitte" zu sagen, machte daraus aber eine große und urkomische Show. "Die erste Frage stammt von dem Gentleman in der ersten Reihe. Für die, die ihn nicht sehen können: er trägt eine dunkle, elegante Hose und einen... was ist das? Ein Cardigan oder ein V-Ausschnitt-Pullover? Ah, ok, ein Pullover. Sehr schön! Ihre Frage bitte?!"

Aber zurück zum Konzert: das war natürlich großartig, wie soll es auch anders gewesen sein?! Mir fehlten zwar ausnahmslos alle Lieblingslieder, ich bekam keine Medaille fürs Tanzen auf der Bühne (was ich selbstverständlich auch gelassen habe!), aber ich war genauso glücklich wie alle anderen. Das waren schließlich Belle & Sebastian!

Aber eines war dann doch besonders besonders. Als die Gruppe zu Lazy Line Painter Jane, der ersten Zugabe, zurückkam, begann das Lied ganz normal. Zur zweiten Strophe tanzte aber Linnea Jönsson, die Those Dancing Days Sängerin, auf die Bühne und legte ein herzerweichendes Duett mit Stuart Murdoch hin, ganz und gar wundervoll! Ob Belle & Sebastian meine Lieblingslieder spielen oder nicht, macht keinen Unterschied, ihre Konzerte sind immer großartig!

Setlist Belle & Sebastian:

01: I didn’t see it coming
02: I’m a cuckoo
03: Step into my office baby
04: A century of fakers
05: I’m not living in the real world
06: If you’re feeling sinister
07: I want the world to stop
08: Lord Anthony
09: Sukie in the graveyard
10: Stars of track and field
11: Write about love
12: Dirty dream # 2
13: The boy with the arab strap
14: If you find yourself caught in love
15: Judy and the dream of horses
16: Sleep the clock around

17: Lazy Jane painter (Z)
18: Get me away from here I’m dying (Z)

Links:

- Belle and Sebastian, Williamsburg, 30.09.10
- Belle and Sebastian, Latitude Festival, 17.07.10


Belle & Sebastian, New York, 30.09.10


Konzert: Belle & Sebastian (& Teenage Fanclub)
Ort: Williamsburg Waterfront, Brooklyn, New York
Datum: 30.09.2010
Zuschauer: gut 5.000 (ausverkauft)
Dauer: Belle & Sebastian 115 min, Teenage Fanclub 40 min


Die Setdesigner der Batman Filme wären neidisch gewesen, wie düster Manhattan wirklich aussehen kann. Regenwahrscheinlichkeit 100% und schwere Gewitterstürme waren gemeldet worden, die Band war kurz davor, das Konzert abzublasen. Man verlegte den Start um eine halbe Stunde nach vorne, um den Auftritt zu retten.

Den ganzen Nachmittag war es eklig schwül in New York, es war wirklich eine Frage der Zeit, wann das angekündigte Unwetter starten sollte. Im Gegensatz zu vielen bei lastfm, die schrieben, daß sie nicht kommen würden, saß ich irgendwann in der U-Bahn zur anderen Flußseite. Hielten wir vor ein paar Tagen noch die Gegend um den
Brooklyn Bridge Park für sehr hip, scheint Williamsburg das zu sein, was Neukölln neulich noch in Berlin war, der angesagteste Stadtteil. Die Konzertserie an der Williamsburg Waterfront ist recht gut erreichbar und liegt, der Name verrät es, direkt am East River. Auf den Blick auf Manhattan hatte ich mich gefreut, allerdings war davon im Dunst kaum etwas zu sehen. Mein Gott, war das apokalyptisch!

Ich mußte nicht lange warten, da passierte etwas auf der Bühne: die erste der Glasgower Bands erschien, Teenage Fanclub, auf die ich
mich extrem gefreut hatte (auch die Vaselines waren in der Stadt, die supporten aber wohl in Mexiko). Allerdings hatte ich vorher immer wieder gehört, daß Teenage Fanclub live sehr langweilig seien. Die mitunter verhaltene Musik der Schotten lässt das schon vermuten, allerdings erlebte ich den Auftritt anders.

