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Klee, Köln, 22.08.10


Konzert: Klee
Ort: gamescom Festival, Köln
Datum: 22.08.2010
Dauer: ca. 60 min
Regen/qm: 45 l


Nach Olli Schulz folgte am letzten Tag des gamescom Festivals Klee. Die Band um Frontfrau Suzie hatte ein wirkliches Heimspiel, die Bühne zwischen Ehrenstraße und Belgischem Viertel liege in Laufweite, sagte die Sängerin, als wir noch nicht über das Wetter sprachen.

Am Anfang war der Auftritt ein normales Konzert für beide Seiten. Klee begannen ein best-off Konzert sondergleichen - Indiepop-Perlen wie Die Stadt, Zwei Herzen und Tausendfach können nicht viele Bands an den Anfang eines Sets stellen.


Suzie Kerstgens, die sich normalerweise beim Geschichtenerzählen nicht hinter Olli Schulz verstecken muß, war heute deutlich ruhiger als sonst. Allerdings nur das Erzählen betreffend. Ansonsten legte die Sängerin
vermutlich wegen des vielen Laufpublikums eine besonders große Show hin. Sie tanzte, streckte sich, hob Bein um Bein in wahnwitzige Höhen, um wieder zu tanzen oder sich zu drehen. Offenbar hatte Suzie auch ihr Turnoutfit angezogen. Als der Welt-Volleyball-Verband vor einigen Jahren Kleidervorschriften für Volleyballerinnen erlassen hat, um den Sport sexier zu machen, schwebten den Herren vermutlich Suzies Hot Pants vor. Die knallrote kaum-Hose, dazu ein rot-weiß geringeltes Oberteil und rote Schuhe; das war schon ein Hingucker.

Trotz des vielen Rots fiel mir gleich auf, daß Gitarrist Tom und sein rotes Instrument fehlten, den Grund dafür kenne ich allerdings nicht. Toms Ersatz spielte seinen Part für meine Ohren vollkommen souverän, nur waren die Gitarren insgesamt recht leise, das lag aber sicher nicht am Spieler.

Zwischen Zwei Herzen und Tausendfach setzte dann das ein, was Wettervorherseher Starkregen nennen. Es schüttete dermaßen stark, daß das Wasser vom Platz kaum ablaufen konnte. Hektisch zog jeder Jacke an oder spannte Schirme auf - oder flüchtete, an ein entspanntes Zusehen war kaum noch zu denken.

Dabei lohnte sich das Konzert so sehr, weil eine Art Single-Collection gespielt wurde. Klee spielten zwar nichts Neues (die Band arbeitet gerade im Studio), die geballten Hits nacheinander, trösteten allerdings ein wenig über das Wetter hinweg.

Und als sie dann nach 55 Minuten eigentlich fertig waren, kamen die fünf Klees wohl aus Mitgefühl noch einmal raus und stimmten als Zugabe Erinner dich an. "Die Sonne schien, es riecht wie früher, die Farben leuchten."

Bei allem anderen wären wir wohl weggelaufen, hier war ich froh, den Regen bis zuletzt zu ertragen.

Setlist Klee, gamescom Festival, Köln:


01: Die Stadt
02: Zwei Herzen
03: Tausendfach
04: Berge versetzen
05: 2 Fragen
06: Für alle die
07: 7 Schritt
08: Standard kompakt
09: Solang du lebst
10: Die Königin
11: Nicht immer aber jetzt
12: Gold

13: Erinner dich (Z)


Klee, Köln, 22.08.10


Konzert: Klee
Ort: gamescom Festival, Köln
Datum: 22.08.2010
Dauer: ca. 60 min
Regen/qm: 45 l


Nach Olli Schulz folgte am letzten Tag des gamescom Festivals Klee. Die Band um Frontfrau Suzie hatte ein wirkliches Heimspiel, die Bühne zwischen Ehrenstraße und Belgischem Viertel liege in Laufweite, sagte die Sängerin, als wir noch nicht über das Wetter sprachen.

Am Anfang war der Auftritt ein normales Konzert für beide Seiten. Klee begannen ein best-off Konzert sondergleichen - Indiepop-Perlen wie Die Stadt, Zwei Herzen und Tausendfach können nicht viele Bands an den Anfang eines Sets stellen.


Suzie Kerstgens, die sich normalerweise beim Geschichtenerzählen nicht hinter Olli Schulz verstecken muß, war heute deutlich ruhiger als sonst. Allerdings nur das Erzählen betreffend. Ansonsten legte die Sängerin
vermutlich wegen des vielen Laufpublikums eine besonders große Show hin. Sie tanzte, streckte sich, hob Bein um Bein in wahnwitzige Höhen, um wieder zu tanzen oder sich zu drehen. Offenbar hatte Suzie auch ihr Turnoutfit angezogen. Als der Welt-Volleyball-Verband vor einigen Jahren Kleidervorschriften für Volleyballerinnen erlassen hat, um den Sport sexier zu machen, schwebten den Herren vermutlich Suzies Hot Pants vor. Die knallrote kaum-Hose, dazu ein rot-weiß geringeltes Oberteil und rote Schuhe; das war schon ein Hingucker.

