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Gisbert zu Knyphausen, Rüsselsheim, 10.07.10


Konzert: Gisbert zu Knyphausen
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 10.07.2010
Dauer: knapp 65 min


Seit einiger Zeit höre ich immer wieder, daß ich mir dringend Gisbert zu Knyphausen ansehen solle, weil mir seine Konzerte sicher gefallen würden. Bis heute habe ich das verpasst, das toll besetzte Phono-Pop Festival bot die Möglichkeit, diese Ignoranz zu korrigieren.

Der Local Boy zu Knyphausen (geboren in Wiesbaden, aufgewachsen im Rheingau) begann parallel mit der Berichterstattung des Spiels um Platz drei, das im nächsten Innenhof des Opelgeländes gezeigt wurde. Auf das hätte ich auch ohne Festival keine Lust gehabt, denn Trostpreise enthalten mir immer schon viel zu viel Tristesse.

Melancholie gehört auf Bühnen, nicht auf Fußballplätze. Also stand ich ganz richtig vor der Hauptbühne und war gespannt auf den in Berlin lebenden Sänger. Gisbert zu Knyphausen wurde von seiner vierköpfigen Band begleitet, von Keyboarder und Gitarrist Robert*, Schlagzeuger Sebastian, Gitarrist Jens und Bassist Frenzy.

80% der Band sahen aus, wie Hamburger oder Berliner Bands eben aussehen. Jung, mehr oder weniger schüttere Haare, aber kurz, T-Shirt oder schlichtes Hemd und
Jeans. Schwarzes Hemd mit bunten Schmetterlingen, Sonnenbrille und weiße Mähne erinnerten mehr an BAP oder Wolf Maahn Band, gehörten aber zum Bassisten der Band. Doofe Oberflächlichkeiten - aber die Schmetterlinge waren zu toll, um zu zu verschweigen!

Zur Musik: Leute, die Kettcar, Tomte, Element Of Crime oder anderen deutschen Indie hassen, werden mit Gisbert zu Knyphausen vermutlich wenig anfangen können. Die anderen werden sehr angetan sein. Ich zum Beispiel.

Die gespielten Stücke stammten zunächst einmal vom Debütalbum Gisbert zu
Knyphausen, so als vertraue der Künstler den älteren Songs mehr. Dabei ist das Nachfolgealbum bereits im April erschienen und hatte mehr als ordentliche Chartplazierungen.

Auch für den Auftritt des emigrierten Hessen gilt, was ich zu I Am Kloot geschrieben habe. Aus Berichterstattersicht ein undankbares Konzert, weil wenig Musikfernes passiert. Kleine Episoden am Rande machen es einfach, über Auftritte zu schreiben, fehlen die, muß man mehr über Musik schreiben, was viel gefährlicher ist, weil es die vielen Bildungslücken bloßstellt (ich habe aber gerade festgestellt, daß es auch andere Wege gibt, dies zu
umgehen). Trotzdem gab es auch bei Gisbert zu Knyphausen eine köstliche kleine Episode. Während des zweiten Lieds (passenderweise Flugangst), schmiss der Schlagzeuger einen kaputten Drumstick auf den Keyboarder. Der drehte sich ein wenig verstört um, lachte aber. Musikerhumor.

Obwohl mir die gute Stunde durchgängig gut gefiel, mochte ich die Phasen am liebsten, wenn es lauter wurde. Grau, grau, grau zum Beispiel war herausragend. Laut passt irgenwie besser zu 36 Grad Außentemperatur.

Was bin ich froh, endlich meine Ignoranz abgelegt zu haben und mir die Berliner einmal angesehen habe. Die sind toll! Und das war sicher nicht mein letztes Konzert mit ihnen!