Die Lieder der Band aus Glasgow erscheinen auf Platte überwiegend ruhig, keine Frage. Aber auch wenn die in die Jahre gekommenen Musiker nicht nach Rockern aussahen, machten sie live enormen Krach. Flucht nach vorne vielleicht. Leise Lieder laut gespielt funktioniert bei mir wohl immer, in diesem Fall aber ganz besonders gut, denn auch Teenage Fanclub sind eine Band, die ausschließlich Hits im Repertoire hat. Die Stücke der neuen Platte Shadows bilden da keine Ausnahme, es waren also 40 Minuten, die unglaublich kurzweilig und aufregend waren, Begriffe, die ich vorher nicht unbedingt mit Teenage Fanclub verbunden hätte.

Setlist Teenage Fanclub, Williamsburg Waterfront, Brooklyn, New York:

01: Sometimes I don't need to believe in anything
02: Baby Lee
03: About you
04: I need direction
05: I don't want control of you
06: Don't look back
07: Your love is the place where I come from
08: When I still have thee
09: Sparky's dream
10: The concept

Um acht kamen dann die, die Teenage Fanclub als weitere Glasgower Band angekündigt hatten. Die wären gut!

Das allerdings war massiv untertrieben, Belle & Sebastian waren heute der Szenerie
entsprechend dramatisch gut!

Die Band trat in der gleichen Besetzung wie beim Latitude Festival auf, also verstärkt um vier Streicher und die zusätzliche Keyboarderin, Sängerin, Cellistin und Flötistin Sarah Wilson. Ich hatte mich auch insgeheim darauf eingestellt, daß das Programm das gleiche sein würde wie im Sommer. Weit gefehlt! Zum einen spielten die Schotten
nicht bloß die beiden live schon bekannten Stücke vom neuen Album, sie spielten vier neue Sachen - und alle waren großartig!

Ganz besonders toll allerdings waren die alten Perlen
im Set- Piazza, New York catcher hätte man noch erwarten können, schließlich kommt darin der New Yorker Baseball-Held Mike Piazza vor (Stuart Murdoch verriet, daß er Fan der Boston Red Sox ist - was auch sonst!). The loneliness of a middle distance runner hatte ich mir still und heimlich heute morgen gewünscht, There's too much love oder Another sunny day und We rule the school waren weitere grandiose Überraschungen!

Das das Konzert nicht nur für uns Zuschauer etwas Besonderes sein würde, hatte man vorher gemerkt (und gelesen). Die Schotten (und Bobby, der Nordire) schienen ganz besonders viel Spaß zu haben, heute aufzutreten. Es muß aber auch zu eindrucksvoll gewesen sein: oben der schwarze Himmel, der starke Wind, der den Bühnennebel zerfetzte, dann der Blick auf die Zuschauermassen, alle, restlos alle mit glücklichen Gesichtern und dahinter der schwarze Fluß und die Wolkenkratzer im Dunst.

Die gute Laune spiegelte sich in Stuart Murdochs Redseligkeit wider, er erzählte viel, aber immer so, als seien alle alte Freunde. "Gibt es hier eigentlich heute Baby Belles?
Habt ihr Kinder bekommen seit wir zuletzt hier waren? Ist jemand mit seinen Eltern da?" Es gab viele... und die bekamen signierte Footbälle zugeworfen. Da bedarf es doch keiner weiteren Erklärung, warum man diese Band liebt, oder?

Und das alles wäre keine amerikanische Geschichte, wenn nicht auch das Wetter ein Happy End gehabt hätte. Es war dunkel wie in besonders düsteren Bärenhöhlen, es regnete aber nicht, keinen Moment. Belle & Sebastian haben das Gewitter weggespielt. Oder wie es jemand bei lastfm kommentierte: "Awesome Glaswegian Bands 1, Weather Forecasters 0."

