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Bachelorette & Rivkah & Inga Liljeström, Paris, 27.09.10


Konzert: Bachelorette & Rivkah & Inga Liljeström
Ort: L'International, Paris
Datum: 27.09.2010
Zuschauer: 150-200


Ladies Night heute abend im Pariser Gratisclub International. Bis auf den Cellisten in der Band von Inga Liljeström sah man auf der Bühe nur weibliche Künstler. Schön, so will man(n) das haben! Toll auch, daß die musizierenden Damen aus verschiedenen Ländern kamen. Rivkah und ihre Streicherin Virginie aus Frankreich, Inga Liljeström aus Schweden und Annabel Alpers aka Bachelorette sogar aus dem fernen Neuseeland.

So unterschiedlich wie die Herkunftsländer der Grazien waren auch die präsentierten Musikstile. Handgemachter Kammerpop mit melancholischer Note bei Rivkah, bluesig/souliger Folk im Falle von Inga Liljeström und Elektropop bei Bachelorette. Der synthetische Pop der Neuseeländerin hatte am Ende in meiner Gunst knapp die Nase vor Rivkah, die durch eine Oliver Peel Session vor ein paar Monaten zu Weltruhm gelangt war. Inga (mit dem roten Telefon) hingegen mißfiel mir leider stimmlich. Obwohl die Arrangements mit Cello und Violine gediegen waren, langweilte ich mich bei dem Set der Skandinavierin mit Wohnsitz Paris ziemlich derbe.


Rivkah hatte gegen 21 Uhr zusammen mit Geigerin Virgine den Damenball eröffnet und mein Herz erneut mit ihrem sehnsüchtigen Gesang, den hochmelancholischen Balladen (You Lie, Top Of The Hill) und ihrer verblüffenden Stimmenloop-Technik erreicht. Die Pariserin, die ihre Klamotten grundsätzlich selbst entwirft, wartete mit einem Gag auf, denn sie hatte ihr langes braunes Haar unter einer schwarzen Pagenkopf-Perrücke versteckt, genau wie Virginie, die mit rotstichiger Perrücke auflief.

Anschließend eine halbe Stunde Abgähnen mit Inga und zu bereits recht später Stunde der Abschluß mit Bachelorette, die hinter einem Gabentisch mit zwei Laptops, einem Keyboard und einer merkwürdigen, flimmernden Schaltfläche agierte. Sie projezierte abstrakte Videos auf eine Leinwand, beispielsweise Umrisse eines Baumes, Fieberkurven die wie Börsenkurse aussahen und geschlängelte Linien. Schade, daß mich ihr Set nicht durchgängig begeistern konnte. Die junge Frau wirkte ziemlich nervös und angespannt und schien immer selbst am meisten überascht, wenn ein Stück zu Ende war. Dabei hat sie eigentlich so einige Pluspunkte in die Wagschale zu werfen. Ihre Stimme ist herrlich unschuldig und lieblich, ihre Stücke charmant und mit Raffinesse ausgestattet und ihr Stil- psychedelisch angehauchter Indiepop-, im Moment schwer angesagt. Das Hauptproblem war, daß das Liedmaterial nicht durchgängig packend war. Manchmal gab es ein paar Langweiler, die den Gesamtdurchschnitt drückten und verhinderten, daß ich von einem wirklich berauschenden Konzert sprechen konnte. Starke Tracks wie Donkey und das abschließende Do The Circuit sorgten allerdings für ein insgesamt positives Fazit.

Setlist Rivkah, International, Paris 27/09/10:

01: He
02: You Lie
03: Top Of The Hill
04: My Friend
05: Into The Snow
06: Sparkling
07: Go On Run
08: Mercedes Benz (Janis Joplin)




Bachelorette & Rivkah & Inga Liljeström, Paris, 27.09.10


Konzert: Bachelorette & Rivkah & Inga Liljeström
Ort: L'International, Paris
Datum: 27.09.2010
Zuschauer: 150-200


Ladies Night heute abend im Pariser Gratisclub International. Bis auf den Cellisten in der Band von Inga Liljeström sah man auf der Bühe nur weibliche Künstler. Schön, so will man(n) das haben! Toll auch, daß die musizierenden Damen aus verschiedenen Ländern kamen. Rivkah und ihre Streicherin Virginie aus Frankreich, Inga Liljeström aus Schweden und Annabel Alpers aka Bachelorette sogar aus dem fernen Neuseeland.