Setlist Gisbert zu Knyphausen, Phono-Pop Festival:

01: So seltsam durch die Nacht
02: Flugangst
03: Erwischt
04: Hurra! Hurra! So nicht.
05: Kräne
06: Ich bin ein Freund von Klischees und funkelnden Sternen
07: Dreh dich nicht um
08: Seltsames Licht
09: Grau, grau, grau
10: Der Blick in deinen Augen
11: Sommertag
12: Es ist still auf dem Rastplatz Krachgarten
13: Neues Jahr
14: Nichts als Gespenster

* Ich bin recht sicher, daß Gisbert den Keyboarder als Robert vorgestellt hat. Laut myspace heißt sein (regulärer) Tastenmann Gunnar.



Gisbert zu Knyphausen, Rüsselsheim, 10.07.10


Konzert: Gisbert zu Knyphausen
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 10.07.2010
Dauer: knapp 65 min


Seit einiger Zeit höre ich immer wieder, daß ich mir dringend Gisbert zu Knyphausen ansehen solle, weil mir seine Konzerte sicher gefallen würden. Bis heute habe ich das verpasst, das toll besetzte Phono-Pop Festival bot die Möglichkeit, diese Ignoranz zu korrigieren.

Der Local Boy zu Knyphausen (geboren in Wiesbaden, aufgewachsen im Rheingau) begann parallel mit der Berichterstattung des Spiels um Platz drei, das im nächsten Innenhof des Opelgeländes gezeigt wurde. Auf das hätte ich auch ohne Festival keine Lust gehabt, denn Trostpreise enthalten mir immer schon viel zu viel Tristesse.

Melancholie gehört auf Bühnen, nicht auf Fußballplätze. Also stand ich ganz richtig vor der Hauptbühne und war gespannt auf den in Berlin lebenden Sänger. Gisbert zu Knyphausen wurde von seiner vierköpfigen Band begleitet, von Keyboarder und Gitarrist Robert*, Schlagzeuger Sebastian, Gitarrist Jens und Bassist Frenzy.

80% der Band sahen aus, wie Hamburger oder Berliner Bands eben aussehen. Jung, mehr oder weniger schüttere Haare, aber kurz, T-Shirt oder schlichtes Hemd und
Jeans. Schwarzes Hemd mit bunten Schmetterlingen, Sonnenbrille und weiße Mähne erinnerten mehr an BAP oder Wolf Maahn Band, gehörten aber zum Bassisten der Band. Doofe Oberflächlichkeiten - aber die Schmetterlinge waren zu toll, um zu zu verschweigen!

Zur Musik: Leute, die Kettcar, Tomte, Element Of Crime oder anderen deutschen Indie hassen, werden mit Gisbert zu Knyphausen vermutlich wenig anfangen können. Die anderen werden sehr angetan sein. Ich zum Beispiel.

Die gespielten Stücke stammten zunächst einmal vom Debütalbum Gisbert zu
Knyphausen, so als vertraue der Künstler den älteren Songs mehr. Dabei ist das Nachfolgealbum bereits im April erschienen und hatte mehr als ordentliche Chartplazierungen.

Auch für den Auftritt des emigrierten Hessen gilt, was ich zu I Am Kloot geschrieben habe. Aus Berichterstattersicht ein undankbares Konzert, weil wenig Musikfernes passiert. Kleine Episoden am Rande machen es einfach, über Auftritte zu schreiben, fehlen die, muß man mehr über Musik schreiben, was viel gefährlicher ist, weil es die vielen Bildungslücken bloßstellt (ich habe aber gerade festgestellt, daß es auch andere Wege gibt, dies zu
umgehen). Trotzdem gab es auch bei Gisbert zu Knyphausen eine köstliche kleine Episode. Während des zweiten Lieds (passenderweise Flugangst), schmiss der Schlagzeuger einen kaputten Drumstick auf den Keyboarder. Der drehte sich ein wenig verstört um, lachte aber. Musikerhumor.

Obwohl mir die gute Stunde durchgängig gut gefiel, mochte ich die Phasen am liebsten, wenn es lauter wurde. Grau, grau, grau zum Beispiel war herausragend. Laut passt irgenwie besser zu 36 Grad Außentemperatur.

