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Loney, Dear, Paris, 02.07.10


Konzert: Loney, Dear (Tom Cooney)

Ort: auf einer Terrasse einer Privatwohnung über den Dächern von Paris: Le 7ième Ciel
Datum: 02.07.10
Zuschauer: etwa 40
Konzertdauer: etwa 45-50 Minuten


Beim Haldern Festival 2009 hatte ich Loney, Dear auch schon einmal gefragt, ob er bereit sei, bei einer privaten Veranstaltung, genauer gesagt meinen Oliver Peel Sessions, zu spielen. Knapp ein Jahr später tritt Emil Svanängen tatsächlich privat bei meinen Bekannten vom 7ième Ciel auf. Dennoch bin ich keine Spur neidisch, denn bei brütender Hitze war die dortige Dachterrasse einfach der perfekte Ort. In unserer Bude wären wir regelrecht erstickt und außerdem gilt der kölsche Spruch: "mer muss och jönne könne". Auch daß sich Emil nicht mehr auf Anhieb an mich erinnern konnte, war zu verschmerzen, denn Musiker auf Tour treffen unzählige Menschen. Ansonsten war der Schwede wie immer: Offen, herzlich und nett. Mit seiner schelmischen Art hat er auch in Frankreich in den letzten Jahren viele Fans gewonnen und ein paar glückliche Wettbewerbsgewinner durften seine wunderbaren Songs heute aus nächster Nähe genießen. Ohne Mikro und Verstärker und auf Tuchfühlung zu den Zuhörern, spielte er sein Material in der abgespecktesten Form, die möglich ist. Nur ganz zart strich er über seine Gitarre und sang dazu leise aber eindringlich Klassiker wie I Am John, Saturday Waits, oder The Meter Marks OK. Natürlich ging es auch heute nicht ohne vereinzelte "nanana"- Singalongs ab und auch das Publikum wurde aufgefordert, sich summenderweise zu beteiligen, aber der weibliche Backgroundgesang fehlte. Seine Freudin und Bandkollegin Malin war in Schweden geblieben und so mußte Emil ganz allein klarkommen. Er meisterte die Solonummer mit Bravour und verblüffte mich am meisten mit seiner akustischen Version von Under A Silent Sea, einem Lied, das auf dem letzten Album als elektropoppiger Diskostampfer daherkommt.. Ansonsten war ein nagelneues, noch unveröffentlichtes Stück zu vermelden, dem er den Arbeitstitel Albert gegeben hat. Gegen Ende nahm er Wünsche entgegen. Na ja fast. Zumindest stellte er die Frage: "any requests?" in den Raum. Kess forderte ich Le Fever ("this is a tricky request, I can't play it"), The City, The Airport ("this is to tricky too") und I Fought The Battle Of Trinidad and Tobago , wurde aber jeweils auf ein anderes mal vertröstet. Erst als ich mir Summers wünschte, glänzten seine Augen und er stimmte zu. Sinster In A State Of Hope, das von einem Mädchen im Publikum gefordert wurde, brachte er aber nicht mehr, stattdessen die abschließende Ballade Dear John. Ich glaube jeder hier hätte noch ein paar Stunden zuhören können, aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist!

Emil ließ sich hinterher noch in Ruhe mit Fans abknipsen, signierte Alben, plauderte mit jedem ein wenig und fragte mich auch, ob wir morgen (heute) das Fußballmatch Deutschland gegen Argentinien zusamen anschauen sollen. Schließlich wußte er ja jetzt, daß ich Germane bin. Ich erinnerte ihn daran, daß er morgen um 17 Uhr einen Auftritt im Pariser Blumenladen Sol Y Flor habe und das Spiel um 16 Uhr beginne. Er guckte er ein wenig traurig und nachdenklich und meinte: "Oh, yes, you are right." Für Emil hätte ich glatt den Fußballmuffel, der in mir steckt zum Teufel geschickt und mit ihm gemeinsam das Match gesehen!

A propos Fußball. Der Schwede verpasste den schönen Support- Auftritt des Australiers Tom Cooney, denn er glotzte zu dieser Zeit im Wohnzimmer Ghana gegen Uruguay...

See ya tomorrow, Loney, Dear!



Setlist Loney, Dear, 7ième Ciel, Paris (merci à Philippe!)