So unterschiedlich wie die Herkunftsländer der Grazien waren auch die präsentierten Musikstile. Handgemachter Kammerpop mit melancholischer Note bei Rivkah, bluesig/souliger Folk im Falle von Inga Liljeström und Elektropop bei Bachelorette. Der synthetische Pop der Neuseeländerin hatte am Ende in meiner Gunst knapp die Nase vor Rivkah, die durch eine Oliver Peel Session vor ein paar Monaten zu Weltruhm gelangt war. Inga (mit dem roten Telefon) hingegen mißfiel mir leider stimmlich. Obwohl die Arrangements mit Cello und Violine gediegen waren, langweilte ich mich bei dem Set der Skandinavierin mit Wohnsitz Paris ziemlich derbe.


Rivkah hatte gegen 21 Uhr zusammen mit Geigerin Virgine den Damenball eröffnet und mein Herz erneut mit ihrem sehnsüchtigen Gesang, den hochmelancholischen Balladen (You Lie, Top Of The Hill) und ihrer verblüffenden Stimmenloop-Technik erreicht. Die Pariserin, die ihre Klamotten grundsätzlich selbst entwirft, wartete mit einem Gag auf, denn sie hatte ihr langes braunes Haar unter einer schwarzen Pagenkopf-Perrücke versteckt, genau wie Virginie, die mit rotstichiger Perrücke auflief.

Anschließend eine halbe Stunde Abgähnen mit Inga und zu bereits recht später Stunde der Abschluß mit Bachelorette, die hinter einem Gabentisch mit zwei Laptops, einem Keyboard und einer merkwürdigen, flimmernden Schaltfläche agierte. Sie projezierte abstrakte Videos auf eine Leinwand, beispielsweise Umrisse eines Baumes, Fieberkurven die wie Börsenkurse aussahen und geschlängelte Linien. Schade, daß mich ihr Set nicht durchgängig begeistern konnte. Die junge Frau wirkte ziemlich nervös und angespannt und schien immer selbst am meisten überascht, wenn ein Stück zu Ende war. Dabei hat sie eigentlich so einige Pluspunkte in die Wagschale zu werfen. Ihre Stimme ist herrlich unschuldig und lieblich, ihre Stücke charmant und mit Raffinesse ausgestattet und ihr Stil- psychedelisch angehauchter Indiepop-, im Moment schwer angesagt. Das Hauptproblem war, daß das Liedmaterial nicht durchgängig packend war. Manchmal gab es ein paar Langweiler, die den Gesamtdurchschnitt drückten und verhinderten, daß ich von einem wirklich berauschenden Konzert sprechen konnte. Starke Tracks wie Donkey und das abschließende Do The Circuit sorgten allerdings für ein insgesamt positives Fazit.

Setlist Rivkah, International, Paris 27/09/10:

01: He
02: You Lie
03: Top Of The Hill
04: My Friend
05: Into The Snow
06: Sparkling
07: Go On Run
08: Mercedes Benz (Janis Joplin)




Festival Music For Toys, Paris, 12.06.10


Konzert: Festival Music For Toys 1. Tag, mit Inga Liljeström, Eliote et Les Ritournelles, Artuan De Lierree und Honoka Sakai

Ort: Palais de Tokyo, Paris

Datum: 12.06.2010

Zuschauer: 100 oder so, darunter viele kleine Kinder

Konzertdauer: pro Künstler etwa 30 Minuten (die Kids haben nicht so viel Geduld, you know?)


Das Pariser Museum Palais de Tokyo hat kürzlich für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt, als bei einem spektakulären Kunstraub eklatante Sicherheitsmängel offenbar wurden und die Täter scheinbar mühelos wertvolle Gemälde (Werke von Picasso, Matisse, Modigliani, Braque und Léger) im Wert von 100 Millionen Euro erbeuteten.