Was bin ich froh, endlich meine Ignoranz abgelegt zu haben und mir die Berliner einmal angesehen habe. Die sind toll! Und das war sicher nicht mein letztes Konzert mit ihnen!

Setlist Gisbert zu Knyphausen, Phono-Pop Festival:

01: So seltsam durch die Nacht
02: Flugangst
03: Erwischt
04: Hurra! Hurra! So nicht.
05: Kräne
06: Ich bin ein Freund von Klischees und funkelnden Sternen
07: Dreh dich nicht um
08: Seltsames Licht
09: Grau, grau, grau
10: Der Blick in deinen Augen
11: Sommertag
12: Es ist still auf dem Rastplatz Krachgarten
13: Neues Jahr
14: Nichts als Gespenster

* Ich bin recht sicher, daß Gisbert den Keyboarder als Robert vorgestellt hat. Laut myspace heißt sein (regulärer) Tastenmann Gunnar.



I Am Kloot, Rüsselsheim, 10.07.10


Konzert: I Am Kloot
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 10.07.2010
Dauer: knapp 50 min


"We brought some Manchester weather"... ich habe viele nicht unbedingt auf der Hand liegende Sachen in den letzten beiden Tagen gehört, Lieder über Weihnachten, Schnee und Stürme zum Beispiel, John Bramwells Kommentar zum Wetter erschien mir aber ganz besonders windig.* Bei sicherlich 35° zwischen den alten Opel-Gebäuden in Rüsselsheim traten um kurz nach halb acht I Am Kloot auf.

Als ich aufs Line-Up Blatt geguckt hatte, war ich enttäuscht. Gerade mal 30 Minuten sollten die
Musiker aus Nordengland spielen dürfen. Zuletzt im März in Köln war es noch dreimal so lange gewesen.

Kommende Woche erscheint das neue Album der leider vollkommen unterschätzten englischen Band. Dabei schreibt kaum jemand ähnlich viele wundervoll-melancholische Gitarrenlieder wie John Bramwell. Man merkt bei jedem Konzert aufs Neue, daß I Am Kloot über ein scheinbar nicht endendes Repertoire an großartigen Stücken
verfügen.

Mit großen Songs fing es aber schon vor dem Beginn an. Der kleine Sänger stimmte zum Soundcheck kurz Fly me to the moon an. Schade, daß das Sinatra-Stück nicht Teil des Konzerts wurde, Johns Version war fabelhaft!

I Am Kloot waren wieder zu Dritt, nur John Bramwell an der Gitarre, Bassist Peter
Jobson und Schlagzeuger Andy Hargreaves. Auf der Tour vor zwei Jahren hatte die Band weitere Musiker dabei. Das wird auch im Herbst wieder so sein, kündigte der Sänger an. Daß I Am Kloot so schnell wiederkommen, ist toll, ob ich die größere Besetzung mehr mag, weiß ich nicht, denn eigentlich brauchen die Lieder nicht mehr als Gitarre, Bass und das sehr zurückhaltend gespielte Schlagzeug.

Köstlich neben der fantastischen Musik sind die Ansagen des kleinen Sängers. Sein "Guten Abend!" wurde mit Beifall quittiert. "Later it's 'Auf Wiedersehen' - it's fucking easy!" Oder er sprach über das deutsche Publikum: "You Germans are so...". Eine lange Pause. "...you are weirdos! We like that in Manchester!"

Schrecklich viel passierte sonst zwischen den Liedern nicht. Überhaupt ein Wunder, daß Zuschauer und Band trotz der lähmenden Hitze durchhielten. Aber auch bei Kälte spielt I Am Kloot keine Revue-Konzerte. Bassist Peter sitzt grundsätzlich auf einem Hocker und spielt sein Instrument. Dazu raucht er Zigarette um Zigarette. Schlagzeuger Andy hat scheinbar einen riesigen Vorrat an
speziellen Schlagstöcken für seine Trommeln. John Bramwell spielt meist akustische Gitarre (ohne Gurt), sagt ab und zu etwas zu einem Lied, verläßt sich sonst aber auf die Wirkung seiner Musik - zu recht!