Setlist Belle & Sebastian, Williamsburg Waterfront, Brooklyn, New York:

01: I didn't see it coming (neu)
02: I'm a cuckoo
03: Step into my office baby
04: Like Dylan in the movies
05: I'm not living in the real world (neu)
06: Piazza, New York catcher
07: I want the world to stop (neu)
08: Lord Anthony
09: Sukie in the graveyard
10: We rule the school
11: Another sunny day
12: The loneliness of a middle distance runner
13: Write about love (neu)
14: There's too much love
15: The boy with the arab strap
16: If you find yourself caught in love
17: Judy and the dream of horses
18: Sleep the clock around

19: Me and the major (Z)
20: Get me away from here, I'm dying (Z)

Links:

- Belle & Sebastian, Latitude Festival, 17.07.2010
- God Help The Girl live in Den Haag


Belle & Sebastian, New York, 30.09.10


Konzert: Belle & Sebastian (& Teenage Fanclub)
Ort: Williamsburg Waterfront, Brooklyn, New York
Datum: 30.09.2010
Zuschauer: gut 5.000 (ausverkauft)
Dauer: Belle & Sebastian 115 min, Teenage Fanclub 40 min


Die Setdesigner der Batman Filme wären neidisch gewesen, wie düster Manhattan wirklich aussehen kann. Regenwahrscheinlichkeit 100% und schwere Gewitterstürme waren gemeldet worden, die Band war kurz davor, das Konzert abzublasen. Man verlegte den Start um eine halbe Stunde nach vorne, um den Auftritt zu retten.

Den ganzen Nachmittag war es eklig schwül in New York, es war wirklich eine Frage der Zeit, wann das angekündigte Unwetter starten sollte. Im Gegensatz zu vielen bei lastfm, die schrieben, daß sie nicht kommen würden, saß ich irgendwann in der U-Bahn zur anderen Flußseite. Hielten wir vor ein paar Tagen noch die Gegend um den
Brooklyn Bridge Park für sehr hip, scheint Williamsburg das zu sein, was Neukölln neulich noch in Berlin war, der angesagteste Stadtteil. Die Konzertserie an der Williamsburg Waterfront ist recht gut erreichbar und liegt, der Name verrät es, direkt am East River. Auf den Blick auf Manhattan hatte ich mich gefreut, allerdings war davon im Dunst kaum etwas zu sehen. Mein Gott, war das apokalyptisch!

Ich mußte nicht lange warten, da passierte etwas auf der Bühne: die erste der Glasgower Bands erschien, Teenage Fanclub, auf die ich
mich extrem gefreut hatte (auch die Vaselines waren in der Stadt, die supporten aber wohl in Mexiko). Allerdings hatte ich vorher immer wieder gehört, daß Teenage Fanclub live sehr langweilig seien. Die mitunter verhaltene Musik der Schotten lässt das schon vermuten, allerdings erlebte ich den Auftritt anders.

Die Lieder der Band aus Glasgow erscheinen auf Platte überwiegend ruhig, keine Frage. Aber auch wenn die in die Jahre gekommenen Musiker nicht nach Rockern aussahen, machten sie live enormen Krach. Flucht nach vorne vielleicht. Leise Lieder laut gespielt funktioniert bei mir wohl immer, in diesem Fall aber ganz besonders gut, denn auch Teenage Fanclub sind eine Band, die ausschließlich Hits im Repertoire hat. Die Stücke der neuen Platte Shadows bilden da keine Ausnahme, es waren also 40 Minuten, die unglaublich kurzweilig und aufregend waren, Begriffe, die ich vorher nicht unbedingt mit Teenage Fanclub verbunden hätte.

Setlist Teenage Fanclub, Williamsburg Waterfront, Brooklyn, New York:

01: Sometimes I don't need to believe in anything
02: Baby Lee
03: About you
04: I need direction
05: I don't want control of you
06: Don't look back
07: Your love is the place where I come from
08: When I still have thee
09: Sparky's dream
10: The concept

Um acht kamen dann die, die Teenage Fanclub als weitere Glasgower Band angekündigt hatten. Die wären gut!

Das allerdings war massiv untertrieben, Belle & Sebastian waren heute der Szenerie
entsprechend dramatisch gut!