Bei der dritten Ausgabe des entzückenden Festivals Musik For Toys, welches in eben jenem Palais de Tokyo stattfand, ging es aber heute nicht um Gemälde, sondern um Spielzeuginstrumente, auf denen erwachsene Musiker vornehmlich für Kinder musizierten. Organisiert wurde das Ganze wie in den vorangegangenen Jahren von dem gemeinnützigen Label Monster K7, das uns mit Orouni auch schon einmal einen ihrer Künstler ins heimische Wohnzimmer geschickt hatte und für die letztjährige Ausgabe zudem die süßen Schwedinnen Tada Tata verpflichten konnte, die prompt ebenfalls eine denkwürdige Oliver Peel Session einspielten (siehe Video!).



Los ging das musikalische Programm heute in einem recht kleinen, überhitzten Raum, in dem es sich die Kleinsten auf winzigen Stühlchen bequem gemacht hatten und die Musiker ziemlich eingepfercht ihre Kompositionen auf Spielzeuginstrumenten vortrugen. Natürlich dürfen auch "normale" Instrumente verwendet werden, aber es müssen zumindest ab und zu Toy Pianos, Toy Ukulelen usw. zum Einsatz kommen, das ist die Bedingung um an diesem speziellen Festival teilzunehmen.

Den Anfang machte die in Parise lebende Schwedin Inga Liljestrom, die ich schon einmal mit Scott Matthew auf einer Konzertbühne gesehen hatte.* Im vergangenen Jahr im Europeen war das und Inga begleitete den bärtigen Ami damals als Backgroundsängerin auf wunderbare Weise. Sie verfügt über eine soulig/jazzige Stimme und ist sicherlich nicht von ungefähr von Scott verpflichtet worden. Die Dame hat was, soviel ist sicher. Und sie trägt auch was und zwar in ihrem Bauch, sie ist nämlich schwanger und konnte heute schon einmal in der Praxis testen, ob kleine Kinder nicht zu nervig sind. Zusammen mit einer Cellistin und einem Gitarristen trug sie ein paar hübsche Songs vor und leitete gekonnt in das Festival ein.

Dann kamen eliotE & the ritournelles. Drei Franzosen mit der kessen Minnie als Hauptsängerin. Die Lieder waren bestens für Kinder geeignet (insbesondere das tolle Pour Les Enfants Qui Ont Peur de L'Orage), denn es gab lustige Mitsingparts, die kindlich anmutende Stimme von Minnie und spannende Instrumente, die die Kleinen mit großen Augen anstarrten. Sehr charmant und liebenswürdig, was die drei Musiker da vorne boten! Folk für Kinder, der auch Erwachsenen ohne Scham gefallen darf, na das nenne ich doch einmal einen tollen Musikstil! Etwa ein halbes Dutzend folkpoppiger Stücke wurde vorgetragen und das Set gefiel mir so gut, daß ich eliotE & The Ritournelles nach den Sommerferien höchstwahrscheinlich zu einer Oliver Peel Session einladen werde!

Das Festivalprogramm ging im Anschluß dann aber noch munter weiter, aber ich musste mich nun sputen, um die Einkäufe für die morgige Oliver Peel Session mit Mia Doi Todd zu tätigen. Deshalb bekam ich von Artuan de Lierrée (faszinierende Mischung aus Klezmer und Filmmusik) nur noch zwei Stücke mit und verpasste die Japanerinnen von Honoka Sakai komplett. Mist, die hätte ich zu gerne gesehen und gehört!


* das 1. Bild stammt von diesem Konzert.

Festival Music For Toys, Paris, 12.06.10


Konzert: Festival Music For Toys 1. Tag, mit Inga Liljeström, Eliote et Les Ritournelles, Artuan De Lierree und Honoka Sakai

Ort: Palais de Tokyo, Paris

Datum: 12.06.2010

Zuschauer: 100 oder so, darunter viele kleine Kinder

Konzertdauer: pro Künstler etwa 30 Minuten (die Kids haben nicht so viel Geduld, you know?)