I Am Kloot spielten zwei Lieder vom neuen Album, die sie aber auch schon im März gespielt hatten. Northern skies (das es als freien Download gibt) und To the brink lassen auf eine sehr gute Platte schließen.

Aus den 30 Minuten wurden dann knapp 50. Ich hätte aber auch noch eine weitere Stunde in der Knallsonne zuhören können. Der nachfolgende Gisbert zu Knyphausen schätzte das später genau richtig ein: "I Am Kloot sind eine der besten Bands!" Oh ja, das sind sie!

Setlist I Am Kloot, Phono-Pop Festival:

01: Twist
02: From your favourite sky
03: Northern skies
04: Over my shoulder
05: 86 TV's
06: To the brink
07: Someone like you
08: No fear of falling
09: Sunlight hits the snow
10: Storm warning
11: A strange arrangement of colour
12: Proof
13: Cuckoo
14: One man brawl

Links:

- I Am Kloot, Köln, 28.03.10
- I Am Kloot, Köln, 24.10.08
- I Am Kloot, Köln, 26.07.08
- I Am Kloot, Paris, 27.03.08



I Am Kloot, Rüsselsheim, 10.07.10


Konzert: I Am Kloot
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 10.07.2010
Dauer: knapp 50 min


"We brought some Manchester weather"... ich habe viele nicht unbedingt auf der Hand liegende Sachen in den letzten beiden Tagen gehört, Lieder über Weihnachten, Schnee und Stürme zum Beispiel, John Bramwells Kommentar zum Wetter erschien mir aber ganz besonders windig.* Bei sicherlich 35° zwischen den alten Opel-Gebäuden in Rüsselsheim traten um kurz nach halb acht I Am Kloot auf.

Als ich aufs Line-Up Blatt geguckt hatte, war ich enttäuscht. Gerade mal 30 Minuten sollten die
Musiker aus Nordengland spielen dürfen. Zuletzt im März in Köln war es noch dreimal so lange gewesen.

Kommende Woche erscheint das neue Album der leider vollkommen unterschätzten englischen Band. Dabei schreibt kaum jemand ähnlich viele wundervoll-melancholische Gitarrenlieder wie John Bramwell. Man merkt bei jedem Konzert aufs Neue, daß I Am Kloot über ein scheinbar nicht endendes Repertoire an großartigen Stücken
verfügen.

Mit großen Songs fing es aber schon vor dem Beginn an. Der kleine Sänger stimmte zum Soundcheck kurz Fly me to the moon an. Schade, daß das Sinatra-Stück nicht Teil des Konzerts wurde, Johns Version war fabelhaft!

I Am Kloot waren wieder zu Dritt, nur John Bramwell an der Gitarre, Bassist Peter
Jobson und Schlagzeuger Andy Hargreaves. Auf der Tour vor zwei Jahren hatte die Band weitere Musiker dabei. Das wird auch im Herbst wieder so sein, kündigte der Sänger an. Daß I Am Kloot so schnell wiederkommen, ist toll, ob ich die größere Besetzung mehr mag, weiß ich nicht, denn eigentlich brauchen die Lieder nicht mehr als Gitarre, Bass und das sehr zurückhaltend gespielte Schlagzeug.

Köstlich neben der fantastischen Musik sind die Ansagen des kleinen Sängers. Sein "Guten Abend!" wurde mit Beifall quittiert. "Later it's 'Auf Wiedersehen' - it's fucking easy!" Oder er sprach über das deutsche Publikum: "You Germans are so...". Eine lange Pause. "...you are weirdos! We like that in Manchester!"

Schrecklich viel passierte sonst zwischen den Liedern nicht. Überhaupt ein Wunder, daß Zuschauer und Band trotz der lähmenden Hitze durchhielten. Aber auch bei Kälte spielt I Am Kloot keine Revue-Konzerte. Bassist Peter sitzt grundsätzlich auf einem Hocker und spielt sein Instrument. Dazu raucht er Zigarette um Zigarette. Schlagzeuger Andy hat scheinbar einen riesigen Vorrat an
speziellen Schlagstöcken für seine Trommeln. John Bramwell spielt meist akustische Gitarre (ohne Gurt), sagt ab und zu etwas zu einem Lied, verläßt sich sonst aber auf die Wirkung seiner Musik - zu recht!