01: New (Albert)
02: Violent
03: In With The Arms
04: Carrying A Stone
05: And I Won't Cause Anything At All
06: Saturday Waits
07: The Meter Marks OK
08: Under A Silent Sea
09: I Am John
10: Summers
11: Dear John

Aus unserem Archiv:

- Loney, Dear beim Haldern Pop Festival 2009
- Loney Dear am 22.04.2009 in Paris
- und am 03.03.2009 in Paris

- Loney Dear im Pariser Motel am 27.01.2009
- in Haldern 2008
- Loney Dear in Frankfurt, Mai 2008
- Loney Dear Im Olympia beim Pariser Festival des Inrocks
- in Haldern 2007
- in der Pariser Boule Noire 2007
- Fotos von Loney Dear aus Haldern



Loney, Dear, Paris, 02.07.10


Konzert: Loney, Dear (Tom Cooney)

Ort: auf einer Terrasse einer Privatwohnung über den Dächern von Paris: Le 7ième Ciel
Datum: 02.07.10
Zuschauer: etwa 40
Konzertdauer: etwa 45-50 Minuten


Beim Haldern Festival 2009 hatte ich Loney, Dear auch schon einmal gefragt, ob er bereit sei, bei einer privaten Veranstaltung, genauer gesagt meinen Oliver Peel Sessions, zu spielen. Knapp ein Jahr später tritt Emil Svanängen tatsächlich privat bei meinen Bekannten vom 7ième Ciel auf. Dennoch bin ich keine Spur neidisch, denn bei brütender Hitze war die dortige Dachterrasse einfach der perfekte Ort. In unserer Bude wären wir regelrecht erstickt und außerdem gilt der kölsche Spruch: "mer muss och jönne könne". Auch daß sich Emil nicht mehr auf Anhieb an mich erinnern konnte, war zu verschmerzen, denn Musiker auf Tour treffen unzählige Menschen. Ansonsten war der Schwede wie immer: Offen, herzlich und nett. Mit seiner schelmischen Art hat er auch in Frankreich in den letzten Jahren viele Fans gewonnen und ein paar glückliche Wettbewerbsgewinner durften seine wunderbaren Songs heute aus nächster Nähe genießen. Ohne Mikro und Verstärker und auf Tuchfühlung zu den Zuhörern, spielte er sein Material in der abgespecktesten Form, die möglich ist. Nur ganz zart strich er über seine Gitarre und sang dazu leise aber eindringlich Klassiker wie I Am John, Saturday Waits, oder The Meter Marks OK. Natürlich ging es auch heute nicht ohne vereinzelte "nanana"- Singalongs ab und auch das Publikum wurde aufgefordert, sich summenderweise zu beteiligen, aber der weibliche Backgroundgesang fehlte. Seine Freudin und Bandkollegin Malin war in Schweden geblieben und so mußte Emil ganz allein klarkommen. Er meisterte die Solonummer mit Bravour und verblüffte mich am meisten mit seiner akustischen Version von Under A Silent Sea, einem Lied, das auf dem letzten Album als elektropoppiger Diskostampfer daherkommt.. Ansonsten war ein nagelneues, noch unveröffentlichtes Stück zu vermelden, dem er den Arbeitstitel Albert gegeben hat. Gegen Ende nahm er Wünsche entgegen. Na ja fast. Zumindest stellte er die Frage: "any requests?" in den Raum. Kess forderte ich Le Fever ("this is a tricky request, I can't play it"), The City, The Airport ("this is to tricky too") und I Fought The Battle Of Trinidad and Tobago , wurde aber jeweils auf ein anderes mal vertröstet. Erst als ich mir Summers wünschte, glänzten seine Augen und er stimmte zu. Sinster In A State Of Hope, das von einem Mädchen im Publikum gefordert wurde, brachte er aber nicht mehr, stattdessen die abschließende Ballade Dear John. Ich glaube jeder hier hätte noch ein paar Stunden zuhören können, aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist!