Die Band trat in der gleichen Besetzung wie beim Latitude Festival auf, also verstärkt um vier Streicher und die zusätzliche Keyboarderin, Sängerin, Cellistin und Flötistin Sarah Wilson. Ich hatte mich auch insgeheim darauf eingestellt, daß das Programm das gleiche sein würde wie im Sommer. Weit gefehlt! Zum einen spielten die Schotten
nicht bloß die beiden live schon bekannten Stücke vom neuen Album, sie spielten vier neue Sachen - und alle waren großartig!

Ganz besonders toll allerdings waren die alten Perlen
im Set- Piazza, New York catcher hätte man noch erwarten können, schließlich kommt darin der New Yorker Baseball-Held Mike Piazza vor (Stuart Murdoch verriet, daß er Fan der Boston Red Sox ist - was auch sonst!). The loneliness of a middle distance runner hatte ich mir still und heimlich heute morgen gewünscht, There's too much love oder Another sunny day und We rule the school waren weitere grandiose Überraschungen!

Das das Konzert nicht nur für uns Zuschauer etwas Besonderes sein würde, hatte man vorher gemerkt (und gelesen). Die Schotten (und Bobby, der Nordire) schienen ganz besonders viel Spaß zu haben, heute aufzutreten. Es muß aber auch zu eindrucksvoll gewesen sein: oben der schwarze Himmel, der starke Wind, der den Bühnennebel zerfetzte, dann der Blick auf die Zuschauermassen, alle, restlos alle mit glücklichen Gesichtern und dahinter der schwarze Fluß und die Wolkenkratzer im Dunst.

Die gute Laune spiegelte sich in Stuart Murdochs Redseligkeit wider, er erzählte viel, aber immer so, als seien alle alte Freunde. "Gibt es hier eigentlich heute Baby Belles?
Habt ihr Kinder bekommen seit wir zuletzt hier waren? Ist jemand mit seinen Eltern da?" Es gab viele... und die bekamen signierte Footbälle zugeworfen. Da bedarf es doch keiner weiteren Erklärung, warum man diese Band liebt, oder?

Und das alles wäre keine amerikanische Geschichte, wenn nicht auch das Wetter ein Happy End gehabt hätte. Es war dunkel wie in besonders düsteren Bärenhöhlen, es regnete aber nicht, keinen Moment. Belle & Sebastian haben das Gewitter weggespielt. Oder wie es jemand bei lastfm kommentierte: "Awesome Glaswegian Bands 1, Weather Forecasters 0."

Setlist Belle & Sebastian, Williamsburg Waterfront, Brooklyn, New York:

01: I didn't see it coming (neu)
02: I'm a cuckoo
03: Step into my office baby
04: Like Dylan in the movies
05: I'm not living in the real world (neu)
06: Piazza, New York catcher
07: I want the world to stop (neu)
08: Lord Anthony
09: Sukie in the graveyard
10: We rule the school
11: Another sunny day
12: The loneliness of a middle distance runner
13: Write about love (neu)
14: There's too much love
15: The boy with the arab strap
16: If you find yourself caught in love
17: Judy and the dream of horses
18: Sleep the clock around

19: Me and the major (Z)
20: Get me away from here, I'm dying (Z)

Links:

- Belle & Sebastian, Latitude Festival, 17.07.2010
- God Help The Girl live in Den Haag


Belle & Sebastian, Latitude Festival, 17.07.10


Konzert: Belle & Sebastian

Ort: Latitude Festival
Datum: 17.07.2010
Zuschauer: 30.000
Dauer: 85 min



Wie oft hat man in den letzten Jahren gelesen "klingt wie Belle & Sebastian"? Die schottischen Indie-Pop-Könige sind der Maßstab für gute Popmusik und konnten es sich aufgrund ihrer herausragenden Position locker erlauben, vier Jahre zu pausieren. Seit 2006 haben Stuart Murdoch und Co. viele musikalische (und bastelnde, nämlich Sarah) Nebenprojekte wie God Help The Girl bearbeitet, die Hauptband hatte aber Pause. Schrecklich!