I Am Kloot spielten zwei Lieder vom neuen Album, die sie aber auch schon im März gespielt hatten. Northern skies (das es als freien Download gibt) und To the brink lassen auf eine sehr gute Platte schließen.

Aus den 30 Minuten wurden dann knapp 50. Ich hätte aber auch noch eine weitere Stunde in der Knallsonne zuhören können. Der nachfolgende Gisbert zu Knyphausen schätzte das später genau richtig ein: "I Am Kloot sind eine der besten Bands!" Oh ja, das sind sie!

Setlist I Am Kloot, Phono-Pop Festival:

01: Twist
02: From your favourite sky
03: Northern skies
04: Over my shoulder
05: 86 TV's
06: To the brink
07: Someone like you
08: No fear of falling
09: Sunlight hits the snow
10: Storm warning
11: A strange arrangement of colour
12: Proof
13: Cuckoo
14: One man brawl

Links:

- I Am Kloot, Köln, 28.03.10
- I Am Kloot, Köln, 24.10.08
- I Am Kloot, Köln, 26.07.08
- I Am Kloot, Paris, 27.03.08



Get Well Soon, Rüsselsheim, 09.07.10


Konzert: Get Well Soon
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 09.07.2010
Dauer: vermutlich 75 min


Nachdem der erste Tag des tollen Phono-Pop Festivals eher Lautes bot, bildeten melodischere Töne den Abschluß. Get Well Soon waren letzte Band des Freitags.

Ich war überzeugt davon, daß Get Well Soon erst beginnen würden, wenn
Japandroids auf der kleinen Bühne fertig wären. Alles andere würde bei einem kleinen Festival keinen Sinn machen. Daher blieb ich bis zum Ende bei den Kanadiern, obwohl auf dem Papier Get Well Soon schon begonnen hätten.

Das hatten sie dann aber auch schon. Als der Japandroids Krach (Krach ist bei uns ausschließlich positiv besetzt) vorbei war, hörte ich Musik von der anderen Bühne im nächsten Innenhof. Get Well Soon spielten gerade
People Magazine front cover, ihr drittes Lied, wie ich von einem der Fotografen erfuhr. Sehr ärgerlich, aber auch der einzige Dämpfer bis dahin.

Es hatte sich etwas geändert im Vergleich zu den drei Konzerten der letzten bzw. aktuellen Tour, die ich in Frankfurt, Heerlen und im Dortmunder Konzerthaus gesehen hatte. Get Well Soon waren zu sechst. Neben Konstantin Gropper bestand
die Band heute aus Schlagzeuger Paul Kenny, Keyboarder Marcus Wuest, Gitarrist Maxxi Schenkel, Bassist Timo Kumpf. Neu war die Besetzung des Geigenplatzes. Statt der zuletzt wieder immer anwesenden Verena Gropper stand eine blonde Musikerin rechts. Als ich an der Hauptbühne ankam, spielte sie gerade Posaune. Ich glaube, daß ich bisher noch kein Get Well Soon Konzert mit diesem Instrument gesehen habe.

Auch die Setlist war anders im Vergleich zur Vexations Tour. Der Schwerpunkt lag nicht mehr auf dem neuen Album, es war vielmehr bunt gemischt.
Born slippy nuxx war zum Beispiel wieder dabei. Solche Variationen waren auf der Tour nicht möglich, da das Programm wegen der Filme, die im Hintergrund liefen, durchchoreografiert war.

