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Daniel Schuhmacher... "einfach glücklich"

Eine Prise Marit Larsen mit einem Hauch Kate Nash versetzt... und ganz viel Daniel Schuhmacher: Das ist "Just happy"...


Seit wenigen Minuten gibt es ein brandneues Snippet auf www.myspace.com/danielschuhmacherofficial, der zweite Ausschnitt eines selbst geschriebenen Songs - nach "Your revenge" -, den Daniel seinen Fans und allen, die es werden wollen, auf MySpace präsentiert. Der Kontrast  zum ersten Schnipsel könnte nicht größer sein... "Your revenge" dunkel, fast schon trostlos, mit Bluescharakter, druckvoll gesungen... "Just happy" sonnig, positiv, ganz zart die Stimme. Ein Song darüber, dass man Glück meistens in den kleinen Dingen des Lebens findet...


Zwei Facetten von Daniel Schuhmacher, die in seinem Wesen beide gleichberechtigt sind. Beide Seiten gehören fest zu ihm, und er macht aus seiner nachdenklichen Seite ebenso wenig einen Hehl wie aus seiner fröhlichen. 


Being happy, being sad...
© Lore, Abby


Und das ist toll, denn die meisten Künstler präsentieren nur eine einzige Facette von sich und sind deswegen auch auf einen Stil festgelegt. Daniel zeigt mehr, und deshalb passen so viele Musikstile zu ihm: Pop, Rock, Soul, und wie wir durch die Schnipsel seiner beiden eigenen Songs gelernt haben, sogar Bluesiges und Folkiges. Das hat nichts mit Richtungslosigkeit zu tun, sondern mit Offenheit... und Daniels breit gefächerten Musikgeschmack. 


Auf jeden Fall macht "Just happy" nun erst recht neugierig auf weitere eigene Songs. Und alle Fans hoffen, sie irgendwann am Stück, nicht geschnitten, bei I-Tunes kaufen zu können...

The first time ever we heard your song….you left us speechless

Heute von: Blinddate

Samstag, 29.5.2010, Groß-Gerau, Charity-Event zugunsten des Kinderhospiz.

Schon bei der Autogrammstunde erscheint ein aufgekratzter und gut gelaunter Daniel. “Ich freu mich schon so auf die Überraschung heute Abend” - und reibt sich mit diebischer Freude die Hände. Wie immer herrscht ein grosser Andrang und Daniel erfüllt alle Autogrammwünsche und macht unermüdlich Fotos, immer mit einem Strahlen im Gesicht. Und wie immer sind die Secuitys not amused, wie sehr Daniel das Wort “Fannähe“ doch großschreibt. Alles wie immer.

Angesprochen auf das “46-Sekunden-Gänsehaut-Stückchen” von “Your Revenge” auf MySpace, das seit Tagen für enormen Gesprächsstoff unter den Fans und Musikinteressierten sorgt, sagt Daniel, dass er sich über das rege Interesse sehr freue und ganz Lausbub kommt noch der Satz “Der Song in voller Länge, das hört sich RICHTIG geil an!”



Der Abend wird von verschiedenen Musikacts gestaltet, die vielfach wie Daniel den Weg über ein Casting gewählt hatten. Daniel ist für 23.35 Uhr angekündigt, aber die Geduld der Fans wird durch Verzögerungen auf eine harte Probe gestellt. Immer wieder erklingen laute Sprechchöre -"Wir woll´n den Daniel sehen" und "Daniel, Daniel“-Rufe. Der Gipfel der Dekadenz ist erreicht, als Part Six während ihres Programms einen Michael Jackson Song anmoderieren und in diesem Zusammenhang fragen “Wer ist für euch der größte Sänger?” Die Antwort von einem Großteil des Publikums war laut und deutlich “DANIEL SCHUHMACHER”! Der Sänger von Part Six ist doch leicht irritiert und hat Mühe, die Aufmerksamkeit wieder auf Michael Jackson zu lenken…


Fünf Minuten vor 01.00 Uhr ist es dann endlich so weit, Daniel betritt die Bühne. Das Geschrei ist ohrenbetäubend. Komplett in Schwarz gekleidet, um den Hals seine Glückskette, meint er “Wir machen jetzt ein bisschen Akkustikmusik, der Bernhard und ich. Das ist übrigens der Bernhard, aber meine Fans kennen ihn ja bereits.” Sein erster Song ist natürlich seine aktuelle Single “If it´s love”, und es ist schon beeindruckend mittendrin zu stehen und zu hören, dass der Song komplett vom Publikum mitgesungen wird.

Den zweiten Song kündigt Daniel als sein neuestes Cover an und sofort setzt wieder infernalischer Lärm ein. Seine Version von Adam Lamberts “Whataya want from me” ist einfach nur wunderschön und berührend.