In den letzten Monaten erwachten Belle and Sebastian. Irgendwann wurde ein Album angekündigt, dann die ersten Tourtermine. Auf ihrer Website wird angezeigt, wann welcher Bereich zuletzt aktualisiert wurde. In der Rubrik Tour stand da als Datum immer ein Tag im Jahr 2006, ein deprimierender Anblick. Und dann kamen die ersten, heiß erwarteten Daten: Finnland, Norwegen, Südkorea, Indonesien - und dann das Latitude Festival...

Ich hatte vorher nicht nach irgendwelchen Setlisten gesucht, ich wollte mich überraschen lassen. Eines der neuen Lieder kannte ich durch ein youtube Video, sonst wußte ich nichts.

Es war knallvoll geworden auf dem riesigen Platz vor der Obelisk Stage. Obwohl die Sonne gerade unterging, war es noch sehr warm, am Himmel keine Wolke, perfekte Bedingungen also. Die erstaunlich frühe Anfangszeit der Headliner (zwischen 21.30 und 22.00 Uhr), die sicher nicht den Anwohnern geschuldet war, die nächsten waren nämlich Schafe, waren auch extrem angenehm.

Als die Band dann kam, herrschte eine enorm feierliche Stimmung, wieder einer dieser magischen Momente des Wochenendes, auch wenn ich den Begriff langsam albern finde. Aber wie soll man all die strahlenden Gesichter sonst beschreiben? Außerdem habe ich nicht vor, hier sachlich zu bleiben!

Das neue Stück, das ich kannte bildete den Auftakt,
I didn't see it coming, mit viel Gesang von Sarah Martin. Beim zweiten Hören mochte ich es schon sehr, vermutlich ein kommender Liebling.

"They promised me a bunch of old people!" Kein Wunder, daß Stuart Murdoch
überrascht war, das Publikum war wirklich erstaunlich heterogen. Latitude ist eben ein wirkliches Familienfest, noch mehr als Haldern. Der Stimmung schadete das im Schnitt eigentlich viel zu junge Publikum gar nicht, sie war blendend!

Dann das nächste Highlight... Es war mittlerweile dunkel. "Kann jemand schon den ersten Stern sehen?" Jeder, restlos jeder, Band oder Zuschauer guckte nach oben und
suchte den klaren aber noch sternlosen Himmel ab. Twee-Pop, auch in den Pausen.

Musikalisch startete nach dem Auftaktsong eine Sammlung großer Hits der Band, beginnend mit I'm a cuckoo laut Stuart Murdoch "the first of many songs ab
out animals". Es stimmte, es folgten später noch Frosch, Pferd und Fuchs (Hund fehlte leider). Die meisten Stücke stammten von den beiden Platten If you're feeling sinister und Dear catastrophe waitress.

Am meisten begeisterten mich Step into my office,
baby, Get me away from here, I'm dying und Fox in the snow, weil das zwei besondere Lieblinge sind, die ich nicht unbedingt erwartet hatte.

Relativ früh kam aber zunächst einmal ein zweites neues Stück.
I'm not living in a real world wird von Stevie Jackson gesungen und hat einen oh-oh-Mitsingteil. Der Gitarrist erklärte uns erst, wie und wann wir mitzusingen hätten (unnötig, es sang eh jeder immer mit). "Dann ändert es seine Tonart von Cis nach D, ihr müsst dann also höher werden!" Als es dann beim Mitsingen zu der Stelle, folgte ein kurzes "Change!" und alle ohten höher, sehr schön!

I'm not living in a real world muß ich noch ein
paarmal hören. Auf Anhieb war es zwar (natürlich) gut, aber noch kein Liebling.

Nach Fox in the snow wurde es wieder sehr komisch! Stuart erzählte davon, wie aufgeregt sie alle gewesen
seien, das erste Konzert in Großbritannien nach vier Jahren zu spielen. "Ich habe letzte Nacht geträumt, ich würde mich zu Stevie umdrehen und sagen 'Spiel Jumping Jack Flash!' Wir absurd!" - "Ok, ich spiele jetzt Jumping Jack Flash!" Und er und die Band spielten den ollen Stones-Song. Natürlich waren alle begeistert! "Ihr mögt die Rolling Stones? Wenn wir sie spielen, gefallen mir die Lieder auch!"