Musikalisch muß man nichts mehr zu Get Well Soon sagen. Keines der Lieder, die heute gespielt wurden, war weniger als großartig. Das liegt natürlich vor allem an Konstantin Groppers Kompositionstalent aber eben auch an der Instrumentierung, an den perfekt harmonisierenden Musikern (auch wenn sie nicht immer dabei sind) und dem Talent der einzelnen Bandmitglieder. Ich bin sicher, daß auch jedes scheußliche Lied von Get Well Soon zu einem grandiosen Cover gemacht würde (vielleicht mal was von Britney Spears, Konstantin?).

Ich mag wirklich nichts herausheben, ich hatte heute zu viele liebste Lieder. Toll war aber, das mitsingende Publikum bei
Ticktack! Goes my automatic heart. Am Anfang dachte ich noch, daß ich noch nie so unpassendes Publikum bei Get Well Soon erlebt hätte. Es war nämlich eklig laut, wurde überall gequatscht oder wie man im Rhein-Main-Gebiet sagt: ey, da war kein Respekt! Der lauteste Quatscher in meiner Umgebung trug übrigens ein Phono-Pop Team-Shirt, das zweite Ärgernis des ansonsten tollen Festivalabends.

Auf der Fahrt zu Pavement vor ein paar Tagen hatten wir uns über Get Well Soon Konzerte unterhalten. Voller Überzeugung hatte ich behauptet, daß die mich grundsätzlich nicht langweilen, egal wie oft ich die Band sähe. Ich hatte nicht gelogen.

Setlist Get Well Soon , Phono-Pop Festival, Rüsselsheim:

01: You/Aurora/You/Seaside
02: Seneca's silence
03: People Magazine front cover
04: 5 steps / 7 swords
05: A voice in the Louvre
06:
If this hat is missing I've gone hunting
07: Werner Herzog gets shot
08:
A burial at sea
09: Listen! Those lost at sea sing a song on christmas day
10:
Born slippy nuxx (Underworld Cover)
11: Ticktack! Goes my automatic heart
12: Angry young man
13: I sold my hands for food so please feed me

14: We are ghosts (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Get Well Soon, Dortmund, 08.05.10
- Get Well Soon, Paris, 16.03.10
- Get Well Soon, Heerlen, 07.03.10
- Get Well Soon, Frankfurt, 02.03.10
- Get Well Soon, Paris, 26.01.10
- Get Well Soon, Wiesbaden, 22.08.09
- Get Well Soon, Bonn, 04.07.09
- Get Well Soon, Paris, 06.05.09
- Get Well Soon, Nijmegen, 25.04.09
- Get Well Soon, Paris, 14.10.08
- Get Well Soon, Wiesbaden, 30.08.08
- Get Well Soon, Melt!, 20.07.08
- Get Well Soon, Evreux, 28.06.08
- Get Well Soon, Frankfurt, 15.04.08
- Get Well Soon, Köln, 09.04.08
- Get Well Soon, Berlin, 21.09.07
- Get Well Soon, Haldern, 02.08.07





Get Well Soon, Rüsselsheim, 09.07.10


Konzert: Get Well Soon
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 09.07.2010
Dauer: vermutlich 75 min


Nachdem der erste Tag des tollen Phono-Pop Festivals eher Lautes bot, bildeten melodischere Töne den Abschluß. Get Well Soon waren letzte Band des Freitags.

Ich war überzeugt davon, daß Get Well Soon erst beginnen würden, wenn
Japandroids auf der kleinen Bühne fertig wären. Alles andere würde bei einem kleinen Festival keinen Sinn machen. Daher blieb ich bis zum Ende bei den Kanadiern, obwohl auf dem Papier Get Well Soon schon begonnen hätten.

Das hatten sie dann aber auch schon. Als der Japandroids Krach (Krach ist bei uns ausschließlich positiv besetzt) vorbei war, hörte ich Musik von der anderen Bühne im nächsten Innenhof. Get Well Soon spielten gerade
People Magazine front cover, ihr drittes Lied, wie ich von einem der Fotografen erfuhr. Sehr ärgerlich, aber auch der einzige Dämpfer bis dahin.