Trotz des vielen Rots fiel mir gleich auf, daß Gitarrist Tom und sein rotes Instrument fehlten, den Grund dafür kenne ich allerdings nicht. Toms Ersatz spielte seinen Part für meine Ohren vollkommen souverän, nur waren die Gitarren insgesamt recht leise, das lag aber sicher nicht am Spieler.

Zwischen Zwei Herzen und Tausendfach setzte dann das ein, was Wettervorherseher Starkregen nennen. Es schüttete dermaßen stark, daß das Wasser vom Platz kaum ablaufen konnte. Hektisch zog jeder Jacke an oder spannte Schirme auf - oder flüchtete, an ein entspanntes Zusehen war kaum noch zu denken.

Dabei lohnte sich das Konzert so sehr, weil eine Art Single-Collection gespielt wurde. Klee spielten zwar nichts Neues (die Band arbeitet gerade im Studio), die geballten Hits nacheinander, trösteten allerdings ein wenig über das Wetter hinweg.

Und als sie dann nach 55 Minuten eigentlich fertig waren, kamen die fünf Klees wohl aus Mitgefühl noch einmal raus und stimmten als Zugabe Erinner dich an. "Die Sonne schien, es riecht wie früher, die Farben leuchten."

Bei allem anderen wären wir wohl weggelaufen, hier war ich froh, den Regen bis zuletzt zu ertragen.

Setlist Klee, gamescom Festival, Köln:


01: Die Stadt
02: Zwei Herzen
03: Tausendfach
04: Berge versetzen
05: 2 Fragen
06: Für alle die
07: 7 Schritt
08: Standard kompakt
09: Solang du lebst
10: Die Königin
11: Nicht immer aber jetzt
12: Gold

13: Erinner dich (Z)


Jankel Adler

 Jankel Adler, Portrait of a Man, 1923

Jankel Adler (1895-1949) was born as the seventh of ten children near Lodz, Poland. He grew up among hassic Jews surrounding the textile city of Lodz, influenced greatly by its Polish, German and Jewish population. Adler started an apprenticeship as an engraver with his uncle in Belgrade in 1912, after which he traveled through the Balkan countries. During World War I, as a "suspicious foreigner" Adler commenced his studies with Professor Gustav Wiethüchter at the Kunstgewerbeschule in Barmen, Germany.


Jankel Adler,  Seated Woman, 1928

After his studies he spent time in Poland, Berlin and Paris. In 1922, Jankel Adler moved to Düsseldorf. There he became a teacher at the Academy of Arts, and became acquainted with Paul Klee, who influenced his work. Both artists belonged to the artists group "Junges Rheinland". He also befriended the painter Anton Räderscheidt, a leading figure of the New Objectivity


 Anom., Jankel Adler (standing) with Anton Räderscheidt, 1920s

A painting by Adler received a gold medal at the exhibition “German Art Düsseldorf” in 1928.  In 1931 Adler moved into a studio at the Düsseldorf academy, which he abandoned in 1933 when leaving Germany upon friends' advice, after he had published together with other left-wing artists and intellectuals an "urgent appeal" against the Nazi policy and for communism during the campaigns for the parliamentary "elections" in February 1933. 


Jankel Adler, The Mutilated, 1942. The Mutilated was painted in London during heavy bombing and reflected, he said, his admiration for "the behaviour of Londoners under great stress and suffering, only then could humanity be seen at its best".

In that year, two of his pictures were displayed by the Nazis at the Mannheimer Arts Center as examples of degenerate art. Paintings of him and Marc Chagall were pulled on a hand-cart through the streets and publicly jeered at (see my article Chagall and Germany). Adler now left Germany, staying in Paris, where he regarded his exile consciously as political resistance against the fascist regime in Germany. In the years that followed, he made numerous journeys to Poland, Italy, Yugoslavia, Czechoslovakia, Romania and the Soviet Union. In 1937, twenty-five of his works were seized from public collections by the Nazis and four were shown in the Entartete Kunst (Degenerate Art) exhibition in Munich.


 Jankel Adler, Two Figures, 1944

When World War II broke out in 1939, Jankel Adler volunteered for the Polish army. Two years later, however, he was dismissed due to his bad health. Jankel Adler moved to Scotland and shortly after to London. During the 1940s a number of respectable exhibitions of Adler's works took place in London, Paris and New York. In 1949 Jankel Adler died in Albourne near London with the bitter knowledge that none of his nine brothers and sisters had survived the Holocaust.