Und es ging urkomisch weiter. Der Sänger wollte plötzlich ein paar Leute aus dem Publikum nach oben holen. Als ob Dämme brachen, hüpften immer mehr
über den Zaun. Am Ende waren es sicher zwanzig, die hintenrum zur Bühne geführt wurden. Als das nächste Lied vorbei war, führten Helfer die Leute nach oben. "Oh, euch hatte ich wieder vergessen!" Als einige dann in seine Richtung liefen, rief Stuart "Don't touch me, don't touch me!" und flüchtete!

Langsam näherte sich das Konzert seinem Ende, aber nicht, ohne noch einmal enorm charmant zu werden. Nachdem Stevie Jackson vorher schon seiner Nichte
Stella zum Geburtstag gratuliert hatte, bedankte sich Stuart bei Bandmitarbeiter Brian. Der saß wohl, wie Stuart vermutete, im riesigen Regieturm auf der anderen Seite des Platzes. "Brian, wenn du da bist, gib ein Zeichen!" Und wie macht ein Beleuchter das? Die Bühne wurde taghell, die Band lachte sich schlapp!

Wenn es nach jeder langen Pause so großartig ist, akzeptiere ich das ab sofort blind! Trotzdem gut, daß es bis zu den nächsten Malen Belle & Sebastian nicht wieder so lange dauert!

Setlist Belle & Sebastian, Latitude Festival 2010, Suffolk, England:

01: I didn't see it coming (neu)
02: I'm a cuckoo
03: Step into my office, baby
04: The state I am in
05: I'm not living in a real world (neu)
06: If you're feeling sinister
07: Sukie in the graveyard
08: Fox in the snow
09: Jumping Jack Flash (Rolling Stones Cover)
10: Funny little frog (God Help The Girl Cover)
11: The boy with the arab strap
12: If you find yourself caught in love
13: Judy and the dream of horses
14: Sleep the clock around

15: Get me away from here, I'm dying (Z)
16: Legal man (Z)

Links:

- God Help The Girl live in Den Haag




Belle & Sebastian, Latitude Festival, 17.07.10


Konzert: Belle & Sebastian

Ort: Latitude Festival
Datum: 17.07.2010
Zuschauer: 30.000
Dauer: 85 min



Wie oft hat man in den letzten Jahren gelesen "klingt wie Belle & Sebastian"? Die schottischen Indie-Pop-Könige sind der Maßstab für gute Popmusik und konnten es sich aufgrund ihrer herausragenden Position locker erlauben, vier Jahre zu pausieren. Seit 2006 haben Stuart Murdoch und Co. viele musikalische (und bastelnde, nämlich Sarah) Nebenprojekte wie God Help The Girl bearbeitet, die Hauptband hatte aber Pause. Schrecklich!

In den letzten Monaten erwachten Belle and Sebastian. Irgendwann wurde ein Album angekündigt, dann die ersten Tourtermine. Auf ihrer Website wird angezeigt, wann welcher Bereich zuletzt aktualisiert wurde. In der Rubrik Tour stand da als Datum immer ein Tag im Jahr 2006, ein deprimierender Anblick. Und dann kamen die ersten, heiß erwarteten Daten: Finnland, Norwegen, Südkorea, Indonesien - und dann das Latitude Festival...

Ich hatte vorher nicht nach irgendwelchen Setlisten gesucht, ich wollte mich überraschen lassen. Eines der neuen Lieder kannte ich durch ein youtube Video, sonst wußte ich nichts.

Es war knallvoll geworden auf dem riesigen Platz vor der Obelisk Stage. Obwohl die Sonne gerade unterging, war es noch sehr warm, am Himmel keine Wolke, perfekte Bedingungen also. Die erstaunlich frühe Anfangszeit der Headliner (zwischen 21.30 und 22.00 Uhr), die sicher nicht den Anwohnern geschuldet war, die nächsten waren nämlich Schafe, waren auch extrem angenehm.