Emil ließ sich hinterher noch in Ruhe mit Fans abknipsen, signierte Alben, plauderte mit jedem ein wenig und fragte mich auch, ob wir morgen (heute) das Fußballmatch Deutschland gegen Argentinien zusamen anschauen sollen. Schließlich wußte er ja jetzt, daß ich Germane bin. Ich erinnerte ihn daran, daß er morgen um 17 Uhr einen Auftritt im Pariser Blumenladen Sol Y Flor habe und das Spiel um 16 Uhr beginne. Er guckte er ein wenig traurig und nachdenklich und meinte: "Oh, yes, you are right." Für Emil hätte ich glatt den Fußballmuffel, der in mir steckt zum Teufel geschickt und mit ihm gemeinsam das Match gesehen!

A propos Fußball. Der Schwede verpasste den schönen Support- Auftritt des Australiers Tom Cooney, denn er glotzte zu dieser Zeit im Wohnzimmer Ghana gegen Uruguay...

See ya tomorrow, Loney, Dear!



Setlist Loney, Dear, 7ième Ciel, Paris (merci à Philippe!)

01: New (Albert)
02: Violent
03: In With The Arms
04: Carrying A Stone
05: And I Won't Cause Anything At All
06: Saturday Waits
07: The Meter Marks OK
08: Under A Silent Sea
09: I Am John
10: Summers
11: Dear John

Aus unserem Archiv:

- Loney, Dear beim Haldern Pop Festival 2009
- Loney Dear am 22.04.2009 in Paris
- und am 03.03.2009 in Paris

- Loney Dear im Pariser Motel am 27.01.2009
- in Haldern 2008
- Loney Dear in Frankfurt, Mai 2008
- Loney Dear Im Olympia beim Pariser Festival des Inrocks
- in Haldern 2007
- in der Pariser Boule Noire 2007
- Fotos von Loney Dear aus Haldern



The Hand & Ichi & Andy Skellam, Paris, 24.05.2010


Konzert: The Hand & Ichi & Andy Skellam

Ort: Le 7 ième Ciel, eine Terrasse über den Dächern von Paris mit Blick auf Sacré Coeur
Datum: 24.05.2010
Zuschauer: etwa 25 (18 Frauen und 7 Männer oder so, was für eine Quote!)
Konzertdauer: Ingesamt über 2 Stunden


Was für ein herrlicher Frühsommerabend in Paris! Perfekt, wenn man ihn wie ich und ein paar andere Glückliche auf einer spektakulären Dachterrasse verbringen kann und frei Sicht auf Sacré Coeur hat. Aber nicht nur die Aussicht war atemberaubend, sondern auch das musikalische Programm! Le 7ième Ciel, eine private Veranstaltung, die ähnlich wie die Oliver Peel Sessions funktioniert, hatte Musiker aus dem englischen Bristol und den Japaner Ichi zu Gast. Bei sensationell gutem Wetter und einer leichten Brise, die für angenehme Abkühlung sorgte, saß man bei Laternenlicht draußen und lauschte feierlich den sanften Klängen der erlesenen Musiker. Eine unglaublich heimelige Atmosphäre machte sich breit und man war in der Tat dem siebten Himmel (7ième Ciel) sehr nahe. Die Gastgeber, ein sehr nettes Pariser Pärchen mit einer riesigen und bestens bestückten CD- und Plattensammlung (besonders toll fand ich die alten Singles von Barbara und Jaques Brel), hatten sich große Mühe gegeben und Salate, Quiches und Kuchen vorbereitet.

Andy Skellam, den jeder einzelne unserer Leser schon von einer Oliver Peel Session her kennt (wie, nein??), machte den Anfang und bestach erneut durch sein feines Fingerpicking und seine sanfte Stimme, die wohlig an Nick Drake erinnerte. Gecovert hat er den früh verstorbenen Engländer allerdings nicht, sondern auf Wunsch von Kate "This Is The Kit" Stables, Bob Dylan, der heute Geburtstag hatte. Lag ihm aber nicht so ganz, er brach den Song vorzeitig ab, weil er meinte, daß die Lieder von Dylan alle zu viel Text hätten. Ansonsten performte er eigenes Material mit dem Highlight Chase Your Tales, ein Duo mit der famosen Rachael Dadd. Ich kann die Musik von Andy Skellam wirklich jedem nur empfehlen, der Kerl hat was!