Es hatte sich etwas geändert im Vergleich zu den drei Konzerten der letzten bzw. aktuellen Tour, die ich in Frankfurt, Heerlen und im Dortmunder Konzerthaus gesehen hatte. Get Well Soon waren zu sechst. Neben Konstantin Gropper bestand
die Band heute aus Schlagzeuger Paul Kenny, Keyboarder Marcus Wuest, Gitarrist Maxxi Schenkel, Bassist Timo Kumpf. Neu war die Besetzung des Geigenplatzes. Statt der zuletzt wieder immer anwesenden Verena Gropper stand eine blonde Musikerin rechts. Als ich an der Hauptbühne ankam, spielte sie gerade Posaune. Ich glaube, daß ich bisher noch kein Get Well Soon Konzert mit diesem Instrument gesehen habe.

Auch die Setlist war anders im Vergleich zur Vexations Tour. Der Schwerpunkt lag nicht mehr auf dem neuen Album, es war vielmehr bunt gemischt.
Born slippy nuxx war zum Beispiel wieder dabei. Solche Variationen waren auf der Tour nicht möglich, da das Programm wegen der Filme, die im Hintergrund liefen, durchchoreografiert war.

Musikalisch muß man nichts mehr zu Get Well Soon sagen. Keines der Lieder, die heute gespielt wurden, war weniger als großartig. Das liegt natürlich vor allem an Konstantin Groppers Kompositionstalent aber eben auch an der Instrumentierung, an den perfekt harmonisierenden Musikern (auch wenn sie nicht immer dabei sind) und dem Talent der einzelnen Bandmitglieder. Ich bin sicher, daß auch jedes scheußliche Lied von Get Well Soon zu einem grandiosen Cover gemacht würde (vielleicht mal was von Britney Spears, Konstantin?).

Ich mag wirklich nichts herausheben, ich hatte heute zu viele liebste Lieder. Toll war aber, das mitsingende Publikum bei
Ticktack! Goes my automatic heart. Am Anfang dachte ich noch, daß ich noch nie so unpassendes Publikum bei Get Well Soon erlebt hätte. Es war nämlich eklig laut, wurde überall gequatscht oder wie man im Rhein-Main-Gebiet sagt: ey, da war kein Respekt! Der lauteste Quatscher in meiner Umgebung trug übrigens ein Phono-Pop Team-Shirt, das zweite Ärgernis des ansonsten tollen Festivalabends.

Auf der Fahrt zu Pavement vor ein paar Tagen hatten wir uns über Get Well Soon Konzerte unterhalten. Voller Überzeugung hatte ich behauptet, daß die mich grundsätzlich nicht langweilen, egal wie oft ich die Band sähe. Ich hatte nicht gelogen.

Setlist Get Well Soon , Phono-Pop Festival, Rüsselsheim:

01: You/Aurora/You/Seaside
02: Seneca's silence
03: People Magazine front cover
04: 5 steps / 7 swords
05: A voice in the Louvre
06:
If this hat is missing I've gone hunting
07: Werner Herzog gets shot
08:
A burial at sea
09: Listen! Those lost at sea sing a song on christmas day
10:
Born slippy nuxx (Underworld Cover)
11: Ticktack! Goes my automatic heart
12: Angry young man
13: I sold my hands for food so please feed me

14: We are ghosts (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Get Well Soon, Dortmund, 08.05.10
- Get Well Soon, Paris, 16.03.10
- Get Well Soon, Heerlen, 07.03.10
- Get Well Soon, Frankfurt, 02.03.10
- Get Well Soon, Paris, 26.01.10
- Get Well Soon, Wiesbaden, 22.08.09
- Get Well Soon, Bonn, 04.07.09
- Get Well Soon, Paris, 06.05.09
- Get Well Soon, Nijmegen, 25.04.09
- Get Well Soon, Paris, 14.10.08
- Get Well Soon, Wiesbaden, 30.08.08
- Get Well Soon, Melt!, 20.07.08
- Get Well Soon, Evreux, 28.06.08
- Get Well Soon, Frankfurt, 15.04.08
- Get Well Soon, Köln, 09.04.08
- Get Well Soon, Berlin, 21.09.07
- Get Well Soon, Haldern, 02.08.07