Als die Band dann kam, herrschte eine enorm feierliche Stimmung, wieder einer dieser magischen Momente des Wochenendes, auch wenn ich den Begriff langsam albern finde. Aber wie soll man all die strahlenden Gesichter sonst beschreiben? Außerdem habe ich nicht vor, hier sachlich zu bleiben!

Das neue Stück, das ich kannte bildete den Auftakt,
I didn't see it coming, mit viel Gesang von Sarah Martin. Beim zweiten Hören mochte ich es schon sehr, vermutlich ein kommender Liebling.

"They promised me a bunch of old people!" Kein Wunder, daß Stuart Murdoch
überrascht war, das Publikum war wirklich erstaunlich heterogen. Latitude ist eben ein wirkliches Familienfest, noch mehr als Haldern. Der Stimmung schadete das im Schnitt eigentlich viel zu junge Publikum gar nicht, sie war blendend!

Dann das nächste Highlight... Es war mittlerweile dunkel. "Kann jemand schon den ersten Stern sehen?" Jeder, restlos jeder, Band oder Zuschauer guckte nach oben und
suchte den klaren aber noch sternlosen Himmel ab. Twee-Pop, auch in den Pausen.

Musikalisch startete nach dem Auftaktsong eine Sammlung großer Hits der Band, beginnend mit I'm a cuckoo laut Stuart Murdoch "the first of many songs ab
out animals". Es stimmte, es folgten später noch Frosch, Pferd und Fuchs (Hund fehlte leider). Die meisten Stücke stammten von den beiden Platten If you're feeling sinister und Dear catastrophe waitress.

Am meisten begeisterten mich Step into my office,
baby, Get me away from here, I'm dying und Fox in the snow, weil das zwei besondere Lieblinge sind, die ich nicht unbedingt erwartet hatte.

Relativ früh kam aber zunächst einmal ein zweites neues Stück.
I'm not living in a real world wird von Stevie Jackson gesungen und hat einen oh-oh-Mitsingteil. Der Gitarrist erklärte uns erst, wie und wann wir mitzusingen hätten (unnötig, es sang eh jeder immer mit). "Dann ändert es seine Tonart von Cis nach D, ihr müsst dann also höher werden!" Als es dann beim Mitsingen zu der Stelle, folgte ein kurzes "Change!" und alle ohten höher, sehr schön!

I'm not living in a real world muß ich noch ein
paarmal hören. Auf Anhieb war es zwar (natürlich) gut, aber noch kein Liebling.

Nach Fox in the snow wurde es wieder sehr komisch! Stuart erzählte davon, wie aufgeregt sie alle gewesen
seien, das erste Konzert in Großbritannien nach vier Jahren zu spielen. "Ich habe letzte Nacht geträumt, ich würde mich zu Stevie umdrehen und sagen 'Spiel Jumping Jack Flash!' Wir absurd!" - "Ok, ich spiele jetzt Jumping Jack Flash!" Und er und die Band spielten den ollen Stones-Song. Natürlich waren alle begeistert! "Ihr mögt die Rolling Stones? Wenn wir sie spielen, gefallen mir die Lieder auch!"

Und es ging urkomisch weiter. Der Sänger wollte plötzlich ein paar Leute aus dem Publikum nach oben holen. Als ob Dämme brachen, hüpften immer mehr
über den Zaun. Am Ende waren es sicher zwanzig, die hintenrum zur Bühne geführt wurden. Als das nächste Lied vorbei war, führten Helfer die Leute nach oben. "Oh, euch hatte ich wieder vergessen!" Als einige dann in seine Richtung liefen, rief Stuart "Don't touch me, don't touch me!" und flüchtete!