Was dann folgt, hat sich in der Form wohl keiner der Anwesenden vorgestellt. “ES” ist der Grund, warum viele Fans nach Groß-Gerau gekommen sind. Daniel hatte auf Facebook im Vorfeld eine große Überraschung als Dank für den Comet als Bester Durchstarter 2010, für die aus Daniels Sicht “besten Fans der Welt” und deren Support seit einem Jahr, angekündigt.





Die Spannung im Publikum ist geradezu greifbar, als Daniel endlich den Spekulationen um die angekündigte Überraschung ein Ende setzt. Daniel singt - "zum allerersten Mal in meinem Leben" - einen selbst geschriebenen Song vor Publikum, mit seinem Text und seiner Melodie, “Your revenge”. Wenn man ihn da so auf der Bühne sieht und hört, kann man geradezu spüren, dass der Text für diesen Song aus einer tiefen Enttäuschung heraus entstanden sein muss.

Nie zuvor hat er einen Song überzeugender und emotionaler performt. Die Stimmung des Songs wird noch zusätzlich hervorgehoben durch Daniels untrügliches Gespür, wie man einen Song perfekt in Szene setzt: Das schlichte aber wirkungsvolle Outfit, die geniale Klavierbegleitung von Bernhard und Daniels Feeling, welche Art von Musik zu seiner Stimme passt.

Ohne große Worte verlässt er danach die Bühne.

Daniels Auftritt wurde zwar stark gekürzt, aber die Message kommt dennoch überdeutlich an: Seine Fans sind ihm so wichtig, dass er mit ihnen schon jetzt, vor Veröffentlichung, das Persönlichste, was man sich vorstellen kann, teilt: SEINE EIGENE MUSIK.

"Your Revenge" oder: Der Song zum Tattoo


Heute von Blinddate

….gerade eben habe ich es zum ersten Mal gehört. Ich sitze hier mit offenem Mund, kann es nicht glauben. Gleichzeitig drücke ich die REPEAT-Taste im MySpace-Player. Und nochmal. Und nochmal. Immer wieder.

45 Sekunden... nur 45 Sekunden, aber dieser kleine Schnipsel Musik ist alles, worum sich im Moment meine Gedanken drehen.

Überall krasseste Gänsehaut, Kälteschauer und Hitzewellen wechseln sich ab, meine Stirn ist vor Konzentration in Falten gelegt und ich habe einen dicken Kloß im Hals. Bei den ersten Malen habe ich sogar noch die Luft angehalten, jetzt kann ich beim Hören schon wieder atmen...

Es ist ein Blues-Arrangement, im Hintergrund dezente Percussions und Bass, eine kurze Synthesizer-Einblendung, im Vordergrund als Begleitung ein Flügel. Und dann diese Stimme... traurig, resigniert, verletzt...ein bisschen wütend.

Das Tattoo zum Song...
© Shelly

Auszug aus Wikipedia: "Das Wort Blues leitet sich von der bildhaften englischen Beschreibung I’ve got the blues (wörtlich: ich habe die „Blauen“) bzw. I feel blue (ich bin traurig) ab"... Blues ist eine musikalische Stilrichtung, an die sich viele Sänger, wenn überhaupt, erst nach Jahren trauen. Bei Daniel klingt es unheimlich fortgeschritten, gereift. Kein bisschen nach einem jungen, unerfahrenen Neuling in dieser Branche, und einmal mehr wird klar, wie vielseitig Daniels Stimme doch ist. Sie passt perfekt zu der gefühlsbetonten, leidenden Aura des Blues.

Unglaublich, wie viele Gefühlsnuancen Daniel allein in dieses kurze Stückchen Musik legt... die zu beschreiben, fehlen mir die Worte.

Das, was dieses Musikschnipselchen so besonders, so wertvoll und kostbar macht, ist die Tatsache, dass es SEINE Musik ist, SEINE Melodie, vor allem SEIN Text.

Vor meinem inneren Auge sehe ich Daniel in einer Schwarz-Weiß-Inszenierung, einsam auf einer Bühne singend, in sich gekehrt und versunken... Schon mehrfach hat er davon gesprochen, dass er in seinen Songs und Texten Episoden aus seinem Leben verarbeitet. In "Your Revenge" geht es um unerwiderte Liebe.
Hierzu kann wahrscheinlich jeder etwas erzählen, aber kaum einer so berührend wie Daniel in diesem Song.

Persönlicher als dieses Stückchen Musik geht es nicht. Punkt. Und Daniel teilt es als erstes mit seinen Fans. Auch ich bin einer. Einer mit Kloß im Hals... und ich kann nicht aufhören, immer wieder die REPEAT-Taste zu drücken. Und wieder. Und wieder...