Das Pariser Museum Palais de Tokyo hat kürzlich für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt, als bei einem spektakulären Kunstraub eklatante Sicherheitsmängel offenbar wurden und die Täter scheinbar mühelos wertvolle Gemälde (Werke von Picasso, Matisse, Modigliani, Braque und Léger) im Wert von 100 Millionen Euro erbeuteten.

Bei der dritten Ausgabe des entzückenden Festivals Musik For Toys, welches in eben jenem Palais de Tokyo stattfand, ging es aber heute nicht um Gemälde, sondern um Spielzeuginstrumente, auf denen erwachsene Musiker vornehmlich für Kinder musizierten. Organisiert wurde das Ganze wie in den vorangegangenen Jahren von dem gemeinnützigen Label Monster K7, das uns mit Orouni auch schon einmal einen ihrer Künstler ins heimische Wohnzimmer geschickt hatte und für die letztjährige Ausgabe zudem die süßen Schwedinnen Tada Tata verpflichten konnte, die prompt ebenfalls eine denkwürdige Oliver Peel Session einspielten (siehe Video!).



Los ging das musikalische Programm heute in einem recht kleinen, überhitzten Raum, in dem es sich die Kleinsten auf winzigen Stühlchen bequem gemacht hatten und die Musiker ziemlich eingepfercht ihre Kompositionen auf Spielzeuginstrumenten vortrugen. Natürlich dürfen auch "normale" Instrumente verwendet werden, aber es müssen zumindest ab und zu Toy Pianos, Toy Ukulelen usw. zum Einsatz kommen, das ist die Bedingung um an diesem speziellen Festival teilzunehmen.

Den Anfang machte die in Parise lebende Schwedin Inga Liljestrom, die ich schon einmal mit Scott Matthew auf einer Konzertbühne gesehen hatte.* Im vergangenen Jahr im Europeen war das und Inga begleitete den bärtigen Ami damals als Backgroundsängerin auf wunderbare Weise. Sie verfügt über eine soulig/jazzige Stimme und ist sicherlich nicht von ungefähr von Scott verpflichtet worden. Die Dame hat was, soviel ist sicher. Und sie trägt auch was und zwar in ihrem Bauch, sie ist nämlich schwanger und konnte heute schon einmal in der Praxis testen, ob kleine Kinder nicht zu nervig sind. Zusammen mit einer Cellistin und einem Gitarristen trug sie ein paar hübsche Songs vor und leitete gekonnt in das Festival ein.

Dann kamen eliotE & the ritournelles. Drei Franzosen mit der kessen Minnie als Hauptsängerin. Die Lieder waren bestens für Kinder geeignet (insbesondere das tolle Pour Les Enfants Qui Ont Peur de L'Orage), denn es gab lustige Mitsingparts, die kindlich anmutende Stimme von Minnie und spannende Instrumente, die die Kleinen mit großen Augen anstarrten. Sehr charmant und liebenswürdig, was die drei Musiker da vorne boten! Folk für Kinder, der auch Erwachsenen ohne Scham gefallen darf, na das nenne ich doch einmal einen tollen Musikstil! Etwa ein halbes Dutzend folkpoppiger Stücke wurde vorgetragen und das Set gefiel mir so gut, daß ich eliotE & The Ritournelles nach den Sommerferien höchstwahrscheinlich zu einer Oliver Peel Session einladen werde!

Das Festivalprogramm ging im Anschluß dann aber noch munter weiter, aber ich musste mich nun sputen, um die Einkäufe für die morgige Oliver Peel Session mit Mia Doi Todd zu tätigen. Deshalb bekam ich von Artuan de Lierrée (faszinierende Mischung aus Klezmer und Filmmusik) nur noch zwei Stücke mit und verpasste die Japanerinnen von Honoka Sakai komplett. Mist, die hätte ich zu gerne gesehen und gehört!


* das 1. Bild stammt von diesem Konzert.