Langsam näherte sich das Konzert seinem Ende, aber nicht, ohne noch einmal enorm charmant zu werden. Nachdem Stevie Jackson vorher schon seiner Nichte
Stella zum Geburtstag gratuliert hatte, bedankte sich Stuart bei Bandmitarbeiter Brian. Der saß wohl, wie Stuart vermutete, im riesigen Regieturm auf der anderen Seite des Platzes. "Brian, wenn du da bist, gib ein Zeichen!" Und wie macht ein Beleuchter das? Die Bühne wurde taghell, die Band lachte sich schlapp!

Wenn es nach jeder langen Pause so großartig ist, akzeptiere ich das ab sofort blind! Trotzdem gut, daß es bis zu den nächsten Malen Belle & Sebastian nicht wieder so lange dauert!

Setlist Belle & Sebastian, Latitude Festival 2010, Suffolk, England:

01: I didn't see it coming (neu)
02: I'm a cuckoo
03: Step into my office, baby
04: The state I am in
05: I'm not living in a real world (neu)
06: If you're feeling sinister
07: Sukie in the graveyard
08: Fox in the snow
09: Jumping Jack Flash (Rolling Stones Cover)
10: Funny little frog (God Help The Girl Cover)
11: The boy with the arab strap
12: If you find yourself caught in love
13: Judy and the dream of horses
14: Sleep the clock around

15: Get me away from here, I'm dying (Z)
16: Legal man (Z)

Links:

- God Help The Girl live in Den Haag




Belle & Sebastian, Latitude Festival Suffolk, England, 17.07.10


Konzert: Belle & Sebastian

Ort: Latitude Festival Suffolk, England
Datum: 17.07.10
Zuschauer: möglicherweise 20.000


Gerade läuft das Melt! Festival und die Besetzung dort ist erneut ausgezeichnet. Locker getoppt wird das Line-Up aber noch vom Latitude Festival in England. In Suffolk treten nämlich so viel feine Acts auf, daß man nur mit den Ohren schlackern kann! Unser rasender Reporter Christoph ist vor Ort und hat gestern die Schotten Belle and Sebastian gesehen. Natürlich war er schwer begeistert und er liefert uns auch taufrisch die Setlist ins Haus.

Setlist Belle & Sebastian, Latitude Festival 2010, Suffolk, England:

01: I didn't see it coming (neu)
02: I'm a Cuckoo
03: Step into my office, baby
04: The state I am in
05: I'm not living in a real world (neu)
06: If you're feeling sinister
07: Sukie in the graveyard
08: Fox in the snow
09: Jumping Jack Flash (Rolling Stones Cover)
10: Funny little frog (God Help The Girl Cover)
11: The boy with the arab strap
12: If you find yourself caught in love
13: Judy and the dream of horses
14: Sleep the clock around

15: Get me away from here, I'm dying (Z)
16: Legal man (Z)


Belle & Sebastian, Latitude Festival Suffolk, England, 17.07.10


Konzert: Belle & Sebastian

Ort: Latitude Festival Suffolk, England
Datum: 17.07.10
Zuschauer: möglicherweise 20.000


Gerade läuft das Melt! Festival und die Besetzung dort ist erneut ausgezeichnet. Locker getoppt wird das Line-Up aber noch vom Latitude Festival in England. In Suffolk treten nämlich so viel feine Acts auf, daß man nur mit den Ohren schlackern kann! Unser rasender Reporter Christoph ist vor Ort und hat gestern die Schotten Belle and Sebastian gesehen. Natürlich war er schwer begeistert und er liefert uns auch taufrisch die Setlist ins Haus.

Setlist Belle & Sebastian, Latitude Festival 2010, Suffolk, England:

01: I didn't see it coming (neu)
02: I'm a Cuckoo
03: Step into my office, baby
04: The state I am in
05: I'm not living in a real world (neu)
06: If you're feeling sinister
07: Sukie in the graveyard
08: Fox in the snow
09: Jumping Jack Flash (Rolling Stones Cover)
10: Funny little frog (God Help The Girl Cover)
11: The boy with the arab strap
12: If you find yourself caught in love
13: Judy and the dream of horses
14: Sleep the clock around

15: Get me away from here, I'm dying (Z)
16: Legal man (Z)