Das Gleiche kann man natürlich auch von dem Japaner Ichi behaupten. Wobei es bei ihm deutlich weniger klassisch zugeht als bei Skellam. Ach ich untertreibe: Ichi ist der verbüffendste Künstler, den ich je gesehen habe! Er spielt (oft gleichzeitig) Steel Drum, Mundharmonika, Xylophon, Tischtennis (kein Scheiß!), Trompete (und dann singt er wie Satchmo), bläst Luftballons auf, blöckt wie eine Ziege zu seiner Kuhglocke, benutzt einen alten Taperecorder, eine selbstgebastelte Harfe und ein ungewöhnliches Akkordeon. Und er singt auch. Auf japanisch, mit einer krassen Stimme. Sein Schnäuzer ist nur angeklebt, zum Glück. Ansonsten ist bei ihm alles echt, oft improvisiert und so eigenständig wie bei keinem zweiten Musiker. Gab es so etwas vorher schon einmal? Hmm? Was überhaupt? Wie könnte man den Stil beschreiben? Free Jazz? Freak Folk auf japanisch? Ambientmusik? Hier passt keine vorgefertigte Schublade, also ist es besser, wenn sich jeder einmal seine Stücke bei MySpace in Ruhe anhört oder, noch besser, die Livevideos guckt. Die Zuschauer hatten jedenfalls einen Heidenspaß im 7 ième Ciel!

Dann kamen The Hand, bestehend aus der Folksängerin Rachael Dadd und dem Barden Wig Smith (eigentlich heißt er Will Smith, ohne Witz, aber mit dem will er nicht verwechselt werden, obwohl Leute spaßeshalber um ein Cover von Men In Black baten), der genau wie Toumani Diabaté auf einer afrikanischen Kora rumzupft. Die Stimmen von Rachel und Wig passen perfekt zueinander und auch ihr Banjospiel und seine Performance auf der Kora gehen eine wunderbare Symbiose ein. Ich mag die beiden unglaublich gerne, sowohl musikalisch, als auch menschlich. Selten so nette, aufgeschlossene und natürliche Menschen getroffen. Anspieltipps, die auch heute dargeboten wurden: Maroosia und On We Skip.

The Hand sind zusammen mit Ichi auf ausgedehnter Tour durch Europa* und kamen heute aus der Schweiz. Entsprechend müde waren sie (und erwähnten ganz neidisch, daß Ichi wie eine Katze sei und als Einziger überall pennen könne) und gaben trotzdem ihr Bestes.

Insgesamt eine super Veranstaltung und so Gott will bin ich schon am Freitag wieder auf der schönen Dachterrasse zu Gast.

*Ihr Weg wird sie sogar bis zum Glastonbury Festival führen!

Link:

- Oliver Peel Session mit Rachael Dadd, This Is The Kit, Andy Skellam und Whalebone Polly, klick!

Aus unserem Archiv:

The Hand, Paris, 09.06.09
The Hand, Paris, 11.03.09
Rachael Dadd, Paris, 11.03.09
Rachael Dadd, Paris, 06.03.09
Ichi, Paris, 09.06.09


The Hand & Ichi & Andy Skellam, Paris, 24.05.2010


Konzert: The Hand & Ichi & Andy Skellam

Ort: Le 7 ième Ciel, eine Terrasse über den Dächern von Paris mit Blick auf Sacré Coeur
Datum: 24.05.2010
Zuschauer: etwa 25 (18 Frauen und 7 Männer oder so, was für eine Quote!)
Konzertdauer: Ingesamt über 2 Stunden


Was für ein herrlicher Frühsommerabend in Paris! Perfekt, wenn man ihn wie ich und ein paar andere Glückliche auf einer spektakulären Dachterrasse verbringen kann und frei Sicht auf Sacré Coeur hat. Aber nicht nur die Aussicht war atemberaubend, sondern auch das musikalische Programm! Le 7ième Ciel, eine private Veranstaltung, die ähnlich wie die Oliver Peel Sessions funktioniert, hatte Musiker aus dem englischen Bristol und den Japaner Ichi zu Gast. Bei sensationell gutem Wetter und einer leichten Brise, die für angenehme Abkühlung sorgte, saß man bei Laternenlicht draußen und lauschte feierlich den sanften Klängen der erlesenen Musiker. Eine unglaublich heimelige Atmosphäre machte sich breit und man war in der Tat dem siebten Himmel (7ième Ciel) sehr nahe. Die Gastgeber, ein sehr nettes Pariser Pärchen mit einer riesigen und bestens bestückten CD- und Plattensammlung (besonders toll fand ich die alten Singles von Barbara und Jaques Brel), hatten sich große Mühe gegeben und Salate, Quiches und Kuchen vorbereitet.