Japandroids, Rüsselsheim, 09.07.10


Konzert: Japandroids
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 09.07.2010
Dauer: gut 45 min


Die Japandroids aus Vancouver hatte ich Anfang Februar im Luxor in Köln gesehen - und richtig hatten mich die beiden Kanadier da nicht begeistert. Das Konzert war solide, würde man es wohl pc formulieren. Trotzdem war die Band einer der Gründe, heute nach Rüsselsheim zu fahren. Und siehe da: die Roboter-Band machte mir schon sehr viel mehr Spaß.

Brian King (Gitarre und Geschrei) und David Prowse (Schlagzeug) machten herrlichen Krach und begeisterten die Zuschauer so sehr, daß am Ende die Bühne voller rockender Männer aus der ersten Reihe war.

Auch wenn vieles anders war als in Köln, hatte sich eins nicht geändert: Brian trägt immer noch das selbe T-Shirt (Psychedelic Furs - mittlerweile sehr zerfetzt).

Mehr in Kürze! Dann auch die komplette Setlist!

Auszug aus der Setlist Japandroids, Phono-Pop Festival, Rüsselsheim:

- The boys are leaving town
- Art czars
- Rockers East Vancouver
- Wet hair
- Younger us (neu)
- Heart sweats
- Crazy/forever
- Sovereignty
- Young hearts spark fire


Japandroids, Rüsselsheim, 09.07.10


Konzert: Japandroids
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 09.07.2010
Dauer: gut 45 min


Die Japandroids aus Vancouver hatte ich Anfang Februar im Luxor in Köln gesehen - und richtig hatten mich die beiden Kanadier da nicht begeistert. Das Konzert war solide, würde man es wohl pc formulieren. Trotzdem war die Band einer der Gründe, heute nach Rüsselsheim zu fahren. Und siehe da: die Roboter-Band machte mir schon sehr viel mehr Spaß.

Brian King (Gitarre und Geschrei) und David Prowse (Schlagzeug) machten herrlichen Krach und begeisterten die Zuschauer so sehr, daß am Ende die Bühne voller rockender Männer aus der ersten Reihe war.

Auch wenn vieles anders war als in Köln, hatte sich eins nicht geändert: Brian trägt immer noch das selbe T-Shirt (Psychedelic Furs - mittlerweile sehr zerfetzt).

Mehr in Kürze! Dann auch die komplette Setlist!

Auszug aus der Setlist Japandroids, Phono-Pop Festival, Rüsselsheim:

- The boys are leaving town
- Art czars
- Rockers East Vancouver
- Wet hair
- Younger us (neu)
- Heart sweats
- Crazy/forever
- Sovereignty
- Young hearts spark fire


Health, Rüsselsheim, 09.07.10


Konzert: Health
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 09.07.2010
Dauer: 40 min


Mein Start ins Phono-Pop Festival: Health aus Los Angeles. Die Noiserocker hatte ich schon einmal zwei Lieder lang bei einem anderen Festival gesehen, es da aber nicht länger ausgehalten. Heute war ich ehrgeiziger und sah den kompletten Auftritt. Mir gefiel die anspruchsvolle (sagen die einen) bzw. anstrengende (sagt der Rest) Musik also eine Ecke besser als zuletzt.

Mehr in Kürze!


Health, Rüsselsheim, 09.07.10


Konzert: Health
Ort: Phono-Pop Festival, Opelgelände, Rüsselsheim
Datum: 09.07.2010
Dauer: 40 min


Mein Start ins Phono-Pop Festival: Health aus Los Angeles. Die Noiserocker hatte ich schon einmal zwei Lieder lang bei einem anderen Festival gesehen, es da aber nicht länger ausgehalten. Heute war ich ehrgeiziger und sah den kompletten Auftritt. Mir gefiel die anspruchsvolle (sagen die einen) bzw. anstrengende (sagt der Rest) Musik also eine Ecke besser als zuletzt.

Mehr in Kürze!