Andy Skellam, den jeder einzelne unserer Leser schon von einer Oliver Peel Session her kennt (wie, nein??), machte den Anfang und bestach erneut durch sein feines Fingerpicking und seine sanfte Stimme, die wohlig an Nick Drake erinnerte. Gecovert hat er den früh verstorbenen Engländer allerdings nicht, sondern auf Wunsch von Kate "This Is The Kit" Stables, Bob Dylan, der heute Geburtstag hatte. Lag ihm aber nicht so ganz, er brach den Song vorzeitig ab, weil er meinte, daß die Lieder von Dylan alle zu viel Text hätten. Ansonsten performte er eigenes Material mit dem Highlight Chase Your Tales, ein Duo mit der famosen Rachael Dadd. Ich kann die Musik von Andy Skellam wirklich jedem nur empfehlen, der Kerl hat was!

Das Gleiche kann man natürlich auch von dem Japaner Ichi behaupten. Wobei es bei ihm deutlich weniger klassisch zugeht als bei Skellam. Ach ich untertreibe: Ichi ist der verbüffendste Künstler, den ich je gesehen habe! Er spielt (oft gleichzeitig) Steel Drum, Mundharmonika, Xylophon, Tischtennis (kein Scheiß!), Trompete (und dann singt er wie Satchmo), bläst Luftballons auf, blöckt wie eine Ziege zu seiner Kuhglocke, benutzt einen alten Taperecorder, eine selbstgebastelte Harfe und ein ungewöhnliches Akkordeon. Und er singt auch. Auf japanisch, mit einer krassen Stimme. Sein Schnäuzer ist nur angeklebt, zum Glück. Ansonsten ist bei ihm alles echt, oft improvisiert und so eigenständig wie bei keinem zweiten Musiker. Gab es so etwas vorher schon einmal? Hmm? Was überhaupt? Wie könnte man den Stil beschreiben? Free Jazz? Freak Folk auf japanisch? Ambientmusik? Hier passt keine vorgefertigte Schublade, also ist es besser, wenn sich jeder einmal seine Stücke bei MySpace in Ruhe anhört oder, noch besser, die Livevideos guckt. Die Zuschauer hatten jedenfalls einen Heidenspaß im 7 ième Ciel!

Dann kamen The Hand, bestehend aus der Folksängerin Rachael Dadd und dem Barden Wig Smith (eigentlich heißt er Will Smith, ohne Witz, aber mit dem will er nicht verwechselt werden, obwohl Leute spaßeshalber um ein Cover von Men In Black baten), der genau wie Toumani Diabaté auf einer afrikanischen Kora rumzupft. Die Stimmen von Rachel und Wig passen perfekt zueinander und auch ihr Banjospiel und seine Performance auf der Kora gehen eine wunderbare Symbiose ein. Ich mag die beiden unglaublich gerne, sowohl musikalisch, als auch menschlich. Selten so nette, aufgeschlossene und natürliche Menschen getroffen. Anspieltipps, die auch heute dargeboten wurden: Maroosia und On We Skip.

The Hand sind zusammen mit Ichi auf ausgedehnter Tour durch Europa* und kamen heute aus der Schweiz. Entsprechend müde waren sie (und erwähnten ganz neidisch, daß Ichi wie eine Katze sei und als Einziger überall pennen könne) und gaben trotzdem ihr Bestes.

Insgesamt eine super Veranstaltung und so Gott will bin ich schon am Freitag wieder auf der schönen Dachterrasse zu Gast.

*Ihr Weg wird sie sogar bis zum Glastonbury Festival führen!

Link:

- Oliver Peel Session mit Rachael Dadd, This Is The Kit, Andy Skellam und Whalebone Polly, klick!

Aus unserem Archiv:

The Hand, Paris, 09.06.09
The Hand, Paris, 11.03.09
Rachael Dadd, Paris, 11.03.09
Rachael Dadd, Paris, 06.03.09
Ichi, Paris, 09.06.09